DE1266823B - Schaltungsanordnung zum impulsmaessigen UEbertragen von elektrischer Energie in Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen mit Konferenzverbindungen - Google Patents
Schaltungsanordnung zum impulsmaessigen UEbertragen von elektrischer Energie in Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen mit KonferenzverbindungenInfo
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- DE1266823B DE1266823B DEW38236A DEW0038236A DE1266823B DE 1266823 B DE1266823 B DE 1266823B DE W38236 A DEW38236 A DE W38236A DE W0038236 A DEW0038236 A DE W0038236A DE 1266823 B DE1266823 B DE 1266823B
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H04m
Deutsche KL: 21 a3-46/10
Nummer: 1266 823
Aktenzeichen: W 38236 VIII a/21 a3
Anmeldetag: 23. Dezember 1964
Auslegetag: 25. April 1968
In gewissen Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen werden zwei miteinander zu verbindende Leitungsabschnitte durch gleichzeitige Betätigung von ihnen
individuell zugeordneten Schalteinrichtungen während einer bestimmten Zeitlage einer periodisch
wiederkehrenden Zeitlagenfolge an eine gemeinsame Zeitmultiplexleitung angeschaltet. Wenn eine Konferenzschaltung
gewünscht wird, d. h. eine Verbindung unter Beteiligung von drei oder mehr Leitungsabschnitten, so brauchen nur die drei oder mehr
Schalteinrichtungen der Leitungsabschnitte gleichzeitig in der gleichen Zeitlage betätigt zu werden.
Es gibt jedoch auch Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen, bei denen nur die Schalteinrichtung eines
einzigen Leitungsabschnittes in jeder gegebenen Zeitlage betätigt wird. In solchen Anlagen wird, und
darauf bezieht sich die Erfindung, eine Schaltungsanordnung zum impulsmäßigen übertragen von elektrischer
Energie zwischen mindestens drei zu einer Konferenzverbindung zusammengeschalteten und mit
jeweils einer Speichereinrichtung abgeschlossenen, zweidrahtmäßig betriebenen Leitungsabschnitten in
Zeitmultiplex-Fernmelde-, insbesondere -Fernsprechvermittlungsanlagen benötigt, bei denen jede einen
Leitungsabschnitt abschließende Speichereinrichtung mit einer diesem Leitungsabschnitt zugeordneten
Zeitlage und mindestens eine allen zu einer Konferenzverbindung zusammenschaltbaren Leitungsabschnitten
zugeordnete Zwischenspeichereinrichtung in sämtlichen den zu einer Konferenzverbindung zusammenschaltbaren
Leitungsabschnitten zugeordneten Zeitlagen einer periodisch wiederkehrenden Zeitlagenfolge
über zugeordnete Schalteinrichtungen an eine gemeinsame Zeitmultiplexleitung anschaltbar sind und jeder
Energieaustausch zwischen der Speichereinrichtung eines Leitungsabschnittes und der Zwischenspeichereinrichtung
nach dem Resonanzübertragungsprinzip erfolgt.
Konferenzschaltungen in Anlagen dieser Art lassen sich nämlich im Gegensatz zu Anlagen der erstgenannten
Art, bei denen zwei oder mehr Schalteinrichtungen gleichzeitig betätigt werden können,
nicht so einfach verwirklichen. Es sei z. B. angenommen, daß drei Teilnehmer X, Y und Z in einer Konferenzschaltung
miteinander verbunden werden sollen. Zunächst wird X in seiner zugeordneten Zeitlage mit
der Zwischenspeichereinrichtung verbunden. In der Y zugeordneten Zeitlage wird ein Energieteil von Y zur
Zwischenspeichereinrichtung übertragen und der vorher gespeicherte Energieteil von X an Y gegeben.
Wenn nun in einer dritten Zeitlage Z mit der Zwischenspeichereinrichtung verbunden wird, ist nur ein
Schaltungsanordnung zum impulsmäßigen
Übertragen von elektrischer Energie in
Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen mit
Konferenzverbindungen
Übertragen von elektrischer Energie in
Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen mit
Konferenzverbindungen
Anmelder:
Western Electric Company, Incorporated,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Fecht, Patentanwalt,
6200 Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Als Erfinder benannt:
Wilmer Barseau Gaunt jun., Lincroft, N. J.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 30. Dezember 1963
(334453)
V. St. v. Amerika vom 30. Dezember 1963
(334453)
Energieteil von Y verfügbar, so daß Z keine Energie von X erhält. Ebenso erhält Y nur Energie von
X und X nur Energie von Z.
Eine bekannte Lösung dieses Problems bei Konferenzschaltungen besteht darin, jeden Teilnehmer einer
Konferenz mit einer getrennten Zwischenspeichereinrichtung zu versehen. Beispielsweise sind bei einer
Konferenzschaltung mit drei Teilnehmern drei Zwischenspeichereinrichtungen vorgesehen. Die erste Einrichtung
wird während der gleichen Zeitlage wie der Teilnehmer X mit der gemeinsamen Zeitmultiplexleitung
verbunden. Das gleiche gilt für die anderen beiden Zwischenspeichereinrichtungen und die Teilnehmer
Y und Z. Eine vierte Zeitlage ist der Konferenzschaltung zugeordnet, und die drei Zwischenspeichereinrichtungen
werden während dieser vierten Zeitlage mit der Multiplexleitung verbunden. Keiner der
drei Teilnehmer ist während dieser Zeitlage an die Multiplexleitung angeschaltet, und die drei in den
drei Zwischenspeichereinrichtungen gespeicherten Energieteile werden gemischt. Dann ist in jeder Einrichtung
ein zusammengesetztes Signal gespeichert. Wenn jede Zwischenspeichereinrichtung mit der entsprechenden
Teilnehmerleitung verbunden wird, erhält diese in der gewünschten Weise ein Stück des
gemischten Signals. Eine andere Lösung des Problems
809 540/61
3 4
besteht darin, die drei Zwischenspeichereinrichtungen Multiplexleitung 12 verbunden. Bei jedem Teilnehmermiteinander
durch Filternetzwerke zu verbinden, apparat ist in bekannter Weise mit den Klemmen 6
um eine fortlaufende Mischung der Signale zu be- und 7 eine Speisestromquelle sowie eine überwirken.
Dann ist zwar keine vierte Zeitlage erforder- wachungseinrichtung verbunden. Hch, aber es werden immer noch drei Zwischen- 5 Die Ladung des Kondensators CX ist dem Signal
Speichereinrichtungen benötigt, und es müssen drei auf der entsprechenden Teilnehmerleitung propor-Schalteinrichtungen
adressiert werden. tional. In der Zeitlage, die den Teilnehmerapparat X Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den bedient, ist der Schalter SX geschlossen. Wenn der
Aufwand für Konferenzschaltungen in Anlagen der Schalter SWl ebenfalls geschlossen ist, bilden die
erläuterten Art zu verringern. Die Erfindung geht to Kondensatoren CX, 23 und 24 sowie die Spulen 10
dazu aus von einer Schaltungsanordnung zum impuls- und 22 einen Resonanzübertragungskreis. Wenn die
mäßigen übertragen elektrischer Energie der oben beiden Schalter für eine Zeit geschlossen sind, die
beschriebenen Art und empfiehlt, daß die Zwischen- gleich einer halben Periode des Signals im Resonanzspeichereinrichtung
aus zwei Teilspeichern besteht kreis ist, wird die Spannung am Kondensator CX
und daß eine weitere Schalteinrichtung in jeder 15 zu den in Reihe liegenden Kondensatoren 23 und 24
zwischen den aufeinanderfolgenden Zeitlagen zweier und die Summe der Spannungen an den Kondenan
der gleichen Konferenzverbindung beteiligter Lei- satoren 23 und 24 zum Kondensator CX übertungsabschnitte
liegenden besonderen Zeitlage den tragen. Das Prinzip der Resonanzübertragung ist
einen Teilspeicher mit einer weiteren Speichereinrich- bekannt und in der USA.-Patentschrift 2 936 337
tung derart zusammenschaltet, daß in jeder dieser 20 beschrieben. Die in Reihe liegenden Kondensatoren
Zeitlagen ein Energieaustausch zwischen diesem Teil- 23 und 24 stellen eine Gesamtkapazität mit dem
speicher und der weiteren Speichereinrichtung nach Wert C dar, wenn jeder einzelne Kondensator den
dem Resonanzübertragungsprinzip erfolgt. Wert IC aufweist. Die beiden jeweils mit der Multi-An
Stelle von mehreren Zwischenspeichereinrich- plexleitung 12 verbundenen Hälften dieses primären
tungen ist dann nur noch eine Zwischenspeicherein- 25 Resonanzübertragungskreises haben somit die gleiche,
richtung erforderlich, und es brauchen auch nicht Impedanz.
getrennte Schalteinrichtungen für die Zwischenspei- Am Kondensator 24 liegt ein Reihenkreis, der
chereinrichtungen adressiert zu werden. aus dem Schalter SWl, der Spule 26 und dem Kon-
Zur Erzielung einer optimalen Resonanzübertra- densator 25 besteht. Bei dieser speziellen Ausführung
gung sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, 30 hat der Kondensator 25 die gleiche Größe wie der
daß die Zwischenspeichereinrichtung gleich groß Kondensator 24. Der Wert L' der Spule 26 ist ent-
wie die Speichereinrichtungen der Leitungsabschnitte sprechend dem Zeitintervall gewählt, für das der
sind. Zum gleichen Zweck wird empfohlen, daß die Schalter SW2 geschlossen ist. Bei geschlossenem
weitere Speichereinrichtung gleich groß wie der Schalter bilden die Kondensatoren 24 und 25 und
eine Teilspeicher ist. Außerdem ist es dann zweck- 35 die Spule 26 einen sekundären Resonanzübertragungs-
mäßig, daß die Teilspeicher der Zwischenspeicher- kreis.
einrichtung unter sich gleich groß sind. Die Steuereinheit 15 schließt die Schalter SX bis
Eine Weiterbildung der Erfindung empfiehlt, daß SZ jeweils in einer anderen Zeitlage und den Schalter
die weitere Schalteinrichtung durch eine zentrale SWX gleichzeitig mit jedem der Schalter SX bis SZ.
Steuereinrichtung steuerbar ist, die sowohl die den 40 Der Schalter SW2 wird unmittelbar nach dem
Leitungsabschnitten wie die der Zwischenspeicher- öffnen des Schalters SWl geschlossen, also dreimal
einrichtung zugeordneten Schalteinrichtungen steuert. in jeder Zeitlagenfolge, die auch Rahmen genannt
Dadurch läßt sich der Aufwand für die Adressier- wird. Ein Signal auf Ader 29 von der Steuereinheit 15
schaltung der Schalteinrichtungen herabsetzen. Eine schließt den Schalter SW2. Da der Schalter SW2
weitere Vereinfachung der Adressierschaltung kann 45 stets nach dem Schalter SWl geschlossen wird,
nach einer zusätzlichen Empfehlung der Erfindung ist es nicht notwendig, daß die Steuereinheit 15 den
dadurch erreicht werden, daß die weitere Schalt- Schalter SW2 getrennt betätigt. Die gestrichelte
einrichtung durch das Wirksamwerden der die Zwi- Ader 28 deutet an, daß der Schalter SWl den Schalter
schenspeichereinrichtung an die Zeitmultiplexleitung SW2 unmittelbar steuern kann. Jedesmal, wenn
anschaltenden Schalteinrichtung steuerbar ist. 50 der Schalter SWl geöffnet wird, kann ein Signal
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der über die Ader 28 gegeben werden, um den Schalter
Zeichnungen noch näher beschrieben. Es zeigt SWl für ein vorbestimmtes Zeitintervall zu be-
F i g. 1 schematisch eine Fernsprechvermittlungs- tätigen. Dann ist nur eine einzige Adressierung für
anlage als Ausführungsbeispiel der Erfindung, jedes Konferenzgespräch notwendig.
Fi g. 2 das Ansprechen eines richtig abgeschlosse- 55 Bei Zeitmultiplex-Vermittlungsanlagen wird der
nen Filters auf einen einzelnen Stromimpuls. Schalter einer aktiven Teilnehmerleitung nicht not-F
i g. 3 die Betätigung von Schaltern in den Zeit- wendigerweise während der gesamten Dauer einer
lagen. Zeitlage betätigt. Der letzte Teil einer Zeitlage kann In Fig. 1 sind drei Teilnehmerleitungen und als Schutzintervall vorgesehen werden, um vor der
eine Konferenz-Zwischenspeichereinrichtung über die 60 Betätigung des Schalters der nächsten Leitung ein
Schalter SX bis SZ und SWl mit der gemeinsamen Abklingen von Einschwingvorgängen zu ermöglichen.
Multiplexleitung 12 verbunden. Die Anlage kann Wenn z.B. eine Zeitlage eine Dauer von 1.2 Mikrozahlreiche
derartige Leitungen und Speichereinrich- Sekunden hat, wird jeder Schalter nur 0,8 Mikrotungen
umfassen. Die Schalter werden durch Impulse Sekunden lang betätigt. Die letzten 0,4 Mikrosekunden
der Steuereinheit 15 gesteuert. Jeder Teilnehmer- 65 jeder Zeitlage bilden das Schutzintervall. Auch bei
apparat, z. B. der Apparat des Teilnehmers X, ist dem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist jeder
über einen Transformator 4, ein Tiefpaßfilter 8, eine der Schalter SX bis SZ und SWl nur während der
Spule 10 und einen der Schalter SX bis SZ mit der ersten 0,8 Mikrosekunden einer Zeitlage von 1.2Mikro-
Sekunden geschlossen. Die halbe Periode jeder der primären Resonanzübertragungsschaltungen beträgt
ebenfalls 0,8 Mikrosekunden. Wenn die Schalter SX und SWl 0,8 Mikrosekunden lang geschlossen
sind, wird die Spannung am Kondensator CX zu den Kondensatoren 23 und 24 übertragen, wobei
jeder dieser Kondensatoren die Hälfte der Gesamtspannung erhält. Ebenso wird die ursprünglich auf
den Kondensatoren 23 und 24 vorhandene Gesamtspannung (die Summe der beiden einzelnen Spannungen)
zum Kondensator CX übertragen.
Unmittelbar nach dem öffnen der Schalter SX und SWl wird der Schalter SWl für die Dauer
des Schutzintervalls mit 0.4 Mikrosekunden geschlossen. Während dieser Zeitdauer findet eine Resonanzübertragung
der Energie zwischen den Kondensatoren 24 und 25 statt, bei der die Spannungen einfach ausgetauscht werden. Diese beiden Kondensatoren
haben jeweils den Wert 2 C und bilden zusammen mit der Spule 26 einen Resonanzübertragungskreis,
dessen halbe Periode eine Dauer von 0,4 Mikrosekunden hat. Die Ladung oder Spannung
(Q = CU) des Kondensators 25 wird zum Kondensator 24 übertragen, während die Ladung oder
die Spannung des Kondensators 24 zum Kondensator 25 übertragen wird. Somit ist nach der Betätigung
beider Schalter SWl und SWl die Hälfte der ursprünglichen
Ladung des Kondensators CX im Kondensator 23 und die andere Hälfte im Kondensator
25 gespeichert.
Die Wirkung der Schaltung wird am besten verständlich, wenn man die stufenweise Resonanzübertragung
von Ladungsimpulsen betrachtet, die sich anfangs auf einem der Eingangskondensatoren der
Tiefpaßfilter, z. B. CX, befinden. Dann kann die übertragung von Gleichströmen oder von sinusförmigen
Wechselströmen innerhalb des interessierenden Frequenzbandes durch die überlagerung einer
Folge von Impulsen eng angenähert werden.
Zur Einführung soll das Ansprechen eines Tiefpaßfilters 8 auf einen Stromimpuls festgestellt werden.
Diese Filter werden vorteilhafterweise so bemessen, daß ihre Grenzfrequenz auf die Hälfte der Frequenz
abgeglichen ist. die zu einem Rahmenintervall gehört, ferner so, daß sie bei geeignetem Abschluß eine
Spannung von
. .τ · f
erzeugen, wenn T das Rahmenintervall ist. Wenn
also eine Quelle eine Ladung auf den Eingangskondensator, z. B CX, bringt, sei es infolge eines
Resonanzübertragungsvorgangs oder in Form eines theoretischen Impulses, und wenn die Ladung nicht
unmittelbar entfernt wird, dann verläuft die Spannung, wie in F i g. 2 dargestellt. In jedem nachfolgenden
Rahmen T kreuzt die Spannungskurve auf der Zeitmultiplex- oder Eingangsseite des Filters
die Zeitachse, und die Spannung beträgt Null. Wenn somit einmal eine Ladung auf den Eingangskondensator
eines geeignet abgeschlossenen Filters aufgebracht ist, ist sie für Resonanzübertragungen während
nachfolgender Rahmenintervalle nicht verfügbar. Es sei nun angenommen, daß ein Konferenzgespräch
durch die Steuereinheit 15 hergestellt wird. F i g. 3 zeigt für ein derartiges Gespräch eine typische Schließfolge
der Schalter. Wie angegeben, besteht jede Zeitlage aus einem ersten Teil T1, in dem eine primäre
Resonanzübertragung stattfindet, ferner aus einem zweiten Teil G1-, dem Schutzintervall, in dem eine
sekundäre Resonanzübertragung stattfindet, nämlich die Ladungen zwischen den Kondensatoren 24 und 25
ausgetauscht werden. Den Teilnehmern der Konferenz sind die Zeitlagen A, B und C zugeordnet, die nicht
notwendigerweise unmittelbar aufeinanderfolgen müssen. Doch bleiben die Reihenfolge und die relativen
Verschiebungen, die einmal durch die Steuereinheit 15 hergestellt sind, gleich.
Eine Prüfung der F i g. 3 zeigt eine Symmetrie für das Schließen der Schalter. Das heißt, wenn
man von irgendeinem Schließpunkt ausgeht und eine vollständige Reihe von Schließzuständen Tür
ein Rahmenintervall verfolgt, dann sieht man, daß die Folge der Schließzustände gleich ist. Wegen der
Symmetrie kann man einen Ladungsimpuls auf CX, CY oder CZ aufbringen und steilt immer das gleiche
Resultat fest. Wenn man also z. B. eine übertragung vom Teilnehmer X zum Teilnehmer Y und Z festgestellt
hat, dann findet auch eine übertragung vom Teilnehmer Y zum Teilnehmer Z und X und vom
Teilnehmer Z zum Teilnehmer X und Y statt. Es wird daher hier nur die übertragung vom Teilnehmer
X zum Teilnehmer Y und Z erläutert.
Κ-Λ-
V1,
V23
G1
b
e
b
e
b
e
b
e
b
e
b
e
| Rahmen 1 | — | — | — | |
| 1000 | — | — | 500 | 500. |
| — | — | — | 500 | 500 |
| — | — | — | 500 | — |
| — | — | — | 500 | — |
| — | — | — | 250 | -250 |
| — | 500 | — | 250 | -250 |
| — | — | — | 250 | 500 |
| — | — | — | 250 | 500 |
| — | — | 750 | -125 | 125 |
| — | —^ | — | -125 | 125 |
| — | — | — | -125 | -250 |
| — | — |
-250
-250
-250
-250
T1
Tc
Tn
Tc
TA TB
-375
+46
Rahmen 2
187,5
-93
Rahmen 3
-23
I+H
Rahmen 4
| -5 | +2 | -1 |
7 8
Wie in der Tabelle angegeben ist, wird angenom- Spannung von der Zeit unter Verwendung einer
men, daß genau zu Beginn b von T4 im Rahmen 1 Reihensumme von Impulsströmen zusammenzusetzen.
CX auf 1000 Volt geladen ist (entweder durch einen Zum Beispiel sei angenommen, daß der Teilnehmer X
Impuls oder dadurch, daß ein Strom vom Teilneh- Gleichstrom sendet. Der Gleichstrom kann zusammen-
mer X geliefert wird). Während T4 sind SX und 5 gesetzt werden, wenn man annimmt, daß am An-
SWl geschlossen. Am Ende e von TA wird durch die fang von T4 CX in jedem Rahmen auf 1000 Volt
normalen Resonanzübertragungsvorgänge und durch zwangsweise aufgeladen wird (und nicht nur einmal
Anwendung der bekannten Theorie für die Auf- wie bei dem einfachen Impuls). Da das System linear
ladung oder Entladung von in Reihe liegenden ist, kann das Prinzip der überlagerung benutzt
Kondensatoren die Spannung an CX auf Null 10 werden. Infolgedessen erhält CY 500 Volt vom ersten
verringert, während die Spannung auf den Konden- Impuls. Während des zweiten Rahmenintervalls er-
satoren 23 und 24 jeweils +500VoIt wird. Danach hält CY 50OVoIt vom zweiten Impuls (oder von
werden während des Schutzintervalls GA die Span- der zweiten an CX gelieferten Ladung) und zu-
nungen der Kondensatoren 24 und 25 ausgetauscht, sätzlich 187VoIt vom ersten Impuls (übertrag).
d.h., F24->0 und F25->
+500. Diese Spannungen 15 Während des dritten Rahmens erhält CY 50OVoIt
bleiben bestehen, da kein Ableitweg vorhanden ist, vom dritten Impuls, 187VoIt vom zweiten Impuls
bis TB beginnt. und — 23 Volt vom ersten Impuls usw. Die ent-
Zu Beginn von TB werden SY und S W !geschlossen. stehende Dauerspannung, die CY tatsächlich erhält,
Die Treibspannung für die so gebildete Reihenschal- wird
tung ist die Spannung F23 des Kondensators 23, 20 <-nn )87 „ . _ , ,_ ., .
die +50OVoIt beträgt. Durch den Resonanzüber- :>uu+i8/ zi + „ . ..-bö/volt.
tragungsvorgang wird die Spannung von C Y also In gleicher Weise erhält CZ
auf +500 erhöht, F23 wird auf +250 und ,F24 auf 7sn _ Q-, , ,, _ . _ nfi7 v .
- 250 verringert. Danach werden während des Schutz- *>
1- u ι -t- ... - 00 / ν on.
Intervalls GB die Spannungen V24. und F25 ausgetauscht. 25 In gleicher Weise erfährt CX eine Energierückkehr,
Die Spannungen in der Konferenzschaltung bleiben die
bestehen, weil keine Ableitung vorhanden ist. Jedoch _„,- ,Λ <· _„„, ,
wird die auf CY befindliche Ladung in den Ab- 30 + 10 a + ... - m von
Schluß geleitet, der in diesem Fall aus der Teilnehmer- beträgt.
leitung besteht, da angenommen ist, daß diese Be- 30 Diese Spannungen sind diejenigen Spannungen,
lastung das Filter für alle Frequenzen einschließlich auf die CX, CY oder CZ am Ende des Resonanz-Gleichstrom
richtig abschließt. Somit verschwindet Übertragungsintervalls aufgeladen sind. Diese Ladundie
Spannung an CY, die durch die ursprünglich an gen werden im Abschluß vernichtet, jedoch glättet
CX vorhandene Spannung von 1000 Volt hervor- das Filter die Signalform derart, daß sämtliche Fregebracht
wurde, wegen der Kennlinie d'er F i g. 2 35 quenzkomponenten oberhalb der Filtergrenzfrequenz
in nächfolgenden Rahmenintervallen. Die Ladung stark gedämpft werden, so daß in diesem Fall eine
von CY hat also keine weiteren Auswirkungen. gleichbleibende Spannung an den Abschlüssen ent-
Zu Beginn von Tc werden SZ und S Wl geschlossen. steht. Um die Spannungen festzustellen, muß der
Somit ist das gesamte Treibepotential für die so mittlere Strom bestimmt werden. Zum Beispiel hat
gebildete Reihenschaltung die Summe der Span- 40 C Y oder CZ eine Ladung derart, daß
nungen F23 und F24 oder 250 + 500 = 750 Volt. Am
nungen F23 und F24 oder 250 + 500 = 750 Volt. Am
Ende von Tc ist Ftz auf 75OVoIt vergrößert, F23 flrl = 667 Volt oder f/df = 667 C,
nimmt auf —125 und F24 auf +125 ab. Danach J ^ J
werden während des Schutzintervalls Gc die Spannungen F24 und F25 ausgetauscht. Diese Ladungen 45 wobei T> das Resonanzübertragungsintervall ist. Jebleiben bestehen mit Ausnahme der Ladung auf CZ, doch ist der mittlere Strom ferner
die in dem vom Teilnehmer Z dargestellten Abschluß
vernichtet wird. . . = C'_^i = f'df
nimmt auf —125 und F24 auf +125 ab. Danach J ^ J
werden während des Schutzintervalls Gc die Spannungen F24 und F25 ausgetauscht. Diese Ladungen 45 wobei T> das Resonanzübertragungsintervall ist. Jebleiben bestehen mit Ausnahme der Ladung auf CZ, doch ist der mittlere Strom ferner
die in dem vom Teilnehmer Z dargestellten Abschluß
vernichtet wird. . . = C'_^i = f'df
Zu Beginn von T4 im Rahmen 2 ist das gesamte MlUel JT JT*
Treibepotential infolge des ursprünglichen Signals 50 τ τ,
von 1000 Volt die Summe der Spannungen auf wobei T das Rahmenintervall ist, da nur während
den Kondensatoren 23 und 24 oder —375VoIt. (T1) eine Ladung geliefert wird.
Durch den Resonanzübertragungsvorgang erhält CX , .
-375VoIt. Die auf CX aufgebrachte Ladung stellt boml Ist
die zur Ausgangsquelle rückgekehrte Energie dar, 55 667 C
da zu Beginn angenommen war, daß CX auf 1000 Volt 'Mittel = ψ~~ ·
aufgeladen war. Diese Ladung wird in dem vom
aufgeladen war. Diese Ladung wird in dem vom
Teilnehmer X dargestellten Abschluß vernichtet. Nun besteht eine Eigenschaft dieser Filter darin, daß
Dieser Vorgang setzt sich fort, bis die ursprünglich
auf CX aufgebrachte Ladung vollständig in den 60 T = 2 RC
Abschlüssen vernichtet ist. Die Tabelle gibt eine Dar-
stellung des Verhaltens über drei aufeinanderfolgende Daner ist
Rahmen, in welcher Zeit die in der Konferenzschaltung 667 C 667 1
bleibenden Ladungen kleine Bruchteile der Ursprung- 'Mittel — TWr = ~~T~ ~W'
liehen Ladung werden. 65
Um das Verhalten bei sinusförmigen Strömen wenn R die Filterimpedanz ist. Die Ausgangsspannung
verschiedener Frequenzen darzulegen, ist es zunächst ist daher /Mittel ^t* wobei der abgeschlossene Widernotwendig,
die Abhängigkeit des Stroms oder der stand und gleich R für ein abgeschlossenes Filter ist.
Somit wurde gezeigt, daß für eine ideale Gleichstromübertragung ein Teilnehmer gleiche Energiemengen
an die beiden anderen Teilnehmer liefert. Es ist also
F1- y = 333VoIt.
Um festzustellen, welche Impedanz dem Teilnehmer X dargeboten wird, wird eine überlagerung benutzt,
wobei die zum Teilnehmer Y zurückgeführte Energie oder Spannung berücksichtigt wird. Es wird nun
der mittlere Eingangsstrom berechnet: Zuerst sei bemerkt, daß Vcx sich um 1000-(-333) Volt oder
1333 Volt ändert. Dies kann durch einen mittleren Eingangsstrom von
Mittel
/di 1333 Γ _ 1333 C = 667
C ~ T ~ 2RC ~ R
C ~ T ~ 2RC ~ R
Nunmehr bleibt noch die Berechnung der mittleren Eingangsspannung FMit,el. Dies kann unter Berücksichtigung
der Abhängigkeit der Spannung von der Zeit für V1x geschehen:
Vcx(t) = 1000 - 1333
Σ-
n=0
siny I
U + nT)
Die mittlere Spannung FMjttei. die an der Ausgangsseite
des Filters (der Teilnehmerseite) erscheint, ist
^Mittel
= -1 (dtvcx(t)
= 4 1000
/ Γ» sin — (t + n
)Jdf-1333 2—
)Jdf-1333 2—
ο *
^Mittel τ-
1000 idf— 1333·
ο
ο
/sin ff
J ^-
j Ύ
di
fsin^(f + T) fsin —(f +
+ df +
+ df +
J y(t + T)
J y(l + 2
was bei Summierung wird zu
T)
'Mittel
Somit ist
r fsmTf
) df— 1333 df
J
J yt
0 1
1000 df—
Also ist die dem Teilnehmer X dargebotene Impedanz
^Mittel _ j333_ ^ R^
2 '
' Mittel
667
R
R
UC = f [
T- 1333
J] = 333
333 Volt
was das gleiche ist, als ob eine unmittelbare Verbindung zwischen den drei Teilnehmern hergestellt
wird.
Es ist zu bemerken, daß bei Erhöhung der Frequenz der Eingangsquelle Abweichungen von der gleichmäßigen
übertragung und von der Eingangsimpedanz
-y auftreten. Diese Abweichungen können berechnet
werden (ähnlich wie bei den oben angegebenen Verfahren), lassen sich jedoch leichter messen. Da
jedoch eine Sprachübertragung subjektiv wahrgenommen wird, sind derartige Abweichungen normalerweise
nicht bemerkbar.
Die Konferenzschaltung ist nur wenig komplizierter als die für Verbindungen zwischen zwei Teilnehmern
benutzten Speicher. Der einzige Kondensator wird durch zwei Kondensatoren 23 und 24 ersetzt. Die
einzigen zusätzlich erforderlichen Bauteile.sind der Schalter SWl, die Spule 26 und der Kondensator 25.
Die Steuerung des Schalters SWl ist einfach. Da der Schalter SWl stets nach dem Schalter SWl
betätigt wird, kann, wie oben beschrieben, die Konferenzschaltung so aufgebaut werden, daß der Schalter
SWl unmittelbar den Schalter SWl steuert. Zum Beispiel kann der Schalter SWl durch einen monostabilen
0,4-Mikrosekunden-Multivibrator in Tätigkeit gesetzt werden, wobei der Multivibrator durch
das öffnen des Schalters SWl getriggert wird. Diese Art der Steuerung ist symbolisch durch die Ader 28
dargestellt. Somit braucht die Adressierschaltanordnung in der Steuereinheit 15 zur Betätigung der
Konferenzschaltung gemäß F i g. 1 nicht komplizierter zu sein als die Adressierschaltanordnung in den
Steuereinheiten bisheriger Art zur Identifizierung eines Speichers für zwei Teilnehmer.
Es sei bemerkt, daß die niederfrequente Impedanz, die den Leitungen bei Verwendung der vorliegenden
Zeitmultiplexkonferenzschaltung dargeboten wird, sich nicht von der niederfrequenten Impedanz unterscheidet,
die einer Leitung dargeboten wird, welche gleichzeitig mit zwei anderen Leitungen in bekannter Weise
verbunden ist. Es sei ferner bemerkt, daß die Konferenzschaltung auch für reguläre Verbindungen von zwei
Teilnehmern verwendet werden kann. Es ist nur notwendig, den Schalter SWl nicht zu betätigen. Dann
arbeitet der Speicher in der gleichen Weise wie die bekannten Speicher. Die Konferenzschaltung der
F i g. 1 kann ferner für Konferenzgespräche zwischen mehr als drei Teilnehmern benutzt werden. Dann wird
der Schalter SWl wiederum zusammen mit den Schaltern der Konferenzteilnehmer betätigt, während
der Schalter SWl jeweils nach dem Schalter SWl betätigt wird. In einem derartigen Fall findet keine
gleichmäßige übertragung der Energie eines Teilnehmers an alle anderen Teilnehmer statt. Jedoch
sind die Anteile sehr viel gleichmäßiger als bei den einfachen Speichern bekannter Art.
Claims (6)
1. Schaltungsanordnung zum impulsmäßigen übertragen von elektrischer Energie zwischen
mindestens drei zu einer Konferenzverbindung
809 540 61
zusammengeschalteten und mit jeweils einer Speichereinrichtung abgeschlossenen, zweidrahtmäßig
betriebenen Leitungsabschnitten in Zeitmultiplex-Fernmelde-jnsbesondere-Fernsprechvermittlungsanlagen,
bei denen jede einen Leitungsabschnitt abschließende Speichereinrichtung mit einer diesem
Leitungsabschnitt zugeordneten Zeitlage und mindestens eine allen zu einer Konferenzverbindung
zusammenschaltbaren Leitungsabschnitten zugeordneten Zwischenspeichereinrichtung in samtliehen,
den zu einer Konferenzverbindung zusammenschaltbaren Leitungsabschnitten zugeordneten
Zeitlagen einer periodisch wiederkehrenden Zeitlagenfolge über zugeordnete Schalteinrichtungen
an eine gemeinsame Zeitmultiplexleitung anschaltbar sind und jeder Energieaustausch zwischen
der Speichereinrichtung eines Leitungsabschnittes und der Zwischenspeichereinrichtung nach dem
Resonanzübertragungsprinzip erfolgt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zwischenspeichereinrichtung aus zwei Teilspeichern (23, 24) besteht
und daß eine weitere Schalteinrichtung (SW2) in jeder zwischen den aufeinanderfolgenden Zeitlagen
(z. B. zwischen TA und TB bzw. TB und TC bzw. TC und TA) zweier an der gleichen Konferenzverbindung
beteiligter Leitungsabschnitte (X bzw. Y bzw. Z) liegenden besonderen Zeitlage (z. B. GA
bzw. GB -bzw. GC) den einen Teilspeicher (24) mit einer weiteren Speichereinrichtung (25) derart
zusammenschaltet, daß in jeder dieser Zeitlagen [GA, GB, GC) ein Energieaustausch zwischen
diesem Teilspeicher (24) und der weiteren Speichereinrichtung (25) nach dem Resonanzübertragungsprinzip
erfolgt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenspeichereinrichtungen
(23,24) gleich groß wie die Speichereinrichtungen (CX, C Y, CZ) der Leitungsabschnitte
{X, Y, Z) sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Speichereinrichtung
(25) gleich groß wie der eine Teilspeicher (24) ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilspeicher (23,
24) der Zwischenspeichereinrichtung unter sich gleich groß sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Schalteinrichtung
(SWl) durch eine zentrale Steuereinrichtung (15) steuerbar ist, die sowohl die den
Leitungsabschnitten (X, Y, Z) wie die der Zwischenspeichereinrichtung
(23, 24) zugeordneten Schalteinrichtungen (SX, SY, SZ, SWl) steuert.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Schalteinrichtung
(SWl) durch das Wirksamwerden der die Zwischenspeichereinrichtung (23, 24) an
die Zeitmultiplexleitung (12) anschaltenden Schalteinrichtung (SWl) steuerbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
209 540/61 4.6SG Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
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| US334453A US3319005A (en) | 1963-12-30 | 1963-12-30 | Conference circuit for time division telephone system utilizing multiple storage cells |
Publications (1)
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| DE (1) | DE1266823B (de) |
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