DE1261208B - Verfahren zum Erzeugen flaechenhafter elektrischer Leitungszuege auf unebenen Flaechen von Isolierstofftraegern - Google Patents
Verfahren zum Erzeugen flaechenhafter elektrischer Leitungszuege auf unebenen Flaechen von IsolierstofftraegernInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
HOIb
Deutsche KL: 21c-2/34
Nummer: 1261208
Aktenzeichen: J 27613 VIII d/21 c
Anmeldetag: 3. März 1965
Auslegetag: 15. Februar 1968
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Erzeugen flächenhafter elektrischer Leitungszüge auf
unebenen Flächen von Isolierstoffträgern.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist für die Herstellung flächenhafter Leitungszüge auf Isolierstoffträgern
nach dem Photoätzverfahren geeignet. Wenn nach dem Stand der Technik flächenhafte
Leitungszüge auf einer unregelmäßigen oder unzugänglichen Oberfläche aufzubringen waren, wurden
die Leitungszüge bisweilen auf einem dünnen flexiblen Blatt aufgebracht und dieses auf der
unregelmäßigen oder unzugänglichen Oberfläche befestigt, oder die Leitungszüge wurden von Hand auf
die genannten Flächen aufgemalt. Solche aufgemalten Leitungszüge waren jedoch häufig unterbrochen oder
verursachten Kurzschlüsse, da sie zu unregelmäßig oder zu breit waren, als daß sie hätten eng beschränkt
werden können, und sie erwiesen sich als nicht so zuverlässig wie die aus einer Kupferfolie herausgeätzten
Leitungszüge. Ein anderer Nachteil aufgemalter flächenhafter Leitungszüge besteht darin, daß
zu ihrer Herstellung große Innenflächen für die Pinselführung erforderlich sind. Weitere Nachteile
bekannter Behelfslösungen sind der Mangel an Gleichmäßigkeit und die Unmöglichkeit der Massenproduktion.
Die genannten Nachteile werden durch ein Verfahren zum Erzeugen flächenhafter elektrischer
Leitungszüge auf unebenen Flächen von Isolierstoffträgern gemäß der Erfindung dadurch vermieden,
daß die flächenhaften elektrischen Leitungszüge durch das an sich bekannte Photoätzen erzeugt
werden und daß das dabei erforderliche selektive Belichten einer auf der unebenen Fläche aufgebrachten
lichtempfindlichen Schicht in der Weise erfolgt, daß der entsprechend dem gewünschten Leitungsverlauf
aufgerauhte Teil der glatten Oberfläche eines lichtleitenden Körpers, der entsprechend der Form der zu
belichtenden unebenen Fläche ausgebildet ist, unmittelbar gegenüber dieser Fläche angeordnet und
an einer glatten Begrenzungsfläche von einer Lichtquelle bestrahlt wird, so daß das in ihn eingedrungene
Licht an den aufgerauhten Oberflächenbereichen in die lichtempfindliche Schicht der selektiv zu belichtenden
Fläche eindringt.
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Musters im Inneren
eines engen Zylinders,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht eines Aus-
Verfahren zum Erzeugen flächenhafter
elektrischer Leitungszüge auf unebenen Flächen
von Isolierstoffträgern
elektrischer Leitungszüge auf unebenen Flächen
von Isolierstoffträgern
Anmelder:
International Business Machines Corporation,
Armonk, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. E. Böhmer, Patentanwalt,
7030 Böblingen, Sindelfinger Str. 49
Als Erfinder benannt:
Clayton Henry Rashleigh, Flint, Mich. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 4. März 1964 (349 297) - -
führungsbeispieles der Erfindung für das Aufbringen flächenhafter Leitungszüge auf einer unregelmäßigen
Oberfläche und
F i g. 3 eine perspektivische Ansicht einer Pantographenverbindung zwischen einer Rechenanlage und der Austrittsöffnung einer Sandstrahlanlage, die die Linien eines Musters aufrauht.
F i g. 3 eine perspektivische Ansicht einer Pantographenverbindung zwischen einer Rechenanlage und der Austrittsöffnung einer Sandstrahlanlage, die die Linien eines Musters aufrauht.
In Fig. 1 ist in perspektivischer Darstellung und auseinandergezogener Anordnung eine Gruppe von
Vorrichtungen zur Erzeugung flächenhafter Leitungszüge auf der Innenwand 20 eines engen Zylinders 21
gezeigt. Es sei angenommen, daß der Zylinder 21 aus einem elektrisch nichtleitenden keramischen Material
oder einem Kunststoff besteht, und zumindest auf seiner Innenwandung 20 mit einem leitenden Metall
oder einer Folie bedeckt ist, auf die eine lichtempfindliche Abdeckung aufgebracht ist, die als Vorbereitung
für das Ätzen der flächenhaften Leitungszüge belichtet wird.
Ein Rundstab 22 aus Glas, einem Kunststoff oder irgendeinem anderen lichtdurchlässigen Material paßt
genau in den Hohlzylinder 21. Bestimmte Teile oder Linien auf der Oberfläche des Rundstabes 22 sind,
wie die Linie 23, durch Sandstrahlbehandlung oder irgendein anderes Verfahren aufgerauht, um diese
Teile von der restlichen glatten und durchsichtigen Oberfläche des Rundstabes 22 zu unterscheiden.
809 508/246
Um dem Ende des Rundstabes 22 Licht zuzuführen, befindet sich an seinem einen Ende eine
elektrische Lichtquelle 24 mit einem Schirm oder Reflektor 25, der die Lichtstrahlen 26 dem einen
Ende des Rundstabes 22 zuleitet. Bei der Benutzung der in F i g. 1 dargestellten Teile befindet sich der
Rundstab 22 im Inneren des Zylinders 21 und der Reflektor 25 dicht am Ende des Rundstabes 22. Wenn
das Licht 26 in den Rundstab 22 eindringt, verbleibt es so lange innerhalb von dessen Begrenzungsflächen,
bis es auf einen aufgerauhten Teil der Oberfläche, wie die Linie 23, trifft. Von dort wird das Licht auf
vorbestimmte Flächen der lichtempfindlichen Abdeckschicht 20 reflektiert. Bei der Entwicklung der
Abdeckschicht werden die unbelichteten Flächen dieser Schicht entfernt und das darunter befindliche
Metall weggeätzt, so daß auf der Innenwand des Zylinders 21 -ein metallisches Muster zurückbleibt. So
wird ein neuartiges kontrastreiches Muster, das für die Herstellung flächenhafter Leitungszüge an unzugänglichen
Stellen benötigt wird, dadurch erzeugt, daß das gewünschte Muster auf der Oberfläche eines
lichtleitenden Materials eingeschnitten wird und dieses Material belichtet wird. Die Oberfläche des benutzten
lichtleitenden Materials braucht nicht flach zu sein, sie muß aber in den nicht behandelten Bereichen
glatt sein. Das Verfahren kann auch auf offene, aber nicht ebene Oberflächen angewandt
werden, bei denen es gewöhnlich schwierig ist, eine Fotoätzung ohne Verzerrungen vorzunehmen. Ein
solches Ausführungsbeispiel ist in F i g. 2 dargestellt, wo der lichtleitende Block 32 aus Kunststoff besteht
und entsprechend der Oberfläche 30 des Gegenstandes 31 geformt ist, auf den flächenhafte Leitungszüge aufgebracht werden sollen. Die obere Fläche des
Blocks 32 ist nach einem bestimmten Muster von Linien 33 aufgerauht, und der gesamte Block 32 wird
vom Rande her mittels eines elektrischen Längsstrahlers 34 beleuchtet, der die Lichtstrahlen 36
mittels eines sich erweiternden Reflektors 35 dem Block 32 zuleitet.
Als Alternative zu dem Aufrauhen ausgewählter Bereiche der Lichtleiter, wie des Zylinders 21 und
des Blocks 32, durch Einschneiden ist es bisweilen erwünscht, ein aufgerauhtes Muster durch Sandstrahlbehandlung
einer Oberfläche zu erzeugen. Wie in F i g. 3 dargestellt ist, weist der Pantograph 40 an
einer führenden Lagerspitze einen Stichel 41 auf, der
von Hand geführt wird, um einer Linie 44 eines Führungsmusters, das sich auf einer Mustertafel 39 befindet,
zu folgen. Wenn der Stichel 41 bewegt wird, wird eine entsprechende oder proportionale Bewegung
über das Pantographengestänge 40 der Mündung 46 eines Sandstrahlgebläses mitgeteilt, das ein
Luftrohr 47 und eine Befestigungsschelle 45 enthält, die die Mündung 46 senkrecht über die Kunststoffplatte
oder das lichtdurchlässige Material 42 hält, wobei die Mündung 46 ein Muster 43 beschreibt, das
durch das ausströmende Schleifmittel aufgerauht wird. An Stelle von Hand kann der Stichel 41 des
Pantographen auch automatisch mittels einer Stange in vorherbestimmter Weise von einer programmgesteuerten
Rechenanlage 49 oder irgendeinem Steuergerät zur Aufzeichnung von Diagrammen bewegt
werden.
Das Sandstrahlgebläse nach F i g. 3 liefert Ergebnisse, die in mancher Hinsicht den eingeschnittenen
Mustern überlegen sind, und besitzt verschiedene Vorteile gegenüber dem Verfahren, bei dem die
Muster eingeschnitten oder eingeritzt werden. Ein Vorteil besteht darin, daß die Breite der aufgerauhten
Linie über den Durchmesser der Mündung 46 und die Entfernung der Mündung von der Oberfläche
des Kunststoffes oder Glases beeinflußt werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Tiefe des
Musters in einfacher Weise durch die Steuerung der Geschwindigkeit, mit der die Mündung bewegt wird,
beeinflußt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, gekrümmte Linien und Linien mit einem
unregelmäßigen Verlauf zu erzeugen.
Claims (2)
1. Verfahren zum Erzeugen flächenhafter elektrischer Leitungszüge auf unebenen Flächen von
Isolierstoffträgern, dadurch gekennzeichnet,
daß die fläcnenhaften elektrischen Leitungszüge durch das an sich bekannte Photoätzen erzeugt
werden und daß das dabei erforderliche selektive Belichten einer auf der unebenen Fläche
aufgebrachten lichtempfindlichen Schicht in der Weise erfolgt, daß der entsprechend dem gewünschten
Leitungsverlauf (23, Fig. 1; 33, Fig. 2) aufgerauhte Teil der glatten Oberfläche
eines lichtleitenden Körpers(22, Fig. 1; 32, Fig. 2), der entsprechend der Form der zu belichtenden
unebenen Fläche (20, Fig. 1; 30, F i g. 2) ausgebildet ist, unmittelbar gegenüber
dieser Fläche angeordnet und an einer glatten Begrenzungsfläche von einer Lichtquelle (24,
Fig. 1; 34, Fig. 2) bestrahlt wird, so daß das in ihn eingedrungene Licht an den aufgerauhten
Oberflächenbereichen in die lichtempfindliche Schicht der selektiv zu belichtenden Fläche eindringt.
2. Verfahren nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß das Aufrauhen der Oberfläche des lichtleitenden Körpers vorzugsweise durch eine Sandstrahlbehandlung erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 076 212,
497.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 508/246 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1261208XA | 1964-03-04 | 1964-03-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1261208B true DE1261208B (de) | 1968-02-15 |
Family
ID=22423087
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ27613A Pending DE1261208B (de) | 1964-03-04 | 1965-03-03 | Verfahren zum Erzeugen flaechenhafter elektrischer Leitungszuege auf unebenen Flaechen von Isolierstofftraegern |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1261208B (de) |
| GB (1) | GB1084074A (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1076212B (de) * | 1956-11-09 | 1960-02-25 | Int Standard Electric Corp | Verfahren zur Herstellung von elektrisch leitenden Schaltverbindungen |
| DE1155497B (de) * | 1958-10-09 | 1963-10-10 | Siemens Ag | Verfahren zur Erstellung von Leiterbahnen auf Schaltungsplatten fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
-
0
- GB GB1084074D patent/GB1084074A/en active Active
-
1965
- 1965-03-03 DE DEJ27613A patent/DE1261208B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1076212B (de) * | 1956-11-09 | 1960-02-25 | Int Standard Electric Corp | Verfahren zur Herstellung von elektrisch leitenden Schaltverbindungen |
| DE1155497B (de) * | 1958-10-09 | 1963-10-10 | Siemens Ag | Verfahren zur Erstellung von Leiterbahnen auf Schaltungsplatten fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1084074A (de) |
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