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DE1260022B - Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen - Google Patents

Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen

Info

Publication number
DE1260022B
DE1260022B DE1955W0016534 DEW0016534A DE1260022B DE 1260022 B DE1260022 B DE 1260022B DE 1955W0016534 DE1955W0016534 DE 1955W0016534 DE W0016534 A DEW0016534 A DE W0016534A DE 1260022 B DE1260022 B DE 1260022B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
potentiometer
arrangement
balance
induction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1955W0016534
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Alexander Muehlinghaus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WALZWERK NEVIGES GmbH
Original Assignee
WALZWERK NEVIGES GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WALZWERK NEVIGES GmbH filed Critical WALZWERK NEVIGES GmbH
Priority to DE1955W0016534 priority Critical patent/DE1260022B/de
Publication of DE1260022B publication Critical patent/DE1260022B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R33/00Arrangements or instruments for measuring magnetic variables
    • G01R33/12Measuring magnetic properties of articles or specimens of solids or fluids
    • G01R33/123Measuring loss due to hysteresis

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Condensed Matter Physics & Semiconductors (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)

Description

  • Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen mittels einer Magnetisierungs- und einer Induktionswicklung sowie eines Rückschlußjoches, bei der zur Erzielung einer konstanten und von der Blechdicke unabhängigen Induktion in den Blechtafeln die Spannung in der Magnetisierungswicklung mittels eines Reglers, dem die zu regelnde Spannung über eine Gleichrichteranordnung als Regelgröße wieder zugeführt wird, auf konstanten Sollwert der Induktion geregelt wird, wobei die Regelgröße selbsttätig durch das Tafelgewicht mit Hilfe eines durch eine Waage einstellbaren Potentiometers beeinflußt wird, und bei der zur Messung der Eisenverluste ein Leistungsmesser dient, dessen Spannungsspule unter Zwischenschaltung linearer Schaltelemente an die Induktionswicklung angeschlossen ist, wobei die Spannung an der Spannungsspule des Leistungsmessers in Abhängigkeit von der Anzeige der Waage auf einen vom Blechgewicht unabhängigen konstanten Wert regelbar ist.
  • Es ist eine Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Blechtafeln bekannt, bei der die Tafeln zunächst einer Waage zugeführt werden, mit deren Hilfe je nach dem Gewicht der Tafel ein Widerstand verstellt wird. Dieser liegt im Erregerkreis eines Generators, der die Magnetisierungsspannung erzeugt. Dadurch erhält man eine vom Gewicht bzw. den Abmessungen der Tafel abhängige Induktion.
  • Dabei ist es bekannt, eine auf das Normalgewicht eingestellte Neigungswaage zu verwenden, mit deren Hilfe die Spannung an der Magnetisierungsspule in Abhängigkeit von dem Ausschlag der Waage proportional geändert wird. Hierbei erfolgt die Messung der Verlustwerte mit Hilfe eines Ferrometers, wobei die Regelung der Magnetisierungsspannung mittels eines Vierpols so erfolgt, daß die Verlustziffer unabhängig von der Frequenz der Magnetisierungsspannung ist.
  • Bei einer anderen bekannten Meßanordnung dieser Art, bei der ebenfalls eine gewichtsabhängige Steuerung der Induktion erfolgt, dient zum Messen der Verlustwerte ein Leistungsmesser mit einer Spannungsspule und zwei in entgegengesetztem Sinne beaufschlagten Stromspulen. Die zweite Stromspule hat den Zweck, die Verlustleistungen, die in der Regelanordnung und Meßgeräten auftreten und die Anzeige verfälschen, zu eliminieren. Der durch die zweite Stromspule fließende Strom muß jedoch empirisch und damit mehr oder weniger willkürlich eingestellt werden. Eine genaue Kompensation ist dabei nicht möglich. Bei dieser bekannten Anordnung wird das Blechtafelgewicht entweder zur Beein- flussung des Erzeugers für die Magnetisierungsspannung oder zur Beeinflussung der Meßergebnisse mit Hilfe der zweiten Stromspule ausgenutzt, um eine gewichtsunabhängige Verlustanzeige zu erhalten.
  • In beiden Fällen können Ungenauigkeiten nicht vermieden werden.
  • Die Verwendung einer normalen Waage hat weiterhin den Nachteil, daß eine solche nur für kleine Gewichtsabweichungen verwendet werden kann, wenn die nachgeschaltete Einrichtung zur Konstanthaltung der Induktion mit ausreichender Genauigkeit arbeiten soll.
  • Hinzukommt weiter, daß mit der bekannten Anordnung mit Leistungsmesser und zwei Stromspulen nicht die Verlustleistung pro Einheitsgewicht der Blechtafel gemessen werden kann, da sich durch die Änderung der Magnetisierungsspannung in Abhängigkeit von dem Tafelgewicht auch die an der Spannungsspule des Leistungsmessers anliegende Spannung mit dem Tafelgewicht ändert.
  • In einem älteren Patent ist eine Prüfanordnung zum Messen der magnetischen Eisenverluste von Elektroblechen vorgeschlagen worden, bei der - wie im bekannten Falle - eine selbsttätige Regelung der Magnetisierungsspannung im Sinne einer konstanten Induktion in der Blechtafel mit Hilfe eines durch eine Waage verstellbaren Widerstandes erfolgt. Dabei ist jedoch eine Waage mit Voreinstellmöglichkeit für ein bestimmtes Tafelsollgewicht, also eine Differenzwaage vorgesehen, die auf eine prozentuale Ausschlagempfindlichkeit einstellbar ist. Die Primärspannung wird einer Regelwiderstandskombination zugeführt, die zwischen ihrer Ausgangsspannung und Eingangsspannung die prozentuale Differenzgewichts-und Sollquerschnittsproportionalität sichert und deren Ausgangsspannung als konstante Sollwertspannung einem Röhrenregler zugeführt wird. Die Primärspannung ist an die Regelwiderstandskombination über einen Zwischentransformator und eine Gleichrichterschaltung angeschlossen. Zur Messung der Verlustziffer dient ein Wattmeter, dessen Spannungspfad über einen Meßverstärker und eine Potentiometergruppe an der sekundären Induktionsspannung des Magnetisierungsjoches liegt. Das Widerstandsverhältnis wird vom Gewicht und vom Verhältnis der Tafelgrößen beeinflußt.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung entsprechend dem älteren Vorschlag so weiterzubilden, daß mit sehr einfachen Mitteln eine selbständige Kompensation der in den Kreisen und Instrumenten auftretenden Verlustleistungen und eine Konstanthaltung der Spannung im Spannungspfad des Leistungsmessers und damit eine sehr genaue Anzeige der Verlustziffern im Watt/kg erzielt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kombination folgender Merkmale erreicht: a) Der Leistungsmesser hat in bekannter Weise zwei in entgegengesetzter Richtung durchflossene Stromspulen, von denen die eine, wie an sich bekannt, in Reihe mit der Magnetisierungswicklung liegt und die andere als im Sromkreis der Induktionswicklung angeordnete Kompensationsstromspule ausgebildet ist, b) zu der Induktionswicklung und der Kompensationsstromspule des Leistungsmessers ist ein Potentiometer in Reihe vorgesehen, dessen beweglicher Abgriffskontakt von dem Anzeigeorgan der Waage verstellbar und mit der Spannungsspule so verbunden ist, daß deren Spannung selbsttätig im gegenläufigen Sinne wie die gewichtsabhängige Regelung der Spannung an der Magnetisierungswicklung regelbar ist.
  • Bei der Anordnung nach der Erfindung wird der tatsächlich im Meßkreis fließende und die Messung störend beeinflussende Strom durch die zweite Stromspule des Leistungsmessers geschickt, so daß eine vollständige und selbsttätige Korrektur in Abhängigkeit von den tatsächlichen und jeweils herrschenden im sekundären Meßkreis auftretenden Verlusten erfolgt. Dadurch wird mit einfachen Mitteln die Meßgenauigkeit wesentlich verbessert. Gleichzeitig wird mit dem Leistungsmesser die - bezüglich der im Meßkreis auftretenden Verlustleistungen korrigierte - Wirkstromkomponente zur Anzeige gebracht, welche der Verlustleistung pro Einheitsgewicht der Blechtafeln proportional ist. Dies wird ohne die Notwendigkeit eines Meßverstärkers durch selbsttätige Steuerung der Spannung am Spannungspfad des Leistungsmessers durch den ermittelten Wiegewert erreicht, so daß diese Spannung ebenfalls stets konstant bleibt. Auf diese Weise wird automatisch eine sehr genaue direkte Anzeige der Verlustwerte pro Einheitsgewicht der Blechtafeln möglich.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Dabei zeigt F i g. 1 die gesamte Anordnung im Schema und F i g. 2 ein Schaltbild der für die Erfindung wesentlichen Teile der Meßanordnung.
  • Die in F i g. 1 dargestellte Anordnung besteht im wesentlichen aus dem Ablagetisch 1, auf dem die zu untersuchenden Elektroblechtafeln 2 gestapelt wer- den, einer Waage 3 mit Anzeigevorrichtung 4, der eigentlichen Meßjochanordnung 5, die sich aus einem flachliegenden, mit einer Magnetisierungswicklung 6 und einer Induktionswicklung 7 bewickelten Spulenkörper 8 und einem darunter befindlichen Joch 9 zusammensetzt, sowie einem Sortiertisch 10. Zwischen den einzelnen Einrichtungen 1, 3, 5 und 10 sind Schaltkontakte 11, 12, 13 und 14 vorgesehen, deren Wirkungsweise ebenso wie diejenige zweier an der Waage 3 vorgesehener Hilfskontakte 15 und 16 weiter unten noch näher beschrieben wird.
  • Die der Meßspulenanordnung 5 vorgeschaltete Waage 3, an deren Stelle in bekannter Weise an sich auch ein Dickenmesser verwendet werden könnte, ist als Prozentwaage mit linearer Skala ausgebildet und auf ein bestimmtes Blechtafelformat so voreinzustellen, daß sie bei einer bestimmten Sollstärke der Tafeln, also bei einer bestimmten Blechdicke, ein Sollgewicht von 100 0/o anzeigt, so daß die von der Waage angezeigten Abweichungen vom Sollgewicht - bei gleichem Tafelformat - unmittelbar die Abweichungen der Blechstärke von der Sollstärke wiedergeben. Diese Voreinstellung der Waage kann beispielsweise durch Verändern des Waage-Gegengewichts oder in der bevorzugten Ausführungsform durch Andern der Waagebalkenlänge vorgenommen werden. Da das Format der zu untersuchenden Blechtafeln mittels entsprechend eingestellter Scheren verhältnismäßig genau eingehalten wird, d. h. also eine Lieferung jeweils ein bestimmtes Format besitzt, sind die Abweichungen vom Sollgewicht proportional der Querschnittsänderung der zu untersuchenden Tafeln. Mit dem Zeiger 4 dieser Prozentwaage 3 ist ein Potentiometer 17 gekuppelt. Die Einstellung der Meßanordnung bei Untersuchung einer neuen Blechtafelserie erfolgt in der Weise, daß zunächst die Prozentwaage auf das Sollgewicht der Tafeln entsprechend dem Format und einem Mittelwert der Stärke auf den Wert Null eingestellt wird. Anschließend wird eine Tafel, welche z. B. genau das Sollgewicht aufweist, in das Meßjoch gebracht und die Magnetisierungsspannung entsprechend der gewünschten Induktion unter Berücksichtigung des Tafelmaterials eingestellt. Bei der nachfolgenden fortlaufenden Messung verstellt der Zeiger der Prozentwaage bei Dickeabweichungen des Potentiometerabgriff 18. Das Potentiometer 17 wirkt dabei auf die Magnetisierungsspannung in der Weise ein, daß diese Spannung an der Magnetisierungswicklung 6 der Meßspulenanordnung so eingestellt wird, daß sich in dem zu untersuchenden Elektroblech eine konstante, von der jeweiligen Blechstärke unabhängige Induktion ergibt.
  • Wie F i g. 2 zeigt, kann eine solche Regelung durch einen vorzugsweise als Spannungskonstanthalter wirkenden Regler, z. B. einen Thoma-Regler 19 bewirkt werden, der den Abgriff 20 eines parallel zur angelegten Netzspannung U geschalteten Regeltransformators 21 entsprechend der Waageeinstellung verschiebt.
  • Um von etwaigen Schwankungen der Netzspannung U unabhängig zu sein, ist die Schaltung des Thoma-Reglers sowie des mit der Waage zusammenwirkenden Potentiometers 17 im einzelnen so gewählt, wie das das Schaltbild nach F i g. 2 wiedergibt.
  • Das Waage-Potentiometer 17 dient für den Regler als Sollwertpotentiometer. Es wird mittels einer Gleichstromquelle wie Gleichstrombatterie 22 gespeist. Zwischen dem Abgriff 18 des Sollwertpotentiometers 17 und dem Thoma-Regler 19 einerseits und der Magnetisierungswicklung 6 des Meßjochs 5 andererseits ist eine Gleichrichteranordnung 23 vorgesehen, welche dem Regler den arithmetischen Mittelwert der Spannung zuführt. Die Gleichstromquelle 22, welche als Spannungsnormale dient und die Gleichrichteranordnung 23 sind so geschaltet, daß am Regler 19 nur die Differenz der beiden Gleichspannungen zur Wirkung kommen. Bei Schwankungen der Netzspannung U und damit auch bei entsprechenden Spannungsschwankungen am Zwischentrausformator 24 sowie an der Magnetisierungsspule 6 ändert sich daher auch der durch die Regelspule des Thoma-Reglers 19 fließende Strom, so daß der Regler 19 entsprechend dem durch die Gleichstrombatterie 22 festgelegten Spannungs-Sollwert den Ab griff 20 am Regeltransformator 21 so verschiebt, daß sich an der Spule 6 sofort wieder der Spannungs-Sollwert einstellt.
  • Der Steuervorgang infolge Gewichtsänderung der Waage spielt sich so ab, daß bei Verschiebung des Potentiometerabgriffes 18 sich zugleich auch die am Sollwertpotentiometer 17 abgegriffene Gleichspannung ändert. Da der Regler 19 so lange ein Verstellmoment auf den Regeltransformator ausübt, bis der Strom in der Reglerspule wieder seinen Sollwert erreicht, ändert sich auch die Spannung an der Meßspule 6, bis sie schließlich ihre dem jeweiligen Wiegewert entsprechende Größe angenommen hat.
  • Um zu verhindern, daß durch die Kupplung des Waagezeigers mit dem Sollwertpotentiometer 17 ein die Wägung verfälschendes Drehmoment auf die Waage ausgeübt wird, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung an der Waagezeiger-Achse ein Kontaktblech 18 befestigt, das während der Wägung das Potentiometer 17 nicht berührt, sondern erst nach beendeter Wägung, beispielsweise nach Einschalten des Waagefeststellers und mittels einer elektromagnetischen Kupplung mit dem Potentiometer 17 in Berührung kommt, so daß erste dann der Stromkreis geschlossen wird. Auf diese Weise wird also die Anzeige der Waage durch das Abgreifen des Potentiometers nicht beeinflußt, mithin eine genaue Gewichtsanzeige gewährleistet.
  • Wie oben bereits erwähnt, besteht die eigentliche Meßanordnung aus der Magnetisierungswicklung 6, der Induktionswicklung 7 und dem Joch 9, auf dessen Schenkelenden das Blech während seiner Messung aufliegt. Wird das Joch 9 im Querschnitt wesentlich größer ausgelegt als die zu messende Tafel, so ergibt sich im Joch eine relativ kleine Induktion, die bei der quadratischen Abhängigkeit der Eisenverluste von der Induktion ohne weiteres zu vernachlässigen ist.
  • Zur Messung der Eisen- bzw. Wattverluste ist dem Meßjoch 5 ein Leistungsmesser mit zwei Stromspulen, wie er zur Ausschaltung der Eigenleistung bekannt ist, nachgeschaltet, und zwar so, daß seine eine Stromspule 25 in den Stromkreis der Magnetisierungsspule 6 und seine andere Stromspule 26 zusammen mit seiner Spannungsspule 27 in den Stromkreis der Induktionswicklung 7 eingeschaltet ist, wobei jedoch die Spule 26 gegenüber der Spule 25 in entgegengesetzter Richtung vom Strom durchflossen wird. Auf diese Weise wird die Verlustleistung von der primär aufgenommenen Leistung sofort in Abzug gebracht, so daß also nur die in dem zu untersuchenden Blech auftretenden Eisenverluste ermittelt werden. Die zur Regelung abgenommene Spannung kann sowohl von der Wicklung 6 als auch von der Wicklung 7 der; Meßanordnung 5 abgenommen werden.
  • Um nun auch die wahren Eisenverluste pro, Gewichtseinheit unmfttelbar ablesen zu können, ist in den Stromkreis der Induktìonswicklung 7 ein Potentio meter 28 eingebaut, das ähnlich wie das Sollwertpotentiometer 17 mit dem Waagezeiger gekuppelt ist.
  • In diesem Falle ist die Anordnung so getroffen, daß die am Potentiometer 28 abzugreifende Spannung jeweils umgekehrt proportional dem Wiegewert gesteuert wird. Durch diese Schaltung wird die am Leistungsmesser anliegende Spannung auf einem konstanten Wert gehalten und die Anzeige des Leistungsmessers 24 daher unmittelbar auf das Einheitsgewicht reduziert, und zwar jeweils entsprechend der Abweichung vom Sollgewicht. Die Steuerung beider Spannungen, nämlich der dem Gewicht proportionalen Induktionsspannung und der konstanten Spannung für den Spannungspfad des Leistungsmessers wird, wie bereits oben dargelegt, durch die Verwendung einer Prozentwaage mit linearer Skala auf potentiometrischem Wege vorgenommen. Dabei ist selbstverständlich darauf zu achten, daß die Belastung des Potentiometers in Grenzen gehalten wird, da die Spannung sich bei linearer Verstellung des Potentiometers nur dann auch linear verändert.
  • Sollen mit der oben beschriebenen Anordnung nun in betriebsmäßig großem Umfange Bleche hinsichtlich ihrer Eisenverluste gemessen werden, so wird zunächst auf dem Tisch 1 der zu messende Stapel abgelegt. Danach werden die Tafeln einzeln über den Schaltkontakt 11 gezogen und auf dem Wiegetisch abgelegt, wobei sich die Hilfskontakte 15, 16 schließen. Nach der Wägung wird die Tafel in den Spulenkörper 8 geschoben. Dabei werden die Kontakte 12, 13 und 14 geschlossen. Nach beendeter Messung wird die Tafel vom Sortiertisch 10 auf die einzelnen Sortierpacken gelegt.
  • Die Steuerung der Aufeinanderfolge der einzelnen Meßvorgänge durch die Schaltkontakte 11 bis 16 geschieht nun im einzelnen wie folgt: Durch das Schließen des Schaltkontaktes 11 wird die Einleitung eines neuen Meßvorganges angezeigt und damit die für die vorher gemessene Tafel bestehende Blockierung der Apparatur aufgehoben, wenn der Meßvorgang im Joch 5 an der vorgehenden Tafel durch Freigabe der Kontakte 12, 13 und 14 beendet ist. Mit dem Kontakt 15 ist beispielsweise der Kontakt 12 gekuppelt. Sofern der Kontakt 11 geschlossen und der Kontakt 12 ohne Blechdruck ist, also offen steht, ist die Waage für die Wägung freigegeben. Letztere kann aber erst vorgenommen werden, wenn durch den Druck des zu wiegenden Bleches die Hilfskontakte 15 und 16 eingeschaltet sind und nach Ablauf einer gewissen Zeit, innerhalb der die Waage ausschwingen kann, der Waagefeststeller über ein Zeitrelais freigegeben worden ist. Gleichzeitig mit der Freigabe des Waagefeststellers wird ein zweites Zeitrelais betätigt, das nach dem Einspielen der Waage den Feststeller wieder abschaltet und die Kupplung für das Abtasten des Potentiometers 17 einschaltet.
  • Daraufhin wird die Tafel in die Meßspulen-Anordnung 5 eingeschoben. Das Blech schaltet alsdann durch sein Gewicht die Schaltkontakte 14 und 13 ein, wodurch die Meßspannung auf das Meßjoch 5 gegeben wird, da letztere bei offenem Joch spannungslos ist. Durch obige Abhängigkeitsschaltung kann also noch während der Messung bereits wieder ein neues Blech auf die Waage 3 aufgelegt werden, dessen Gewicht dann selbsttätig wieder gemessen wird, nachdem die vorhergehende Tafel das Joch 9 verlassen hat.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen mittels einer Magnetisierungs-und einer Induktionswicklung sowie eines Rückschlußjoches, bei der zur Erzielung einer konstanten und von der Blechdicke unabhängigen Induktion in den Blechtafeln die Spannung in der Magnetisierungswicklung mittels eines Reglers, dem die zu regelnde Spannung über eine Gleichrichteranordnung als Regelgröße wieder zugeführt wird, auf konstanten Sollwert der Induktion geregelt wird, wobei die Regelgröße selbsttätig durch das Tafelgewicht mit Hilfe eines durch eine Waage einstellbaren Potentiometers beeinflußt wird, und bei der zur Messung der Eisenverluste ein Leistungsmesser dient, dessen Spannungsspule unter Zwischenschaltung linearer Schaltelemente an die Induktionswicklung angeschlossen ist, wobei die Spannung an der Spannungsspule des Leistungsmessers in Abhängigkeit von der Anzeige der Waage auf einen vom Blechgewicht unabhängigen konstanten Wert regelbar ist, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale: a) Der Leistungsmesser (24) hat in bekannter Weise zwei in entgegengesetzter Richtung durchflossene Stromspulen (25, 26), von denen die eine (25), wie an sich bekannt, in Reihe mit der Magnetisierungswicklung liegt und die andere (26) als im Stromkreis der Induktionswicklung (7) angeordnete Kompensationsstromspule angeordnet ist. b) zu der Induktionswicklung (7) und der Kompensationsstromspule (26) des Leistungsmessers (24) ist ein Potentiometer (28) in Reihe vorgesehen, dessen beweglicher Abgriffskontakt von dem Anzeigeorgan der Waage (4) verstellbar und mit der Span- nungsspule (27) so verbunden ist, daß deren Spannung selbsttätig im gegenläufigen Sinne wie die gewichtsabhängige Regelung der Spannung an der Magnetisieruungswicklung (6) regelbar ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den mit dem Zeiger der Waage (4) verbundenen Kontakten und den beweglichen Abgriffskontakten der Potentiometer (17, 28) normalerweise unterbrochen ist und eine Übertragungseinrichtung vorgesehen ist, welche die Verbindung erst nach Einspielen des Zeigers in die neue Anzeigestellung herstellt.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammenwirken zwischen den mit dem Zeiger der Waage (4) verbundenen Kontakten und den Abgriffskontakten der Potentiometer (17, 18) durch einen selbsttätigen Waagefeststeller steuerbar ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Waagefeststeller eine elektromagnetische Kupplung zur Schließung der Potentiometerkreise betätigbar ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die tYbertragungseinrichtung in der Weise ausgebildet ist, daß sie nach Einstellen des Zeigers der Waage (4) und der Kontakte die Verbindung derselben mit den Potentiometerwicklungen (17, 28) bis zur Beendigung des jeweiligen Meßvorgangs in der eingestellten Stellung hält und die Feststellvorrichtung die Waage (4) erst dann zur Wägung einer bereits neu aufgelegten Tafel (2) freigibt, wenn die Verbindung zwischen den Kontakten und den Potentiometerwicldungen gelöst ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 216 985; deutsche Patentanmeldungen S 26728 VIII c/ 21 e (bekanntgemacht am 21. 1. 1954); S 27259 VIIIc/ 21 e (bekanntgemacht am 18. 3. 1954); USA.-Patentschrift Nr. 2 054 020; »Proc. JEE«, 102, 13 (1954), S. 427 bis 436; Buch v. P alren, »Elektrodynamische Meßgeräte«, 1954, S. 51.
DE1955W0016534 1955-04-23 1955-04-23 Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen Pending DE1260022B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2054020A (en) * 1932-10-14 1936-09-08 Allis Chalmers Mfg Co Magnetic sheet tester
DE1216985B (de) * 1955-04-23 1966-05-18 Siemens Ag Pruefanordnung zur Messung der magnetischen Kennwerte von Elektroblechen

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