DE1265141B - Verfahren zum Regenerieren von deaktivierten Katalysatoren - Google Patents
Verfahren zum Regenerieren von deaktivierten KatalysatorenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. Cl.:
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BOIj
Deutsche Kl.: 12 g-11/66
1 265 141
B 80016IV a/12 g
7. Januar 1965
4. April 1968
B 80016IV a/12 g
7. Januar 1965
4. April 1968
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regenerieren von deaktivierten Katalysatoren, insbesondere
von Katalysatoren, die für die bei Temperaturen unter 2040C durchgeführte Isomerisierung von Ci-
oder höheren Paraffinkohlenwasserstoffen, die im Benzinbereich, d. h. bis zu 2040C, sieden, verwendet
werden.
Gegenstand des britischen Patents 953 187 ist ein Katalysator, der sich für ein solches Isomerisierungsverfahren
eignet und hergestellt wird,^ndem Alumi- ro
niumoxyd mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
Cl
X —C —Cl
X —C —Cl
in der X und Y gleich oder verschieden sein können und H, Cl, Br, F und/oder SCl oder zusammen O
oder S bedeuten, unter nicht reduzierenden Bedingungen und bei einer Temperatur, bei der Chlor
durch das Aluminiumoxyd ohne Bildung von freiem Aluminiumchlorid aufgenommen wird, behandelt
wird. Die Verwendung eines solchen Katalysators bei einem Isomerisierungsverfahren der vorstehend
genannten Art ist Gegenstand des britischen Patents 953 189. Ebenso wie bei anderen Katalysatoren wird
die Aktivität des Katalysators während seines Einsatzes geringer. Spezielle Materialien, bei denen festgestellt
wurde, daß sie eine Deaktivierung verursachen, wenn sie im Überschuß vorhanden sind, sind
aromatische Kohlenwasserstoffe, Olefinkohlenwasserstoffe, Wasser und Schwefel. Die Deaktivierung kann
auch die Folge der Ablagerung von kohlenstoffhaltigem oder-- kohlenwasserstoffhaltigem Material
sein.
In der deutschen Patentschrift 1 220 836 wird ein Verfahren zur Regenerierung von derartigen Katalysatoren
beschrieben, bei dem die von den Reaktionsteilnehmern befreiten Katalysatoren bei 121 bis 6500C
mit einem sauerstoffhaltigen Gas behandelt und dann wieder aufchloriert werden.
Bei weiteren Versuchen wurde festgestellt, daß ein großer Anteil der deaktivierenden Verunreinigungen
in anderer Weise als durch oxydatives Abbrennen entfernt werden kann, und zwar kann unter gewissen
Umständen auf das Abbrennen überhaupt verzichtet werden; in anderen Fällen kann aber das oxydative
Abbrennen zweckmäßig sein, um die Restmengen an deaktivierenden Verunreinigungen zu entfernen. In
beiden Fällen ist jedoch mit dem Verlust von Chlor Verfahren zum Regenerieren von deaktivierten
Katalysatoren
Katalysatoren
Anmelder:
The British Petroleum Company Limited, London
Vertreter:
Dr.-Ing. A. ν. Kreisler, Patentanwalt,
5000 Köln 1, Deichmannhaus
Als Erfinder benannt:
Paul Anthony Lawrance,
Bernard Whiting Burbidge,
Sunbury-on-Thames, Middlesex (Großbritannien)
Paul Anthony Lawrance,
Bernard Whiting Burbidge,
Sunbury-on-Thames, Middlesex (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 9. Januar 1964 (1 029)
vom Katalysator zu rechnen, und dieses Chlor muß ersetzt werden, wenn eine volle Wiederherstellung
der Aktivität des Katalysators erreicht werden soll. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum
Regenerieren von deaktivierten Katalysatoren, die zur Durchführung von Reaktionen vom Friedel-Crafts-Typ
geeignet und ursprünglich durch Umsetzung von feuerfesten Oxyden der Metalle der
II. bis V. Gruppe des Periodischen Systems, vorzugsweise von aktiviertem Aluminiumoxyd, die gegebenenfalls
ein hydrieraktives Metall der Gruppe VI a oder VIII des Periodischen Systems enthalten, mit
Verbindungen der allgemeinen Formel
Cl
X — C — Cl
X — C — Cl
in der X und Y gleich oder verschieden sein können und H, Cl, Br, F und/oder SCl oder zusammen O
oder S bedeuten, unter nicht reduzierenden Bedingungen bei 140 bis 593 0C derart hergestellt worden
sind, daß Chlor vom Oxyd ohne Bildung des freien Chlorids aufgenommen wird, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man die Katalysatoren bei Temperaturen über 2040C mit einem sauerstofffreien Gas
behandelt und anschließend mit den Verbindungen
809 537/540
der oben angegebenen allgemeinen Formel unter den vorstehend genannten Bedingungen wieder chloriert.
Bei der Verwendung von sauerstofffreien Gasen werden im Gegensatz zu dem Verfahren der bereits
genannten deutschen Patentschrift 1 220 836, bei dem die kohlenstoffhaltigen Rückstände zu Kohlenoxyden
und Wasser verbrannt werden, bei dem neuen Verfahren diese Rückstände auf dem Katalysator entweder
gekrackt oder bei Verwendung von Wasserstoff zu gasförmigen Kohlenwasserstoffen, wie beispielsweise
Methan, hydriert. Wohl werden in beiden Fällen die kohlenstoffhaltigen Niederschläge als
Gase entfernt, da jedoch üblicherweise Wasserstoff bei den Prozessen zur Anwendung gelangt, bei denen
die Katalysatoren Verwendung finden, ist es technisch von Vorteil, von diesem Gas wenn nur irgend
möglich Gebrauch zu machen und damit die Menge der sauerstoffhaltigen Gase, die verwendet werden
müssen, zu reduzieren. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, daß in den Fällen, in denen der Sauerstoffgehalt
der Luft zu hoch ist, zusätzlich ein Generator für die Zufuhr eines Inertgases verwendet werden
muß, damit der zur Verdünnung notwendige Stickstoff zur Verfugung steht.
Speziell im Falle von platinhaltigen Katalysatoren spricht aber noch ein weiterer wichtiger Grund für
die Verwendung eines sauerstofffreien Gases. Bekanntlich wird bei der Reaktivierung eines Katalysators
die größte Menge Chlor aus dem Katalysator entfernt; wird nun ein sauerstoffhaltiges Gas verwendet,
so zeigen die gebildeten Chlorverbindungen die Tendenz, mit dem Platin zu reagieren und flüchtige
Komplexe zu bilden. Es besteht somit die Gefahr, daß der Katalysator einen Platinverlust zeigt. Wird
dagegen ein sauerstofffreies Gas und insbesondere Wasserstoff verwendet, so reagieren die Chlorverbindungen
nicht so leicht mit dem Platin. Zwar kann erfindungsgemäß vor der Rechlorierung auch eine
Behandlung mit einem sauerstoffhaltigen Gas eingeschaltet werden; zu diesem Zeitpunkt ist aber
bereits der größte Teil des Chlors aus dem Katalysator entfernt, so daß die Gefahr der Bildung von
flüchtigen Platin-Chlor-Komplexen kaum gegeben ist.
Als sauerstofffreie Gase eignen sich bei dem neuen Verfahren Inertgase, z. B. Stickstoff, Methan oder
vorzugsweise Wasserstoff, der den besonderen Vorteil hat, daß die Verunreinigungen bei den angewendeten
Temperaturen hydriert und leichter entfernt werden können, besonders wenn der Katalysator
eine Hydrierkomponente, beispielsweise ein Platingruppenmetall enthält. Das Gas muß frei von
Verbindungen sein, die eine Deaktivierung des Katalysators hervorrufen oder selbst eine Umwandlung
erfahren oder eine Wanderung oder einen Verlust der Hydrierkomponente verursachen.
Die Behandlung mit dem sauerstofffreien Gas wird vorzugsweise bei allmählich oder stufenweise mit
einer Geschwindigkeit von 14 bis 51°C/Std. gesteigerter Temperatur im Bereich zwischen 260 und
538°C, insbesondere zwischen 316 und 482°C, durchgeführt.
Auf diese Weise werden leicht entfernbare Verunreinigungen zuerst bei niedrigen Temperaturen
beseitigt, ohne daß der Katalysator unnötig eine zu lange Zeit bei hohen Temperaturen gehalten wird.
Die Dauer der Gesamtbehandlung hängt von dem Grad der Deaktivierung und von der angewendeten
Temperatur ab. Zweckmäßig liegt sie im Bereich von 2 bis 100 Stunden, insbesondere von 10 bis 50 Stunden,
wobei die Zeit, während der der Katalysator bei der höchsten angewendeten Temperatur (z. B. 427
bis 482 0C) gehalten wird, zweckmäßig 2 bis 25 Stunden beträgt.
Das Verfahren kann bei Unterdruck, Normaldruck oder überdruck durchgeführt werden. Der bevorzugte
Druck liegt somit zwischen Normaldruck und dem Arbeitsdruck des Umwandlungsverfahrens, insbesondere
zwischen 0 und 52,5 atü. Das verwendete Gas kann im Kreislauf geführt werden. In diesem
Fall muß es zur Entfernung von sauren Komponenten, wie Chlor, einer Natriumhydroxydwäsche
unterworfen werden. Sowohl das frische Gas als auch das Kreislaufgas müssen ferner trocken sein.
Nach der Behandlung mit dem sauerstofffreien Gas kann der Katalysator mit einem Inertgas gespült
werden, insbesondere wenn Wasserstoff als Behandlungsgas verwendet wurde.
Die Entfernung von Verunreinigungen mit Inertgas oder Wasserstoff allein kann genügen, wenn der
Katalysator bereits nach kurzer Laufzeit von beispielsweise bis zu 500 Stunden reaktiviert werden
muß. Wird der Katalysator jedoch über seine volle erwartete Laufzeit von wenigstens 1000 Stunden eingesetzt,
so kann oxydatives Abbrennen zur Entfernung der restlichen Verunreinigungen nach der
Behandlung mit einem sauerstofffreien Gas erforderlich sein.
Beim oxydativen Abbrennen muß die Temperatur im Bereich von 260 bis 5380C, vorzugsweise von 371
bis 4540C, liegen. Sie wird durch Regelung der zugeführten
Sauerstoffmenge geregelt. Vorzugsweise wird ein Gemisch von Sauerstoff und Inertgas verwendet,
in dem der Sauerstoffgehalt im Bereich von 0,1 bis 5 Volumprozent liegt, und die verwendeten
Gase im Kreislauf geführt. Auch in diesem Fall muß das Gas frei von sauren Komponenten und trocken
sein. Es kann der gleiche Druck wie bei der Wasserstoffbehandlung angewendet werden. Die Dauer des
oxydativen Abbrennens ist so zu bemessen, daß die restlichen Verunreinigungen entfernt werden; sie
kann 1 bis 20 Stunden betragen. Nach dem oxydativen Abbrennen kann das Katalysatorbett wieder mit
einem Inertgas gespült werden.
Der Katalysator wird abschließend chloriert, um das verlorengegangene Chlor zu ersetzen. Da nicht
das gesamte Chlor, sondern nur etwa die Hälfte verlorengeht, ist der Umfang der Aufchlorierung
gewöhnlich geringer als die ursprüngliche Chlorierung. Die verlorene Chlormenge kann gegebenenfalls
durch Entnahme einer Probe des Katalysators durch einen Vergleichsversuch im kleinen Maßstab
oder durch Analyse der Gase bestimmt werden. Dies ist jedoch gewöhnlich nicht erforderlich, da der
Verlauf der Aufchlorierung durch die exothermen Temperaturänderungen verfolgt und die Reaktion so
gelenkt werden kann, daß sichergestellt ist, daß keine Uberchlorierung stattfindet.
Die Katalysatortypen, die sich für das erfindungsgemäße Reaktivierungsverfahren eignen, und das
Chlorierungsverfahren sind schon in den eingangs genannten Patentschriften sowie in der deutschen
Patentschrift 1 194 378 beschrieben.
Ein besonderes Merkmal der Katalysatorherstellung ist die Verwendung der speziellen chlorhaltigen
Verbindungen der genannten allgemeinen Formel. Diese Verbindungen ergeben eine ganz be-
stimmte Form der Chlorierung, bei der aktive Katalysatoren für die bei niedriger Temperatur
durchgeführte Isomerisierung gebildet werden. Die folgenden Beispiele von Verbindungen, die aktive
und inaktive Katalysatoren ergeben, veranschaulichen die spezifische Natur der verwendeten Verbindungen.
Verbindungen, die aktive
Katalysatoren ergeben
Katalysatoren ergeben
Tetrachlorkohlenstoff
(CCl4)
Chloroform
Chloroform
(CHCl3)
Methylenchlorid
Methylenchlorid
(CH2Cl2)
Dichlordifluormethan
Dichlordifluormethan
(CCl2F2)
Trichlorbrommethan
Trichlorbrommethan
(CCl3Br)
Thiocarbonyltetrachlorid
(CCl2SCl)
(CCl2SCl)
Verbindungen, die inaktive
Katalysatoren ergeben
Katalysatoren ergeben
Chlorwasserstoff
(HCl)
Chlor
Chlor
(Cl2)
Methylchlorid
Methylchlorid
(CH3Cl)
Acetylchlorid
Acetylchlorid
(CH2COCl)
Dichloräthan
Dichloräthan
(CH2Cl — CH2Cl)
■ Fetrachloräthan
■ Fetrachloräthan
(CHCl2 — CHCl2)
Tetrachloräthylen
Tetrachloräthylen
(CCl2 = CCl2)
Im Falle von Verbindungen, die außer Chlor, Kohlenstoff und Wasserstoff noch andere Elemente
enthalten, können diese anderen Elemente zusätzlich zum Chlor in den Katalysator eingeführt werden.
Beispielsweise führt eine Behandlung mit Dichlordifluormethan zur Aufnahme sowohl von Chlor als
auch Fluor. Es hat sich ferner gezeigt, daß geringe Mengen Halogene (einschließlich Chlor), die im
Aluminiumoxyd vor der Chlorierungsbehandlung anwesend sein können, die Aktivität der Katalysatoren
für die Isomerisierung bei niedriger Temperatur nicht beeinträchtigen. So kann das verwendete
Aluminiumoxyd bereits bis zu 1 Gewichtsprozent Chlor und/oder Fluor enthalten, wie beispielsweise
bei einem Katalysator, der normalerweise für die Reformierung von im Benzinbereich siedenden Kohlenwasserstoffen
verwendet wird. Die bevorzugten Verbindungen, die aktive Katalysatoren ergeben, sind Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform und Äthylenchlorid.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel, in der X und Y zusammen O und S sind, sind Phosgen
und Thiophosgen.
Die an den Katalysator angelagerte Chlormenge liegt vorzugsweise im Bereich von 1 bis 15 Gewichtsprozent.
Die genaue Menge hängt von der durch Stickstoffadsorption bei tiefer Temperatur gemessenen
Oberflächengröße ab. Es hat sich gezeigt, daß die maximale Chlormenge, die ohne Bildung von freiem
Aluminiumchlorid zugesetzt werden kann, mit der Oberfläche im Zusammenhang steht und etwa 3,0
bis 3,5 · 10~4 g pro Quadratmeter Oberfläche des anorganischen Oxyds beträgt. Bevorzugt wird maximale
Chlorierung, jedoch werden auch mit niedrigeren Chlormengen aktive Katalysatoren erhalten.
Geeignet ist daher ein Bereich von 2,0 · 10 4 bis 3,5 · 10 4 g/m2. Da also die maximale Chlormenge,
die angelagert werden kann, mit der Größe der Oberfläche des Oxyds im Zusammenhang steht, ist
es vorteilhaft, wenn beispielsweise das Aluminiumoxyd eine große Oberfläche von mehr als 250 m2/g,
vorzugsweise von mehr als 300 m'2/g, aufweist.
Das Aluminiumoxyd enthält vorzugsweise ein
Metall oder eine Metallverbindung mit Hydrieraktivität aus den Gruppen VI a und VIII des Periodischen
Systems in einer geringen Menge, z. B. von weniger als 25 Gewichtsprozent des Gesamtkatalysators.
Bevorzugt wird ein Platingruppenmetall, das in einer Menge von 0,01 bis 5 Gewichtsprozent,
vorzugsweise von 0,1 bis 2 Gewichtsprozent, vorhanden sein kann. Als Platingruppenmetalle
werden Platin und Palladium bevorzugt.
Die Behandlung der aus dem Platingruppenmetall und Aluminiumoxyd bestehenden Masse mit der
Chlorverbindung wird vorzugsweise vorgenommen, während sich das Platingruppenmetall im reduzierten
Zustand befindet. Es wird angenommen, daß in diesem Fall ein Teil des aufgenommenen Chlors
mit dem Platingruppenmetall als aktiver Komplex assoziiert wird.
Die nicht reduzierenden Bedingungen, die für die Chlorierung angewendet werden, können entweder
inert oder oxydierend sein. Eine einfache Methode der Behandlung des Aluminiumoxyds besteht darin,
die Chlorverbindung als gasförmigen Strom entweder allein oder vorzugsweise in einem nicht reduzierenden
Trägergas über das Aluminiumoxyd zu leiten. Geeignete Trägergase sind beispielsweise Stickstoff, Luft
und Sauerstoff. Nicht reduzierende Bedingungen sind wesentlich, da reduzierende Bedingungen die Chlorverbindung
in Chlorwasserstoff umwandeln, wodurch ein inaktiver Katalysator erhalten wird. Die Chlorierungstemperatur
liegt zwischen 140 und 593 0C. Bei der Behandlung von Katalysatoren, die aus
einem Platingruppenmetall und Aluminiumoxyd bestehen, ist darauf zu achten, daß die Bildung von
flüchtigen Platinkomplexen verhindert wird. Die Neigung zur Bildung solcher Komplexe wird mit
steigender Temperatur stärker. Die Behandlung dieser Katalysatoren erfolgt deshalb vorzugsweise bei Temperaturen
von 149 bis 3710C, insbesondere von 177 bis 288° C (Anfangstemperaturen).
Die Geschwindigkeit des Zusatzes der Chlorverbindung sollte so niedrig wie möglich sein, um gleichmäßige
Chlorierung sicherzustellen und einen schnellen Temperaturanstieg als Folge der exothermen
Reaktion zu vermeiden. Vorzugsweise liegt die zugeführte Menge nicht über 1,3% Chlorverbindung
pro Minute, bezogen auf das Gewicht des Katalysators. Bei Verwendung eines Trägergases beträgt
die Strömungsgeschwindigkeit vorzugsweise wenigsten 200 V/V/Katalysator je Stunde. Geeignet ist
hierbei ein Bereich von 200 bis 1000V/V/Std.
Zweckmäßig wird bei Drücken im Bereich von Normaldruck bis 17,5 atü gearbeitet.
Da der aktive Katalysator in Gegenwart von Wasser hydrolysiert wird, muß er unter wasserfreien
Bedingungen gelagert werden; ebenso müssen die zur Katalysatorherstellung verwendeten Materialien
wasserfrei sein.
Der Katalysator ist für eine Reihe von Kohlen-Wasserstoffumwandlungsreaktionen
aktiv. Seine Regenerierung kann bei allen Verfahren erfolgen, bei denen eine Deaktivierung stattfindet, besonders bei
Isomerisierungsverfahren, bei denen Q- oder höhere Paraffinkohlenwasserstoffe, die im Benzinbereich,
d. h. bis 2040C, sieden, in Gegenwart von Wasserstoff
bei einer Temperatur unter 2040C mit einem
Katalysator zusammengeführt werden, der in der vorstehend beschriebenen Weise hergestellt wurde.
Der Ausdruck »Isomerisierung« umfaßt sowohl die Umwandlung von Normalparaffinen in Isoparaffine
als auch die Umwandlung von Isoparaffinen in Isoparaffine mit höherem Verzweigungsgrad. Hierbei
werden vorzugsweise Materialien eingesetzt, die einen höheren Anteil an Pentanen, Hexanen oder
ein Gemisch dieser Paraffine enthalten.
Die Isomerisierung wird besonders unter folgenden Bedingungen in der Flüssigphase oder Dampfphase
durchgeführt:
Druck V bis 140 atü, insbesondere 16 bis 70 atü
Temperatur 10 bis 2040C, insbesondere 66 bis 177°C
Raumströmungsgeschwindigkeit des Einsatzes
(auf Flüssigzustand bezogen) 0,05 bis 10 V/V/Std.,
insbesondere 0,2 bis 5 V/V/Std. Wasserstoff-Kohlenwasserstoff-Molverhältnis 0,01 bis 20 : 1, insbesondere 1,5 bis 15 : 1
20
Die deaktivierende Wirkung der Verunreinigungen, insbesondere von Aromaten und Olefinen, scheint
sich zu addieren. Daher wirken bereits sehr geringe Mengen von Verunreinigungen deaktivierend. Beispielsweise
haben Aromaten- oder Olefinmengen von 0,01 Gewichtsprozent oder mehr, bezogen auf das
Einsatzmaterial, insbesondere von 0,1 Gewichtsprozent oder mehr, eine schädliche Wirkung. Zwar
soll erfindungsgemäß die Aktivität wieder hergestellt werden, doch ist es zweckmäßig, die Menge der
Verunreinigungen gegebenenfalls durch Vorbehandlung des Einsatzmaterials gering zu halten. Vorzugsweise
sind die Aromaten und Olefine in Mengen von nicht mehr als je 0,5 Gewichtsprozent vorhanden. Es
ist ferner zweckmäßig, die Schwefel- und Wassermengen in der Reaktionszone niedrig zu halten, beispielsweise
unter je 5 Teilen pro Million Teile.
Dieses Beispiel veranschaulicht die Wiederherstellung
der Aktivität eines deaktivierten Katalysators durch Behandlung mit Wasserstoff und anschließende
Aufchlorierung.
Ein Katalysator wurde durch Umsetzung von Tetrachlorkohlenstoff mit einem handelsüblichen
Reformierkatalysator, der aus 0,58 Gewichtsprozent Platin auf Aluminiumoxyd bestand, unter folgenden
Bedingungen hergestellt:
Anfangstemperatur des
Katalysators, 0C 288
Luftmenge (Trägergas), V/V/Std. ... 500
CCU-Zusatz, Volumprozent,
CCU-Zusatz, Volumprozent,
bezogen auf Luft 0,7
Insgesamt zugesetztes CCI4,
Gewichtsprozent, bezogen
auf den Katalysator 30
Der Katalysator hatte folgende Zusammensetzung:
Chlor, Gewichtsprozent 13,9
Kohlenstoff, Gewichtsprozent 0,04
Oberfläche, m2/g 336
Porenvolumen, cm3/g 0,29
Der Katalysator wurde zur Isomerisierung einer entschwefelten entaromatisierten Hexanfraktion aus
einem Leichtbenzin unter folgenden Bedingungen verwendet:
Temperatur, 0C 132
Druck, atü 17,5
Raumströmungsgeschwindigkeit
(gerechnet als Flüssigkeit), V/V/Std. 1,0
Wasserstoff-Kohlenwasserstoff-Molverhältnis 2,5 :. 1
Wasserstoff-Kohlenwasserstoff-Molverhältnis 2,5 :. 1
Wasserfreier Chlorwasserstoff wurde in einer solchen Menge zugesetzt, daß die HCl-Konzentration
im Kreislaufgas bei 5 Molprozent gehalten wurde. Nach einer Laufzeit von 160 Stunden (also vor vollständiger
Deaktivierung) wurde der Versuch abgebrochen. Es wurde festgestellt, daß der Katalysator,
der oben vom Bett genommen wurde, eine erhebliche Menge an Kohlenstoff und Wasserstoff aufgenommen
hatte. Folgende Werte wurden ermittelt:
Chlor, Gewichtsprozent 13,15
Kohlenstoff, Gewichtsprozent 3,73
Wasserstoff, Gewichtsprozent 0,94
Oberfläche, m2/g 257 .
Proben des frischen und des gebrauchten Katalysators wurden dann auf ihre Wirksamkeit bei der
Isomerisierung unter Verwendung eines entschwefelten Pentaneinsatzes unter folgenden Bedingungen
geprüft:
Temperatur, 0C 132
Druck, atü 17,5
Raumströmungsgeschwindigkeit
(gerechnet als Flüssigkeit), V/V/Std. 2,0
(gerechnet als Flüssigkeit), V/V/Std. 2,0
Wasserstoff-Kohlenwasserstoff-Molverhältnis 2,5 : 1
Nach einer Laufzeit von 30 Stunden ergaben Analysen des Einsatzes und der Produkte folgende
Werte:
45
| Zusammensetzung, ermittelt durch Gas-Flüssigkeits- Chromatographie |
Ein satz |
Frischer Katalysator |
Gebrauchter Katalysator |
| C5-Paraffinfraktion n-Pentan Isopentan |
92 8 |
25 75 |
50 50 |
Der gebrauchte Katalysator hatte somit eine niedrigere Aktivität für die Isomerisierung als der
frische Katalysator.
Eine weitere Probe des ggbrauchten Katalysators wurde mit Wasserstoff behandelt, der in einer Menge
von 200 V/V/Std. durchgeleitet wurde. Die Temperatur betrug 3710C, die Behandlungsdauer 53 Stunden.
Nach der Behandlung wurde die Katalysatorzone mit trockenem Stickstoff wasserstofffrei geblasen.
Nach Abkühlung auf Umgebungstemperatur wurde eine kleine Probe zur Analyse genommen.
Diese Analyse ergab folgende Zusammensetzung:
Chlor, Gewichtsprozent 7,8
Kohlenstoff, Gewichtsprozent 0,04
Wasserstoff, Gewichtsprozent 0,10
Oberfläche, m2/g 350
Porenvolumen, cm3/g 0,33
ίο
Die Analyse zeigt somit eine fast vollständige Entfernung von Kohlenstoff und Wasserstoff sowie
einen Verlust von ungefähr der halben Chlormenge.
Der mit Wasserstoff behandelte Katalysator wurde dann auf einen Chlorgehalt von 13 Gewichtsprozent
aufchloriert, wobei die gleiche Methode wie bei der Herstellung des ursprünglichen Katalysators angewendet,
jedoch eine entsprechend geringere Menge an Gesamtchlor zugeführt wurde. Der aufchlorierte
Katalysator wurde mit Pentan als Einsatzmaterial auf seine Isomerisierungsaktivität geprüft. Eine vollständige
Wiederherstellung der Aktivität wurde erreicht, erkennbar an einem Isopentangehalt des
Produkts von 74 Gewichtsprozent nach einer Laufzeit von 30 Stunden.
i5
Ein Teil des deaktivierten Katalysators vom Beispiel 1 wurde mit Stickstoff behandelt, der mit
200 V/V/Std. durchgeleitet wurde. Die Dauer der Behandlung betrug 53 Stunden, und die angewendete
Temperatur lag im Bereich von 260 bis 493 0C. Die Temperatur wurde stufenweise um 28° C während
einer Dauer von 1 Stunde erhöht, dann 3 Stunden konstant gehalten und anschließend um weitere
28° C in 1 Stunde erhöht usw. Analysen des Katalysators vor und nach dieser Behandlung hatten
folgende Ergebnisse:
Platin, Gewichtsprozent
Chlor, Gewichtsprozent
Kohlenstoff, Gewichtsprozent
Wasserstoff, Gewichtsprozent
Wasserstoff, Gewichtsprozent
Vorher
0,388
13,15
3,73
0,94
13,15
3,73
0,94
Nachher
0,466
7,0
0,75
0,10
7,0
0,75
0,10
35
Hieraus ist ersichtlich, daß durch die Behandlung eine wesentliche Entfernung des Kohlenstoffs und
Wasserstoffs erfolgte und wiederum etwa die Hälfte des Chlors entfernt wurde.
Dieses Beispiel veranschaulicht die Reaktivierung eines deaktivierten Katalysators durch Behandlung
mit Wasserstoff, oxydatives Abbrennen und Aufchlorierung.
Ein Katalysator der folgenden Anfangszusammensetzung:
Platin, Gewichtsprozent 0,53
Chlor, Gewichtsprozent 13,0
Aluminiumoxyd Rest
wurde 974 Stunden für die Isomerisierung unter folgenden Bedingungen eingesetzt:
Einsatz Cs-Cö-Benzinfraktion
Temperatur, 0C 110 bis 132
Druck, atü 17,5
Raumströmungsgeschwindigkeit
V/V/Std 1 bis 2
V/V/Std 1 bis 2
Wasserstoff-Kohlenwasserstoff-Mol
verhältnis 2,2 : 1
verhältnis 2,2 : 1
Nach den 974 Stunden hatte die Katalysatoraktivität auf 69 Gewichtsprozent Isopentanbildung
von anfänglich 78 Gewichtsprozent Isopentanbildung abgenommen. Der Katalysator wurde dann in drei
Stufen wie folgt reaktiviert:
Stufe 1 — Wasserstoffbehandlung
Druck, atü 7
Temperatur, 0C Umgebungstemperatur
bis 427
(Anstieg 28°C/Std.)
Kreislaufmenge,
Kreislaufmenge,
V/V/Std 33,75
(gerechnet bei 7 atü)
Dauer bei 4270C,
Stunden 10
Dauer bei 4270C,
Stunden 10
Das Kreislaufgas wurde durch »Sofnolite« geleitet, um saure Komponenten zu entfernen, und mit
einem Molekularsieb getrocknet. Analysen des Kreislaufgases (nach dem Waschen und Trocknen) hatten
folgende Ergebnisse:
| 0 | 2 | 4 | Zeit, Stunden | 10 . | 204 | 232 bis 260 | 12 | C | 16 | 26'/2 | 31V2 | |
| 8 | Katalysatortemperatur, | 288 bis 316 | ||||||||||
|
Umgebungs
temperatur |
38 bis 93 | 66 bis 149 | 99,0 | 99,3 | 371 | 427 | 427 | |||||
| — | — | 99,6 | ||||||||||
| Zusammensetzung | 100 | 99,9 | 99,8 | Spur | — | 0,3 | 99,4 | 98,8 | 98,8 | |||
| H2, Molprozent ... | — | — | — | — | — | Spur | 0,6 | 1,1 | 1,2 | |||
| CH4, Molprozent .. | Spur | Spur | Spur | o;6 | 0,3 | — | Spur | 0,1 | Spur | |||
| C2H6, Molprozent.. | — | Spur | Spur | — | — | Spur | ' — | — | — | |||
| C3H8, Molprozent.. | Spur | Spur | 0,1 | 0,2 | 0,2 | — | — | — | — | |||
| i-CjHio, Molprozent | — | Spur | Spur | 0,2 | 0,2 | Spur | — | — | — | |||
| n-CiHio, Molprozent | Spur | 0,1 | 0,1 | 0,1 | — | — - | — | |||||
| 1-C5H12, Molprozent | — | Spur | Spur | — | — | — | ||||||
| CeHw, Molprozent | ||||||||||||
Diese Analysen zeigen, daß Ca-CVKohlenwasserstoffe
während der Anfangszeit vom Katalysator desorbiert werden. Diese Kohlenwasserstoffe werden
dann vermutlich in einem kalten Teil des Systems niedergeschlagen, wahrscheinlich durch Adsorption
am »Sofnolite« oder Molekularsieb. Der Anstieg des
IM 537/540
Methananteils bei den höheren Temperaturen (316 bis 427 0C) rührt vermutlich von der destruktiven
Hydrierung von »Koks« auf dem gebrauchten Katalysator her.
Stufe 2 — Oxydative Behandlung
Nach Beendigung der Stufe 1 wurde das System ventiliert und mit Stickstoff gespült und gefüllt. Die
Katalysatortemperatur wurde für die Oxydation auf 3710C eingestellt. Hierdurch wurde restlicher »Koks«
unter folgenden Bedingungen entfernt:
Temperatur, 0C 132
Druck, atü 17,5
Raumströmungsgeschwindigkeit,
V/V/Std 2
Wasserstoff-Kohlenwasserstoff-Molverhältnis 2,5 : 1
Zusatz von Tetrachlorkohlenstoff zum Einsatz, Gewichtsprozent ... 1
ο Die verwendeten Einsatzmaterialien, die erhaltenen Ergebnisse und die Regenerierungsbedingungen in
jed.em Versuchsabschnitt waren folgende:
Druck, atü 7
Temperatur, 0C 371
(maximal 454° C)
Kreislaufmenge,
V/V/Std 33,75
Kreislaufmenge,
V/V/Std 33,75
(berechnet bei 7 atü) Dauer, Stunden 5,5
Luft wurde in einer solchen Menge zugeführt, daß die Sauerstoffkonzentration am Reaktoreintritt 1 Volumprozent
betrug. Das aus dem Reaktor austretende Material wurde durch,.eine mit »Sofnolite«/Molekularsieb
gefüllte Wasch- und Trockenapparatur geleitet. Nach 1 Stunde erreichte die Temperatur an
der Oberseite des Katalysatorbetts 454° C, worauf die Luftmenge verringert wurde. Nach weiteren
2,5 Stunden wurde die Luftmenge so erhöht, daß die Sauerstoffkonzentration am Reaktoreintritt wieder
1 Volumprozent betrug. Hierbei wurde ein geringer Temperaturanstieg (etwa 3,30C) am Boden des
Katalysatorbetts festgestellt. Nach einer weiteren Stunde enthielt das aus dem Reaktor austretende
Gas 2 Volumprozent Sauerstoff. Diese Konzentration stieg während der folgenden Stunde auf 5,6 Volumprozent,
worauf die oxydative Behandlung beendet wurde. In den unteren drei Vierteln des Katalysatorbetts
wurde nur ein geringer Abbrand festgestellt., . ·
Stufe 3 — Aufchlorierung
Nach der oxydativen Behandlung wurde der Reaktor ventiliert und mit frischem Stickstoff gespült
und gefüllt und für die Aufchlorierung auf 232°C gebracht. Die Aufchlorierung wurde unter den im
Beispiel 1 genannten Bedingungen durchgeführt.
Die Prüfung des reaktivierten Katalysators auf seine Isomerisierungsaktivität auf die im Beispiel 1
beschriebene Weise ergab, daß seine Aktivität vollständig wiederhergestellt war.
Dieses Beispiel beschreibt ein Verfahren mit mehrmaliger abwechselnder Isomerisierung und Reaktivierung
des Katalysators.
Der verwendete Katalysator wurde in ähnlicher Weise, wie im Beispiel 1 beschrieben, hergestellt und
hatte folgende Zusammensetzung:
Palladium, Gewichtsprozent 0,48
Chlor, Gewichtsprozent 11,4
Aluminiumoxyd Rest
Während des gesamten Versuchs wurden folgende
Bedingungen angewendet:
Erster Abschnitt (103 Stunden Laufzeit
Einsatzmaterial Cs-Fraktion
(92 Gewichtsprozent n-Pentan)
Produkt 76 Gewichtsprozent
Isopentan
Zur Regenerierung des Katalysators wurde Wasserstoff in einer Menge von 1000 V/V/Std. zugeführt.
Die Temperatur wurde mit einer Geschwindigkeit von 56°C/Std. von 27 auf 427°C erhöht und 12 Stunden
bei diesem Wert gehalten. Der Katalysator wurde im Wasserstoffstrom auf 2600C gekühlt und dann
mit/Stickstoff gespült. Bei dieser Temperatur von 2600C wurde Luft in einer Menge von 200 V/V/Std.
eingeleitet. Die Temperatur stieg auf 454° C und wurde 2 Stunden bei diesem Wert gehalten und dann
erneut auf 2600C gesenkt. Bei dieser Temperatur
wurde die Luftzufuhr abgebrochen und Stickstoff durch den Katalysator geblasen. Die Aufchlorierung
wurde bei 2600C unter Verwendung eines Stickstoffstroms
durchgeführt, der mit Tetrachlorkohlenstoff bei 00C gesättigt war und mit 1500 V/V/Std. zugeführt
wurde. Das Gesamtgewicht des eingeleiteten Tetrachlorkohlenstoffs, betrug 50 Gewichtsprozent,
bezogen auf den Katalysator.
Zweiter Abschnitt (420 Stunden Laufzeit)
Bis zur 280. Stunde der Laufzeit waren Einsatzmaterial und Produkt die gleichen wie im ersten,
Abschnitt. Von der 280. bis 350. Stunde wurde als Einsatzmaterial eine Cs-Cö-Benzinfraktion verwendet.
Nach der 280. Stunde betrug der Umsatz zu Isopentan 70 Gewichtsprozent und zu 2,2-Dimethylbutan
30 Gewichtsprozent. Bis zur 350. Stunde der Laufzeit fiel der Umsatz auf 40 bzw. 8 Gewichtsprozent,
worauf auf eine Cs-Fraktion als Einsatzmaterial übergegangen wurde. Der Umsatz von
40 Gewichtsprozent bei der 350. Stunde der Laufzeit fiel auf 8 Gewichtsprozent nach der 420. Stunde.
Die Reaktion wurde dann abgebrochen und der Katalysator auf die gleiche Weise wie im ersten
Abschnitt reaktiviert. ν
Dritter Abschnitt (470 Stunden Laufzeit)
Als Einsatzmaterial bis zur 40. Stunde diente eine Cs-Fraktion. Das Produkt bestand zu 74 Gewichtsprozent
aus Isopentan. Von der 40. Stunde bis zur 470. Stunde diente als Einsatzmaterial eine
C5-C6-Fraktion. Das Produkt enthielt 65 Gewichtsprozent
Isopentan nach der 40. Stunde; Abnahme auf 58 Gewichtsprozent nach der 470. Stunde, und
29 Gewichtsprozent 2,2-Dimethylbutan nach i der 40. Stunde, Abnahme auf 20 Gewichtsprozent nach
der 470. Stunde. : ■ ■.
Der Katalysator wurde dann wieder auf die gleiche Weise wie im ersten Versuchsabschnitt
reaktiviert.
Vierter Abschnitt (250 Stunden Laufzeit)
Als Einsatzmaterial diente wieder eine Cs-Ce-Fraktion.
Die folgenden Produktausbeuten wurden erhalten :
Isopentan, Gewichtsprozent
2,2-Dimethylbutan, Gewichtsprozent
2,2-Dimethylbutan, Gewichtsprozent
Beginn
68
30
30
IO
Ende
52
15
15
Die Reaktivierung nach dem vierten Abschnitt wurde wie vorher durchgeführt.
Drei weitere, aus Verarbeitung und Reaktivierung bestehende Abschnitte wurden durchgeführt. Am
Ende des siebten Abschnitts wurde der Katalysator analysiert. Der Chlorgehalt von 5,1 Gewichtsprozent
war niedrig, aber der Palladiumgehalt war unverändert und der Katalysator noch in guter physikalischer
Verfassung.
Dieses Beispiel zeigt somit, daß wiederholte Reaktivierungen mit guter Wiederherstellung der Katalysatoraktivität
und ohne Schädigung des Katalysators möglich sind.
Claims (5)
1. Verfahren zum Regenerieren von deaktivierten Katalysatoren, die zur Durchführung von
Reaktionen vom Friedel-Crafts-Typ geeignet und ursprünglich durch Umsetzung von feuerfesten
Oxyden der Metalle der II. bis V. Gruppe des Periodischen Systems, vorzugsweise von aktiviertem
Aluminiumoxyd, die gegebenenfalls ein hydrieraktives Metall der Gruppe VI a oder VIII
des Periodischen Systems enthalten, mit Verbin-
düngen der allgemeinen Formel
Cl
Cl
X — C — Cl
in der X und Y gleich oder verschieden sein können und H, Cl, Br, F und/oder SCl oder
zusammen O oder S bedeuten, unter nicht reduzierenden Bedingungen bei 140 bis 593 0C derart
hergestellt worden sind, daß Chlor vom Oxyd ohne Bildung des freien Chlorids aufgenommen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß man die Katalysatoren bei Temperaturen über 2040C mit einem sauerstofffreien Gas behandelt
und anschließend mit den Verbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel unter den vorstehend
genannten Bedingungen wieder chloriert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung mit dem
sauerstofffreien Gas bei allmählich oder stufenweise mit einer Geschwindigkeit von 14 bis
51°C/Std. gesteigerter Temperatur im Bereich zwischen 260 und 538° C, vorzugsweise zwischen
316 und 4820C, durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als sauerstofffreies Gas
Wasserstoff verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Katalysatoren nach
der Behandlung mit dem s^uer stofffreien Gas und vor der Rechlorierung zunächst mit einem
sauerstoffhaltigen Gas bei Temperaturen zwischen 260 und 5380C, vorzugsweise zwischen 371 und
454°C, behandelt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Drücken zwischen
Atmosphärendruck und 53,5 kg/cm2 arbeitet.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 220 836.
Deutsches Patent Nr. 1 220 836.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB1029/64A GB1056225A (en) | 1964-01-09 | 1964-01-09 | Improvements relating to the reactivation of catalysts |
Publications (1)
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|---|---|
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Family Applications (1)
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| CH (1) | CH477913A (de) |
| CS (1) | CS171198B2 (de) |
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| IL (1) | IL22649A (de) |
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