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Hublader mit Teleskopmast und Verriegelung Die Erfindung betrifft
einen Hublader mit Teleskopmast, dessen einen Hubschlitten tragender Ausfahrmast
gegenüber einem Standmast und einem Hubschlitten mittels am Ausfahrmast gelagerter
Riegelkörper und zu deren Betätigung am Hubschlitten und am Standmast befestigter
Zapfen wechselweise derart festgelegt ist, daß beim alleinigen Heben und Senken
des Hubschlittens der Ausfahrmast mit dem Standmast und beim Heben und Senken des
Hubschlittens zusammen mit dem Ausfahrmast dieser mit dem Hubschlitten verriegelt
ist.
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Bei einer bekannten derartigen Verriegelung sind zwei verschiedenartige
Riegelkörper verwendet, von denen der erste, eigentliche Riegel der Verriegelung
des Ausfahrmastes sowohl mit dem Hubschlitten als auch mit dem Standmast dient,
während .der zweite Riegelkörper als Sperrhebel für den Riegel ausgebildet ist.
Beide Riegelkörper sind in gleicher Ebene auf parallelen Achsen gelagert und durch
eine Zugfeder aneinandergezogen. Der Riegel weist auf der einen Seite eine Gabel
auf, in welche der Zapfen des aufsteigenden Hubschlittens eingreift und den Riegel
so verschwenkt, daß der Hubschlitten mit dem Ausfahrmast verriegelt und dieser vom
Standmast entriegelt ist. Dabei wird über die Zugfeder der Sperrhebel verschwenkt,
so daß er mit seinem Ende derart an der gegenüber der Gabel liegenden gebogenen
Nase des Riegels anliegt, daß dieser nicht unter dem Einfluß des Hubschlittenzapfens
zurückschwenken kann. Dies ist erst möglich, wenn am Ende des Absenkens des Ausfahrmastes
der Zapfen des Standmastes den Sperrhebel so hochschwenkt, daß er die Nase des Riegels
freigibt. Beim weiteren Absenken des Ausfahrmastes in seine tiefste Stellung greift
die gebogene Nase des Riegels unter den Zapfen des Standmastes, der zugleich den
Sperrhebel so verschwenkt, daß er über die Zugfeder den Riegel in dieser Stellung
hält, bereit zum erneuten Eingriff des Hubschlittenzapfens.
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Riegel und Sperrhebel erfordern jeder eine genaue, eigene Ausbildung.
An ihren gegenseitigen kantigen Stützflächen können verhältnismäßig große Stützkräfte
und damit Verschleißerscheinungen beim Ausklinken entstehen.
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Es ist auch ein Hublader mit Teleskopmast und Verriegelung bekannt,
bei dem je ein Riegelkörper für die Verriegelung von Hubschlitten und Ausfahrmast
einerseits und die Verriegelung von Ausfahrmast und Standmast andererseits vorgesehen
ist. Die Riegelkörper sind ähnlich, aber ungleich ausgebildet und in verschiedenen
parallelen Ebenen angeordnet, so daß zur Übertragung einer Schwenkbewegung des einen
Riegelkörpers auf den anderen Riegelkörper ein besonderer Übertragungshebel erforderlich
ist. Eine unmittelbare gegenseitige Verriegelung der Riegelkörper ist daher nicht
möglich. Die Lage der Riegelkörper ist durch die Lage jeweils eines anderen Teiles
des Teleskopmastes bestimmt.
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Die vorliegende Erfindung hat die Schaffung einer einfach ausgebildeten
Verriegelungsvorrichtung eines Teleskopmastes zum Ziel, deren Riegelkörper unabhängig
von der Zahl der Ausfahrmaste jeweils in gleicher Weise angeordnet werden können.
Dieses Ziel wird bei einem Hublader der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung
durch die Kombination folgender, zum Teil an sich bekannter Merkmale erreicht: a)
für das Verriegeln von Ausfahrmast (28, 144 oder 142) und Hubschlitten (50, 148)
einerseits und von Ausfahrmast und Standmast (26; 142 oder 140) andererseits dient
je ein Riegelkörper (92, 94, 96, 98; 120, 121; 130 bis 132; 154 und 156 bis 158),
b) die beiden Riegelkörper sind an ihren gegenseitig und mit den Zapfen (110, 114;
122, 123; 126 bis 128; 150 bis 153) zusammenwirkenden Teilen 100 bis 103, 112, 116)
im wesentlichen gleich ausgebildet, c) die Riegelkörper weisen zum Aufeinandereinwirken
an den einander benachbarten Seiten je
einen Riegelvorsprung (102,
103) zum Eingriff in je eine entsprechende Riegelausnehmung (100, 101) des anderen
Riegelkörpers auf, während ihre Gabelteile (112, 116) an ihren voneinander abgewandten.
Seiten liegen und beide zum Halten der Zapfen (110, 114) dienen oder von diesen
zu verstellen sind, d) die Riegelkörper sind in gleicher Ebene und auf parallelen
Achsen (90, 91; 124, 133; 160, 162) gelagert.
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Für die Aufgabenlösung vorteilhafte und förderliche Weiterbildungen
sind weiteren Merkmalen der übrigen Ansprüche zu entnehmen.
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In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung ein Hublader mit verschiedenen Abwandlungen schematisch dargestellt. Es
zeigt .
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F i g. 1 eine Vorderansicht mit ausgebrochenen Teilen, F i g. 2 einen
Längsschnitt nach Linie 2-2 in F i g. 1, F i g. 3 einen Querschnitt nach Linie 3-3
in F i g. 1, F i g. 4 einen Ausschnitt aus F i g. 1 in größerem Maßstab in der Stellung
der Riegelkörper bei Verriegelung des Ausfahrmastes mit dem Standmast, F i g. 5
eine Ansicht entsprechend F i g. 4 in der Stellung der Riegelkörper bei Verriegelung
des Hubschlittens mit dem Ausfahrmast, F i g. 6 einen Teleskopmast mit zwei Ausfahrmasten,
F i g. 7 bis 9 Draufsichten auf verschiedene Abwandlungen.
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In den F i g. 1 bis 3 ist ein Hublader in Form eines Fahrzeuges 10
mit Vorderrädern 12 und Hinterrädern 14, Fahrersitz 16 und Lenkrad 18 dargestellt.
An einem Gelenkzapfen 20 ist ein Teleskop= mast 22 am vorderen Teil des Fahrzeuges
aasgelenkt, der mittels eines Arbeitszylinders 24 neigbar ist.
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Der Teleskopmast 22 hat einen in seiner Höhenlage unveränderbaren
Standmast 26, der zum Führen eines Ausfahrmastes 28 dient. Der Standmast 26 besteht
aus zwei im Abstand voneinander angeordneten und mit ihren offenen Seiten einander
zugewandten U-Schienen 32, die mittels einer Querstrebe 34 und einer Grundplatte
36 fest miteinander verbunden sind. Der Standmast 26 ist durch mit der Grundplatte
36 verbundene Laschen 38 am Fahrzeug 10 aasgelenkt. Der Ausfahrmast 28 besteht aus
U-Schie= nen 40, die in den U-Schienen 32 axial verschiebbar sind. Die U-Schienen
40 sind an ihren Kopfenden mittels einer Traverse 44 und an ihren unteren Enden
mittels einer Querstrebe 46 miteinander verbunden.
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Am Ausfahrmast 28 ist ein Hubschlitten 50 heb-und senkbar gelagert.
Der Hubschlitten 50 trägt Lastgabeln 52 und eine Schutzplatte 54. An der Rückseite
dieser Schutzplatte angebrachte senkrechte Arme 56 reichen in den Raum zwischen
den U-Schienen 40. Auf den Armen 56 gelagerte Rollen 58 sind in den U-Schienen 40
geführt und erleichtern das Heben und Senken des Hubschlittens 50.
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Zum Heben des Hubschlittens 50 und des Ausfahrmastes 28 dient ein
Hubzylinder 60, der einen am Boden mit der Grundplatte 36 verbundenen und sich zwischen
den U-Schienen 32 erstreckenden Zy-
linderkörper 62 aufweist. Der als Teleskopzylinder
ausgebildete Hubzylinder 60 enthält einen äußeren Kolben 64 und einen inneren Kolben,
von dem die aus dem äußeren Kolben 64 herausragende Kolbenstange 66 zu sehen ist.
Am Kopfende der Kolbenstange 66 ist ein Querträger 68 angebracht.
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An beiden Seiten des Querträgers 68 sind Kettenräder 70 gelagert.
An einem an der Traverse 44 des Ausfahrmastes 28 angeordneten Rahmenkörper 72 sind
seitlich Kettenräder 74 gelagert. Am unteren Ende des Ausfahrmastes 28 sind an der
Platte 46 beidseitig des Zylinderkörpers 62 Halteglieder 76 senkrecht angebracht,
welche zum Lagern von Kettenrädern 78 dienen. Zwei über die jeweils einander zugeordneten
Räder 70, 74, 78 laufenden Ketten 82 und 84 sind beidseitig des Hubzylinders angebracht.
Die Ketten 82 und 84 sind an ihren einen Enden mit Hilfe von Haltern 80 am Zylinderkörper
62 und mit ihren anderen Enden bei 81 am Hubschlitten 50 verankert.
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Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt: Wenn der äußere Kolben
64 und/oder die Kolbenstange 66 :des Hubzylinders 60 ausfahren, bleibt der Ausfahrmast
28 stehen, und der Hubschlitten 50 wird auf den U-Schienen 40 ,des Ausfahrmastes
28 mit Hilfe der Ketten 82, 84 angehoben, wobei der Hubschlitten 50 einen Weg zurücklegt,
der etwa doppelt so lang ist, wie der von der Kolbenstange 66 zurückgelegte Weg.
Der Hubschlitten 50 kann sich etwa über die volle Höhe des Ausfahrmastes 28 bewegen,
wobei nur der äußere Kolben 64 aus dem Kolbenzylinder 62 ausgefahren wird, während
die Kolbenstange 66 ihre Lage im äußeren Kolben 64 beibehält. Die Arme 56 des Hubschlittens
50 treffen beim Erreichen des Kopfendes des Ausfahrmastes 28 auf die Unterseite
der Traverse 44. Wenn die Kolbenstange 66 aus dem äußeren Kolben 64 des Hubzylinders
60 ausfährt, wird der Ausfahrmast 28 gegenüber .dem Standmast 26 angehoben, da der
Hubschlitten 50 wegen seiner Anlage an der Traverse 44 den Ausfahrmast 28 nach oben
zieht. Die Arme 56 und die Traverse 44 bilden einen Anschlag für das Ausfahren des
Ausfahrmastes 28 aus dem Standmast 26. Der Ausfahrmast 28 wird mit gleicher Geschwindigkeit
gehoben, wie der Hubschlitten 50 und mit der doppelten Geschwindigkeit wie die aus
dem äußeren Kolben 64 ausfahrbare Kolbenstange 66.
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Zum Steuern der Reihenfolge des Ausfahrens der beweglichen Organe
(Hubschlitten 50 und Ausfahrmast 28) des Teleskopmastes gegenüber dem Standmast
26 ist eine mit 86 bezeichnete Verriegelungsvorrichtung vorgesehen. Diese hat zwei
in dem Rahmenkörper 72 gelagerte Wellen 90, 91. Auf der Vorderseite des Rahmenkörpers
72 sind ein Paar Riegelkörper 92, 94 an .den vorderen Enden der Wellen 90, 91 so
befestigt, daß die Riegelkörper beim Drehen der Welle eine Schwenkbewegung ausführen
können. Ein zusätzliches Paar Riegelkörper 96, 98 ist in entsprechender Weise auf
der Rückseite des Rahmenkörpers 72 auf den rückwärtigen Enden der Wellen 90, 98
kongruent zu den auf gleicher Welle befindlichen Riegelkörpern befestigt. Die Riegelkörper
92, 94, 96 und 98 sind jeweils gleich ausgebildet.
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In F i g. 4 sind die Riegelkörper 92, 94 in gleicher Lage wie in F
i g. 1 aber größer dargestellt, wobei Teile des Riegelkörpers 94 entfernt sind,
um den rückwärtigen Riegelkörper 98 sichtbar zu machen. In der in Fi g. 4 voll ausgezogenen
Lage der Riegelkörper, in welcher sie ineinander eingreifen, sind die Riegelkörper
94, 98 und die Welle 91 durch die
Riegelkörper 92 und 96 daran gehindert,
sich im Uhrzeigersinn zu drehen. Zu diesem Zweck hat jedes Paar Riegelkörper 92,
94 oder 96, 98 einander benachbarte Teile, welche je eine Riegelausnehmung 100 oder
101 und je einen Riegelvorsprung 102 oder 103 haben. In der in F i g. 4 dargestellten
Lage der Riegelkörper liegt der Riegelvorsprung 102 des Riegelkörpers 92 in der
Riegelausnehmung 101 des Riegelkörpers 94, wodurch der Riegelkörper 94 am Schwenken
im Uhrzeigersinn gehindert wird.
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Wenn die an der Welle 90 befestigten Riegelkörper 92, 96 im Uhrzeigersinn
in eine Lage geschwenkt werden, welche in F i g. 4 gestrichelt dargestellt ist,
so verläßt .der Riegelvorsprung 102 des Riegelkörpers 92 die Riegelausnehmung 101
des Riegelkörpers 94. Die Riegelkörper 92, 94, 96 und 98 sind dann jeweils in unverriegelter
Lage. Aus dieser Lage heraus können die rechts dargestellten Riegelkörper 94, 98
im Uhrzeigersinn derart geschwenkt werden, daß der Riegelvorsprung 103 des Riegelkörpers
94 in die Riegelausnehmung 100 des Riegelkörpers 92 hineinragt, was auch für die
Riegelkörper 96, 98 entsprechend gilt. Die Riegelkörper 92, 94 sind damit in einer
in F i g. 5 dargestellten anderen Riegellage, in der die links dargestellten Riegelkörper
92, 96 durch die rechts dargestellten Riegelkörper 94, 98 an einer Schwenkbewegung
entgegen der Richtung des Uhrzeigers gehindert werden.
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Gemäß F i g. 3 steht ein an der Schutzplatte 54 .des Hubschlittens
50 angebrachter Zapfen 110 nach hinten vor. Dieser Zapfen 110 befindet sich in zum
Ausfahrmast 28 angehobener Lage des Hubschlittens 50 in einem Gabelteil 112 am Riegelkörper
92. Ein an der Querstrebe 34 des Standmastes 26 befestigter Zapfen 114 steht über
diese nach vorn vor. Bei der in F i g. 1 dargestellten Lage der Teile wird der Zapfen
114 vom Gabelteil 116 des Riegelkörpers 98 aufgenommen.
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Die Verriegelungsvorrichtung 86 arbeitet wie folgt: Wenn der äußere
Kolben 64 aus dem Kolbenzylinder 62 auszufahren beginnt und der Hubschlitten 50
angehoben wird, so ist der Ausfahrmast 28 mit dem Standmast 26 fest verriegelt und
am Anheben gehindert, da sich der Zapfen 114 im Gabelteil 116 des Riegelkörpers
98 befindet und sich dieser wegen der Verriegelung durch den Riegelkörper 96 nicht
im Sinn des Uhrzeigers drehen kann, um den Zapfen 1l.4 aus dem Gabelteil 116 austreten
zu lassen. Wenn der Hubschlitten 50 am oberen Ende des Ausfahrmastes 28 angekommen
ist, greift der am Hubschlitten 50 angebrachte Zapfen 110 in den Gabelteil 112 ein,
und die in der Zeichnung links angeordneten Riegelkörper 92, 96 werden im Uhrzeigersinn
gedreht, wobei die Riegelkörper 92, 94, 96 und 98 in eine unverriegelte Lage gebracht
werden. Beim weiteren Hub des Hubschlittens 50 treffen die oberen Kanten seiner
Arme 56 auf die Unterseite der Traverse 44, und der Ausfahrmast 28 beginnt auszufahren,
wobei der Zapfen 114 die Riegelkörper 94 und 98 in die in F i g. 5 dargestellte
Lage schwenkt und die Riegelkörper 94 und 98 die Riegelkörper 92, 96 verriegeln.
In dieser Lage der Riegelkörper wird ein Senken des Hubschlittens 15 am Ausfahrmast
28 verhindert, da der Zapfen 110 in den Gabelteil 112 eingreift und der Riegelkörper
92 sich zur Freigabe des Zapfens 110 nicht drehen kann. Eine gegenseitige Bewegung
zwischen dem Hubschlitten 50 und dem Ausfahrmast 28 ist nur dann möglich, wenn der
Ausfahrmast 28 seine untere Lage erreicht hat, wobei der Zapfen 114 die in der Zeichnung
rechts dargestellten Riegelkörper 94, 98 entgegen der Richtung des Uhrzeigersinnes
dreht und auf .diese Weise die linken Riegelkörper 92, 94 entriegelt. Die Zapfen
110, 114 dienen also abwechselnd zum Verriegeln und Entriegeln von Hubschlitten
50 und Ausfahrmast 28 einerseits und Ausfahrmast 28 und Standmast 26 andererseits
F i g. 7 zeigt im wesentlichen die gleiche Riegelvorrichtung wie die F i g. 4 und
5. Zwei Riegelkörper 120, 121 sind auf zwei an dem Ausfahrmast 28 befestigten Achsen
124 schwenkbar gelagert. Ein Zapfen 123 ist an dem Standmast 26 und ein Zapfen 122
am Hubschlitten 50 angebracht. Hier werden nur zwei Riegelkörper 120, 121 gebraucht.
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Wenn sich, wie in F i g. 7 dargestellt, der Riegelkörper 120 in verriegelter
Lage befindet, so wird der Zapfen 123 des Standmastes 26 vom Riegelkörper 120 umfaßt,
wodurch der Ausfahrmast 28 zum Standmast 26 festgelegt ist. Wenn der Hubschlitten
50 und .der Zapfen 122 angehoben werden, so kommt dieser Zapfen zur Anlage an dem
Riegelkörper 122 und schwenkt diesen in eine Lage, in welcher der Riegelkörper 120
freigegeben ist. Die Riegelkörper nehmen dann eine unverriegelte Lage ein. Somit
kann der Ausfahrmast 28 gegenüber dem Standmast 26 angehoben werden, wobei der Zapfen
123 des Standmastes den Riegelkörper 120 in der Weise schwenkt, daß der Riegelkörper
121 verriegelt wird, wodurch dann der Hubschlitten 50 und der Ausfahrmast 28 gegenseitig
festgelegt sind. Beim Senken treten die umgekehrten Vorgänge auf, wobei der Hubschlitten
50 zuerst gegenüber dem Ausfahrrnast 28 festgelegt ist und von diesem dann
frei wird, was eine Verriegelung des Ausfahrmastes 28 mit dem Standmast 26 zur Folge
hat.
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Die Riegelvorrichtung nach F i g. 8 wird angewandt, wenn die Bewegung
des Querträgers 68 des Hubzylinders 60 zur Herbeiführung einer verriegelten Lage
verwendet wird. Bei verschiedenen Hubladern folgen die Arbeitsgänge in der Weise
aufeinander, daß der Hubschlitten 50 zunächst gegenüber dem Ausfahrmast 28 angehoben
wird, bis der Hubschlitten eine bestimmte Lage am Ausfahrmast 28 erreicht hat, worauf
der Querträger 68 des Hubzylinders 60 die Verriegelung zwischen dem Standmast 26
und dem Ausfahrmast 28 löst, so daß diese Maste gegenseitig bewegbar sind. Sobald
der Hubschlitten 50 am oberen Ende des Ausfahrmastes 28 angekommen ist, bewegen
sich der Ausfahrmast 28 und der Hubschlitten 50 gemeinsam.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 8 sind ein Zapfen 126 mit
.dem Querträger 68, ein Zapfen 127 mit dem Standmast 26 und ein Zapfen 128 mit dem
Hubschlitten 50 verbunden. Wellen 133, die an ihren beiden Enden je einen Riegelkörper
131, 132 bzw. an einem Ende einen Riegelkörper 130 tragen, sind an einem Teil des
Ausfahrmastes 28 gelagert.
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In .der in F i g. 8 dargestellten Lage der Riegelkörper ist der Riegelkörper
131 .durch den Riegelkörper 130 verriegelt, so daß der Ausfahrmast 28 gegenüber
dem Standmast 26 festgelegt ist. Wenn die Kolbenstange 66 zum Heben des Hubschlittens
50 ausfährt, kommt der Zapfen 126 des Querträgers 68 in Berührung mit dem Riegelkörper
130 und veranlaßt diesen, den Riegelkörper 131 freizugeben. Nach der Freigabe des
Riegelkörpers 131 kann sich
der Ausfahrmast 28 zusammen mit dem
Querträger 68 nach oben bewegen. Wenn sich der Ausfahrmast 28 gegenüber dem Standmast
26 nach oben bewegt, so verschiebt der Zapfen 127 den Riegelkörper 131 in der Weise,
daß der Riegelkörper 130 verriegelt wird, wodurch der Querträger 68 und der Ausfahr-.
mast 28 miteinander verriegelt werden. Unterdessen bewegt sich der Hubschlitten
50 unter der Einwirkung des Hubzylinders 60 nach oben, und wenn der Hubschlitten
50 das obere Ende des Ausfahrmastes 28 erreicht hat, kommt der Zapfen 128 des Hubschlittens
50 in Berührung mit dem Riegelkörper 132 und verschiebt diesen sowie den damit verbundenen
Riegelkörper 131, um- den Ausfahrmast 28 vom Querträger 68 zu lösen. Wenn sich der
Ausfahrmast 28 weiter nach oben bewegt, so werden ,der Hubschlitten 50 und der Ausfahrmast
28 miteinander verriegelt, weil die Relativbewegung zwischen dem Ausfahrmast 28
und dem Querträger 68 den Zapfen 126 veranlaßt, den Riegelkörper 130 in eine Lage
zu ; schwenken, in .der .dieser den Riegelkörper 131 und damit auch den Riegelkörper
132 verriegelt.
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In F i g. 6 ist ein dreifach ausziehbarer Teleskopmast schematisch
dargestellt. Dieser hat einen Standmast 140, einen mittleren Ausfahrmast 142, einen
oberen Aüsfahrmast 144, einen Hubzylinder 145 mit einem Querträger 146 und einen
Hubschlitten 148. Bei diesem Ausführungsbeispiel kann der Hubschlitten 148 in folgender
Reihenfolge angehoben werden: Der Hubschlitten 148 wird bis zum oberen Ende des
oberen Ausfahrmastes 144 angehoben. Dann wird der obere Ausfahrmast 144 bis zum
oberen Ende des mittleren Ausfahrmastes 142 angehoben und schließlich wird der mittlere
Ausfahrmast 142 bis zum oberen Ende des Standmastes 140 angehoben. Eine Verriegelungsvorrichtung,
die zum Steuern in der angegebenen Reihenfolge dient, ist in F i g. 9 dargestellt.
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Mit 150, 151, 152 oder 153 sind Zapfen bezeichnet, die jeweils Bestandteile
des Hubschlittens 148, des mittleren Ausfahrmastes 142, des oberen Ausfahrmastes
144 und des Standmastes 140 sind. Die Riegelkörper 154, 156 sind mittels Lagerzapfen
160 schwenkbar am oberen Ausfahrmast 144 und die Riegelkörper 157, 158 sind mittels
Lagerzapfen 162 schwenkbar am mittleren Ausfahrmast 142 gelagert.
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Zuerst sind der Standmast 140 und der mittlere Ausfahrmast 142 durch
den Riegelkörper 158 miteinander verriegelt und .der obere Ausfahrmast 144 mit dem
mittleren Ausfahrmast 142 durch den in Riegellage befindlichen Riegelkörper 156.
Wenn der Hubschlitten 148 angehoben wird, schwenkt der Zapfen 150 den Riegelkörper
154 vom Riegelkörper 156 weg, um diesen aus seiner Riegellage zu bringen. Dadurch
ist es möglich, den oberen Ausfahrmast 144 anzuheben, wobei diese Bewegung zugleich
den Riegelkörper 156 schwenkt, daß der Riegelkörper 154 verriegelt wird, so :daß
der Hubschlitten 148 und der obere Ausfahrmast 144 miteinander verriegelt sind.
Wenn .der obere Ausfahrmast 144 am oberen Ende des mittleren Ausfahrmastes 142 angekommen
ist, kommt der am oberen Ausfahrmast 144 angebrachte Zapfen 152 in Berührung mit
dem Riegelkörper 147 und schwenkt diesen weg vom Riegelkörper 158. Dadurch werden
der mittlere Ausfahrmast 142 und der Standmast 140 entriegelt. Bei der i gegenüber
dem Standmast 140 stattfindenden Hubbewegung des mittleren Ausfahrmastes 142 schwenkt
der Zapfen 153 den Riegelkörper 158 zum Riegelkörper 157, so daß der mittlere Ausfahrmast
142 und der obere Ausfahrmast 144 miteinander verriegelt werden.