Verfahren zum Verarbeiten dünner Dielektrikumfolien bei der Herstellung
elektrischer Kondensatoren Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Verarbeiten dünner Dielektrikumfolien bei der Herstellung elektrischer Kondensatoren,
bei dem die dünnen Dielektrikumfolien auf Trägerbänder aufgeklebt werden, von denen
sie nach Durchführung der Verarbeitungsschritte bei der Herstellung der Kondensatorkörper
wieder abgelöst werden. Ein derartiges Verfahren ist bereits Gegenstand eines älteren
Vorschlags.Process for processing thin dielectric films during manufacture
electrical capacitors The present invention relates to a method for
Processing of thin dielectric foils in the manufacture of electrical capacitors,
in which the thin dielectric films are glued to carrier tapes, of which
after performing the processing steps in the manufacture of the capacitor body
to be replaced again. Such a procedure is already the subject of an older one
Suggestion.
Bei der Herstellung elektrischer Kondensatoren kann durch Verwendung
möglichst dünner Dielektrikumfolien eine Erhöhung der Kapazität pro Volumeinheit
erzielt werden. Die Verarbeitung von Folien einer Stärke unter etwa 6 #t ist jedoch
äußerst schwierig. Die sich bei der Verarbeitung ergebenden Schwierigkeiten übertreffen
noch die bei der Herstellung derartiger dünner Folien, so daß diese Folien nicht
ohne weiteres für die Herstellung elektrischer Kondensatoren Verwendung finden können.
Vor allem besteht bei der Aufbringung von Metallbelägen durch Bedampfung im Vakuum
in der Metallisierungsanlage und an der Schneidmaschine eine besonders hohe Neigung
zu Faltenbildung. Es ist nahezu unmöglich, den verschiedenartigen Forderungen, die
eine solche Folie an die Anlage stellt, gerecht zu werden, um Verziehen und Faltenbildung
reproduzierbar zu verhindern.In the manufacture of electrical capacitors can be through use
The thinnest possible dielectric foils increase the capacity per unit volume
be achieved. The processing of foils with a thickness below about 6 #t is, however
extremely difficult. The difficulties encountered in processing exceed
nor in the manufacture of such thin films, so that these films are not
can easily be used for the production of electrical capacitors.
In particular, there is the application of metal coatings by vapor deposition in a vacuum
a particularly high inclination in the metallization system and on the cutting machine
to wrinkling. It is nearly impossible to meet the diverse demands that
Such a film on the plant makes it possible to cope with warping and wrinkling
prevent reproducible.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1089 024 ist es bekannt, dünne,
insbesondere unter 6 [, starke Isolierstoffolien auf einem mit einem hochschmelzenden
Kohlenwasserstoff imprägnierten Träger herzustellen. In diesem Zusammenhang ist
es bereits Gegenstand des deutschen Patents 1124 110, den Träger mit
einer solchen Menge hochschmelzender Kohlenwasserstoffe zu imprägnieren, daß auf
beiden Seiten des Trägers Imprägniermittelschichten in Stärken von etwa 1/2 bis
1 #t entstehen.From the German Auslegeschrift 1089 024 it is known to produce thin, in particular less than 6 [, thick insulating films on a carrier impregnated with a high-melting hydrocarbon. In this context, it is already the subject of German patent 1,124,110, to impregnate the support with such a quantity of high-melting hydrocarbons that arise Imprägniermittelschichten #t in thicknesses from about 1/2 to 1 on both sides of the carrier.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1059 739 ist es bekannt, beim
Aufwickeln von Kunststoffolien unter Vakuum die Kunststoffbänder unter Zwischenlage
von Papier aufzuwickeln. Es hat sich nämlich ergeben, daß beim Aufwickeln von Kunststoffbändern
nach der Metallisierung durch Bedampfung im Vakuum die metallisierten Kunststoffbänder
derart fest aufeinanderhaften, daß beim Abwickeln die Metallbeläge auf der Rückseite
der nächsten Lage des Kunststoffbandes haftenbleiben und die Kunststoffbänder sogar
zerreißen. Diese übergroße Haftung kann durch Zwischenlegen von Papierbändern auf
ein vernünftiges Maß herabgesetzt werden. Gleichzeitig werden Falten ausgeglichen,
so daß auf diese an sich bekannte Weise eine einwandfreie Verarbeitung bei der Bedampfung
gelingt. Bei den folgenden Arbeitsgängen: Schneiden und Wickeln, besteht aber unverändert
hohe Gefahr, daß die Folien Falten bilden oder sogar reißen.From the German Auslegeschrift 1059 739 it is known to wind up the plastic strips with the interposition of paper when winding plastic films under vacuum. It has been found that when plastic tapes are wound up after metallization by vapor deposition in a vacuum, the metallized plastic tapes adhere so tightly to one another that, when unwound, the metal coatings adhere to the back of the next layer of the plastic tape and the plastic tapes even tear. This excessive adhesion can be reduced to a reasonable level by interposing paper tapes. At the same time, wrinkles are evened out, so that, in this known manner, perfect processing is achieved during steaming. In the following operations: cutting and winding, there is still a high risk that the foils will fold or even tear.
Um die Verarbeitung sehr dünner Dielektrikumfolien dennoch zu ermöglichen,
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die dünnen Dielektrikumfolien zusammen mit
als Trägerbänder verwendeten Papierbändern zu einer Vorratsrolle aufgewickelt und
dann mit einer Masse imprägniert werden, welche die ganze Vorratsrolle schwach verklebt,
und daß beim Abwickeln der Vorratsrolle die dünne Dielektrikumfolie zusammen mit
dem mit ihr haftfest verbundenen Papierband abgezogen wird. Es erweist sich als
besonders zweckmäßig, insbesondere auch um eine Störung des Vakuums durch das Imprägniermittel
zu vermeiden, nach der Bedampfung noch in der Bedampfungsanlage die metallisierte
Folie mit verhältnismäßig billigem Papier zusammen aufzuwickeln und die so gebildete
Rolle erst nach Beendigung des Bedampfungsvorgangs zu imprägnieren. Es können selbstverständlich
auch vom Folienhersteller bereits zusammen mit Papierzwischenlagen zu Vorratsrollen
aufgewickelte Kunststoffolien, die in dieser Form gegebenenfalls in den Handel kommen,
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren imprägniert und weiterverarbeitet werden. Auch
hier sollte jedoch vorzugsweise die Imprägnierung erst nach der Metallisierung der
Folien vorgenommen werden. Als Imprägniermittel kann z. B. in bekannter Weise ein
hochschmelzender Kohlenwasserstoff verwendet werden. Insbesondere kommen in Frage
Wachse verschiedener Zusammensetzung, wie z. B. Hartwachs, Ozokerit, Polyäthylenwachs,
Polyisobutylen und Vaseline.
Als besonders geeignet hat sich eine
Imprägniermittelmischung erwiesen aus 20 bis 6011/o Polyäthylen oder Polypropylen
mit einem Molekulargewicht von etwa 1000 bis 3000, 20 bis 75 % Hartwachs und 5 bis
20 % Polybutylen, Polyisobutylen oder Polyvinylisobutyläther mit einem Molekulargewicht
von etwa 1000 bis 3000, wie sie bereits Gegenstand eines älteren Vorschlags ist.
Obwohl an sich jede Dielektrikumfolieneinlage in gleicher Weise mit der darüberliegenden
wie auch mit der darunterliegenden Lage des Papierbandes verbunden ist, bereitet
es doch keine Schwierigkeiten, die Dielektrikumfolie zusammen mit dem Papierband
von der Rolle abzuwickeln, ohne daß dabei die Dielektrikumfolie derart auf der Rolle
haftenbleibt, daß eine Beschädigung eintreten könnte. Auf diese Weise mit einem
Papierband verbundene Dielektrikumfolien können dann ohne Schwierigkeiten zusammen
auf Schneidemaschinen und Spezialkondensator-Wickelmaschinen verarbeitet werden.
Die Wickelmaschinen müssen in an sich bekannter Weise so konstruiert sein, daß während
des Wickelvorgangs die Folien nicht frei geführt werden und erst unmittelbar beim
Wickeln der Kondensatoren die Papierträgerbänder von den Dielektrikumbändern abgelöst
werden.In order to still enable the processing of very thin dielectric foils,
is proposed according to the invention that the thin dielectric films together with
Paper tapes used as carrier tapes are wound into a supply roll and
then impregnated with a mass that weakly glues the entire supply roll,
and that when unwinding the supply roll, the thin dielectric film together with
the paper tape firmly attached to it is pulled off. It turns out to be
particularly expedient, in particular also about a disturbance of the vacuum by the impregnating agent
to avoid the metallized in the vaporization system after the vaporization
Wind up the film with relatively cheap paper and the so formed
Impregnate the roll only after the steaming process is complete. It can of course
also from the film manufacturer together with paper interlayers for supply rolls
Rolled-up plastic films that may be sold in this form,
are impregnated and further processed by the method according to the invention. Even
Here, however, the impregnation should preferably only take place after the metallization
Slides are made. As an impregnating agent, for. B. in a known manner
refractory hydrocarbon can be used. In particular come into question
Waxes of various compositions, such as. B. hard wax, ozokerite, polyethylene wax,
Polyisobutylene and petroleum jelly.
One has proven to be particularly suitable
Impregnating agent mixture proved to be 20 to 6011 / o polyethylene or polypropylene
with a molecular weight of about 1000 to 3000, 20 to 75% hard wax and 5 to
20% polybutylene, polyisobutylene or polyvinyl isobutyl ether with a molecular weight
from about 1000 to 3000, as it is already the subject of an earlier proposal.
Although in principle each dielectric film insert is in the same way as the one above it
as is also connected to the underlying layer of the paper tape, prepares
there is no problem getting the dielectric sheet together with the paper tape
unwound from the roll without the dielectric film on the roll
remains that damage could occur. This way with one
Dielectric foils connected to paper tape can then be put together without difficulty
processed on cutting machines and special capacitor winding machines.
The winding machines must be constructed in a manner known per se so that during
during the winding process, the foils are not guided freely and only immediately during
Winding the capacitors detached the paper carrier tapes from the dielectric tapes
will.
Um einerseits zu verhindern, daß beim Ablösen der Papierträgerbänder
Teilchen des Imprägniermittels an der Dielektrikumfolie haftenbleiben und auf diese
Weise in den Kondensator gelangen, und um andererseits ein vorzeitiges Ablösen zu
vermeiden, soll die Imprägnierung in der Weise erfolgen, daß sich zwischen Papierband
und Dielektrikumband eine Imprägniermittelschicht in einer Stärke von 1/z bis 1
#t ausbildet. Man kann dies dadurch erreichen, daß man Dielektrikumband und Papierband
vor der Imprägnierung mit einem entsprechenden Wickelzug aufwickelt.In order, on the one hand, to prevent the paper carrier tapes from becoming detached
Particles of the impregnating agent adhere to the dielectric film and onto this
Way to get into the capacitor, and on the other hand to prevent premature detachment
avoid, the impregnation should be done in such a way that between the paper tape
and dielectric tape, an impregnating agent layer in a thickness of 1 / z to 1
#t trains. This can be achieved by using dielectric tape and paper tape
before the impregnation with an appropriate winding tension.
In der Figur ist ein Dielektrikumband 1 dargestellt, das nach der
Metallbedampfung, wodurch es mit einem Metallbelag 2 versehen worden ist, mit einem
Papierband 3 zu einer Vorratsrolle 5 aufgewickelt worden ist. Hierauf wurde die
Vorratsrolle mit einem Imprägniermittel imprägniert, wobei sich zwischen Dielektrikumband
1 und Papierband 3 eine Imprägniermittelschicht 4 ausbildete, die eine gute Haftung
zwischen Papierband 3 und Dielektrikumband 1 herstellte.In the figure, a dielectric tape 1 is shown, which after
Metal vapor deposition, whereby it has been provided with a metal coating 2, with a
Paper tape 3 has been wound into a supply roll 5. Then the
Supply roll impregnated with an impregnating agent, with dielectric tape between
1 and paper tape 3 formed an impregnating agent layer 4 which had good adhesion
between paper tape 3 and dielectric tape 1 produced.