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DE1265385B - Verfahren zum Anpassen des Innendrucks der zwischen den parallel im Abstand mit an den Raendern umlaufendem Abstandshalter luftdicht gehaltenen Glasscheiben eingeschlossenen, getrockneten Luft von Mehrscheibenisolierglaesern an den Aussendruck, sowie Vorrichtungen zum Durchfuehren des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Anpassen des Innendrucks der zwischen den parallel im Abstand mit an den Raendern umlaufendem Abstandshalter luftdicht gehaltenen Glasscheiben eingeschlossenen, getrockneten Luft von Mehrscheibenisolierglaesern an den Aussendruck, sowie Vorrichtungen zum Durchfuehren des Verfahrens

Info

Publication number
DE1265385B
DE1265385B DEL38881A DEL0038881A DE1265385B DE 1265385 B DE1265385 B DE 1265385B DE L38881 A DEL38881 A DE L38881A DE L0038881 A DEL0038881 A DE L0038881A DE 1265385 B DE1265385 B DE 1265385B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tube
collar
insulating glass
glass
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL38881A
Other languages
English (en)
Inventor
Charles Roy Boicey
Lester Howard Flaherty
William John Hubbard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Libbey Owens Ford Glass Co
Original Assignee
Libbey Owens Ford Glass Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Libbey Owens Ford Glass Co filed Critical Libbey Owens Ford Glass Co
Priority to DEL38881A priority Critical patent/DE1265385B/de
Publication of DE1265385B publication Critical patent/DE1265385B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B3/00Window sashes, door leaves, or like elements for closing wall or like openings; Layout of fixed or moving closures, e.g. windows in wall or like openings; Features of rigidly-mounted outer frames relating to the mounting of wing frames
    • E06B3/66Units comprising two or more parallel glass or like panes permanently secured together
    • E06B3/677Evacuating or filling the gap between the panes ; Equilibration of inside and outside pressure; Preventing condensation in the gap between the panes; Cleaning the gap between the panes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Securing Of Glass Panes Or The Like (AREA)
  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Anpassen des Innendrucks der zwischen den parallel im Abstand mit an den Rändern umlaufendem Abstandshalter luftdicht gehaltenen Glasscheiben eingeschlossenen, getrockneten Luft von Mehrscheibenisoliergläsern an den Außendruck, sowie Vorrichtungen zum Durchführen des Verfahrens Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Anpassen des Innendrucks der zwischen den parallel im Abstand mit an den Rändern umlaufenden Abstandshalter luftdicht gehaltenen Glasscheiben eingeschlossenen, getrockneten Luft von Mehrscheibenisoliergläsern an den Außendruck.
  • Der Zusammenbau von Mehrscheibenisoliergläsem der bezeichneten Art erfolgt üblicherweise bei atmosphärischem Druck an der Herstellungsstätte. Wenn nun diese Mehrscheibenisoliergläser in andere Gegenden mit anderen atmosphärischen Verhältnissen gebracht und eingebaut werden, besteht zwischen dem Luftdruck im Inneren der Scheibe und dem äußeren Luftdruck ein Unterschied, der sich insbesondere dann störend bemerkbar macht, wenn die Mehrscheibenisoliergläser in einer größeren Höhe eingebaut werden. In diesem Fall hat dieser Druckunterschied die Folge, daß sich die Scheiben nach außen wölben, wodurch Spannungen erzeugt werden, durch die die Abdichtung zwischen den Glasscheiben teilweise unterbrochen werden kann, so daß feuchte Luft in das Innere des Mehrscheibenisolierglases eintreten kann. Es ist bereits bekannt, den Druck in den Lufträumen des Mehrscheibenisolierglases dem atmosphärischen Druck an der Verwendungsstelle durch Ausgleichung anzupassen. Dazu wird an der Verwendungsstelle das Mehrscheibenisolierglas entlüftet, wobei feuchte Luft in den Raum zwischen den einzelnen Scheiben eintreten kann, auch wenn die Zeit der Entlüftung und der anschließenden Abdichtung verhältnismäßig kurz ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das die genannten Nachteile vermeidet und es ermöglicht, das Mehrscheibenisolierglas spannungsfrei einer anderen atmosphärischen Umgebung anzupassen, ohne daß die Gefahr des Eintrittes von feuchtigkeitshaltiger Luft in die Scheibenzwischenräume gegeben ist.
  • Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß in den Abstandshalter ein rohrförmiges Element eingesetzt wird, an dessen äußerem Ende ein zur Außenluft offener Trocknungsmittelbehälter angeordnet ist, so daß von Fertigung ab über den Transport des Mehrscheibenisolierglases zur Einbaustelle bis zum Einbau ein Luftdruckausgleich zwischen der Außenluft und der im Hohlraum eingeschlossenen Luft stattfinden kann, und daß vor dem Einbau an Ort und Stelle das rohrförmige Element unter gleichzeitigem Abtrennen des Trocknungsmittelbehälters abgedichtet wird., Dies hat den Vorteil, daß das Mehrscheibenisolierglas von der Herstellungsstätte in beliebige andere, z. B. höher liegende Gegenden transportiert werden kann, ohne daß die bisherigen Nachteile auftreten, da sich selbständig der Luftdruck im Hohlraum zwischen den Glasscheiben dem jeweiligen Druck der Außenluft anpaßt, und durch die erfindungsgemäße Anordnung eines Trocknungsmittelbehälters der Eintritt feuchter Luft zwischen die Glasscheiben verhindert wird. Wenn das Mehrscheibenisolierglas an der Verwendungsstelle angelangt ist, kann auf einfache Weise der Trocknungsmittelbehälter unter gleichzeitigem Abdichten seiner Verbindung zum Scheibenhohlraum entfernt werden, ohne daß die Gefahr des Eintretens der Außenluft in den Hohlraum gegeben ist.
  • Zweckmäßig besteht eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens darin, daß das. rohrförmige Element an seiner Innenseite eine einen Durchtrittskanal bildende Schicht niedrigschmelzenden Lötmittels besitzt, die bei Anwendung von Wärme den Durchtrittskanal durch Schmelzen schließt. Dadurch ist die Verbindung der Außenluft unterbrochen und der nunmehr überflüssige Trocknungsmittelbehälter kann abgetrennt werden.
  • Eine abgewandelte Ausführungsform der Vorrichtung zurr Durchführen des Verfahrens besteht darin, daß das rohrförmige Element eine mit einer Innenschicht aus niedrigschmelzendem Lötmittel versehene Hülse aufweist, an deren einem Ende ein den Abstandshalter durchdringendes Rohr und an deren anderem Ende ein Rohr befestigt ist, das in einen Trocknungsmittelbehälter führt. Beim Erwärmen des Lötmittels in der Hülse schließt sich ebenfalls die Verbindung zur Außenluft.
  • Eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung besteht darin, daß das rohrförmige Element eine Hülse aufweist, die an ihren beiden Enden mit Kragen versehen ist, daß das den Abstandshalter durchdringende Rohr mit seinem anderen Ende an dem einen Kragen befestigt ist, daß das zum Trocknungsmittelbehälter führende Rohr gleitend durch den anderen Kragen geführt ist, wobei sein Ende die Hülse durchgreifend in dem einen Kragen aufgenommen ist, und daß die Hülse einen flüssigen Kunststoff enthält, der das an dem einen Kragen befestigte Rohr nach Herausziehen des gleitend geführten Rohres aus dem Kragen verschließt. Hierbei ist wesentlich, daß das Kunststoffmaterial ein hochviskoses flüssiges Polymer ist.
  • Vorteilhaft kann bei einem Mehrscheibenisolierglas aus wenigstens drei parallel im Abstand nebeneinander angeordneten, zwei Hohlräume zwischen sich einschließenden Glasscheiben mit einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens sein, daß ein die Hohlräume verbindendes Element vorgesehen ist. Hierbei ist wesentlich, daß die mittlere Glasscheibe mit einer in eine Kante eingebrachten Kerbe versehen ist und daß das die Hohlräume verbindende Element ein U-förmiges Rohr ist, dessen Steg in der Kerbe liegt und dessen Schenkel an den beiden Flächen der mittleren Glasscheibe. anliegen. Dadurch ist für zwei Hohlräume nur ein Trocknungsmittelbehälter erforderlich.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtungen dargestellt. Es zeigt F i g. 1 ein Mehrscheibenisolierglas in schaubildlicher Ansicht, F i g. 2 einen senkrechten Schnitt gemäß Linie 2-2 der F i g. 1, F i g. 3 einen senkrechten Schnitt gemäß Linie 3-3 der F i g. 1, F i g. 4 einen vergrößerten Schnitt gemäß Linie 4-4 der F i g. 3, F i g. 5 einen vergrößerten Schnitt gemäß Linie 5-5 der F i g. 2, F i g. 6 einen Trocknungsmittelbehälter in schaubildlicher Ansicht, F i g. 7 ein rohrförmiges Element in einem Längsschnitt, F i g. 8 das rohrförmige Element und den Trocknungsmittelbehälter in einem Längsschnitt, F i g. 9 das abgedichtete rohrförmige Element nach Abtrennen des Trocknungsmittelbehälters in einem teilweisen Schnitt, F i g. 10 die Vorrichtung in einer abgewandelten Ausführungsform in einem teilweisen Schnitt, F i g. 11 einen teilweisen Längsschnitt gemäß F i g. 10, F i g. 12 die abgedichtete Hülse der Vorrichtung nach F i g. 10 in einem Schnitt, F i g. 13 die Vorrichtung in einer weiteren Ausführungsform in einem Schnitt, F i g. 14 die abgedichtete Hülse der Vorrichtung nach F i g. 13 in einem Schnitt.
  • In den F i g: 1 bis 3 ist ein Mehrscheibenisolierglas 20 gezeigt, das aus drei Glasscheiben 21, 22 und 23 besteht, die im Abstand parallel nebeneinander angeordnet sind und luftgefüllte Hohlräume 24 und 25 zwischen sich aufweisen. Die Lufträume werden durch Abstandshalter 26 und 27 abgeschlossen, die vollständig ringsum und innerhalb der Kanten der Glasscheiben 21, 22, 23 verlaufen und mit den einander gegenüberliegenden Flächen der Scheiben unter Zwischenschaltung von Metallüberzügen verbunden sind. In die Hohlräume 24 und 25 ist trockene Luft eingebracht. Zur Vereinfachung dieses Vorgangs sind Mittel vorgesehen, um die Hohlräume 24 und 25 miteinander in Verbindung zu bringen. Dies kann, ohne daß ein Loch oder eine andere Entlüftungsöffnung durch die mittlere Glasscheibe 22 gebohrt werden muß, dadurch geschehen, daß man ein U-förmiges Rohr 31 vorsieht. Wie die F i g. 3 und 4 zeigen, ist eine Kerbe 32 in einer Kante der Glasscheibe 22 vorgesehen. Diese Kerbe 32 hat eine Tiefe, die geringer ist als der Abstand, den die Abstandshalter 26 und 27 von den Kanten der Glasscheibe 22 haben, und kann durch Schleifen hergestellt sein. Das Rohr 31, dessen äußerer Durchmesser etwa 1 mm beträgt, wird dann mit dem Steg 33 in die Kerbe 32 gelegt, während die Schenkel 34 und 35 sich nach innen längs der beiden Flächen der Glasscheibe 22 und über die Breite der metallischen Überzüge 29 des Scheibenrands hinaus erstrecken. Wenn die Abstandshalter 26, 27 mit den metallischen Überzügen 29 auf der Glasscheibe 22 verbunden sind, liegen der Steg 33 und die anschließenden Teile der Schenkel 34 und 35 fest und werden durch die Lötmetallausfüllungen 30 bedeckt.
  • In das fertige Mehrscheibenisolierglas 20 wird die Trocknungs- und Abdichtvorrichtung36 gemäß der Erfindung an einem der Abstandshalter 26 oder 27 angebracht, wie das in den F i g. 4 und 9 dargestellt ist. Die Vorrichtung besteht aus einem rohrförmigen Trocknungsmittelbehälter 37, dessen Durchmesser geringer ist als der Abstand zwischen den Glasscheiben, so daß er in den rings um die Kanten der Einheit verlaufenden Kanal aufgenommen werden kann. Ein rohrförmiges Element 38 ist an dem einen Ende 39 mit einem Ende des Trocknungsmittelbehälters 37 verbunden, während das andere Ende 40 durch einen der Abstandshalter hindurchgeführt wird. Das Ende 40 wird bei 41 mit dem Abstandshalter 27 verlötet" und endet innerhalb des Hohlraumes 25 zwischen den Glasscheiben 22 und 23.
  • Das als Rohr ausgebildete rohrförmige Element 38 besteht aus einem formbaren Werkstoff, wie Kupfer, und hat einen äußeren Durchmesser von etwa 1 mm. Wie F i g. 8 zeigt, wird das Rohr an dem Behälter mit Hilfe eines hochschmelzenden Lötmetalls 42 befestigt. Der Behälter -ist mit einem entsprechenden Trocknungsmittel 43 gefüllt. Das Rohr ist an seinem Innenumfang und nahe dem Ende 39 mit einer verhältnismäßig dünnen Schicht 44 Qder einem Überzug aus Lötmetall versehen. Dies wird dadurch bewerkstelligt, daß eine sehr dünne Stange oder ein Draht 45 durch das Rohr eingeführt wird, wie F i g. 7 zeigt. Das Ende 39 des Rohres wird dann in ein Bad aus geschmolzenem niedrigschmelzendem Lötmittel getaucht, um eine Lötmetallschicht am Innenumfang des Rohres zu erzeugen. Nach Entfernen des Drahts 45 bleibt ein Durchtrittskanal 46 in der Lötmittelschicht.
  • Da die in dem Hohlraum 24,25 zwischen den Glasscheiben 21, 22 und 23 eingeschlossene Luft über das Rohr und den Behälter zunächst mit der Atmosphäre in Verbindung steht, kann während des Transports des Mehrscheibenisolierglases 20 bei Änderungen des atmosphärischen Druckes die dadurch entstehende Druckdifferenz zum Luftraum des Mehrscheibenisolierglases kontinuierlich durch einen Luftstrom durch die Trocknungs- und Abdichtvorrichtung 36 nach innen in die Hohlräume 24 und 25 hinein oder aus ihnen heraus ausgeglichen werden. Die eintretende Luft wird durch das Trocknungsmittel 43 in dem Behälter getrocknet, bevor sie in den Hohlraum 25 eintritt und von dort über das Rohr 31 in den Hohlraum 24 strömt.
  • Zur endgültigen Abdichtung des Mehrscheibenisolierglases 20 am Ort des Einbaus kann die Trocknungs- und Abdichtvorrichtung 36 entfernt werden, ohne daß feuchte Luft in das Glas eintritt und ohne daß es notwendig ist, spezielle Werkzeuge zu verwenden. Dazu werden der Trocknungsmittelbehälter 37 und das Rohr aus ihrer Lage in dem Kanal angehoben. Wenn man eine Streichholzflamme auf das Rohr wirken läßt, fließt der Lötüberzug im Rohr zusammen und erzeugt einen Stopfen 47 in dem Durchtrittskanal 46, wie es F i g. 9 zeigt. Alsdann wird mit einem Messer oder einer Schere das Rohr im Bereich des Stopfens 47 durchgeschnitten und der Behälter von dem Isolierglas entfernt. Die verbleibende Länge des Rohres wird dann bei 48 (F i g. 5 und 9) wieder in den Kanal zurückgebogen, wobei das Ende 40 in dem Abstandshalter 27 und im Hohlraum 25 des Isolierglases verbleibt, aber dauernd gegen den Ein-oder Austritt von Luft geschlossen ist.
  • Das rohrförmige Element 38 kann auch aus anderen Werkstoffen, beispielsweise aus Blei oder aus Kunststoff hergestellt sein, bei denen nach Erwärmen eine Selbstabdichtung erfolgt. Wenn ein Bleirohr verwendet wird, ist ein äußerer Durchmesser von etwa 3,2 mm zweckmäßig. Das Bleirohr wird zum Schließen des Durchtrittskanals nach Flachdrücken des Rohrs an dieser Stelle erhitzt. Bei Verwendung eines Kunststoffrohrs, beispielsweise aus Polyäthylen, kann man das Rohr soweit schmelzen, daß es zu einer zusammenhängenden Masse zusammenfließt.
  • Eine andere Ausführungsform der Trocknungs-und Abdichtvorrichtung ist in den F i g. 10, 11 und 12 gezeigt und mit dem Bezugszeichen 50 versehen. Diese Vorrichtung weist eine rohrförmige Kapsel 51 auf, an deren einem Ende ein Rohr 52 angeschlossen ist, dessen entgegengesetztes Ende durch den Abstandshalter 27 bei 53 eingeführt und mit ihm verlötet ist. Dadurch ist das äußere Ende 54 des Rohres 52 fest in dem Hohlraum 25 zwischen den Glasscheiben 22 und 23 befestigt. Mit dem anderen Ende der Kapsel 51 ist ein Ende eines Rohres 55 verbunden, dessen anderes Ende mit einem rohrförmigen Trocknungsmittelbehälter 56 in Verbindung steht. Beim Einbau der Trocknungs- und Abdichtvorrichtung 50 in das Mehrscheibenisolierglas 20 wird das Ende 57 des Rohres 52 durch ein hochschmelzendes Lötmittel 58 mit einem Ende einer Hülse 59, die das Gehäuse der Kapsel 51 bildet, verbunden. Eine Stange 60 wird dann durch das Rohr 52 und die Kapsel 51 bis in das Ende 61 des Rohres 55 eingeführt. Wenn die Rohrenden 57 und 61 etwas in die Hülse 59 hineinragen, wie F i g. 11 zeigt, und sich die Stange 60 dazwischen erstreckt, werden Hülse 59 und die Rohre in eine senkrechte Stellung gebracht. Ein niedrigschmelzendes Lötmittel 62 wird dann in die Hülse 59 eingegossen, und zwar an ihrem dem Ende 61 des Rohres 55 benachbarten Ende, bis die Hülse 59 im wesentlichen vollständig gefüllt und das Ende 61 des Rohres 55 davon bedeckt ist. Das Rohr 55 wird dann mit dem benachbarten Ende der Hülse 59 durch ein hochschmelzendes Lötmittel 63 verbunden.
  • Beim Herausziehen der Stange 60 aus den Rohren 52 und 55 verbleibt ein offener Durchtrittskanal 64 in der Lötmittelmasse zwischen den Enden 57 und 61 der Rohre. Dieser Durchtrittskanal 64 wird durch Erwärmen der Kapsel 51 geschlossen, wobei das niedrigschmelzende Lötmittel 62 in der Kapsel 51 zusammenfließt und einen Stopfen 65 zwischen den beiden Enden der Rohre 52 und 55 bildet, wie F i g. 12 zeigt. Der Trocknungsmittelbehälter 56 wird dann von der Einheit entfernt, indem das Rohr 55 an einem Punkt nahe der Kapsel 51 abgeschnitten wird.
  • Während bei den Trocknungs- und Abdichtvorrichtungen 36 und 50 ein Durchtrittskanal 46, 64 vorgesehen ist, der durch Anwendung von Wärme geschlossen werden kann, bevor der Trocknungsmittelbehälter 37, 56 von dem Isolierglas entfernt wird, umfaßt die vorliegende Erfindung auch Trocknungs- und Abdichtvorrichtungen 70, die ohne Anwendung von Wärme hermetisch abgedichtet werden können, wie das beispielsweise in den F i g. 13 und 14 veranschaulicht ist.
  • Bei der Trocknungs- und Abdichtvorrichtung 70 ist ein Kragen 74 über das Ende 75 des Rohres 72 geschoben. Der Kragen 74 und das Ende 75 des Rohres 72 sind durch ein hochschmelzendes Lötmetall an einem Ende einer Hülse 76 befestigt, die das Gehäuse der Kapsel 71 bildet. Wie F i g. 13 zeigt, erstreckt sich der Kragen 74 über das innere Ende 75 des Rohres 72 hinaus, um eine Kammer 78 zu bilden. Das Rohr 73 wird, etwas abgesetzt von seinem Ende 80, mit einem ähnlichen Kragen 79 versehen, während das andere Ende des Rohres 73 mit dem Trocknungsmittelbehälter 69 verbunden ist.
  • Eine Stange 81, die durch die gestrichelten Linien in der F i g. 13 angedeutet ist, wird durch das Rohr 72 eingeführt und in das Rohr 73 geschoben, um das Ende 80 des Rohres 73 direkt in die Kammer 78 zu führen und dort zu halten. Die Hülse 76 wird nunmehr vertikal gehalten und vollständig mit einem selbstdichtenden Kunststoff 83 gefüllt. Beispielsweise kann es sich hierbei um ein flüssiges Polyisobutylenpolymer handeln, das eine so hohe Viskosität besitzt, daß es noch schnell fließt. Dieser Kunststoff 83 bedeckt beim Einfüllen in die Hülse 76 den Kragen 74 und die äußere Fläche des Rohres 73. Anschließend wird eine Dichtungsschicht 84, beispielsweise aus Baumvolle, auf die Oberfläche des Kunststoffs 83 gelegt und der Kragen 79 längs des Rohres 73 damit in Eingriff gebracht. Durch ein Lötmetall 85 wird dann das Ende der Hülse 76 verschlossen. Wenn nun die Stange 81 entfernt wird, ist das Rohr 73 im wesentlichen in dem Kragen 79 frei gleitbar, jedoch durch den Kunststoff 83 soweit haftend gehalten, daß ein unbeabsichtigtes Herausziehen des Endes 80 aus der Kammer 78 ausgeschlossen ist.
  • Zum Schließen des Durchtrittskanals 82 wird das Rohr 73 mit dem zugehörigen Trocknungsmittelbehälter 69 langsam aus der Kapsel 71 durch den Kragen 79 herausgezogen, worauf der Kunststoff 83 zusammenfließt, wie F i g. 13 zeigt und einen Stopfen 86 bildet.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Anpassen des Innendrucks der zwischen den parallel im Abstand mit an den Rändern umlaufendem Abstandshalter luftdicht gehaltenen Glasscheiben eingeschlossenen, getrockneten Luft von Mehrscheibenisoliergläsern an den Außendruck, dadurch gekennz e i c h n e t, daß in den Abstandshalter (27) ein rohrförmiges Element (38) eingesetzt wird, an dessen äußerem Ende (39) ein zur Außenluft offener Trocknungsmittelbehälter (37) angeordnet ist, so daß von der Fertigung ab über den Transport des Mehrscheibenisolierglases (20) zur Einbaustelle bis zum Einbau ein Luftdruckausgleich zwischen der Außenluft und der im Hohlraum (25) eingeschlossenen Luft stattfinden kann, und daß vor dem Einbau an Ort und Stelle das rohrförmige Element (38) unter gleichzeitigem Abtrennen des Trocknungsmittelbehälters (37) abgedichtet wird.
  2. 2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das rohrförmige Element (38) an seiner Innenseite eine einen Durchtrittskanal (46) bildende Schicht (44) niedrigschmelzenden Lötmittels besitzt, die bei Anwendung von Wärme den Durchtrittskanal (46) durch Schmelzen verschließt.
  3. 3. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß das rohrförmige Element eine mit einer Innenschicht aus niedrigschmelzendem Lötmittel (62) versehene Hülse (59) aufweist, an deren einem Ende ein den Abstandshalter (27) durchdringendes Rohr (52) und an deren anderem Ende ein Rohr (55) befestigt ist, das in einen Trocldxungsmittelbehälter (56) führt.
  4. 4. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das rohrförmige Element eine Hülse (76) aufweist, die an ihren beiden Enden mit Kragen (74, 79) versehen ist, daß das den Abstandshalter (27) durchdringende Rohr (72) mit seinem anderen Ende (75) an dem einen Kragen (74) befestigt ist, daß das zum Trocknungsmittelbehälter (69) führende Rohr (73) gleitend durch den anderen Kragen (79) geführt ist, wobei sein Ende (80) die Hülse (76) durchgreifend in dem einen Kragen (74) aufgenommen ist, und daß die Hülse (76). einen flüssigen Kunststoff (83) enthält, der das an dem einen Kragen (74) befestigte Rohr (72) nach Herausziehen des gleitend geführten Rohres (73) aus dem Kragen (79) verschließt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff ein hochviskoses flüssiges Polymer ist.
  6. 6. Mehrscheibenisolierglas aus wenigstens drei parallel im Abstand nebeneinander angeordneten, zwei Hohlräume zwischen sich einschließenden Glasscheiben mit einer der Vorrichtungen nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Hohlräume (24, 25) verbindendes Element vorgesehen ist.
  7. 7. Mehrscheibenisolierglas nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Glasscheibe (22) mit einer in eine Kante eingebrachten Kerbe (32) versehen ist, und daß das die Hohlräume (24, 25) verbindende Element ein U-förmiges Rohr (31) ist, dessen Steg (33) in der Kerbe (32) liegt und dessen Schenkel (34, 35) an den beiden Flächen der mittleren Glasscheibe (22) anliegen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr.10719(i?,11f11733; deutsches Gebrauchsmuster Nr.1765 34.9.
DEL38881A 1961-04-19 1961-04-19 Verfahren zum Anpassen des Innendrucks der zwischen den parallel im Abstand mit an den Raendern umlaufendem Abstandshalter luftdicht gehaltenen Glasscheiben eingeschlossenen, getrockneten Luft von Mehrscheibenisolierglaesern an den Aussendruck, sowie Vorrichtungen zum Durchfuehren des Verfahrens Pending DE1265385B (de)

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