DE1261403B - Frei tragbares Atemschutzgeraet mit Regeneration der Ausatemluft - Google Patents
Frei tragbares Atemschutzgeraet mit Regeneration der AusatemluftInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
A62b
Deutsche Kl.: 61 a-29/01
Nummer: 1 261403
Aktenzeichen: D 46181 V/61 a
Anmeldetag: 2. Januar 1965
Auslegetag: 15. Februar 1968
Es ist ein Atemschutzgerät mit Atembeutel bekannt, das in Bereitschaftsstellung in einem Traggehäuse
angeordnet ist, das mit einer Öffnung versehen ist, vor der der Atembeutel zusammengefaltet
angeordnet ist und aus der er beim Aufblähen bei Inbetriebnahme des Geräts heraustritt. Die Öffnung
kann an der Unterseite des Traggehäuses angeordnet sein. Weiter kann die Öffnung durch einen leicht abnehmbaren
Verschluß, ζ. Β. einen Deckel od. dgl., abgedeckt sein. Zur weiteren Vervollkommnung des
Geräts kann durch öffnen des Flaschenventils eine Vorspüleinrichtung bekannter Bauart betätigt werden,
die den Atembeutel auffüllt. Weiterhin können der Atemschlauch und die Maske oder Mundstück
derart in dem Traggehäuse angeordnet sein, daß sie beim öffnen des Verschlusses zugänglich sind oder
vorzugsweise selbsttätig herausfallen.
Es ist weiter ein frei tragbares Atemschutzgerät mit Regeneration der Ausatemluft bekanntgeworden,
das in einem Gehäuse eine Druckgasflasche, einen gefalteten Atembeutel und einen Behälter mit einem
Kohlensäureabsorptionsmittel enthält. Bei diesem Gerät ist der Behälter für das Kohlensäureabsorptionsmittel
(Regenerationsmittelbehälter) als Traggestell für die Armaturen des Geräts ausgebildet und
die einer Wand des Behälters anliegende Druckgasflasche mit diesem verbunden. Der Behälter und die
Druckgäsflasche können zusammen einen ovalen Querschnitt haben. Bei einer anderen Bauform bildet
die Wandung des Behälters für das Kohlensäureabsorptionsmittel einen Teil des Gerätgehäuses.
Weiterhin kann der Regenerationsmittelbehälter in seiner Längsrichtung von einem Atemluftleitungsrohr
durchsetzt sein, das an seinem oberen und unteren Ende mit Durchbrechungen versehen ist. Das Atemluftleitungsrohr
kann im Bereich der Durchbrechungen trichterförmig ausgebildet oder mit Durchbrechungen
aufweisenden trichterförmigen Ansätzen versehen sein, die an der oberen bzw. unteren Wand
des Regenerationsmittelbehälters befestigt sind. Außerdem kann das Atemluftleitungsrohr im Bereich
zwischen den Durchbrechungen ein in Ausatemrichtung öffnendes Rückschlagventil enthalten. Schließlich
kann an der unteren Wand des Regenerationsmittelbehälters im Bereich des Atemluftleitungsrohrs
ein Ansatzstutzen für den Atembeutel und am oberen Ende des Rohrs ein Stutzen zum Befestigen des zum
Mundstück bzw. zur Atemschutzmaske führenden Atemschlauchs angeordnet sein. Oberhalb des Regenerationsmittelbehälters
befindet sich ein durch einen abnehmbaren Deckel abgeschlossener Raum zur Aufnahme des Atemschlauchs mit Atemmund-Frei
tragbares Atemschutzgerät mit Regeneration der Ausatemluft
Anmelder:
Drägerwerk, Heinr. & Bernh. Dräger,
2400 Lübeck, Moislinger Allee 53/55
stück bzw. Atemschutzmaske, am unteren Teil des Gehäuses hingegen ein ebenfalls mit einem Deckel
versehener Raum zur Aufnahme des gefalteten Atembeutels. Der Deckel ist derart mit dem Ventil
der Druckgasflasche verbunden, daß beim Öffnen des Deckels das Ventil geöffnet wird. Der untere, den
zusammengefalteten Atembeutel aufnehmende Gehäuseraum kann aber auch durch einen nach unten
ausziehbaren Deckel abgeschlossen sein, so daß bei heruntergezogenem Deckel der Atembeutel noch geschützt
ist.
Bei dem bekannten Gerät kann das lungengesteuerte Ventil am Druckminderer und dieser unmittelbar
an der Druckgasflasche angeschlossen sein.
Der Steuerhebel des lungengesteuerten Ventils ragt in den Atembeutel hinein und kann mit seinem Ende
vor der unteren Öffnung des Regenerationsmittelbehälters liegen. Bei Ingebrauchnahme des Geräts
müssen also stets zwei Deckel geöffnet werden, was zeitraubend ist.
Die Erfindung betrifft ein frei tragbares Atemschutzgerät mit Regenration der Ausatemluft und in
der Bereitschaftsstellung gemeinsam in einem Gehäuse angeordneter Druckgasflasche, Regenerationsmittelbehälter
mit daran angeschlossenem Atemschlauch und gefaltetem Atembeutel. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gerätform zu schaffen,
bei der zum Anlegen des Geräts im Ernstfall möglichst wenige Handgriffe notwendig sind. Die
Lösung besteht darin, daß der zusammengefaltete Atembeutel im oberen, von einem Deckel verschlossenen
Teil des Gehäuses oberhalb des Regnerationsmittelbehälters und der Druckgasflasche und neben
ihm der Atemschlauch samt Mundstück untergebracht sind. Die Erfindung hat den Vorteil, daß
zum Anlegen des Geräts nur der obenliegende Deckel des Gehäuses zu öffnen ist und daß der Atembeutel
ebenso wie der Atemschlauch samt Mundstück nach oben heraustreten kann. Der Atembeutel hat dadurch
für viele Fälle eine günstige Lage. Er liegt höher am Körper im Bereich der Arme, so daß er durch diese
abgedeckt werden kann und beispielsweise beim
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Kriechen durch enge Öffnungen besser geschützt und vom Gerätträger besser beobachtet werden kann.
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ein Ausführungsbeispiel wird an Hand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt in der Ebene A-B der F i g. 2
und
F i g. 2 einen Längsschnitt durch das Gerät.
Das Gerät ist in einem Gehäuse 1 untergebracht, dessen einer Teil als Regenerationsmittelbehälter 2
ausgebildet ist. Dieser Raum ist durch eine Trennwand 3 begrenzt, durch welche ein Raum 4 zur Aufnahme
der Druckgasflasche 5 abgetrennt ist. Die Druckgasflasche kann von oben in den Raum eingeschoben
werden. Die Trennwand besteht mit dem Gehäuse, das beispielsweise aus Kunststoff gespritzt
sein kann, aus einem Stück.
Der Regenerationsmittelbehälter 2 des Gehäuses ist durch einen Deckel 6 abgeschlossen, an dem ein
mittig nach unten ragender Rohrstutzen 7 angeordnet ist, dessen Ende mit einem Außengewinde versehen
ist, in das das Gewinde eines das Regenerationsmittel axial durchsetzenden Rohrs 8 eingreift.
Das Rohr 8 ist an seiner unteren Stirnseite von einer 25·
Abdeckung 9 verschlossen, die mit einem Flansch 10 versehen ist, der über eine in einem Einzug 12 angeordnete
Dichtung 11 der unteren Gehäusewand anliegt. Der Einzug 12 ist so weit nach innen gezogen,
daß die Außenfläche der Abdeckung 9 der Stirnseite mit der Außenfläche des Gehäuses fluchtet. Die Abdeckung
9 kann außen mit einem nicht dargestellten Schlitz od. dgl. zum Ansetzen eines Schraubwerkzeugs
versehen sein. Dadurch kann durch Drehen des Rohrs 8 der Deckel 6 angezogen werden, wobei der
Deckel mit seinem Rand 13 gegen eine Dichtung 14 gepreßt wird, die in einem Einzug 15 des Gerätgehäuses
am oberen Ende der Trennwand 3 aufliegt.
Das Regenerationsmittel wird von zwei kegeligen, durchlöcherten Blechen 16 und 17 gehalten. Das
Rohr 8 ist an seinem unteren Ende mit Öffnungen 18 versehen, die außerhalb des Bereichs des Regenerationsmittels
liegen. Das Blech 17 ist mit einem Einzug 19 versehen, in dem eine Druckfeder 20 angeordnet
ist, die an ihrem oberen Ende gegen einen Bund 21 des Rohrstutzens 7 abgestützt ist. Dadurch wird
beim Lösen der Verschraubung zwischen Rohrstutzen 7 und Rohr 8 der Deckel 6 nach oben gedrückt
und abgenommen. Der Raum 22 oberhalb des Blechs 17 ist frei vom Chemikal.
Der Deckel 6 ist weiterhin mit einem großen Anschlußstutzen 23 für den Atembeutel 24 und zwei in
Richtung zum Raum 22 öffnenden Rückschlagventilen 25 versehen. Schließlich weist der Deckel 6 noch
einen Anschlußstutzen 26 zum Befestigen des Atemschlauchs 27 auf, an dem das Mundstück 28 angeschlossen
ist.
Der Atembeutel 24 ist mit einer Öffnung zum Anschließen des Anschlußstutzens des lungengesteuerten
Ventils 29 versehen. Dieses ist mittels einer Überwurfmutter 30 an dem Verschlußstück 31 der Druckgasflasche
5 angeschlossen. Der Steuerhebel 32 des lungengesteuerten Ventils 29 ragt in den Atembeutel
24 hinein. Das Verschlußstück 31 ist mit einem Zapfen 33 als Führungsmittel versehen, der in ein Gegenstück
33 α eingreift, das am Gehäuse 1 befestigt ist. Dadurch werden die Flasche und das lungengesteuerte
Ventil in einer bestimmten Lage festgehalten.
Das Gehäuse ist .durch einen Deckel 34 verschlossen,
der um die Achse 35 aufklappbar ist.
Bei Inbetriebnahme des Geräts wird der Deckel 34 geöffnet, wie in F i g. 1 in gestrichelten Linien dargestellt
ist. Das Mundstück 28 wird herausgenommen und unter Dehnung des Atemschlauchs 27 in den
Mund gesteckt. Gleichzeitig wird das Verschlußstück 31, das vorzugsweise mit einem Druckknopf geöffnet
werden kann, betätigt. Bei der nun folgenden Einatmung durch den Atemschlauch 27 wird über die
Rückschlagventile 25 im Atembeutel 24 ein Unterdruck erzeugt, wodurch die Wandungen des Atembeutels
den Steuerhebel 32 des lungengesteuerten Ventils 29 bewegen. Sauerstoff strömt nunmehr in
den entleerten Atembeutel 24 ein und von da über die Rückschlagventile 25 zum Gerätträger. Bei der
darauffolgenden Ausatmung fließt die Atemluft über den Atemschlauch 27, da die Rückschlagventile 25
geschlossen sind, dann durch das Blech 17 in den Regenerationsmittelbehälter 2 und von da durch das
Blech 16, die Öffnungen 18 und durch das Rohr 8 wiederum in den Atembeutel 24. Die Luft im Atembeutel
ist damit von Kohlensäure befreit. Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder Atmung.
Um zu verhindern, daß beim Anlegen des Geräts sich der Atembeutel mit Ausatemluft füllt, wodurch
die sogenannte Stickstoffgefahr entstehen könnte, wird der Atembeutel derart gefaltet in dem Gehäuse
untergebracht, daß er in der zusammengefalteten, in F i g. 1 dargestellten Lage das lungengesteuerte Ventil
29 in Offenstellung hält. Dazu dient unter anderem auch die Halterung der Druckgasflasche 5 und
des Ventils mit dem in das Gegenstück 33 α eingreifenden Zapfen 33. Der Atembeutel 24 kann in dem
Bereich 36, in dem der Steuerhebel 32 im zusammengefalteten Zustand des Atembeutels diesen anliegt,
mit Verstärkungen, wie Versteifungen, versehen sein. Dadurch, daß das lungengesteuerte Ventil in Bereitschaftsstellung,
also bei geschlossenem Gehäuse, geöffnet ist, wird ereicht, daß nach dem Öffnen des
Deckels 34 und Öffnen des Verschlußstücks 31 sofort Sauerstoff durch das lungengesteuerte Ventil 29 in
den Atembeutel strömt und diesen füllt, bis dieser so weit aufgebläht ist, daß er nicht mehr den Steuerhebel
aus seiner gespannten Lage drückt. Dadurch wird eine Sauerstoffvorspülung erreicht.
Claims (9)
1. Frei tragbares Atemschutzgerät mit Regeneration der Ausatemluft und in der Bereitschaftsstellung gemeinsam in einem Gehäuse angeordneter
Druckgasflasche, Regenerationsmittelbehälter mit daran angeschlossenem Atemschlauch und
gefaltetem Atembeutel, dadurch gekennzeichnet,
daß der zusammengefaltete Atembeutel (24) im oberen, von einem Deckel (34) verschlossenen
Teil des Gehäuses (1) oberhalb des Regenerationsmittelbehälters (2) und der Druckgasflasche
(5) und neben ihm der Atemschlauch (27) samt Mundstück (28) untergebracht sind.
2. Atemschutzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Regenerationsmittelbehälter
(2) in an sich bekannter Weise von oben nach unten von einem Rohr (8) durchsetzt ist,
das am oberen Ende mit dem Atembeutel (24) und am unteren Ende über Öffnungen (18) mit
dem das Regenerationsmittel enthaltenden Teil des Behälters in Verbindung steht.
3. Atemschutzgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (6) des
Regenerationsmittelbehälters (2) abnehmbar ist.
4. Atemschutzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Deckel (6) mit einem Anschlußstutzen (23) zum Befestigen des Atembeutels (24) versehen ist.
5. Atemschutzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Deckel (6) oder der Anschlußstutzen (23) mit einem oder mehreren Rückschlagventilen (25)
versehen ist, die sich in Richtung zu einem oberhalb des Regenerationsmittels frei gelassenen
Raum (22) öffnen, an dem der Atemschlauch (27) angeschlossen ist.
6. Atemschutzgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (6) mit einem
Anschlußstutzen (26) für den Atemschlauch (27) versehen ist.
7. Atemschutzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
10 Atembeutel (24) mit einem Anschlußstück an dem mit der Druckgasflasche (5) verbundenen
Ventilgehäuse eines lungengesteuerten Ventils (29) befestigt ist, dessen Steuerhebel (32) in den
Atembeutel (24) ragt.
8. Atemschutzgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Atembeutel (24) derart
faltbar ist, daß er gefaltet in dem Gehäuse untergebracht den Steuerhebel (32) des lungengesteuerten
Ventils (29) in, Offenstellung hält.
9. Atemschutzgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Atembeutelwand im Bereich
(36) des Angriffspunkts des Steuerhebels (32) mit Verstärkungen versehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 1101 158;
Unterlagen des französischen Patents
ao Nr. 1 351 239;
Deutsche Patentschrift Nr. 1101 158;
Unterlagen des französischen Patents
ao Nr. 1 351 239;
britische Patentschrift Nr. 901334.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 508/30 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DED46181A DE1261403B (de) | 1965-01-02 | 1965-01-02 | Frei tragbares Atemschutzgeraet mit Regeneration der Ausatemluft |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED46181A DE1261403B (de) | 1965-01-02 | 1965-01-02 | Frei tragbares Atemschutzgeraet mit Regeneration der Ausatemluft |
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| DE1261403B true DE1261403B (de) | 1968-02-15 |
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ID=7049548
Family Applications (1)
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Country Status (4)
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