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Transportbehälter Die Erfindung betrifft einen Transportbehälter aus
Kunststoff, der im Spritzgußverfahren in einem Stück hergestellt wird und abklappbare
Seitenwände hat.
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Als Transportbehälter kommen hier vor allem aber nicht ausschließlich
- oben offene Transportkästen in Frage, die bevorzugt zur Lagerung und zum Versand
hochwertiger, landwirtschaftlicher Produkte eingesetzt werden.
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Wegen der Transportkosten ist man bestrebt, das Leergut möglichst
raumsparend zu stapeln. Dieses Problem wird einmal durch starre Kästen gelöst, die
aufeinander und nach Drehung um 90 oder 1800 ineinander stapelbar sind.
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Eine andere Lösung des Problems sind zerlegbare Transportbehälter.
Derlei Behälter aus Kunststoff sind bekannt, sie haben aber den Nachteil, daß sie
aus mehreren Teilen zusammengesetzt sind, so daß beim Leerguttransport in zerlegtem
Zustand die Gefahr besteht, daß einzelne Elemente verlorengehen, wodurch das ganze
Behältnis unbrauchbar wird.
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Aus der Pappschachtelindustrie kennt man ferner, wie man Schachteln
aus einem raffiniert ausgestanzten und geprägten Stück Pappe herstellt.
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Diese Kenntnisse lassen sich aber nicht ohne weiteres auf einen Kunststofftransportbehälter,
beispielsweise auf eine Obststeige, übertragen.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen einstückigen
Transportkasten mit abklappbaren Seitenwänden zu entwickeln, bei dem im zusammengesetzten
Zustand die Seitenwände ineinanderrastend verbunden sind.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß, für alle
vier Ecken geltend, eine der sich an einer Ecke treffenden zwei Seitenwände einen
mit einer Nut für die Aufnahme der anderen Seitenwand versehenen Ansatz trägt und
daß eine Nutzunge mit einem oder mehreren Druckrastelementen versehen ist, während
die in die Nut aufzunehmende Seitenwand an den entsprechenden Stellen zweckmäßigerweise
Vertiefungen oder Durchbrechungen hat.
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Der Transportbehälter mit dem neuartigen Eckverbinder wird in den
Zeichnungen erläutert.
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F i g. 1 zeigt den Kasten im aufgestellten Zustand; F i g. 2 zeigt
den Kasten mit abgeklappten Seitenwänden; F i g. 3 zeigt vergrößert einen Ausschnitt
des Nutenansatzes mit einem dachförmigen Druckrastelement; F i g. 4 zeigt die Sicht
von der Seite auf die Nut mit dem Druckrastelement in Auf-Stellung (ausgezogen
gezeichnet)
und in Zu-Stellung (strichpunktiert gezeichnet); F i g. 5 und 6 zeigen die Sicht
von oben auf die Nut mit eingeschobener Seitenwand, während in Fig. 5 das Druckrastelement
in Auf-Stellung dargestellt ist, zeigt F i g. 6 es in Zu-Stellung; F i g. 7 und
8 zeigen ein membranartiges Druckrastelement.
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Bei dem Ausführungsbeispiel, das in den Figuren dargestellt ist,
sind je zwei der neuartigen Eckverbindungen 1, auch Nutenansatz 1 genannt, an den
Wänden 2 der Schmalseite des Transportbehälters angebracht. Die Wände der Schmal-
2 und Längsseiten 3 sind mit dem Kastenboden 4 durch ein Filmscharnier verbunden.
Beim Zusammensetzen des Kastens werden erst die Längswände 3 hochgeklappt und dann
die Wände 2 der Schmalseite, so daß die Längswände 3 in die Nuten 5 der Nuten ansätze
1 eingeführt werden. Damit nun durch den Druck des Füllgutes oder durch sonstige
äußere Einflüsse die Wände 2 der Schmalseiten nicht zurückklappen können, müssen
sie mit den Wänden 3 der Längsseite verhakt werden. Dies geschieht durch die sogenannten
Druckrastelemente 6, die elastisch verformbar, unter Druck sprunghaft von einer
in die andere Totlage gebracht werden können. In Fig.3 und 4 ist ein solches Druckrastelement
6 im vergrößert dargestellten Nutenansatz 1 wiedergegeben, wobei F i g. 4 deutlich
die beiden möglichen Totlagen zeigt. Die dem Druckrastelement 6 gegenüberliegende
Nutzunge 7 springt an dieser Stelle etwas zurück, um dem Druckrastelement 6 den
nötigen Weg freizugeben. Zudem ist hier eine Aussparung 8 vorgesehen, um das Druckrastelement
6 auch von innen her aus seiner arretierenden Stellung in die Auf-Stellung drücken
zu können. Es ist auch denkbar,
an dem Druckrastelement 6 selbst
einen Ansatz vorzusehen, mittels dessen es von außen in die Auf-Stellung zurückgeholt
werden kann.
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Das in die Nut 5 eingeschobene Teil kann nun kraftschlüssig durch
Klemmung gehalten werden. Es ist aber vorteilhafter und sicherer, wenn die Koppelung
formschlüssig ist, d. h, wenn das Druckrastelement 6 in seiner Zu-Stellung in eine
Vertiefung oder in einen Durchbruch 9 des in der Nut 5 eingeschobenen Teils hier
der Längswände 3 eingreift.
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Dies wird durch die Fig. 5 und 6 veranschaulicht, wobei Fig. 5 die
Auf-Stellung und Fig. 6 die Zu-Stellung der Druckrastelemente 6 mit der in die Nut
5 eingeführten Seitenwand 3 zeigen.
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Dieses dachförmige Druckrastelement 6 kann durch ein membranartiges,
10, nach F i g. 7 und 8 ersetzt werden, das hier, wie Fig. 1 und 2 zeigen, in der
Mitte an einer Schmalseitenwand2 angebracht ist und zur Befestigung von Etiketten
bzw. Preisschildern dient. Es ist auch oft zweckmäßig, mehrere Transportkästen miteinander
zu verbinden. Zu diesem Zweck werden an den erforderlichen Seiten weitere Druckrastelemente
angebracht (nicht gezeichnet).
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Das membranartige Druckrastelement ist zweckmäßig mit einem Ringwulst
umgeben, der bei und nach der Herstellung des ganzen Transportbehälters im Spritzgußverfahren
durch die Materialanhäufung des Ringwulstes stärker schrumpft und den Membranausschlag
vergrößert.
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Durch diese neuartigen Eckverbinder lassen sich nach dem Spritzgußverfahren
in einem Schuß Transportbehälter mit abklappbaren Seitenwänden herstellen, die im
zusammengesetzten Zustand ein sicheres und stabiles Behältnis darstellen und mit
abgeklapp-
ten Seiten als Leergut raumsparend gelagert oder transportiert werden
können.