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Steinschrämmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Steinschrämmaschine
zum Herausschneiden von Blöcken aus Steinbrüchen. Sie ist auch zum Steinschneiden
unter Tage geeignet.
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Es ist bekannt, daß es sich beim Schneiden von Steinen einmal um einen
verhältnismäßig harten Werkstoff handelt, zum anderen die auszuführenden Schnitte
in ihrer Lage und ihrer Länge genau ausgeführt werden müssen. Eine Steinschrämmaschine
muß daher sowohl widerstandsfähiger als auch mit größerer Genauigkeit gearbeitet
sein, als die ihr nahekommenden Schrämmaschinen für Kohle. Von letzteren ist z.
B. die als »Schrämzwerg« bezeichnete Kleinschrämmaschine zum Schrämen und Kerben
in der Vorrichtung und im Abbau bekannt. Für ihre Verwendung als Steinschrämmaschine
fehlt ihr nicht nur die Höhenverstellbarkeit, sondern auch die Drehbewegung um die
vertikale Achse. Ähnlich ist es mit den bekannten Steinsägen des Erfinders von denen
die eine zwar um eine horizontale Längsachse gedreht werden kann; es fehlt aber
die seitliche Schwenkbarkeit und die Höhenverstellbarkeit. Letztere muß vorhanden
sein, da die Säge um eine Achse schwenkt, also ihr freies Ende einen Kreis beschreibt,
so daß zwischen den Blöcken ein Zwickel stehenbleibt. Wird die Maschine aber auf
ihren Schienen weiter vorgeschoben, um den Zwickel beseitigen zu können, schneidet
die Säge den nächsten Block an, der vielleicht an einer anderen Stelle abgetrennt
werden muß. Diese überlegungen und Rücksichten fallen z. B. beim Schrämen von Kohle
fort.
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Soll mit der bekannten Maschine quer geschnitten werden, muß die gesamte
Säge aus ihren Führungen genommen werden und in neue Führungen eingesetzt werden,
oder die gesamten Führungen müssen um 90° gedreht und neu befestigt werden. Das
Steinsägen erfordert im Gegensatz zum Kohleschrämen, bei dem der Widerstand in der
Kohle wesentlich geringer ist, eine sehr feste Führung.
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Eine anderebekannteMaschine des Erfinders istzwar höhenverstellbar,
kann jedoch nicht um 360° schwenken, noch kann derAusleger bis auf die Sohle gelangen.
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Die erfindungsgemäße Steinsäge vermeidet die vorstehend aufgeführten
Nachteile und ermöglicht einen universellen Gebrauch, eine sichere Führung und damit
einen sauberen Schnitt.
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Zu diesem Zweck kennzeichnet sich die erfindungsgemäße Steinschrämmaschine
durch die Kombination folgender Merkmale: a) der Schrämarm (11) schwenkt in an sich
bekannter Weise um 360° um die Antriebswelle (6) der Schrämkette (8), b) der Schrämkopf
(9) schwenkt in an sich bekannter Weise um 360° um eine horizontale Achse, c) das
Schrämaggregat ist in an sich bekannter Weise an vertikal stehenden, verzahnten
Säulen (20) höhenverstellbar, d) das Schrämaggregat mit den Säulen (20) schwenkt
um 360° um eine vertikale Achse, e) das Schrämaggregat mit den Säulen gemäß Merkmal
c) ist in an sich bekannter Weise auf einem horizontal angeordneten Führungsrahmen
(34) verfahrbar.
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Der Aufbau und die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Maschine werden
unter Bezugnahme auf die Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel erläutert.
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F i g. 1 zeigt die Maschine in Draufsicht auf den Führungsrahmen bei
Einsatz im Steinbruch, wobei der Schrämkopf so geschwenkt ist, daß mit dem Schrämarm
vertikale Schlitze parallel zum Führungsrahmen im Boden des Steinmassivs hergestellt
werden können; F i g. 2 zeigt einen Vertikalschnitt der gleichen Maschine, wobei
der Schrämkopf so geschwenkt ist, daß ein horizontaler Schram am Boden des Steinmassivs
hergestellt werden kann; die strichpunktierte Lage des Schrämarmes wird erreicht
durch Schwenken des Schrämkopfes um 90° um die horizontale Schwenkachse und durch
Schwenken der gesamten Maschine um 180° um die vertikale Schwenkachse, wobei das
Führungsgehäuse mitsamt dem Führungsrahmen in der alten Lage verbleiben; F i g.
3 zeigt eine Ansicht der Maschine in Richtung X der F i g. 1, wobei die Maschine
mitsamt dem Schrämkopf um 90° nach links um die vertikale Schwenkachse und der Schrämarm
nach oben geschwenkt sind; F i g. 4 zeigt eine Ansicht der Maschine in Richtung
Y der F i g. 1, wobei die Maschine um 180° um die vertikale Schwenkachse, der Schrämkopf
um 180°
um die horizontale Schwenkachse und der Schrämarm selbst
nach unten geschwenkt sind; F i g. 5 bis 12 zeigen die Schrämmaschine schematisch
auf den Führungsrahmen in Draufsicht und in den verschiedenen möglichen Stellungen,
um vertikale Schrämschlitze herzustellen; F i g. 13 bis 18 zeigen die Schrämmaschine
ebenfalls schematisch in Ansicht auf den Führungsrahmen in den verschiedenen möglichen
Stellungen, um horizontale Schrämschlitze herstellen zu können.
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Der Antriebsmotor der Steinschrämmaschine, der sowohl hydraulisch
als auch elektrisch sein kann, ist mit 1 bezeichnet. Die Drehbewegung des Antriebsmotors
1 wird über das Stirnradvorgelege 2 bzw. 3 und über das Kegelradvorgelege 4 und
5 auf die Kettenradwelle 6 und somit auf das Antriebskettenrad 7 zum Antrieb der
Schrämkette 8 übertragen. Das eigentliche Schrämkopfgehäuse 9 trägt das Schrämkopfunterteil
10, an das der Schrämarm 11 befestigt ist. Das Schrämkopfuntertei110 trägt im Innern
des Gehäuses 9 einen Schneckentrieb, bestehend aus einem Schneckenrad 12 und einer
Schnecke 13. Der gesamte Schrämkopf 9 mit dem eingebauten Getriebe kann um eine
horizontale Schwenkachse 9 a um 360° geschwenkt werden. Zu diesem Zweck ist an dem
eigentlichen Schrämkopfgehäuse 9 ein Lagerhals 14 angeschraubt, der einmal in dem
vertikal verfahrbaren Gehäuse 15 gelagert ist und innerhalb des Gehäuses 15 am Ende
des Lagerringes 14 mit einem Schneckentrieb, bestehend aus Schneckenrad 16 und Schnecke
17, geschwenkt werden kann. Zu diesem Schneckentrieb 17 bzw. 16 können noch Untersetzungszahnräder
18 und 19 eingesetzt sein.
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Um die gesamte Maschine an den beiden vertikal stehenden, verzahnten
Säulen 20 verfahren zu können, ist ein Getriebe vorgesehen, das aus der Schnekkenwelle
21, dem Schneckenrad 22, einem Zahnradpaar 23 und einem Zahnradpaar 24 bestehen.
Die beiden mit 23 bezeichneten Zahnräder kämmmen mit den zwei mit 24 bezeichneten
Zahnrädern, die gleichzeitig in die Verzahnung der vertikal stehenden, verzahnten
Säulen 20 eingreifen.
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Diese beiden Säulen 20 sind in einer Konsole 25 gelagert und an den
oberen Enden mit einem Querhaupt 26 verbunden. Die Konsole 25 ist in einem Führungsgehäuse
27 drehbar gelagert und besitzt im Innern des Führungsgehäuses 27 einen Schwenktrieb,
bestehend aus dem Schneckenradkranz 28 und einer dazugehörigen, nicht dargestellten
Schnecke. Mit Hilfe dieses Schwenktriebes kann die gesamte Maschine um 3600 um die
vertikale Schwenkachse 9 b geschwenkt werden. Zum Vorschub der Maschine auf den
am Boden befindlichen Führungsrahmen ist ein Vorscubgetriebe, bestehend aus einer
Schneckenwelle 30, einem Schneckenrad 31 und einem Zahnradpaar 32, das in die eigentlichen
Vorschubzahnräder 33 greift und die wiederum mit den horizontal liegenden verzahnten
Führungsrohren oder aus massivem Rundmaterial bestehenden Führungen 34 greifen,
vorgesehen.
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Der Führungsrahmen, der aus einzelnen, beispielsweise 1,5 m langen
Stößen besteht, setzt sich aus dem am Boden befindlichen Winkeleisen 35, den schrägen
Rampen 36, den Stegen 37, den verzahnten, horizontal liegenden Führungsrohren oder
Stangen 34, den diagonalen Versteifungen 38, den Querversteifungen 38' und den Verbindungsschrauben
39 zusammen. An den Enden des gesamten Führungsrahmens, der aus mehreren Stößen
bestehen kann, sind Traversen 40 und 41 vorgesehen, die Bohrungen für in
die Sohle eindringende Befestigungsdorne 42 aufweisen.
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Alle Schwenkbewegungen, wie auch die Vorschubbewegung der Schrämmaschine
auf den Führungsrahmen, können hydraulisch mittels stufenlos regulierbaren, von
außen aufsteckbaren Getrieben durchgeführt werden. Sie können aber auch Schaltgetriebe,
die in bestimmten Abstufungen die Schwenkbewegung und Vorschubbewegung der Maschine
ausführen, wie auch mechanische, stufenlos regelbare Getriebe im Innern der Maschinengehäuse
aufweisen. Zweckmäßig sind jedoch hydraulische Antriebe sowohl für die Schrämkette
als auch für die Schwenk-und Vorschubbewegungen, weil hiermit leicht die Geschwindigkeiten,
bedingt durch die unterschiedlichen Härten der Gesteinsarbeiten, stufenlos reguliert
werden können.
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Mit der Maschine, wie sie in den F i g. 1 bis 4 dargestellt ist, können
im Steinbruch bei einer einmal festgelegten Aufstellung des Führungsrahmens sowohl
horizontale als auch vertikale Schnitte hergestellt werden; aber auch vertikale
Kerbschnitte, wie sie in der F i g. 2 durch die strichpunktierte Form des Schrämarmes
dargestellt ist, können ausgeführt werden.
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Um beim Kerben nach der strichpunktierten Lage des Schrämarmes in
F i g. 2 den unteren Stein nicht zu beschädigen, besteht die Möglichkeit, bei Einschwenken
des Schrämarmes in das Steinmassiv, beispielsweise von rechts nach links, die gesamte
Maschine vertikal nach oben zu verfahren, um die Spitze des Kerbarmes möglichst
im bereits vorher hergestellten horizontalen Schrämschlitz zu halten.