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DE1268144B - Verfahren zur Reindarstellung von Carbonsaeureestern fester mehrwertiger, aliphatischer, nicht reduzierender Alkohole - Google Patents

Verfahren zur Reindarstellung von Carbonsaeureestern fester mehrwertiger, aliphatischer, nicht reduzierender Alkohole

Info

Publication number
DE1268144B
DE1268144B DEP1268A DE1268144A DE1268144B DE 1268144 B DE1268144 B DE 1268144B DE P1268 A DEP1268 A DE P1268A DE 1268144 A DE1268144 A DE 1268144A DE 1268144 B DE1268144 B DE 1268144B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon atoms
solvent
weight
hydrogen
polyhydric alcohol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1268A
Other languages
English (en)
Inventor
Charles J O'boyle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
North American Sugar Industries Inc
Original Assignee
North American Sugar Industries Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by North American Sugar Industries Inc filed Critical North American Sugar Industries Inc
Publication of DE1268144B publication Critical patent/DE1268144B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/02Acyclic radicals, not substituted by cyclic structures
    • C07H15/04Acyclic radicals, not substituted by cyclic structures attached to an oxygen atom of the saccharide radical

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reindarstellung von Carbonsäureestern fester mehrwertiger, aliphatischer, nicht reduzierender Alkohole Die Erfindung löst die Aufgabe, aus einem Umesterungsgemisch, gewonnen durch die Reaktion eines festen mehrwertigen, aliphatischen, nicht reduzierenden Alkohols mit einem den einzuverleibenden Siiurerest tragenden Umesterungsmittel, das neben dem Carbonsäureester des festen mehrwertigen, aliphatischen, nicht reduzierenden Alkohols mit 4 bis 18 Kohlenstoffatomen noch nicht veresterten mehrwertigen Alkohol und als Lösungsmittel ein niedermolekulares Carbonsäureamid oder ein tertiäres Amin oder mehrere dieser Lösungsmittel enthält, den Ester ohne den nicht umgesetzten Alkohol zu gewinnen, diesen durch Fällen des nicht veresterten Alkohols mit einem organischen Lösungsmittel also abzutrennen.
  • Die wirtschaftliche Verwendung solcher Ester wurde beeinträchtigt durch die Schwierigkeiten der Isolierung und der Reinigung der Ester nach ihrer Erzeugung durch Umesterung des mehrwertigen Alkohols mit einem, den einzuverleibenden Säurerest tragenden Umesterungsmittel, das in den mehrwertigen Alkohol eingebaut werden soll gemäß der Gleichung ROH + R, -CO -0R., <---> RO-CO-R, + R.2OH in der R den Rest des festen mehrwertigen, nicht reduzierenden aliphatischen Alkohols, R, den Rest des Umesterungsmittels, an dem das Carboxyalkyl hängt, und R., den alkoholischen Rest des Umesterungsmittels bedeutet.
  • Solche Gemische enthalten - außer den verwendeten Lösungsmitteln und Katalysatoren -nicht umgesetzten Alkohol, der bei der Umesterung zur Erhaltung wesentlicher Mengen von Alkoholmonoestern enthaltenden Endprodukten in verhältnismäßig großem Uberschuß angewendet wird und also in dem Reaktionsprodukt nach Vollendung der Umesterung als unerwünschte Verunreinigung vorliegt.
  • Dieser nicht umgesetzte mehrwertige Alkohol muß von dem Reaktionsprodukt getrennt und - wenn das Verfahren wirtschaftlich sein soll - in leicht wiederverwendbarer Form erhalten und weiter von dem Esterprodukt so vollständig als möglich abgetrennt werden, um eine Verfestigung des rohen Reaktionsproduktes infolge seines Zugegenseins zu vermeiden; es würde sonst eine vollständige Abtrennung und Wiedergewinnung des kostspieligen Lösungsmittels schwierig werden - es sei denn, daß ein verhältnismäßig hohes Erhitzen des Reaktionsproduktes vorgenommen würde. wobei aber der Nachteil einer Zersetzung und Verunreinigung (ICs Esters durch Zersetzungsprodukte eintreten würde. Auch muß das Lösungsmittel so vollständig als möglich wiedergewonnen werden, um die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zu gewährleisten. Überdies vertragen zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten des Esterproduktes das Zugegensein von nur geringen Mengen des nicht umgesetzten mehrwertigen Alkohols oder von Lösungsmittel.
  • Die Erfindung löst die Aufgabe der Reindarstellung von Carbonsäureestern fester, mehrwertiger, aliphatischer, nicht reduzierender Alkohole mit 4 bis 18 Kohlenstoffatomen und mindestens vier Hydroxygruppen aus einem nicht veresterten mehrwertigen Alkohol und einem niedermolekularen Carbonsäureamid oder tertiäre Amine als Lösungsmittel enthaltenden Umesterungsgemisch durch Fällen des überschüssigen mehrwertigen Alkohols mit einem organischen Lösungsmittel dadurch, daß das mindestens 20, vorzugsweise 30 bis 80, Gewichtsprozent Carbonsäureamide oder tertiäre Amine als Lösungsmittel enthaltende Umesterungsprodukt mit einem Fällungsmittel, das ein Kohlenwasserstofflösungsmittel und 0 bis 50 Gewichtsprozent polares organisches Lösungsmittel enthält und einen Anilinpunkt von höchstens 54,44"C besitzt (Fällungsmittel), bei einer Temperatur zwischen 20 und 140 C versetzt wird, die hoch genug ist, um die zu gewinnenden Ester in Lösung zu halten, jedoch niedrig genug ist, um die Ausliillung des nicht umgesetzten mchrwertigen Alkohols sicherzustellen, der ausgelüllte mehrwertige Alkohol abgetrennt und gegebenenfalls aus der reinen Lösung des gewünschten Esters das Lösungsmittel entfernt wird.
  • Mit Vorteil anwendbar ist das Reinigungsvertähren der Erfindung bei solchen Umesterungsgemischen, die mindestens 20 Gewichtsprozent eines Carbonsäureamids der Formel in der R, ein Alkylrest oder ein Alkoxyalkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, R2 Wasserstoff, Alkyl-oder Alkoxyalkylreste mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und R:, Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen ist, wobei die Gesamtzahl an Kohlenstoffatomen nicht mehr als 8 und vorzugsweise nicht mehr als 6 beträgt, oder der Formel in der R, und R:, Wasserstoff oder Alkylgruppen mit 1 bis 2 Kohlenstofiätomen sind. R,; Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstotlätomeii ist und X gleich - O -, > N - CH:, - oder -- CH., -bedeutet, wobei die Gesamtzahl von KohlenstotT atomen nicht größer als 8 und vorzugsweise nicht größer als 6 ist, oder ein tertiäres Amin der Formel in der R; ein Alkylrest mit 1 oder ? Kohlenstoff= atomen. R, Wasserstoff oder der Metliylrest. R" ein Alkylrest mit 1 oder ? Kohlenstotratomen, n eine ganze Zahl von 0 bis ?. in eine ganze Zahl von I bis 3 und ii + m = 3 ist, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstofffttome nicht größer als 9 ist. oder N-Alkylpyrrolidone und Caprolactame der Formel in der R Wasserstoff oder ein A1k%.lrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R", gleich CH., - oder - C.=H., - ist, enthalten.
  • Zu diesen primären Lösungsmitteln gehören insbesondere Dimethylformamid. Dimethylacetamid. N-n-Amyl-N-methylformamid. N.N-Dimetlioxxäthylformamid, N - Methyl - N - methoxyäthylformamid, N-Methyl-N-äthoxyäthylformamid und N-Methylformamid. Zu dieser Gruppe von primären Lösungsmitteln gehören auch N-Acyl-morpholine der allgemeinen Formel in welcher R den H-, - CH:,- oder - C.,H:,-Rest und R' = Wasserstoff oder Methyl bedeutet, ferner N-Formylpiperidin und N-Acetylpiperidin, ferner N-Dimethylmethoxyäthylenamin, N-Methyl-dimetho xyä 'thylamin, N-Dimethvl-#,'itlioxyäthyl#imiti: N-Methyl-äthyl-methoxyäthylamiii und N - Dimethyl-2-methoxy-propylamin sowie N-Methyl-2-pyrrolidon, N-Butylpyrrolidon und N-Methylcaprolactam.
  • Es können Mischungen der oben bezeichnetenprimären Lösungsmittel verwendet werden. . Als mehrwertige Alkohole kommen für das Vertähren der Erfindung mit Vorteil aliphatische Verbindungen mit mindestens vier freien. d. 11. unveresterten Hydroxylgruppen. -1 bis 18 Kohlenstoffatomen und einem Schmelzpunkt von mindestens 85 C in Frage. Das Vertähren der Erfindung ist voci` besonderem Vorteil bei Estern nicht reduzierender Oligosaccharide, z. B. Rohrzucker und Raffinose. Speziell geeignete Stoffe sind z. B. Pentaerythrit, Dipentaerythrit. Tripentaerythrit. Sorbit. hiannit. die niederen AlkN,lglucoside. N-Acet\.lglucos@,min der Formel oder N-Harnstofiälucoside der Formel oder N,N-Harnstoffdiglucoside der Formel Auch können Gemische der mehrwertigen Alkohole verwendet werden. Zu solchen Gemischen gehören Gemische von Rohrzucker und Raffinose, wie sie bei dem Raffinieren von Rübenzucker erhalten werden, und Gemische von Sorbit und Mannit, wie sie bei der Reduktion von Maiszucker und Invertzucker erhalten werden. und Gemische von verschiedenen Pentaerythriten, wie sie durch Kondensation von Acetaldeh_vd und Formaldehyd mit alkalischen Katalysatoren erhalten werden. -Als sekundäre Lösungsmittel bzw. Fällungsmittel kommen Kohlenwasserstoffe in Betracht sowie Gemische von Kohlenwasserstoffen mit bis 50 Gewichtsprozent an polarem. organischem Lösungsmittel. das Füllungsmittel mit einem Anilinpunkt von höchstens 5-1,-1-4 C. d. h. ein Lösungsmittel. das zu einer im wesentlichen yollständiaen Ausfällung des überschüssigen. mehrwertigen Alkohols aus dem Produkt der L.`mesteruna führt und das die übrigen Forderungen erfüllt.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird als Källungsmittel bz@@@ Fällunasmittelkomponente ein aliphatischer Kohlenwasserstoff mit einem Siedepunkt unterhalb 350 C hei Atmosphärendruck oder ein aromatischer Kohlen-%yasserstoff. yorzugs%ycise mit einem Siedepunkt unter t5(1 C. vorzugsweise in einer Menge von dem 0.K-bis 4fächen des Gewichtes des bei der L'mesteruna \crwendeten. in der Reaktionsmasse zurückgehaltenen Lösungsmittels ange%yendet.
  • Nach einer anderen beZorzuaten Ausführungsform des erfindungsmäßigen Verfahrens wird die @Rcinigung. falls das L'mesterungsprodukt alkalischen Katalysator enthält. erst nach dessen Neutralisation durchgeführt.
  • Das Reinigungsyerfähren gemäß der Erfindung läßt sich auf beliebige L'mesterungsproduktgemische der beanspruchten Art. insbesondere auf Gemische. die Ester von Pentaerythrit. Sorbit. Mannit. Xlethylglucosid. Äthylglucosid. Sucrose oder Raffinose enthalten. anwenden.
  • Bisher bot die Abtrennung von nicht reagiertem mehrwertigem Alkohol und Lösungsmittel aus den Esterprodukten Probleme. da die zur Verfügung stehenden Verfahren kompliziert und kostspielig waren. die Wiedergewinnung von mehrwertigem Alkohol und Reaktionslösungsmittel nicht derart ermöglichten. daß die Wiederverwendung ohne weiteres möglich war. und da sie nicht zu einem von mehrwertigem Alkohol und Lösungsmittel hinreichend freien. die Verwendung z. B. bei Reinigungsmitteln oder Spülmitteln in wirtschaftlicher Weise gestattenden Produkt führten. Auch waren die erhaltenen Produkte schwer zu reinigen zur Erzielung von Endprodukten, bei denen eine große Reinheit erforderlich ist, z. B. für kosmetische und pharmazeutische Produkte und Nahrungsmittel.
  • Die Ausffillung des überschüssigen Alkohols kann nach der Erfindung durch Mischen der Reaktionsmasse mit dem Fällungsmittel (= sekundärem Lösungsmittel für das primäre Lösungsmittel der Reaktion) vorgenommen werden. Bei geeigneter Einhaltung der Temperatur wird der nicht reagierte mehrwertige Alkohol aus der Lösung ausgefällt, so daß er leicht durch Filtrieren, Zentrifugieren, Dekantieren oder Absetzen gewonnen werden kann. Die Lösung kann nach Entfernen des unreagierten mehrwertigen Alkohols zur Entfernung des primären und sekundären Lösungsmittels destilliert werden, wobei als Rückstand der gewünschte Ester des mehrwertigen Alkohols verbleibt, der nur geringe Mengen an unreagiertem mehrwertigem Alkohol und Lösungsmitteln enthält.
  • Bei Verwendung geeigneter sekundärer Lösungsmittel kann sowohl das primäre Lösungsmittel als auch das sekundäre Lösungsmittel in leicht wiederverwendbarer Form wiedergewonnen werden. ohne daß kostspielige Trockenoperationen notwendig sind. Auch schafft die Verwendung eines geeigneten sekundiiren Lösungsmittels die Möglichkeit, den unreagierten mehrwertigen Alkohol praktisch %ollstiindig wiederzugewinnen. ohne daß die Gefahr der Verunreinigung des Reaktionsproduktes während der Gewinnung der Lösungsmittel durch Destillation besteht. wobei der weitere Vorteil vorliegt, daß der unreagierte mehrwertige Alkohol in einer seine Wiederverwendung ohne zusätzliche Behandlung oder nur unter geringer zusiitzlicher Behandlung gestattenden Form anfüllt.
  • Der mehrwertige Alkoholester wird gemäß der Erfindung in einer- Form gewonnen. die für eine Reihe von Anwendungsarten eine weitere Ruflinierung nicht notwendig macht oder gewünschtenfalls in einer Form. die eine leichte Raffinierung unter Erzielung eines sehr reinen Produktes gestattet. wie es für die Verwendung als kosmetisches oder pharmazeutisches Mittel oder Nahrungsmittel erfbrderlich sein kann.
  • Lösungsmittel, die nur polare organische Stoffe enthalten. z. B. Alkohole. Äther. Ester und Ketone. fällen die festen mehrwertigen Alkohole aus dem Reaktionsgemisch: jedoch ist die Abtrennung von unreagiertem mehrwertigem Alkohol nur unvollständig. selbst wenn große Mengen dieser sauerstoffhaltigen Lösungsmittel verwendet werden: auch sind diese Stoffe kostspieliger als die gemäß der Erfindung zu verwendenden sekundären Lösungsmittel bzw. Fällungsmittel.
  • Gemäß der Erfindung ist festgestellt worden. daß Fällungsmittel. die aus Kohlenwasserstoffen bestehen und nicht mehr als 50 Gewichtsprozent von polaren organischen Lösungsmitteln enthalten, zu einer im wesentlichen vollständigen Abtrennung von unreagiertem. mehrwertigem Alkohol, wenn das Fällungsmittel einen Anilinpunkt von höchstens 54,44 *C besitzt, führen.
  • In vielen Fällen können Kohlenwasserstoffe allein als sekundäres Lösungsmittel verwendet werden. was überraschend ist. da zu erwarten gewesen wäre. daß die stark polaren Monoester in dem Produkt mit den unreagierten, festen mehrwertigen Alkoholen in Gegenwart der großen verwendeten Mengen von Kohlenwasserstoffen ausgefällt werden würden.
  • -Geeignete sekundäre Lösungsmittel (= Fällungsmittel), die sowohl aus polaren organischen sauerstoffatomhaltigen Lösungsmitteln als auch aus Kohlenwasserstoffen bestehen, sind Gemische, die-bis zu 50"/o an Alkohol, Ester, Äther oder Keton enthalten, wobei diese Stoffe weniger als 11 Kohlenstoff atome, nicht mehr als 4 Sauserstoffatome und nicht mehr als zwei Hydroxylgruppen in jedem Molekül enthalten, und Kohlenwasserstoffe mit einem Siedebereich unterhalb 360 C bei Atmosphärendruck. Die Menge an sauerstoffatomhaltigem Lösungsmittel soll hinreichen, um den Anilinpunkt des Lösungsmittelgemisches auf 130 und darunter zu verringern. Als sauerstoffatomhaltige Lösungsmittel können z. B. Methanol, Äthanol, Isopropanol, sekundäres Butanol, n-Butanol, die Amylalkohole, Methylisobutylcarbinol, Äthoxyäthanol, Diacetonalkohol, Propylenglycol, Äthylacetat, Aceton, Methyliithylketon und Methylisobutylketon oder deren Gemische verwendet werden. Für die Erfindung brauchbare Kohlenwasserstoffes die in diesem sekundären Lösungsmittel (Fällungsmittel) verwendet werden können. sind Pentan, Hexan, Heptan, Benzol, Toluol. Xylole Lind die zahlreichen Kohlenwasserstoffgemische, wie sie als Lösungsmittel aus Erdöl und Kohlenteer gewonnen werden und als »Spirits« und »Naphthas« in der Industrie der Lacke und Uberzi.ige verwendet werden, zu denen Gemische mit sehr hohem und sehr niedrigem Gehalt an Aromaten gehören. Auch Terpenkohlenwasserstoffe können verwendet werden.
  • Die Fällungsmittel sollen einen Anilnlpunkt von nicht, über 54,44'C -iesitzen und Siedebereiche unterhalb 350"C.
  • Spezielle Beispiele für lediglich aus Kohlenwassertoffen bestehende Fällungsmittel sind Lösungsmittel aus Kohlenteer und Erdöl, z. B. Toluol (Anilinpunkt 49,44C; Siedepunkt 110,6 C). Xylol (ein Gemisch von Xylolen, Anilinpunkt -41,7 C). Siedebereich 138 bis 142'C, »Varnish Makers und Painters Naphtha« (Anilinpunkt 51,7 C. Siedebereich 117 bis 145'C) und »Solvesso 150« (Warenzeichen der Firma Standard Oil Company of New Jersey) für ein Gemisch aus Erdöldestillät-Kohlenwasserstoffen mit einem Siedebereich zwischen 186 und 211-'C und einem Anilinpunkt von -24 C und »Hi Flash CTN« (ein Leichtöldestillat mit einem Siedebereich von. 145 bis 185 C und einem Anilinpunkt von -18,9 C).
  • Der Anilinpunkt eines Lösungsmittels ist die Minimal-Gleichgewichts-Lösungs-Temperatur für gleiche Volumen Anilin Lind Probe (ASTM Test: D611-55T, S.285, ASTM Standards 1958-Part. 7).
  • Unter gewissen Umständen kann es erforderlich sein, spezielle Gemische von Kohlenwasserstofflösungsmitteln zu .verwenden, z. B. das Gemisch einer niedrigsiedenden aromatischen Verbindung. z. B. Toluol, und eines höhersiedenden aliphatischen Lösungsmittels, wie »Shell Sol 71« (Siedebereich 174,4 bis 200 C, Anilinpunkt 85,6 C). Das »Shell Sol 71« allein fällt feste mehrwertige Alkohle nicht aus, jedoch ergibt die Zugabe von Toluol zur Erniedrigung des Anilinpunktes ein Lösungsmittel, das ein ausgezeichnetes Fällungsmittel darstellt Lind den Vorteil hat. daß der höhersiedende aliphatische Anteil die Abtrennung des Hauptanteils des primären Lösungsmittels aus der Reaktionsmasse durch Destillation ermöglicht. Beim Kühlen trennt sich das »Shell Sol 71« in dem Destillat von dem wiedergewonnenen Reaktionslösungsmittel, so daß auf diese Weise die Wiedergewinnungskosten erniedrigt werden.
  • Es wurde festgestellt, daß durch Wahl bestimmter Glycole Lind oder Ester, die höher sieden als die Kohlenwasserstoffkomponente des sekundiiren Lösungsmittels und auch höher sieden als das primäre Lösungsmittel als sauerstoffhaltige Kohlenwasserstoff komponenten in dem sekundären Lösungsmittel- das Abdestillieren oder Abdampfen im wesentlichen des gesamten Kohlenwasserstofflösungsmittels Lind des, primären Lösungsmittels ermöglicht wird zur Eihaltung von Produkten, die für kosmetische Mittel, Nahrungsmittel und/oder pharmazeutische Mittel bezüglich Geschmack, Geruch Lind Freisein von gifrigen, hautreizenden Wirkungen geeignet sind. Einige der für diese spezielle Verwendung als geeignet festgestellten sauerstoffhaltigen Lösungsmittel sind Propylenglycol, Propylenglycolmonoester niederer Fettsäuren mit Seitenketten gleicher Kohlenstoff atomzahlen, Diäthyladipat, Diä thylsuccinat, Äthylcaprylat und Methylcaprat.
  • Glycerin und andere Verbindungen mit drei oder mehr Hydroxylgruppen sind als Komponenten des sekundären Systems fällender Lösungsmittel nicht geeignet. jedoch- stört die Gegenwart von Verbindungen dieser Art in geringen Mengen das Fällen und das Abtrennen von unreagierten festen, mehrwertigen Alkoholen nicht.
  • Werden Gemische von Kohlenwasserstoffen und polaren Lösungsmitteln oder Gemische von zwei oder mehr Kohlenwasserstofflösungsmittel als sekundäre Lösungsmittel (= Fällungsmittel) verwendet. so können diese Komponenten des sekundären Lösungsmittels miteinander vor Vermischen mit der Reaktionsproduktmasse vermischt oder getrennt der Reaktionsmasse zugesetzt werden.
  • Die Menge des primären Lösungsmittels in der Reaktionsproduktmasse von mindestens 20 Gewichtsprozent reicht hin, um praktisch die gesamte Menge des Esters des mehrwertigen Alkohols nach dem Zumischen des sekundären Lösungsmittels zur Reaktionsmasse bei der Trennungstemperatur des nicht reagierten festen. mehrwertigen Alkohols in Lösung zu halten. Erwünscht ist es, daß die Menge des primären Lösungsmittels hinreicht, die mechanische Behandlung des Materials zu erleichtern. Vorzugsweise enthält die Reaktionsproduktmasse, zu der das sekundäre Lösungsmittel zugegeben wird, 30 bis 80 Gewichtsprozent an primärem Lösungsmittel.
  • Zur erfindungsgemäßen Herstellung der gekennzeichneten Esterprodukte, die wesentliche Anteile an monoverestertem mehrwertigem Alkohol enthalten, kann mit Vorteil ein effektives Reaktionsverhältnis von festem, mehrwertigem Alkohol zum Umesterungsmittel von mindestens- 1,2 Mol des festen mehrwertigen Alkohols pro Äquivalent des durch Umesterung reagierenden Umesterungsmittels angewendet werden.
  • Die Menge des zugefügten sekundären Lösungsmittels (Fällungsmittels) soll hinreichen, im wesentlichen den gesamten, nicht umgesetzten mehrwertigen Alkohol völlig auszufällen. Die erforderliche Gewichtsmenge liegt in dem Bereich des 0,6- bis 7fachen des Gewichtes des primären Lösungsmittels; bevorzugt ist ein Bereich des 0,8- bis 4fachen des Gewichtes des primären Lösungsmittels.
  • Die Temperatur beim Zumischen des sekundären Lösungsmittels zu der Reaktionsmasse soll hinreichen, um das Lösen von primären und sekundiiren Lösungsmitteln ineinander zur Ausfällung von unreagiertem, mehrwertigem Alkohol hinreichend zu bewirken.
  • Die besten Resultate werden im allgemeinen - abhängend von dem besonderen sekundären und primären Lösungsmittel -- erhalten bei Anwendung einer Misch- bzw. Füllungstemperatur im Bereich von 50 bis etwa 140 C und einer Abtrenntemperatur im Bereich von 20 bis 100 C.
  • Zur Erzielung hoher Ausbeuten an einem monoveresterten Polyhydroxyprodukt muß der Katalysator vor dem Fällen des nicht umgesetzten, festen, mehrwertigen Alkohols inaktiviert werden. Die Inaktivierung des Katalysators kann entweder durch Fortführen der Reaktion durch so lange Zeit, daß Nebenreaktionen- wie z. B. Seifenbildung den Katalysator verbrauchen oder vorzugsweise durch Neutralisieren des Katalysators mittels saurer Stoffe, wie Essigsäure oder andere Carbonsäuren, Sulfonsäuren, Mineralsäuren und sauren Salzen von zwei - und drei -basischen Säuren bewirkt werden.
  • An Stelle der Inaktivierung des Katalysators können unerwünschte Nebenreaktionen durch rasches Absinkenlassen der Temperatur vor oder während der Fällung des festen, mehrwertigen Alkohols unterdrückt werden, jedoch muß in diesem Fall das weitere Verfahren bei Temperaturen durchgeführt werden, die niedriger liegen als die bei inaktiviertem Katalysator anwendbaren.
  • Nach dem Ausfällen kann der nicht umgesetzte, feste, mehrwertige Alkoholaus der Reaktionsmasse leicht durch übliche physikalische Verfahren, z. B. durch Sedimentieren, Filtrieren oder Zentrifugieren, entfernt werden. Der feste, mehrwertige Alkohol wird in einer Form erhalten, die seine Wiederverwendung in dem Verfahren mit einem Minimum von Aufarbeitung gestattet, da das Lösungsmittel in dem feuchten, festen mehrwertigen Alkohol bei Beginn der Umesterung entfernt wird. Die besten Resultate bei der Abtrennung von unreagiertem, festem, mehrwertigem Alkohol werden im allgemeinen bei einer Temperatur erzielt, die niedriger als die obenerwähnte Mischungstemperatur liegt. Meistens werden die besten Reinigungsergebnisse im Temperaturbereich von 20 bis 100=C erzielt.
  • Es ist aus der deutschen Auslegeschrift 1052 388 bekannt, Rohrzuckermonoester, die ein Amid oder ein tertiäres Amin enthalten, dadurch zu reinigen, daß ein wesentlicher Teil des Lösungsmittels, vorzugsweise die Hälfte, abdestilliert und der Rückstand abgekühlt wird, wobei sich nicht umgesetzte Fettsäureester abscheiden; die erhaltenen Monofettsäureester des Rohrzuckers bleiben neben anderen Stoffen in dem Lösungsmittel gelöst. Auch kann die Reinigung dadurch herbeigeführt werden, daß man die so erhaltene Lösung mit einem niedrigen gesättigten aliphatischen Kohlenstoff, z. B. Hexan (der vor der Lösung nicht mischbar ist) extrahiert, um die letzten Spuren von nicht umgesetztem Nichtzuckerester von Fettsäure aus der Lösung herauszuholen, die verbleibende Lösung auf ein kleines Volumen zu destillieren und dann mit einem polaren Lösungsmittel zu verdünnen, um den nicht umgesetzten Rohrzucker zu fällen.
  • Dieses Verfahren hat --- von der Komplizierung durch eine Reihe von Stoffen abgesehen -- den Nachteil, daß als Füllungsmittel nicht, wie bei der Erfindung, ein Kohlenwasserstoff oder ein Gemisch eines Kohlenwasserstoffes mit höchstens 50"/" Gehalt an einem sauerstoffhaltigen organischen Lösungsmittel verwendet wird, sondern Aceton oder Butanol allein. Dabei werden verhältnismäßig große Mengen benötigt, wie auch die Beispiele zeigen, und trotzdem nur eine verhältnismäßig geringe Ausbeute an dem gewünschten Produkt erhalten, z. B. 20 oder höchstens 40(1/(), während bei Vorgehen nach der Erfindung die Ausbeute zwischen 80 und 100"/" beträgt, wobei die Erfindung überdies unter anderem den Vorteil besitzt, daß geringere Mengen der verhältnismäßig kostspieligen Lösungsmittel oder solche Lösungsmittel überhaupt nicht angewendet werden.
  • Beispiel l Ein Umesterungsgemisch aus Methyl-«-n-glucosid (2l,6 Mol, 4194g) und technischem Methylpalmitat (5,0 Mol, 1350g) mit Dimethylformamid und Kaliumcarbonat als Katalysator wurde durch Zugeben von Eisessig mit nachfolgendem Rühren während 8 Minuten neutralisiert. Zu diesem neutralisierten Reaktionsgemisch wurde Toluol als Füllungsmittel in einer Menge von 1,67 Teilen pro Teil Dimethylformamid während 5 Minuten zugegeben, wobei die Temperatur des Gemisches von 108 auf 97'C fiel. Das Rühren wurde 23 Minuten fortgesetzt, wobei die Temperatur auf 93"C fiel. Während dieser Zeit bildeten sich eine Kruste und Klümpchen von ausgefälltem Methylglucosid, die durch das Rühren zerkleinert wurden.
  • Die Masse wurde zentrifugiert und unter Verwendung von 1188g Toluol als Waschmittel auf 60 - C vorerhitzt, gewaschen, wobei 3177 g von nahezu trockenem (94,5"/o Feststoffgehalt) Methylglucosid, entsprechend 71,6% des eingesetzten Methylglucosids, erhalten wurden.
  • Die vereinigten Filtrate und Waschflüssigkeiten (13 519 g) wurden in die Apparatur zurückgegeben, in der die Reaktion durchgeführt wurde; unter Vakuum wurde während 46 Minuten mit einer Rührgeschwindigkeit von 110 Umdrehungen pro Minute auf ein Gewicht von 3957 g abgetrieben unter Aufrechterhaltung der Temperatur der Masse im Bereich von 79 bis 81'C unter Verminderung des Drucks zur Haltung der Masse am Sieden. Die Apparatur wurde dann unter Atmosphärendruck gesetzt; die Masse wurde in einen zylindrischen Glasbecher mit rundem Boden von 5 1 Inhalt (»Harzbecher«) eingefüllt, der mit einem Rührwerk aus rostfreiem Stahl von Ankerform dicht eingepaßt, einem Thermometer zur Ablesung der Temperatur der Masse und einer weiten Dampfableitung, verbunden mit einem Kondensator und einer Vakuumpumpe, versehen war.
  • In dem »Harzbecher« wurde die Masse gerührt und die flüchtigen Substanzen unter Vakuum abgetrieben, wobei die Temperatur der Mässe während 72 Minuten im Bereich von 79 bis 82"C gehalten wurde, wobei der Druck zur Aufrechterhaltung der Destillation allmählich auf 0,35 mm Quecksilber erniedrigt wurde. Der elektrische Heizmantel wurde dann von dem Becher abgenommen, die Apparatur auf Atmosphärendruck gebracht und das Rühren unterbrochen. Der Rückstand in dem »Harzbecher« hatte ein Gewicht von 2522 g; das Produkt enthielt 89,411 il Ester, 0,36°/n Methyl-t)-glticosid, Rest Dimethylformamid.
  • Beispiel2 Ein Umesterungsprodukt aus Rohrzucker und dem Methylester von TallölSäLireil in Gegenwart von Dimethylformamid wurde nach dem Neutralisieren des Kaliumcarbonatkatalyscitors bei 109 C mit, aus Erdöl gewonnenem Toltiol (5940 g, 1,25 Teile pro Teil) Dimethylformamid vorgewärmt auf 60 C innerhalb von 2 Minuten versetzt, wobei die Temperatur des Gemisches von 104 auf 91 C fiel. Das Gemisch wurde weitere 10 Minuten gerührt. wobei die Temperatur auf 90 C fiel.
  • Das Gemisch von der Temperatur 90 C wurde dann zur Abtrennung des ausgefällten Zuckers zentrifugiert. Der Zentrifugenkuchen wurde mit Toluol (1188g, vorgewärmt auf 60 C) gewaschen: die Waschflüssigkeit wurde mit dem Hauptfiltrat vereint. Der feuchte Zentrifugenktichen hatte ein Gewicht von 3109 g und einen Feststoffgehalt von 891''). was 2767 g trockenem Rohrzucker entspricht. Dies entspricht 8,08 Mol Rohrzucker, entsprechend 74.8" n des Ausgangsrohrzuckers.
  • Die - vereinigten Filtrate und Waschflüssigkeiten (12 650 g) wurden in die Apparatur zurückgegeben und unter Einhaltung einerTemperatur des Gemisches im Bereich von 79 bis .81,5 C durch Einstellen des Druckes bei einer Rührgeschwindigkeit von 110 Umdrehungen pro Minute bis zu einem Gewicht von 3963 g abgetrieben. Nach Abtreiben der flüchtigen Substanzen wurde die Apparatur auf Atmosphärendruck gesetzt.
  • 2018g (50,9°'t,) des abgetriebenen Gemisches wurden in einen zylindrischen Glasbecher (»Harzbecher«) mit rundem Boden von 9 1, der mit einem dicht .eingesetzten Rührwerk aus rostfreiem Stahl von Ankerform, einem Thermometer zur Ablesung der Gemischtemperatur und einer weiten Dampfleitung größeren Querschnitts. verbunden mit einem wirksamen. Kühlsystem und einer Vakuumpumpe. versehen war, übergeführt. Die flüchtigen Bestandteile wurden bei 55 Umdrehungen pro Minute Rührgeschwindigkeit durch Vakuumdestillation bei einer Gemischtemperatur von 78 bis 82 C während 57 Minuten abgetrieben, wobei der Druck zur Aufrechterhaltung der Destillation vermindert wurde. Am Ende dieser Periode hatte sich die Viskosität des Bades erheblich erhöht; die elektrische Heizung des »Harzbechers« wurde unter kontinuierlicher Verminderung des Druckes während einer Zeit von 3 Minuten abgestellt. Dabei stieg die Temperatur des Rückstandes auf maximal 90 C; der Druck fiel auf ein Minimum von 2,2 mm Hg. Zu diesem Zeitpunkt wurde der elektrische Heizmantel von dem Becher abgenommen, das Rühren unterbrochen, und der »Harzbecher« wurde unter Atmosphärendruck gesetzt. Das Gewicht des Rückstandes in dem Becher betrug 997 g. Beim Abkühlen ging das Produkt in einen pechähnlichen Zustand über; es war- weich, jedoch brüchig fest; in dieser Form wurde es aus dem Becher entfernt.
  • Diese 997 g Ausbeute an Produkt- entsprechen einer Gesamtausbeute von 1959 g - wenn das gesamte Bad in gleicher Weise abgetrieben worden w fire. Die Untersuchung ergab -einen Gehalt von 6,9";t, Zucker, 3,7"`o Dimethylformamid Lind 87,911 n Rohrzuckerester. Diese Werte entsprechen 7.9 Teilen Zucker pro 100 Teile Rohrzuckeresterprodukt -und 4,2 Teilen Dimethylforinamid pro 100 Teile- Rohrzuckeresterprodukt. .
  • Beispiele 3 bis 10 Die folgende -Tabelle zeigt die Ergebnisse des Beispiels 2 und der Beispiele 3 bis 10. die durchgeführt wurden unter Verwendung der gleichen Apparatur. der gleichen Mengen an Reagenzien und Lösungsmitteln [einschließlich 1,25 Teile Toluol pro Teile Dimethylformamid (DMF)] und des gleichen Verfahrens des Beispiels 2 mit dein Unterschied. daß die hIetliylester von - Tallölfettsäuren ersetzt wunden durch Methylester und Glyceridester verschiedener Carbonsäuren in variierten Mengen. wie es in der Tabelle angegeben ist.
    Sucro,e Ester Produkt
    Zucker Ausbeute. Gesicht
    Beispiel 'Berechnet- auf
    @sicdereesonnen; %erbraucht So tsic es i;t ' ((H)"" Ester
    . i enthält
    Ntol . Mol `Zuckert- Ester ' DNfl= . g g .
    3 Methylester von Tallö ffettsäure. - -
    903 g (3.0 htol) 2600 ' 7.59 1.21 6.9 87.9 3.69 1959 1724
    3 a Methvloleat. technisch. 889 @@
    (3,0 Mol) = 2668 7.80 3_tK) 3_2 91.4 1.55 1911 17-8
    4 Methyltalloat. 860 g (3.0 111o1) _'937 7.6-1 3.16 6.8 86.7 -1.9-1 1984 1651
    5 Methylester von Kökosö lfett-
    säure. 669 g (3.0 Nfol) '9-13 7.98 2.82 -1.8 86.8 4.K i 1716 1-190
    6 hlethylsalicx.lat. .157 g (3,0 1\Iol) 3686 8.38 .@ 2.'t2 91.6 12.5 1-I37 1257
    7 Methylpalmitat, technisch.
    1080 g (-1.0 Mol) j 2-11-1 7.05 ; 3.75 5.7 86.-1 4.1 2 379 . 2054
    8 Methylpalmitat. technisch.
    1620 g (6,0 Mol) 1 1958 5.72 5.08 1 6.7' 86.0: 5.2 3380 ; 2908
    9 Talg, zentrifugiert. 860 g (1.0 hlol) 33-12 9.77 Ltl3 10 t 58.2 I .8 790 ' -I60
    10 Talg, zentrifugiert. 57-1 g
    (0,668 Mol) - 3042 9.01 1.79 i 3.1I 88.4. -1.8 , 1269 1 1-I5
    Die Umesterung nach den Beispielen 3 bis 10 war im wesentlichen vollständig. Die Ausbeute im Beispiel 9 ist niedrig, da nur etwa die Hälfte des Talgs reagierte. Der unreagierte Talg (447 g) wurde durch Extrahieren des Reaktionsproduktes mit Heptan gewonnen. Die Analyse des Produktes des Beispiels 9 zeigte, daß das Produkt noch etwas Heptan enthielt.
  • Bemerkt sei, daß die Umwandlung des Triglycerids im Beispiel 9 mit einem Molverhältnis von Rohrzucker zu Glycerid von 10,8 : 1 verhältnismäßig gering ist: Eine Verbesserung der Umwandlung wurde bei dem Beispiel 10 durch Erhöhen des Molverhältnisses auf 16,3 : 1 erzielt. Die Feststellung. daß ein sehr hohes Molverhältnis von Rohrzucker zu Glyceridester für die Erhaltung hoher Ausbeuten an Rohrzuckerestern notwendig ist, wurde durch Arbeiten mit hoch ungesättigten Triglyceridestern, wie Baumwollsamenöl und Saffloröl, bestätigt.
  • Beispiel 11 Ausgegangen wurde von einem Umesterungsprodukt aus Sorbit und Methylpalmitat mit N-Methyl-2-pyrrolidon als primärem Lösungsmittel.
  • Eine 50-g-Probe der Reaktionsmasse wurde in einen 300 cm:; fassenden Becher gegeben, gerührt und auf 90 C erhitzt. Dann wurden 81 g auf 90 C %orerwä rmtes Toluol zugegeben (2,27 Teile pro Teil N-Methyl-2-pyrrolidon). Es wurde mit dem Rühren ohne Erhitzen fortgefahren, bis die Temperatur 30 C betrug. Die Probe wurde dann abgesaugt. Der Filterkuchen wurde bei 80 C in einem Vakuumofen getrocknet und ergab 8.49 g rohes. wiedergewonnenes Sorbit. was 1338 g rohem. wiedergewonnenem Sobit bezogen auf das gesamte Ansatzbad entspricht. Das Filtrat wurde in einem 80 C warmen. mit zirkulierender Luft arbeitenden Ofen zur Trockne gebracht und dann bei 80 C unter Vakuum getrocknet: erhalten wurden 5,59 g eines Produktes. das 96,7"" Ester enthielt. was einer Ausbeute von 867 g Ester -- bezogen auf den gesamten Ansatz entspricht.
  • Das im Kleinen durchgeführte Reinigungsverfähren des Beispiels 11 wurde unter Verwendung einer anderen 50-g-Probe der gleichen Reaktionsmasse unter Verwendung von 81 g Aceton als Fällungsmittel (2.27 Teile pro Teil N-Methyl-2-pyrrolidon) an Stelle von Toluol unter Durchführung des Mischens bei 60 C und des Filtrierens bei 30 C wiederholt. Dabei trat ein Fällen von Sorbit nur in geringem Maße ein; es wurden nur 1.46 g trockener Filterkuchen erhalten. was 230 g wiedergewonnenem Sorbit entspricht. Das getrocknete Filtrat enthielt lediglich 45110 Ester. so daß also das »Produkt« wesentlich aus Sorbit bestand.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Reindarstellung von Carbonsäureestern fester. mehrwertiger. aliphatischer. nicht reduzierender Alkohole mit 4 bis 18 Kohlenstoffatomen und mindestens vier Hydroxygruppen aus einem niedermolekulare Carbonsäureamide oder tertiäre Amine als Lösungsmittel enthaltenden Umesterungsgemisch durch Fällen des überschüssigen mehrwertigen Alkohols mit einem organischen Lösungsmittel. d a d u r c h g e -kennzeichnet.daßmandasmindestens 20. vorzugsweise 30 bis 80. Gewichtsprozent Carbonsäureamide oder tertiäre Amine als Lösungsmittel enthaltende Umesterungsprodukt mit einem Fällungsmittel, das einen Kohlenwasserstoff und 0 bis 50 Gewichtsprozent polares organisches Lösungsmittel enthält und einen Anilinpunkt von höchstens 54,44 C besitzt (Fällungsmittel), bei einer Temperatur zwischen 20 und 140 C versetzt, die hoch genug ist, um die zu gewinnenden Ester in Lösung zu halten, jedoch niedrig genug ist, um die Ausfällung des nicht umgesetzten mehrwertigen Alkohols sicherzustellen, den ausgefällten festen, mehrwertigen Alkohol abtrennt und gegebenenfalls aus der reinen Lösung des gewünschten Esters das Lösungsmittel entfernt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reinigungsverfahren bei einem mindestens 20 Gewichtsprozent eines Carbonsäureamids der Formel in der R, ein Alkylrest oder ein Alkoxyalkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, R.= Wasserstoff. Alkyl- oder Alkoxyalkylreste mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und R:; Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen ist, wobei die Gesamtzahl an Kohlenstoffatomen nicht mehr als 8 und vorzugsweise nicht mehr als 6 beträgt, oder in der R, und R:, Wasserstoff oder Alkylgruppen mit l bis '_ Kohlenstoffatomcn sind. R,; Wasserstoff oder eine AIkylruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen ist und- X - O -. - N'CTl:; oder - CH., -- bedeutet. wobei die Gesamtzahl \on Kohlenstoffatomen nicht größer als 8 und \orzuLls\@eise nicht größer als 6 ist. oder eines tertiären Amins der Formel in der R; ein Alkyl mit 1 bis ? Kohlenstoffatomen. R. Wasserstoff oder Methyl. R!, Alkvl mit 1 bis Kohlenstoffatomen. n eine ganze Zahl von 0 bis ?. m eine ganze Zahl von 1 bis 3 und n+m = 3 ist. wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome nicht größer als 9 ist. oder N-Alkylpyrrolidone und Caprolactame der Formel in der R Wasserstoff oder ein Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und Rin gleich CH.=-oder - C2H i - ist, enthaltenden Umesterungsprodukt angewendet wird.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder ?. dadurch gekennzeichnet, daß als- Fällungsmittel bzw. Fällungsmittelkomponente ein aliphatischer Kohlenwasserstoff oder ein aromatischer Kohlenwasserstoff mit einem Siedepunkt unter 350 C, vorzugsweise in einer Menge von dem 0,8- bis 4fachen des Gewichtes des bei der Veresterung verwendeten, in der Reaktionsmasse zurückgehaltenen primären Lösungsmittels, angewendet wird.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Fällungsmittelkomponente Alkohole, Ätlier. Ester oder Ketone verwendet werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Gehalt des Umesterungsproduktes an alkalischem Katalysator dieser nach beendeter Umesterung und vor der Verfahrensausfällung neutralisiert wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 052 388.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1052388B (de) * 1955-01-06 1959-03-12 Sugar Res Foundation Inc Verfahren zur Herstellung von Fettsaeuremonoestern des Rohrzuckers oder der Raffinose

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1052388B (de) * 1955-01-06 1959-03-12 Sugar Res Foundation Inc Verfahren zur Herstellung von Fettsaeuremonoestern des Rohrzuckers oder der Raffinose

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