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DE1263372B - Stroemungsgesteuerter Strahlverstaerker - Google Patents

Stroemungsgesteuerter Strahlverstaerker

Info

Publication number
DE1263372B
DE1263372B DEJ24263A DEJ0024263A DE1263372B DE 1263372 B DE1263372 B DE 1263372B DE J24263 A DEJ24263 A DE J24263A DE J0024263 A DEJ0024263 A DE J0024263A DE 1263372 B DE1263372 B DE 1263372B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wall
flow
nozzle
jet
amplifier
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ24263A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Allan E Mitchell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Business Machines Corp
Original Assignee
International Business Machines Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Business Machines Corp filed Critical International Business Machines Corp
Publication of DE1263372B publication Critical patent/DE1263372B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15CFLUID-CIRCUIT ELEMENTS PREDOMINANTLY USED FOR COMPUTING OR CONTROL PURPOSES
    • F15C1/00Circuit elements having no moving parts
    • F15C1/08Boundary-layer devices, e.g. wall-attachment amplifiers coanda effect

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

  • Strömungsgesteuerter Strahlverstärker Die Erfindung betrifft einen strömungsgesteuerten Strahlverstärker, der unter Anwendung des Grenzschichteffekts arbeitet, mit einem aus einer Düse in eine Ablenkkammer eintretenden Hauptstrahl, mit seitlich zum Hauptstrahl in die Ablenkkammer mündenden Steuerkanälen und Auslaßkanälen für den Hauptstrahl. Derartige Einrichtungen werden vorzugsweise angewendet in digitalen Datenverarbeitungssystemen und Rechenanlagen, können aber auch Teile einer Regel- oder Steuereinrichtung sein.
  • Zur Übertragung binärer Informationen sind Einrichtungen bekannt, in denen sich gegenseitig beeinflussende freie Strahlen eines strömenden Mediums, z. B. Öl oder Luft, verwendet werden. Die aus verschiedenen Öffnungen oder Düsen in eine Kammer frei austretenden Strahlen verlassen je nach ihrer gegenseitigen Beeinflussung die Kammer durch verschiedene Ausgänge, wodurch entsprechende Ausgangssignale erzeugt werden. Der momentane Austausch der Strömungsenergie der freien Strahlen untereinander erfordert verhältnismäßig großen Leistungsaufwand für die Steuerung. Da keine Hilfsenergie zugeführt wird, haben derartige Systeme keine Verstärkungswirkung, und ihr Anwendungsgebiet ist demgemäß beschränkt.
  • Es sind auch Einrichtungen mit mechanischen Steuermitteln bekannt, die beispielsweise als Ventile mit beweglichen Kolbenschiebern ausgebildet sind und in denen durch eine hydraulische bzw. pneumatische Steuerung der Kolbenschieber die gewünschten Verknüpfungen hergestellt werden können. Die in derartigen Einrichtungen verwendete Flüssigkeit wird unter Druck gehalten, so daß durch eine Hilfsenergie eine entsprechende Verstärkung der Ausgangssignale möglich ist. infolge -der Bewegung mechanischer Teile, der auftretenden Reibung und der bei hohen Kolbengeschwindigkeiten auftretenden Kavitationserscheinungen ist die Arbeitsgeschwindigkeit solcher Einrichtungen verhältnismäßig eng begrenzt.
  • Unter der Bezeichnung Strahlverstärker sind weiterhin Einrichtungen bekanntgeworden, bei denen ein aus einer Düse austretender Hauptstrahl einer Flüssigkeit oder eines Gases in eine oder mehrere Richtungen abgelenkt werden kann. So wurde beispielsweise eine Anordnung vorgeschlagen, bei der die Lage des Hauptstrahls durch einen seitlirch auftreffenden Hilfsstrahl steuerbar ist und bei der seitlich des Hauptstrahls ein Führungskörper fest angeordnet ist, der den Hauptstrahl von einer Seite her berührt. Durch einen seitlich zugeführten Hilfs- oder Steuerstrahl kann der Hauptstrahl von dem Führungskörper abgelöst werden, so daß er kurzzeitig, nämlich für die Dauer der Wirksamkeit des Steuerstrahls, eine andere Lage einnimmt. Diese Anordnung ist demnach als monostabiles System wirksam.
  • Bei symmetrischer Gestaltung eines solchen Verstärkers wird der Strahl wahlweise in eine von zwei Richtungen abgelenkt, wobei beiderseits des Düsenaustrittes je eine Steueröffnung vorgesehen ist. Durch einen Steuerimpuls aus einer dieser Öffnungen wird der Hauptstrahl von seiner Führungsfläche auf dieser Seite abgelöst und legt sich an die gegenüberliegende Führungsfläche an. Derartige bistabile Anordnungen, die unter Anwendung des Grenzschichteffekts arbeiten, gestatten vielfache Anwendungsmöglichkeiten in digitalen Rechenanlagen, beispielsweise als Speicherelement, als Sehalter od. ä. ` Ein besonderes Problem bei solchen Verstärkeranordnungen ist die Stabilisierung des Strahls in Verbindung reit einer kurzen Bauweise und einer verlustarmen Arbeitsweise. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Verhältnisse wesentlich zu verbessern, und sie ist dadurch gekennzeichnet, daß die der Düse für den Hauptstrahl gegenüberliegende Wand der Ablenkkammer zwischen den Auslaßkanälen konkav zur Düse hin gekrümmt ist. Dadurch wird eine verbesserte Stabilisierung des Hauptstrahls .erreicht, und der gesamte Strahlverstärker weist gegenüber den bekannten Verstärkern eine wesentlich geringere Baugröße auf. Während .ein kleiner Teil des Hauptstrahls das System durch vorgesehene Entlastungsöffnungen verläßt, prallt bei einem gemäß der Erfindung ausgebildeten Strahlverstärker ein weiterer Teil des Hauptstrahls, soweit er nicht in eine Ausgangsleitung geführt wird, gegen die konkav gegekrümmte Fläche der freien Strahlrichtung und wird zum Zirkulieren innerhalb der Kammer gebracht. Ein Teil dieser zirkulierenden Strömung wird zur Düse hin zurückgelenkt und unterstützt dadurch die Stabilisierung des am Führungskörper bzw. an der Wand haftenden Hauptstrahls. Ein weiterer Teil der durch die gemäß der Erfindung konkav gekrümmte Wand abgelenkten Strömung entweicht durch die Entlastungsöffnungen und übt gegebenenfalls eine saugende Wirkung an der Ausgangsleitung aus. Durch diese Unterstützung der Ablenkung und die erreichte Stabilisierungswirkung sind sehr kurze Bauelemente möglich, die geringere Druckverluste im Strömungsmedium und kürzere Ansprechzeiten gewährleisten. Denn ein nach der Erfindung ausgebildeter Strömungsverstärker - erlaubt eine starke Verkürzung des Hauptstrahls und gewährleistet infolge der geringeren Baulänge den größtmöglichen Druckwiedergewinn in den Ausgangskanälen.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung geht von einem erfindungsgemäßen Strahlverstärker aus, bei welchem zwei Ausgangskanäle in im wesentlichen gleich großen Winkeln zur freien Strömungsrichtung angeordnet sind, und besteht darin, daß die gekrümmte, durch die Ausgangskanäle unterbrochene Wand nach beiden Seiten sich bis zu je einer Entlastungsöffnung erstreckt, wodurch der Zirkulationsprozeß gefördert wird.
  • Die Erfindung ermöglicht es, mit geringster Baulänge mehrere Elemente zur logischen Verknüpfung .binärer Signale mittels sich gegenseitig beeinflussender freier Strahlen mit mindestens einem monostabilen Strömungsverstärker zu einem geschlossenen System zu vereinigen. Es kann beispielsweise eine Freistrahlanordnung zur Äquivalenzverstärkung zweier Eingangssignale mit einem als Inverter geschalteten monostabilen Strömungsverstärker vereinigt werden, der sowohl bei einem dritten Eingangssignal als auch bei einem der beiden ersten Eingangssignale und einem vierten Eingangssignal eine labile Lage einnimmt und ein Ausgangssignal sendet, entsprechend dem Signal »Summe«.
  • Die Erfindung ist im folgenden an Hand mehrerer schematischer Darstellungen näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 die Darstellung eines an einer festen begenzenden Wand entlangströmenden Strahls eines beliebigen Strömungsmediums, F i g. 2 die Darstellung eines aus einer Düse austretenden und an einer festen begrenzenden Wand entlangströmenden Strahls, der durch einen Steuerkanal am Austritt der Düse ablenkbar ist, F i g. 3 die Darstellung einer ähnlichen Einrichtung wie in F i g. 2, die als monostabiler reiner Strömungsverstärker ausgebildet ist, F i g. 4 die Darstellung der Strömungsverhältnisse in einem Strömungsverstärker, bei dem in der freien Strahlrichtung eine konkav zur Düse gekrümmte begrenzende Wand angeordnet ist, F i g. 5 die Darstellung der Strömungsverhältnisse des Verstärkers nach F i g. 4 beim Wirksamwerden eines Steuersignals. und F i g. 6 die Darstellung eines ähnlichen Strömungsverstärkers wie in: F i g. 5, bei dem an Stelle einer einseitig begrenzenden Wand eine Schneide argeordnet ist. -An Hand der F i g. 1 bis 3 werden zunächst die Strömungsverhältnisse bei der Ablenkung eines aus einer Düse austretenden Strahls in allgemeiner Form erläutert.
  • ` Gemäß F i g. 1 fließt eine Strömung 11 eines flüssigen oder gasförmigen Mediums längs einer begrenzenden Wand 12,13 mit einer Knickstelle 14. Die Strömung 11 sei als zunächst laminare Strömung angenommen und ist durch ausgezogene Linien dargestellt. Stark beschleunigte Strömungen können als laminare Strömungen angesehen werden. Sie bilden an begrenzenden Wänden Grenzschichten, die als ebenfalls laminare Grenzschichten betrachtet werden können. Wenn infolge einer Formänderung der Wand oder eines sonstwie verursachten, von der Wand weggerichteten Druckgradienten der Strömung sich die laminare Grenzschicht von der festen Wand löst, kann sich entweder ein freier Strahl, begrenzt von Totwasserzonen oder Wirbeln, ausbilden, oder aber der Strahl haftet weiter abwärts in Strömungsrichtung wieder an der festen Wand, nun mit einer turbulenten Grenzschicht, an.
  • Die Ursache für dieses Wiederanhalten ist ein auf die Wand hin gerichteter innerer Druckgradient der Strömung, der dadurch zustande kommt, daß auf der Wandseite des Strahls ein Nachströmen aus der Umgebung als Ersatz für vom Strahl mitgerissene Teilchen durch die feste begrenzende Wand behindert wird und somit auf dieser Seite ein Unterdruck entsteht.
  • Die Knickstelle 14 in der festen Wand ist für die Strömung 11 ein Trennpunkt. Die laminare Grenzschicht löst sich dort von der Wand ab und geht in eine freie Grenzschicht 15 über, welche den freien Strahl von der Totwasserzone oder den Wirbeln abgrenzt. Die Wirbelbildung und die Unmöglichkeit des Nachströmens läßt einen auf die Wand hin gerichteten inneren Druckgradienten entstehen, der ein Wiederanhalten des Strahls 11 an der Wand 13 bei Punkt 16, im folgenden Haftpunkt genannt, bewirkt. Zwischen der als Trennpunkt wirksamen Knickstelle 14 und dem Haftpunkt 16 wird von der Grenzschicht 15 und von der festen Wand 13 als Trennungszone der Strömung der Trennwirbel 17 eingeschlossen. Die zunächst laminare Strömung 11 geht in eine durch gestrichelte Strömungslinien dargestellte turbulente Strömung 18 über. Die Übergangszone zwischen laminarer und turbulenter Strömung hat etwa den durch die punktierte Linie 19 angedeuteten Verlauf.
  • Bei der Gestaltung des Strömungsweges gemäß F i g. 2 strömt das Medium von einem Hauptkanal 21 durch eine Düse 22. Auf einer Seite des aus der Düse 22 austretenden Strahls ist eine feste begrenzende Wand 23 angeordnet, an der aus den oben erläuterten Gründen der Strahl anhaftet. Die Kante 24 der Düse 22 wirkt als Trennpunkt für die Strömung. Der Haftpunkt 25 befindet sich an irgendeiner bestimmten Stelle der festen Wand 23. Das Ende der Wand 23 wirkt für die entlangfließende Strömung als weiterer Trennpunkt 26, so daß der gestrichelt- dargestellte Strahl 27 in der durch die Richtung der Wand vorgegebenen Richtung weiterfließt. Die Richtung der Normalen 28 der begrenzenden Wand 23 bildet mit .der durch die Achse 29 der Düse 22 -vorgegebenen freien Strahlrichtung einen Winkel 30, der kleiner als 90° ist.
  • Mittels eines Steuerkanals 31 kann die Gestalt der Trennungszone der Grenzschicht der Strömung durch Einführen oder Wegnehmen von Teilchen des Mediums verändert werden. Durch ein Drucksignal im Steuerkanal 31 wird, wie durch die punktiert eingezeichnete Begrenzung angedeutet ist, die Trennungszone vergrößert, so daß beispielsweise der Haftpunkt an die Stelle 32 verschoben wird. Erreicht man nun durch die Steuerströmung, daß der Haftpunkt 32 nahezu oder ganz mit einem weiteren Trennpunkt, z. B. dem Trennpunkt 26 am Ende der Wand zusammenfällt, so löst sich der Strahl von der Wand ab und nimmt die durch die Achse 29 definierte freie Strahlrichtung an. Da das nur dann der Fall ist, wenn ein ausreichendes Steuersignal anliegt, ist die Anordnung monostabil. Der stabile Zustand ist bei Abwesenheit eines Steuersignals durch das Anhaften des Strahls an der begrenzenden Wand 23 gegeben.
  • In der schematischen Anordnung nach F i g. 3 ist der Verlauf eines im stabilen Zustand abgelenkten Strahls gestrichelt eingezeichnet. Die labile freie Strahlrichtung ist durch einen starken Pfeil im Hauptkanal und durch die strichpunktierte Achse der Düse 42 markiert. Ein erster Trennpunkt 41 befindet sich an der Kante der Düse 42, die wegen der Einmündung des Steuerkanals 43 auch eine Formänderung der begrenzenden Wand bedeutet. Der zugehörige erste Haftpunkt 44 liegt auf dem ersten geraden Stück der begrenzenden Wand. Die Knickstelle 45 der Wand bildet einen zweiten Trennpunkt. Der zugehörige zweite Haftpunkt 46 am Ende des Trennwirbels liegt auf einem zweiten geraden Stück der begrenzenden Wand, deren Ende den weiteren Trennpunkt 47 bildet.
  • Zur Wirksamkeit der Anordnung gemäß F i g. 3 als Strömungsverstärker sind in der allgemeinen Richtungdes Strahls Ausgangsöffnungen 48 und 49 angeordnet, in deren Kanälen für das strömende Medium ein sich stauender Druck als ein den jeweiligen Betriebszustand des Strömungsverstärkers kennzeichnendes Ausgangssignal abgenommen werden kann. Für das den stabilen Zustand des Strömungsverstärkers kennzeichnende Ausgangssignal ist die eine Ausgangsöffnung 48 in der Ablenkrichtung des Strahls vorgesehen. Eine weitere Ausgangsöffnung 49 in der freien Strahlrichtung, also in Richtung der Düsenachse, liefert das Ausgangssignal für den labilen Betriebszustand, in welchen der Strömungsverstärker durch ein Steuersignal im Steuerkanal 43 gesteuert werden kann. Eine mit einem Gebiet mittleren Druckes des Mediums oder der freien Atmosphäre kommunizierende Entlastungsöffnung 50 ist zwischen dem letzten Trennpunkt 47 und der Ausgangsöffnung 48 vorgesehen, damit ein stark belasteter oder gar blockierter Ausgangskanal an der Ausgangsöffnung 48 keine Rückwirkung auf die Stellung des Strahls hat, denn anderenfalls würde ein blockierter Strahl ablenkend wirken und unter Umständen ein von der festen Wand weg gerichteter Druckgradient entstehen, der ein Ablösen des Strahls von der Wand zur Folge haben kann.
  • In der Anordnung gemäß F i g. 4 ist zur Erzielung kürzerer Strahlwege in der freien Strahlrichtung eine konkav zur Düse hin gekrümmte begrenzende Wand 64 vorgesehen. Im stabilen Zustand liegt der Strahl an der linken begrenzenden Wand 61 an, und er verläßt die Einrichtung im wesentlichen durch einen Ausgangskanal 62. Ein kleiner Teil der Strömung verläßt das System durch die Entlastungsöffnung 63, ein weiterer Teil der Strömung prallt jedoch gegen die konkav gekrümmte Wand 64 in der durch den starken Pfeil in der Zuführungsleitung markierten freien Strahlrichtung.
  • Wie durch weitere Pfeile angedeutet, wird dieser Teil der Strömung in Richtung zur anderen, der Wand 61 gegenüberliegenden Wand 68 zum Zirkulieren gebracht. Ein Teil der zirkulierenden Strömung wird zur Düse hin zurückgelenkt und unterstützt die Stabilisierung des an der Wand 61 haftenden Hauptstrahls. Ein weiterer Teil der durch die Wand 64 abgelenkten Strömung entweicht durch eine Entlastungsöffnung 65 und übt gegebenenfalls eine saugende Wirkung an einem zweiten Ausgangskanal 66 aus. Diese Wirkung kann auch durch Kopplung der Ausgänge untereinander verstärkt werden und ebenfalls zur Stabilisierung des Hauptstrahls an der begrenzenden Wand 61 beitragen. Die Bevorzugung der stabilen Lage an der Wand 61 kann durch asymmetrische Gestaltung der Wandformen erreicht werden. Auch besteht die Möglichkeit, die Trennungszone durch Unterdruck im Steuerkanal 67 zu reduzieren und damit eine stabile Lage des Hauptstrahls längs der Wand 61 zu erreichen.
  • Gemäß F i g. 5, die die gleiche Anordnung wie F i g. 4 zeigt, ist im Steuerkanal 67 ein Drucksignal angelegt. Der Hauptstrahl nimmt vorübergehend, d. h. solange das Steuersignal anliegt, eine labile Lage längs der Wand 68 ein und verläßt das System im wesentlichen durch den Ausgang 66. Diese labile Lage des Hauptstrahls entspricht nicht mehr der freien Strahlrichtung, sondern wird durch den infolge der Anordnung der konkav gekrümmten Wand 64 zirkulierenden Teil der Strömung hervorgerufen.
  • In der Ausführungsform nach F i g. 6, bei der die seitliche Führungswand durch eine Schneide 71 ersetzt ist und bei der die dem Steuerkanal 72 zugewandte Kante 73 der Düse 74 strahlablenkend wirkt, definiert die Spitze der Schneide 71 den Haftpunkt und gleichzeitig den weiteren Trennpunkt, der den Hauptstrahl in der stabilen Lage seinen Weg in den Ausgangskanal 75 nehmen läßt. Ein im Steuerkanal 72 vorhandenes Steuersignal bewirkt die Trennung des Hauptstrahls von der Schneide 71 und seine Ablenkung in der anderen Ausgangskanal 76, die durch die gegen die konkav gekrümmte Wand 77 prallende und auf der Seite der Schneide 71 zurück gegen die Düse 74 zirkulierende Teilströmung unterstützt wird.
  • Hat der dargestellte Strömungsverstärker an Stelle von einem Eingang zwei oder mehr unmittelbar nebeneinanderliegende Eingänge oder auch kombinierte Eingangsleitungen mit gemeinsamer Steueröffnung, so kann er auch als ODER-Schaltung verwendet werden. Denn jedes Steuersignal, gleich, an welchem der Eingänge es anliegt, lenkt den Hauptstrahl vorübergehend aus seiner stabilen Lage ab. Eine logische Verknüpfung »Konjunktion« kann durch einen einfachen monostabilen Strömungsverstärker nicht geleistet werden, sondern hier ist bereits eine komplizierte Bauweise notwendig. Für den Bau einer UND-Schaltung können beispielsweise mehrere dieser Anordnungen raumsparend ineinander verschachtelt werden. Kommen keine Steuersignale an, so nimmt der Hauptstrahl seine stabile Lage längs der Wand ein. Ein Steuersignal in einem ersten Steuerkanal lenkt den Hauptstrahl in einen dieser labilen Lage entsprechenden Ausgang ab, an den eine weitere Führungswand angeschlossen ist. Ein zweites Steuersignal in einem dieser zweiten Wand zugehörigen Steuerkanal .lenkt erst Bildgültig den Hauptstrahl in den Ausgang, dessen Ausgangssignal der logischen Verknüpfung »Konjunktion« der beide Eingangssignale entspricht. Es lassen sich daher mit den beschriebenen Ausführungsformen mannigfaltige ver= schiedene Eintichtüngen aufbauen, die zur Etzeugung der Ausgangssignale und als verstärkendes Element wenigstens einen motiöstabilen -reinen Strömungsverstärker enthalten. .

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Sttönlungsgesteuerter Strahlverstärker, der unter Anwendung des Grenzschichteffekts arbeitet, mit einem aus einer Düse in eine Ablenkkammer eintretenden Hauptstrahl, mit seit-Inch zuiü Häüptstrahl in die Ablenkkammer iriüriderideil Steuerkanälen und Auslaßkanälen für den Hauptstrahl; dadurch gekeünzeichn e t, daß die der Düse (42; 74) fair den Hauptstrahl gegenüberliegende Wand (64; 77) der Ablenkkammer zwischen den Auslaßkanälen (62, 66; 75, 76) konkav zur Düse (42; 74) hin gekrümmt ist.
  2. 2. Strahlverstärker nach Anspruch 1, bei welchem zwei Auslaßkanäle in im wesentlichen gleich großen Winkeln zur freien Strömungsrichtung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die gekrümmte, durch die Auslaßkanäle (62, 56) unterbrochene Wand (64) sich nach beiden Seiten bis zu einer Entlastungsöffnung (63, 65) erstreckt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 899 871; französische Patentschrift Nr. 1264 482; ÜSA.-Patentschriften Nr. 3 030 979, 3 016 063, 3 016 066; Control Engineering, Mai 1960, S. 26, 28 und 30.
DEJ24263A 1962-08-24 1963-08-16 Stroemungsgesteuerter Strahlverstaerker Pending DE1263372B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1263372X 1962-08-24

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ID=4565050

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE899871C (de) * 1944-01-28 1953-12-17 Askania Werke Ag Strahlrohrkraftschalter
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US3030979A (en) * 1960-11-16 1962-04-24 Honeywell Regulator Co Induction fluid amplifier

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