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Magnetbandgerät Die Erfindung betrifft ein Magnetbandgerät mit einer
das Magnetband abtastenden und bei Bandriß oder Bandende eine Abschalteinrichtung
auslösenden Fühlhebelanordnung, bei welchem - beispielsweise unter der Einwirkung
äußerer Drehbeschleunigungen - das Magnetband vorübergehend lose werden kann, ohne
daß dies zu einer Abschaltung führen soll.
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Bekanntlich weisen Antriebsanordnungen von Magnetbandgeräten mindestens
eine Schwungmasse auf, deren Aufgabe es ist, die Tonwelle unter Ausnutzung des Trägheitsmoments
der Schwungmasse mit gleichförmiger Geschwindigkeit anzutreiben.
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Bei weiteren bekannten Magnetbandgeräten der eingangs näher bezeichneten
Gattung werden zwei fest miteinander gekoppelte, gegensinnig rotierende Schwungmassen
verwendet, um den Einfloß von äußeren Drehbeschleunigungen auf den gewünschten gleichförmigen
Lauf der das Band antreibenden Tonwelle zu kompensieren.
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Äußeren Drehbeschleunigungen werden Magnetbandgeräte unterworfen,
die auf Fahrzeugen betrieben werden, wenn diese z. B. beim Kurvenfahren ihre Fahrtrichtung
ändern, oder auch kleinere tragbare Magnetbandgeräte, die beim Mitführen auf Spaziergängen
geschlenkert werden. Bei solchen Magnetbandgeräten werden nicht nur die eigentlichen
Schwungmassen äußeren Drehbeschleunigungen unterworfen, sondern auch die meist ungleich
bewickelten Tonbandspulen.
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Aufgabe der Erfindung ist, eine Abschalteinrichtung für das eingangs
näher bezeichnete Magnetbandgerät zu schaffen, bei der nicht bereits ein vorübergehendes
Nachlassen der Bandspannung zur Abschaltung des Bandantriebs führt, so daß nach
derartigen Abschaltungen der Bandantrieb wieder neu eingeschaltet werden muß.
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Danach betrifft die Erfindung ein Magnetbandgerät der eingangs näher
bezeichneten Gattung, welches die in Rede stehende Aufgabe dadurch löst, daß gemäß
der Erfindung die Fühlhebelanordnung mit dem Gewinde einer mit einem sich ständig
drehenden Rad verbundenen Gewindespindel koppelbar und der Bandantrieb erst nach
Auslaufen der Fühlhebelanordnung aus dem Gewinde abschaltbar ist.
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Im folgenden wird an Hand der F i g. 1 bis 6 ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäß ausgebildeten Magnetbandgerätes unter Weglassung aller die
Erfindung nicht unmittelbar berührenden Einzelheiten beschrieben. Es zeigt F i g.
1 die Ansicht der wesentlichen Teile der Fühlhebelanordnung des Magnetbandgerätes
im Ruhezustand, F i g. 2 die zugehörige Draufsicht, F i g. 3 eine weitere Ansicht
der Fühlhebelanordnung bei betriebsbereit eingelegtem Magnetband, F i g. 4 eine
weitere Ansicht der Fühlhebelanordnung bei z. B. Bandriß oder bei Passieren des
Bandendes, F i g. 5 eine weitere Ansicht der Fühlhebelanordnung nach z. B. vollständigem
Auflaufen des Magnetbandes auf der nicht dargestellten Aufwickelspule und F i g.
6 noch eine weitere Ansicht der Fühlhebelanordnung nach erfolgter Abschaltung des
Bandantriebs.
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Wie insbesondere aus der F i g. 2 ersichtlich, sind die weniger interessierenden
Einzelteile z. B. Chassis-".eile des Magnetbandgerätes, die insbesondere vor der
Fühlhebelanordnung angeordnet sind, strichpunktiert angedeutet.
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Die wesentlichen Teile der Bandriß- und Bandendabschalteinrichtung
bestehen in einer Fühlhebelanordnung, die durch Schlaffwerden des Magnetbandes 1
mit dem Gewindegang einer mit der Schwungmasse 2 verbundenen Gewindespindel 3 koppelbar
ist. Die Fühlhebelanordnung besteht aus einem das Magnetband 1 abtastenden Fühlhebel
4. und einem mit diesem gekuppelten Tasthebel 5, die beide auf der Achse 6 schwenkbar
gelagert sind. Der Fühlhebel 4 besitzt zwei ungleich lange Arme 7, 8; an dessen
kurzem Hebelarm 8 sitzt das Ausgleichsgewicht 9 und an dessen langem Hebelarm 7
der die Bandspannung abtastende Fühlstift 10. Ein mehrfach gebogenes Ende 11 des
langen Fühlhebelarms 7 läuft derart verästelt aus, daß die abgebogenen Lappen 12
dieses Armes den nach unten gerichteten Hebelarm 13 des später beschriebenen Winkelhebels
13,14 mehrseitig umgreifen (s. F i g. 1, 2). Zur Fühlhebelanordnung gehört außer
den vorerwähnten Teilen ferner
der bereits erwähnte Tasthebel5,
dessen einer Arm 15 eine abgebogene Kante 16 des Fühlhebels 4
derart hintergreift,
daß beide vorgenannten Hebel am kurzen Hebelarm 8 des Fühlhebels einander führen.
Einerseits am Fühlhebel4 und andererseits am in F i g. 1 nicht dargestellten Chassis
(F i g. 2; 28) greift die Ausgleichsfeder-17 an.
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Die Fühlhebelanordnungarbeitet mit einem nahenartigen Fortsatz. der
dem Tonrollenantrieb dienenden Schwungmasse 2 zusammen; deren Drehrichtung in den
F i g. 3 ... 6 durch einen Pfeil angedeutet ist. Am freien Ende des nabenartigen
Fortsatzes ist eine kurze Gewindespindel 3 vorgesehen, während sich zwischen Gewindespindel
3 und Schwungmasse 2 ein kurzes Zylinderstück 19 geringeren Durchmessers erstreckt,
auf dessen äußerem Umfang eine Nocke 20 sitzt, deren Höhe bis zum äußeren Umfang
der Gewindespindel 3 reicht.
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Bei nicht eingeschaltetem Magnetbandgerät bzw. im Ruhezustand dieses
Gerätes nehmen die verschiedenen Teile der Fühlhebelanordnung die in der F i g.
1-.dargestellte Ruhestellung ein, bei betriebsbereit eingelegtem Magnetband dagegen
befinden sich diese Teile in der - aus der F i g. 3 ersichtlichen Betriebsstellung.
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Bei normalem Spielbetrieb (Aufnahme bzw. Wiedergabe) wird das Magnetband
l von der Abwickelspule 21 über einen Bandführungsbolzen 22, den Fühlstift 10, einen
weiteren Bandführungsbolzen 23, die Magnetkopfanordnung 24, eine nicht dargestellte
Tonwelle (die auf einer nicht dargestellten weiteren, entgegengesetzt der gezeigten
Schwungmasse 2 angetriebenen Schwungmasse sitzt) und weitere nicht dargestellte
Bandführungsmittel zur nicht dargestellten Aufwickelspule mit gleichmäßiger Geschwindigkeit
transportiert. Dabei liegt der Fühlstift 10 unter der Wirkung der Feder 17 mit leichtem
Druck gegen das Magnetband 1 an. Durch den Zug der Feder 17 und die Bandspannung
wurde nicht nur der Fühlhebel 4, sondern ferner der mit ihm gekuppelte Tasthebel5
im entgegengesetzten Uhrzeigersinn in die aus der F i g. 3 ersichtliche Stellung
verschwenkt, in welcher das untere Ende des Tasthebels dicht außerhalb des Gewindegangs
der Gewindespindel 3 und 'oberhalb dieser zu liegen kommt. In dieser Stellung verbleibt
die Fühlhebelanordnung während des normalen Ablaufes des Spielbetriebes.
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Im Falle des Schlaffwerdens des Magnetbandes 1, wie z. B. bei Bandriß
oder äquivalent wirkenden Passieren des Bandendes wird die Fühlhebelanordnung mit
den 'feilen 4, 5, 7 ... 12 und 17 im entgegengesetzten Uhrzeigersinne um
die Achse 6 etwas verschwenkt, so daß nunmehr die untere Kante des Tasthebels 5
in den Gewindegang der Gewindespindel 3 einfällt und mit dem Gewindegang so lange
gekuppelt bleibt, wie ein kürzeres oder längeres Schlaffsein des Magnetbandes 1
anhält. Bei einer Straffung des Magnetbandes 1 wird diese Kupplung sofort aufgehoben.
Die Fühlhebelanordnung nimmt daraufhin wieder die in der F i g. 3 dargestellte Betriebsstellung
ein.
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Anders dagegen arbeitet die Fühlhebelanordnung nach länger andauerndem
Schlaffsein, so wie z. B. nach Bandriß oder nach Passieren des Bandendes, und dadurch
erfolgendem überschreiten eines vorbestimmten Grenzwertes des Schlaffseins des Magnetbandes
1. In diesem Betriebsfalle läuft die mit dem Gewindegang der Gewindespindel 3 gekuppelte
untere Kante des Tasthebels 5 schließlich aus dem Gewindegang, so wie dies in der
F i g. 2 durch die strichpunktierte Darstellung des im entgegengesetzten Uhrzeigersinne
entgegen der Wirkung .der Zugfeder 18 (F i g. 2) verschwenkten Tasthebels 5 angedeutet
ist, der mit entsprechender Toleranz auf der Achse 6 gelagert ist. In diesem Betriebsfalle
wird mit dem Tasthebel5 der Fühlhebel4 so weit im entgegengesetzten Uhrzeigersinne
verschwenkt, daß das untere Ende des Fühlhebelarms 11 entsprechend F i g. 5 in den
Mitnahmebereich des umlaufenden Nockens 20 kommt und durch diesen in die in der
F i g. 6 dargestellte Abschaltstellung mitgenommen wird. Bei dieser Verschwenkung
wird auch der um die Achse 25 im entgegengesetzten Uhrzeigersinne verschwenkte Winkelhebel
13, 14, dessen unterer Arm 13 gegen den gerätefesten Anschlag 26 angelegen
hat, etwas im entgegengesetzten Uhrzeigersinne verschwenkt, wobei über den abstehenden
Lappen 27 des oberen Hebelarms 14 die Abschaltung des Bandantriebs ausgelöst wird.