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DE1261326B - Gewinnung von schwierig schmelzbaren Metallen und deren Legierungen - Google Patents

Gewinnung von schwierig schmelzbaren Metallen und deren Legierungen

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DE1261326B
DE1261326B DE1962Z0009742 DEZ0009742A DE1261326B DE 1261326 B DE1261326 B DE 1261326B DE 1962Z0009742 DE1962Z0009742 DE 1962Z0009742 DE Z0009742 A DEZ0009742 A DE Z0009742A DE 1261326 B DE1261326 B DE 1261326B
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DE
Germany
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metal
fluoride
magnesium
free
alkali
Prior art date
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Pending
Application number
DE1962Z0009742
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Helmut V Zeppelin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HELMUT V ZEPPELIN DR ING
Original Assignee
HELMUT V ZEPPELIN DR ING
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Publication date
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/10Obtaining titanium, zirconium or hafnium
    • C22B34/12Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08
    • C22B34/1263Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining metallic titanium from titanium compounds, e.g. by reduction
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    • C22B34/1272Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining metallic titanium from titanium compounds, e.g. by reduction using alkali or alkaline-earth metals or amalgams reduction of titanium halides, e.g. Kroll process
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Description

  • Gewinnung von schwierig schmelzbaren Metallen und deren Legierungen Nach bekannten Verfahren reduziert man Chloride schwierig schmelzbarer Metalle wie BeC12, ZrC14, HfC14, TaC1r, mit Magnesium und entfernt das entstandene MgCl, aus dem Reduktionserzeugnis zwecks Gewinnen der reduzierten Metalle z. B. durch Auslaugen mit flüssigen Mitteln wie Wasser. Diese Verfahren sind mit der Schwierigkeit behaftet, daß man wegen Werkstoffproblemen und wegen der Flüchtigkeit des MgC12 entweder nicht ohne weiteres bis zum Schmelzpunkt des reduzierten Metalls erhitzen kann oder genötigt ist, das Magnesiumchlorid ganz oder zu erheblichem Ausmaß abzudestillieren oder unter beträchtlichen Drücken in Bomben oder abgeschlossenen, gegen hohen Druck dichten Gefäßen zu arbeiten, was umständlich ist.
  • Es ist bekannt, BeF2 mit Magnesium zu reduzieren und dabei großen Überschuß an BeF, anzuwenden, um eine in Wasser zerfallende Schlacke zu erhalten, aus der durch Waschen das Metall isoliert werden kann. Nachteil dieses Verfahrens ist, daß überschüssig angewandtes BeF2 zunächst für die Reduktion verloren ist und durch umständliche Maßnahmen wiedergewonnen werden muß. Man hat auch versucht, das überschüssige BeF2 durch CaC12-Zusätze zu ersetzen, bei Gegenwart von CaC1, zu arbeiten oder Ca als Reduktionsmittel anzuwenden, was zur unerwünschten nachteiligen Bildung eines mit Calcium verunreinigten Metalls (Berylliumverbindung Be"Ca) führt. Mit ähnlichen und anderen Nachteilen ist ein bekannter Vorschlag behaftet, in Druckbomben abgeschlossene Gemische von festen Chloriden und Fluoriden, z. B. Th-fluorid und Th-chlorid, von Be-fluorid und Be-chlorid, insbesondere mittels Caleium unter Entwickeln und Aufrechterhalten von erheblich überatmosphärischem Druck von mehr als 1 atü, z. B. von 5,3 bis 7,0 kg/CM2 und mehr, bis zum Zusammenschmelzen des reduzierten Metalls unter Zusatz von Stoffen zu reduzieren, welche, wie z. B. S, Ca und Jod oder ZnCI, + Ca, eine wärmeliefernde Zusatzreaktion erzeugen, unter Erzielen einer Temperatur, welche höher ist als sich bei der Zündung eines Gemisches des Fluorids und des Magnesiums ergeben würde, und das reduzierte Metalfals Regulus in der Reaktionsschmelze sammeln und als solchen nach dem Erstarren und Abkühlen der Bombe zu entnehmen.
  • Es ist weiter vorgeschlagen worden, in Wasserstoffatmosphäre in völlig geschlossener Apparatur erst Berylliumchlorid und dann Kaliumberylliumfluorid (KBeF,) oder beides gleichzeitig in einem Sumpf von geschmolzenem Magnesium einzuführen, wobei in störender Weise K-Dampf abdestilliert, und unter Anwenden einer Temperatur von etwa 1300'C das Beryllium in sich selbst abtrennender geschmolzener reguliner Form zu erhalten. Bei denienigen der angeführten bekannten Verfahren, welche die Schwerkrafttrennung der Reaktionsprodukte in der Reaktionsschmelze (Schichtentrennung) oder eine Regulusbildung anzuwenden bestrebt sind, tritt der Nachteil auf, daß diese Trennung unvollständig ist oder/und geschlossene hochdruckdichte Gefäße oder druckfeste Bomben und häufig noch Hilfsreaktionen oder Zusatzreaktionen dabei gleichzeitig durchgeführt werden sollen. Dabei zusätzlich zugeführte oder auftretende Reaktionsteilnehmer, wie z. B. Jod oder freies Kalium (Kaliumdampf bei Einsatz von KBeF,), führen zu einer Korrosionsbeanspruchung der hermetisch Dichten Apparatur, so daß schwierig zu erfüllende Anforderungen an dieselbe gestellt werden, und das reduzierte Metall wird durch die zugesetzten Hilfsstoffe mehr oder weniger verunreinigt, so daß man zu wirklich reinem Metall, insbesondere auch unlegiertem Metall, nur schwierig gelangL Die angestrebte Schwerkrafttrennung in Metall (Regulus) und Schlacke ist nachteiligerweise insbesondere dann unvollständig, wenn, wie irn Fall der Gewinnung von Beryllium, Titan und deren Legierungen, insbesondere der Leichtmetallegierungen des Zr, Hf, Th u. a., die Dichteunterschiede nicht besonders groß sind, und selbst bei erheblichen Dichteunterschieden ist das gewonnene reguline Metall häufig mit kleinen Salz- und Schlackeeinschlüssen behaftet, welche die Korrosionsempfindlichkeit des erhaltenen Metalls außerordentlich erhöhen und seine einwandfreie Formgebung wie Walzen, Schmieden, Gießen erschweren.
  • Auch bei weiteren bekannten Verfahren reduziert man Halogenide schwierig schmelzbarer Metalle bei Gegenwart von Alkalihalogeniden, insbesondere Metallfluoride bei Gegenwart von Alkalifluorid, beispielsweise Na-Be-Doppelfluoride wie NaBeF., mittels Magnesium. Allgemein hielt man es bei der Reduktion von insbesondere flüchtigen MetaUfluoriden (flüchtig unterhalb etwa 1250') für nötig oder vorteilhaft, bei Anwesenheit von Alkalifluorid, bzw. eines Fluorids der Erdalkalimetalle Ca, Sr, Ba oder von überschüssigem reduzierbarem Metallfluorid im Einsatzgut oder/und im Reduktionserzeugnis oder bei Gegenwart reichlicher Mengen von Alkalichlorid zu arbeiten. Hierbei ist es schwierig oder nicht möglich, eine einigermaßen quantitative Gewinnung und saubere Abtrennung des reduzierten schwierig schmelzbaren Metalls bzw. seiner Legierung zu erzielen, da bei Anwendung überschüssiger oder stöchiometrischer (gegenüber z. B. BeF,) Mengen an Magnesium Na-Dampf in Freiheit gesetzt wird, was zur Inkaufnahme explosionsartiger Erscheinungen oder zum Arbeiten in geschlossenen Hochdruckgefäßen (Bomben) oder zu Vorrichtungen zum Kondensieren des freigesetzten Alkalimetalls, wie Kalium, nötigt. Es ist zwar vorgeschlagen worden, bei der Reduktion von Na-Be-Doppelfluoriden (alkalifluoridhaltigen Fluoriden der schwierig schmelzbaren Metalle wie Be, Zr) den Alkalifluoridgehalt der bei der Reduktion entstehenden Schmelzen durch Zugaben erheblicher Mengen von CaF, oder MgF, - oder z. B. bei der Reduktion von Alkalizirkoniumfluoriden durch Zugabe von nachteiligerweise sehr großen und die Raumzeitausbeute schmälernden Mengen an Magnesiumchlorid - »zu neutralisierene, um scheinbar zu restlosein Ausbringen des im Doppelfluorid enthaltenen schwierig schmelzbaren Metalls zu gelangen und die Bildung von Alkalimetall und andere Nachteile zu vermeiden. Indessen erhält man, wie experimentelle Nachprüfung ergab, bei der Reduktion von NaBeF, oder NaBeF, ebenso bei der von BeF, unter Zugabe von CaF, oder MgF2 mit stöchiometrischen (in bezug auf den Gehalt des schwierig schmelzbaren, an Halogen gebundenen Metalls) oder überschüssigen Mengen an Magnesium kein vollständiges Ausbringen des schwierig schmelzbaren Metalls, wie Be, in metallischer Form, ohne die Freisetzung von metallischem Natrium in Kauf nehmen zu müssen, bzw. es verbleibt ein erheblicher Teil des als Halogenid eingesetzten scheinbar reduzierbmen- Metalls in der Schlackenphase, aus der es nur umständlich wiederzugewinnen ist. Man erhält z.B. bei der Reduktion von NaBeF, nur etwa 5001, des Be oder weniger in metallischer oder legierter Form, bzw. es verbleibt ein Teil des angewandten Magnesiums beim reduzierten Metall bzw. dessen Legierungen, was häufig nachteilig ist.
  • Ein Nachteil der unter Anwenden von Bomben und hohen Drücken arbeitenden bekannten Verfahren ist die Schwierigkeit, regelmäßig über längere Zeit einstellbare und eindeutig zu messende Temperaturen in der reagierenden Masse zu erzielen.
  • Gemäß dem Verfahren 'vorliegender Erfindung werden die besagten Nachteile vermieden. Das Verfahren eignet sich besonders zur Herstellung von oberhalb 800 bis 950'C * schmelzenden, schwierig schmelzenden Metallen, die wie Be, Zr, Hf, Ta, U flüchtige, bei gewöhnlicher Temperatur in festem Zustand befindliche Halogenide bilden, und deren hochschmeizenden Legierunge . n einschließlich deren Legierungen untereinander; andererseits können auch niedriger, bis etwa 950'C, schmelzende Legierungen schwierig schmelzbarer Metalle, insbesondere auch deren Leichtmetallegierungen und deren Vorlegierungen einschließlich deren zinkhaltige Legierungen, erfindung#gemäß vorteilhaft-hergestellt werden.
  • Vorliegende Erfindung geht unter anderem davon aus, daß eine störungsfreie Reduktion, Abscheidung und Gewinnung des reduzieften Metalls, wie Beryllium, Zirkonium, Thorium, Uran, Molybdän, in reiner oder legierter, jiedoch nicht verunreinigter Form ohne Anwendung von Hochdruckbomben, Hochdruckapparaturen und ohne Anwendung von ernergieliefernden Zusatzreaktionen und dementsprechenden Zusatzstoffen (insbesondere ohne Schwefel und Jod) dadurch erzielt wird, daß man gemäß einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ausschließlich alkalifluoridfreie Halogenide der schwierig schmelzbaren Metalle mittels erdalkalimetallfreien (frei von Ca, Sr, Ba) reduzierenden Mitteln, insbesondere mittels Magnesium, in etwa stöchiometrischen oder überschüssigen Mengen (bez. als reduzierbares Halogenid) reduziert und bei oder nach der Umsetzung ein im wesentlichen alkalifluoridfreies und caIciumhalogenidfreies, jedoch spätestens vor dessen Aufarbeitung auf reines schwierig schmelzbares Metall oder dessen Legierung ein sowohl lösliches- wie unlösliches Magnesiumhalogenid enthaltendes Produkt erzeugt und letzteres nach an sich bekannten Abtrennverfahren, mindestens teilweise durch- Behandeln mit flüssigen Mitteln, in denen die besagten löslichen Magnesiumhalogenide löslich sind, aufarbeitet. Im vorliegenden werden unter »Erdalkalimetalle« lediglich Ca, Sr, Ba (nicht Mg) verstanden und unter »Alkalimetalle.« lediglich Na, K, Bb, Cs (nicht Li). Bei dieser Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Gewinnung schwierig schmelzbarer Metalle unter thermischer Reduktion von alkalifluoridfreien Metallhalogeniden bewirkt man die Abtrennung des zu gewinnenden Metalls ganz oder teilweise dadurch, daß man die Halogenidschmelze durch Behandeln mit bei gewöhnlicher Temperatur -flüssigen Mitteln, welche wie Wasser, Aceton mindestens auf MgC12 bzw. MgBr, lösend einwirken, zum Zerfall bringt und das -Metall bzw: die Legierung unter Anwenden bekannter Mittet, insbesondere mechanischer Mittel, wie Sieben, Flotieren, Schlämmen, gewinnen kann.
  • Es empfiehlt sich, Alkalichloride und Alkalimetalle entweder fernzuhalten. -oder nur in geringen Mengen zuzulassen. Untere Alkalichloride werden hier die Chloride des Na, K, Rb, Cs (nicht LiC1) verstanden. Eine günstige Ausgestaltungsform vorliegender Erfindung ist es, überhaupt alkalimetallfreie Einsatzstoffe - frei sowohl in bezug auf elementares Alkalimetall als auch in bezug auf dessen chemische Verbindungen - anzuwenden und - ein völlig alkalimetallfreies und alkalimetallverbindungsfreies Reduktionsprodukt zu erzeugen, erfindungsgemäß wesentlich ist jedoch, daß man ein aufarbeitbares, definiert zusammengesetztes Zwischenprodukt erzeugt, welches . außer aus dem reduzierten Metall - bzw. außer aus den herzustellenden Legierungen im wesentlichen au# unlöslichem Magnesiumfluorid und aus einem weiteren Magnesiumhalogenid besteht, welches flüssigkeitslöslich ist.
  • Gemäß dieser Ausführung der Erfindung -werden somit ein oder mehrere. alkalifluoridfreie Halogenide (Gruppe Fluor, Chlor, Brom) schwierig schmelzbarer Metalle, einschließlich insbesondere des . Berylliums, mittels.Magnesium oder dessen Legierungen reduziert und das Reduktionserzeugnis auf reines schwierig schm#Izbares Metall. oder. dessen Legierungen derart aufgearbeitet, daß man aus alkalifluoridfreien Einsatzstoffen, einschließlich der reduzierbaren Metallhalogenide, bei oder nach der Reduktion ein im wesentlichen ealeiumhalogenidfreies Produkt bei Drücken bis etwa Atmosphärendruck, höchstens bei 1 bis 1,4 atü, vorzugsweise bei etwa Atmosphärendruck, erzeugt, welche spätestens vor der weiteren Aufarbeitung außer dem zu erzeugenden schwierig schmelzbaren Metall bzw. außer der herzustellenden Legierung des schwierig schmelzbaren Metalls eine aus unlöslichem Magnesium fluorid und zu mindestens 21 Molprozent, vorzugsweise zu mindestens 40 Molprozenti -aus flüssigkeitslöslichem Magnesiumhalogenid (wie MgCI" MgBr,) bestehende, in flüssigen Mitteln wie Wasser, Aceton, Methyläthylketon zerfallende oder darin leicht zerreibbare bzw. darin leicht vom Metall abtrennbate Salzschmelze enthält und daraufhin die Trennung der Salze vom. Metall bzw. von der erhaltenen Legierung in an sich bekannter Weise durch Behandeln mit solchen flüssigen Mitteln, in denen die besagten löslichen Magnesiumhalogenide löslich sind, gegebenenfalls nach einer an sich bekannten teilweisen Vorabtrennung nach mechanischen »trockenen«Abtrennmethoden wie Schichtentrennung, Ablaufenlassen oder Abdestillieren der Salzschmelze u. dgl. vornimmt.
  • Obwohl bekannt ist, daß Magnesiumfluorid schwerlöslich und die anderen Magnesiumhalogenide, insbesondere MgCI" leichtlöslich und stark wasseranziehend sind, kommt bei dieser Ausführung des VerfahrensderErfindung derüberrlaschend gefundene Umstand zur Wirkung, daß erstarrte Schmelzen von MgCI"-MgF2-Gemischen auch bis züi hohen MgF.-Gehalten (von z. B. 80 Molprozent MgF,), wie sie beim Verfahren der Erfindung erzeugt und angewandt werden, in flüssigen Lösungsmitteln gut zum Zerfall zu bringen sind und daß solche erstarrte MgCI,-MgF,-Gemische insbesondere bei Gehalten von 60 bis z. B. nur etwa 35 Molprozent MgCl, entweder etwa ebenso leicht und rasch -oder (z. B. bei etwa 40 Molprozent MgCI,) über besagten Effekt hinausgehend in manchen Fällen noch rascher zerfallen als hochprozentiges, z. B. 800/,iges (Molprozent) MgCl, unter denselben Umständen. Weiterer Vorteil ist, daß gegenüber reinen MgCI,-Schlacken die erfindungsgemäß anzuwendenden fluoridhaltigen Schlackenzusammensetzungen beim Zerfall in lösenden Flüssigkeiten mäßige oder geringe Wärmemengen (starke Erhitzung begünstigt die Zersetzung des reduzierten Metalls bzw. seiner Legierung) entwickelt und trotzdem leicht zum Zerfall zu bringen sind.
  • Beim Verfahren der Erfindung können insbesondere vor und während der Reduktion gegebenenfalls relativ niedrige Drücke"beispielsweise herab bis zu etwa 0,01 at (absolut, d. h. im Unterdruckgebiet), und mäßige Temperaturen im Gebiet der Schmelzpunkte des Magnesiums und der löslichen Magnesiumhalogenide angewandt werden, andererseits kann man, wenn man beispielsweise das aufzuarbeitende, spätestens vor der Aufarbeitung lösliches und unlösliches Magnesiumhalogenid und reduziertes Metall enthaltende Produkt zwecks Vergröberung oder Schmelzung oder zwecks Isolierung des - Metalls oder zu anderen Zwecken höher zu erhitzen wünscht, höhere Temperaturen anwenden und/oder bei höheren Dfükken von etwa Atmosphärendruck, höchstens bei etwa l'bis 1,4 atü Überdruck vorteilhaft arbeiten kann, so daß sich der Prozeß mit einfachen technischen Mitteln ausführen läßt und beispielsweise Druckausgleichsgefäße und Armaturen an sich bekannter einfacher Bauart angewandt werden können. Zwecks Reinigen, z. B. Entfernen irgendwelcher gegebenenfalls unerwünschter Bestandteile, beispielsweise von überschüssigem Magnesium oder anderen Metallen kann man in an sich bekannter Weise auch im höheren Temperaturgebiet Unterdrücke bis zu etwa besagter Größe anwenden.
  • Gegenüber bekannten, mit Calcium als Reduktionsmittel oder bei Gegenwart von Ca-Chlorid arbeitenden Verfahren weist das erfindungsgemäße Verfahren den Vorteil auf, daß mit dem reduzierten schwierig schmelzbaren Metall vermengtes bzw. legiertes Magnesium. mit einfacheren Mitteln nach der Reduktion zu entfernen ist als das wesentlich weniger flüchtige Calcium.
  • Mit Ausnahme der Gewinnung von Beryllium, welches Metall man schon bei Temperaturen von 1200 bis 1450'C auf an sich bekannte Weise in die geschmolzene Form überführen kann, erfolgt erfindungsgemäß die Reduktion insbesondere im Fall der Gewinnung der schwierig schmelzbaren Metalle der IV. bis Vl. Gruppe des Periodensystems bzw. die Herstellung des erfindungsgemäß zusammengesetzten aufzuarbeitenden Zwischenprodukts in jedem Fall bei Temperaturen unterhalb des Festpunktes der reinen schwierig schmelzbaren Metalle, also insbesondere z. B. Zr, unterhalb 1800'C und wesentlich tiefer.
  • Obwohl es erfindungsgemäß wesentlich ist, daß ein caleiumhalogenidfreies Reduktionsprodukt erzeugt wird, steht bei dieser Ausführung des Verfahrens der Erfindung an sich nichts im Wege, ein Reduktionsprodukt erfindungsgemäß zu erzeugen und aufzuarbeiten, welches auch Strontium- oder Ba-Halogenide, Li-Halogenide (nicht jedoch Ca-Halogenide) enthalten kann. Wenn jedoch besonders reines reduziertes Metall bzw. besonders reine Legierungen erstrebt werden, empfiehlt es sich bei der Ausübung des Verfahrens vorliegender Erfindung-, die Anwesenheit von Strontium- und Bariumsalzen, insbesondere in größeren Mengen, zu meiden. Auch sollen beim Verfahren der Erfindung die Eingangsstoffe und das Reaktionsgut keine Oxydationsmittel, wie Oxyde, kein freies Halogen und -keine Metalloide, wie z. B. Schwefel, enthalten. Erfindungsgemäß wird zunächst ein Reduktionserzeugnis bzw. Zwischenerzeugriis hergestellt, welches im wesentlichen nur aus Halogeniden der Gruppe der Fluoride, Chloride und Bromide, aus reduziertem Metall und gegebenenfalls aus überschüssigem reduzierendem Metall und/oder Beilegierungsmetall besteht.
  • Es würde erkannt, daß beim Erzeugen und Aufarbeiten eines ein lösliches und unlösliches Magnesiumhalogenid enthaltenden Zwischenprodukts- besonders beim Herstellen von Leichtmetallegierungn die Anwesenheit der meisten nadh bekannten Vorschlägen als scheinbare »Inerthalide« und als- »Inerthalidmischungen* bisher angesehenen, d. h. als unschädlich oder sogar als empfehlenswerte Zusätze bisher ' -vorgeschlagenen Salze nachteilig, hemmend oder störend,.bei der Durchführung des Prozesses sind und mang ihre- Anwendung verm, eiden soll. Dazu gehören. insbesondere alle Caleiumhalogenide, Alkalifluoride, aber auch, - bei Überschreitung gewisser Mengengrenzen - Alkalichloride und in manchen Anwendungsfällen auch die anderen Erdalkalihalogenide. - Vorzugsweise wird - erfindungsgemäß mit einem Cberschuß an reduzierendem Metall (Magnesium) gearbeitet.
  • # Jedoch ist es erfindungsgemäß für gewisse Zwecke, insbesondere z. B. für die Herstellung von Leichtmetallegierungen (Legierungen mit Mg, Be, Al, gegebenenfalls mit weiteren Metallzusätzen) der schwierig schmelzbaren Metalle und deren Vorlegierungen, gewünschtenfalls sehr vorteilhaft und - im Unterschied zu einigen bisher bekannten Lehren - möglich, ein lithiumhalogenidfreies und erdalkalihalogenidfreies, im übrigen erfindungsgemäß wie oben beschrieben herzusteHendes Reaktionsprodukt unter Einhalien weiter unten genannter ähnlicher Bedingungen zu erzeugen und dieses durch bekannte »trockene« Trennmethoden, wie Schichtentrennung des flüssigen oder erstarrten Reduktionserzeugnisses, Ablaufenlassen oder Abpressen der Salzschmelze, Preßsintern des reduzierten Metalls innerhalb der bei der Reduktion entstandenen Salzschmelze nach der Reduktion, zum isolierten gewünschten metallischen Endprodukt, zu einer reinmetaffischen Leichtmetalllegierung, aufzuarbeiten, also mit oder ohne Behandeln mit flüssigen Mitteln, in letzterem Fall insbesondere ohne Behandeln mit wäßrigen Mitteln. Unter Leichtmetallegierungen werden hier Legierungen mit einer Dichte von weniger als 4,5 g/cm3 verstanden.
  • Demzufolge besteht eine weitere Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Gewinnung schwierig schmelzbarer Metalle und deren Legierungen durch Reduktion von alkalifluoridfreien Metallhalogeniden mittels Magnesium unter Aufarbeiten des Reduktionserzeugnisses darin, daß man aus alkalifluoridfreien und crdalkalifluoridfreien Einsatzstoffen (welche z. B. zweckmäßig ein reduzierbares Fluorid und ein reduzierbares Chlorid enthalten) bei oder nach der Umsetzung ein im wesentlichen lithiumhalogenidfreies und erdalkalihalogenidfreies und von seltenen Erdmetallen und deren Verbindungen freies Produkt bei Drücken bis etwa Atmosphärendruck, höchstens bei 1 bis 1,4 atü, vorzugsweise bei etwa Atmosphärendruck, erzeugt, welches spätestens vor der weiteren Aufarbeitung außer dem zu erzeugenden schwierig schmelzbaren Metall, wie Beryllium, Zirkonium, bzw. außer den herzustellenden Legierung des schwierig schmelzbaren Metalls eine aus unlöslichem Magnesiunifluorid und zu mindestens 21 Molprozent, vorzugsweise zu mindestens 40 Molprozent, höchstens zu 85 Molprozent, vorzugsweise jedoch zu höchstens 62 bis 65 Molpräzent, aus flüssigkeitslöslichem Magnesiumhalogenid (wie MgC12 und MgBr,). bestehende Salzschmelze umfaßt und welches man nach an sich bekannten Trennverfahren, wie Schichtentrennung, Ablaufenlassen, Abdestillieren der Salzschmelze, Salzverdickung, Eintragen in geschmolzene Metalle, auf reinmetallische Leichtmetallegierungen des zu gewinnenden schwierig schmelzbaren Metalls, insbesondere zu bis etwa 950 bis 1100'C schmelzenden solchen Legierungen, - gewünschtenfalls unter Anwenden von flüssigen Mitteln, welche auf das flüssigkeitslösliche Magnesiumhalogenid lösend einwirken, aufarbeitet. Magnesiumfluorid und lösliche Magnesiumhalogenide sind vorteilhafte, unschädliche Bestandteile des aufzuarbeitenden Zwischenprodukts bei dieser Ausführung des Verfahrens im Sinn der Erfindung, nicht jedoch wesentliche Mengen anderer und bei dieser Ausführung der Erfindung zu meidende scheinbare »lnerthalogenidsalze«. Vorzugsweise sollen auch Alkalichloride, wie NaC1, KCI, nicht oder nicht mehr als 0,2 bis 0,3 Mol solcher »Inerthalogenidsalze(i prob Mol des irgendwie als Fluorid (im aufzuarbeitenden Zwischenprodukt) gebundenen F, (Äquivalentgewicht 38) -bei dieser Ausführungsform der Erfindung vorhanden sein. Daß auch das Zwischenprodukt keine Alkalifluoride enthalten soll, . versteht sich nach dem Obengesagten.
  • Wendet man bei dieser letzteren Ausführungsform der Erfindung für die Aufarbeitung des Zwischenprodukts bzw. für die Entfernung von Salzschmelze wasserfreie flüssige Mittel an, so erbringt das Verfahren den Vorteil, daß die nachteilige Bildung von Hydroxyden oder von chemisch gebundenes Wasser enthaltenden Verbindungen ganz vermieden wird. Gegenüber mehreren bekannten Verfahren zur Herstellung von Leichtmetallegierungen durch Reduktion von Metallhalogeniden, insbesondere von alkalifluoridhaltigen, mittels Magnesium, erbringt das Verfahren der Erfindung den wesentlichen Vorteil, daß keine oder verhältnismäßig nur geringe Mengen an Salzen, welche für das Zuführen des reduzierbaren Halogenids an sich nicht notwendig wären, wie KF, MgCI" Erdalkalihalogenide und Alkalihälogenide, und den Prozeß auch wegen der erschwerten Abtrennung solcher großer Salzmengen nachteilig belasten, durch den Prozeß durchgeschleust werden müssen. Die Gegenwart bzw. Anwendung von Halogeniden anderer Metalle außer von Magnesium im aufzuarbeitenden Zwischenprodukt ist beim Verfahren der Erfindung vorteilhafterweise nicht notwendig und soll bei der sich auf die Herstellung von LeichtmetaHegierungen beziehenden Ausführungsform der Erfindung erfindungsgemäß vermieden und unterlassen bzw. auf die oben angegebenen Grenzen beschränkt werden.
  • Die Einsatzstoffe können beim Verfahren der Erfindung in fester, flüssiger oder gasförmiger Form, auch in unter sich verschiedener Form, miteinander in an sich bekannter oder dem Fachmann -naheliegender Weise in Berührung gebracht , umgesetzt, zu den wie oben definierten Zwischenprodukten verarbeitet und letztere aufgearbeitet werden. Für das Erzielen einer rascheren vollständigen Umsetzung ist es zweckmäßig, das Magnesium bzw. die Mg-Legierung in irgendeinem Stadium des Prozesses und auch die entsprechenden Halogenidsalze in an sich bekannter Weise zum Schmelzen zu bringen.
  • Auch die der Reduktion mittels Magnesium zu unterwerfenden Halogenide schwierig schmelzbarer Metalle, insbesondere solche Halogenide schwierig schmelzbarer Metalle, welche sich bei gewöhnlicher Temperatur -in festern-. Zustand befinden,i -können ÜL gasförmiger, flüssiger oder fester Form, auch in untereinander verschiedenem Aggregatzustand einzeln oder miteinander dem Prozeß zugeführt oder auf bekannte oder dem-Fachmann naheliegende Weise zwecks Vorherbereiten reduzierbarer Salzphasen, gegebenenfalls inertsalzhaltiger insbesondere MgCI,- oder/und MgF,-haltiger Gemische (einschließlich alkalifluoridfreier und calciumhalogenidfreier Doppelhalogenide) mit den anderen anwendbaren Komponenten in Berührung gebracht und vor oder während bzw. (echte Inertsalze) auch nach der Reduktion, spätestens vor der Aufarbeitung des Zwischenprodukts, dem Prozeß zugeführt werden.
  • Die gegebenenfalls einzusetzenden, mit dem zu gewinnenden schwierig schmelzbaren Metall, wie Zr, Hf, Be, zu legierenden weiteren Metalle, wie Al, Zii, Cd, Hg, Mg, Cu, Ni, Ag, können in bekannter Weise in metallischer Form oder in Form ihrer reduzierbaren Verbindungen dem Prozeß zugeführt werden. Es steht nichts im Weg, eingesetztes beilegierendes Metall, wie Zri oder überschüssiges Mg, nach der Reduktion in an sich bekannter Weise ganz oder teilweise wieder abzutrennen, d. h. zugesetztes Metall ganz oder teilweise als Sammler und zur Steuerung des spezifischen Gewichtes der metallischen Phasen zu benutzen.
  • Das erfindungsgemäß zu erzeugende und zusammengesetzte und aufzuarbeitende calciumhalogenidfreie im wesentlichen aus reduziertem Metall und Salzschlacke und gegebenenfalls Legierungsmetall, bestehende Produkt wird vorzugsweise mindestens bei Temperaturen bei oder oberhalb dem Schmelzpunkt des reinen reduzierenden Metalls bzw. von dessen Legierung erzeugt; dank der eine Kristallvergrößerung und Sinterung des Metalls begünstigenden Eigenschaften der erfindungsgemäß zusammengesetzten und als ein Teil des Zwischenprodukts zu erzeugenden Salzschlacke kann bei der Erzeugung des Zwischenprodukts gewünschtenfalls bei Temperaturen weit unterhalb des Schmelzpunktes, z. B. bis zu etwa 500'C unterhalb des Schmelzpunkts des zu gewinnenden schwierig schmelzbaren Metalls bzw. einer zu gewinnenden schwierig schmelzbaren Legierung, gearbeitet werden, Ebenso ist es erfindungsgemäß möglich und für manche Zwecke vorteilhaft, ein das reduzierte Metall in feinverteilter Form enthaltendes, gut fließfähiges und beispielsweise für kontinuierliche Herstellungsverfahren oder als Einlegierungsmittel (»Vorlegierung#o zum Auflegieren anderer Metalle (Auflegieren durch Vereinigung mit jenen anderen Metallen) geeignetes Zwischenprodukt, einschließlich insbesondere eine geeignete metallische Phase des erfindungsgenläß zusammengesetzten Zwischenprodukts, durch Anwenden nur kurzer Verweilzeiten bei hoher Temperatur im Raum der Reduktion bzw. im Raum der Erzeugung des aufzuarbeitenden erfindungsgemäß zusammengesetzten Zwischenprodukts zu erzeugen und aufzuarbeiten.
  • Erfindungsgemäß kann man beispielsweise vorteilhaft ein Gemisch von alkalifluoridfreiem BeF2 und BeC1, mit etwa stöchiometrischen Mengen Magnesium , bei gewöhnlichem Druck oder geringem Überdruck von z. B. bis etwa 30 cm Hg in Inertgas mittels Mg reduzieren und das im umgesetzten Gut enthaltene Metall gewinnen, indem man das Umsetzungsgut grob zerkleinert, hierbei die Hauptmenge der Schlacke gewünschtenfalls schon abtrennt und in einer Waschtrommel mit flüssigen Mitteln behandelt, welche, wie Wasser und Aceton, auf das gebildete M9C12 lösend einzuwirken vermögen, und - mit oder ohne Anwenden von weiteren mechanischen Hilfsmitteln, wie Mahlkugeln - einen Zerfall des Umsetzungsguts in regulines kompaktes oder grobgesintertes oder pulveriges Metall und in durch an sich bekannte Mittel, wie Sieben, Flotieren, Schlämmen, abtrennbare Schlacke- und Lösungsteilchen, z. B, in Form einer Flüssigkeitstrübe, hereinführt.
  • Das erfindungsgemäße Erzielen eines mit flüssigen Mitteln oder durch zunächst bewerkstelligte Schichtentrennung und anschließende Behandlung mit flüssigen Mitteln auf schwierig schmelzbares Metall bzw. auf Leichtmetallegierungen mit oder ohne Behandlung mit flüssigen Mitteln aufarbeitbaren, das reduzierte Metall enthaltenden calciumhalogenidfreien Gutes aus alkalifluoridfreien Einsatzstoffen, welches Gut vorteilhafterweise weitgehend frei von unreduziertem BeF2 bzw. reduzierbarem Metallhalogenid und von störenden Substanzen ist, kann jedoch auch durch andere Mittel und Anordnungen erreicht werden, z. B. dadurch, daß man ein reduzierbares Metallchlorid zuerst mit Magnesium reduziert und danach Magnesiumfluorid zuführt zum reduzierten Gut (oder z. B. daß man ein Gemisch von reduzierbarein Metallfluorid und MgC12 mittels Mg reduziert) und dann die so erhaltenen und wie oben definierten Erzeugnisse erfindungsgemäß aufarbeitet. Wesentlich ist erßndungsgemäß, daß angewandtes bzw. das anwesende Magnesiumfluorid rein, d. h. auch oxydfrei ist bzw. während des Verfahrens oxydfrei bleibt und Zersetzung beispielsweise unter der Einwirkung 11,0-Iialtiger Gase ausgeschlossen wird. Mißerfolge mancher bem kannter Verfahren sind darauf zurückzuführen, daß zugeführtes oder gebildetes MgF2 nicht rein, sondern sauerstoffhaltig bzw. vor Zersetzung nicht geschützt war. Sowohl die Sauerstoffübertragung von unreinem Magnesiumfluorid auf das schwierig schmelzbare Metall wie auch die ziemliche Schwerlöslichkeit von Mg0 in der gebildeten bzw. aufzuarbeitenden Salzschmelze wurden als nachteilig erkannt.
  • Eine vorteilhafte Durchführungsform der Erfindung besteht z. B. darin, daß man ein verdampf- und reduzierbares Metallhalogenid, wie BeCl, in an sich bekannter Weise vergast und dann reduziert, indem man das Vergaste mit einer im wesentlichen MgC12 und MgF2 enthaltenden Masse bei Gegenwart von Magnesium in Berührung bringt, wobei man z. B. die Masse mit einer flüssigen Magnesiumlegierung unterschichtet oder überschichtet, mit dem Reduktionsmittel zum erfindu'ngsgemäß zusammengesetzten Zwischenprodukt umsetzt und das erhaltene erstarrte Umsetzungsgut mit oder ohne vorhergendende teilweise »trockene« Abtrennung der Schlacke (Salze) der reinigenden Behandlung mit flüssigen Mitteln unterwirft. Beispielsweise kann hierbei die Zufuhr gasförmigen reduzierbaren Metallhalogenids bei unteratmosphärischen Drücken erfolgen, beispielsweise zwecks Erzielen einer niedrigeren Temperatur der Verdampfung des Halogenids oder einer langsameren Reaktion.
  • Andere für metallothermische Reduktionsverfahren bekannte Maßnahmen, ebenso bekannte Maßnahmen zur Aufarbeitung bzw. reinigenden Aufarbeitung (wie Reinigung durch thermische Dissoziation der Metalljodide) und zur Formgebung des gewonnenen Metalls, z. B. Preßsintern des reduzierten Metalls in der besagten Halogenidschmelze, können bei der Ausübung vorliegender Erfindung zur Gewinnung reiner Metalle zu deren Modifizierung angewandt werden.
  • Gegenüber denjenigen bekannten Verfahren, die mittels Druckbomben arbeiten, ist man beim erfindungsgemäßen Verfahren vorteilhafterweise nicht genötigt, einmal abgeschlossene Einsatzgemische kondensierten Aggregatzustandes im ganzen durch Zündung zur Reaktion zu bringen und die Temperatur-und Druckanstiege in wenig beeinflußbarer Weise - mit Ausnahme einer möglichen, in nachteiliger Weise stofflich beschränkenden Auswahl der Zusammensetzung der Eingangsgemische - ablaufen zu lassen und/oder hohe Drücke bis einschließlich zum Zmammenschmelzen eines Regulus aufrechterhalten zu müssen, sondern man kann in einfacherer, an sich bekannter Weise die Einsatzstoffe gewünschtenfalls intermittierend oder kontinuierlich in beliebigem Aggregatzustand (und ohne verunreinigende Ampullen anwenden zu M'Üssen) dem Prozeß zuführen und z. B. auch Inertgasewährend des Prozesses zu-und/oder abführen, Gasverbindungsleitungen, Gasaufnahmegefäße, Meßeinrichtungen -und Vorrichtun-m gen und Vorrichtungen zu exakter Regulierung der im jeweiligen Anwehdungsfall gewünschten Druck-und Temperaturverhältnisse im Innern der Gefäße, einschließlich deren zeitlichem Ablauf, mechanisch bewegliche Apparateinnenteile, Rühr-, Bewegungs-, bewegliche Zerteilungseinrichtungen und Abtrennvorrichtungen für geschmolzene oder gasförmige Bestandteile des Gutes,'einschließlich für geschmolzene gebildete Metalle, benutzen und somit das Verfahren in sicher beherrschbarer und vielseitig anwendbarer Weise ausführen, insbesondere kann die Weiterbehandlung des- abreagierten Gutes bzw. die Aufarbeitung des erfindungsgemäß zusammengesetzten und aufzuarbeitenden' Zwischenprodukts auf reines Metall bzw. reinmetallische Legierungen bei gewöhnlichem oder wenig davon abweichendem Druck und ohne überatmosphärischen Druck bis zum Zeitpunkt einer völligen Trennung in geschmolzenes Metall und Schlacke aufrechterhalten zu müssen vorgenommen werden, und man erhält erfindungsgemäß trotzdem rein-metallisches caleiumfreies schwierig schmelzbares Metall bzw. dessen feinmetallische Legierungen.
  • Das Verfahren der Erfindung weist insbesondere auch den Vorteil auf, z. B. gegenüber den bekannten Bomben- und Hochdruckverfahren, daß es erlaubt, ohne besondere Schwierigkeit die reduzierbaren Me# taffhalogenide in an sich bekannter Weise ganz oder teilweise in vergaster *hochreiner Form gewünschtenfalls kontinuierlich dem Reaktionsraum zuzuf ühren, und daß man andererseits als Bestandteil des Zwischenprodukts eine Halogenidschmelze herstellt und unschwer abtrennen kann, die zufolge ihres mäßigen Dampfdrucks bis zu verhältnismäßig hohen Temperaturen bei der Reduktion und/oder bei der Aufarbeitung erhitzt werden kann, ohne notwendigerweise die Salzscbmelze oder andere Teile des bei der Reduktion erhaltenen Gutes im wesentlichen oder vollständig verflüchtigen -und wieder kondensieren zu müssen.
  • Diesem Umstand kommt unter anderem für Zwecke einer Grobsinterung oder Formgebung des reduzierten Metalls wie auch für Zwecke eines rasch abzuscheidenden pulverförmigen reduzierten Metalls und für seine Abtrennung und Reinigung, Einschmelzung und Legierungsbildung bzw. Vorlegierungsbildung Bedeutung zu.
  • Auch verhältnismäßig hochschmelzende Leichtmetallvorlegierungen des Al, Be, Mg mit Be und/oder Zr sowie Be-Zr-Legierungen bzw. Be-Zr-Vorlegierungen können so vorteilhaft hergestellt werden.
  • Gegenüber weiteren bekannten Verfahren, z. B. gegenüber bekannten Verfahren zur Herstellung von Beryllium, erbringt das Verfahren der Erfindung den Vorteil, daß man, ohne BeF,-Überschuß und ohne sehr starkwandigmetallische, gegen hohen Druck sichernde Bomben und ohne schwierig zu bedienende und abzusichernde, gegen hohen Druck arbeitende Abstichstöpsel und Verschlußeinrichtungen oder erhebliche Wärmemengen liefernde Hilfsreaktionen anwenden zu müssen, sondern unter Anwenden von bei normalen Drücken oder mäßigen Überdrücken * als ausreichend wirksam bekannten technischen Mitteln, unter Aufarbeitung mit flüssigen Mitteln bzw. gewünschtenfalls (für das Herstellen von Leichtlegie--rungen) unter Aufarbeitung mit bekannten (z. B. nichtflüssigen, sondern mechanischen) Mitteln kompaktes regulines oder gesintertes oder kleinstückiges Metall in isolierter reinmetallischer Form #rhalte"n kann. Beispielsweise kann man bei Ausführung des Verfahrens der Erfindung für die Begrenzung einer über der Reduktion zu haltenden Inertatmosphäre gegenüber der gewöhnlichen Atmosphäre verhältnismäßig einfach herzustellende und zu bedienende Behälter, einfache, an sich bekannte Einrichtungen, wie Schwenkeinrichtung, Hebelstöpsel, Heber, zwecks Entleeren des Gutes aus dem Reduktionstiegel, Gefäße bzw. Retorten aus elektrisch wenig oder nicht#-leitendem Material wie Kunststoff und gewöhnliche elektrische Beheizungsmittel wie induktive Beheizung zum Auslösen und/oder Inganghalten der Reaktion bzw. des Prozesses gebrauchen, indem die Druckbelastungen beim Verfahren der Erfindung gering sinä.
  • Obwohl es bekannt ist, daß man z. B. Berylliumchlorid mit überschüssigem Magnesium in inerter Atmosphäre bei Normaldruck, gegebenenfalls -unter Anwenden von mäßigem Überdruck, bei etwa 800 bis 1000'C reduzieren, das Reduktionsprodukt z. B. -wäßrig auf Be-Flitter aufarbeiten kann und daß man reines Berylliumfluorid (BeF,) mit erheblich unterschüssigen Mengen an Magnesium oder KaliumberyDiumfluorid mit Magnesium reduzieren kann, und auch vorgeschlagen wurde, in Hochdruckbomben Fluoride und Chloride insbesondere mit Calcium zu reduzieren und das Reduktionsprodukt mittels gegen hohen Druck arbeitenden Abstichstopfen zu entleeren, ist diesen bekannten Vorschlägen die Lehre vorliegen'-der Erfindung, daß m an aus alkalifluoridfreien Einsatzstoffen ein caleiumhalogenidfreies Reduktionsprodukt bei Drücken von 0,01 atm absolut bis etwa* Atmosphärendruck, höchstens bei 1 bis 1,4 atil Überdruck, vorzugsweise bei etwa Atmosphärendruck-, erzeugen soll, welches Reduktionsprodukt außer seinem metallischen Anteil eine aus unlöslichem Magnesiumfluorid und zu mindestens 21 Molprozent, vorzugsweise zu mindestens 40 Molprozent, aus flüssigkeitslöslichem Magnesiumhalogenid bestehende Salzschmelze umfassen soll, und daß man hieraus das reine schwierig schmelzbare Metall und seine Legierungen durch Behandeln mit flüssigen Mitteln vorteilhaft herstellen soll bzw. daß man aus den genannten Produkten nach bekannten Trennverfahren reinmetallische Leichtmetallegierungen, insbesondere bis etwa 950 bis 1100'C schmelzende Leichtmetalllegierungen des zu gewinnenden schwierigschmelzbaren Metalls vorteilhaft herstellen soll, nicht zu entnehmen und trotz intensiver Bearbeitung des in Rede stehenden Problems war der erfindungsgemäße Weg der Technik bisher uneröffnet geblieben.
  • Ebenso ist bekannten Vorschlägen dahingehend, Zr-Leichtmetallegierungen aus Zirkonfluorid, einschließlich K-Zirkonfluorid unter Erzeugen eines Zwischenprodukts, dessen Salzphase aus Magnesiumchlorid oder Magnesiumfluorid bestehen können, vorzugsweise jedoch aus zwei oder mehreren Fluoriden von Li, Ca, Ba, Sr und Mg bestehen solle und wobei auch die Anwesenheit der Chloride von Na, K und Ca als zulässig und geeignet angesehen worden war, herzustellen, die Lehre der vorliegenden Erfindung, daß man aus alkalifluoridfreien Einsatzstoffen ein lithiumhalogenidfreies und erdalkalihalogenidfreies Zwischenprodukt, welches eine aus unlöslichem Magnesiumfluorid und zu mindestens 21 Molprozent, vorzugsweise zu mindestens 40 Molprozent, aus flüssigkeitslöslichen Magnesiumhalogenid (wie MgC12, MgBri) bestehende und nur höchstens kleine Mengen Alkalihalogänid enthaltende Salzschmelze umfaßt, erzeugen und auf reine Leichtmetallegierungen aufarbeiten soll, nicht zu entnehmen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche, 1. Verfahren zur Gewinnung von schwierig schmelzbaren Metallen und Legierungen solcher Metalle durch thermische Reduktion von alkalifluoridfreien Metaffhalogeniden mittels Magnesium unter Erzeugen eines schwierig schmelzbaren Metalls oder dessen Legierung und Magnesiumhalogenid, wie MgC12 und Magnesiumfluorid enthaltenden Reaktionsprodukts, d a d u r c h g ek e n n z e i c h n e t, daß man aus alkalifluoridfreien Einsatzstoffen bei oder nach der Reduktion ein im wesentlichen caleiumhalogenidfreies Produkt bei Drücken von 0,01 atm absolut bis etwa Atmosphärendruck, höchstens bei 1 bis 1,4 atü, vorzugsweise bei etwa Atmosphärendruck, erzeugt, welches außer dem zu erzeugenden schwierig schmelzbaren Metall bzw. außer einer (herzustellenden) Legierung des schwierig schmelzbaren Metalls, eine im wesentlichen aus unlöslichem Magnesiumfluorid und zu mindestens 21 Molprozent, vorzugsweise zu mindestens 40 Molprozent, aus flüssigkeitslöslichem Magnesiumhalogenid (wie MgCI" MgBr,) bestehende, in flüssigen Mitteln zerfallende oder darin leicht zerreibbare (darin mechanisch leicht vom Metall abtrennbare) Salzschmelze umfaßt, und die Trennung der Salze vom zu gewinnenden Metall bzw. von der zu gewinnenden Legierung durch an sich bekanntes Behandeln mit solchen flüssigen Mitteln, in denen die besagten löslichen Magnesiumhalogenide löslich sind, gegebenenfalls nach einer an sich bekannten »trockenen« Grobabtrennung, wie mechanische Trennung, Ablaufenlassen der Salzschmelze u. dgl., vornimmt.
  2. 2. Verfahren zur Gewinnung von schwierig schmelzbaren Metallen und Legierungen solcher Metalle durch thermische Reduktion von alkalifluoridfreien Metallhalogeniden mittels Magnesium unter Erzeugen eines schwierig schmelzbaren Metalls oder dessen Legierung und Magnesiumhalogenid, wie MgCl, und Magnesiumfluorid enthaltenden Reaktionsprodukts, dadurch gekennzeichnet, daß man aus alkalifluoridfreien Einsatzstoffen bei oder nach der Umsetzung ein im wesentlichen lithiumhalogenidfreies und erdalkallhalogenidfreies und von seltenen Erdmetallen und deren Verbindungen freies Reduktionsprodukt bei Drücken von 0,01 atm (absolut) bis etwa Atmosphärendruck, höchstens bei 1 bis 1,4 atü, vorzugsweise bei etwa Atmosphärendruck, erzeugt, welches außer dem zu erzeugenden schwierig schmelzbaren Metall bzw. außer einer Legierung des schwierig schmelzbaren Metalls eine im wesentlichen aus -unlöslichem Magnesiumfluorid und zu mindestens 21 Molprozent, vorzugsweise zu mindestens 40 Molprozent, aus flüssigkeitslöslichem Magnesiumhalogenid (wie MgCl, und MgBr# bestehende Salzschmelze umfaßt und welches man nach an sich bekannten Trennverfahren, wie Schichtentrennung, Ablaufenlassen, Abdestillieren der Salzschmelze, Salzverdickung, In-Kontakt-Bringen mit geschmolzenen Metallen, auf reinmetallische Leichtmetallegierungen des zu gewinnenden schwierig schmelzbaren Metalls, insbesondere auf bis etwa 950 bis 1100'C schmelzende solche Legierungen, gewünschtenfalls unter Anwenden von flüssigen an sich bekannten Mitteln, welche auf das flüssigkeitslösliche Magnesiumhalogenid lösend einwirken, aufarbeitet. 3. Verfahren nach Ansprach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wasserfreies reines reduzierbares Metallfluorid, wie Berylliumfluorid (BeF2), Zirkonfluorid, und reduzierbares Metallchlorid, wie Berylliumchlorid, Zirkonchlorid, im Gemisch oder nebeneinander oder nacheinander, gewünschtenfalls unter Ausschluß von Feuchtigkeit und Luft und unter Inertbedingungen, reduziert werden und das Reduktionsprodukt bzw. die erzeugte Legierung der trennenden bzw. reinigenden Aufarbeitung durch Behandeln mit wasserfreien flüssigen an sich bekannten Mitteln wie Aceton u. a. unterworfen wird. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor oder nach der Reduktion von reduzierbarem Metallfluorid, wie Berylliumfluorid, dem Umsetzungsgut reines oxyd-und wasserfreies, in Flüssigkeiten wie Wasser, Aceton lösliches Magnesiumchlorid oder -bromid dem Umsetzungsgut zugeführt wird. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man gasförmiges reduzierbares Metallhalogenid zu einer Schmelze von MgF, und MgCl, bei Gegenwart von geschmolzenem Magnesium oder dessen Legierungen führt und mit Magnesium reduziert. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man gasförmiges reduzierbares Metallehlorid oder Metallbromid zu reduzierbarem Metallfluorid bzw. zu einer aus reduzierbarem Metallfluorid und gegebenenfalls MgCl, oder/und MgBr, hergestellten oder diese Stoffe enthaltenden Schmelze führt und gleichzeitig oder anschließend mit Magnesium oder dessen Legierungen reduziert. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß vor oder nach der Reduktion des Metallhalogenids, wie Berylliumchlorid, jedoch vor der Aufarbeitung des reduzierten Gutes, reines oxydfreies MgF2 zugef ührt wird. 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein erdalkalihalogenidfreies (frei von Halogeniden des Sr, Ba, Ca) Reduktionsprodukt erzeugt und alsdann der besagten trennenden Aufarbeitung durch Behandeln mit flüssigen Mitteln unterwirft. 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise Zusätze von alkalifluoridfreien Salzen wie Ba-Halogenide oder von weiteren Metallen oder von weiteren alkalifluoridfreien Verbindungen der schwierig schmelzbaren Metalle (letztere zu Einlegierungszwecken) vor, während bzw. nach der Umsetzung zugef ührt werden. 10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß alkalichloridfreie oder alkalichloridarme bzw. alkalibromidarme Einsatzstoffe angewandt werden mit der Maßgabe, daß das aufzuarbeitende Zwischenprodukt höchstens 0,2 Mol Alkalichlorid pro Doppeläquivalent F2 (Molgewicht 39) des irgendwie als Fluorid im Zwischenprodukt gebundenen Fluors, vorzugsweise praktisch keinen nennenswerten Alkalihalogenidgehalt aufweist. 11. Verfähren nach Ansprüch 2, dadurch gekenn# zeichnet, daß zur Aufarbeitung des Zwischenprodukts wasserfreie flüssige Mittel, welche in an sich bekannter Weise lösend auf MgClz, MgBrg einwirken, angewandt werden.
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