DE1101158B - Atemschutzgeraet mit Atembeutel - Google Patents
Atemschutzgeraet mit AtembeutelInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B25/00—Devices for storing or holding or carrying respiratory or breathing apparatus
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- Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)
Description
Es sind Atemschutzgeräte bekannt, die auf dem Rücken oder seitlich am Körper getragen werden und
die entweder voll gekapselt sind oder bei denen die Armaturen frei liegen. Meistens handelt es sich um
Geräte mit Kreislauf der Atemluft. Bei der gekapselten Ausführung sind alle Armaturen sowie die Druckgasflasche
und eine Alkalipatrone zur Auffrischung der Ausatemluft in einem geschlossenen Gehäuse angeordnet,
wodurch sie gegen äußere Einflüsse geschützt sind. Die gekapselten Geräte haben den Nachteil, daß der in
dem Gehäuse untergebrachte Atembeutel verhältnismäßig viel Raum beansprucht und daß demzufolge das
Gerätgehäuse sperrig ausgebildet sein muß. Gekapselte Geräte werden vorzugsweise für rauhen Betrieb und
im allgemeinen unter Tage verwendet. Bei der nicht gekapselten Ausführung liegen die Armaturen vollkommen
frei, ebenso der bei Geräten mit Kreislauf der Atemluft erforderliche Atembeutel. Die ungekapsalten
Geräte haben den Nachteil, daß die Armaturen durch mechanische Einwirkungen beschädigt werden
können. Dies gilt insbesondere für den Atembeutel.
Geräte beider Ausführungsarten werden normalerweise von dem Bergmann unter Tage nicht mitgeführt,
sondern dienen nur für Rettungszwecke.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zu schaffen, das den eingangs beschriebenen Nachteil
der gekapselten Geräte nicht aufweist, und es so raumsparend auszubilden, daß jeder Bergmann ständig
ein derartiges Gerät als Fluchtgerät bei sich führen kann, das ihm im Falle der Gefahr zur Verfügung
steht.
Die Erfindung betrifft ein Atemschutzgerät mit Atembeutel, das in Bereitschaftsstellung in einem Traggehäuse
angeordnet ist, und besteht darin, daß das Traggehäuse mit einer Öffnung versehen ist, vor der
der Atembeutel zusammengefaltet angeordnet ist und aus der er beim Aufblähen bei Inbetriebnahme des Gerätes
heraustritt. Durch die Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß das Gerät einerseits in Bereitschaftsstellung
vollständig gekapselt ist und daß andererseits das Gehäuse wegen des zusammengefalteten Atembeutels
kleiner als bei den bekannten Geräten ist. Infolgedessen ist das Gewicht des Gerätes verhältnismäßig gering,
so daß ein Bergmann ein derartiges Gerät stets ohne besondere Belästigung mit sich führen kann.
Wenn das Gerät in Betrieb genommen wird, tritt der Atembeutel aus der Öffnung heraus und kann nunmehr
im aufgeblähten Zustand seine Aufgabe erfüllen.
Die Öffnung kann an unterschiedlichen Stellen des Traggehäuses angeordnet sein. Besonders eignet sich
hierfür die Unterseite des Gehäuses.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann die Öffnung durch einen leicht abnehmbaren Verschluß,
ζ. B. einen Deckel od. dgl., abgedeckt sein. Der Atemschutzgerät mit Atembeutel
Anmelder:
Drägerwerk, Heinr. & Bernh. Dräger,
Lübeck, Moislinger Allee 53-55
Lübeck, Moislinger Allee 53-55
Verschluß kann aus Metall, Kunststoff oder auch aus einem widerstandsfähigen Tuch, wie Segeltuch, bestehen.
Weiterhin ist es zweckmäßig, den Verschluß derart mit dem Flaschenventil des Druckgasbehälters zu kuppeln,
daß dieses beim Öffnen des Verschlusses mit geöffnet wird. Auf diese Weise ist das Gerät gleichzeitig
mit dem Abnehmen des Verschlusses von der Öffnung für den Atembeutel gebrauchsfertig.
Eine andere zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die Tragvorrichtung an dem
dem Körper des Gerätträgers abgekehrten Teil des Traggehäuses befestigt und der dem Gerätträger zugekehrte
Teil oder die Rückwand an dem Traggehäuse abnehmbar angeordnet ist. Wird der Deckel bzw. die
Rückwand abgenommen, so kann sich der Atembeutel nach unten entfalten. Dabei können die Rückwand des
Traggehäuses und der die Öffnung für Atembeutel abdeckende Verschluß aus einem Stück bestehen.
Bei einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform des Atemschutzgerätes nach der Erfindung ist die
Rückwand aus dem Traggehäuse herausschiebbar und ein Hebel zum Betätigen des Flaschenventils des
Druckgasbehälters bei geschlossenem Ventil so angeordnet, daß er beim Herausschieben der Rückwand
geschwenkt und das Flaschenventil dadurch geöffnet wird.
Weiterhin kann die Vorrichtung so ausgebildet sein, daß durch Öffnen des Flaschenventils eine Vorspüleinrichtung
bekannter Bauart betätigt wird, die den Atembeutel auffüllt.
In allen Fällen kann es schließlich zweckmäßig sein, daß auch der Atemschlauch und die Maske oder das
Mundstück derart in dem Traggehäuse angeordnet sind, daß sie beim öffnen des Verschlusses zugänglich
sind oder vorzugsweise selbsttätig herausfallen.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung
schematisch dargestellt, und zwar zeigt
Abb. 1 eine räumliche Darstellung des Gerätes und Abb. 2 einen Querschnitt zu Abb. 1.
Das Gerät besteht im wesentlichen aus dem Druckgasbehälter 1 mit dem an ihm angeschlossenen Druckminderer
2, der Luftreinigungspatrone 3 und einem Atembeutel 5. Dieser liegt in Bereitschaftsstellung zusammengefaltet
unterhalb der Patrone 3, wie Abb. 2 erkennen läßt. Die genannten Bauteile sind in dem
Traggehäuse 4 angeordnet, das nur so groß ausgebildet ist, daß es außerdem nur noch den zusammengefalteten
Atembeutel umschließt.
Abb. 1 zeigt das Gerät fertig zum Gebrauch, währenddessen
der Atembeutel 5 nach unten heraushängt. Das Gerät ist mit der Maske 6 über den Faltenschlauch 7
verbunden.
Abb. 2 zeigt das Gerät in Bereitschaftsstellung, in der die dem Rücken des Gerätträgers zugekehrte Seite
des Traggehäuses 4 durch einen Deckel 8 abgedeckt ist. ao Außer dem zusammengefalteten Atembeutel sind noch
die Maske6 und der Faltenschlauch? in dem verschlossenen
Gehäuse untergebracht. Das Traggehäuse 4 und der Deckel 8 bilden einen guten Schutz für alle Gerätteile
im Bereitschaftszustand. Nach Abnahme des Dekkels 8 kann sich der Atembeutel 5 nach unten ausdehnen.
Im oberen Teil des Deckels 8 ist eine Durchbrechung 9 angeordnet, in die der Hebel 10 zum Betätigen
des Ventils des Druckgasbehälters 1 eingreift. Der Deckel ist so angebracht, daß er durch Abziehen nach
unten gelöst wird. Beim Abziehen des Deckels wird gleichzeitig der Hebel mitgenommen und das Flaschenventil
geöffnet.
An dem dem Körper des Gerätträgers abgekehrten Teil des Traggehäuses 4 sind die Schultergurte 11 angeschlossen.
Das Gerät braucht nicht auf dem Rücken getragen zu werden, sondern kann auch an anderer Stelle, z. B.
an der Seite, getragen werden.
Claims (9)
1. Atemschutzgerät mit Atembeutel, das in Bereitschaftsstellung in einem Traggehäuse angeordnet
ist, dadurch, gekennzeichnet, daß das Traggehäuse (4) mit einer Öffnung versehen ist, vor
der der Atembeutel (5) zusammengefaltet angeordnet ist und aus der er beim Aufblähen bei
Inbetriebnahme des Gerätes heraustritt.
2. Atemschutzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung an der Unterseite
des Traggehäuses (4) angeordnet ist.
3. Atemschutzgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung durch einen
leicht abnehmbaren Verschluß, z. B. einen Deckel (8) od. dgl., abgedeckt ist.
4. Atemschutzgerät nach Anspruch 3 mit einem Druckgasbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verschluß derart mit dem Flaschenventil des Druckgasbehälters (1) gekuppelt ist, daß dieses
beim öffnen des Verschlusses mit geöffnet wird.
5. Atemschutzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragvorrichtung
an dem dem Körper des Gerätträgers abgekehrten Teil des Traggehäuses (4) befestigt
und der dem Gerätträger zugekehrte Teil oder die Rückwand an dem Traggehäuse (4) abnehmbar
angeordnet ist.
6. Atemschutzgerät nach Anspruch 3 oder 4 sowie nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rückwand des Traggehäuses (4) und der die Öffnung für den Atembeutel (5) abdeckende Verschluß
aus einem Stück bestehen.
7. Atemschutzgerät nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwand aus
dem Traggehäuse (4) herausschiebbar ist und ein Hebel (10) zum Betätigen des Flaschenventils des
Druckgasbehälters (1) bei geschlossenem Ventil so angeordnet ist, daß er beim Herausschieben der
Rückwand geschwenkt und das Flaschenventil dadurch geöffnet wird.
8. Atemschutzgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch öffnen
des Flaschenventils eine Vorspüleinrichtung bekannter Bauart betätigt wird, die den Atembeutel
(5) auffüllt.
9. Atemschutzgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Atemschlauch
und die Maske (6) oder das Mundstück derart in dem Traggehäuse (4) angeordnet sind,
daß sie beim Öffnen des Verschlusses zugänglich sind oder vorzugsweise selbsttätig herausfallen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 620 138, 891 497.
Deutsche Patentschriften Nr. 620 138, 891 497.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 109 528/48 2.61
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED30101A DE1101158B (de) | 1959-03-02 | 1959-03-02 | Atemschutzgeraet mit Atembeutel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED30101A DE1101158B (de) | 1959-03-02 | 1959-03-02 | Atemschutzgeraet mit Atembeutel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1101158B true DE1101158B (de) | 1961-03-02 |
Family
ID=7040359
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED30101A Pending DE1101158B (de) | 1959-03-02 | 1959-03-02 | Atemschutzgeraet mit Atembeutel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1101158B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1210327B (de) | 1964-01-31 | 1966-02-03 | Medizintechnik Leipzig Veb | Atemschutzgeraet mit einem Atembeutel |
| DE1261403B (de) | 1965-01-02 | 1968-02-15 | Draegerwerk Ag | Frei tragbares Atemschutzgeraet mit Regeneration der Ausatemluft |
| FR2453655A1 (fr) * | 1979-01-30 | 1980-11-07 | Banyaszati Aknamelyito | Appareil de sauvetage a oxygene susceptible d'etre mis en marche automatiquement |
| DE3506043A1 (de) * | 1985-02-21 | 1986-08-28 | Auergesellschaft Gmbh, 1000 Berlin | Atemschutzgeraet |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE620138C (de) * | 1929-04-10 | 1935-10-16 | Draegerwerk Heinr U Bernh Drae | Sauerstoffatemschutzgeraet |
| DE891497C (de) * | 1942-08-08 | 1953-09-28 | Draegerwerk Ag | Geschlossenes Sauerstoffatemschutzgeraet mit Auffrischung der Ausatemluft |
-
1959
- 1959-03-02 DE DED30101A patent/DE1101158B/de active Pending
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE620138C (de) * | 1929-04-10 | 1935-10-16 | Draegerwerk Heinr U Bernh Drae | Sauerstoffatemschutzgeraet |
| DE891497C (de) * | 1942-08-08 | 1953-09-28 | Draegerwerk Ag | Geschlossenes Sauerstoffatemschutzgeraet mit Auffrischung der Ausatemluft |
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| DE3506043A1 (de) * | 1985-02-21 | 1986-08-28 | Auergesellschaft Gmbh, 1000 Berlin | Atemschutzgeraet |
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