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Einrichtung zur Druckunterbindung in Rechenmaschinen Gegenstand der
Erfindung ist eine Einrichtung zur Druckunterbindung bei Kapazitätsüberschreitung
in Rechenmaschinen mit Hamtrcrhalteklinken fier die einzelnen Druckwerkstellen.
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Der Erfindung ist eine Maschine zugrunde gelegt, bei der das maschinelle
Eintragen bzw. Übernehmen von Multiplikations- oder Divisionswerten aus dem Stiftschlitten
oder einem Hilfswerk in ein Betragsschaltwerk, ein Resultatzählwerk oder ein Umdrehungszählwerk
sowie das Einbringen dieses Wertes in ein Druckwerk durch Betätigen einer Mal-,
einer Geteilt- oder einer beiden Rechenfunktionen gemeinsamen Isttaste eingeleitet
wird. Als Wertübertragungsglieder dienen hierzu verschiebbar gelagerte Zahnstangen,
mit denen alle Werke kuppelbar sind. Durch Verschieben der Zahnstangen aus ihrer
Nullstellung werden über maschinengesteuerte Fühlhebel diesen zugeordnete Hammerhalteklinken
ausgeschwenkt, wodurch diese den jeweils zugehörigen Druckhammer freigeben.
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Einrichtungen zur Signalgabe oder zur Rechen-bzw. Druckunterbindung
sind bereits hinreichend bekannt. Meist sind diese durch mit den Zähl- und Abarbeitswerken
gekuppelte Mitlaufwerke oder durch die Wertübertragungsglieder abfühlende Einrichtungen
einschaltbar. Bei letztgenannten Einrichtungen ist zur Überwachung des Resultatzählwerkes
meist ein zusätzliches Mitlaufwerk vorhanden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, mit der
die für eine nachfolgende Multiplikation in das Rechenwerk einzubringenden Faktoren
auf ihre maximale Stellenzahl überwacht werden und die bei Faktoren-Paarungen, welche
ein die Kapazität des Resultatzählwerkes überschreitendes Produkt ergeben, eine
Druckunterbindung herbeiführt.
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Erfindungsgemäß sind hierzu Schaltglieder vorgesehen, welche durch
die Hammerhalteklinken über Schubstangen in eine erste und über Schubklinken in
eine zweite Schaltlage einstellbar sind und die ihrerseits über Hebel Auslöseglieder
in ihre Wirklage bringen.
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Die Anzahl der in der Maschine angeordneten Wertübertragungszahnstangen
entspricht der maximal vorgesehenen Stellenzahl, welche das Resultatzählwerk aufweist,
während das Betragsschaltwerk und das Umdrehungszählwerk mit weniger Rechen- bzw.
Speicherstellen versehen sind. Aus der Summe der bei einer Multiplikation im Betragsschaltwerk
und im Umdrehungszählwerk belegten Stellenzahl ergeben sich zwangläufig verschiedene
Faktoren-Paarungen, durch welche jeweils die maximale Stellenzahl des ttesultatzählwerkes
erreicht bzw. überschritten wird. Die für solche Faktoren-Paarungen in Frage kommenden
Stellen werden durch die erfindungsgemäße Einrichtung überwacht.
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Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles hervor. Es zeigt F
i g. 1 eine Seitenansicht einer in einer Rechenmaschine angeordneten Druckwerk-Auslöseeinrichtung
von links gesehen, F i g. 2 eine Seitenansicht einer der Druckwerk-Auslöseeinrichtung
nach F i g. 1 zugeordneten Schalteinrichtung nach der Erfindung. gleichfalls von
links gesehen, F i g. 3 eine auseinandergezogene, perspektivische Ansicht von Teilen
des Erfindungsgegenstandes nach F i g. 2, schräg von links oben gesehen und F i
g. 4 eine auseinandergezogene, perspektivische Ansicht unmittelbar mit dem Gegenstand
der Erfindung zusammenarbeitender Steuermittel der Maschine.
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In F i g. 1 ist von Wertübertragungszahnstangen 1, welche über Langlöcher
2 auf einem Führungsbolzen 3 eines Maschinengestells 4 verschiebbar
gelagert sind, der rückwärtige Teil dargestellt. In Nulllage der Wertübertragungszahnstangen
1 liegen an ihnen unter der Kraft von an diesen und an einem gestenfesten Bolzen
7 angreifenden Federn 8 in Hammerhaiteklinken 5 schwenkbar gelagerte Fühlhebe] 6
mit abgewinkelten Enden 9 an. Die Hammerhalteklinken 5 sind auf einer gestellfesten
Achse 10 schwenkbar gelagert. Unter der Kraft der Federn 8 liegen sie mit Auslegern
11 an einer Achse 12 des Maschinengestells 4 an. Zur Tastaturseite
der Rechenmaschine hin weisen die Hammerhalteklinken 5 je einen Lappen 13 und 14
auf. Die Lappen 14 sind derart abgewinkelt, daß sie, wie aus F i g. 3 genauer zu
ersehen ist, über den Lappen 13 der jeweils nächst niedrigeren Stelle ragen und
als Nullbrücke
dienen. Schräg nach oben weisende, abgewinkelte
Arme 15 der Harnmerhalteklinken 5 übergreifen Ansätze 16 von Druckhämmern 17, welche
an Laschen 19 schwenkbar gelagert sind, die auf eine=.-gestellfesten Achse 18 befestigt
sind. Unter der Kraft von an Armen 20 der Druckhämmer 17 und an einem Bolzen 21
des Maschinengestells 4 angreifenden Federn 22 sind die Druckhämmer 17 im Gegenuhrzeigersinn
verschwenkbar. An den Druckhämmern 17 sind Zahnräder 23, 24 und 25, welche Typenräder
26 zum Einbringen von Werten mit den Zahnstangen 1 verbinden, drehbar gelagert.
In die Verzahnung der Zahnräder 25 greifen zur genauen Einstellung der Typenräder
26 an den Druckhämmern 17 schwenkbar angeordnete, unter der Kraft von Federn 28
stehende Rastklinken 27 ein.
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Beim Verschieben der Wertübertragungszahnstangen 1 aus ihrer Grundstellung
nach links (hinten) werden die Fühlhebel 6 unter der Kraft der Federn 8 bis zur
Anlage an einen Auslösebalken 29 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Dabei gelangt eine
Schaltkante 30 der Fühlhebel 6 in Führungsschlitze 31. des Auslösebalkens 29. Der
Auslösebalken 29 ist beiderseits an Schubstangen 32 angelenkt. Letztere sind ihrerseits
in Führungen 33, 34 nahezu vertikal verschiebbar. Die Schubstangen 32 sitzen unter
dem Zug von Federn 35 mit Rollen 36 an Kurvenscheiben 37 einer Maschinenhauptwelle
38 auf. Mit einem Langloch 39 sind sie auf der Maschinenhauptwelle 38 geführt. Über
die Kurvenscheiben 37 wird nach Drehen der Maschinenhauptwelle 38 um etwa 160° der
Auslösebalken 29 nach oben verschoben; die an ihm anliegenden Fühlhebel 6 werden
angehoben und die zugehörigen Hammerhalteklinken 5 im Uhrzeigersinn verschwenkt,
wodurch die Arme 15 die zugehörigen Druckhämmer 17 freigeben. In den Armen 15 der
Hammerhalteklinken 5 sind seitlich Schaltstifte 40 befestigt, deren Zweck später
noch erläutert wird.
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Wie aus F i g. 2 zu ersehen ist, sind auf einer gestellfesten Achse
41 U-förmig gebogene Schaltglieder 42, 43, 44 und 45 schwenkbar gelagert. Die Schaltglieder
42 bis 45 sind ineinandergeschachtelt und weisen Ausleger 46 auf, an denen Federn
47 angreifen. Unter der Kraft dieser Federn 47 liegen sie in Grundstellung an einer
Achse 48 des Maschinengestells 4 an. Jeweils eines der freien Enden der Schaltglieder
42, 43, 44, 45 ist in einer während eines Multiplikandeneintrages zu überwachenden
Stelle, das andere Ende in einer während eines Multiplikatoreintrages zu überwachenden
Stelle angeordnet, wobei die Summe der Stellen, die von den Enden jeweils eines
Schaltgliedes 42, 43, 44 oder 45 bedient werden, die Kapazität des Resultatzählwerkes
jeweils um eine Stelle überschreitet.
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In den bei einem Multiplikandeneintrag zu überwachenden Stellen ist
an den Enden der Schaltglieder 42, 43, 44, 45 je eine Schubstange 49 und eine Halteklinke
50 angelenkt, während die in den bei einem Multiplikatoreintrag zu überwachenden
Stellen liegenden Ende eine gelenkig angeordnete Schubklinke 51 aufweisen.
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Die Halteklinken 50 liegen in Grundstellung unter der Kraft der andernends
an den Armen 46 der Schaltglieder 42, 43, 44, 45 angreifenden Federn 47 verschiebbar
an einer Schiene 52 an, welche mit Schrauben 53 an der Achse 48 befestigt ist. Unter
den freien Enden der Halteklinken 50 ist eine U-förmig ausgebildete Schiene 54 angeordnet,
die auf einer im Maschinengestell 4 schwenkbar gelagerten Welif 55 befestigt ist
und unter der Kraft einer Feder 5( in der in F i g. 2 gezeigten Grundstellung gehalter
wird.
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Ein gleichfalls auf der Welle 55 befestigter Hebe, 57 ist mit einer
andernends an einem U-förmigen Bügel 58 angelenkten Stange 59 verbunden. Der Bügel
58 ist auf einer gestellfesten Achse 60 schwenkbar gelagert. Eine an dem Bügel 58
schwenkbar angeordnete Kuppelstange 61 wird unter der Kraft einer an ihr und am
Bügel 58 angreifenden Feder 62 mit einer Schaltkante 63 außerhalb des Drehbereiches
eines Schaltstiftes 64 gehalten, welcher in einer Scheibe 65 der Maschinenhauptwelle
38 befestigt ist. Durch Anheben der Kuppelstange 61 ist über die Stange 59 und den
Hebel 57 die Welle 55 im Uhrzeigersinn verschwenkbar, wodurch die Schiene 54 von
unten an die Halteklinken 50 anschlägt.
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Die Schubstangen 49 und die Schubklinken 51 weisen abgewinkelte Lappen
66 bzw. 67 auf, an denen andernends an einem Schaltbügel 68 befestigte Federn 69
bzw. 70 angreifen. Unter der Kraft der Federn 69 bzw. 70 liegen die Schubstangen
49 bzw. die Schubklinken 51 mit nach oben ragenden Anschlägen 71 bzw. 71' an dem
Schaltbügel 68 an. Der Schaltbügel 68 ist beidseitig auf der Achse 41 gelagert.
Durch die Kraft einer an ihm und an der Schiene 52 angreifenden Feder 72 wird sein
Arm 73 gegen die Achse 48 gedrückt. Ein seitlich in dem Schaltbügel 68 befestigter
Schaltstift 74 arbeitet mit zwei Hebeln 75, 76 zusammen, welche auf der Achse 60
schwenkbar gelagert sind und unter der Kraft von Federn 77, 77' mit Schaltkanten
78, 79 an den Schaltstift 64 der Maschinenhauptwelle 38 angelegt gehalten werden.
Die Schubstangen 49 und die Schubklinken 51 sind, wie später noch beschrieben wird,
durch Ausschwenken des Schaltbügels 68 im Gegenuhrzeigersinn in den Schwenkbereich
der Schaltstifte 40 der zugehörigen Hamrirerhalteklinken 5 bewegbar.
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Links und rechts von den Hammerhalteklinken 5 sind auf der Achse 10
Bügel 80, 81, welche durch eine Klappe 82 fest miteinander verbunden sind, schwenkbar
gelagert. Der Bügel 80 weist einen Arm 83 auf, der unter der Kraft einer am Bügel
81 und am Maschinengestell 4 angreifenden Feder 84 in Ruhelage an der Achse
12 anliegt. An einem Arm 85 des Bügels 80 liegt unter der Kraft einer Feder 86 ein
auf einer Achse 87 schwenkbar gelagerter Winkelhebel 88 an, der mit einer Schaltkante
89 auf eine bekannte, nicht dargestellte Druckunterbindungseinrichtung wirkt.
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In F i g. 3 ist das Schaltglied 42 mit der angelenkten Schubstange
49, der Halteklinke 50 und der Schubklinke 51 sowie die unmittelbar mit diesen zusammenarbeitenden
Teile noch deutlicher dargestellt. Der Bügel 68 ist nur angedeutet. Weiter ist aus
F i Q. 3 zu sehen, daß die Halteklinken 50 in Schlitzen der Schiene 52, und die
Schubstangen 49 sowie die Schubklinken 51 in Schlitzen 91 der Klappe 82 seitlich
geführt sind.
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Durch Verschwenken des Bügels 68 im Gegenuhrzeigersinn werden, wie
aus den F i g. 2 und 3 zu sehen ist, durch die Federn 69, 70 die Schubstangen 49
und die Schubklinken 51 bis zur Anlage an den Unterkanten der Schlitze 91 im Gegenuhrzeigersinn
verschwenkt. Dabei gelangen die Schubstangen 49
mit Schaltkanten 92 (F i g.
3) vor die Schaltstifte 40
ler zugehörigen Hammerhalteklinken 5,
während .ich die Schubklinken 51 mit Kanten 93 von oben an lie ihnen zugeordneten
Stifte 40 anlegen. Durch Aus-;chwenken einer Hammerhalteklinke 5 wird über den itift
40 die Schubstange 49 nach rechts verschoben ind dadurch das zugehörige Schaltglied,
z. B. 42 @F i g. 3) im Uhrzeigersinn verschwenkt. Die Halte-<linke 50 wird dabei
ebenfalls nach rechts verscho-:)en und rastet unter der Kraft der Feder 47 mit einer
Kante 94 hinter der Schiene 52 ein. Nach Zurück-3chwenken der Hammerhalteklinke
5 in ihre Ausgangsstellung bleibt das Schaltglied 42, durch die Halteklinke 50 verriegelt,
in seiner ersten Schaltstellung. In dieser Stellung gleitet die Schubklinke 51 von
dem Stift 40 ab und kommt mit einer Kante 95 vor diesem zu liegen. Wird anschließend
die ihr zugeordnete Hammerhalteklinke 5 im Uhrzeigersinn ausgeschwenkt, so wird
die Schubklinke 51 nach rechts verschoben, wobei sie sich mit einer Kante 96 an
der Klappe 82 verhakt und diese mit nach rechts verschwenkt, während das Schaltglied
42 in eine zweite Schaltstellung verlegt wird. Durch Verschwenken der Klappe 82
und damit der Bügel 80, 81 wird über den Arm 85 (F i g. 2) der Winkelhebel 88 freigegeben
und durch die Feder 86 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt.
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Nachdem alle Hammerhalteklinken 5 wieder in Nullage gebracht sind,
wird, wie später noch beschrieben wird, durch Verschwenken des Bügels 54 im Uhrzeigersinn
die verhakte Halteklinke 50 hochgeschwenkt. Das zugehörige Schaltglied 42 kehrt
unter der Kraft der Feder 47 in seine Grundstellung zurück.
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Wie bereits erwähnt wurde, erfolgt die Steuerung des in F i g. 2 dargestellten
Schaltbügels 68 und des Bügels 54 durch die Maschinenhauptwelle 38 bzw. durch deren
Schaltstift 64 über die Hebel 75, 76 bzw. über die Kuppelstange 61. Diese
Einrichtung wird an Hand der F i g. 4 näher erläutert.
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In F i g. 4 ist eine Maltaste 97 an einem Schaft 98. eine Geteilttaste
99 an einem Schaft 100 und eine Isttaste 101 an einem Schaft 102 befestigt. Die
Schäfte 98, 100, 102 sind mit auf einer gestellfesten Achse 103 schwenkbar gelagerten
Umlenkgliedern 104, 105,
106 gelenkig verbunden. An den Umlenkgliedern 104,
105, 106 greifen Federn 107, 108, 109 an, welche die Tasten 97, 99, 101 in ihrer
oberen Grundstellung halten. Die Umlenkglieder 104, 105, 106 untergreifen mit abgewinkelten
Armen 110, 111, 112 Schieber 113, 114, 115, welche in der gezeichneten Grundstellung
unter der Kraft von Federn 120, 121, 122 mit Ansätzen 116, 117, 118 an einer Schiene
119 des Maschinengestells 4 anliegen. Die rückwärtigen Enden der Schieber 113, 114,
115 übergreifen gabelförmig eine seitlich in einem Schwenkglied 123 befestigte Aufzugstange
124. Das Schwenkglied 123 ist auf einer Achse 125 gelagert und liegt unter der Kraft
einer an ihm angreifenden Feder 126 mit einer Rolle 127 an einer Kurvenscheibe 128
der Maschinenhauptwelle 38 an.
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Durch Betätigen einer der Tasten 97, 99 oder 101 wird das zugehörige
Umlenkglied 104, 105 oder 106 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt und über den Arm
110, 111 oder 112 der entsprechende Schieber 113, 114 oder 115 so weit angehoben,
daß der Ansatz 116, 117 oder 118 über die Schiene 119 gelangt. Durch die Aufzugstange
124 wird der ausgelöste Schieber 113, 114 oder 115 bis zum Anlaufen der Maschinenhauptwelle
38 in Grundstellung gehalten. Während einer Umdrehung der Maschinenhauptwelle 38
führt der Schieber 113, 114 oder 115 eine Hubbewegung aus.
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An dem Schieber 114 der Geteilttaste 99 ist eine auf einem gestellfesten
Bolzen 129 verschiebbar gelagerte Schaltstange 130 angelenkt. Diese schwenkt beim
Verschieben nach links über einen seitlich in ihr befestigten Stift 131 die bei
Beschreibung der F i g. 2 erwähnte Kuppelstange 61 in den Drehbereich des Schaltstiftes
64. Ein Verschwenken der Kuppelstange 61 in Wirkstellung erfolgt auch durch einen
Stift 132, welcher in einer, auf einem gestenfesten Bolzen 133 verschiebbar gelagerten,
an dem Schieber 113 der Maltaste 97 angelenkten Schaltstange 134 befestigt ist.
Die Schaltstange 134 weist außerdem einen abgewinkelten Lappen 135 auf, an dem in
Grundstellung der Hebel 75 mit einer Kante 136 anliegt. An dem Schieber 115 der
Isttaste 101 ist eine auf dem Bolzen 133 verschiebbar gelagerte Schaltstange 137
angelenkt, welche mit einem abgewinkelten Lappen 138 an einer Kante 139 des Hebels
76 angreift.
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Funktionsbeschreibung Zur Funktionserläuterung der Einrichtung sei
angenommen, daß das Betragsschaltwerk eines Rechenwerkes maximal zwölf, das Umdrehungszählwerk
maximal acht und das Resultatzählwerk maximal sechzehn Stellen aufweise. Dementsprechend
sind auch sechzehn Wertübertragungszahnstangen 1 vorhanden. Durch Eintragen beispielsweise
eines zwölfstelligen Multiplikanden in das Betragssöhaltwerk und eines achtstelligen
Multiplikators in das Umdrehungszählwerk würde das Produkt zwanzig Stellen aufweisen
und somit die Kapazität des Resultatzählwerkes überschreiten. Nach dem Eintragen
eines zwölfstelligen Multiplikanden darf der Multiplikator höchstens vier Stellen
aufweisen, um ein Produkt mit maximal sechzehn Stellen zu erreichen. Ist der Multiplikand
elf-, zehn- oder neunstellig, so darf der Multiplikator fünf-, sechs- oder siebenstellig
sein. Zum Überwachen dieser Faktoren-Paarungen sind die Schaltglieder 42, 43, 44,
45 vorgesehen, welche in der zwölften, elften, zehnten und neunten Stelle je eine
Schubstange 49 und in der fünften, sechsten, siebenten und achten Stelle je eine
Schubklinke 51 aufweisen.
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Der motorische Eintrag eines Multiplikanden in das Betragsschaltwerk
erfolgt durch Betätigen der Maltaste 97 (F i g. 4). Hierdurch wird der Antriebsmotor
eingeschaltet und die Maschinenhauptwelle 38 für eine Umdrehung freigegeben. Über
das Umlenkglied 104 wird der Schieber 113 ausgelöst und, gesteuert durch die Kurvenscheibe
128, unter der Kraft der Feder 120 nach hinten gezogen. Der Stift 132 der Schaltstange
134 schwenkt die Schaltkante 63 der Kuppelstange 61 über den Schaltstift 64 (F i
g. 2 und 4), so daß sie angehoben wird. über den Bügel 58, die Stange 59, den Hebel
57 und die Welle 55 wird der Bügel 54 im Uhrzeigersinn verschwenkt; alle eventuell
eingerasteten Halteklinken 50 (F i g. 2 und 3) werden ausgelöst.
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Der Lappen 135 der Schaltstange 134 (F i g. 4) gibt den Hebel 75 frei.
Dieser legt sich unter der Kraft der Feder 77 an den Schaltstift 64 an, der ihn
nach etwa einer Viertelumdrehung der Maschinenhauptwelle 38 verschwenken läßt, wodurch
der Schaltbügel 68 (F i g. 2 und 3) im Gegenuhrzeigersinn ausgeschwenkt
wird
und die Schubstangen 49 in Wirkstellung gelangen. Die Schubklinken 51 legen sich
mit ihren Kanten 93 auf die Stifte 40 der zugehörigen Hammerhalteklinken 5 und bleiben
vorerst unwirksam.
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Durch Verschieben der einen Wert beinhaltenden Zahnstangen 1 (F i
g. 1) nach links werden die zugehörigen Typenräder 26 eingestellt. Nach etwa einer
halben Umdrehung der Maschinenhauptwelle 38 wird über die Kurvenscheiben 37 der
Auslösebalken 29 angehoben. 'Ober die verschwenkten Fühlglieder 6 werden die zugehörigen
Hammerhalteklinken 5 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wodurch die entriegelten Druckhämmer
17 durch die Kraft der Federn 22 zum Wertabdruck an den nicht dargestellten Papierstreifen
angeschlagen werden. Weist der abgedruckte Wert, wie anfangs angenommen, zwölf Stellen
auf, so werden über die Stifte 40 der Hammerhalteklinken 5 (F i g. 2) alle vier,
in der neunten, zehnten, elften und zwölften Stelle angeordneten Schubstangen
49 nach rechts verschoben und die mit ihnen verbundenen Schaltglieder 42,
43, 44, 45 in ihre erste Schaltstellung verschwenkt, wo sie durch die Halteklinken
50 verriegelt werden.
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Nach dem Zurückschwenken der Druckhämmer 17 (F i g. 1) in ihre Grundstellung
wird gegen Ende der Hauptwellenumdrehung der Auslösebalken 29 durch die Feder 35
wieder nach unten verschoben und die Hammerhalteklinken 5 unter der Kraft der Federn
8 in Verriegelungsstellung gebracht. Die Kurvenscheibe 128 (F i g. 4) bringt über
die Aufzugstange 124 den Schieber 113 in Grundstellung, wodurch über die Feder 62
die Kuppelstange 61 und über den Lappen 135 der Schaltstange 134 der Hebel 75 im
Gegenuhrzeigersinn verschwenkt werden.
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Der motorische Multiplikatoreintrag erfolgt nach Betätigen der Isttaste
101 (F i g. 4) während einer zweiten Umdrehung der Maschinenhauptwelle 38. Durch
die Isttaste 101 wird der Schieber 115 ausgelöst. Der Lappen 138 der Schaltstange
137 gibt den Hebel 76 frei. Dieser wird in gleicher Weise wie der Hebel 75 beim
Multiplikandeneintrag nach etwa einer Viertelumdrehung der Maschinenhauptwelle 38
von dem Schaltstift 64 freigegeben und dann von der Feder 77' im Uhrzeigersinn verschwenkt.
Über den Stift 74 (F i g. 2) erfolgt abermals ein Ausschwenken des Bügels 68, wodurch
die in der fünften, sechsten, siebenten und achten Stelle angeordneten Schubklinken
51 durch die Federn 70 mit ihren Kanten 95 (F i g. 3) vor die Stifte 40 der
zugehörigen Hammerhalteklinken 5 geschwenkt werden. Da die Schaltglieder 42, 43,
44, 45 in ihrer ersten Schaltstellung verharren, bleiben die Schubstangen 49 wirkungslos.
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Das Abdrucken des Multiplikators erfolgt wie bereits beim Multiplikandeneintrag
beschrieben. Wird dabei eine Hammerhalteklinke 5 der fünften bis achten Stelle verschwenkt,
so schlägt ihr Stift 40 an die zugehörige Schubklinke 51 an, verschiebt diese nach
rechts und bringt das jeweilige Schaltglied 42, 43, 44 oder 45 in eine zweite Schaltstellung.
Durch Verschieben einer der Schubklinken 51 nach rechts verhakt sich diese mit der
Kante 96 (F i g. 3) an der Klappe 82 und verschwenkt letztere im Uhrzeigersinn,
so daß der Arm 85 (F i g. 2) den Winkelhebel 88 freigibt, der über seine Kante 89
die Druckunterbindungseinrichtung auslöst.
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Nach dem Rückstellen der Druckhämmer 17 (F i g. 1) und deren Verriegeln
durch die Hammerhalteklinken 5 werden die in ihrer zweiten Schaltstellung liegenden
Schaltglieder 42, 43, 44 oder 4_° unter der Kraft der Federn 47 in ihre erste Schaltstellung
geschwenkt und durch die Halteklinken 50 verriegelt. Die Klappe 82 und der Winkelhebel
88 werden durch die Federn 84 und 86 wieder in Grundstellung gebracht.
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Das Verlegen der Schaltglieder 42, 43, 44, 45 in ihre Ausgangsstellung
erfolgt erst zu Beginn des nachfolgenden Maschinenganges, z. B. einer Multiplikation
oder Division, und zwar nach Betätigen der Maltaste 97 oder der Geteilttaste 99
durch einen der in den Schaltstangen 134 und 130 (F i g. 4) der Schieber 113 und
114 befestigten Stifte 132 oder 131, welche die Kuppelstange 61, wie beschrieben,
in die Wirkstellung über den Stift 64 einschwenken.
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Werden bei einer Multiplakation eines oder mehrere der Schaltglieder
42, 43, 44, 45 nur in ihre erste Schaltstellung gebracht, so erfolgt kein Kapazitätsüberzug
im Resultatwerk, daher auch kein Auslösen des Winkelhebels 88 (F i g. 2).