DE1260998B - Stabilisator fuer ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Stabilisator fuer ein Fahrzeug, insbesondere ein KraftfahrzeugInfo
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vehicle Body Suspensions (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B 60g
Deutsche KL: 63 c-42
Nummer: 1260 998
Aktenzeichen: D 3510111/63 c
Anmeldetag: 4. Januar 1961
Auslegetag: 8. Februar 1968
Die Erfindung betrifft einen Stabilisator für ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug.
Ein bekannter Stabilisator weist zwei je mit einem Rad verbundene und beidseitig am Fahrzeug angeordnete,
hydraulische Arbeitszylinder auf, deren von je einem Arbeitskolben begrenzte Arbeitsräume paarweise
jeweils über Kreuz miteinander verbunden sind, so daß der Stabilisator bei beidseitigem, gleich großem
und gleichgerichtetem Hub der Räder kein stabilisierendes Moment erzeugt und nur dem einseitigen
Anheben eines Rades einen Widerstand entgegensetzt.
Bei einer bekannten Federung für Kraftfahrzeuge ist ein Luft-, Gas- oder Flüssigkeitskissen mit einem
Zusatzbehälter über eine Absperrvorrichtung verbunden, wobei die Absperrvorrichtung unter der
Wirkung eines Elektromagneten steht, dessen Stromkreis durch die Lenkvorrichtung unterbrochen oder
geschlossen wird. Soll die Fliehkraft auf die Absperrvorrichtung einwirken, so tritt an die Stelle der Verbindung
mit der Lenkvorrichtung ein auf die Fliehkraft ansprechender Quecksilberschalter. Die nahe
den Rädern auf der einen Seite des Fahrzeuges angeordneten Kissen können mit jedem der auf der
anderen Seite angeordneten Kissen mittels eines durch den Elektromagneten gesteuerten Hahnes in
Verbindung gesetzt werden, wozu kalibrierte Leitungen vorgesehen sind.
Durch Anwendung eines Ventils lassen sich bei einer anderen bekannten Stabilisierungseinrichtung
verschiedene Überkreuz- oder Parallelverbindungen von Stoßdämpfern erreichen.
Wieder eine andere bekannte Dämpfungsvorrichtung weist sogenannte hydropneumatische Federbeine
auf, von denen jedes zwei über eine Drosselstelle miteinander verbundene Arbeitsräume hat, wodurch eine
Schwingungsdämpfung erzielt werden kann. Eine bestimmte Ausgleichswirkung zwischen zwei einander
benachbarten Federbeinen wird durch eine ebenfalls eine Drosselstelle aufweisende Verbindungsleitung
erreicht, wodurch eine einer Schlingerbewegung entgegenwirkende Drosselung entsteht.
Bei noch einer anderen bekannten Vorrichtung sind jeweils zwei durch einen Haubenkolben voneinander
getrennte Arbeitsräume über Kreuz verbunden und jeweils an einen Arbeitszylinder angeschlossen,
dessen Kolben jeweils an einem der Räder angebracht ist. Beim Verschieben dieser Kolben in Gegenrichtung
führt der Haubenkolben wegen der Verbindung über Kreuz jeweils die gleiche Bewegung, wenn auch
wegen eventueller Volumenunterschiede mit entsprechenden Unterschieden aus. Die beiden Hauben-Stabilisator
für ein Fahrzeug, insbesondere
ein Kraftfahrzeug
ein Kraftfahrzeug
Anmelder:
Daimler-Benz Aktiengesellschaft,
7000 Stuttgart-Untertürkheim, Mercedesstr. 136
Als Erfinder benannt:
Armin Drechsel, 7000 Stuttgart
kolben verändern also wegen ihrer besonderen Ausbildung und wegen ihres Angrenzens an einen pneumatischen
Federraum bei ihrer Bewegung jeweils in gleicher Weise die von ihnen begrenzten Räume,
unabhängig davon, in welchem der Druckmittelräume der Druck vergrößert oder verkleinert wird.
Der Arbeitszylinder ist mit der Pumpe und einem Vorratsbehälter über ein Steuergerät zu verbinden.
Die ganze Anordnung ist sehr aufwendig und kompliziert.
Es ist weiterhin bekannt, in Verbindungsleitungen ein hydropneumatisches Federglied vorzusehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Vorrichtung zu schaffen, welche als Stabilisator,
Stoßdämpfer und Feder wirken kann. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Gesamtkombination
folgender zum Teil an sich bekannter Merkmale gelöst:
a) zwei je mit einem Rad oder mit dem Fahrgestell mechanisch verbundene und beidseitig am Fahrzeug
angeordnete hydraulische Arbeitszylinder weisen je zwei von einem Arbeitskolben begrenzte
und paarweise miteinander hydraulisch verbindbare Arbeitsräume auf;
b) in der Verbindungsleitung von zwei Arbeitsräumen ist als Dämpfungsglied eine Drosselstelle
vorgesehen;
c) jeder Arbeitsraum ist an ein Steuerventil angeschlossen, das in einer Lage seines Steuergliedes
die beiden Arbeitsräume eines der beiden Arbeitszylinder und in einer anderen Lage des
Steuergliedes die am weitesten voneinander entfernten Arbeitsräume der beiden einander zugeordneten
Arbeitszylinder miteinander verbindet;
d) mit dem Arbeitszylinder ist eine hydropneumatische Feder verbunden;
e) die hydropneumatische Feder ist von einem der Arbeitsräume des Arbeitszylinders durch einen
doppeltwirkenden Kolben, und dieser an die
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Deckel 40 ist mit dem Halbkugelabschnitt 37 durch nicht dargestellte Verbindungsmittel verbunden. Zwischen
diesen beiden Teilen ist eine Membran 44 eingespannt, die einen luftgefüllten Raum 68 von einem
flüssigkeitsgefüllten Arbeitsraum 67 trennt. Beide Räume bilden zusammen eine hydropneumatische
Feder, deren Federcharakteristik durch Ändern des Druckes im Arbeitsraum 68 verändert werden kann.
Der Deckel 40 und/oder die Halbkugel 37 sind am
. hydropneumatische Feder angrenzende Arbeitsraum ist vom anderen Arbeitsraum des Arbeitszylinders durch eine Trennwand getrennt, welche
von einer den doppeltwirkenden mit einem einfach wirkenden Kolben verbindenden Kolbenstange
durchsetzt ist.
Der erfindungsgemäß ausgebildete Stabilisator hat einen übersichtlichen Aufbau und ist einfach am
Fahrzeug anzubringen. Es sind in ihm die Wirkungen
eines Stabilisators, eines Stoßdämpfers und einer io Rahmen eines nicht dargestellten Fahrzeuges befestigt.
Feder unter geringstmöglichem Aufwand vereinigt. Im Einzelzylinder 33 ist ein doppeltwirkender
Die hydropneumatische Feder am Arbeitszylinder Kolben 46 und im Einzelzylinder 34 ein einfach
hält in vorteilhafter Weise das darin befindliche wirkender Kolben 47 verschiebbar gelagert. Die
Druckmittel unter Druck, wodurch der Bildung von beiden Kolben 46 und 47 sind durch eine Kolben-Schaum
in der Druckflüssigkeit beim Durchgang 15 stange 48 miteinander verbunden. Eine Kolbenstange
durch Engstellen od. dgl. und der Kavitation ent- 49 ragt aus dem durch eine Querwand nach unten
gegengewirkt wird. abgeschlossenen Einzelzylinder 34 heraus, an dem
Eine immer gleichmäßige Belastung der Räder eine Rücklaufleitung 50 für durch den Spalt zwischen
(Ausgleichfederung) wird unter Anwendung je eines dem Kolben 47 und dem Einzelzylinder 34 hindurch-Arbeitszylinders
für jedes getrennt voneinander an- 20 gedrungene Flüssigkeit vorgesehen ist. Die Kolbengeordnete Fahrzeugrad dadurch erreicht, daß bei den stange 49 weist eine Öse 51 für die Befestigung an
Stabilisatoren, die den auf einer Seite des Fahrzeuges einer nicht dargestellten Radaufhängung auf. Am
liegenden Fahrzeugrädern zugeordnet sind, die den Einzelzylinder 34 und an der Kolbenstange 49 ist ein
Flüssigkeitsteil der hydropneumatischen Feder auf- Faltenbalg 52 angebracht, der das aus dem Einzelnehmenden
Arbeitsräume zweier Arbeitszylinder und 25 zylinder 34 herausragende Ende der Kolbenstange 49
auf der anderen Seite die von dem doppeltwirkenden abdeckt. Die Kolbenstange 48 geht durch eine Boh-Kolben
und von der Trennwand begrenzten Arbeitsräume miteinander hydraulisch verbunden sind, und
daß bei paarweise einander zugeordneten, jeweils
daß bei paarweise einander zugeordneten, jeweils
einen Stabilisator bildenden Arbeitszylindern von 30 begrenzen den Arbeitsraum 66.
jeweils einer Achse zugeordneten Fahrzeugrädern der An der Trennwand 35 befindet sich ein Anschluß-
jeweils einer Achse zugeordneten Fahrzeugrädern der An der Trennwand 35 befindet sich ein Anschluß-
den Flüssigkeitsteil der hydropneumatischen Feder
aufnehmende Arbeitsraum eines Arbeitszylinders mit
dem vom doppeltwirkenden Kolben und der Trennwand begrenzten Arbeitsraum des anderen Arbeits- 35 schlossen (F i g. 2). Die Drosselstelle 26 setzt dem Zylinders verbunden sind. durchtretenden Druckmittel in beiden Richtungen
aufnehmende Arbeitsraum eines Arbeitszylinders mit
dem vom doppeltwirkenden Kolben und der Trennwand begrenzten Arbeitsraum des anderen Arbeits- 35 schlossen (F i g. 2). Die Drosselstelle 26 setzt dem Zylinders verbunden sind. durchtretenden Druckmittel in beiden Richtungen
Je zwei der Arbeitszylinder sind also als Stabili- etwa den gleichen Widerstand entgegen. Sie sitzt auf
satoren und Stoßdämpfer an einem Fahrzeug ent- dem Gehäuse des Steuerventils 27, das einen nicht
sprechend der jeweiligen Verbindung ihrer Arbeits- dargestellten Schieber aufweist, der abhängig von
räume einzusetzen, und alle vier Arbeitszylinder sind 40 Geradeausfahrt oder Kurvenfahrt, z. B. mit Hufe
so untereinander zu verbinden, daß noch ein be- eines zusammen mit einem nicht dargestellten Fahrtstimmter
Ausgleichseffekt zwischen den Hinter- und richtungsanzeiger oder abhängig von der Lenkung,
Vorderrädern erzielt werden kann. Hierbei wirkt ein einer Libelle, eines Pendels steuerbaren Magneten in
Ausgleichseffekt in Längsrichtung des Fahrzeuges zwei Lagen verschiebbar ist. In der einen Lage des
einer Stabilisierung der Querrichtung des Fahrzeuges 45 Schiebers ist die Leitung 24 mit der Leitung 25' und
nicht entgegen. die Leitung 24' mit der Leitung 25 verbunden, so daß
Durch an sich bekanntes Einschalten eines hydro- ein Arbeitsraum 65 mit einem Arbeitsraum 66' und
pneumatischen Federgliedes in jede zwei Arbeits- ein Arbeitsraum 65' mit einem Arbeitsraum 66 in
räume verbindende Leitung werden die Wankschwin- Verbindung stehen. In der anderen Lage des Steuergungen
des Fahrzeuges um seine Längsachse abge- 50 gliedes sind die Leitung 24 mit der Leitung 25 bzw.
federt und gemildert, so daß diese Schwingungen der Arbeitsraum 65 mit dem Arbeitsraum 66 und die
Leitung 24' mit der Leitung 25' bzw. der Arbeitsraum 65' mit dem Arbeitsraum 66' verbunden. Die
Verbindungen der in Fig. 2 entsprechenden, mit 55 dreistelligen Bezugsziffern bezeichneten Teile sind
wie vorher beschrieben und werden weiter unten noch erwähnt.
Bei der Verbindung des Arbeitsraumes 65 mit dem Arbeitsraum 66 und des Arbeitsraumes 65' mit dem
Zwei als hydraulische Arbeitszylinder wirkende 60 Arbeitsraum 66' wirken die Arbeitszylinder in Ver-Einzelzylinder
33 und 34 (Fig. 1) sind in eine sie bindung mit den Drosselstellen26 bzw. 26' als Stoßvoneinander
trennende Trennwand 35 eingesetzt. Der dämpfer, weil der vom Arbeitszylinder begrenzte
Einzelzylinder 33 hat an seinem oberen Ende eine Arbeitsraum 65 das aus ihm verdrängte Druckmittel
Halbkugel 37, die eine durch eine Schraube 38 ver- dem vom gleichen Arbeitszylinder begrenzten Arbeitsschlossene
Öffnung 39 aufweist. Auf die Halbkugel 37 65 raum 66 zuführt und umgekehrt. Das gleiche gilt für
ist ein halbkugelförmiger Deckel 40 aufgesetzt, der die Arbeitsräume 65' und 66'.
eine ein Rückschlagventil 41 aufnehmende und von Unter Kurvenfahrtbedingungen wird durch den
eine ein Rückschlagventil 41 aufnehmende und von Unter Kurvenfahrtbedingungen wird durch den
einer Schraube 42 verschlossene Öffnung 43 hat. Der elektrischen Magneten der Schieber in seine andere
rung 53 in der Trennwand 35 hindurch. Der Kolben 46 und die Trennwand 35 begrenzen den Arbeitsraum
65, und der Kolben 47 und die Trennwand 35
körper 55, an den Zuleitungen 24 und 25 herangeführt sind. Die Leitung 24 ist an eine Drosselstelle
26 und die Leitung 25 an ein Steuerventil 27 ange
weicher sind als ohne Einschalten des Federgliedes.
In der Zeichnung ist ein Stabilisator als Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Teil des Ausführungsbeispiels,
F i g. 2 eine besondere Ausbildung des Erfindungsgegenstandes.
Steuerlage gebracht, und die vorstehend beschriebene Vorrichtung wirkt als Stoßdämpfer und Stabilisator
zugleich, weil von den aufgeführten Arbeitsräumen die jeweils voneinander am weitesten entfernt liegenden
miteinander verbunden sind. Wird der Fahrtrichtungsanzeiger ausgeschaltet, so wird der Schieber
in seine Ausgangslage zurückgeführt, in der die Arbeitsräume 65 und 66 bzw. 65', 66' miteinander
verbunden sind. Es findet also keine Stabilisierung statt. ίο
Auf dem Anschlußkörper 55 (F i g. 1) ist eine Halbkugel 57 befestigt, die von einem entsprechend
ausgebildeten, halbkugelförmigen Deckel 58 abgedeckt ist. Zwischen der Halbkugel 57 und dem
Deckel 58 ist eine Membran 59 eingespannt, die den Hohlraum der Kugel in zwei Kammern unterteilt.
Die durch die Halbkugel 57 begrenzte Kammer ist über eine Bohrung 61 mit der Leitung 24 verbunden.
Die durch den Deckel 58 begrenzte Kammer hat eine ein nicht dargestelltes Ventil aufweisende öffnung 62, ao
die durch eine Verschlußschraube 63 abgedeckt ist. Hierdurch entsteht eine weitere hydropneumatische
Feder.
Durch die Bohrungen 43 und 62 kann den daran anschließenden Kammern Druckluft und durch die
Bohrung 39 Drucköl zugeführt werden.
In F i g. 2 sind zwei Stabilisatoren mit je zwei mit Federelementen kombinierten Arbeitszylindern dargestellt.
In dem in der Zeichnung linken oberen Arbeitszylinder sind die Arbeitsräume und der Federraum
entsprechend F i g. 1 mit 65 bis 68 bezeichnet und in dem zum gleichen Stabilisator gehörenden
Arbeitszylinder die entsprechenden Räume mit 65/ bis 68'. Die entsprechenden Räume der Arbeitszylinder
des anderen Stabilisators tragen die Bezeichnung 165 bis 168 bzw. 165' bis 168'. Diesem Stabilisator
sind die den Leitungen 24, 25 bzw. 24', 25' entsprechenden Leitungen 124, 125 bzw. 124', 125', die
dem Drosselventil 26 und 26' entsprechenden Drosselventile 126 und 126', das dem Ventil 27 entsprechende
Ventil 127 und der dem Magneten 29 entsprechende Magnet 129 zugeordnet.
Die Arbeitsräume 67 und 167 sind durch eine Leitung 71, die Arbeitsräume 65 und 165 durch eine
Leitung 72, die Arbeitsräume 67' und 167' durch eine Leitung 73, die Arbeitsräume 65' und 165' durch eine
Leitung 74, die Arbeitsräume 67 und 65' durch eine Leitung 75, die Arbeitsräume 65 und 67' durch eine
Leitung 76, die Arbeitsräume 165 und 167' durch eine Leitung 77 und die Arbeitsräume 165' und 167
durch eine Leitung 78 verbunden.
In die Leitungen 72 und 74 ist je einer der bei F i g. 1 beschriebenen hydropneumatischen Federspeicher
57 bis 59 eingeschaltet. Der Doppelpfeil A zeigt die Fahrtrichtungen des mit der Anordnung
nach F i g. 2 versehenen Fahrzeuges.
Die hydropneumatischen Federn 57 bis 59 in den Leitungen 72 und 74 sind so angeordnet, daß jede
zwei Arbeitsräume verbindende Leitung an eine derartige Feder angeschlossen ist, so daß die Wankbewegungen
des Fahrzeuges um seine Längsachse durch die Federn gemildert werden.
Durch die besondere Anordnung der flüssigkeitsführenden Leitungen 71 bis 78 sind die Kräfte auf
die Vorder- und Hinterräder des Fahrzeuges untereinander ausgeglichen.
Beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 ist der Arbeitsraum 65 des Arbeitszylinders mit dem Arbeitsraum
66 des gleichen Arbeitszylinders oder mit dem Arbeitsraum 66' des anderen Arbeitszylinders jeweils
über die erwähnte Drosselstelle zu verbinden. Bei der erstgenannten Verbindung wirkt das Ganze als
Dämpfer und bei der zweitgenannten Verbindung als Stabilisator und Dämpfer. Das gleiche gilt bezüglich
der Verbindung des Arbeitsraumes 66 entweder mit dem Arbeitsraum 65 oder mit dem Arbeitsraum 65'.
Entsprechend sind die Arbeitsräume 165, 166 sowie 165', 166' untereinander zu verbinden.
Nun sind aber die Arbeitsräume 65 und 165 sowie die Arbeitsräume 67' und 167' einerseits und die
Arbeitsräume 65' und 165' sowie die Arbeitsräume 67 und 167 andererseits jeweils untereinander verbunden.
Dadurch wird ein bestimmter Ausgleich innerhalb der einzelnen untereinander verbundenen
Arbeitsräume erzielt, ohne jedoch die Stabilisations- oder Dämpfungswirkung ungünstig zu beeinflussen.
Bei belastetem Fahrzeug gleichen sich durch die Verbindungsleitungen die Drücke in den verschiedenen
Arbeitsräumen aus, so daß unter gleicher Beanspruchung das Druckmittel in den gleichen Arbeitsräumen
auch gleichartig wirkt.
Sind jeweils die Arbeitsräume des gleichen Arbeitszylinders über ein Dämpfungsglied zur Erzielung
einer Dämpfungswirkung miteinander verbunden, so bewirkt ein Stoß auf die die Kolben 46 und 47 miteinander
verbindende Kolbenstange 48 (F i g. 1) eine Vergrößerung des Druckes im Arbeitsraum 66. Eine
merkliche Vergrößerung des Druckes im Arbeitsraum 67 tritt erst bei einer beachtlichen Verschiebung des
diesen Raum begrenzenden Kolbens 46 auf. Die aus dem Arbeitsraum 66 verdrängte Flüssigkeit fließt
über das Ventil 27 und die vorhandene Drosselstelle in die Leitung 72, welche mit dem Arbeitsraum 65 in
Verbindung steht. Da sich dieser Raum nur entsprechend der aus dem Raum 66 verdrängten Flüssigkeitsmenge
vergrößert und diese Flüssigkeitsmenge für den Raum 65 nach Durchgang durch die Drosselstelle
zur Verfügung steht, tritt in diesem Raum praktisch keine Druckveränderung ein, insbesondere da
kleinere Druckschwankungen etwa angeschlossener Federräume 57, 67' und 167' ausgeglichen werden.
Die Verbindungsleitungen haben also praktisch keinen Einfluß auf die Dämpfungswirkung, so daß
das Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 bei Verbindung der Arbeitsräume des gleichen Arbeitszylinders wie
das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bei entsprechender Verbindung von dessen Arbeitsräumen wirkt.
Sind jedoch über das Ventil 27 und die entsprechenden Drosselstellen 26 und 26' die Arbeitsräume 65 und 66' sowie 66 und 65' und über das
Ventil 127 und die entsprechenden Drosselstellen 126 und 126' die Arbeitsräume 165 und 166' sowie 166
und 165' miteinander verbunden, so wirkt die Anlage als Stabilisator. Werden z. B. bei einer Kurvenfahrt
die Arbeitsräume 66 und 166 belastet und die Arbeitsräume 66' und 166' entlastet, so fließt Druckmittel
von dem Arbeitsraum 66 zum Arbeitsraum 65' einerseits und von 166 zu 165' andererseits und bewirkt
eine Bewegung der miteinander verbundenen Kolben 46, 47 in gleicher Richtung, so daß auch der
Arbeitsraum 66' bzw. 166' unter Druck gesetzt wird und von diesem Druckmittel zum Arbeitsraum 65
bzw. 165 gelangt. Da hierbei die Arbeitsräume 65 und 165 einerseits sowie die Arbeitsräume 65' und
165' andererseits miteinander verbunden sind, gleicht sich der Druck in diesen Arbeitsräumen aus. Außer-
dem bewirken die angeschlossenen Arbeitsräume 67' und 167' sowie 67 und 167 einen gewissen Druckausgleich.
Da die Arbeitsräume 66, 66', 166 und 166' jeweils nur über eine Drosselstelle mit einem anderen Arbeitsraum
verbunden werden können, beeinflussen die in jenen Arbeitsräumen herrschenden Drücke die Wirkung
der Anlage je nach ihrer Verbindung mit anderen Arbeitsräumen entweder als Stabilisator und Dämpfer
oder als Dämpfer trotz der durch die geschaffenen Verbindungen vorhandenen Ausgleichswirkung.
Claims (3)
1. Stabilisator für ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug, gekennzeichnet durch
Gesamtkombination folgender, zum Teil an sich bekannter Merkmale:
a) zwei je mit einem Rad oder mit dem Fahrgestell mechanisch verbundene und beidseitig
am Fahrzeug angeordnete hydraulische Arbeitszylinder (33, 34) weisen je zwei von
■ einem Arbeitskolben (46, 47) begrenzte und
paarweise miteinander hydraulisch verbindbare Arbeitsräume (65, 66, 65', 66', 165,
166, 165', 166') auf;
b) in der Verbindungsleitung von zwei Arbeitsräumen (65, 66) ist als Dämpfungsglied eine
Drosselstelle (26) vorgesehen;
c) jeder Arbeitsraum ist an ein Steuerventil (27, 127) angeschlossen, das in einer Lage
seines Steuergliedes die beiden Arbeitsräume eines der beiden Arbeitszylinder und
in einer anderen Lage des Steuergliedes die am weitesten voneinander entfernten Arbeitsräume
der beiden einander zugeordneten Arbeitszylinder miteinander verbindet;
d) mit dem Arbeitszylinder ist eine hydropneumatische Feder (68, 67, 68', 67', 168,
167, 168', 167') verbunden;
e) die hydropneumatische Feder ist von einem der Arbeitsräume (65, 65', 165, 165') des
Arbeitszylinders durch einen doppeltwirkenden Kolben (46) und dieser an die hydropneumatische
Feder grenzende Arbeitsraum ist von einem anderen Arbeitsraum (66, 66',
166, 166') des Arbeitszylinders durch eine Trennwand (35) getrennt, welche von einer
den doppeltwirkenden mit einem einfach wirkenden Kolben (47) verbindenden Kolbenstange
(48) durchsetzt ist.
2. Stabilisator nach Anspruch 1 mit je einem Arbeitszylinder für jedes getrennt vom anderen
angeordnete Fahrzeugrad, dadurch gekennzeichnet, daß bei den Stabilisatoren, die den auf
einer Seite des Fahrzeuges liegenden Fahrzeugrädern zugeordnet sind, die den Flüssigkeitsteil
der hydropneumatischen Feder aufnehmenden Arbeitsräume (67, 167 bzw. 67', 167') zweier Arbeitszylinder
und auf der anderen Seite die von dem doppeltwirkenden Kolben (46) und von der Trennwand (35) begrenzten Arbeitsräume (65',
165' bzw. 65, 165) miteinander hydraulisch verbunden sind und daß bei paarweise einander zugeordneten,
jeweils einen Stabilisator bildenden Arbeitszylindern von jeweils einer Achse zugeordneten
Fahrzeugrädern der den Flüssigkeitsteil der hydropneumatischen Feder aufnehmende
Arbeitsraum eines Arbeitszylinders mit dem vom doppeltwirkenden Kolben (46) und der Trennwand
(35) begrenzten Arbeitsraum des anderen Arbeitszylinders verbunden sind.
3. Stabilisator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
— wie an sich bekannt — in jeder zwei Arbeitsräume (65, 165 bzw. 65', 165') verbindenden
Leitung ein hydropneumatisches Federglied (57 bis 59) eingeschaltet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 591 669, 705 296,
745155;
745155;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1058 854;
französische Patentschriften Nr. 1116 875,
715;
715;
britische Patentschriften Nr. 831548, 844146.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 507/394 1.68
ι Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED35101A DE1260998B (de) | 1961-01-04 | 1961-01-04 | Stabilisator fuer ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED35100A DE1157938B (de) | 1961-01-04 | 1961-01-04 | Ausgleichsfederung fuer Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge |
| DED35101A DE1260998B (de) | 1961-01-04 | 1961-01-04 | Stabilisator fuer ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1260998B true DE1260998B (de) | 1968-02-08 |
Family
ID=25971208
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED35101A Pending DE1260998B (de) | 1961-01-04 | 1961-01-04 | Stabilisator fuer ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1260998B (de) |
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