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DE332885C - Zielvorrichtung fuer Luftfahrzeuggeschuetze - Google Patents

Zielvorrichtung fuer Luftfahrzeuggeschuetze

Info

Publication number
DE332885C
DE332885C DE1917332885D DE332885DD DE332885C DE 332885 C DE332885 C DE 332885C DE 1917332885 D DE1917332885 D DE 1917332885D DE 332885D D DE332885D D DE 332885DD DE 332885 C DE332885 C DE 332885C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
point
target
aircraft
aiming device
gun barrel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1917332885D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Original Assignee
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG filed Critical Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Application granted granted Critical
Publication of DE332885C publication Critical patent/DE332885C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/22Aiming or laying means for vehicle-borne armament, e.g. on aircraft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

  • Zielvorrichtung für Luftfahrzeuggeschütze. Die Erfindung betrifft eine Zielvorrichtung für Luftfahrzeuggeschütze zum Schießen auf unterhalb des Luftfahrzeuges befindliche Ziele, dessen abwärts gerichtetes, um zwei sich kreuzende, annähernd wagerecht liegende Achsen drehbares Schießrohr von einem beliebigen Punkte des von der Rohrmündung bestrichenen Raumes auf jeden anderen Punkt dieses Raumes unmittelbar und mit dem geringsten Zeitaufwand verstellt werden kann.
  • Der Erfindung gemäß wird das Zielfernrohr in einem Punkte von einem stets parallel zur Seelenachse des Geschützrohres befindlichen Lenker geführt, und der oberhalb dieses Punktes gelegene Aufhängepunkt des Zielfernrohres ist in senkrechter Richtung mit der Flughöhe veränderlich, in wagerechter Richtung proportional zur Fluggeschwindigkeit des Luftfahrzeuges verstellbar angeordnet, so daß mit der Einstellung des Zielfernrohres auf das Ziel zugleich auch das Geschützrohr mit dem richtigen Schußwinkel auf das Ziel eingestellt wird.
  • Bei stillstehend gedachtem Luftfahrzeug muß von der Ziellinie und der Seelenachse des Geschützrohres der erforderliche Schußwinkel eingeschlossen werden. Dessen selbsttätige Einstellung wird nach Fig. I der Zeichnung folgendermaßen erreicht. Ein Lenker L ist im Punkte I kardanisch, also allseitig beweglich aufgehängt und wird stets parallel zur Seelenachse des Geschützrohres geführt. Ein Zielfernrohr F ist im Punkte 2 drehbar und verschiebbar mit dem Lenker Z verbunden, zweckmäßig so, daß das Fernrohr durch eine drehbar am Lenker befestigte Hülse hindurchgeschoben ist. Das Zielfernrohr F ist im Punkte 3, der sich senkrecht über dem punkte I befindet, kardanisch -aufgehängt. Bei senkrechter Lage von Geschützrohr und Lenker steht auch das-Fernrohr senkrecht. Werden Rohr und Lenker aus der senkrechten Lage bewegt, so wird bei dieser Anordnung gemäß der Zeichnung das Fernrohr um den veränderlichen Winkel y=a-ß verstellt. Es läßt sich nachweisen, daß diese Anordnung für ungeänderte Flughöhe des Luftfahrzeuges bei richtiger Wahl des Abstandes = bis 3 in gewissen Grenzen den richtigen Schußwinkel y selbsttätig einstellt, wenn die Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses so gewählt wird, daß dessen Geschwindigkeit annähernd unverändert bleibt. Der Abstand i bis 3 ist mit der Flughöhe des Luftfahrzeuges veränderlich. Der Punkt 3 wird in senkrechter Richtung längs einer Skala für die Flughöhe verstellbar angeordnet.
  • Die Eigengeschwindigkeit des Luftfahrzeuges wird folgendermaßen berücksichtigt. Ist t die Zeit, die das mit annähernd gleichbleibender Geschwindigkeit v" fliegende Geschoß braucht, um vom Luftfahrzeug aus der Flughöhe lt zum Ziel zu gelangen, so ist, h - t v'.
  • Das mit der Geschwindigkeit vf fliegende Luftfahrzeug legt in derselben Zeit die Strecke a zurück: .
  • ä ._-- t vf.
  • Da nun ist die Strecke Infolge der Eigengeschwindigkeit .vf des Fahrzeuges erreicht das Geachoß in der wagerechten Zielebene einen Punkt, der den Abstand a von dem bei stillstehend gedachtem Fahrzeug getroffenen Ziel hat. Das Zielfernrohr muß um diesen Betrag voreilen, wenn das verlangte Ziel getroffen werden soll. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß der Aufhängepunkt 3 des Zielfernrohres, der bei stillstehend gedachtem Fahrzeug senkrecht über dem Aufhängepunkt It des Lenkers liegt, um eine gewisse Strecke b rückwärts verlegt wird (Fig. 2). Der senkrechte Abstand hl der beiden Punkte 3 und 2 des Zielfernrohres kann annähernd als gleichbleibend angenommen werden. Aus der Ähnlichkeit der beiden Dreiecke in Fig. 2 folgt die Beziehung Da lt, und vo als konstant angenommen wurden, ist also b proportional zur Fluggeschwindigkeit des Luftfahrzeuges. Würde beispielsweise h1 ebenso viele Millimeter groß gewählt, wie die Geschoßgeschwindigkeit vo in Metern beträgt, so wäre Diesen Berechnungen entsprechend wird gemäß der Erfindung (Fig.3) der Aufhängepunkt 3 des Zielfernrohres F in der durch die Geschützachse A gelegten senkrechten Ebene in der Weise verstellbar eingerichtet, daß er in senkrechter Richtung mit der Flughöhe veränderlich, seine wagerechte Verschiebung der Fluggeschwindigkeit des Luftfahrzeuges proportional ist. Wie aus Fig. 3 zu ersehen, ist das Geschützrohr R um seine beiden wagerechten Schildzapfen S drehbar angeordnet, die um eine zweite annähernd wagerechte Achse A in einem Rahmen B drehbar gelagert sind. Vermöge dieser Anordnung kann das Geschützrohr von einem beliebigen Punkte des von der Rohrmündung bestrichenen Raumes auf jeden anderen Punkt dieses Raumes unmittelbar und mit dem geringsten Zeitaufwand verstellt werden. Der Lenker L ist durch Parallelogrammführung mit dem Geschützrohr R so verbunden, daß er stets parällel zur Seelenachse steht. Der Aufhängepunkt 3 des Fernrohres ist in einer Hülse C in wagerechter Richtung proportional zur Fahrgeschwindigkeit, die Hülse C auf einem Bolzen D in senkrechter Richtung mit der Flughöhe des Luftfahrzeuges veränderlich angeordnet.
  • Damit auch bei schiefer Lage des Luftfahrzeuges die Zielvorrichtung einwandfreie Ergebnisse liefert, wird zweckmäßigerweise noch eine Horizontiervorrichtung vorgesehen, die gestattet, den Aufhängepunkt 3 des Fernrohres um den Aufhängepunkt I des Lenkers kardanisch zu verstellen. Durch die Horizontiervorrichtung wird der Bolzen D (Fig. 3) stets senkrecht und die Hülse C stets wagerecht gehalten. Weicht das Luftfahrzeug von seiner wagerechten Lage ab, so wird zunächst der Aufhängepunkt 3 des Fernrohres in die durch den Punkt i gehende senkrechte Ebene gebracht.
  • Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, ist die vorliegende Zielvorrichtung nicht auf Erdziele beschränkt, sondern läßt sich auch zum Beschießen auf in der Luft schwer bende Ziele, die sich unterhalb des Fahrzeuges befinden, benutzen. Zbensowenig ist sie auf ortsfeste Ziele beschränkt, sondern kann auch zum Beschießen von bewegten Zielen angewandt werden, wobei die relative Bewegung des Zieles dem Luftfahrzeug gegenüber zu -berücksichtigen ist. Die Einstellung von Geschütz- und Zielvorrichtung auf bewegte Ziele erfolgt in der beschriebenen Weise dann ohne weiteres richtig, wenn die Bewegungen von Fahrzeug und Ziel parallel zueinander verlaufen, gleichgültig, ob sie in derselben oder in entgegengesetzter Richtung vor sich gehen. Auch brauchen die beiden Bewegungen nicht in einer senkrechten Ebene zu liegen. Bei Einstellung der Zielvorrichtung auf bewegte Ziele empfiehlt es sich demgemäß, dem Luftfahrzeug eine zur Zielbewegung parallele Richtung zu erteilen. Als' Geschwindigkeit ist dabdi die Relativgeschwindigkeit zwischen Luftfahrzeug und Ziel zu nehmen, die bei stillstehendem Ziel mit der Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges gleich ist.

Claims (1)

  1. PATENT,-ANsPRÜcHE: i. Zielvorrichtung für Luftfahrzeuggeschütze, deren Schießrohr um zwei sich kreuzende, 'annähernd wagerecht liegende Achsen drehbar ist, zum Schießen auf unterhalb des Fahrzeuges befindliche Ziele, dadurch gekennzeichnet,' daß ein Punkt (2) des Zielfernrohres (F) von einem stets zur Seelenachse des Geschützrohres parallelen Lenker (L) geführt wird und ein zweiter Punkt (3) des Fernrohres in senkrechter Richtung veränderlich mit der Höhendifferenz von Ziel und Fahrzeug, in wagerechter Richtung proportional zur Relativgeschwindigkeit von Fahrzeug und Ziel verstellbar angeordnet ist, so daß mit der Einstellung des Zielfernrohres auf das Ziel zugleich das Geschützrohr mit dem richtigen Schußwinkel auf das Ziel eingestellt wird. z. Zielvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum senkrechten und wagerechten Verstellen des zweiten Fernrohrpunktes horizontiert wird. 3. Zielvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Führung des Zielfernrohrs dienende Lenker (L) an der die Schildzapfenachse (S) kreuzenden Drehachse (4) des Geschützrohres oder deren Verlängerung angelenkt ist.
DE1917332885D 1917-08-14 1917-08-14 Zielvorrichtung fuer Luftfahrzeuggeschuetze Expired DE332885C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE332885T 1917-08-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE332885C true DE332885C (de) 1921-02-12

Family

ID=6206221

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1917332885D Expired DE332885C (de) 1917-08-14 1917-08-14 Zielvorrichtung fuer Luftfahrzeuggeschuetze

Country Status (1)

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DE (1) DE332885C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3136215A (en) * 1962-03-05 1964-06-09 Kalergios Steven Strafing device

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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