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Die Erfindung betrifft einen Rotationsvervielfältiger zum Abdrucken
von ganzseitigen, zeilen- oder abschnittweisen Texten von auf einem der Druckelemente
angeordneten Druckformen auf Karten, Zettel od. dgl., wobei der Druck zeilenweise
durch entsprechend gesteuertes Zusammenwirken der Druckelemente erfolgt und die
druckfähig geschriebenen Angaben außerdem ganz oder teilweise auf einem mit der
Druckform korrespondierenden Träger mittels maschinell auswertbarer Registrierungen
ebenfalls zeilenweise dargestellt sind und Vorrichtungen zur Abtastung dieser Registrierungen
und Weiterleitung der Impulse der Abtastvorrichtung auf ein dem Rotationsvervielfältiger
zugeordnetes Stanzwerk zum Bedrucken und Lochen der Karten vorgesehen sind, wobei
der Träger als von der Druckform getrenntes Blatt ausgebildet ist, nach dem Patent
1258 877.
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Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des Gegenstandes
des Hauptpatentes hinsichtlich der Anordnung und Abtastung des Leseoriginals.
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Die erfindungsgemäße Ausgestaltung besteht darin, daß die Druckform
auf einem der Druckelemente der Vervielfältigungsmaschine mit ihren Zeilen in Achsrichtung
und das Leseoriginal mit seinen zeilenweisen Aufzeichnungen in Umfangsrichtung eines
rotierenden, von den Druckelementen getrennten Trägerkörpers befestigt wird und
gegenüber dem rotierenden Trägerkörper der Abtastvorrichtung ein oder mehrere ortsfeste
und/oder in Achsrichtung des Trägerkörpers bzw. relativ zu diesem zeilenweise verschiebbare
optische oder magnetische Tastköpfe angeordnet sind.
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Bei der Vervielfältigungsmaschine kann der Trägerkörper für das Leseoriginal
neben oder hinter den Druckelementen angeordnet sein und synchron mit den Druckelementen
angetrieben werden.
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Eine weitere Ausgestaltung ist darin zu sehen, daß die magnetischen
Tastköpfe derart gegenüber dem Leseoriginal angeordnet sind, daß für einen Teil
der Leseköpfe eine zeilenweise Schrittschaltvorrichtung vorgesehen ist, welche in
Abhängigkeit von der Zeilenschaltung des Druckmechanismus für die Vervielfältigungsmaschine
betätigt wird.
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In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 die perspektivische vereinfachte Darstellung eines
Rotationsvervielfältigers für Zeilendruck in Verbindung mit der Lesevorrichtung
und dem Blocklocher, F i g. 2 die Seitenansicht eines Rotationsvervielfältigers
mit der Steuermechanik eines Druckelementes und den Anschlußteilen der Bewegungsmechanik
für den Zeilenschritt der Magnetleseköpfe unter Fortlassung der linken Seitenwand,
F i g. 3 einen Schnitt E bis F nach F i g. 2, F i g. 4 die Mechanik für den Zeilenschritt
der Magnetleseköpfe, F i g. 5 die perspektivische vereinfachte Darstellung eines
Rotationsvervielfältigers für Zeilendruck in Verbindung mit einer Lesevorrichtung
und dem Blocklocher.
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In der F i g. 1 ist der Aufbau eines Rotationsvervielfältigers in
Verbindung mit der Lesevorrichtung und dem Blocklocher 17 dargestellt. Zur besseren
Übersicht sind nur die wesentlichsten Teile und der Kartenweg dargestellt. Die Erfindung
ist nicht auf die dargestellte Konstruktion beschränkt.
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Damit die in der Klemmvorrichtung 11 vorhandenen Stempelwerke von
der Lesevorrichtung erfaßt werden können, wirrt zuerst ein Umdruck, nämlich der
Stempellesebegen l a, erstellt.
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Der Lesebogen 1 bzw. la wird in die Klemmvorrichtung 152 der im Lagerbock
156 gelagerten Trommel 153 der Lesevorrichtung eingespannt. Diese Trommel
153 kann, wie gezeigt, neben der Drucktrommel 12, dahinter, darüber oder
völlig extra, aber synchron dazu angetrieben, angeordnet sein. Ist der Antrieb der
Trommel 153 nicht synchron zur Drucktrommel 12 angeordnet, so muß die Lesebewegung
aber innerhalb der Umdrehung der Drucktrommel 12 erfolgen.
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Für eine genaue Ausrichtung der abzulesenden Zeile zum Magnetlesekopf
154 sorgt ein Lichtschlitz 155, über den eine optische Markierung des Lesebogens
1 und 1 a vor dem Festklemmen geschoben wird. Das Druckformoriginal5
wird in die Klemmvorrichtung mit den Stempelwerken 11 der Drucktrommel 12 derart
eingespannt, daß die Seite mit der Spiegelschrift nach außen zu liegen kommt. Die
Zeilen des Druckformoriginals 5 liegen im eingespannten Zustand desselben in der
Drucktrommel 1-2 quer zur Drehrichtung derselben. Dagegen liegen die Zeilen des
Lesebogens 1 im eingespannten Zustand in Drehrichtung der Trommel 153. Bei
Drehung der Drucktrommel 12 in Pfeilrichtung F wird die Karte 13 der Drucklinie
14 zugeführt, wo die ausgewählten abzudruckenden Zeilen des Druckformoriginals 5
zum Abdruck kommen. Die Druckformlinie 14 ist die Berührungslinie der Drucktrommel
12 mit dem Gegendruckelement 15, dessen Bewegung, wie in F i g. 2 beschrieben, gesteuert
wird. Nach dem Verlassen der Drucklinie 14 wird die Karte 13 über nicht dargestellte
Transportmittel zu dem Einführungsschlitz 16 des Blocklochers 17 mit dem Decoder
151 gebracht. Die Drehung der Drucktrommel 12 bewirkt außer dem Druck und Transport
der Karte 13 zum Blocklocher 17 noch die Bewegung des Magnetlesekopfes 154. Dieser
führt einen Zeilenschritt in Pfeilrichtung H aus, wie in den F i g. 2 bis 4 dargestellt
ist.
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Bei der Lesebewegung, die durch ein Rotieren der Trommel
153 mit dem Lesebogen 1 bzw. 1 a hervorgerufen wird, werden
die in diesem Beispiel mit CMC7-Schrift aufgebrachten Zeichen von den Magnetköpfen
154 bzw. 154 a und 154 b abgetastet und über einen Verstärker in den
Kernspeicher 18 gegeben, von denen jeweils einer jeder Zeile zugeordnet ist.
Bevor die Magnetieseköpfe 154 bzw. 154a und 154b dazu übergehen, das Leseoriginal
1 bzw. la abzutasten, ist ein geringer Abstand zwischen den Magnetleseköpfen 154
bzw. 154 a und 154 b und der Trommel 153 vorhanden. Erst vom Beginn
des Abtastvorganges an füllt der Lesebogen 1 bzw. 1a den Luftschlitz zwischen der
Trommel 153 und den Magnetleseköpfen 154 bzw. 154 a und
154 b aus, so daß dieselben auf dem Lesebogen 1 bzw. la leicht schleifen.
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Wenn die Karte 13 den Einführungsschlitz 16 passiert, wird aus dem
Kernspeicher 18 der Speicher abgerufen, der von dem Magnetlesekopf 154 bzw.
154a
und 154 b eingelesen wurde. Die Werte des Kernspeichers 18 werden
über den Decoder 151 auf die Lochstation des Blocklochers 17 übertragen, und beim
Erscheinen der Karte 13 in dieser werden die den aufgedruckten Zeichen entsprechenden
Löcher während des gleichen oder folgenden Arbeitsganges eingelocht. In dem Kartenauswurf
19 erscheint dann
die bedruckte und gelochte Karte
13, die weiter in Sortiermaschinen, Rechenmaschinen usw. bearbeitet werden
kann.
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In der F i g. 2 und 3 wird das Anschwenken des Gegendruckelementes
15 gegen die Drucktrommel 12 sowie die Anschlußteile für die Zeilenschrittbewegung
H des Magnetlesekopfes 154 dargestellt.
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über die Zahnräder 20, 21 und 22 wird synchron mit der Drucktrommel
12 die Kurvenachse 23 gedreht. Letztere dreht das auf ihr befestigte Klinkenrad
24, an dem das Schrittklinkenpaar 26 und 27 angebracht ist. Die Sperrklinke
26 überträgt die Drehung auf das Sperrad 28, das damit auch über die Flanschbuchse29
die Zeilenkurven 30, 31 und 32 in Pfeilrichtung F dreht. Fest mit der Kurvenachse
23 sind die Kurven für den Kopfdruck 33 verbunden. Laufen bei Drehung die Kopf-
bzw. Zeilenkurven 30 bis 33 auf die Rollen 34 der Fühlhebel 35, so wird dieser um
seine Achse 36 in Pfeilrichtung J gedreht und schiebt dabei, den Steuerhebel 37
um die Achse 38 drehend, die Lasche 39 in Pfeilrichtung K. Dieser Schub läßt
über die Kniehebel 40 und 41 auf der Bahn des Führungshebels 42, der um die
Achse 38 dreht, die in ihm gelagerte Gegendruckwalze 15 gegen die Drucktrommel 12
schwenken. über den Flansch 43 sind die Zeilenkurven 31 und 32 in den Wirkungsbereich
der Rolle 34 zu bringen, so daß die gewünschte abzudruckende Zeilenanzahl
variiert werden kann. Im gezeigten Beispiel kann die Zeilenlänge ein-, zwei- oder
dreizeilig eingestellt werden. Während der Umdrehung der Drucktrommel
12 wird auch die Zeilenschrittbewegung in Pfeilrichtung H des Magnetlesekopfes
154 ausgeführt.
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Der Magnetlesekopf 154 bzw. 154 a und 154 b ist
bekannterweise so ausgebildet, daß z. B. eine Spule zum Magnetisieren der Schrift
auf dem Lesebogen 1
dient und eine andere Spule zum eigentlichen Lesen der
Zeichen. Eine andere Möglichkeit ist, daß der Lesebogen 1 ganz aus einer aufmagnetisierbaren
Fläche besteht oder, nur zwischen den Zeilen angeordnet, magnetisierbare Streifen
sind, die eine Rufladung in Form von Bits ermöglichen.
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Soll bei der nächsten Drucktrommelumdrehung die auf dem Druckformoriginal5
tiefer stehende Zeile gedruckt und gelocht werden, so müssen die Zeilenkurven 30,
31 und 32 eine Bewegung entgegen ihrer Drehrichtung F ausführen und der Magnetlesekopf
154 einen Zeilenschritt in Richtung H. Eine Transportrolle 63 wird auf die
in F i g. 3 strichpunktiert gezeichnete Lage in die Ebene der Schaltklinke
27
geschoben. Beim Auflaufen der Schaltklinke 27 auf die Transportrolle 63
wird diese in das Sperrad 28 unter gleichzeitiger Aushebung der Sperrklinke
26 aus demselben gedrückt. Die Spiralfeder 64 zieht nun die Flanschbuchse
29 mit den auf ihr befestigten Zeilenkurven 30, 31 und 32 so
weit gegen Pfeilrichtung F, bis eine Zahnflanke des Sperrades 28 gegen den
Schaltklinkenzahn 65 anschlägt. Beim Ablauf der Schaltklinke 27 von der Transportrolle
63 ziehen die Schrittklinkenfedern 66 und 67 das Schrittklinkenpaar 26 und 27 wieder
in die in F i g. 2 gezeichnete Ausgangsstellung zurück. Die Schaltklinke
27 taucht aus dem Sperrad 28 wieder aus, und die Spiralfeder 64 zieht das
Sperrad 28 noch bis zur Anlage des nächsten Zahnes an die Sperrklinke 26. Damit
haben die Zeilenkurven 30 bis 32 eine Stellung eingenommen, bei der
beim nächsten Drucktrommelumlauf die nächste Zeile zum Abdruck gelangt. Das Ausheben
der Sperrklinke 26 wird auch zur Ausführung des Zeilenschrittes H des Magnetlesekopfes
154 benutzt. Über die Rolle 68 des um den im Gestell fest angebrachten Bolzen
69 schwenkbaren Winkelhebels 70 wird dieser in Pfeilrichtung L gedreht. Die mit
dem Winkelhebel 70 verbundene Lasche 71 ist an dem um den im Gestell fest angebrachten
Bolzen 72 (F i g. 4) schwenkbaren Schalthebel 73 angelenkt und drückt
bei Bewegung der Laschenseite in Richtung L auf den Stift 74 der Schaltklinke 75.
Diese arbeitet mit der Sperrklinke 76 und der Zahnstange 77 so zusammen, wie bereits
für den Schaltschritt des Schaltklinkenpaares 26 und 27 beschrieben wurde. Durch
den erzeugten Schaltschritt wird die Zahnstange 77 und damit das daran befestigte
Kopfteil 56 um eine Zeilenbreite in Pfeilrichtung H von der Zugfeder 78 gezogen.
Eine Markierung 80, z. B. auf der Zahnstange 77, zeigt an, über welcher
Zeile des Lesebogens 1 der Magnetlesekopf 154 steht, damit diese Stellung
synchron mit den Zeilenkurven 30 bis 32 gebracht werden kann. Nach dem Druck
der letzten Zeile des Druckformoriginals 5 wird das Zeilenkurvenpaket 30 bis 32
mit dem Sperrad 28 und der Flanschbuchse 29 über dessen Verzahnung von dem
Aufzugsrad 81 wieder maschinell oder manuell in die Ausgangslage zurückgedreht.
über den Handgriff 82
wird das Kopfteil 56 mit dem Magnetlesekopf 154 wieder
in die Ausgangslage geschoben. Der automatische Zeilensprung kann durch Einrücken
von weiteren Transportrollen 63 und 63 b in der gezeigten Ausführung
bis zu dreizeilig ausgeführt werden. Zur besseren Übersichtlichkeit in den F i g.
2 und 3 ist jedoch nur ein Winkelhebel 70 mit der auf die Sperrklinke
26 wirkenden Rolle 68 gezeigt worden.
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Die F i g. 5 zeigt einen Rotationsvervielfältiger dieser Art, wobei
wie in F i g. 1 zur besseren Übersicht nur die wesentlichsten Teile dargestellt
sind.
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Für manche Lösungen von Organisationsaufgaben ist es vorteilhaft,
die Werte von mehreren Zeilen des Lesebogens 1 bzw. 1 a in den Kernspeicher 18 zu
geben. Dazu wird über dem Lesebogen 1 bzw. la eine der Zeilenzahl entsprechende
Anzahl von Magnetleseköpfen 154 b zugeordnet, von denen jeder
einzelne über eine Tastatur zur Wirkung gebracht werden kann. Der Zeilenschritt
des Magnetlesekopfes 154 in Pfeilrichtung H entfällt.
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Auf der Drucktrommel 12 ist das Druckformoriginal 5 in der
Klemmvorrichtung 11 befestigt. Bei Drehung der Drucktrommel 12 in
Pfeilrichtung F stehen die Magnetleseköpfe 154 a und 154 b still,
und nur die Trommel 153, in deren Klemmvorrichtung 152 der Lesebogen
1 bzw. 1 a eingespannt ist, rotiert. Die dabei abgetasteten Werte werden über einen
jeder Zeile zugeordneten Kernspeicher 18 dem Blocklocher 17 eingegeben. Die
Karte 13 wird nach dem Bedrucken in der Drucklinie 14 über nicht dargestellte
Transportmittel dem Einführungsschlitz 16 zugeführt und nach der Bearbeitung
im Blocklocher 17
aus dem Kartenauswurf 19 ausgeworfen.
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An Stelle der Anordnung einer Vielzahl von ortsfesten Tastköpfen kann
in einer vereinfachten Ausführungsform auch nur mit einem Tastkopf gearbeitet werden.
Der Träger für das lesefähige Original wird relativ zu diesem Tastkopf bzw. Tastköpfen
zeilenweise korrespondierend mit den zum Druck ausgewählten Zeilen der Druckmaschine
verschoben.