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DE1262292B - Antriebsvorrichtung fuer das Giessrad einer Matrizensetz- und Zeilengiessmaschine - Google Patents

Antriebsvorrichtung fuer das Giessrad einer Matrizensetz- und Zeilengiessmaschine

Info

Publication number
DE1262292B
DE1262292B DEE27162A DEE0027162A DE1262292B DE 1262292 B DE1262292 B DE 1262292B DE E27162 A DEE27162 A DE E27162A DE E0027162 A DEE0027162 A DE E0027162A DE 1262292 B DE1262292 B DE 1262292B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
casting wheel
casting
wheel
tickle
drive device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE27162A
Other languages
English (en)
Inventor
William Barkley Abbott
Herbert Klepper
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eltra Corp
Original Assignee
Eltra Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eltra Corp filed Critical Eltra Corp
Publication of DE1262292B publication Critical patent/DE1262292B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B11/00Details of, or accessories for, machines for mechanical composition using matrices for individual characters which are selected and assembled for type casting or moulding
    • B41B11/52Moulding or casting devices or associated mechanisms
    • B41B11/54Moulds; Liners therefor

Landscapes

  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Antriebsvorrichtung für das Gießrad einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsvorrichtung für das Gießrad einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine, bei welcher ein kontinuierlich umlaufendes Antriebsrad Zahnsegmente aufweist, die mit dem Antriebsritzel eines das Gießrad antreibenden Getriebes zusammenwirken.
  • Es ist bereits ein Gießradantrieb für eine Matrizensetz- und Zeilengießmaschine bekannt, der das Entstehen schädlicher Stoßwirkungen zwischen einzelnen Teilen der Vorrichtung und das Auftreten von ungünstigen Schwingungen an diesem praktisch verhindert. Ein derartiger Gießradantrieb weist - im Gegensatz zu der eingangs erwähnten Antriebsvorrichtung - eine Nockenscheibe auf, die einen sich auf und ab bewegenden Arm über eine Rolle antreibt, wobei der Arm an seinem einen Ende mit einem Zahnkranz ausgestattet ist, der mit dem das Gießrad antreibenden Getriebe kämmt. Bei einer derartigen Antriebsvorrichtung ist nachteilig, daß am Antriebsrad eine eigene Nockenscheibe erforderlich ist, die zusammen mit dem auf und ab beweglichen Arm verhältnismäßig hohe Herstellungskosten verursacht. Dazu kommt noch, daß bei dem bekannten Gießradantrieb ein besonderes Getrieberad vorzusehen ist, damit die Auf- und Abwärtsbewegung des Armes in eine gleichsinnige Drehbewegung der Welle des Gießrades umgewandelt wird. Schließlich sei noch auf eine weitere Schwierigkeit bei dieser bekannten Anordnung hingewiesen, die darin besteht, daß für ein anderes Formgießen die ganze Nockenscheibe zu ersetzen wäre.
  • Die einleitend erwähnte bekannte Antriebsvorrichtung für das Gießrad einer Matrizensetz- und Zeilen gießmaschine weist ein großes Antriebsrad auf, welches an seinem Umfang ein kurzes und ein langes Zahnsegment trägt, die beide mit einem mit dem Gießrad in Wirkverbindung stehenden Antriebsritzel kämmen können. Dabei dient das kurze Zahnsegment dazu, das Gießrad um eine Vierteldrehung von der Auswerfstation bis zu der Gießstation zu drehen. Mit denn langen Zahnsegment wird das Gießrad um eine Dreivierteldrehung weiterbewegt, und zwar von der Gießstation bis zur Auswerfstation. Bei Maschinen mit höheren Arbeitsgeschwindigkeiten, insbesondere bei solchen Maschinen, die durch einen Codestreifen gesteuert sind, werden die Zeilensätze abwechselnd in zwei gleichartige Gießformen gegossen, so daß diese in den Zwischenzeiten abgekühlt werden können, wodurch eine überhitzung vermeidbar ist. Bei einer derartigen Maschine trägt das Antriebsrad für das Gießrad an seinem Umfang zwei kurze Segmente, die bei Eingriff in das Antriebsritzel des Gießrades dieses um eine Vierteldrehung weiterbewegen. Die Gießform wird also bei einer derartigen Maschine in einem Arbeitszyklus von der Auswerfstation zur Gießstation geführt, wo sie mit geschmolzenem Metall gefüllt und sodann in eine um eine Vierteldrehung entfernte Stellung gebracht wird. Im nächsten Arbeitszyklus wird die den Schriftsatz tragende Form in zwei Stufen bis zur Auswerfstation gedreht, wobei gleichzeitig die auf dem Gießrad diametral gegenüberliegende Gießform von der Auswerf- zu der Gießstation gelangt und mit geschmolzenem Metall gefüllt wird, so daß aufeinanderfolgende Zeilensätze in einander abwechselnde Formen gegossen werden. Zur Ausrichtung der Gießform an der Zeilengieß-und Auswerfstation wird das Gießrad nach jeder Teildrehung mittels einer Reibungsbremse bzw. eines Malteserkreuzgetriebes abgebremst und derart eingestellt, daß die auf dem Gießrad vorgesehenen Verriegelungszapfen in ein Paar Begrenzungsblöcke auf einem Klemmrahmen gelangen. Wenn das Zahnsegment des Antriebsrades außer Eingriff mit dem Antriebsritzel des Gießrades kommt, so wird das Gießrad ausschließlich mittels einer Reibungsbremse von der maximalen Umlaufgeschwindigkeit bis zum Stillstand abgebremst. Die Bremse befindet sich dabei in ständiger Wirkverbindung mit der Antriebseinrichtung für das Gießrad, und zwar auch dann, wenn letzteres gedreht wird. Infolgedessen ist die Beschleunigung des Gießrades vom Stillstand bis zur Arbeitsgeschwindigkeit schwieriger zu bewirken, da nicht allein die Trägheit des Gießrades zu überwinden ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Gießradantriebseinrichtungen zu vermeiden und den Gießradantrieb einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine derart auszubilden, daß mit geringem Aufwand ein schnelles Beschleunigen und Abbremsen des Gießrades erreichbar ist, wobei gleichzeitig Abnutzungserscheinungen an den Bestandteilen der Antriebsvorrichtung vermieden werden.
  • Zur Lösung dieser:Aufgabe ist bei einer Antriebsvorrichtung für das Gießrad einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine, bei welcher ein kontinuierlich umlaufendes Antriebsrad Zahnsegmente aufweist, die mit dem Antriebsritzel eines das Gießrad antreibenden Getriebes zusammenwirken, gemäß der Erfindung vorgesehen, daß am Zahnsegment ein vorspringender Finger angeordnet und dem Ritzel ein Kurvenstück derart zugeordnet ist, daß dann, wenn das Zahnsegment außer Eingriff mit dem Ritzel kommt, der vorspringende Finger zur Anlage an das Kurvenstück gelangt und dadurch das Gießrad von Drehgeschwindigkeit allmählich bis zum Stillstand abbremst.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der vorspringende Finger und das mit ihm zusammenwirkende Kurvenstück derart ausgebildet sind, daß das Gießrad die Drehgeschwindigkeit Null erreicht hat, bevor eine am Antriebsrad angeordnete Ausrichtbacke in Berührung mit einem mit dem Ritzel verbundenen, in der Ruhestellung des Gießrades an der Ausrichtbacke anliegenden Ausrichtblock kommt; dabei kann insbesondere noch vorgesehen sein, daß das Kurvenstück derart ausgebildet ist, daß die Drehgeschwindigkeit des Gießrades harmonisch auf Null vermindert wird.
  • Gemäß einer 'bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß am Zahnsegment ein zweiter vorspringender Finger sowie am Ritzel ein zweites -Kurvenstück angeordnet ist, in welches der zweite Finger, bevor -das Zahnsegment mit dem Ritzel in Eingriff kommtr zur Beschleunigung des Gießrades eingreift, insbesondere kann dabei gemäß der Erfindung vorgesehen sein, daß das zweite Kurvenstück derart ausgebildet ist, daß die Laufgeschwindigkeit des Gießrades harmonisch von Null auf Drehgeschwindigkeit angehoben wird.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, . daß am Antriebsrad Brems-bzw. Antriebsfinger angeordnet sind, die mit ihrerseits mit dem Ritzel verbundenen Kurvenflächen derart zusammenwirken; - daß das Gießrad zwischen seinen Ruhestellungen zunächst mit allmählich wachsender Beschleunigung angetrieben und sodann mit kontinuierlich zunehmender Verzögerung stillgesetzt wird, wobei ein am Ritzel angeordneter Ausrichtblock immer dann -mit einer Ausrichtbacke in Berührung gelangt, wenn ein Zahnsegment außer Ritzeleingriff kommt. Diese Antriebsvorrichtung kann insbesondere gemäß der Erfindung gekennzeichnet sein durch zwei zusätzliche, von den Zahnsegmenten getragene vorspringende Elemente sowie zwei zusätzliche, mit dem Ritzel.verbundene Kurvenstücke, von denen jedes von einem zusätzlichen vorspringenden Element erfaßt werden kann, um das Gießrad zu beschleunigen, bevor das mit dem vorspringenden Element verbundene Zahnsegment in das Ritzel eingreift. Eine weitere . Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß jedes Kurvenstück derart geformt ist, daß die Laufgeschwisidigkeit des Gießrades harmonisch von Rotationsgeschwindigkeit auf Null reduziert wird und daß jedes zusätzliche Kurvenstück derart geformt ist, daß' die Laufgeschwindigkeit des Gießrades von Null auf Drehgeschwindigkeit vergrößert wird:- -Die Erfindung :wird im folgenden -an Hand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 in einer Seitenansicht eine nach der Erfindung ausgebildete Antriebsvorrichtung für das Gießrad einer Schriftzeichensetzmaschine, F i g. 2 in einer vergrößerten Teilansicht die Antriebsvorrichtung nach F i g. 1 gerade vor dem Zeitpunkt, an dem ein Folgeglied und eine gekrümmte Führungsfläche in Arbeitskontakt miteinander kommen, F i g. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 in F i g. 2, F i g. 4 in einer Ansicht von hinten das für den Antrieb des Gießrades dienenden Antriebsritzel mit seinen zugeordneten Zahnrädern und Kurvenstücken und F i g. 5 einen Schnitt längs der Linie 5-5 in F i g. 2. Das drehbare, insgesamt mit 10 bezeichnete Gießrad ist mit mehreren, gewöhnlich vier Gießformen (nicht gezeigt) versehen und wird in üblicher Weise mittels eines Zahnrades 11 in Gang gesetzt, das mit dem gezahnten Umfangsabschnitt 12 des Gießrades im Eingriff steht. Das Zahnrad 11 ist, wie bekannt, lösbar mit einer Welle 13 verbunden, so daß es von diesem gelöst und mit Hilfe des Knaufs von Hand (bei ruhender Maschine) gedreht werden kann, um irgendeine ausgewählte Gießform in Gebrauchsstellung zu bringen. Die Welle 13 ist in zwei Lagergehäusen 16, 17 gelagert, die an einem Teil 18 des insgesamt mit 19 bezeichneten Maschinenrahmens vorgesehen sind. Die Welle 13 überragt an ihrem rückwärtigen Ende das Gehäuse 17 und trägt dort ein aufgekeiltes kleines Sonnenrad 20. Dieses Sonnenrad 20 steht im Eingriff mit einem größeren Sonnenrad 21, das auf einer kurzen Vorgelegewelle 22 sitzt, die ihrerseits in Lagern in Gehäusen 24 und 25 drehbar ist. Diese Gehäuse sind ebenfalls an dem Rahmenteil 18 befestigt. Am rückwärtigen Ende der Vorgelegewelle 22 befindet sich dem Sonnenrad 21 benachbart ein kleines Kegelrad 26 sowie ein Stahlblock 27, dessen Seitenflächen gehärtet und geschliffen sind. Beide Teile sind mit irgendwelchen geeigneten Mitteln fest mit der Vorgelegewelle 22 verbunden. Die Getriebeausbildung ist insoweit wie üblich, als eine halbe Drehung des Kegelrades 26 eine Vierteldrehung des Gießrades 10 nach sich zieht und das entsprechend eine Eineinhalbdrehung des Kegelrades eine Dreivierteldrehung des Gießrades hervorruft.
  • Die Antriebskraft für die Drehung des Gießrades 10 ist von einer motorgetriebenen Nockenwelle 30 abgeleitet, deren Nocken die meisten mechanischen Vorgänge der Maschine steuern. Der das Gießrad drehende Nocken oder das Antriebsrad 31 sitzt auf der Welle 30 und trägt an seinem Umfang ein langes und ein kurzes Zahnsegment 32 bzw. 33, von denen das lange dreimal so lang wie das kurze Zahnsegment ist. Bei jedem Arbeitszyklus der Maschine führt das Rad 31 eine vollständige Drehung im Uhrzeigersinn bei Betrachtung der F i g. 1 aus, wobei das kurze Segment 33 in Dreheingriff mit dem Kegelrad 26 kommt, um das Gießrad 10 um einen Viertelkreisbogen von der Auswerfstation zu der Gießstation zu drehen, und wobei in ähnlicher Weise das lange Segment .32 mit dem Kegelrad 26 in Eingriff kommt, um das Gießrad 10 um einen Dreiviertelbogen von der Gießstation zurück zur Auswerfstation zu bewegen.
  • Nachdem die zu benutzende Gießform für das Gießen in die oberste horizontale Lage gebracht worden ist, wird das Gießrad 10 vorgeschoben und mit Hilfe der nicht dargestellten Verriegelungsstifte oder -zapfen der beiden nicht betätigten, vertikalen angeordneten Gießformen in die genaue Lage gebracht. Die Zapfen können in ein Paar von Begrenzungsblöcken an dem Klemmrahmen eingeführt werden, der insgesamt mit 35 bezeichnet ist. In dieser Gießradlage wird geschmolzenes Metall für den Guß des Zeilensatzes in die Gießform mit der Matrizenzeile eingepreßt. Nach dem Gießen wird das Gießrad zurückgezogen, um die Verriegelungszapfen aus den Begrenzungsblöcken zu lösen. Dann wird es um eine Dreivierteldrehung gedreht, bis sich der Zeilensatz in die Auswerfstation befindet, in der das Gießrad 10 bis zum Eingriff der an den vertikal liegenden Gießformen vorgesehenen Verriegelungszapfen in die Begrenzungsblöcke nochmals vorgeschoben wird. In dieser Lage des Gießrades wird der Zeilensatz von dem Gießrad zwischen ein Paar von Zurichtschneiden gedrückt. Anschließend wird das Gießrad zum Ausziehen der Verriegelungszapfen aus den Begrenzungsblöcken erneut zurückgezogen und bleibt dann in Ruhestellung, bis der neue Arbeitszyklus beginnt.
  • Wie bereits erwähnt, ist es zur Verhinderung von Schäden an den nicht gezeigten Verriegelungszapfen und den mit ihnen zusammenarbeitenden Begrenzungsblöcken des Klemmrahmens 35 erforderlich, das Gießrad 10 vor dem Drehbeginn so genau wie möglich in Stellung zu bringen. Bevor hierzu weitere Ausführungen gemacht werden, sei auf F i g. 1 verwiesen. Man erkennt, daß der Klemmrahmen selbst ein großes, im wesentlichen flaches Gußstück 36 aufweist, das um einen von der Basis 38 des Maschinenrahmens 19 getragenen Schaft 37 drehbar ist. Der Klemmrahmen 36 ist mit einer Klemmkappe 39 versehen, durch die sich an jedem Ende Klemmschrauben 40 erstrecken, mittels deren der Klemmrahmen 35 durch Drehen über Handhaben an dem Maschinenrahmen 19 festgelegt werden kann. Um den Klemmrahmen zu öffnen und die zahlreichen von ihm getragenen Teile zugänglich zu machen, brauchen die Handhaben nur in entgegengesetzter Richtung gedreht zu werden und der Rahmen 35 um seinen von dem Schaft 37 gebildeten Drehpunkt abgesenkt zu werden.
  • Jedes der Zahnsegmente 32 und 33 ist mit Hilfe von Maschinenschrauben 42 an dem Rad 31 befestigt. Außerdem sind in ausgeschnittene Abschnitte des Rades 31 mit Hilfe von Schrauben 43 ein Paar gehärtete Stahlbacken 44 eingesetzt. Die Backen 44 arbeiten mit den Seiten des Blockes 27 zusammen und bringen das Gießrad genau in Stellung, so daß die auf diesem vorgesehenen Verriegelungszapfen mit den Begrenzungsblöcken an dem Klemmrahmen fluchten.
  • Diese Anordnung bezeichnet man gewöhnlich mit Malteserkreuzgetriebe. Bei der Drehung der Vorgelegewelle 22 durch das Zahnsegment 32 oder 33 liegt für die Drehung des Quadratblockes 27 ein großer Spielraum (s. F i g. 2) vor. Kommt jedoch ein Zahnsegment außer Eingriff mit dem Kegelrad 26, so wird die gehärtete geschliffene Backe 44 mit dem Block zusammenarbeiten, um das Gießrad 10 genau in Stellung zu bringen. Bei der vorliegenden Erfindung tritt die Malteserkreuzvorrichtung erst in Tätigkeit, wenn das Gießrad vollständig zur Ruhe gekommen ist.
  • Wie aus F i g. 4 ersichtlich, sind gemäß der Erfindung auf der Rückseite des Sonnenrades 21 mit Hilfe von Befestigungsmitteln 48 identische Kurvenstücke 45 und 46 angebracht. Diese Kurvenstücke können auch mit dem Sonnenrad aus einem Stück bestehen. Die Kurvenstücke 45 und 46 sind mit symmetrisch gekrümmten Führungsflächen 50 bzw. 51 versehen, entgegengesetzt ausgerichtet und nebeneinander gegenüberliegenden Seiten des Quadratblockes 27 angeordnet. Die Zahnsegmente 32 und 33 besitzen beide zwei identische Daumen, und zwar besitzt das Zahnsegment 33 in der Nähe seiner Vorderkante einen Antriebsdaumen 52 und in der Nähe seiner Hinterkante einen Bremsdaumen 53. Wie aus F i g. 5 ersichtlich, ist jeder Daumen mit Hilfe einer Schraube 54 an dem zugeordneten Zahnsegment befestigt. Das Zahnsegment 32 besitzt den Antriebsdaumen 57 und einen Bremsdaumen 55.
  • Der Bremsdaumen 53 arbeitet mit der -Führungsfläche 50 des Kurvenstückes 45 zusammen, um den Lauf des Gießrades von der hohen Drehgeschwindigkeit bis zum vollständigen Stillstand abzubremsen, nachdem es von der Auswerfstation zu der Gießstation bewegt worden ist. Bewegt sich das Gießrad von der Gießstation zu der Auswerfstation, so greift der an dem langen Zahnsegment 32 vorgesehene Bremsdaumen 55 in die Führungsfläche 56 des Kurvenstückes 46 ein, um das Gießrad allmählich anzuhalten, bis sich die den Zeilensatz enthaltende Gießform in der Auswerfstation befindet. Die Krümmung der Führungsflächen 50 und 56 ist derart gewählt, daß die Laufgeschwindigkeit harmonisch von der Drehaeschwindigkeit auf Null herabgesetzt wird. Die Folgeflächen der Daumen 53 und 55 sind zylindrisch geformt und laufen damit glatt in ihren zugeordneten Führungsflächen. Bei der beschriebenen Anordnung entfällt die Notwendigkeit einer Reibungsbremse für das Anhalten des Gießrades.
  • Die Daumen 52 und 57, die mit den Kurvenstücken 46 bzw. 45 in Berührung kommen, bevor die Zahnsegmente 33 und 32 in das Kegelrad 26 eingreifen, beschleunigen das Gießrad auf Drehgeschwindigkeit, so daß sich kein Stoß bei der Berührung von Zahnsegment und Kegelrad ergibt. Die Führungsflächen 51 und 58, in die die Daumen 52 bzw. 57 zur Beschleunigung des Gießrades eingreifen, können in an sich bekannter Weise ausgebildet sein. Vorzugsweise ist jedoch die Krümmung der Führungsflächen 51 und 58 derart, daß das Gießrad stetig aus dem Stillstand auf die volle Umlaufgeschwindigkeit gebracht wird, wenn die Daumen 52 und 57 in die Führungsflächen eingreifen.
  • In den Zeichnungen befindet sich die Antriebsvorrichtung in der normalen Ruhestellung, in der die benutzte Gießform sich an der Auswerfstation befindet. Wenn bei Beginn eines Arbeitszyklus die Nokkenwelle 30 und das Rad 31 sich zu drehen anfangen, kommt der Daumen 52 sofort in Berührung mit der Führungsfläche 51, um das Gießrad auf die volle Umlaufgeschwindigkeit zu bringen. Der Geschwindigkeitswechsel von Null auf maximale Umlaufgeschwindigkeit erfolgt harmonisch. Verläßt der Daumen 52 die Führungsfläche 51, so hat das Gießrad volle Umlaufgeschwindigkeit erreicht, und es kommt das Zahnsegment 33 in Eingriff mit dem Kegelrad 26, um das Gießrad um eine Vierteldrehung zu drehen und die benutzte Gießform in die Gießstation zu bringen. Bei Annäherung an diese Station verläßt das Zahnsegment 33 das Kegelrad 26, und es kommt der Daumen 53 in Arbeitskontakt mit der Führungsfläche 50, um das Gießrad allmählich abzubremsen und anzuhalten, bis der Block 27 an der Backe 44 anliegt und die Verriegelungszapfen mit den Begrenzungsblöcken fluchten. Dann wird der Zeilensatz in üblicher Weise gegossen, wobei selbstverständlich die Hauptnockenwelle 30 weiterläuft, bis dann der Daumen 57 an der Führungsfläche 58 angreift, um das Gießrad auf die volle Umlaufgeschwindigkeit zu beschleunigen. Nach Erreichen dieser Geschwindigkeit kommt das Zahnsegment 32 in Eingriff mit dem Kegelrad 26, um dem Gießrad eine Dreivierteldrehung zu erteilen und dadurch die den Zeilensatz enthaltende Gießform in die Auswerfstation zu bringen, in der der Zeilensatz in ein Setzschiff ausgestoßen wird. Kurz vor dem Ende dieser Bewegung verläßt das Segment 32 das Kegelrad, und es kommt der Daumen 55 in Arbeitsköntakt mit der Führungsfläche 56, um das Gießrad anzuhalten. Wieder legt sich der Block 27 an die Backe 44 an, um die genaue Stellung des Gießrades festzulegen, in der die Verriegelungszapfen mit den Begrenzungsblöcken fluchten. Es genügt, noch einmal zu wiederholen, daß das Zahnsegment 32 durch ein kürzeres, in der Länge dem Segment 33 entsprechendes Segment ersetzt werden kann, wobei dann dem Gießrad aufeinander= folgend Vierteldrehungen erteilt werden.
  • Man erkennt, daß die vorliegende Erfindung durch die Verwendung der zuvor genannten Kurvenstücke eine stufenlose Überführung von einer Arbeitsstation zur anderen ermöglicht, wodurch sich eine Lärmreduzierung und eine Abnutzungsminderung an den Bestandteilen der Antriebsvorrichtung ergibt und wodurch eine Reibungsbremse unnötig wird.
  • Selbstverständlich können zahlreiche Abänderun= gen an der beschriebenen bevorzugten Ausführungs< form vorgenommen werden, ohne die Lehre und den Schutzumfang der Ansprüche zu verlassen. So kann beispielsweise das Kurvenstück 45 weggelassen werden, wenn das Kegelrad 26 eine volle Umdrehung für jede Vierteldrehung des Gießrades 10 ausführen soll. Außerdem kann die besondere Form der Führungs= Flächen modifiziert werden. Die vorstehende Beschreibung sowie die Zeichnungen haben lediglich erläuternde, nicht aber beschränkende Bedeutung.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1, Antriebsvorrichtung für das Gießrad einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine, bei welcher ein kontinuierlich umlaufendes Antriebsrad Zahnsegmente aufweist, die mit dem Antriebsritzel eines das Gießrad antreibenden Getriebes zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß am Zahnsegment ein vorspringender Finger (53) angeordnet und dem Kitzel (26) ein Kurvenstück (45, 50) derart zugeordnet ist, daß dann, wenn das Zahnsegment außer Eingriff mit dem Kitzel (26) kommt, der vorspringende Finger (53) zur Anlage an das Kurvenstück (45, 50) gelangt und dadurch das Gießrad von Drehgeschwindigkeit allmählich bis zum Stillstand abbremst.
  2. 2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vorspringende Finger (53) und das mit ihm zusammenwirkende Kurvenstück (45, 50) derart ausgebildet sind, daß das Gießrad die Drehgeschwindigkeit Null erreicht hat, bevor eine am Antriebsrad (31) angeordnete Ausrichtbacke (44) in Berührung mit einem mit dem Kitzel (26) verbundenen, in der Ruhestellung des Gießrades an der Ausrichtbacke anliegenden Ausrichtblock (27) kommt.
  3. 3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kurvenstück (45, 50) derart ausgebildet ist, daß die Drehgeschwindigkeit des Gießrades harmonisch auf Null vermindert wird.
  4. 4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Zahnsegment (33) ein zweiter vorspringender Finger (52) sowie am Kitzel (26) ein zweites Kurvenstück (46, 51) angeordnet ist, in welches der zweite Finger (52), bevor das Zahnsegment mit dem Kitzel in Eingriff kommt, zur Beschleunigung des Gießrades ein, greift.
  5. 5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Kurvenstück (46, 51) derart ausgebildet ist, daß die Laufgeschwindigkeit des Gießrades (10) harmonisch von Null auf Drehgeschwindigkeit angehoben wird.
  6. 6. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Antriebsrad (31) Brems- bzw. Antriebsfinger (52, 53, 55, 57) angeordnet sind, die mit ihrerseits mit dem Kitzel (26) verbundenen Kurvenflächen derart zusammenwirken, daß das Gießrad zwischen seinen Ruhestellungen zunächst mit allmählich wachsender Beschleunigung angetrieben und sodann mit kontinuierlich zunehmender Verzögerung stillgesetzt wird, wobei ein -am Kitzel (26) angeordneter Ausrichtblock (27) immer dann mit einer Ausrichtbacke (44) in Berührung gelangt, wenn ein Zahnsegment außer Kitzeleingriff kommt.
  7. 7. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch zwei zusätzliche, von den Zahnsegmenten (32 und 33) getragene vorspringende Elemente (57 bzw. 52) sowie zwei zusätzliche, mit dem Kitzel (26) verbundene Kurvenstücke (45, 58, 46, 51), von denen jedes von einem zusätzlichen vorspringenden Element erfaßt werden kann, um das Gießrad zu beschleunigen, bevor das mit dem vorspringenden Element verbundene Zahnsegment in das Kitzel (26) eingreift. B. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kurvenstück (45, 50 und 46, 56) derart geformt ist, daß die Laufgeschwindigkeit des Gießrades (10) harmonisch von Rotationsgeschwindigkeit auf Null reduziert wird und daß jedes zusätzliche Kurvenstück (45, 58 und 46, 51) derart geformt ist, daß die Laufgeschwindigkeit des Gießrades von Null auf Drehgeschwindigkeit vergrößert wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 876 409.
DEE27162A 1963-06-04 1964-06-04 Antriebsvorrichtung fuer das Giessrad einer Matrizensetz- und Zeilengiessmaschine Pending DE1262292B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE876409C (de) * 1950-07-25 1953-05-11 Mergenthaler Linotype Gmbh Giessrad-Antrieb einer Matrizensetz- und Zeilengiessmaschine

Patent Citations (1)

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DE876409C (de) * 1950-07-25 1953-05-11 Mergenthaler Linotype Gmbh Giessrad-Antrieb einer Matrizensetz- und Zeilengiessmaschine

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