DE1267629B - Vorrichtung zum kontinuierlichen Trennen der Schmutzteile sowie Steine und des Krautes von Zuckerruebenteilen oder Zuckerruebenschwaenzen - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen Trennen der Schmutzteile sowie Steine und des Krautes von Zuckerruebenteilen oder ZuckerruebenschwaenzenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C 13 b
Deutsche KL: 89 a -1
Nummer: 1 267 629
Aktenzeichen: P 12 67 629.8-23
Anmeldetag: 24. April 1963
Auslegetag: 2. Mai 1968
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Trennen der Schmutzteile, der Steine und
des Krautes von den im Schwemmwasser zugeführten Zuckerrübenteilen oder -schwänzen, die aus einem
oben offenen Überlaufbehälter, einer Überlaufrinne und einer unterhalb des Behälters liegenden Austragschleuse
für die Steine und spezifisch schweren Schmutzteile besteht.
Es ist bekannt, bei der Trennung der Rübenschwänze oder Rübenteile von den im Schwemmwasser
mitgeführten Steinen und spezifisch schweren Schmutzteilen die unterschiedliche Sinkgeschwindigkeit
auszunutzen und in sogenannten Steinfängern die schweren Beimengungen absinken zu lassen, während
die Rübenteile vom Schwemmwasserstrom weiter mitgenommen werden. Diese bekannten Vorrichtungen
werden in die Schwemmkanäle eingebaut oder eingefügt und bedingen einen erheblichen Aufwand
sowohl bei ihrer Erstellung als auch bei der Wartung und bei Durchführung von Reparaturarbeiten. Dabei
ist es erforderlich, für die Trennung der spezifisch leichten Beimengungen, insbesondere des mitgeführten
Krautes, weitere Trennvorrichtungen vorzusehen, wodurch der bauliche Aufwand noch erhöht wird.
Es sind weiterhin Vorrichtungen bekanntgeworden, bei denen das zu trennende Gutgemisch nach Abführung
des Schwemmwassers, beispielsweise mit Hilfe eines Rollenrostes, von oben her einem Überlaufbehälter
zur weiteren Trennung zugeleitet wird, wobei in dem Überlaufbehälter mit Hilfe von eingeleitetem
Zusatzwasser die Rübenbruchstücke und -schwänze aus dem Behälter gemeinsam ausgetragen
und nachfolgend einer weiteren Trenneinrichtung zugeleitet werden. Die Steine und schweren Schmutzanteile
gelangen in dem Überlaufbehälter in eine tiefliegende Steinschleuse, in welche sie absinken. Bei
diesen bekannten Vorrichtungen sind somit wiederum gesonderte und baulich aufwendige Einrichtungen
zur Trennung der Rübenbruchstücke und -schwänze von den Kraut- und Blattanteilen notwendig.
Zur Vermeidung der im vorhergehenden beschriebenen Nachteile wurde bereits versucht, die einleitend
beschriebene Vorrichtung zur kontinuierlichen Trennung der Schmutzteile sowie der Steine und des Krautes
von den Zuckerrübenteilen bzw. -schwänzen so zu betreiben, daß man das Schwemmwasser mit dem
zu trennenden Gut von oben her in den Überlaufbehälter eintreten ließ und teils durch Überlaufrinnen
teils über seitliche und nach unten weisende Öffnungen abführte mit dem Ziel, die verschiedenen zu
trennenden Komponenten auch durch die getrennten Abflüsse abzuführen. Die bekannten, so betriebenen
Vorrichtung zum kontinuierlichen Trennen der
Schmutzteile sowie Steine und des Krautes von
Zuckerrübenteilen oder Zuckerrübenschwänzen
Schmutzteile sowie Steine und des Krautes von
Zuckerrübenteilen oder Zuckerrübenschwänzen
Anmelder:
Braunschweigische Maschinenbauanstalt A. G.,
3300 Braunschweig, Bahnhofstr. 5
3300 Braunschweig, Bahnhofstr. 5
Als Erfinder benannt:
Werner Rößler,
Dipl.-Ing. Dr. Peter Freund, 3340 Wolfenbüttel
Vorrichtungen ermöglichten es jedoch nicht, eine einwandfreie Trennung der verschiedenen Gutanteile,
insbesondere der Rübenbruchstücke und -schwänze, von den Blättern und dem Kraut zu erzielen.
Aufgabe der Erfindung ist es, hier Abhilfe zu schaffen und die einleitend beschriebene Vorrichtung
so zu gestalten, daß sich die im Überlaufbehälter
as herrschenden Strömungsverhältnisse entsprechend
einstellen lassen, um zu der gewünschten einwandfreien Guttrennung in die einzelnen Komponente zu
führen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß der Überlaufbehälter ein bodenseitiges und
nach unten durch die Steinschleuse abgeschlossenes Druckrohr geringeren Durchmessers als der Behälter
aufweist, wobei an der Mantelfläche des Druckrohres ein tangentialer Eintrittsstutzen · für die Zuführung
des Schwemmwassers und des zu trennenden Gutes angeordnet ist, und daß in an sich bekannter Weise
ein vom Boden des Überlaufbehälter ausgehender Austrittkanal, dessen Austrittöffnung höhenverstellbar
etwa in Höhe des oberen Behälterrandes liegt, mit einem in Richtung der Austrittöffnung weisenden
Einlaßstutzen für die Zuführung unter Druck stehender Flüssigkeit vorgesehen ist.
Durch die neue Gestaltung der Trennvorrichtung wird bei Zuführung des mit einstellbarem Druck in
das Druckrohr eingeleiteten Schwemmwassers bereits in dem Druckrohr innerhalb des Uberlaufbehälters
eine Trennung der verschiedenen Gutanteile erzielt. Die spezifisch leichteren Teile, wie Kraut, Schmutzteile
usw., gelangen infolge der vom Druckrohr ausgehenden Aufwärtsströmung zum Flüssigkeitsspiegel
des Überlaufbehälters und von dort aus in die Überlaufrinne. Dagegen sinken die spezifisch schweren
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Teile, wie Steine u. dgl., bereits während der Förderung
des Gutes durch das Druckrohr trotz der im Druckrohr herrschenden Aufwärtsströmung, spätestens
aber mit Erreichen des Druckrohrrandes ab, da hier eine erhebliche Abnahme der Strömungsgeschwindigkeit
auftritt, und gelangen durch das Druckrohr in die tiefer liegende Steinschleuse, in der
sie gesammelt und abgeführt werden.
Die mit dem Schwemmwasser zugeführten Zuckerrübenteile bzw. -schwänze werden durch den Flüssigkeitsstrom
nach Austritt aus dem Druckrohr in den Überlaufbehälter übergeführt, erfahren dort aber nicht
den erhöhten Auftrieb, wie die spezifisch leichten Teile wie Kraut und andere leichte Schmutzteile,
sondern werden durch die vom Austrittkanal erzeugte Strömung derart beeinflußt, daß sie auf den
Boden des Behälters absinken und von dort aus in den Austrittkanal gelangen, durch den sie dann abgeführt
werden. Um besonders günstige Strömungsverhältnisse in dem Überlaufbehälter zu erzielen, sieht
die Erfindung weiterhin vor, daß das Druckrohr sich in das Behälterinnere hineinerstreckt und im Durchmesser
etwa halb so groß ist wie der Behälter.
Nach einer zweckmäßigen weiteren Ausführung der
Erfindung bilden der Überlaufbehälter und der Austrittkanal eine etwa U-förmige Einheit, in deren
Krümmungsteil der Einlaßstutzen für die Zuführung unter Druck stehender Flüssigkeit vorgesehen ist.
Eine weitere Regulierung der Strömungsverhältnisse und eine Beeinflussung der jeweils durch die
Überlaufrinne und durch den Austrittkanal abgeführten Flüssigkeitsmengen läßt sich erfindungsgemäß dadurch
erreichen, daß das höherverstellbare freie Ende des Austrittkanals mit einem die Auslauföffnung bildenden
Überlaufwehr, vorzugsweise in Form einer Hülse, versehen ist, wobei der Austrittkanal in einem
Sammelbehälter endet.
Durch die im vorhergehenden beschriebene Ausgestaltung der Vorrichtung lassen sich in dem Überlaufbehälter
die Strömungsverhältnisse, die für die Trennung der verschiedenen Gutanteile von großer
Bedeutung sind, in weiten Grenzen sehr feinfühlig und während des Betriebes verändern, so daß die
Anordnung stets auf die jeweils günstigsten Bedingungen eingestellt werden kann. Hierdurch ist es möglieh,
auch bei verhältnismäßig geringen Unterschieden der spezifischen Gewichte der zu trennenden Gutanteile
eine weitgehende saubere Abscheidung der einzelnen Gutkomponenten zu erzielen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in schematischer Form im Längsschnitt
wiedergegeben.
In der Figur ist mit 1 ein Druckrohr mit einem tangentialen Eintrittstutzen 2 bezeichnet, durch den
das Schwemmwasser zusammen mit den Gutanteilen unter regulierbarem Druck zugeführt wird. Das
Druckrohr 1 ist so in einem Überlaufbehälter 3 angeordnet, daß es mit einer Auslauföffnung 6 oberhalb
des Behälterbodens endet, während sein unterer Teil mit einer Austragöffnung 8 und einem sich anschließenden
Absperrorgan 9 unterhalb und außerhalb des Behälters zu liegen kommt. An das Absperrorgan
9 schließt sich ein Steinesammler 7 und unterhalb desselben ein weiteres Absperrorgan 10 an,
so daß ohne Betriebsunterbrechung in vorbestimmten Zeitabständen bzw. in den jeweiligen Bedarfsfällen
nach Schließung der Absperrorgane 9 und 10 die Steine aus dem Behälter entfernt werden können.
Oberhalb des Uberlaufbehälters 3 ist eine den oben offenen Behälterrand umschließende Überlaufrinne 4
vorgesehen, die mit einem Auslaufstutzen 5 ausgerüstet ist.
Der im Ausführungsbeispiel mit geneigt verlaufendem Boden ausgerüstete Überlaufbehälter 3 ist mit
einem Austrittkanal 11 verbunden, wobei Behälter 3 und Kanal 11 eine etwa U-förmige Einheit bilden.
Der Kanal 11 ist mit einem im Krümmungsteil liegenden sowie in Richtung der Ausströmöffnung weisenden
Einlaßstutzen 15 für die Zuführung unter Druck stehender Flüssigkeit ausgerüstet. Austrittseitig
ist der Kanal 11 mit einem höhenverstellbaren und die Auslauföffnung bildenden Überlaufwehr 12 ausgerüstet,
welches die Form einer Hülse aufweist. Das Auslaufende und das Überlaufwehr sind von einem
Sammelbehälter 13 umgeben, der mit einem Austrittstutzen 14 versehen ist, wobei der Austrittstutzen und
die sich daran anschließende Leitung einen solchen Querschnitt aufweisen, daß der Flüssigkeitsspiegel in
dem Sammelbehälter 13 stets unterhalb der vom Überlaufwehr gebildeten Auslauföffnung des Kanals
11 bleibt.
Die in der Figur dargestellten Pfeile deuten die Strömungen in dem Behälter bzw. den übrigen Teilen
der Vorrichtung an.
Es gelangen bei Zufluß des Schwemmwassers und der zu trennenden Gutanteile durch den Stutzen 2 zu
dem Druckrohr 1 die spezifisch schweren Teile, wie Steine u. dgl., in den Steinesammler 7, während die
spezifisch leichteren Anteile, wie Kraut usw., zum oberen Rand des Überlaufbehälters und von dort in
die Überlaufrinne 4 sowie den Abführstutzen 5 gelangen. Die Zuckerrübenanteile bzw. -schwänze werden
nach ihrem Austritt aus dem Druckrohr infolge ihrer geringeren Auftriebsgeschwindigkeit als die
Blattanteile von der in Richtung des Austrittkanals sich ausbildenden Strömung erfaßt und gelangen somit
durch den Austrittkanal in den Sammelbehälter 13 und von dort durch den Stutzen 14 zu der nachgeschalteten
Verarbeitungsstationen.
Es ist ohne weiteres verständlich, daß durch die Zugabe unter Druck stehender Flüssigkeit durch den
Stutzen 15 eine Intensivierung der Strömung zum Austrittkanal bzw. durch den Austrittkanal zu erreichen
ist. Es ist weiterhin erkennbar, daß durch die Einstellung des Überlaufwehres 13 eine Erhöhung
oder Verminderung der pro Zeiteinheit in die Überlaufrinne 4 gelangenden Flüssigkeit zu erzielen ist.
Erfahrungen haben gezeigt, daß es zweckmäßig ist, den Durchmesser des Druckrohres etwa halb so groß
zu wählen wie den Durchmesser des Überlaufbehälters, da dann besonders günstige Strömungsverhältnisse
für die Trennung der verschiedenen Gutanteile zu erzielen sind.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Trennen der Schmutzteile, der Steine und des Krautes von
den im Schwemmwasser zugeführten Zuckerrübenteilen oder -schwänzen, die aus einem oben
offenen Überlaufbehälter, einer Überlaufrinne und einer unterhalb des Behälters liegenden Austragschleuse
für die Steine und spezifisch schweren Schmutzteile besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß der Überlaufbehälter (3) ein bodenseitiges und nach unten durch die Stein-
schleuse abgeschlossenes Druckrohr (1) geringeren Durchmessers als der Behälter aufweist, wobei
an der Mantelfläche des Druckrohres ein tangentialer Eintrittstutzen (2) für die Zuführung des
Schwemmwassers und des zu trennenden Gutes angeordnet ist, und daß in an sich bekannter
Weise ein vom Boden des Überlauf behälters ausgehender Austrittkanal (11), dessen Austrittöffnung
höhenverstellbar etwa in Höhe des oberen Behälterrandes liegt, mit einem in Richtung der
Austrittöffnung weisenden Einlaßstutzen (15) für die Zuführung unter Druck stehender Flüssigkeit
vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckrohr (1) sich in das
Behälterinnere hineinerstreckt und im Durchmesser etwa halb so groß ist wie der Behälter (3).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlaufbehälter
(3) und der Austrittkanal (11) eine etwa U-förmige Einheit bilden, in deren Krümmungsteil der
Einlaßstutzen (15) für die Zuführung unter Druck stehender Flüssigkeit vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das höhenverstellbare freie Ende des Austrittkanals (11) mit einem die Auslauföffnung
bildenden Überlaufwehr (12), vorzugsweise in Form einer Hülse, versehen ist, wobei der Austrittkanal
in einem Sammelbehälter (13) endet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschriften Nr. 1 233 534,
306 430.
Französische Patentschriften Nr. 1 233 534,
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 574/33 4.68 © Bundesdruckerei Berlin
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|---|---|---|---|---|
| FR1233534A (fr) * | 1958-10-22 | 1960-10-12 | Elfa App Vertriebs Gmbh | Procédé et appareil pour le nettoyage des betteraves sucrières |
| FR1306430A (fr) * | 1961-01-18 | 1962-10-13 | Elfa App Vertriebs Gmbh | Appareil pour débarrasser les fanes et fragments de betteraves sucrières, de corps étrangers résultant du traitement de nettoyage |
-
1963
- 1963-04-24 DE DEP1267A patent/DE1267629B/de active Pending
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