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Nach unten fördernder Wendelförderer Die Erfindung betrifft einen
nach unten fördernden Wendelförderer, bei welchem die Förderrinne unter der Wirkung
eines Schwingungserregers schwingfähig in senkrechter Lage aufgehängt ist.
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Bei einem Förderer dieser Art ist der Motor, der die Unwuchtgewichte
zur Schwingungserregung antreibt, fest mit der Förderspirale verbunden. Diese gesamte
Vorrichtung ist dann mit Hilfe von Federn schwingfähig aufgehängt. Der Motor führt
also die Schwingbewegungen des Förderers mit aus (deutsche Auslegeschrift 1088 871).
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Weiterhin ist ein Wendelförderer bekannt, bei dem die Wendel selbst
um ihre senkrechte Mittelachse gedreht wird. Diese Drehbewegung wird ausgenutzt,
um mit der Wendel über ein Getriebe verbundene Unwuchtgewichte anzutreiben. Diese
Schwingungserregung arbeitet also nur, wenn die Wendel gedreht wird (deutsche Patentschrift
695 938).
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wendelförderer der
eingangs genannten Art zu schaffen, der möglichst leicht und kompakt gebaut ist
und mit geringerem Energieaufwand in Schwingungen versetzt werden kann, als es bisher
möglich war.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Schwingantrieb unabhängig
von der Förderrinne angeordnet und durch eine flexible Welle mit dem Schwingungserreger
verbunden ist. Durch diese Anordnung wird also nur die eigentliche Fördereinrichtung
in Schwingungen versetzt, und der die Schwingungen erzeugende Motor wird nicht mit
erregt. Es ist also eine geringere Masse zu erregen, wodurch wiederum eine geringere
Dämpfung auftritt. Darüber hinaus kann die Aufhängung leichter ausgeführt sein,
da sie das Gewicht des Schwingungserregers nicht mitzutragen braucht. Außerdem kann
ohne großen baulichen Aufwand ein Getriebe unterschiedlichster Bauart zwischen Motor
und der eigentlichen, mit der Förderrinne verbundenen Erregereinrichtung zwischengeschaltet
werden, um einen - größeren Anwendungsbereich zu gewährleisten.
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In vorteilhafter Weise ist die Vorrichtung nach der Erfindung derart
ausgestaltet, daß die Förderrinne seitlich frei bewegbar aufgehängt ist, so daß
sie beispielsweise an ihrem Abförderende mit einer entsprechenden Aufnahme des Fördergutes
ausgerüstet werden kann.
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Bei der die Schwingungserregung übertragenden flexiblen Welle kann
es sich in vorteilhafter Weise um einen elastischen Schlauch handeln.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, den Schwingungsantrieb
auf einen entsprechend ausgestalteten Träger zu befestigen, an dem
dann eine Anzahl
flexibler Kabel befestigt sind, die der Aufhängung der Förderrinne dienen. In diesem
Fall ist es wiederum möglich, den Schwingungsantrieb tragenden Träger flexibel.
an einer ortsfesten Abstützung aufzuhängen.
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In vorteilhafter Weise ist die Vorrichtung nach der Erfindung derart
ausgestaltet, daß der Schwingungserreger durch eine Unwuchtgewichte tragende Rotorwelle
gebildet ist, die zentrisch in einem die Förderrinne tragenden Rohr gelagert ist.
In vorteilhafter Weise verläuft diese Welle im wesentlichen durch das ganze Rohr
und die Unwuchtgewichte sind an den Endpunkten des Rohres in der Nähe der Lagerung
der Rotorwelle an dem Rohr angeordnet. Diese Form stellt eine vorteilhafte Anordnung
zur Ubertragung der Schwingungen dar.
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Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung
ersichtlich, in welcher die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles veranschaulicht
ist. Es zeigt F i g. 1 einen senkrechten Schnitt durch einen Wendelförderer nach
der Erfindung, F i g. 2 einen Schnitt gemäß der Linie 2-2 der Fig. 1 und F i g.
3 einen Schnitt gemäß der Linie 3-3 der Fig. 1.
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In den F i g. 1 bis 3 ist eine Ausführungsform eines Wendelförderers
nach der Erfindung dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das ein Gehäuse
bildende Rohr 92, das die eigentliche Förderrinne 118 trägt, an einem Paar flexibler
Kabel 94 aufgehängt,
so daß eine Schwenkbewegung senkrecht zu der
durch die Kabel 94 gebildeten Ebene möglich ist. Das andere Ende der Kabel ist an
einem Motorträger 96 befestigt, der den den Schwingungsantrieb bildenden Motor 97
trägt. Selbstverständlich können die flexiblen Kabel 94 durch entsprechende Mittel,
beispielsweise Federn, ersetzt sein. Der Motor zeigt einen Stator oder Rahmen 101
und einen Rotor mit einer Welle 102. Die Kabel 94 sind mittels Schwenkverbindungen
98 und 100 an dem Halter und dem Gehäuse befestigt und gestatten eine freie Schwingbewegung
des Gehäuses. Der Motorträger 96 ist über ein Kabel 99 an einer festen Stütze 95
befestigt. Der Elektromotor 97 versetzt eine flexible Welle 104 in Umlauf, die bei
der dargestellten Ausführungsform aus einem Gummischlauch besteht, der mittels KlammernlO6
und 107 an der Motorwelle und an der Rotorwelle 108 befestigt ist, die in radial
und axial beanspruchbaren Lagern 110 und 112 durch Halter 114 und 116 gelagert sind,
welche Halter starr mit dem Gehäuse am gegenüberliegenden Ende desselben verbunden
sind. Die Welle 108 ist in der Mitte des rohrförmigen Gehäuses 92 angeordnet, und
die Kabel 94 sind in einem gleichen Abstand von der Welle 104 auf direkt gegenüberliegenden
Seiten derselben angeordnet.
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Eine spiralenförmig gewundene Förderrinne 118 ist starr am Umfang
des rohrförmigen Gehäuses befestigt. Die Neigung der Rinne beträgt ungefähr 140
Ein Paar Exzentergewichte 120 und 122 sind an der Welle 108 axial miteinander ausgerichtet
angebracht, so daß die Exzentrizitäten in Phase miteinander liegen.
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Beim Betrieb des Förderers 90 wird das Fördergut zum oberen Ende
der Rinne 118 gefördert und der Motor 97 eingeschaltet. Der Motor treibt die Welle
108 und die Exzentergewichtel20 und 122. Die Exzenter versetzen das Gehäuse 92 und
die Rinne 118 in Schwingungen und erteilen der Rinne eine kreisförmige, eine horizontale
und eine translatorische Bewegung. Hierdurch fließt das Fördergut in der Rinne sanft
nach unten. Die Flexibilität der Kabel 94 sowie der Welle 104 gestattet eine freie
kreisförmige Translationsbewegung des Gehäuses 92 sowie der Rinnell8 mit minimaler
Dämpfung Die Gewichtel20 und 122 bewirken vorzugsweise eine translatorische Kreisbewegung
der Rinne in eine Richtung, die dem Materialfluß um die Achse ent-
gegengesetzt ist,
und es erfolgt kein Rütteln oder Neigen der Rinne mit einer derartigen Phase oder
Stärke, daß die Tendenz zur Förderung des Materials nach oben im Trog besteht oder
eine Verzögerung des nach unten gerichteten Materialflusses erfolgt. Das Material
wird schnell aber sanft nach unten in der Rinne gefördert, wenn der Motor läuft,
und bei-abgeschaltetem Motor bewegt sich das Fördergut in der Rinne nicht.