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DE2229523A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Ein stellen des Innendruckes in einer Doppel oder Mehrfachtafelemheit - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Ein stellen des Innendruckes in einer Doppel oder Mehrfachtafelemheit

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Publication number
DE2229523A1
DE2229523A1 DE19722229523 DE2229523A DE2229523A1 DE 2229523 A1 DE2229523 A1 DE 2229523A1 DE 19722229523 DE19722229523 DE 19722229523 DE 2229523 A DE2229523 A DE 2229523A DE 2229523 A1 DE2229523 A1 DE 2229523A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
unit
units
disc
pressure
force
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19722229523
Other languages
English (en)
Other versions
DE2229523B2 (de
Inventor
Jacob Wielockx Hugo Guido Baien Neet Geuens Gaston Hugo Mol Zwart (Belgien) A45d 1 02
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AGC Glass Europe SA
Original Assignee
Glaverbel Belgium SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Glaverbel Belgium SA filed Critical Glaverbel Belgium SA
Publication of DE2229523A1 publication Critical patent/DE2229523A1/de
Publication of DE2229523B2 publication Critical patent/DE2229523B2/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B3/00Window sashes, door leaves, or like elements for closing wall or like openings; Layout of fixed or moving closures, e.g. windows in wall or like openings; Features of rigidly-mounted outer frames relating to the mounting of wing frames
    • E06B3/66Units comprising two or more parallel glass or like panes permanently secured together
    • E06B3/677Evacuating or filling the gap between the panes ; Equilibration of inside and outside pressure; Preventing condensation in the gap between the panes; Cleaning the gap between the panes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)
  • Securing Of Glass Panes Or The Like (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

TH
ΟΛ. ϊλΑΝΠΓΖ · DR. DEUFElä. 1-i^oi.^w.AlD . DIPL-(NQ. Gft "
8 MÜNCHEN 22, ROüERT-KOCH-STR. 1 TELEFON 225110
1 6. Juni 1972
GLAVEEBEL
Chaussee de la Hulpe, 166, Watermael-Boitsfort,
Belgien
Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Innendruckes in einer Doppel- oder Mehrfachtafeleinheit
Beanspruchte Priorität: Luxemburg vom 18. Juni
63 369
Die Erfindung betrifft ein Verfahren"und eine Vorrichtung zum Einstellen des Innendruckes in einer Doppel- oder Mehrfachtafeleinheit, welche wenigstens zwei voneinander getrennt angeordnete Scheiben, wobei jede aus Glas, Kunststoff oder vitrokristallinem Material besteht, und Mittel zum Abdichten umfaßt, welche den Zwischenraum oder die Zwischenräume zwischen solchen Scheiben einschließen. Die Erfindung betrifft ferner mit Hilfe des Verfahrens oder der Vorrichtung eingestellte bzw. konditionierte Einheiten.
209852/084
Tafcleinheiten, welche wenigstens zwei voneinander? cetro:int abgeordnete Glasscheiben umfassen, werden z.B. für Verglacur^czwecke angewandt. Bei der Herstellung solcher VerglasuE£seinheitea muß der taupunkt des Gases, welches in dem Zwischenraum innerhalb der Einheit eingeschlossen ist, tief genug gehalten werden, um irgendeine spätere Kondensation auf den inneren Oberflächen der Scheiben der Tafel zu vermeiden.
Es werden bereits zwei unterschiedliche Arbeitsweisen angewandt, um den Taupunkt des Gases niedrig zu halten. Die erste besteht darin, zwei löcher durch die Abdichtungsmittel herausteilen und ein wasserfreies Gas in die Einheit durch eines der Löcher einzuleiten, während das Gas aus der Einheit durch das andere Loch ausgetrieben v/erden kann. Venn der oder die Zwischenräume innerhalb der Einheit vollständig mit dem wasserfreien Gas gefüllt ist/sind, werden die Löcher verschlossen, wodurch letztlich wasserfreies Gas innerhalb der Einheit eingeschlossen wird.
Die zweite Arbeitsweise besteht darin, eine gewisse Her.je eines E:rüvjässerungßmittels in die Einheit, bevor der Innenraum oder die Ianenräume hermetisch abgeschlossen wird/uerdea, einzuführen, um den Taupunkt des Gases innerhalb der Einheit auf einem ausreichend niedrigen Wert zu halten, um irgendeine spätere Kondensation unter den Temperaturbedingungen, denen die Einheit wahrscheinlich ausgesetzt werden wird, zu vermeiden.
Diese Arbeitsweisen sind zufriedenstellend, falls die Verglasungseinheiten an einem Ort installiert werden sollen, v/o der Umgebungsdruck und die Umgebungstemperatur mit denjenigen, an denen die Einheiten hergestellt werden, vergleichbar sind« Palis die Einheiten jedoch an einem Ort installiert werden, an welchem der Druck oder die Temperatur wesentlich verschieden von dem Druck oder der Temperatur des Herstellungsortes
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sind, werden .die Scheiben der Verglasungseinheit gekrümmt. V/cnn z.B, der Installationsort sich auf einer wesentlich größeren Höhe befindet, werden die äußeren Oberflächen der ■ Verglasungseinheit konvex. Palis der Installationsort sich auf einer wesentlich tieferen Höhe als der Herstellungsort befindet, werden die äußeren Oberflächen konkav. Diese Erümnung der Scheiben ist aus wenigstens zwei Gründen nicht erwünscht, wobei der erste die hieraus folgende Verminderung der mechanischen Festigkeit der Einheit ist. In extremen fällen können die Scheiben der Einheit sogar brechen, bevor die Einheit den Ort erreicht, an welchem sie installiert werden soll. Der zweite Grund ist ein ästhetischer; ganz allgemein weigern sich Architekten, Verglasungseinheiten mit . gekrümmten Scheiben zu verwenden, da ihre Oberflächen das Licht in nicht erwünschter Weise reflektieren.
Ein weiteres Beispiel, bei welchem die zuvor genannten Probleme auftreten, ist die Konstruktion von hohlen Tafeln, welche in Kühlkammern, z.B. als Sichtscheiben hierfür, installiert werden sollen.
Bislang wurden verschiedene Wege vorgeschlagen, um das Gekrümmtwerden der Scheiben von Doppel- oder Mehrfachverglasungseinheiten zu verhindern, wenn sie an einen Ort mit unterschiedlicher Höhe im Vergleich zu dem Hersteilungsort gebracht wurden.
Beispielsweise wurde vorgeschlagen, die Einheiten während der Herstellung mit einem "Atemgerät" zu versehen. Dieses . "Atemgerät" kann einen Zylinder umfassen, welcher ein Entwässerungsmaterial enthält und einerseits mit dem Inneren der Einheit über ein kleines, an den Dichtungseinrichtungen befestigtes Rohr und andererseits mit der üblichen, gasförmigen Umgebung, in welcher die Einheit"hergestellt wird, in Verbindung steht. Während des (Transportes der Ver-
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glasungseinheit auf eine größere Höhe tritt ein IDeil des anfänglich innerhalb der Einheit eingeschlossenen Gases über das Atemgerät unter der Druckdifferenz in die Atmosphäre über. Während des Transports der Einheit zu einem Ort mit niedrigerer Höhe als der Herstellungsort, tritt Gas ir. das Innere der Einheit aus der Umgebung über das Atemgerät, welches das Gas entwässert. Wenn die Einheit ihren Bestimmungsort erreicht, wird das Atemgerät entfernt und das Loch in der Dichtungseinrichtung verschlossen.
Auf diese Weise hergestellte Einheiten sind wegen der Notwendigkeit der Anbringung des Atemgerätes und der zusätzlichen, am Ort erforderlichen Arbeit zur Entfernung des Atemgerätes und des erneuten Verschließens der Einheit teuer, wobei dieser Vorgang überdies kritisch ist, da Gas nicht in die Einheit eintreten oder aus der Einheit austreten darf.
!Ferner wurde vorgeschlagen, die Doppel- oder Mehrfachverglasungseinheiten in einer Kammer zusammenzubauen, in welcher ein unteratmosphäriseher Druck aufrechterhalten wird, der mit dem atmosphärischen Druck vergleichbar ist, welcher an dem beabsichtigten Installationsort der Einheiten vorherrscht. Die Abdichtungseinrichtungen der "Verglasungseinheiten sind, während sich die Einheiten in der Vakuumkammer befinden, durchlöchert, um die Drücke in der Kammer und in_ den Einheiten aneinander anzugleichen, danach werden die Einheiten erneut verschlossen, während sie sich noch in der Kammer befinden. Wenn die Einheiten aus der Kammer entnommen werden, sind die gegenüberliegenden-Flächen der Einheit konkav, jedoch werden diese Flächen wieder in einen flachen Zustand überführt, wenn die Einheiten zu dem beabsichtigten Installationsort transportiert werden.
OWCUNAL
209857/08AA
Die Notwendigkeit, die Einheiten innerhalb einer Vakuumkammer zu konditionieren bzw. den Druck einzustellen, ist ein Nachteil, und das erneute Abdichten der Einheiten, während sie in der Kammer sind, ist kein einfacher oder bequemer Vorgang.
Gemäß einem weiteren, vorbekannten Vorschlag werden die inneren Zwischenräume der Verglasungseinheiten mit einer Vakuumkammer verbunden, in welcher ein unteratmosphärischer Druck herrscht, der schwach geringer als der atmosphärische Druck an dem beabsichtigten Installationsort ist. Der in der Kammer vorherrschende, niedrigere Druck zieht Gas aus den Einheiten ab und sie müssen erneut abgedichtet werden, ohne daß der Druck innerhalb der Einheiten ansteigen darf, auch dieser Vorgang ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden.
Keine der vorbekannten Arbeitsweisen liefert eine· zufriedenstellende Lösung der Aufgabe der Einstellung bzw. Konditionierung der Drücke innerhalb von Doppel- oder Mehrfachverglasungseinheiten, insbesondere im Verlauf einer Massenherstellung.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, welche die Einstellung bzw. Konditionierung der Drücke in Doppel- oder Mehrfachtafeleinheiten in relativ einfacher Weise ermöglichen und welche zumindest die Mehrzahl der Nachteile der zuvor beschriebenen, vorbekannten Arbeitsweisen, welche auf Verglasungseinheiten angewandt wurden, vermeiden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe, nämlich der Einstellung des Innendruckes in einer Poppeloder Mehrfachtafeleinheit, welche wenigstens zwei voneinander getrennt angeordnete Scheiben, wobei jede aus Glas, Kunststoffen oder vitrokristallinem Material besteht, und Abdichtungseinrichtungen umfaßt, welche den Innenraum oder
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die Innenräume zwischen diesen Scheiben einschließen, zeichnet sich dadurch aus, daß zeitweise auf mindestens eine der Scheiben mittels mechanischer, im Zontakt mit einer Fläche einer solchen Scheibe befindlicher
Einrichtungen unter Verminderung oder Vergrößerung des Volumens von wenigstens einem der Innenräume eine Biegekraft angelegt wird und daß während der Zeitspanne, während welcher diese Scheibe elastisch gebogen gehalten wird, wenigstens einer der Innenräume mit einem gasförmigen Medium, welches sich außerhalb der Einheit befindet und dessen Druck- und Temperaturbedingungen derart sind, daß gasförmiges Medium den verkleinerten Zwischenraum verläßt oder in den vergrößerten Zwischenraum eintritt, unter Einstellung des Druckes hierin auf einen geforderten Wert in Verbindung gebracht wird, wobei das Inverbindungbringen vor oder während der Ausübung der Biegebeanspruchung durchgeführt und abgeschlossen wird, bevor die Scheibe von der Beanspruchung befreit wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, den Innendruck in dem Innenzwischenraum oder in wenigstens einem InnenzwJajhenraum in einer Doppel- oder Mehrfachtafeleinheit in relativ einfacher Weise einzustellen. Die Einfachheit, mit welcher das Einstellen durchgeführt werden kann, beruht großenteils auf der Tatsache, daß der innerhalb der Einheit nach dem Einstellen vorherrschende Druck wenigstens teilweise durch die auf die Scheibe oder die Scheiben der Einheit angelegten, äußeren Kräfte bestimmt wird. Diese Kräfte bewirken eine Krümmung bzw. Biegung einer Scheibe oder der Scheiben der Einheit, so daß das Volumen des Innenzwischenraumes oder der Innenzwischenräüme verändert wird, und die Biegekräfte bzw. Biegebeanspruchungen Y:5ren in ihrer Wirkung erst dann auf, wenn die Scheibe erneut verschlossen bzw. versiegelt worden ist.
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Es sei darauf hingewiesen, daß die auf eine Scheibe angelegte Biegekraft während des Einstellungsarbeitsganges nicht konstant sein muß. Beispielsweise kann die Verbindung zwischen dem Inneren der Einheit und dem äußeren Medium hergestellt werden, während die Biegekräfte sich auf ihren maximalen Wert aufbauen, und/oder die Biegekräfte können beginnen entspannt zu werden, bevor die Einheit erneut abgedichtet wird, vorausgesetzt, daß das erneute Abdichten der Einheit abgeschlossen ist, bevor die Entspannung der Biegekräfte vollständig ist.
Es ist selbstverständlich, daß das Einstellen bzw. Konditionieren, falls die Einheit in einer wesentlich größeren Höhe als derjenigen des Ortes, an welchem die Einheit eingestellt wird, installiert werden soll, so durchgeführt wird, daß der Innendruck in der Einheit herabgesetzt wird, während der Druck innerhalb der Einheit erhöht wird, falls diese in einer wesentlich niedrigeren Höhe als derjenigen des Ortes, an welchem das Einstellen durchgeführt wird, installiert werden soll. In jedem Falle kann-das äußere Medium, mit welchem sich das Innere der Einheit während des Einstellvorganges in Verbindung befindet, auf dem vorherrschenden, atmosphärischen Druck befinden. Gegebenenfalls kann ein solches äußeres Medium erhitzt oder abgekühlt werden, so daß seine Temperatur an der Erzeugung des endgültigen Innendruckes in der Einheit teilnimmt, da das Gas innerhalb der Einheit auf die Umgebungstemperatur abgekühlt oder erwärmt wird, nachdem die Einheit verschlossen worden ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß es auch möglich ist, daß das äußere Medium, mit welchem das Innere der Einheit während des Einstellvorganges in Verbindung steht, auf einem Druck ist, welcher höher oder niedriger als der vorherrschende Umgebungsdruck ist, um die Erzeugung des geforderten, endgültigen Druckes innerhalb der konditionierten Einheit zu unterstützen, in diesen Fällen kann sich das äußere
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Medium auf einer von der Umgebungstemperatur verschiedenen Temperatur befinden, dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.
Der endgültige Druck innerhalb der eingestellten Einheit kann geregelt werden, so daß die äußeren Flächen der Einheit bei der Installation bzw. dem Einbau in einer vorbestimmten Höhe oder unter vorbestimmten Druck- oder Temperaturbedingungen der Atmosphäre in einem flachen Zustand wieder hergestellt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren erfordert keine Bereitstellung einer großen Vakuumkammer, um die Einheiten während des Einstellens unterzubringen.
In gewissen Fällen ist die Stufe der Bereitstellung eines äußeren Mediums auf einem Druck, welcher höher oder niedriger als der Umgebungsdruck ist, gerechtfertigt, z.B. falls das Ausmaß der Biegung der Scheibe oder der Scheiben, welches sonst zur Erzeugung des geforderten Innendruekes notwendig wäre, die Scheibe oder die Scheiben beschädigen oder zerbrechen könnte. In solchen Fällen besitzt die Ausübung der äußeren Biegebeanspruchungen dennoch einen großen Wert, da solche Beanspruchungen bzw. Kräfte es ermöglichen, daß der Druck des äußeren Mediums weit näher bei dem vorherrschenden atmosphärischen Druck liegt, als dies bei Fehlen solcher äußeren Kräfte bzw. Beanspruchungen erforderlich wäre. Indem so der Druck des äußeren Mediums näher bei dem vorherrschenden Umgebungsdruck gehalten wird, wird die Aufgabe des Wiederabdichtens der Einheit,ohne Gas in die Einheit eintreten oder aus ihr entweichen zu lassen, vereinfacht.
Von besonderer Wichtigkeit sind Ausführungsformen der Erfindung, bei welchen die Einheit eine Doppeltafeleinheit ist. Eine Doppeltafeleinheit kann leichter eingestellt wer-
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den als eine Einheit, welche drei oder mehr voneinander, entfernt angeordnete Scheiben umfaßt.
Vorzugswelse wird die Biegekraft auf wenigstens eine Scheibenfläche, die eine äußere Fläche der Einheit bildet, ausgeübt. Das Verfahren ist in solchen !Fällen besonders einfach durchzuführen. Die Erfindung umfaßt gedoch auch das Einstellen des Druckes z.B. in einem Innenraum einer Einheit, welche drei oder mehr voneinander getrennt angeordnete Scheiben umfaßt, durch Ausüben des Biegedruckes auf wenigstens eine, diesen Zwischenraum begrenzende Innenscheibe mittels einer mechanischen Einrichtung, die zwischen dieser Scheibe und einer anderen Scheibe der Einheit eingesetzt ist. In einem solchen Fall kann die öffnung t durch welcher der mechanischen Einrichtung der Zutritt zu. dem Inneren der Einheit ermöglicht wird, abgedichtet werden, nachdem die Biegekraft weggenommen und die mechanische Einrichtung herausgenommen worden Ist.-
Bei den hauptsächlichen Anwendungen wird/werden die Biegekraft oder die Biegekräfte auf eine Scheibe oder·auf Scheiben angelegt, so daß das Yolumen wenigstens eines Innenraumes der Einheit verkleinert wird. Das Verfahren wird in dieser Weise in den Fällen durchgeführt, in welchen die Einheit bei Ihrer Verwendung geringeren TTmgebungsdrucken als dem Umgebungsdruck, bei welchem das Einstellverfahren durchgeführt wird, ausgesetzt werden wird. In solchen Fällen kann das Verfahren sehr einfach durchgeführt werden, da die Scheibe oder die Scheiben, welche zu biegen ist oder sind,, lediglich einem äußeren Druck durch mechanische Einrichtungen·ausgesetzt werden muß bzw. müssen, d-er gegen die freiliegende Fläche oder die freiliegenden Flächen der Scheibe oder der Scheiben angelegt wird. Wenn die Erfindung in dieser Weise ausgeübt wird, wird Gas aus dem Innenraum oder den Innenräumen während der Einstellbehandlung ausgetrieben* so daß für umgebendes, nicht entwässertes Gas keine neigung besteht, in das Innere der Einheit eingesaugt:zu werden.
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Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden die freiliegenden Scheibenflächen der Einheit gleichzeitig gleich starken und gegeneinander gerichteten Kräften ausgesetzt, wodurch das Volumen wenigstens eines Innenraumes vermindert wird. Diese Arbeitsweise ist besonders einfach, da es lediglich erforderlich ist, die Einheit einem Klemmdruck zwischen gegenüberliegend angeordneten, mechanischen Teilen auszusetzen.
Obwohl die Erfindung für das Einstellen von Tafeleinheiten verschiedener Bauarten angewandt werden kann, wird es -jedoch vorgezogen, das Verfahren auf Einheiten anzuwenden, in welchen die Abdichtmittel wenigstens ein Metallband oder einen Metallstreifen umfassen, der mit den metallisierten Rändern der Scheiben verschweißt oder hieran angelötet ist. Die Abdichtmittel können beispielsweise die Form eines Bandes aus Bleilegierung haben. Der Vorteil der -Verwendung einer Einheit dieser Art besteht darin-, daß die-Dichtheit der Abdichtung der Einheit durch die wesentlichen, auf eine Scheibe oder auf die Scheiben der Einheit ausgeübten Biege— kräfte nicht sehr wahrscheinlich beeinträchtigt wird, δέ. sie, falls das Metallband ziemlich duktil ist, wie es ein Band aus Bleilegierung ist, unter den angelegten Kräften nachgeben kann, so daß diese nicht vollständig durch die Verbindungen Scheibe/ Band abgefangen werden.
Bei bevorzugten-Ausführungsformen der Erfindung wird die Verbindung mit gasförmigem Medium außerhalb der Einheit durch Durchlöchern der Abdichtmittel hergestellt. Beispielsweise kann/können ein Loch oder Löcher in die Abdichtmittel bzw. Dichtungseinrichtung gebohrt werden, um eine solche Verbindung herzustellen. In jedem Fall kann der Vorgang der Durchlöcherung sehr leicht mittels eines einfachen Werkzeuges durchgeführt werden.
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Bei der Aufhebung einer solchen Verbindung wird/werden das/ die Loch/Löcher, welche in die Dichteinrichtung gebohrt wurden, vorzugsweise durch Auftragen eines geschmolzenen Materials und dessen Verfestigung verschlossen. Diese-Arbeitsweise der erneuten Abdichtung der Einheit ist sehr einfach und erfordert z.B. bei Verwendung eines Metalls als Dichtmaterial lediglich einen Lötkolben und eine kleine Menge Lot. Natürlich besitzt die bei dem Vorgang-der erneuten - - Abdichtung verwendete Dichtsubstanz einen niedrigeren Schmelzpunkt als die Bleilegierung oder ein sonstiges- Dichtband.
Bei bestimmten Ausführungsformen der Erfindung erfolgt die Druckeinstellung, während die Tafeleinheit mit Hilf& einer Fördereinrichtung transportiert wird. Beim-Arbeiten in dieser Weise ist es möglich, daß Doppel- oder-Mehrfachtafeleinheiten kontinuierlich in einer Anlage für die Massenproduktion· unter erheblichen Vorteilen im Hinblick auf die Einsparung der Handhabungskosten eingestellt werden. Das Einstellen der Einheit auf dem Förderer kann vollständig automatisch durchgeführt, werden.
Bei bestimmten Ausführungsformen der Erfindung wird das zuvor beschriebene, erfindungsgemäße Verfahren für die gleichzeitige Einstellung von zwei oder mehr Doppel- oder Mehrfachtafeleinheiten angewandt, wobei die Einheiten so zusammengebaut sind, daß wenigstens eine Scheibe· einer jeden Einheit unter der angelegten, die Scheibe biegenden Kraft gebogen wird. Das Einstellen von Einheiten kann auf diese Weise sehr rasch vor sich gehen.
Die Erfindung ist bei der Einstellung von Tafeleinheiten von besonderer Bedeutung, bei welchen die Tafelscheiben aus Glas hergestellt sind.
Ferner ist die Erfindung bei der Einstellung von Tafeleinheiten von Wichtigkeit, in denen die Scheiben aus Glas,
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vitrokristallinem Glas oder Kunststoffen lichtdurchlässig sind, d.h. transparent oder durchscheinend, sowie bei der Einstellung anderer Verglasungseinheiten, z.B. von Einheiten, welche Scheiben aus opaken Glas oder beispielsweise mittels eines opaken Überzuges opak gemachten Glas umfassen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß die Erfindung nicht auf das Einstellen von I'afeleinheiten beschränkt ist, welche Verglasungseinheiten sind oder als solche verwendet werden können, sondern daß sie auch bei dem Einstellen anderer Tafeleinheiten angewandt werden kann, z.B. von Einheiten, in denen der Innenraum oder die Innenräume teilweise oder vollständig mit festem Material für die thermische Isolierung oder für andere" Zwecke gefüllt ist/sind.
Die Scheiben der Tafeleinheit müssen nicht dieselbe Zusammensetzung haben. Beispielsweise kann die Tafel eine Glasscheibe und eine Kunststoffscheibe umfassen.
Die Erfindung umfaßt ferner eine Vorrichtung für die Anwendung beim Einstellen des Innendruckes in einer Doppel- oder Mehrfachtafeleinheit, welche wenigstens zwei voneinander getrennt angeordnete Scheiben, wobei jede aus Glas, Kunststoffen oder vitrokristallinem Material besteht, und Abdichteinrichtungen umfaßt, welche den Zwischenraum oder Zwischenräume zwischen solchen Scheiben einschließen, wobei sich die Vorrichtung dadurch auszeichnet, daß sie Einrichtungen zum Ausüben einer Biegekraft auf wenigstens eine der Stfheiben der Einheit über mechanische Einrichtungen in Kontakt mit einer Fläche einer solchen Scheibe umfaßt.
Vorzugsweise umfaßt die Einrichtung für das Anlegen der Kraft wenigstens ein für eine Verschiebung von einer Fläche einer solchen Scheibe weg oder für eine Verschiebung auf eine fläche einer solchen Scheibe zu eingerichtetes Teil. Diese die Kraft ausübende Einrichtung kann z.B. ein Paar von Klemmteilen umfassen, welche verschiebbar in Richtung gegen die äußeren Flächen einer hier zwischen angeordneten Tafeleinheit sind.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt zahlreiche Vorteile. Insbesondere ermöglicht die Vorrichtung das Einstellen von Tafeleinheiten ohne Verwendung einer Vakuumkammer zur Aufnahme der Einheiten während der Einstellbehandlung.
Vorzugsweise umfaßt die die Kraft ausübende Einrichtung wenigstens ein im wesentlichen elastisch deformierbares Teil für den Jtontakt mit einer der Scheibenflächen. Die Bereitstellung eines solchen Teiles unterstützt die Verhinderung· einer Beschädigung
der hiermit in Kontakt gebrachten Scheibenfläche und die Sicherstelluug einer befriedigenden Verteilung der Biegekraft.
Vorteilhafterweise ist die die Kraft ausübende Einrichtung mit einer Einrichtung zur Messung oder Anzeige des Grades der durch die angelegte Kraft bewirkten Scheibendurchbiegung bzw. Scheibenkrümmung verbunden. Eine solche Einrichtung ermöglicht die einfachere Kontrolle bzw. Steuerung der Einstellbehandlung. Beir spielsweise kann ein Meßinstrument verwendet werden, welche« in Werten der Höhe geeicht ist, so daß das Instrument bei einem richtigen Ausmaß der Biegung eine mit der Höhe des beabsichtigten Installationsortes der Einheit entsprechende Höhe anzeigt.
Bei bestimmten Vorrichtungen gemäß der Erfindung umfaßt die die Kraft ausübende Einrichtung wenigstens ein elastisch deformierbares, aufblasbares Teil für den Kontakt und die übertragung der Biegekraft auf diese Scheibe. Ein solches· Teil ermöglicht die Erzielung einer sehr guten Verteilung der angelegten Kraft. Vorzugsweise ist eine Einrichtung zur Einstellung des Aufblasdruckes, in diesem Teil'vorgesehen.
Bei einigen Ausführungsformen der Erfindung umfaßt die die Kraft ausübende Einrichtung wenigstens ein Teil für den Kontakt und die Übertragung der Biegekraft auf diese Scheibe, wobei ein solches Teil in Form eines Saugers vorliegt, wel-
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eher mit Einrichtungen zur Aufrechterhaltung eines reduzierten Druckes oder eines Vakuums hierin verbunden ist, und es zur Bewirkung einer nach außen gerichteten Krümmung einer solchen Scheibe "verschiebbar ist. "Eine solche Vorrichtung ist bei der Einstellung von Einheiten nützlich, welche in einer geringeren Höhe als derjenigen des Ortes, an welchem die Einheiten eingestellt werden, benutzt werden sollen.
Die Erfindung umfaßt ferner eine Vorrichtung, in welcher die die Kraft ausübende Einrichtung eine Spindel mit Schraubengewinden entgegengesetzter Richtung umfaßt, welche mit Bauteilen, mit welchen Knebelglieder verbunden sind, einen Schraubeneingriff herstellen, so daß Teile dieser Glieder sich radial nach außen von der Achse einer solchen Spindel weg oder radial nach innen auf die Achse einer solchen Spindel zu bewegen, je nach der Richtung, in welcher diese gedreht wird, wobei die Knebelglieder oder ein hiervon getragenes Teil oder hiervon getragene Teile für den Kontakt mit einer angrenzenden Scheibe oder mit angrenzenden Scheiben für die Übertragung von Biegekräften hierauf eingerichtet sind. Diese Art von Mechanismus erlaüt die Ausübung von Biegekräften, die sehr gut geregelt werden können. Ein Meßinstrument kann mit dem Mechanismus zur Messung und Aufzeichnung des Ausmaßes der einer Scheibe oder Scheiben erteilten Krümmung verbunden werden. Die Größe der Biegekraft oder der Biegekräfte hängt von dem Maß der Drehung der Spindel ab.
Die Bauteile, welche einen Schraubengewindeeingriff mit der Spindel haben,können mittels Knebelgliedern auf jeder Seite der Spindel verbunden sein, so daß Biegekräfte gleichzeitig auf auf gegenüberliegenden Seiten des Mechanismus angeordneten und zu verschiedenen Tafeleinheiten gehörenden Scheiben übertragen werden können.
Die Knebelglieder können ein Druckteil oder Druckteile für die Ausübung des Druckes auf eine Scheibe oder auf Scheiben
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tragen, oder diese Knebelglieder' können, einen Sauger öder mehrere Sauger tragen, wodurch einer Scheibe oder Scheiben eine nach außen konvexe Erümmung erteilt werden kann, so daß das Innenvolumen der oder jeder Einheit vergrößert wird»
!Falls der Mechanismus in doppelter Richtung in dem Sinne wirkt, daß er gegenüberliegend angeordnete Druckteile oder -Sauger umfaßt, kann der Mechanismus natürlich nicht nur für die gleichzeitige Ausübung von Biegekräften auf zu zwei Verglasungseinheiten gehörenden Scheiben verwendet werden, sondern auch für die Ausübung von Biegekraft auf eine Scheibe. Im letzteren Fall kann der Mechanismus betrieben werden, während er z.B. zwischen der zu biegenden Scheibe und einem feststehenden Träger, z.B. einer Wand angeordnet ist.
Die Erfindung umfaßt ferner Doppel- oder Mehrfachverglasungseinheiten mit wenigstens einem · Innenzwischenraum, wobei der Druck in diesem mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens, wie es zuvor beschrieben wurde, eingestellt worden ist.
Im folgenden werden einige·Ausführungsformen der Erfindung beispielhaft beschrieben, wobei auf die Zeichnung Bezug genommen wird; in der Zeichnung sind:
Fig. Λ ein Schnitt durch eine Verglasungseinheit mit einem an die metallisierten Ränder der zwei Scheiben geschweißten Metallband;
Fig. 2 ein Querschnitt, welcher eine Arbeitsweise zur Einstellung des Druckes in dem Raum innerhalb der in Fig. 1 gezeigten Verglasungseinheit erläutert;
Fig. 3 ein Schnitt, welcher die Verglasungseinheit nach dem Einstellen gemäß der in Fig. 2 gezeigten Arbeitsweise wiedergibt;
Fig. 4- und-5 jeweilige Schnitte, die eine andere Ausführungsform zum Einstellen und die dabei erhaltene Verglasungseinheit darstellen;
20 98 5?"/ n5fU4
Fig. 6 ein Schnitt, welcher eine Arbeitsweise zum Einstellen in Snrie zeigt;
Fig. 7 die Darstellung einer weiteren Einstelleinheit gemäß der Erfindung;
Fig. 8 und 9 Schnitte zur Erläuterung anderer Ausführungsformen zur Einstellung in Serie;
Fig.10 eine Schnittzeichnung, die eine Arbeitsweise zum Einstellen von Einheiten auf einer Fördereinrichtung erläutert;
Fig.11 ein Schnitt, welcher eine Arbeitsveise zum Einstellen einer Doppelverglasungseinheit unter Verwendung einer KrÜQmungsmeßeinrichtung erläutert; und
Fig.12 ein Schnitt, welcher eine Arbeitsweise zum Einstellen einer Dreifaehverglasungseinheit erläutert.
Als Regel gilt, daß Mehrfachvefglasungseinheiten in vertikaler Stellung behandelt werden, um störende Einflüsse als Folge des Gewichtes der Scheiben der Einheit zu vermeiden. Jedoch ist es auch möglich, die Einheiten in horizontaler Lage zu behandeln, in diesem Falle trägt das Gewicht der Scheiben dazu bei, die Krümmung der Scheiben hervorzurufen, dies kann ein Vorteil sein.
Bezüglich der Zeichnung sei darauf hingewiesen, daß diese nicht maßstäblich sind, insbesondere ist das Ausmaß der Biegung beträchtlich vergrößert.
Die Fig. 1 zeigt im Schnitt eine Doppelverglasungseinheit 1, welche zwei Scheiben 2 und 3 aus Glas üblicher Zusammensetzung umfaßt, die an ihren Rändern mittels eines Bandes 4 aus Bleilegierung verbunden sind, welches mit metallisierten Rändern der Glasscheiben verschweißt ist und welches den Innenraum zwischen den Scheiben abdichtet. Die Metallüberzüge auf den Scheibenrändern sind in der Zeichnung nicht dargestellt.
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Die Verglasungseinheit 1 wird hermetisch abgedichtet bzw. versiegelt, und der Innenraum 6 enthält trockene Luft auf einem im wesentlichen dem Druck in der Umgebung 7 gleichen Druck.
um den Druck in dem Zwischenraum 6 im Hinblick auf die mögliche Installation der Einheit 1 in größerer Höhe einzustellen, werden durch Metallklemmteile 9 getragene Gummipolster 8 praktisch auf die Mittelpunkte der zwei Scheiben aus Glas aufgelegt, wie dies in Pig. 2 gezeigt ist. Zwei gleiche und gegeneinander gerichtete Kräfte 10 werden mit Hilfe einer nicht gezeigten Einrichtung auf die Klemmteile angelegt, wodurch die Scheiben 2 und 3 gebogen werden und das Volumen des innenliegenden Zwischenraumes 6 verkleinert wird.
In das Metallband-Dichtungsteil 4 wird kurz nachdem die Kräfte 10 ihre Wirkung aufgenommen haben, ein Loch 11 gebohrt. Als Folge dessen wird trockene Luft aus dem inneren Zwischenraum 6 in die Umgebung 7 ausgedrückt.
Der Eintritt von Luft aus der Umgebung 7 in den Zwischenraum 6 wird durch einen Verschluß aus geschmolzenem Schweißmetall (nicht gezeigt) über dem Loch 11 verhindert. Das Schweißmetall' wird im geschmolzenen Zustand gehalten, damit Bläschen von trockener Luft durch das Schweißmetall entweichen können. Sobald der Druck in dem Zwischenraum 6 gleich
\ dem Druck in der Umgebung 7 ist, hört das Austreten von Luft aus dem Inneren der Einheit auf. Das Schweißmetall wird dann verfestigen gelassen, wodurch die Einheit hermetisch ver-
j siegelt wird.
Die Kräfte 10 werden dann entspannt, und die die Gummipolster tragenden Metallteile 9 werden entfernt. Die Doppelverglasungseinheit weist dann die in Fig. 3 gezeigte Form auf.
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Aus Fig. 3i aus welcher ersichtlich ist, daß das Schweißmetall 12 das Loch 11 verschließt, ist ersichtlich, daß die zwei Scheiben 2 und 3 weniger als in Fig. 2 gekrümmt sind. Dies ist die Folge einer teilweisen, elastischen Erholung der Scheiben 2 und 3 als Folge der Wegnahme des über die Teile 9 ausgeübten Druckes.
Der Druck in der abgedichteten und eingestellten Einheit wird so berechnet, daß die Scheiben der Doppelverglasungseinheit praktisch flach, wie in Fig. 1 gezeigt, werden, wenn die Einheit in der vorgesehenen, größeren Höhe -installiert wird.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Einstellarbeitsweise zum Konditionieren einer Verglasungseinheit, welche in einer geringeren Höhe oder an einem Ort installiert werden sollen, wo der Druck höher ist als -an dem Ort, wo die Einheit zusammengebaut wird.
Die in den Fig. 4 und 5 gezeigte Verglasungseinheit ist eine Doppelverglasungseinheit, die der in Fig. 1 gezeigten ähnlich ist. Die den inneren Zwischenraum 6 einschließenden Metallbänder werden mit Hilfe einer hohlen, erhitzten !Tadel durchstochen, welche mit einem Rohr 13 verbunden ist, das sich zu einem ein Trockenmittel 15' enthaltenden und mit der Umgebung 7 über die öffnung 16 in Verbindung stehenden Behälter 14 erstreckt.
Eine kleine Menge von Metalllot 17 wird auf die Verbindung zwischen dem Band und der hohlen Nadel aufgebracht, um den Eintritt irgendwelcher nicht entwässerter Luft aus der Umgebung 7 in das Innere der Verglasungseinheit zu verhindern.
Zwei Sauger 18 mit Gummisitzpolstern 19 werden gegen <3ie tralen Abschnitte der Scheiben 2 und 3 gelegt. Jeder der Sauger ist mit einem Behälter 20 verbunden, in welchem ein Vakuum
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oder ein Teil-Vakuum erzeugt wird. An den Saugern in den durch die Pfeile 21 angezeigten Eichtungen mittels eines nicht gezeigten Mechanismus Kräfte angelegt, so daß die Scheiten 2 und 3 nach außen, wie. in Pig. 4 gezeigt, " "" gebogen werden, wodurch der innere Zwischenraum 6 vergrößert wird. Während dieses Vorganges tritt nicht getrocknetes Gas aus der Umgebung 7 in den Behälter 14-, wird durch das Trockenmittel T 5 entwässert und tritt in das Innere der Verglasungseinheit ein.
V mn der Druck in dem Zwischenraum 6 dem Umgebungsdruck gleich wird, wird die mit dem Rohr 13 verbundene, hohle Nadel erhitzt und dann herausgezogen. Hierdurch wird bewirkt, daß das Metallot 17 automatisch das Loch in dem Band, welches von der Nadel belegt war, verschließt und - wie in Fig. 5 gezeigt - eine Perle bildet.
Das Vakuum in dem .behälter 20 wird dann abgeschaltet und die Sauger 18 weruen dann von den Scheiben 2 und 3 weggenommen. Die eingestellte Doppelverglasungseinheit nimmt dann die in Tig. 5 gezeigte Form an.
Wenn die konditionierte Doppelverglasungseinheit in der vorgesehenen Höhe oder in einer anderen Umgebung bei dem Zu vorgesehenen Druck installiert wird, werden die Scheiben''--'1S 2 und 3 praktisch wieder eben. · ' /r
Die bislang beschriebenen und erläuterten Methoden sind für die Serienherstellung in kleinem Umfang sehr geeignet*
Das Einstellen in großem Umfang wird vorzugsweise nach eisern erfinäungsgemäßen Verfahren durchgeführt, bei welchem eine'-Vielzehl von Verglasungseinheiten gleichzeitig mittels einer Vorrichtung konditioniert werden. Beispiele einer 'solchen ---Methode sind in den Fig. 6 bis 9 gezeigt* . ^l
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Die Fig. 6 und 7 zeigen das Einstellen von Doppelverglasungseinheiteii für den Einbau in größerer Höhe.
Die Pig. 6 zeigt vier Doppelverglasungsexnhexten 22-25> welche parallel zwischen zwei mit Gummipolstern 8 ausgerüsteten Klemmteilen 9 angeordnet sind. Zwischen den Verglasungseinheiten sind Gummipolster 26 angeordnet. Die in den durch den Pfeil 10 angezeigten Eichtungen ausgeübten Klemmkräfte bewirken ein Biegen der Scheiben aller Einheiten in der geforderten Weise.
Das Einstellverfahren ist das gleiche, wie e,s mit Bezug auf Pig. 2 beschrieben wurde mit der Ausnahme, daß vier Einheiten zusammen eingestellt werden. Natürlich kann die Methode für das gleichzeitige Einstellen einer größeren Anzahl von Doppelverglasungsexnhexten angewandt werden.
Anstelle der Gummipolster 26 können die in Fig. 7 gezeigten Schraubeinrichtungen verwendet werden. Die in Pig.7 gezeigten Schraubeinrxchtungen umfassen eine an dem in Pig. 7 gezeigten Ende von einem Drehzapfen 28 gehaltene Spindel 27· Zwei trapezförmige Schraubengewinde 29 und 30 entgegengesetzter Richtung'sind auf der Spindel 27 ausgearbeitet. Kreuzstücke 31 und 32 stehen mit den Schraubengewinden 29 bzw. in Gewindeeingriff. Zwei kleine Räder 3^+ aus Hartkunststoff sind drehbar auf Knebelgliedern 35 angeordnet, so daß, wenn die Spindel 27 gedreht wird, die Bewegung der Kreuzstücke 31 und 32 aufeinander zu oder voneinander weg in Abhängigkeit von der Drehrichtung der Spindel bewirkt, daß die -Räder 3^ sich nach außen weg von oder nach innen hin zu der Spindel bewegen. In der gezeigten Lage sind die Räder 34-nach außen bewegt worden, um sich gegen die äußeren Oberflächen 36 und 37 von zwei zu zwei benachbarten Verglasungseinheiten gehörenden Scheiben zu pressen.
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Die Biegung der Scheiben 36 und 37 kann in einfacher Weise als Punktion der Drehstellung der Spindel 27 gemessen werden.
Bei Verwendung der Schraubeinrichtungen, wie sie in Fig.7 gezeigt sind, kann die Serie von einzustellenden Verglasungseinheiten zwischen festen Gegenlagern anstelle der beweglichen Klemmt eile, wie der Teile 9 in Fig. 6, angeordnet werden.
Die Fig. 8 zeigt die gleichzeitige Behandlung von drei Doppelverglasungseinheiten, welche anschließend an einem Ort installiert werden sollen, wo der Umgebungsdruck höher ist. Obwohl die verwendete Einstellvorrichtung komplizierter als die in Fig. 4 gezeigte ist, arbeitet sie auf demselben Prinzip wie jene einfachere Vorrichtung.
Wie in der Fig. 8 gezeigt, werden drei Doppelverglasungseinheiten 38-40 mit gleichen Abmessungen parallel zueinander behandelt. Die Zwischenräume 6 innerhalb der Verglasungseinheiten stehen mit der Umgebung 7 über ein Rohr 13 in Verbindung, welches mit einem eine Trockensubstanz 15 enthalten den und mit einer Auslaßöffnung 16 versehenen Behälter 14 verbunden ist. !
Doppelwirkende Sauger 41 und 42 sind zwischen den Verglaeungeeinheiten 38 und 39 und zwischen den Verglasungseinheiten und 40 angeordnet. Weitere Sauger 43 und 44 sind gegen die äußeren Oberflächen der Verglasungseinheiten 38 und 40 gegen gelegt. Diese· Sauger 43 und 44 «ind mit den doppelwirkenden Saugern 41 und 42 identisch, jedoch ist der Lufteinlaßdurch- < tritt auf einer Seite eines jeden der Sauger 43 und 44 mit tels eines Stopfens 45 verschlossen. Die Sauger 41-44 stehen nit einem Behälter, 46 in Verbindung, in welchem ein Vakuum mittels der Leitungen 47 aufgebaut wird.
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An die Sauger 43 und 44 werden Greifer 48 und 49 angelegt und in entgegengesetzte Richtungen, wie durch die Pfeile 50 angezeigt, gezogen, so daß die Scheiben einer jeden Verglasurigseinbeit nach außen gebogen werden, wodurch das Volumen des Zwischenraumes in der Einheit erhöht wird und Gas von der Umgebung 7 in die Einheit über die Trockensubstanz 15 eingesaugt wird.
♦Wenn der Druck in den Zwischenräumen 6 mit demjenigen in der Umgebung 7 identisch ist, werden die in den Metallbändern der Verglasungseinheiten gebildeten öffnungen versiegelt. Diese Versiegelung bzw. Abdichtung kann beispielsweise nach der mit bezug auf Fig. 5 beschriebenen Arbeitsweise durchgeführt werden.
Natürlich ist die Anzahl der Doppelverglasungseinheiten, welche mittels der in Fig. 8 gezeigten Arbeitsweise eingestellt werden können, nicht auf drei begrenzt, da die Stopfen 45 von den Saugern 43 und 44 entfernt werden können und eine beliebige weitere Anzahl von Doppelverglasungseinheiten und doppelwirkenden Saugern hinzugefügt werden können.
Die Fig. 9 zeigt eine Arbeitsweise zum Einstellen des Druckes in dem Zwischenraum 6 in drei Doppelverglasungseinheiten 51-53 > wovon Jede aus zwei Scheiben aus an ihren Rändern mit zwischenliegenden Gummistreifen 54 verklebten Glasscheiben hergestellt ist.
Die drei Doppelverlgasungseinheiten sind praktisch parallel zueinander angeordnet. Zwischen den Einheiten 51 und 52 bzw. den Einheiten 52 und 53 sind Gummipolster 55 angeordnet. Gummiluftkissen 56, welche über ein Verbindungsrohr 58 mit einem Gas unter einstellbarem Druck enthaltenden Behälter 57 verbunden sind, werden gegen die äußeren Oberflächen der Verglasungseinheiten 51 und 53 gelegt. Ein U-förmiger Träger umfaßt die Anordnung aus Verglasungseinheiten, Gummipolstern und Luftkissen.
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Die die Innenräume zwischen den Scheiben der jeweiligen Verglasungseinheiten einschließenden Gummistreifen 54-werden unter Bildung von Durchtritten 60 durchstochen, wodurch das Innere der Einheiten in Verbindung mit der Umgebung 7 tritt. Dann wird Luft in die Luftkissen 56 gepreßt, so daß'die Scheiben der Einheiten - wie in Fig.9 gezeigt - gebogen werden. Der Luftdruck in dem Vorratsbehälter 57 wird mittels eines empfindlichen Manometers gemessen, welches direkt in Metern, welche der Höhe des *0rtes, wo die Doppelverglasungseinheiten anschließend eingebaut werden sollen, entsprechen, geeicht ist. Die Eichung, ist auf eine vorbestimmte Anzahl von Doppelverglasungseinheiten mit vorbestimmten Eigenschaften bezogen.
Wenn die Volumen der inneren Zwischenräume der Verglasungseinheiten auf einen vorbestimmten Wert verkleinert wurden, werden die Durchtritte 60 durch Einführung eines rasch trocknenden Klebers versiegelt. Der Druck in dem Luftkissen 56 wirr1 dann -weggenommen. Die Verglasungseinheiten sind dann fertig, um an den Verbraucher abgegeben zu werden. Die Anzahl der Doppelverglasung^ Inheiten, die gleichzeitig wie in Fig. 9 gezeigt behandelt werden können, ist natürlich nicht auf drei beschränkt.
Die Fig. 10 zeigt eine Methode zum Einstellen des Druckes in dem inneren Zwischenraum 6 einer Doppelverglasungseinheit 61, während diese Einheit-hochkant auf einem in gebrochenen Linien gezeigten* horizontalen Bandförderer ge- . tragen wird, wobei die Einheit auf einer Seite in praktisch senkrechter Lage durch eine Reihe von Förderwalzen 62 gehalten wird. Durch Halten der Einheit in praktisch senkrechter Lage wird vermieden, daß die freiliegende Scheibe unter ihrem eigenen Gewicht gebogen wird. Die Biegekraft wird in diesem Falle durch eine Nocke 6J aus Hartgummi mit elliptischem Profil ausgeübt, welche auf einer drehbaren Stahlspindel 64- an-
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geordnet ist. Die Drehung der Nooke 63 ist mit der Bewegung der Doppelverglasungseinheit auf dem Förderer synchronisiert.
Wenn die Einheit die gezeigte Stellung erreicht, wird die Fördereinrichtung zeitweilig angel:alten, und das Band 65 wird mit einer erhitzten, hohlen Nadel durchstochen, welche der in Pig. 4 geneigten ähnlich ist und welche das Innere der Einheit in Verbindung mit der Umgebungsluft bringt, so daß Gas aus dem Inneren der Einheit entweicht< -um cten Innendruck dem atmosphärischen Druck anzugleicüen. Die Nadel wird dann, während sie ir erhitztem Zustand ist, herausgezogen so daß das Loch in dem Ba^d automatisch verschlossen-wipd. Die Fördereinrichtung wird dann wieder in Betrieb gesetzt, um die Einheit aus der Einstellstation fortzuführen.
Methoden für die Vorbestimmung des Ausmaßes der Scheibenbiegung, welches notwendig ist, damit die Scheiben der Einheit - wenn sie unter dem beabsichtigten Umgebungsdruck eingebaut sind - praktisch eben sind, sind für e^nen Fachmann auf der Hand liegend.
Beispielsweise muß den zwei Scheiben einer Doppelverglasungseinheit mit den Abmessungen 1 m χ 1,5 m und einem Abstand zwischen den Scheiben von 12 mm, falls die Einheit für einen Einbau in einer Höhe von 1200 m vorgesehen ist, eine Gesamtkrümmung erteilt werden, welche einer Summenverschiebung der Scheibenmittelpunkte von 4,4 mm entspricht. Die Stärke im Mittelpunkt der Verglasungseinheit muß daher durch Entlüften uhl 4,4 mm reduziert werden. Die Verbindung-zwischen dem inneren Zwischenraum und der Umgebung wird dann-unterbrochen, danach wird die Biegekraft entfernt. Die Scheiben der Doppelverglasungseinheit sind dann schwach gekrümmt. Die Krüinmung hängt von der Stärke der Scheiben aus Glas oder verwendetem, anderem Material ab und sie wird null, wenn die Einheit in der vorgesehenen Höhe von 1200 m installiert wird.
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Die Gesamtkrümmung, ausgedrückt wie zuvor ale Summenverschiebung, beträgt 3)2 m für eine Verglasungseinheit von 0,9 πι χ 0,8 m bei einem Scheibenzwischenabstand von 9 mm, falls sie in einer Höhe von 12C0 m installiert werden soll.
Es sind noch weitere andere Ausführungsformen der Erfindung möglich, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind.
Gemäß einer.besonders einfachen Verfahrensweise wird eine Doppelverglasungseinheit horizontal auf einem im Mittelpunkt der unteren Scheibe angeordneten Bleck gelegt.·Die zwei Scheiben werden in dem· gewünschten Sinne unter Einwirkung ihrer eigenen Gewischte gebogen, wobei- die Biegung der unteren ocheibe durch die Anwesenheit, des-Blockes-möglich gemacht wird. Das Ausmaß der Biegung verkleinert das Volumen des Zwischenraumes innerhalb der Einheit bis zu einem Ausmaß, welches die Einheit für den Einbau in einer leicht zu berechnenden Höhe geeignet macht.
Die letztgenannte Verfahrensweise zum Einstellen ist besonders einfach durchzuführen, da sie lediglich'· die Verwendung von Blöcken vorbestimmter Stärke erfordert, wobei jede Stärke • einer bestimmten Einbauhöhe für vorgegebene Größen und Biegbarkeiten von Scheiben entspricht. Das Verfahren ist für daa Einstellen in kleinem Umfang sehr geeignet, unter anderem für das Einstellen einer kleinen Anzahl von Vielfaehverglasungeeinbeiten verschiedener Größen, die in derselben Höhe eingebaut werden sollen. Das Verfahren iet hauptsächlich bei dem Einstellen relativ großer Mehrfachverglasungeeinheiten anwendbar. Beim-Einstellen kleiner Mehrfachverglasungseinheiten kann eine Anzehl von weiteren Vergleteuneaeinheiten auf der einzustellenden Einheit angeordnet werden» um den gewünschten Druck gegen den Block auszuüben. Bei einer anderen, erfindungsgemäßen Verfahrensweise zum Einstellen werden die erforderlichen Biegekräfte auf die untere
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Scheibe einer Mehrfachverglasungseinheit während des Transportes mifcbelö einer Fördereinrichtung ausgeübt. Das Einstellen kann durch eine solche Verfahrensweise kontinuierlich durchgeführt werden. Das Durchbiegen der unteren Scheibe kann z.B. durch eine Walze der Fördereinrichtung bewirkt werden, wobei diese Walze aus der Förderebene in einem Ausmaß hervorsteht, welches durch Berechnung unter Verwendung eines mit den entsprechenden Werten einschließlich der Größen der Mehrfachverglasungseinheiten und der vorgesehenen Installationshöhe gefütterten Computer-bestimmt wird.
Soweit das erfindungsgemäße Verfahren spezifisch beschrieben wurde, ist es für -das Einstellen von Einheiten vorgesehen j welche- anfänglich mit entwässertem Gas gefüllt sind. Wenn die einzustellenden Einheiten nicht entwässertes Gas enthalten, ist es sehr einfach, die Evakuierung dieses Gases und seine Entwässerung oder seinen Ersatz durch trockenes Gas durchzuführen. Das Innere der Einheit kann z.B. mit getrocknetem Gas über öffnungen gespült werden, welche für diesen Zweck oder für.diesen Zweck und für das Einstellen des Innendruckes, wie' zuvor beschrieben, vorgesehen werden.
Bei einer besonderen Au-sführ-ungsform der Erfindung-wird wenigstens eine Scheibe der Einheit elastisch gebogen gehalten, während dae Innere der Einheit mit einem.heißen» trockenen Gas gespült·»-wird, danach wird die. Einheit hermetisch versehlos s-en, bevor das in sie eingeführte Gas gekühlt wird. In diesem· Falle sind die Änderung des Innenvolumens der Einheit, welche durch die Scheibenbiegung bewirkt wird, und ferner die Temperatur und der Druck des in die Einheit eingeführten Gases die Faktoren, welche die Umgebungsdruckbedingungen bestimmen, unter denen die Scheiben der Einheit in einen flachen bzw. ebenen Zustand zurückkehren.
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Bei einer weiteren Einstellarbeitsweise gemäß der Erfindung befindet sich das gasförmige Medium, mit welchem das Innere der Einheit vor dem Verschließen in Verbindung steht und während "wenigstens eine der Scheiben der Einheit elastisch gebogen gehalten wird, auf einem Druck, welcher von dem vorherrschenden, atmosphärischen Druck verschieden ist. Diese Stufe der Schaffung einer Versorgung von Medium unter anderem als dem vorherrschenden, atmosphärischen Druck ist in speziellen Fällen gerechtfertigt, z.B. für das Einstellen von Mehrfachverglesmgseinheiten, welche Scheiben umfassen, die einem elastischen Biegen zu dem Ausmaß nicht widerstehen könnten, welches zur Erzielung des gewünschten Innendruckes notwendig ist, falls das Füllmedium unter einem, dem vorherrschenden, atmosphärischen Druck entsprechenden Druck stünde.
Alternativ z\im Invej?bindungbringen des Inne-ren*der Verglasungseinheit mit Medium mit einem von dem vorherrschenden, atmosphärischen Druck unterschiedlichen Druck kann das Innere der Einheit in Verbindung mit einem Medium gebracht werden, das sich auf einem solchen atmosphärischen Druck jedoch auf einer von der vorherrschenden,- atmosphärischen Temperatur verschiedenen· Temperatur befindet. Beispielsweise kann erwärmtes, bzw. erhitztes, gasförmiges-Medium in die Einheit eingeführt werden, während Biegekräfte auf wenigstens eine Scheibe der Einheit ausgeübt werden.
Natürlich kann das Medium, mit welchem das- Innere der Einheit während der Einstellbehandlung in Verbindung gebracht-wird, ein Medium sein, wobei sowohl dessen Druck als auch dessen Temperatur von dem herrschenden Umgebungsdruck und der herrschenden'Umgebungstemperatur verschieden sind, falls dies in einem besonderen Falle erforderlich wäre.
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Die gezeigten Au^führungsformen beziehen sich auf das Einstellen von Doppelverglasungseinheiten, jedoch ist die Erfindung nicht hier drauf beschränkt; die Erfindung kann auch zum Einstellen von Mehrfachverglasungseinheiten, welche drei oder nehr voneinander getrennt angeordnete Scheiben umfassen, angewandt werden.
Dreifachverglasungseinheiten können in derselben Weise wie Doppelverglasiingseinheiten behandelt werden, wenn jedoch die äußeren Scheiben verschiedene Eigenschaften aufweisen, ζ.B. von unterschiedlicher Stärke sind, kann es erforderlich sein, die Drucke in den zwei Innenliegenden Zwischenräumen so einzustellen, daß diese Drucke verschieden sind.
Es gibt eine Anzahl von Wegen, um im Falle von Vierfachverglasungseirtheiten zu arbeiten. Beispielsweise kann die Hersteilung einer Vierfachverglaeungseinheit unterbrochen werden, wenn erst drei der vier Scheiben miteinander verbunden wurden, und die zwei so gebildeten, innenliegenden Zwischenräume können eingestellt werden, bevor die Einheit durch Hinzufügen der vierten Scheibe vervollständigt wird. Die einzig verbleibende Aufgabe ist dann das Einstellen des Druckes in dem inneren Zwischenraum hinter dieser vierten Scheibe.
i'ine fertige Vierfachverglasungseinheit kann eingestellt werden, indem der mittlere,'innere Zwischenraum mit heisser oder kalter, trockener Luft gespült wird, so daß ein solcher Zwischenraum wasserfrei gemacht wird, und der Zwischenraum verschlossen wird, bevor die hierin befindliche Luft die herrschende Umgebungstemperatur erreicht hat, dann werden die zwei äußeren Zwischenräume nach einer erfindurigspemäßen Arbeitsweise eingestellt.
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Bei einer weiteren Ausführungsform zum Einstellen einer Vierfachverglasungseinheit wird eine beträchtliche Kraft auf die äußeren Scheiben ausgeübt, während nur der zentrale, innere Zwischenraum in Verbindung mit der Umgebung steht, so daß die zwei inneren Scheiben elastisch gebogen werden. Nachdem Verschließen des zentralen Zwischenraumes wird die auf die äußeren Scheiben ausgeübte Biegekraft herabgesetzt, und die zwei äußeren InnaEwischenräume werden in Verbindung mit'der Umgebung gebracht und erneut versiegelt, bevor die äußeren Scheiben von den· Biegekräften freigegeben oder vollständig freigegeben werden.
Wie beim Einstellen einer Dreifach- oder Doppelverglasungseinh'eit ist es möglich, daß eine Anzahl verschiedener Faktoren wie die Größe der Biegekraft und die Druck- und/oder Temperaturdifferenz abgestimmt aufeinander geregelt werden müssen, wenn eine Vierfachverglasungseinheit eingestellt wird. Beispielsweise kann eine Vierfachverglasungseinheit eingestellt werden, indem Biegekräfte auf die äußeren Scheiben der Einheit ausgeübt werden, während der zentrale Zwischenraum in Verbindung mit Medium außerhalb der Einheit steht und während die zwei äußeren- Innenzwischenräume ebenfalls in Verbindung mit Medium auf unterschiedlichem Druck stehen, so daß die Kräfte bei der Veränderung des Volumens des zentralen Zwischenraumes wirksamer sein können. Nach dem hermetischen Verschließen des zentralen Zwischenraumes kann der Druck in den zwei-äußeren Zwischenräumen auf den geforderten Druck durch geeignete Regelung der Biegekräfte, gefolgt von hermetischem Verschließen solcher äußeren Zwischenräume eingestellt werden.
Mehrfachverglasungseinheiten mit mehr als vier Scheiben können in ähnlicher Weise wie Vierfachverglasungseinheiten behandelt werden. Üblicherweise wird es bevorzugt, zueret die inneren Zwischenräume einzustellen und darndie äußeren Zwischenräume, wenn mehr als vier Scheiben umfassende Einheiten behandelt werden.
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Die gezeigten Verglasungseinheiten umfassen Glasscheiben. Wenigstens eine der Glasscheiben kann durch eine Kunststoff scheibe ersetzt werden, z.B. eine Scheibe aus transparentem Kunststoff, oder durch eine Scheibe aus vitrokristallinem Material. Bei einer besonderen Ausführungsform wurde eine Doppelverglasurigseinheit der in Fig. 2 gezeigten Form, wobei jedoch die Scheibe 2 aus Glas und die Scheibe 3 aus vitrokristallinem Material üblicher Zusammensetzung hergestellt waren, gemäß der Erfindung eingestellt.
Bei einer anderen Ausführungsform wurde das erfindungsgemäße Verfahren zum Einstellen des Innenzwischenraumes in einer Doppelverglasungseinheit der allgemeinen Form der in den· Fig. 1 und 2 gezeigten Einheit durchgeführt, wobei diese jedoch zwei opake Scheiben aus beschichtetem Glas und eine Schicht aus hitzeisolierendem Material, welche in dem Zwischenraum zwischen solchen Scheiben angeordnet war, umfaßte.
1 f
Bei den gezeigten Ausführungsformen liegt das Dichtungsmittel, welches . den Zwischenraum -zwischen den -Scheiben der oder jeder Verglasungseinheit einschließt, in Form eines Bandes · aus Bleilegierung vor, welches mit metallisierten Rändern der Scheiben verschweißt ist, oder in Form eines mit den Rändern der Scheiben verklebten Gummi Streifens. Andere Arten von Abdichtungsmitteln bzw. -einrichtungen können angewandt werden, z.B. eine Vielzahl von Streifen, wobei ein Streifen längs jedem Rand der Einheit angeordnet ist; ein den Umfang der Scheiben haltender Rahmen, der so geformt ist, daß er einen Abstandsabschnitt oder Abstandsabschnitte zwischen den Scheiben bildet oder beliebige aus Kunststoff, Holz«, Glas oder einem beliebigen anderen synthetischen oder natürlichen Material hergestellte Profilteile (welche gegebenenfalls eine Menge von TrocknungsmateiAal enthalten können), welche in ihrer Lage entweder dauernd oder so fest gemacht sein können, daß die Einheit auseinandergenommen werden kann.
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Auf diese Weise kann die Erfindung zum Einstellen von ganz aus Glas bestehenden Verglasungseinheiten angewandt werden, vorausgesetzt, daß eine Öffnung - wie dies üblicherweise der Fall ist - vorhanden ist, oder eine solche für eine mögliche Einführung von Gas in die Einheit oder zu dessen Evakuierung hieraus hergestellt werden kann.
Bestimmte spezielle Beispiele sind in den Pig. 11 und 12 dargestellt. In der Pig. 11 ist ein Schnitt zur Erläuterung einer Verfahrensweise zum Einstellen einer aus transparentem Kunststoff (Kunstglas) hergestellten Verglasung seinheit gezeigt. Die Doppelverglasungseinheit 66 ist zwischen einem mit einer dünnen Schicht 68 eines schützenden Kunststoffes überzogenem, feststehendem Widerlager 67 und einem beweglichen Klemmteil 69-, welches auf einer Stange 70 montiert ist, angeordnet. Das Teil 69 ist ebenfalls mit einer dünnen Schicht 71 eines schützenden Kunststoffes überzogen. Die Stange 70 gleitet in einer feststehenden Führung-72.
Auf die Stange ^O wird in der durch den Pfeil 73 gezeigten Richtung eine Kraft ausgeübt, um das Volumen des Zwischenraumes innerhalb der Einheit 66 zu verkleinern. Ein Meßinstrument 74- zeigt direkt das Ausmaß der den Scheiben erteilten Krümmung an. Bei einer- anderen Ausführungsform wurde eine zwei Scheiben aus vitrokristallinem Material üblicher Zusammensetzung umfassende Doppelverglasungseinheit nach der in der Pig. 11 gezeigten Ausführungsform eingestellt.
Die Pig. 12 zeigt eine Dreifachverglasungseinheit 75 während des Einstell ens.. Das Einstellen wird durch eine ähnliche Vorrichtung, wie sie in Fig. 2 gezeigt wurde, durchgeführt, und die gezeigten Teile dieser Vorrichtung besitzen dieselben Bezugszahlen wie in Pig. 2.
- Patentansprüche -'
-"31 ? 0 9 B 5. ? I Π B U. L

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1· Verfahren zum Einstellen des Innendruckes in einer Doppel- ■ oder Mehrfachtafeleinheit, welche wenigstens zwei voneinander getrennt angeordnete Scheiben, wobei-jede aus Glas, Kunststoffen oder vitrokristallinem Material besteht, und Abdichtungseinriphtungen«umfaßt, welche den innenliegenden Zwischenraum oder· die innenliegenden Zwischenräume zwischen solchen Scheiben einschließen, dadurch gekennzeich net, daß zeitweise auf mindestens eine der Scheiben mittels mechanischer, im Kontakt mit einer Fläche einer solchen Scheibe befindlicher Einrichtungen unter Verminderung oder Vergrößerung des Volumens von wenigstens einem der Innenräume eine Biegekraft angelegt wird und daß während der Zeitspanne, während welcher diese Scheibe elastisch gebogen gehalten wird, wenigstens einer der Innenräume mit einem gasförmigen Medium, welches sich außerhalb der Einheit befindet und dessen Druck- und Temperaturbedingungen derart sind, daß gasförmiges Medium den verkleinerten Zwischenraum verläßt oder in den vergrößerten Zwischenraum eintritt, unter Einstellung des Druckes hierin auf einen geforderten Wert in Verbindung gebracht wird, wobei das Inverbindungbringen vor oder während der Ausübung der Biegebeanspruchung durchgeführt und abgeschlossen wird, bevor die Scheibe von der Beanspruchung befreit wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegekraft auf wenigstens sine Scheibenfläche, die eine äußere Fläche der Einheit bildet, ausgeübt wird.
    3· Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die freiliegenden Scheibenflächen der Einheit gleichzeitig gleichen und gegeneinander gerichteten Kräften unter Reduzierung des Volumens wenigstens eines innenliegenden Zwischenraumes ausgesetzt werden.
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    4·. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennz eichnet, daß das gasförmige Medium außerhalb der Einheit die gasförmige Umgebung der Einheit ist.
    5· Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennz eichnet, daß die Abdichtungseinrichtung wenigstens ein Metallband oder -streifen umfaßt, der mit metallisierten Rändern der Scheiben verschweißt oder hieran angelötet ist.
    6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennz ei chnet, daß die Verbindung mit gasförmigem Medium außerhalb der Einheit durch Durchbohren der Abdichtungs-einrichtung bewerkstelligt wird.
    7· Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das in die Abdichtungseinrichtung-gebohrte Loch oder die hierin gebohrten Löcher bei der Aufhebung der Verbindung durch Auftragen von geschmolzenem Material und Ver- ■ festigen dieses Materials verschlossen werden.
    8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinstellung durchgeführt wird, während die Einheit auf einer Fördereinrichtung transportiert wird.
    9· Verfahren nach einem- der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,· daß das Verfahren zur gleichzeitigen Einstellung von zwei oder mehr Tafeleinheiten durchgeführt wird, wobei die Einheiten derart zusammengebracht sind, daß wenigstens eine Scheibe einer jeden Einheit unter der die Scheibe biegenden Kraft gebogen wird.
    j - 33 -
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    10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennz ei chnet, daß es zum Einstellen des Innendruckes in einer Tafel oder in einer Vielzahl von Tafeleinheiten angewandt wird, welche lichtdurchlässig ist/sind. '
    11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einheit oder die Einheiten, in denen der Innendruck eingestellt wird, eine Verglasungseinheit oder Verglasungseinheiten-ist/sind.
    12. Vorrichtung für die Anwendung beim Einstellen des Innendruckes in einer Doppel- oder Mehrfachtafeleinheit, welche wenigstens zwei voneinander getrennt angeordnete Scheiben, wobei jede aus Glas, Kunststoffen oder vitrokristallinem Material besteht, und Abdichteinrichtungen umfaßt, welcheden Zwischenraum oder die Zwischenräume zwischen solchen Scheiben einschließen, dadurch gekennz ei chnet, daß die Vorrichtung Einrichtungen zum Ausüben einer Biege-
    C2/ 3") kraft auf wenigstens eine der Scheiben/Qer Einheit über
    ^ 83
    mechanische Einrichtungen/Iη Kontakt mit einer fläche einer solchen Scheibe umfaßt.
    13· Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich net, d^iß die die Kraft ausübende Einrichtung wenigstens ein Teil/umfaßt, welches für eine Verschiebung auf eine Fläche der Scheibe zu und von einer !Fläche der Scheibe weg eingerichtet ist.
    Verfahren-nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kraft ausübende Einrichtung wenigstens ein praktisch elastisch deformierbares den Kontakt mit der Scheibenfläche umfaßt.
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    15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch
    gekenn ζ eichnet, daß die die Kraft ausübende Einrichtung mit einer Einrichtung (7^) zur Messung oder Anzeige des Ausmaßes der durch die ausgeübte Kraft bewirkten Scheibenbiegung gekoppelt ist.
    16. Vorrichtung nach einen der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennz ei chnet, daß sie wenigstens ein elastisch deformierbares, aufblasbares Teil (56) für den Eontakt mit und die Übertragung der Biegekraft auf die Scheibe umfaßt.
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch
    g ekennzei chnet, daß sie wenigstens ein Teil für den Kontakt mit und die Übertragung der Biegekraft auf die Scheibe umfaßt, wobei das Teil in Form eines Saugera (18) vorliegt, welcher mit Einrichtungen (20) zur Aufrechterhaltung eines verminderten Druckes oder eines Vakuums hierin verbunden ist, und. das Teil bzw. der Sauger zur Herstellung einer nach außen gerichteten Biegung der Scheibe verschiebbar ist.
    18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17» dadurch gekennzei chnet, daß die die Kraft ausübende Einrichtung eine Spindel (27) mit Schraubengewinden (29,30) in entgegengesetztem Sinn umfaßt, welche mit Bauteilen (31) iia ßchraubeneingriff stehen, mit denen Knebelglieder (55) verbunden sind, so daß Teile dieser Glieder sich radial nach außen von der Achse der Spindel weg oder radial nach innen auf die Achse der Spindel zu in Abhängigkeit von der Richtung, in welcher diese gedreht wird, bewegen, wobei die Knebelglieder oder ein Teil (33) oder Teile (33, 34), welche hiervon getragen werden, in Kontakt mit einer angrenzenden Scheibe (36)-oder mit angrenzenden Scheiben (36, 37) zur Übertragung der Biegekräfte hierauf stehen können.
    - 35 -209852/084*
    19· Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (8/9, 26/41-/44-/55-56) zur Ausübung der Kraft so aufgebaut ist, daß eine Biegekraft auf wenigstens eine Scheibe von ,jeder von zwei oder mehr Tafeleinheiten (22-25/38-40/51-53) gleichzeitig ausgeübt werden kann.
    20« Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12'bis 19 zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7·
    21. Doppel- oder Mehrfachtafeleinheit, welche wenigstens zwei voneinander getrennt angeordnete Scheiben, wovon ,jede aus Glas, Kunststoffen oder vitrokristallinem Material zusammengesetzt ist, und Abdichtungseinrichtungen umfaßt, welche den Zwischenraum oder die Zwischenräume zwischen solchen Scheiben einschließen, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in dem Zwischenraum oder in wenigstens einem der Zwischenräume, falls mehrere vorhanden sind, nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 eingestellt worden ist.
    - 3b ~
    209857/WU4
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