-
Rotationsvervielfälti-er zum Abdrucken von C
C olanzseitigen,
zeilen- oder abschnittweisen Texten von auf einem der Druckelemente angeordneten
Druckformen auf Karten, Zettel od. dgl. Die Erfindung betrifft einen Rotationsvervielfältiger
zum Abdrucken von ganzseitigen, zeilen- oder abschnittwei#sen Texten von auf einem
der Druckelemente angeordneten Druckformen auf Karten, Zettel od. dgl., wobei der
Druck zeilenweise durch entsprechend gesteuertes Zusammenwirken der Druckelemente
erfolgt und die druckfähig geschriebenen Angaben außerdem ganz oder teilweise auf
cinem mit der Druckform korrespondierenden Träger mittels maschinell auswertbarer
Registrierungen ebenfalls zeilenweise dargestellt sind und Vorrichtungen zur Abtastung
dieser Registrierungen und Weiterleitung der Impulse der Abtastvorichtung auf ein
dem Rotationsvervielfältiger zugeordnetes Stanzwerk zum Bedrucken und Lochen der
Karten vorgesehen sind.
-
Bei den Einrichtungen dieser Art erwies es sich als nachteilig, daß
die Abtastung der Registrierungen in unverhältnismäßig kurzer Zeit erfolgte und
dabei Ungenauigkeiten auftraten.
-
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, die Zeit, während der
die Registrierungen abgetastet C bl werden mußten, zu verlängern, um auf
diese Weise eine noch aenauere Abtastrnöalichkeit zu schaffen. Diese Aufgabe wird
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Registrierungen auf einem von den Druckelementen
getrennt angeordneten Registrierungsblatt aufgebracht sind und in Zeilenrichtung
durch eine mit dem Stanzwerk bzw. einer Aufzeichnungsvorrichtune, für maschinell
lesbare Registrierungen des Rotationsvervielfältigers verbundene Abtastvorrichtung
abgetastet werden, wobei die Abtastvorrichtung auf die Zeilen des Blattes wahlweise
in der Reihenfolge des Zeilendruckes des Rotationsvervielfältigers zur Wirkung gebracht
wird.
-
Zweckmäßigerweise ist mindestens ein Magnetkopf senkrecht zur Aufzeichnungsrichtung
des Blattes verstellbar.
-
Die Abtastvorrichtun- kann aus mehreren Abtastköpfen bestehen, von
denen mindestens einer senkrecht zur zeilenweisen Aufzeichnungsrichtung feststeht
und mindestens ein zweiter Abtastkopf senkrecht zur Aufzeichnungsrichtung zeilenweise
verstellbar ist.
-
Eine weitere Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ist darin zu sehen,
daß der Zeilenschritt des senkrecht zur Aufzeichnungsrichtung verstellbaren Abtastkopfes
in Abhängigkeit von dem Zeilenschritt des Rotationsvervielfältigers bzw. mit ihm
verbundenen Stanzwerk erfolgt.
-
Die Abtastvorrichtung besteht aus einer der Zeilenzahl des Registrierungsblattes
entsprechenden Vielzahl von Abtastköpfen, welche wahlweise in ihrer Wirksamkeit
auf die einzelnen Zeilen schaltbar sind.
-
Der Gegenstand der Erfindung kann auch derait gestaltet sein, daß
die zeilenweise Weiterschaltung in Abhängigkeit von dem Zeilentransport des Rotationsvervielfältigers
bzw. des mit ihm verbundenen Stanzwerkes erfolgt. Ein Teil der Abtastköpfe kann
während eines Arbeitsganges ständig auf die gleichen Zeilen und ein anderer Teil
der Magnetköpfe auf wechselnde Zeilen des Registrierungsblattes zur Wirkung gebracht
werden.
-
Die Erfindung ist außerdem bei Rotationsvervielfältigern mit einer
auf ihrer Drucktrommel befestigten Druckform und einem für den zeilen- und abschnittweisen
Druck mittels Steuerkurven gesteuerten Gegendruckelement dadurch gekennzeichnet,
daß die Zeilenschritteinrichtung für die den Zeilendruck steuernden Kurven des Vervielfältigers
mit einer Zeilenschritteinrichtung für eine zeilenweise das Registrierungsblatt
abtastenden Abtastvorrichtung zwangläufig mechanisch oder elektromechanisch verbunden.
-
Bei Rotationsvervielfältigern mit einer auf ihrer Drucktrommel befestigten
Druckform und einem für den zeilen- und abschnittweisen Druck elektromagnetisch
gesteuerten Gegendruckelement ist die die Abschwenkbewegung des Gegendruckelementes
elektromagnetisch steuernde Kontaktuhr mit der Schrittschalteinrichtung mit einer
das Registrierungsblatt zeilenweise abtastenden Abtastvorrichtung zwangläufig mechanisch
oder elektromechanisch verbunden.
-
Die Erfindung kann auch derart gestaltet sein, daß die Abtastköpfe
als Magnetköpfe ausgebildet sind und unmittelbar vor den Magnetköpfen zum Lesen
der magnetischen Registrierungen eine mit diesen
vorzugsweise zusammen
bewegte Magnetisiereinrichtung angeordnet ist.
-
Ein wesentlicher Vorteil ist dadurch gegeben, daß vor der magnetischen
Abtastvorrichtung und Magnetisiereinrichtung eine Löscheinrichtung für Restmagnetismus
g angeordnet ist, welche vorzugsweise C synchron mit ersterer bewegt wird und daß
die magnetischen oder optischen Abtastköpfe in Zeilenrichtung zur Ausführung des
Lesevorganges relativ zum Registrierungsblatt hin- und herbewegt werden können,
wobei sie nur in einer Richtung wirksam sind.
-
Die von den magnetischen oder optischen Abtastvorrichtungen gelesenen
Werte werden als Impulse auf ein Speicherwerk gegeben, von wo sie gegebenenfalls
über einen Decoder in eine Recristrierungsaufzeichnungseinrichtung, vorzugsweise
einen Blocklocher, gelangen.
-
Es ist außerdem vorteilhaft, jeder der Vielzahl der angeordneten Abtastvorrichtungen
einen getrennten Speicher zuzuordnen.
-
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele dargestellt,
und zwar veranschaulicht F i g. 1 die Anordnung der für das Verfahren erforderlichen
Bogen in perspektivischer Darstellung, F i g. 2 die Reihenfolge der verschiedenen
Bogen vor der Scheibmaschinenwalze während des Beschriftungsvorganges in Seitenansicht,
F i g. 3 das Verfahren in vereinfachter Darstellung von der Erstellung des
Lesebogens bis zur Ablage der bedruckten und gelochten Karte, F i g. 4 die
perspektivische vereinfachte Darstellung eines Rotationsvervielfältigers für Zeilendruck
in Verbindung mit der Ablesevorrichtuna und des el Blocklochers, F i g. 5
die Seitenansicht eines Rotationsvervielfältigers mit der Steuermechanik eines Druckelementes
und den Anschlußteilen der Bewegungsmechanik für die Lesebewegung und den Zeilenschritt
der Magnetleseköpfe unter Fortlassung der linken Seitenwand, F i g. 6 einen
Schnitt A -B nach F i g. 5,
F i g. 7 die
Mechanik der Lesebewegung der Magnetleseköpfe nach einem Schnitt C-D der F i
6,
F i g. 8 die Ansicht in Pfeilrichtung E nach F i
g. 7,
F i g. 9 die elektromagnetische VersteRung des Zeilenschrittes
der Magnetleseköpfe, F i g. 10 das Klin kenschaltwerk zur Verstellung der
Zeilenkurven mit den Schaltmitteln zur Auslösung des Schrittimpulses der Magnetleseköpfe,
F i g. 11 die Seitenansicht eines Rotationsvervielfältigers mit elektromagnetischer
Steuerung des Gegendruckelementes, F i g. 12 das Schaltbild -zu F i
g. 11,
F i g. 13 die vereinfachte perspektivische Darstellung eines
Rotationsvervielfältigers für Zeilendruck in Verbindung mit einer Ablesevorrichtung
und des Blocklochers, F i g. 14 das Schaltbild zu F i g. 13.
-
In den F i g. 1 und 2 ist die Reihenfolge der Bogen dargestellt,
die für den Betrieb eines Rotationsvervielfältigers zum Zeilendruck erforderlich
werden, um die Abzugszettel bzw. Karten nach dem erfolgten Zeilendruck einem Blocklocher
zuzuführen und die auf den Karten aufgedruckten Werte zu lochen. Der Lesebogen
1 wird mit einer von Magnetköpfen. lesbaren Schrift 2 ' z. B. der
bekannten CMC7-Schrift von dem Typenhebel 3 einer Schreibmaschine
150
(F i g. 3) unmittelbar beschriftet. Hinter den Lese-C, bogen
1 wird ein Blatt Kohlepapier 4 gelegt, um die geschriebenen Buchstaben oder
Zahlen 2 auf das Druckformoriginal 5 zu übertragen. Das Farbblatt
6
ist mit seiner Farbschicht gegen das Druckform-,original 5 gelegt,
damit dieses als Spiegelschriftoriginal. auf einem Rotationsvervielfältiger- verwendet
werden kann.
-
In der F i g. 3 ist das gesamte Verfahren schematisch von der
Erstellung des Lesebogensl und des Druckformoriginals 5 bis zur Erstellung
der bedruckten und gelochten Karte 13 gezeigt.
-
über den Kernspeicher 18 und den Decoder 151
werden die
von den Magnetköpfen 9 vom Lesebogen 1
abgelesenen Werte in den Blocklocher
17 gegeben, der beim Eintritt der Karte 13, also nach dem Druckvorgang,
diese Werte in diese locht.
-
In der F i g. 4 ist der Aufbau eines Rotationsvervielfälti-ers
in Verbindung mit der Lesevorrichtung und dem Blocklocher 17 dargestellt.
Zur besseren übersicht sind nur die wesentlichsten Teile und der Kartenweg dargestellt.
-
Damit die in der Klemmvorrichtuna, 11 vorhandenen Stempelwerke
von der Lesevorrichtung erfaßt werden können, wird zuerst ein Umdruck, nämlich der
Stempeffesebogen la erstellt.
-
Der Lesebogen 1 bzw. la wird auf die Platte 7
der Lesevorrichtung
gelegt und von einer Klemmvorrichtung 8 festgehalten. Für eine genaue Ausrichtung
der abzulesenden Zeile zur Bewegung des Magnetlesekopfes 9 sorgt ein Lichtschlitz
10, über den die geschriebene Zeile vor dem Festklemmen des Lesebogens
1 bzw. la geschoben wird. Das Druckformoriginal 5 wird in die Klemmvorrichtung
mit den Stempelwerken 11 der Drucktrommel 12 derart ein-Orespannt, daß die
Seite mit der Spiegelschrift nach außen zu liegen kommt. Bei Drehung der Drucktrominel
12 in Pfeilrichtuna F wird die Karte 13 der Drucklinie 14 zugeführt, wo die
ausgewählten abzudruckenden Zeilen des Druckformoriainals 5 zum Abdruck kommen.
Die Drucklinie 14 ist die Berührungslinie der Drucktrommel 12 mit dem Gegendruckelement
1-5, dessen Bewegung, wie später in F i g. 5 beschrieben, gesteuert
wird. Nach dem Verlassen der Drucklinie 14 wird die Karte 13 über nicht dargestellte
Transportmittel zu dem Einführungsschlitz 16 des Blocklochers 17 mit
dem Decoder 151
gebracht. Die Drehung der Drucktrommel 12 bewirkt außer dem
Druck und Transport der Karte 13 zum Blocklocher 17 noch die Bewegung
der Magnetleseköpfe 9. Diese führen eine Lesebewegung über dem Lesebogen
1 in Pfeilrichtung G und einen Zeilenschritt in Pfeilrichtung H aus,
wie später in den F i g. 5 bis 10 dargestellt ist.
-
Bei der Lesebewegung werden die in diesem Beispiel mit CMC7-Schrift
aufgebrachten Zeichen von den Magnetköpfen 9 bzw. 9 a und
9 b abgetastet und über einen Verstärker in die Xemspeicher 18 gegeben,
von denen jeweils einer jeder Zeile zugeordnet ist. Beim Passieren der Karte
13 in dem Einführungsschlitz 16 wird aus dem Kernspeicher
18 der Speicher abgerufen, der von dem Magnetlesekopf 9 bzw. 9a und
9b eingelesen wurde. Die Werte des Kernspeichers 18 werden über den
Decoder 151 auf die Lochstation des Blocklochers 17 übertragen, und
beim Erscheinen der Karte13 in dieser werden die den aufgedruckten Zeichen entsprechenden
Löcher eingelocht. In dem Kartenauswurf 19 erscheint dann die bedruckte und
gelochte Karte 13, die weiter in
Sortiermaschinen, Rechenmaschinen
usw. bearbeitet werden kann.
-
In den F i g. 5 und 6 wird das Anschwenken des Gegendruckelementes
15 gegen die Drucktrommel 12 sowie die Anschlußteile für die Lesebewegung
sämtlicher Magnetköpfe 9, 9 a und 9 b und die zusätzliche Zeilenschrittbewegung
H des Magnetlesekopfes 9 dargestellt. über die Zahnräder 20, 21 und 22 wird
synchron mit der Drucktrommel 12 die Kurvenachse 23
gedreht. Letztere dreht
das auf ihr befestigte Klinkenrad 24, an dem das Schrittklinkenpaar 26 und
27 angebracht ist. Die Sperrklinke 26 überträgt die Drehuncr auf das
Sperrad 28, das damit auch über die Flanschbuchse 29 die Zeilenkurven
30, 31 und 32
in Pfeilrichtung F dreht. Fest mit der Kurvenachse
23 sind die Kurven für den Kopfdruck 33. Laufen bei Drehung die Kopf-
bzw. Zeilenkurven 30 bis 33 auf die Rollen 34 der Fühlhebel
35, so wird dieser um seine Achse 36 in Pfeilrichtung J gedreht
und schiebt dabei, den Steuerhebel 37 um die Achse 38 drehend, die
Lasche 39 in Pfeilrichtung K. Dieser Schub läßt über die Kniehebel 40 und
41 auf der Bahn des Führungshebels 42, der um die Achse 38 dreht, das in
ihm gelagerte Gegendruckelement 15 gegen die Drucktrommel 12 schwenken. über
den Flansch 43 sind die Zeilenkurven 31 und 32 in den Wirkungsbereich
der Rolle 34 zu bringen, so daß die gewünschte abzudruckende Zeilenlänae variiert
werden kann. Im gezeigten Beispiel kann die Zeilenlänge ein-, zwei- oder dreizeilig
eingestellt werden. Während der Umdrehung der Drucktrommel 12 wird auch die Lesebewegung
(Pfeilrichtung G) der Magnetleseköpfe 9, 9 a und 9 b ausgeführt.
Das Klinkenrad 24 treibt über das Zwischenrad 44 das Zahnrad 45 mit der Welle 46
an. Mit dieser befestigt ist das Kegelrad 47, welches in das auf der Spindel 48
angebrachte Kegelrad 49 greift. Durch die Drehung der fest im Gestell gelagerten
Spindel 48 wird die Lesebewegung G
wie folgt beschrieben ausgeführt: In die
an sich bekannte Nutenbahn 50 auf der Spindel 48 greift ein Zapfen
51 mit einem Schiffchen 52. Der Zapfen 51 ist mit dem Mutternschloß
53
verschraubt, in dem auch einerseits die Lesekopfstange 54 befestigt und
andererseits in dem Kopfteil 55 bzw. 56 verschiebbar gelagert ist.
-
In dem gezeigten Beispiel ist das Kopfteil 55 fest an den Führungsstangen
57 und 58 angebracht, während das Kopfteil 56 für den Zeilenschritt
der Magnetleseköpfe 9 verschiebbar auf den Führungsstangen 57 und
58 sitzt. Der Magnetlesekopf 9 bzw. 9a und 9 b ist bekannterweise
so ausgebildet, daß z. B. die Spule 59 zum Magnetisieren der Schrift auf
dem Lesebogen 1 dient und die Spule 60 zum eigentlichen Lesen der
Zeichen.
-
Eine andere Ausbildung des Magnetlesekopfes 9
kann eine weitere
Spule aufweisen, die zur Löschung des eventuell vorhandenen Restmagnetismus dient.
Danach kommt erst wieder die Aufladespule 59 und die Ablesespule
60 zur Wirkung.
-
In der gezeigten Anordnung wird der Magnetlesekopf 9 durch
elektrische Schaltmittel erst arbeitsfähig, wenn das Mutternschloß 53 seinen
Wendepunkt der Bewegung G am vorderen Haltestück 61 des Gestelles
erreicht hat. Diese Arbeitsfähigkeit dauert längstens bis zum Erreichen der gezeichneten
Endstellung des Schaltschlosses 53 am hinteren Haltestück 62.
-
Selbstverständlich ist das beschriebene Verfahren nicht nur auf magnetische
Ablesung beschränkt, sondern es kann auch mit einem optischen Klarschriftleser oder
mit der Graphit-Kontaktablesung (Mc-Sensing-Verfahren) verbunden werden.
-
Soll bei der nächsten Drücktrommeldrehung die auf dem Druckformoriginal
5 tiefer stehende Zeile gedruckt und gelocht werden, so müssen die Zeilenkurven
30, 31 und 32 eine Bewegung entgegen ihrer Drehrichtung F ausführen
und der Magnetlesekopf 9
einen Zeilenschritt in Richtung H. Eine Transportrolle
63 wird auf die in F i g. 6 strichpunktiert gezeichnete Lage in die
Ebene der Schaltklinke 27 geschoben. Beim Auflaufen der Schaltklinke
27 auf die Transportrolle 63 wird diese in das Sperrad 28 unter
gleichzeitiger Aushebung der Sperrklinke 26 aus demselben gedrückt. Die Spiralfeder
64 zieht nun die Flanschbuchse 29 mit den auf ihr befestigten Zeilenkurven
30, 31 und 32 so weit gegen Pfeilrichtung F, bis eine Zahnflanke des
Sperrades 28 gegen den Schaltklinkenzahn 65 anschlägt. Beim Ablauf
der Schaltklinke 27 von der Transportrolle 63 ziehen die Schrittklinkenfedern
66 und 67 das Schrittklinkenpaar 26 und 27 wieder in
die in F i g. 5 gezeichnete Ausgangsstellung zurück. Die Schaltklinke
27 taucht aus dem Sperrad 28 wieder aus, und die Spiralfeder 64 zieht
das Sperrad 28 noch bis zur Anlage des nächsten Zahnes an die Sperrklinke
26. Damit haben die Zeilenkurven 30 bis 32 eine Stellung eingenommen,
bei der beim nächsten Drucktrommelumlauf die nächste Zeile zum Abdruck gelangt.
Das Ausheben der Sperrklinke 26 wird auch zur Ausführung des Zeilenschrittes
H des Magnetlesekopfes 9 benutzt. über die Rolle 68 des um den im
Gestell fest angebrachten Bolzen 69 schwenkbaren Winkelhebels 70
wird
dieser in Pfeilrichtung L gedreht.
-
Die mit dem Winkelhebel 70 verbundene Lasche 71 ist
an dem um den im Gestell fest angebrachten Bolzen 72 schwenkbaren Schalthebel
73 angelenkt und drückt bei Bewegung der Laschenseite in Richtung L auf den
Stift 74 der Schaltklinke 75. Diese arbeitet mit der Sperrklinke
76 und der Zahnstange 77 so zusammen, wie bereits für den Schaltschritt
des Schaltklinkenpaares 26 und 27 beschrieben wurde. Durch den erzeugten
Schaltschritt wird die Zahnstange 77 und damit das daran befestigte Kopfteil
56
um eine Zeilenbreite in Pfeilrichtung H von der Zugfeder 78 gezogen.
Die Lesestange 54 kann diese Bewegung im Langloch 79 (F i g. 8) des
Mutternschlosses 53 ausführen. Eine Markierung 80 z. B. auf der Zahnstange
77 zeigt an, über welcher Zeile des Lesebogens 1 der Magnetlesekopf
9 steht, damit diese Stellung synchron mit den Zeilenkurven 30 bis
32
,gebracht werden kann. Nach dem Druck der letzten Zeile des Druckformoriginals
5 wird das Zeilenkurvenpaket 30 bis 32 mit dem Sperrad
28 und der Flanschbuchse 29 über dessen Verzahnung von dem Aufzugsrad
81 wieder maschinell oder manuell in die Ausgangslage zurückgedreht. über
den Handgriff 82
wird das Kopfteil 56 mit dem Magnetlesekopf
9
wieder in die Ausgangslage geschoben. Der automatische Zeilensprung kann
durch Einrücken von weiteren Transportrollen 63 a und 63 b in der
gezeigten Ausführung bis zu dreizeilig ausgeführt werden. Zur besseren übersichtlichkeit
in den F i g. 5 und 6 ist jedoch nur ein Winkelhebel 70 mit
der auf die Sperrklinke 26 wirkenden Rolle 68 gezeigt worden. Für
den Zeilenschritt des Magnetlesekopfes 9 ist in F i g. 9
eine elektromagnetische
Lösung dargestellt- Die an dem Kopfteil 56 befestigte Zahnstange
83 greift in
das mit der Skala 84 versehene Zahnrad
85. Verbunden mit dem Zahnrad 85 ist das Schaltrad 86. Beide
Teile sind gemeinsam auf der Achse 87 gelagert. In das Schaltrad
86 greift die Sperrklinke 88, die vom Magneten 89 gesteuert
wird und um den Bolzen 90
schwenkt. In der Ebene des Schaltrades
86 ist ebenfalls die mit dem Magneten 91 verbundene Schaltklinke
92 gelagert. Die Feder 93 zieht die Schaltklinke 92 gegen den
ortsfest gelagerten Stift 94 und die Sperrklinke 88 in das Schaltrad
86. Wird der automatische Zeilentransport der Zeilenkurven 30
bis
32 und damit auch des Magnetlesekopfes 9 gewünscht, so wird die Transportrolle
63 in die Bahn der Schaltklinke 27 geschoben und der Schalter
152
geschlossen. Die Bewegung, wenn die Sperrklinke26 aus dem Sperrad
28 gehoben wird, schließt den Kontakt 96 über seinen Nocken
97 und den an der Sperrklinke 26 angebrachten Stift 98, wodurch
der Stromkreis von den beiden Magneten 89 und 91 geschlossen ist.
Durch geeignete Schaltmittel, z. B. Widerstände, Kondensatoren, ist die Ansprechzeit
des Magneten 91 verzögert worden, so daß zuerst der Magnet 89 die
Sperrklinke 88 aus dem Schaltrad 86
in Pfeilrichtung M zieht. Die Zahnstangenfeder
95
dreht einen Zahn des Schaltrades 86 gegen die sich jetzt in Pfeilrichtung
N bewegende Schaltklinke 92.
Die Bewegung des Magnetankers
99 wird aber unter überwindung der Federkraft gegen die Zahnstangenfeder
95 noch weiter in Pfeilrichtung N ausgeführt, bis über das mit dem
Schaltrad 86 verbundene Zahnrad 85 -und die darin eingreifende Zahnstange
83 das Kopfteil 56 mit dem Magnetlesekopf 9 einen Zeilenschritt
ausgeführt hat. Die Lage des Stiftes 94 ist so angeordnet, daß sich die Klinkenspitze
92 a in Ausgangslage außerhalb des Schaltrades 86 befindet und bei
Bewegungsbeginn in dessen Zahnkranz eintaucht und dann eine Kreisbewegung beschreibt,
die annähernd der Kreisbogenbahn entspricht, die ein Zahn des Schaltrades
86 beschreibt. Hat der Magnetlesekopf 9 die Stellung über der nächsten
abzulesenden Zeile eingenommen, gleitet der Stift 98 vom Nocken
97, und die öffnung des Kontaktes 96 unterbricht den Stromkreis zu
den Magneten 89 und 91. Die Feder 93
zieht die Sperrklinke
88 wieder in das Schaltrad 86
zurück und hält damit gegen den Federzug
95 wirkend den Magnetlesekopf 9 in seiner neuen Lage. In dem Fenster
101 wird durch die Skala 84 die neue Stellung angezeigt. Die Feder 102 holt
den Magnetanker 99 mit der Schaltklinke 92 wieder in die Ausgangslage
zurück, bis die Klinkenspitze 92 a außerhalb des größten Durchmessers des
Schaltrades 86 liegt. Nach Ablauf der Zeilenschritte und zum Zurückbringen
des Magnetlesekopfes 9 auf die erste Zeile des Lesebogens 1 genügt
ein Ausheben der Sperrklinke 88 aus dem Schaltrad 86, damit die Zahnstangenfeder
95 entgegen der Pfeilrichtung H der Zeilenschrittrichtung zur Wirkung
kommen kann. Selbstverständlich ist es möglich, die Bewegungen der Magnetleseköpfe
9 zu dem Lesebogen 1 umzukehren, d. h., der Lesebogen
1 wird unter feststehenden Magnetleseköpfen 9 auf einem beweglichen
Tisch aufgespannt, der dann durch die Drehung der Druck-trommel 12 die Lesebewegung
und den Zeilenschritt ausführt.
-
In der F i g. 11 mit dem dazugehörigen Schaltplan (F i
g. 12) ist eine Lösung gezeigt, bei der das Gegendruckelement 15 elektromagnetisch
zum Abdruck der auf dem Druckformoriginal 5 stehenden Zeilen gegen die Drucktrommel
12 gebracht wird. Durch Schließen des Schalters 110 an der Tastatur
111 wird der Stromkreis für das Relais 113 von der Stromquelle 114
geschlossen, welches dadurch seine beiden Kontaktsätze 115 und
116 schließt. Der geschlossene Kontaktsatz 115 läßt die Kontrollampe
117 aufleuchten, die besagt, daß z. B. Zeile 1 zum Druck bereit ist.
über den I##-ontaktsatz 116 wird durch die Stromquelle 118 der auf
der ortsfest angebrachten Kontaktuhr 119 der Zeilenkontakt 120 unter Spannung
gesetzt. Auf der Is'-ontaktuhr 119 dreht sich der Kontaktarm 121, der auf
der Kontaktwerkachse 122 befestigt ist, synchron über die Zahnräder 22, 21 und 20
mit der Drucktrommel 12. Jeder Zeile auf dem Druckformoriginal 5 ist ein
Zeilenkontakt 120 zugeordnet. Bei Drehung der Drucktrommel 12 und damit der Kontaktwerkachse
122 in Pfeilrichtung F berührt der Schleifer 1-73 des Kontaktarmes 121 der Reihe
nach die Zeilenkontakte 120. Bei den unter Spannung stehenden Zeilenkontakten 120
wird über den mit dem Schleifer 123 verbundenen Schleifring 124 der Stromkreis
von der Stromquelle 118 zu den Druckmagneten 125 geschlossen. Der
Magnetanker mit dem Gabelkopf 126 wird in Pfeilrichtung P bewegt und dreht
den Druckrahmen 127 um die Achse 128, dabei das Gegendruckelement
15 gegen die an der Drucklinie 14 befindliche Zeile 1 des Druckformoriginals
5 schwenkend. Diese kommt damit auf der Karte 13, die durch Vortransportmittel,
z. B. die Walzen 129 und 130, an die Drucklinie 14 gebracht wurde,
zum Abdruck. Verläßt der Schleifer 123 den Zeilenkontakt 120, wird der Stromkreis
des Druckmagneten 125 unterbrochen, und die Feder 131 zieht den Druckrahmen
127 gegen den Anschlag 132 zurück. Das Gegendruckelement
15 trennt sich von der Drucktrommel 5. Der Zeilen- oder Abschnittdruck
ist beendet.
-
Wird bei den nächsten Umdrehun-en der Drucktrommel 12 immer
der Druck der jeweils nächsten Zeile gewünscht, so geschieht dies durch das Einschalten
des automatischen Transportes. Eine Bedienung der Tastatur 111 ist nicht
mehr nötig, wenn bei einzeilig gewünschtem Transport der Schalter 133
geschlossen
wird. Für den zwei- bzw. dreizeiligen Zeilensprung sind die Schalter 133
a bzw. 133 b vorgesehen. Außerdem ist an beliebiger Stelle in der Maschine
ein Drehwähler 134 angebracht, der in Verbindung mit dem Relais 113 und
113 a, 113 b, 113 c -usw. steht.
-
Der automatische Transport geschieht wie folgt: Nach Ablauf des Schleifers
123 von dem letzten Zeilenkontakt 120 schließt ein Nocken 135 des
umlaufenden Kontaktarmes 121 den Kontakt 136. Von der Stromquelle 114 erhält
der Schrittmagnet 137
einen Stromstoß, der die drei Kontaktbügel
138,
138 a und 138 b einen Schritt in Pfeilrichtung
Q ausführen läßt. Der Kontaktbügel 138 rutscht also von dem Kontakt
139 auf den Kontakt 140. Das öffnen des Kontaktes 139 läßt das Relais
113 stromlos werden. Der Kontaktsatz 116 öffnet, und der Zeilenkontakt
120 steht nicht mehr unter Spannung. Ein überfahren mit dem Schleifer
123 läßt den Druckmagneten 125 wirkungslos bleiben. Ebenso bewirkt
die öffnung des Kontaktsatzes 115 ein Erlöschen der Kontrollampe
117. Beim Schließen des Kontaktes 140 werden von dem Relais 113
a die Kontaktsätze 115 a und 116 a geschlossen.
Die Kontrollampe 117 a
für die zweite Zeile leuchtet auf, und der Zeilenkontakt
120
a wird von der Stromquelle 118 unter Spannung gesetzt, um den Stromkreis
beim überfahren mit dem Schleifer 123 für den Druckmagneten 125 zu
schließen. Der Vorgang, der beim Druck der ersten Zeile abgelaufen ist, wiederholt
sich. Zu den Schrittmagneten 137 sind parallel die Magneten 89
und
91 zum Transport des Kopfteiles 56 geschaltet (F i g. 9). Um
dieselbe Schrittzahl, die der Drehwähler 134 vom Schrittmagneten 137 bewegt
wird, wird auch das Kopfteil 56 mit den Magnetleseköpfen 9 über den
Lesebogen 1 transportiert.
-
Für manche Lösungen von Organisationsaufgaben el C
ist es vorteilhaft,
die Werte von mehreren Zeilen des Lesebogens 1 bzw. la ii, den Kernspeicher
18 zu geben. Dazu wird über dem Lesebogen 1 bzw. la eine der Zeilenzahl
entsprechende Anzahl von Magnetleseköpfen 9 b zugeordnet, von denen jeder
einzelne über die Tastatur 111 zur Wirkung gebracht werden kann. Der Zeilenschritt
des Magnetlesekopfes 9 in Pfeilrichtung H mit seinen in F i g. 8
und
9 gezeigten Lösungsmö C glichkeiten entfällt, so daß die Maenetleseköpfe
9 a und 9 b nur die Lesebewegung in Pfeilrichtung G ausführen.
-
Die F i g. 13 zeigt einen Rotationsvervielfältiger dieser Art,
wobei wie in F i g. 4 zur besseren übersicht nur die wesentlichsten Teile
dargestellt sind. Die F i g. 14 zeigt den Schaltplan dafür.
-
Der Lesebogen 1 bzw. la liegt wieder auf der Platte
7 von der Klemmvorrichtung 8 festgehalten. Ein Lichtschlitz
10 dient zur genauen Ausrichtung.
-
Auf der Drucktrommel 12 ist das Druckformoriginal 5 in der
Klemmvorrichtung 11 befestigt. Bei Drehung der Drucktrommel 12 in Pfeilrichtung
F führen die Magnetleseköpfe 9 a und 9 b nur die Lesebewegung
G aus, die von den in F i g. 7 beschriebenen Teilen erzeugt wird.
Die dabei abgetasteten Werte werden über einen jeder Zeile zugeordneten Kernspeicher
18 dem Blocklocher 17 eingegeben. Die Karte 13 wird nach dem
Bedrucken in der Drucklinie 14 über nicht dargestellte Transportmittel dem Einführungsschlitz
16 zugeführt und nach der Bearbeitung im Blocklocher 17 aus dem Kartenauswurf
19 ausgeworfen. Die elektrischen Bauelemente und deren Anordnung in F i 14
sind im wesentlichen dieselben geblieben, wie in F i g. 12 bereits beschrieben.
Bei dem Arbeiten ohne automatischen Zeilensprung wird beim Eintasten der gewünschten
abzudruck-enden Zeilen in der Tastatur 111 über den Schalter 110 der
Stromkreis zum Relais 113 geschlossen. Mit einem zu F i g. 12 zusätzlichen
Kontaktsatz 1-41 wird der zu dieser Zeile gehörende Magnetlesekopf 9
b von der Stromquelle 142 vorbereitend an Spannung gelegt und kann während
der Lesebewegung G die Symbole abtasten und in den Kernspeicher18 geben.
Der automatische Transport geschieht wieder über den Drehwähler 134, den Schrittmagneten
137, Schalter 133 bzw. 133a und 133b und den Kontakt
136 ohne Bedienung der Schalter 110.
-
Von den Kontaktbügeln 138 bzw. 138 a und 138
b
wird über die Kontaktreihe 139, 140 das jeweils nächste Relais
der Relaisreihe 113 angesprochen unter öffnung des vorhergehenden. Die Kontaktsätze
141 bzw. 141 a, 141 b, 141 c lassen nacheinander die Magnetleseköpfe
9 b über der gewünschten abzudruckenden Zeile zur Wirkun- kommen.
-
Das Verfahren kann auch in Verbindung mit einem bekannten Flachdrucker
verwendet werden. Dabei werden die Lesebewegungen synchron der Arbeitsbewegung der
Druckwalze mit der Karte 13
gesteuert.