[go: up one dir, main page]

DE1268022B - Optisches Visier fuer leichte Waffen - Google Patents

Optisches Visier fuer leichte Waffen

Info

Publication number
DE1268022B
DE1268022B DEP1268A DE1268022A DE1268022B DE 1268022 B DE1268022 B DE 1268022B DE P1268 A DEP1268 A DE P1268A DE 1268022 A DE1268022 A DE 1268022A DE 1268022 B DE1268022 B DE 1268022B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
axis
transparent plate
target
eyepiece
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DEP1268A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1268022C2 (de
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Brevets Aero Mecaniques SA
Original Assignee
Brevets Aero Mecaniques SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Brevets Aero Mecaniques SA filed Critical Brevets Aero Mecaniques SA
Publication of DE1268022B publication Critical patent/DE1268022B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1268022C2 publication Critical patent/DE1268022C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B23/00Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices
    • G02B23/14Viewfinders
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G5/00Elevating or traversing control systems for guns
    • F41G5/08Ground-based tracking-systems for aerial targets
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B27/00Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
    • G02B27/32Fiducial marks and measuring scales within the optical system

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
F41g
Deutsche KL: 72 f-15/02
Nummer: 1 268 022
Aktenzeichen: P 12 68 022.7-15
Anmeldetag: 4. Juni 1965
Auslegetag: 9. Mai 1968
Die Erfindung bezieht sich auf ein optisches Visier für leichte Waffen mit wenigstens einem Rohr, welches auf einer um eine lotrechte Achse verdrehbaren Plattform um eine horizontale Achse verschwenkbar ist, wobei ein Okular und ein Einfallfenster gegenüber der Plattform festliegen und optische übertragungsglieder so mit dem Rohr gekuppelt sind, daß sie bei allen Rohrneigungen dem Okular das zum Rohr parallel durchs Fenster fallende Lichtbündel zuführen, welches zwischen den optischen Gliedern und dem Okular eine durchsichtige Platte durchläuft, die mit Zielmarkierungen versehen und in Abhängigkeit von den Neigungen des Rohrs verschiebbar ist, wobei der Schütze auf der Plattform das Rohr dadurch richtet, daß er das Bild eines Ziels mit den Zielmarkierungen zur Uberdeckung bringt, und wobei die durchsichtige Platte eine horizontale Markierungslinie trägt und einen Mechanismus aufweist, um die Platte automatisch in vertikaler Richtung mit einer Amplitude proportional zur Neigung des Rohrs zu verschieben.
Bekanntlich werden leichte Fliegerabwehrgeschütze nur gegen Ziele eingesetzt, welche entweder zum Abwurf von Bomben das Geschütz im geradlinigen horizontalen Flug überfliegen oder in einer Entfernung an diesem vorbeifliegen, welche höchstens einem bestimmten Grenzwert (von z. B. 400 m) entspricht, oder im geradlinigen Sturzflug auf das Geschütz oder ein Ziel zufliegen, welches von dem Geschütz in einer Entfernung liegt, die höchstens gleich dem genannten Grenzwert ist, wobei der Sturzflugwinkel zwischen 10 und 20" liegt (Angriff mit Bordwaffen oder Raketen). Wenn das den Sturzflug ausführende Flugzeug sich in einer Entfernung von z. B. 500 bis 600 Meter von dem Geschütz befindet, wird das Feuer eingestellt, da sich das Flugzeug dann abfängt und praktisch nicht verfolgt werden kann. Die in einer Höhe von z. B. über 400 m fliegenden Flugzeuge oder vorbeifliegende Flugzeuge werden nicht bekämpft.
Bekanntlich müssen z. B. folgende Elemente (s. F ig. 4) berechnet werden, um mit einem optischen Visiergerät den Treffpunkt des Geschosses zu bestimmen, welches von dem Geschütz auf ein mit großer (als konstant angenommener) Geschwindigkeit und geradliniger Flugbahn fliegendes Ziel abgeschossen wir · i) = Neigungswinkel der Flugbahn,
u = Höhenrichtwinkel des Geschützes,
I — Vorhaltewinkel.
Bei Berücksichtigung der obigen Einschränkungen sind die einzigen für eine leichte Waffe zu belrachtcn-Optisches Visier für leichte Waffen
Anmelder:
Brevets Aero-Mecaniques S.A., Genf (Schweiz)
Vertreter:
Dr. H. Wilcken, Patentanwalt,
2400 Lübeck, Breite Str. 52-54
Beanspruchte Priorität:
Luxemburg vom 15. Juni 1964 (46 322)
den Fälle der horizontale Flug über oder in unmittelbarer Nähe des Geschützes und die Sturzflüge auf das Geschütz oder in der Nähe desselben liegende Erdziele. Hieraus ergibt sich, daß das praktische Anwendungsgebiet nur einen sehr kleinen Bereich des Winkels ö umfaßt, wobei dieser Bereich in Nähe des Winkelwertes Null liegt.
Ferner beträgt die Geschwindigkeit, mit der die Flugzeuge Erdziele angreifen, im allgemeinen höchstens etwa 200 m/sec (d. h. 720 km/h), da die schnellen Flugzeuge ihre Geschwindigkeit auf diesen Wert herabsetzen, um das Ziel erkennen und anvisieren zu können, wobei Hubschrauber gegenwärtig 70 m/sec (etwa 250 km/h) nicht überschreiten.
Bei bekannten optischen Visiereinrichtungen der eingangs erwähnten Art sind zwischen dem Auge des Schützen und der festen Platte zwei in Abhängigkeit von der Neigung des Geschützrohrs verschiebbare durchsichtige Platten verwendet worden, die je eine Kurve zur Bestimmung des Vorhaltewinkels aufweisen, wobei diese Kurven je einer Geschwindigkeit des zu beschießenden Zieles, nämlich eines Ubungs- und eines Kriegszieles entsprechen, d. h., es ist vorausgesetzt, daß die beiden Ziele je eine feste bestimmte Geschwindigkeit aufweisen, während für Kriegsziele tatsächlich sehr unterschiedliche Fluggeschwindigkeiten auftreten. Um bei diesen Visiereinrichtungen eine Anpassung an unterschiedliche Geschwindigkeiten zu erreichen, müßte eine größere Anzahl solcher durchsichtigen Platten mit entsprechenden Kurven zur Anwendung kommen, die jedoch für den Schützen bei zu treffender schneller Wahl zu Schwierigkeiten führen, zumal dadurch die Lichtdurchlässigkeit verschlechtert wird. Weiter ist eine
809 548 115
solche Visiereinrichtung nur schwierig zu reinigen, und die Vorrichtung zur Verschiebing der durchsichtigen Platten erfordert einen komplizierten Mechanismus.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, ; optische Visiereinrichtungen gegenüber den bekannten erwähnten Ausführungen im Aufbau und in der Handhabung bei leichter Montage und Reinigungsmöglichkeit wesentlich zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch ic gelöst, daß bei dem eingangs erwähnten optischen Visier für leichte Waffen der Visiermechanismus eine Vorrichtung aufweist, die dem Schützen erlaubt, den Proportionalitätsfaktor gemäß der geschätzten Winkelgeschwindigkeit des Ziels zu regeln und das Anvisieren von Zielen unterschiedlicher Geschwindigkeit quer über eine einzige durchsichtige Platte zu bewirken.
Durch die Verwendung einer einzigen durchsichtigen Platte mit einer für alle Geschwindigkeiten eines Ziels gültigen Kurve zur Bestimmung des Vorhaltewinkels und mit der Vorrichtung zur Regelung des Proportionalitätsfaktors entsprechend der geschätzten Winkelgeschwindigkeit des Ziels ist eine besonders einfache Handhabung mittels dieser einzigen durchsichtigen Kurvenplatle und dadurch ein sehr vereinfachter Aufbau erreicht.
Es wird dabei die Tatsache ausgenutzt, daß unter den erwähnten Bedingungen und. wenn man unter Vorhaltevektor AF' (Fi g. 3) den Vektor bezeichnet. der die Punkte .4 und F. die vom Schützen im Okular gesehen werden, verbindet, der Modul des Vorhaltevektors angenähert durch folgende Gleichung ausgedrückt werden kann:
wobei
AF = K(R + R1). R1 = C + C1 ;·.
Hierin sind ;■ der Höhenrichtwinkel des Geschützrohres. R1 eine Funktion von ;■ und R. C und C1 Konstante, während K eine Konstante für eine gegebene geschätzte Geschwindigkeit des Ziels ist.
Anders ausgedrückt ist für eine scheinbare Geschwindigkeit des Ziels der Modul des Vorhaltevektors af' eine lineare Funktion des Höhenriehtwinkels ;■, und der Proportionalitätskoeffizient dieser linearen Funktion ist eine Funktion dieser Geschwindigkeit.
Nachstehend sind willkürlich mit »horizontale Richtung« die Richtung, der auf der durchsichtigen Platte das Bild eines Ziels folgt, welches sich senkrecht zu der durch die Seele des unbeweglichen Rohres gehenden lotrechten Ebene bewegt, und mit »lotrechte Richtung« die Richtung bezeichnet, der das gleiche Bild eines sich in dieser lotrechten Ebene bewegenden Ziels folgt. Die so definierte »horizontale Richtung« ist tatsächlich horizontal, während die »lotrechte Richtung« eine bestimmte Neigung aufweist, da die optische Achse des Okulars' derart geneigt ist. daß der Schütze etwas nach unten sehen muß.
Die Projektionen des Vorhaltevektors af' auf die oben definierte horizontale und vertikale Richtung liefern die horizontale Komponente I,, und die vertikale Komponente 1„ des Vorhaltevektors af' (F i g. 3). Die horizontale Komponente I,, wird gegenüber der vertikalen Komponente sehr klein gehalten, und daher wird nachstehend der Modul des Vorhaltevektors der Länge seiner vertikalen Komponente l„ gleichgesetzt [man erhält also af' = \„= K(R + R1)I
Dementsprechend wird in dem erfindungsgemäßen optischen Visiergerät auf der einzigen durchsichtigen Platte eine linienförmige Marke von etwa horizontaler Richtung sowie in dem Gerät ein Mechanismus vorgesehen, der die Platte automatisch in lotrechter Richtung mit einer zu dem Höhenrichtwinkel des Geschützes proportionalen Amplitude verstellt, wobei dieser Mechanismus eine Vorrichtung aufweist, welche dem Schützen gestattet, den Proportionalitätskoeffizienten entsprechend der geschätzten Winkelgeschwindigkeit des Ziels einzustellen.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber erläutert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines leichten Flugzeugabwehrgeschützes mit einem erfindungsgemäßen optischen Visiergerät:
F ig. 2 zeigt in größerem Maßstab, zum Teil im Schnitt, das optische Visiergerät gemäß Fig. 1;
F i g. 3 zeigt die von dem Schützen in dem Okular des Visiergerätes gesehenen Elemente;
F ig. 4 dient zur Definition der verschiedenen bei den üblichen Visiervorgängen in Betracht kommenden Parameter:
F i g. 5 zeigt die Form des Nockens des Visiergeräts gemäß F i g. 2;
F ig. 6 zeigt eine das Prinzip der Erfindung darstellende Kurvenschar;
F i g. 7 zeigt die wesentlichen Teile des optischen Visiergeräts gemäß F ig. 2:
F ig. 8 zeigt eine Ausführungsabwandlung der Teile gemäß F i g. 7.
Die Erfindung ist nachstehend in ihrer Anwendung auf ein leichtes Fliegerabwehrgeschütz mit einem zweckmäßig zwischen 20 und 30 mm liegenden Kaliber beispielshalber erläutert.
Das Geschütz hat. wie üblich, wenigstens ein Rohr 1.
welches um eine horizontale Achse Λ' zwischen den beiden in F i g. 1 vollausgezeogen bzw. strichpunktiert dargestellten Stellungen verschwenkbar ist. Diese Achse ist auf einer Plattform 2 gelagert, welche in bezug auf eine z. B. durch einen Dreifuß gebildete feste Basis 3 um eine lotrechte Achse Y-Y drehbar ist.
Das Visiergerät enthält gemäß F i g. 2 ein Okular 4 und ein Fenster 5. welche in bezug auf die Plattform 2 festliegen, sowie an das Rohr I gebundene optische Einrichtungen, welche bei beliebiger Neigung des Rohrs zwischen den beiden in Fig. 1 dargestellten Stellungen in das Okular 4 das zu dem Rohr 1 parallele, durch das Fenster 5 fallende Lichtbündel Z-Z leiten. Zwischen diesen optischen Einrichtungen und dem Okular 4 ist eine durchsichtige Platte 6 angeordnet, welche Marken trägt und automatisch in Abhängigkeit von den Einstellungen des Rohrs verschoben werden kann.
Diese optischen Einrichtungen bestehen aus einem (•0 Drehspiegel 7. der von einer Achse 8 getragen wird, die mit dem Lauf 1 durch einen Mechanismus verbunden ist. der in Fig. 1 schematisch durch einen Lenker 9 dargestellt und so ausgebildet ist. daß sich bei einem Verschwenken des Rohres um einen gegebenen Winkel um seine horizontale Achse A"-A' z. B. in Richtung des Pfeils J1 die Achse 8 um einen proportionalen Winkel in der Richtung des Pfeils J2 (F ig. 2) dreht.
Die oben definierte »horizontale Richtung« ist in F i g. 2 tatsächlich horizontal, während die »lotrechte Richtung« zu der optischen Achse Z-ZJ des Okulars 4 senkrecht liegt, so daß sie in Wirklichkeit in F i g. 2 etwas zur Lotrechten geneigt ist.
F i g. 4 ermöglicht die Definition der verschiedenen, beim Richten des Geschützes in Betracht kommenden Parameter. Unter der Annahme, daß der Schnittpunkt der Achsen X-X und Y-Y des Rohrs im Mittelpunkt einer Kugel liegt, bildet der Kreis H den Schnitt dieser Kugel durch eine horizontale Ebene und der Halbkreis J den oberen halben Schnitt durch eine als »Flugebene« bezeichnete Diametralebene, welche durch den augenblicklichen Punkt .4 des Ziels und durch den Vorhaltepunkt /■' desselben geht. d. h. den Punkt, an welchem das von dem Geschütz in dem betrachteten Augenblick abgeschossene Geschoß das Ziel erreichen soll. Der Vorhaltewinkel I ist der von den Radiusvektoren der Punkte A und /■' gebildete Winkel. n ist der von der Seele des Rohres mit dem Radiusvektor zum Punkt /■ gebildete Winkel, welcher von der ballistischen Flugbahn des Geschosses herrührt, und <) ist der Winkel zwischen der Flugebene und der lotrechten Meridianebene, welche durch den Punkt geht, an welchem der Radiusvektor zum Punkt A die Kugel berührt. ;■ ist schließlich die Neigung der Seele des Geschützrohres in bezug auf die Horizontale.
Die vorerwähnten Gleichungen (1) und (2) sind in F i g. 6 dargestellt, in welcher die vertikale Komponente I t/des vektoriellen Vorhalts AF * als Ordinate in Funktion des als Abszisse aufgetragenen Höhenrichtwinkels ;■ für verschiedene Werte I1. I2 und I, der Winkelgeschwindigkeit aulgetragen ist. wobei () der Koordinatennullpunkt ist. Für die durch zwei lotrechte Striche begrenzte Benutzungszonc des Geschützes wird die Änderung U; mit sehr guter Annäherung durch Geradenabschnitte dargestellt, welche zu einem Punkt P1 konvergieren, für welchen It/ = 0 gilt. Infolgedessen ist dieser Punkt auch für Flugzeuge im Sturzflug (Winkelgeschwindigkeit gegenüber dem Geschütz = Null) bei beliebiger Absolutgesehwindigkeil derselben gültig.
Beim erfindungsgemäßen Visiergerät ist nun die einzige durchsichtige Platte 6 mit einer Bezugslinie 10 horizontaler Richtung (Fig. 2 und 3) versehen, wobei ferner ein Mechanismus vorhanden ist. welcher diese Platte in lotrechter Richtung automatisch mit einer zu dem Höhenrichtwinkel -· des Geschützes proportionalen Amplitude verstellt und eine Vorrichtung aufweist, welche dem Schützen gestattet, den Proportionalitätskoeffizienten entsprechend der geschätzten Winkelgeschwindigkeit des Ziels einzustellen.
Dieser Mechanismus wird zweckmäßig durch einen Nocken 11 in Form eines Abschnitts einer Archimedischen Spirale, dessen Verdrehungen zu den Änderungen des Höhenrichtwinkels ;■ proportional sind, und durch einen Hebel 12 gebildet, welcher an dem fio einen Ende mit dem Nocken 11 und an dem anderen Ende mit der Platte 6 zusammenwirkt. Dieser Hebel ist um eine Achse 13 schwenkbar, deren Stellung von dem Schützen in der Längsrichtung des Hebels 12 eingestellt werden kann. <>5
Zu diesem Zweck kann der Nocken 11 mit einem Ritzel 14 der Achse 15 fest verbunden sein, welches mit einem auf der Achse 8 befestigten Ritzel 16 kämmt oder auf beliebige Weise von diesem angetrieben wird. Der Hebel 12 trägt eine Rolle 17. welche durch eine auf den Hebel wirkende Feder 18 gegen den Umfang des Nockens 11 gehalten wird und mit der Achse 19 in einer Gleitbahn 20 verschieblich ist. Ein Lenker 21 ist an den Hebel 12 bzw. an die Platte 6 angelenkt, welche in Führungen 22 senkrecht zu der optischen Achse Z-Z' gleiten kann. Die Ausbildung ist so getroffen, daß bei einer Zunahme des Höhenrichtwinkels ;■ der Waffe (Richtung des Pfeils /,. F i g. 1) der Nocken 11 sich in einem solchen Sinn (Pfeil /,, F i g. 2) dreht, daß sich die Platte 6 in demjenigen Sinn (Pfeil/4. F i g. 2) verschiebt, welcher die lotrechte Komponente I ei des vektoriellen Vorhalts ÄF* (F i g. 3) vergrößert. Die Form dieses ist in F i g. 5 definiert, wobei die Buch-
C. C, und ■■ die oben definierte Bedeutuni
Nockens
stäben R1
haben.
Wie in F i g. H dargestellt ist. kann der Hebel 12 mit der Achse 13 dadurch verbunden werden, daß in dem Hebel eine geradlinige Nut 23 zur Aufnahme der Achse 13 ausgebildet und an dem Gehäuse 24 des Visiergerätes eine ebenfalls geradlinige Anlage 25 für diese Achse vorgesehen wird.
Zweckmäßiger wird jedoch, wie in F i g. 2 und 7 dargestellt, in dem Hebel 12 eine kreisbogenförmige Nut 26 ausgebildet, und die Achse 13 wird von einem Hebel 27 getragen, dessen Achse 28 an dem Gehäuse 24 drehbar gelagert ist. Die Achse 28 fällt mit dem Mittelpunkt des Kreisbogens zusammen und trägt eine außerhalb des Gehäuses 24 liegende Kurbel 29.
Eine feste Begrenzungsvorrichtung (Anschläge) ist für die beiden Grenzstellungen der Achse 13 vorgesehen, welche nicht überschritten werden dürfen und in F i g. 2 bei 13 und 13/) angegeben sind, wobei ferner eine federnde Anschlagvorrichtung für die Zvvischenstellung oder die Zwischenstellungen dieser Achse zwischen den Stellungen 13 und 13/' vorgesehen ist. Eine derartige Zwischenstellung ist mit 13t/ angedeutet. Diese beiden Grenzstellungen entsprechen der größten Winkelgeschwindigkeit des Ziels bzw. der Winkelgeschwindigkeit Null (Sturzflug). Den Stellungen 13. 13t; und 13/> der Achse 13 entsprechen die Stellungen 19.29t/ und 29h der Kurbel 29.
In der dem Sturzflug entsprechenden Stellung liegt die Achse 13 in der Nähe der Anlenkung des Lenkers 21 an den Hebel 12. so daß diese Anlenkung bei beliebigem Höhenrichtwinkel ;■ unbeweglich bleibt und die Linie 10 dann die optische Achse Z-Z' des Okulars 4 schneidet.
Wie oben ausgeführt, hat die Bezugslinie 10 eine horizontale Richtung. Sie kann geradlinig sein, wie in F" i g. 3 dargestellt, oder etwas gebogen und insbesondere die Form des unteren Teils einer Ellipse haben. Zur Berücksichtigung der horizontalen Komponente I/i des vektoriellen Vorhalts af' werden zweckmäßig auf einer festen, durchsichtigen, nicht dargestellten Platte Linien 30 gezeichnet, welche in an sich bekannter Weise auf die optische Achse des Okulars 4 zusammenlaufen, d. h. auf das Bild des Vorhaltepunktes F (Fig. 3). Bekanntlich muß der Schütze das Bild des Ziels A auf die mit dem Bild der Flugbahn desselben zusammenfallende Linie 30 bringen, um \b zu berücksichtigen.
Das obige optische Zielgerät arbeitet folgendermaßen : Je nach der Art des Ziels bringt der Schütze mittels der Kurbel 29 oder eines entsprechenden Betätigungsorgans die Achse 13 in die gewünschte
Lage. Er braucht dann das Rohr I nur so zu verschwenken, daß er das Bild des Ziels mit dem Schnittpunkt der Bezugslinie 10 und der in Richtung des Flugzeugs weisenden Strahlenlinie 30 (F i g. 3) zum Zusammenfallen bringt. Er kann dann schießen.
Der Nocken 11 erfüllt die Gleichung (2) K1 = C + C1 γ. während der Schütze durch Einstellung der Achse 13 auf die der Art des Ziels entsprechende Stellung die Verhältnisse der in F i g. 7 und 8 definierten Hebelarme I1 und I2 und somit das Verhältnis K der Gleichung(l) ~ÄF* = Ia = K(R + ^) bestimmt. Die Bezugslinie 10 (F i g. 3) wird also für alle Benutzungsbedingungen des leichten Fliegerabwehrgeschützes in die gewünschte Lage gebracht. Schließlich ermöglichen die Linien 30 die Berücksichtigung der horizontalen Komponente \b des vektoriellen Vorhalts Af'. Der Zielpunkt ist nicht streng richtig, aber die Fehler sind sehr gering und können von dem Schützen während des Schießens berichtigt werden.
Das beschriebene Visiergerät hat offensichtlich einen sehr einfachen Aufbau, da es nur eine einzige bewegliche Platte 6 aufweist, und ist auch sehr einfach zu bedienen, da der Schütze zur Anpassung des Visiergeräts an die Geschwindigkeit des Ziels nur eine Handbetätigung mittels der Kurbel 29 vorzunehmen hat.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Optisches Visier für leichte Waffen mit wenigstens einem Rohr, welches auf einer um eine lotrechte Achse verdrehbaren Plattform um eine waagerechte Achse verschwenkbar ist, wobei ein Okular und ein Einfallfenster gegenüber der Plattform festliegen und optische Ubertragungsglieder so mit dem Rohr gekuppelt sind, daß sie bei allen Rohrneigungen dem Okular das zum Rohr parallel durchs Fenster fallende Lichtbündel zuführen, welches zwischen den optischen Gliedern und dem Okular eine durchsichtige Platte durchläuft, die mit Zielmarkierungen versehen und in Abhängigkeit von den Neigungen des Rohrs verschiebbar ist, wobei der Schütze auf der Plattform das Rohr dadurch richtet, daß er das Bild eines Ziels mit den Zielmarkierungen zur Uberdeckung bringt, und wobei die durchsichtige Platte eine horizontale Markierungslinie trägt und einen Mechanismus aufweist, um die Platte automatisch in vertikaler Richtung mit einer Amplitude proportional zur Neigung des Rohrs zu verschieben, dadurch gekennzeichnet, daß der Visiermechanismus eine Vorrichtung aufweist, die dem Schützen erlaubt, den Proportionalitätsfaktor gemäß der geschätzten Winkelgeschwindigkeit des Ziels zu regeln und das Anvisieren von Zielen unterschiedlicher Geschwindigkeit quer über eine einzige durchsichtige Platte (6) zu bewirken.
2. Visier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus durch einen Nocken (11) in Form eines Abschnitts einer archimedischen Spirale, deren Verdrehungen zu den Änderungen des Höhenrichtwinkels proportional sind, und durch einen Hebel (12) gebildet wird, welcher an dem einen Ende mit dem Nocken (11) und an dem anderen Ende mit der durchsichtigen Platte (6) zusammenwirkt und um eine Achse (13) verschwenkbar ist.
3. Visier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorrichtungsmechanismus aus einer Betätigungshandhabe (29) außerhalb des Visiergehäuses (24) und einem Hebel (27) besteht, dessen Welle (28) die Handhabe (29) trägt und verdrehbar ist, wobei der Hebel (27) auch die Achse (13), deren Stellung von dem Schützen in der Längsrichtung des Hebels (12) verstellt werden kann, trägt, indem diese Achse (13) durch einen Kreisbogenschlitz (26) des Hebels (12) greift, wobei der Mittelpunkt dieses Kreisbogenschlitzes mit der Achse der Hebelwelle (28) zusammenfällt.
4. Visier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (12) mit der Achse (13) regelbarer Stellung .durch eine in dem Hebel ausgebildete geradlinige Nut (23) verbunden ist, wobei das Gehäuse (24) eine ebenfalls geradlinige Anlage (25) für diese Achse (13) aufweist.
5. Visier nach Anspruch 2, bei welchem die optischen Einrichtungen einen Drehspiegel enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (11) fest mit einem Ritzel (14) verbunden ist. welches mit einem von dem Drehspiegel (7) angetriebenen Ritzel (16) im Eingriff steht, wobei der Hebel (12) eine Rolle (17) trägt, welche durch eine auf den Hebel wirkende Feder (18) an dem Umfang des Nockens (11) gehalten wird, und wobei ein Lenker (21) an den Hebel (12) bzw. an die durchsichtige Platte (6) angelenkt ist, welche in Führungen (22) verschieblich ist.
6. Visier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es außer der beweglichen durchsichtigen Platte (6) eine feste durchsichtige Platte aufweist, welche Linien (30) trägt, welche zu der optischen Achse des Okulars (4) zusammenlaufen und zur Berücksichtigung der lotrechten Komponente ( I b) des Vorhaltewinkels ( I) benutzt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 595 118, 1110 554.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
8'J9MÜ
β Hiimli'silriukfri-i Hrrliii
DE19651268022 1964-06-15 1965-06-04 Optisches Visier fuer leichte Waffen Expired DE1268022C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
LU46322 1964-06-15

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1268022B true DE1268022B (de) 1968-05-09
DE1268022C2 DE1268022C2 (de) 1973-12-20

Family

ID=19723836

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19651268022 Expired DE1268022C2 (de) 1964-06-15 1965-06-04 Optisches Visier fuer leichte Waffen

Country Status (11)

Country Link
US (1) US3453055A (de)
BE (1) BE664722A (de)
CH (1) CH421760A (de)
DE (1) DE1268022C2 (de)
ES (1) ES313947A1 (de)
FI (1) FI42514C (de)
GB (1) GB1113212A (de)
IL (1) IL23648A (de)
LU (1) LU46322A1 (de)
NL (1) NL150905B (de)
SE (1) SE307525B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE595118C (de) * 1932-11-23 1934-04-11 Actiengesellschaft C P Goerz Doppelkreiszielmarke fuer Feuerwaffen zur Bekaempfung von bewegten Zielen
DE1110554B (de) * 1959-12-28 1961-07-06 Mathema Corp Reg Trust Zielvorrichtung an einer Waffe, insbesondere an einer leichten Abwehrwaffe, zum Bekaempfen von bewegten Luftzielen

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1183408B (de) * 1963-05-22 1964-12-10 Leitz Ernst Gmbh Hoehenrichteinrichtung fuer Geschuetzrohre

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE595118C (de) * 1932-11-23 1934-04-11 Actiengesellschaft C P Goerz Doppelkreiszielmarke fuer Feuerwaffen zur Bekaempfung von bewegten Zielen
DE1110554B (de) * 1959-12-28 1961-07-06 Mathema Corp Reg Trust Zielvorrichtung an einer Waffe, insbesondere an einer leichten Abwehrwaffe, zum Bekaempfen von bewegten Luftzielen

Also Published As

Publication number Publication date
FI42514C (fi) 1970-08-10
FI42514B (de) 1970-04-30
US3453055A (en) 1969-07-01
LU46322A1 (de) 1972-01-01
NL6507615A (de) 1965-12-16
BE664722A (de) 1965-09-16
CH421760A (fr) 1966-09-30
NL150905B (nl) 1976-09-15
ES313947A1 (es) 1966-03-16
SE307525B (de) 1969-01-07
IL23648A (en) 1969-11-30
GB1113212A (en) 1968-05-08
DE1268022C2 (de) 1973-12-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3145035A1 (de) &#34;zielfernrohr&#34;
DE2736415A1 (de) Ziel- und richtgeraet
DE2315880A1 (de) Verfahren zur steuerung der flugbahn von selbstangetriebenen projektilen
DE102005007910A1 (de) Feuerwaffe für langsam fliegende Geschosse
DE2439250C2 (de) Vorrichtung zur Ferneinstellung des Streubereichs bei einem Geschütz der Gatling-Bauart
DE1946972C3 (de) Visiereinrichtung, insbesondere Zielfernrohr
DE1268022B (de) Optisches Visier fuer leichte Waffen
DE1110554B (de) Zielvorrichtung an einer Waffe, insbesondere an einer leichten Abwehrwaffe, zum Bekaempfen von bewegten Luftzielen
DE2222785A1 (de) Infanteriegeschoss zur bekaempfung von erdzielen
DE287140C (de)
DE283247C (de)
DE1129870B (de) Zielvorrichtung
DE635895C (de) Zielvorrichtung fuer Feuerwaffen zur Bekaempfung bewegter Ziele
DE273397C (de)
DE298849C (de)
DE299023C (de)
DE2314296A1 (de) Flaechenpylon mit drehbarer waffenhalterung fuer rohr- und raketenwaffen
DE329142C (de) Richtgeraet fuer bewegliche Ziele
DE301266C (de)
DE331335C (de) Vorrichtung zum Ermitteln der Vorhaltwinkel und Zuenderstellung fuer Flugabwehrkanonen
DE2555574A1 (de) Zielvorrichtung fuer das beschiessen beweglicher ziele
DE585857C (de) Horizontalkreisaufsatz fuer Maschinengewehre zur Fliegerabwehr
DE576492C (de) Visiervorrichtung fuer Fliegerabwehrwaffen
DE332885C (de) Zielvorrichtung fuer Luftfahrzeuggeschuetze
DE2446027A1 (de) Selbstfahrlafette fuer artilleriegeschuetze

Legal Events

Date Code Title Description
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977