DE1265C - Mechanischer Kohlenzieher für Lokomotiven - Google Patents
Mechanischer Kohlenzieher für LokomotivenInfo
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Description
1S77.
Klasse 20.
RUDOLF WEDEKIND in HANNOVER. Mechanischer Kohlenzieher für Locomotiven.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. October 1877 ab.
Fig. ι stellt einen verticalen Längsschnitt durch die Mitte des Tenders dar, Fig. 2 eine
Ansicht von unten, Fig. 3 einen Schnitt nach c d. Der mechanische Kohlenzieher besteht aus einem
schmiedeisernen, krätzerartigen Instrumente e mit Löchern // in seiner Stange, in die mittelst
eines Hakens ein Seil g gehängt werden kann, welches, über die Rollen h und i fortgeleitet,
sich auf die Seiltrommel k wickelt, deren Zapfen sich in den Löchern des Hebels m drehen,
welcher letztere wie der bei η η seinen Drehpunkt
besitzt. Zieht der Heizer während der Fahrt durch das Seil ο den Hebel m nach oben,
so werden die Reibungsräder p p, die mit der Seiltrommel fest auf einer Axe sitzen, gegen die
Wagenaxe q geprefst, und der Seiltrommel wird von der Wagenaxe eine Drehung in der Richtung
des Pfeiles ertheilt. Das Seil q wickelt sich auf und zieht den Krätzer e mit den davorliegenden
Kohlen zu dem Heizer heran, bis derselbe das Seil 0 schlaff werden läfst und dadurch
den Apparat sofort aufser Betrieb setzt. Der Heizer fafst nun den Krätzer, legt ihn wieder
hinter die Kohlen, wobei sich das Seil g wieder von der Trommel abwickelt und die Operation
beginnt von neuem. Ist auf diese Weise ein genügend grofses Quantum Kohlen herbeigeschafft,
so wird der Haken des Seiles aus dem Loche / ausgehängt, das Seil zur Seite gelegt
und der Krätzer hinten auf den Tender geworfen.
Wenn die Bauart des Tenders eine andere ist, oder wenn sich herausstellt, dafs wegen
der Durchbiegung der Tragfedern die Hebelanordnung m, Fig. i, unthunlich ist, so
ändere ich die Hebel - Construction entsprechend, etwa wie in Fig. 4 und 5 skizzirt ist.
(Es mufs selbstverständlich die Richtung, in der das Seil von der Seiltrommel genommen wird,
die Drehpunkte η des Hebels, Fig. 1, 4 und 5, schneiden, damit nicht eine etwa in dem Seil g
stattfindende Spannung den Hebel m zu drehen strebt.)
Claims (3)
1. Einem haken- (kratzer-) artigen Instrument
(d. h. einer Stange, deren eines Ende mit einer mehr oder weniger senkrecht zu ihrer Längsrichtung
liegenden Tafel fest verbunden ist), von solcher Gröfse, dafs, wenn es hinter die Kohlen
geworfen ist, ein Mensch im allgemeinen nicht die Kraft hat, die dadurch gefafsten Kohlen
durch Ziehen an der Stange zu sich heranzuholen.
2. Einer Seiltrommel mit einem oder mehreren fest auf ihrer Axe sitzenden Reibrädern*) oder
Keilrädern in senkrecht zu ihrer Axe verschiebbaren Lagern, welche man an eine sich
drehende Axe des Tenders (unter Umständen auch der hintersten Locomotivaxe) andrücken
kann, so.dafs der Trommel eine Drehbewegung ertheilt wird, und sie ein biegsames Zugzwischenmittel
(Seil, Kette, Riemen u. dgl.) aufwickelt, dessen anderes Ende an der Stange des unter 1
bezeichneten Krätzers befestigt ist und durch das Aufwickeln, denselben mit den davor befindlichen
Kohlen auf dem Tender nach vorn zieht.
*) Die Ausdrücke »Reibrad« und »Keilrad« sind hier so zu verstehen, wie in »Reuleaux, Constructeur«,
3. Aufl., S. 343 bezw. 345.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1265T | 1877-10-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1265C true DE1265C (de) |
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ID=70846767
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000001265DA Expired - Lifetime DE1265C (de) | 1877-10-23 | 1877-10-23 | Mechanischer Kohlenzieher für Lokomotiven |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1265C (de) |
-
1877
- 1877-10-23 DE DE000000001265DA patent/DE1265C/de not_active Expired - Lifetime
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