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Ausgabevorrichtung für selbstklebende Klebstreifen Die Erfindung betrifft
eine Ausgabevorrichtung für selbstklebende Klebstreifen mit zwei beweglichen Gehäuseteilen,
die drehbar miteinander verbunden sind, so daß sie eine gleichzeitige Teildrehung
in entgegengesetzten Richtungen auf einer Drehnabe ausführen können, und mit einer
Vorrichtung zum Lagern einer Klebstreifenrolle auf dieser Drehnabe. Die Ausgabevorrichtung
ist besonders vorteilhaft für elastische Klebstreifen, beispielsweise Heftpflasterstreifen.
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Diese Klebstreifen sind mit den bekannten Ausgabevorrichtungen schwer
zu zerschneiden und werden daher meistens festgeklemmt und abgerissen. Ein Zerschneiden
des Klebstreifens erfolgt dadurch, daß der Streifen an eine Fläche angeklebt wird
und daß ein beweglicher Teil zuerst den Streifen locht und dann den an der Fläche
angeklebten Streifen an der Durchlochungsstelle schneidet. Diese Ausgabevorrichtungen
haben aber den Nachteil, daß das von der Vorratsrolle kommende freie Ende des Klebstreifens
an der erwähnten Fläche haftet und daß der Benutzer den Klebstreifen anfassen und
von dieser Fläche abheben muß, bevor eine andere Klebstreifenlänge von der Vorratsrolle
abgezogen werden kann.
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Bei der erfindungsgemäßen Ausgabevorrichtung ist es nicht notwendig,
das freie Ende des Klebstreifens an eine solche Fläche anzukleben. In Zusammenwirken
mit einer neuen Haltevorrichtung ist ein leichter Zugriff zu dem freien Klebstreifenende
möglich, wenn dieses Klebstreifenende vom Benutzer erfaßt werden soll, um eine andere
Klebstreifenlänge von der Vorratsrolle abzuziehen. Die neue Haltevorrichtung stellt
das freie Ende des von der Vorratsrolle kommenden Klebstreifens so ein, daß das
Ende von dem Benutzer leicht erfaßt werden kann.
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Gegenüber den bekannten Ausgabevorrichtungen für selbstklebende Klebstreifen
der eingangs erwähnten Art kennzeichnet sich die neue Ausgabevorrichtung durch im
gleichen Abstand von der Drehnabe an den Gehäuseteilen befestigte und parallel zur
Achse der Drehnabe angeordnete Messer, die sich aneinanderlegende Messerkanten haben,
und durch eine an den beweglichen Gehäuseteilen zwischen der Drehnabe und den Messern
angebrachte Haltevorrichtung für den Klebstreifen, die sich an das zwischen der
Rolle und den Messern liegende Streifenstück anlegt und die aus einem an dem einen
beweglichen Gehäuseteil angebrachten Auflager und einem an dem anderen beweglichen
Gehäuseteil angebrachten Zapfen besteht, wobei das Auflager und der Zapfen parallel
zur Achse der Drehnabe verlaufen.
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Mit dieser neuen Ausgabevorrichtung werden wesentliche technische
Fortschritte erzielt, die darin bestehen, daß keine Fläche erforderlich ist, an
der der Klebstreifen angeklebt werden muß, um ihn abzutrennen, daß ferner die Messer
nicht angeschärft zu sein brauchen und daher besonders betriebssicher sind und daß
die Klebstreifenrolle, insbesondere bei Heftpflasterstreifen, hygienisch in einer
verhältnismäßig kleinen Ausgabevorrichtung einwandfrei gehalten wird.
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Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht der Klebstreifenausgabevorrichtung
in Offenstellung, wobei das freie Streifenende von einer Klebstreifenrolle aus der
Öffnung herausragt, Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche schaubildliche Stellung, die
die offene Ausgabevorrichtung von der entgegengesetzten Seite zeigt, F i g. 3 eine
schaubildliche Ansicht der Innenfläche des einen beweglichen Gehäuseteiles, F i
g. 4 eine schaubildliche Ansicht der Innenfläche des anderen beweglichen Gehäuseteiles,
F i g. 5 eine Seitenansicht der Ausgabevorrichtung nach dem Zusammensetzen der Gehäuseteile,
wobei die eine Flachseite des einen Gehäuseteiles entfernt ist und in die Ausgabevorrichtung
eine Klebstreifen-
rolle eingesetzt ist, so daß mit der Ausgabe
des Klebstreifens begonnen werden kann, und F i g. 6 ist ein Schnitt nach Linie
6-6 der Fig. 5, der die Messer zeigt, deren Kanten in gestrichelten Linien dargestellt
sind; F i g. 7 bis 12 sind schematisch dargestellte Seitenansichten der Innenseite
der Ausgabevorrichtung, wobei die Relativstellungen der Innenteile beim Arbeiten
der Ausgabevorrichtung dargestellt sind.
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Der in den F i g. 1 und 2 dargestellte Klebstreifenausgeber ist aus
zwei gegeneinander beweglichen Gehäuseteilen 20 und 21 (Fig.3 bzw. 4) zusammengesetzt.
Die Gehäuseteile 20 und 21 können zum großen Teil aus einem Stück aus Kunststoff
od. dgl. geformt oder gegossen werden, jedoch werden die Messer 50 und 51 vorzugsweise
aus Blech hergestellt und an den Umfangsfianschen 32 und 33 der Gehäuseteile so
befestigt, daß sie nach dem Zusammensetzen der Gehäuseteile einander gegenüberstehen.
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Der Gehäuseteil 20 (Fig.3) weist eine flache Seitenwand 22 auf, deren
Innenfläche in F i g. 3 und deren Außenfläche in Fig. 2 dargestellt ist. In der
flachen Seitenwand 22 befindet sich eine runde Öffnung 24, aus deren Umfangskante
sich rechtwinklig an der Innenfläche der Seitenwand eine zylindrische Drehnabe 26
erstreckt. Das von der Seitenwand 22 weggerichtete Ende der zylindrischen Drehnabe
26 hat vorzugsweise einen Durchmesser, der etwas größer als das befestigte Ende
der Drehnabe 26 ist.
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V-förmige Ausschnitte erstrecken sich von dem weggerichteten Ende
der Drehnabe 26 zur Seitenwand 22.
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Auf entgegengesetzten Seiten der Nabe befinden sich zwischen den Ausschnitten
sowie auf der konvexen Oberfläche nahe dem Ende der Drehnabe 26 zwei nach außen
gerichtete Ansätze 28, die die Gehäuseteile in der in F i g. 1 dargestellten, später
noch beschriebenen Weise zusammenhalten.
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Auf der Innenfläche der flachen Seitenwand 22 ist ein Kreisring 30
geformt, der die zylindrische Drehnabe 26 umgibt. Der Ring 30 stabilisiert die Drehbewegung
der in den F i g. 3 und 4 dargestellten beiden Gehäuseteile, wenn diese Gehäuseteile
in der in den F i g. 1 und 2 dargestellten Weise zusammengesetzt sind, und verhütet
auch ein Anlegen der Klebstreifenrolle an die Innenfläche der Seitenwand 22.
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Ein Flansch 32 erstreckt sich nahezu um den gesamten Außenumfang
auf der Innenfläche der Seitenwand 22 und ragt rechtwinklig aus dieser Seitenwand
22. Die einzige Fläche, in der der Flansch fehlt, ist die zur Ausgabe des Klebstreifens
bestimmte Fläche 34. Auf der Innenseite der Seitenwand 22 ist in der Fläche 34 ein
dreieckig geformter Zapfen 36 befestigt, der von der Innenfläche der Seitenwand
22 nach innen gerichtet ist und parallel zur Drehnabe 26 verläuft (Fig. 3).
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Der Flansch 32 erstreckt sich aus der Innenfläche der Seitenwand
22 in drei getrennten Flanschflächen über verschieden große Ausmaße. Die größte
Ausdehnung hat der Flansch 32 in der Flanschfläche 38.
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Die Breite der Flanschfläche 38 und die Stärken der beiden Seitenwände
der Gehäuseteile 20 und 21 bestimmen die Breite des gesamten Klebstreifenausgebers.
Die Flanschfläche 40 des Flansches 32 erstreckt sich über ein kleineres Ausmaß nach
innen aus der Seitenwand 22 als die Flanschfläche 38, und die Flanschfläche 42 erstreckt
sich über ein kleineres Ausmaß nach innen aus der Seitenwand 22 als die Flanschfläche
411. Die Ausmaße, über die sich die
Flanschflächen 40 und 42 aus der Seitenwand 22
erstrecken, sind so gewählt, daß die Breite dieser beiden Flanschflächen zusammen
annähernd gleich der Gesamtbreite der Flanschfläche 38 ist.
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Auf der Innenfläche oder der konkaven Fläche der Flanschfläche 38
befindet sich eine Leiste 44, die sich parallel zur zylindrischen Drehnabe 26 erstreckt.
An der Außenfläche der Flanschfläche 40 befindet sich ein Handgriff 46, der die
Form eines Ringes hat, welcher aus der Seitenwand 22 nach außen ragt.
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Der Handgriff 46 dient zum Bewegen des Gehäuseteiles 20, wie dies
später noch näher beschrieben wird.
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Ein vorzugsweise aus Metall bestehendes Messer 50 und ein Abstreifer
52 sind an der Flanschfläche 38 des Flansches 32 mittels Niete 54 und 56 befestigt,
die entsprechende Bohrungen des Messers, des Abstreifers und des Flansches durchsetzen.
Das befestigte Ende des Messers 50 und des Abstreifers 52 ist so geformt und so
befestigt, daß die Enden an der Leiste 44 anliegen. Das freie Ende des Messers 50
bildet die Messerkante 58. Diese Kante ist nach innen zur zylindrischen Drehnabe
26 gebogen und verläuft außerdem unter einem spitzen Winkel zum befestigten Ende
des Messers 50. Das freie Ende 60 des Abstreifers 52 erstreckt sich ebenfalls aus
dem Flansch 32 nach innen zur zylindrischen Nabe26, jedoch ragt dieses Ende des
Abstreifers 52 weiter nach innen zur Drehnabe 26 als die Messerkante 5s. Außerdem
ist das Ende 60 so geformt, daß es sich parallel zum befestigten Ende des Abstreifers
erstreckt. Die Messerkante 58 ist zwar die Schneidkante des Messers, doch braucht
diese Kante nicht geschärft zu sein. Der Grund für die Winkelanordnung dieser Kante
wird später beschrieben.
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Der Gehäuseteil 21 (Fig. 4) weist eine flache Seitenwand 23 auf,
deren Innenfläche in F i g. 4 und deren Außenfläche in F i g. 1 dargestellt ist.
In der flachen Seitenwand 23 befindet sich eine runde Öffnung 25, aus deren Umfangskante
sich rechtwinldig an der Innenfläche der Seitenwand eine zylindrische Drehnabe 27
erstreckt. Die Drehnabe 27 ist im Durchmesser etwas kleiner als die runde Öffnung
25, so daß zwischen der Drehnabe 27 und der Öffnung 25 eine kreisringförmige Rille
29 gebildet wird, in die sich die auf der Drehnabe 26 des Gehäuseteiles 20 befindlichen
Ansätze 28 einlegen, wenn die Gehäuseteile zur Bildung des Illebstreifenausgebers
(F i g. 1) zusammengeschoben worden sind. Ein Ring 31 erstreckt sich um die Drehnabe
27 an der Stelle, an der die Drehnabe 27 mit der Seitenwand 23 verbunden ist. Dieser
Ring verhütet ein Anlegen der auf die Drehnabe 27 aufgesteckten Klebstreifenrolle
an die Innenfläche der Seitenwand 23.
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Ein Flansch 33 erstreckt sich auf der Innenfläche der Seitenwand
23 nahezu um den gesamten Außenumfang und ragt rechtwinldig aus dieser Seitenwand
23. Die einzige Fläche auf dem Umfang der Seitenwand 23, an der der Flansch 33 fehlt,
ist die Fläche 35, über die der Klebstreifen ausgegeben wird. Ein im Querschnitt
winkelförmiges Auflager 37 ist auf der Innenfläche der Seitenwand 21 in der Fläche
35 befestigt. Dieses Auflager ragt aus der Innenfläche der Seitenwand 23 nach innen
und verläuft parallel zur zylindrischen Drehnabe 27 (F i g. 4).
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Der Flansch 33 erstreckt sich aus der Innenfläche der Seitenwand
23 über verschiedene Ausmaße in drei getrennten Flanschflächen. Die größte Ausdehnung
hat
der Flansch 33 in der Flanschfläche 39. Die Breite des Flansches in der Flanschfläche
39 ist die gleiche wie die Breite der Flanschfläche 38 des Flansches 32 am Gehäuseteil
20. Die Länge der Flanschfläche 39 ist etwas kürzer als die Länge der Flanschfläche
38, und die Flanschfläche 39 weist zwei rechtwinklige Biegungen auf, die in der
Flanschfläche 38 nicht vorhanden sind, damit die Vorderkante der Flanschfläche 39
unter der Flanschfläche 38 verlaufen kann, wenn der Klebstreifenausgeber geschlossen
wird (F i g. 5). Der Flansch 33 am Gehäuseteil 21 ist dem Flansch 32 am Gehäuseteil
20 darin ähnlich, daß der Flansch 33 Flanschflächen 41 und 43 kleinerer Ausmaße
hat, die den Flanschflächen 40 bzw. 42 des Flansches 32 entsprechen, und ferner
eine Leiste 45 aufweist, die der Leiste 44 entspricht. An der Außenfläche der Flanschfläche
41 des Flansches 33 ist ein Handgriff 47 befestigt, der ähnlich dem Handgriff 46
am Gehäuseteil 20 zum Bewegen des Gehäuseteiles 21 dient.
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Ein vorzugsweise aus Blech bestehendes Messer 51 und ein Auffangblech
53 sind an der Flanschfiäche 39 des Flansches 33 mittels Niete 55 und 57 befestigt,
die entsprechende Bohrungen des Messers, des Auffangbleches und des Flansches durchsetzen.
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Das angenietete Ende des Messers 51 und des Auffangbleches 53 sind
so geformt und so angebracht, daß sie an der Leiste 45 anliegen. Das freie Ende
des Messers 51 ist gegenüber der zylindrischen Drehnabe 27 nach außen gebogen. Das
freie Ende endet in einer Messerkante 59. Das freie Ende 61 des Auffangbleches 53
ist nicht gebogen, sondern ragt aus dem Flansch 33 in die Fläche 35 um ungefähr
das gleiche Ausmaß wie das Messer 51. Die Messerkante 59 verläuft parallel zu dem
angenieteten Ende des Messers. Diese Messerkante braucht nicht geschärft zu sein.
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Zum Gebrauch der Ausgabevorrichtung wird eine Rolle 62 aus einem
auf einen Kern 64 aufgewickelten druckempfindlichen Klebstreifen auf die zylindrische
Drehnabe 27 des Gehäuseteiles 21 in solcher Weise aufgeschoben, daß die klebende
Oberfläche des von der Rolle 62 abgewickelten Klebstreifens T am Auflager 37 (Fig.
5) haftet. Die Aufgabevorrichtung wird dann zusammengesetzt, indem die Drehnabe
26 des Gehäuseteiles 20 in die Drehnabe 27 des Gehäuseteiles 21 geschoben wird und
die Gehäuseteile zusammengedrückt werden. Die Gehäuseteile sind auf diese Weise
durch das Einsetzen der Drehnabe 26 in die Drehnabe 27 drehbar verbunden, und die
Ansätze 28 liegen über der kreisrunden Kante29, so daß die Gehäuseteile in der in
Fig. 1 dargestellten Weise zusammengehalten werden. Die Klebstreifenrolle 62 ist
innerhalb der Gehäuseteile 20 und 21 eingeschlossen. Der abgewickelte Klebstreifen
T ragt in die Streifenausgabefläche 34 des Gehäuses 20 und in die Streifenausgabefläche
35 des Gehäuseteiles 21.
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Das Zusammenarbeiten und die gegenseitige Bewegung der Messerkanten
58 und 59 werden an Hand der Fig. 5 und 6 beschrieben. Die Bewegung der Messerkanten
58 und 59 zueinander und in Berührung miteinander ergibt eine erste Berührung zwischen
demjenigen Teil der Messerkante 58, der von der Seitenwand 22 am weitesten entfernt
ist, und demjenigen Teil der Messerkante 59, der am nächsten zur Seitenwand 23 liegt.
Bei der weiter fortgesetzten Bewegung bewegt sich die Berührungsstelle zwischen
den Kanten von der Seitenwand 23 zur Seitenwand
22. Diese Berührungsstelle zwischen
den Kanten der Messer wird durch die Winkelanordnung der Kante 58 in bezug auf die
Messerkante 59 hervorgerufen.
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Dieser vorbestimmte spitze Winkel ändert sich bei der Berührung der
Kanten nicht, sondern bleibt immer gleich groß, so daß der Klebstreifen über seine
gesamte Breite fortlaufend durch Scherwirkung durchschnitten wird.
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Die Arbeitsweise der Ausgabevorrichtung ist in den Fig.7 bis 12 dargestellt.
Zum Abziehen des Klebstreifens T von der Rolle 62 steckt der Benutzer einen Finger
durch den Handgriff 46 und den Daumen derselben Hand durch den Handgriff 47. Durch
Auseinanderbewegen der Handgriffe werden die Gehäuseteile 20 und 21 in die in den
F i g. 1 und 2 dargestellte Offenstellung bewegt. Da sich zu dieser Zeit das Ende
des Klebstreifens T in der in F i g. 5 dargestellten Stellung befindet, muß der
Benutzer mit seiner anderen Hand zwischen die Flansche 32 und 33 fassen und das
Ende des Klebstreifens T zwischen dem Daumen und einem Finger erfassen. Werden die
Handgriffe auseinandergespreizt, dann kann der Benutzer an dem Klebstreifen T ziehen
und den Klebstreifen von der Rolle 62 abrollen. Bei dieser vom Benutzer bewirkten
Bewegung wird der Klebstreifen T zuerst von dem Auflager 37 gelöst und wird dann
von der Rolle 62 abgewickelt, wobei er zwischen diesem Auflager und dem Messer 50
hindurchläuft und aus dem offenen Ausgeber gezogen wird (F i g. 7). Der Klebstreifenkern
64 dreht sich frei auf der zylindrischen Drehnabe 27, wenn der Klebstreifen von
der Rolle 62 abgezogen wird. Sobald die gewünschte Länge des Klebstreifens T von
der Rolle 62 abgezogen worden ist, wird diese Länge von der Rolle abgetrennt, indem
die Handgriffe 46 und 47 gegeneinander bewegt werden, um die Ausgabevorrichtung
zu schließen.
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Bei der gegenseitig zueinander erfolgenden Bewegung der Handgriffe
46 und 47 (F i g. 8) werden die Gehäuseteile 20 und 21 in entgegengesetzten Richtungen
auf den Drehnaben 26 und 27 gedreht, so daß sich die Messer 50 und 51 zueinander
bewegen. Während dieser Bewegung der Gehäuseteile 20 und 21 werden der Zapfen 36
und das Auflager 37 voneinander wegbewegt. Das Auflager 37 wird an die Klebefläche
des Klebstreifens T angelegt, der sich innerhalb der Ausgabevorrichtung zwischen
dem Messer 50 und der Klebstreifenrolle 62 befindet, so daß also der Klebstreifen
an diesem Auflager haftet. Nachdem der innerhalb der Ausgabevorrichtung befindliche
Klebstreifen T am Auflager 37 angeklebt worden ist, wird die Klebstreifenlänge zwischen
dem Auflagel 37 und dem Messer 50 verlängert, indem das Auflager 37 und das Messer
50 in entgegengesetzten Richtungen gedreht werden, so daß eine Klebstreifenlänge,
die sich außerhalb der Ausgabevorrichtung befindet, beim Schließen der Ausgabevorrichtung
wieder in die Ausgabevorrichtung zurückgezogen wird. Der Klebstreifen T, der auf
diese Weise in die Ausgabevorrichtung zurückgezogen wird, gleitet längs der Flanschfläche
38 von Flansch 32, der sich auf der Vorderseite des Messers 50 befindet, da an diesem
Flansch die nichtklebende Seite des Klebstreifens anliegt. Diese Bewegung des Klebstreifens
T in die Ausgabevorrichtung zurück wird während der zueinander erfolgenden Bewegung
der Messer 50 und 51 so lange fortgesetzt, bis sich die gegenüberstehenden Kanten
58 und 59 der Messer berühren und den
Klebstreifen T über seine
gesamte Breite zerschnelden. Die Kanten 58 und 59 berühren sich zwar unter einem
Winkel zueinander, doch wird der Klebstreifen T annähernd auf einer geraden Linie
über seine gesamte Breite hinweg zerschnitten. Die gewünschte abgeschnittene Klebstreifenlänge
wird dann durch den Benutzer der Vorrichtung abgenommen und verbraucht.
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Die Messerkanten 58 und 59 der Messer 50 und 51 (F i g. 8 und 9)
sind so geformt und angeordnet, daß sie mit dem dazwischenliegenden Klebstreifen
T gegenseitig tatsächlich zusammenstoßen, so daß das Zerschneiden des Klebstreifens
durch die Bewegung der Messerkante 58 auf und über Kante 59 und von Messerkante
59 unter Messerkante 58 erfolgt. Die geformte Biegung in den Messerkanten 58 und
59 unterstützt die gegenseitigen Bewegungen der Messerkanten. Auch die Federkraft
des Kunststoffmaterials, aus dem die Gehäuseteile 2D und 21 hergestellt sind, ermöglicht
eine Radialbewegung der Messerkanten 58 und 59 bei ihrer Berührung und drängt gleichzeitig
die Kanten bei ihrer Bewegung gegeneinander.
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Das Blechmaterial der Messer 50 und 51 und die Biegung in den Messerkanten
58 und 59 dienen dem gleichen Zweck, so daß es nicht unbedingt notwendig ist, daß
die Gehäuseteile 20 und 21 aus elastischem Kunststoff bestehen. Es ist auch nicht
notwendig, daß die Messerkanten 58 und 59 geschärft sind, da der Druck an der Berührungsstelle
zwischen den Messerkanten den Schneiddruck durch eine Scherwirkung erzeugt.
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Das Rollenende des Klebstreifens T (Fig. 9 und 10) haftet nach dem
Zerschneiden des Klebstreifens an der Messerkante 59 des Messer 51 an, jedoch wird
bei der weiter fortgesetzten Schließbewegung der Gehäuseteile 20 und 21 die nichtklebende
Seite des Klebstreifens von dem Ende 60 des Abstreifers 52 berührt. Durch diese
Berührung des Rollenendes des Klebstreifens T durch das Ende 6û des Abstreifers
52 wird der Klebstreifen von der Messerkante 59 abgelöst und zum Ende 60 des Abstreifers
52 bewegt, wenn die Messerkante 59 gegen das Ende 60 des Abstreifers 52 bewegt wird,
um die Drehung der Gehäuseteile 20 und 21 zu begrenzen. Das an der Rolle 62 bleibende
Ende des Klebstreifens T haftet an der Oberfläche von Ende 61 des Auffangbleches
53 an, das zur Messerkante 59 weist, so daß das Klebstreifenende auf diese Weise
von dem Auffangblech 53 daran gehindert wird, sich an die Klebstreifenrolle62 anzulegen.
Das Klebstreifenende fällt also nicht nach unten und haftet nicht an der Klebstreifenrolle.
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Will der Benutzer der Ausgabevorrichtung eine nächste Klebstreifenlänge
von der Rolle 62 abtrennen, dann werden die Handgriffe 46 und 47 auseinanderbewegt,
um die Messer 50 und 51 auseinanderzubewegen. Bei dieser Bewegung bewegen sich der
Zapfen 36 und das Auflager 37 gegeneinander (Fig. 11). Da das Auffangblech 53 und
das Auflager 37 am Gehäuseteil21 befestigt sind, bleibt das geschnittene Ende des
Klebstreifens T von Rolle 62 so lange auf dem Auffangblech, bis der Zapfen 36 beim
Öffnen der Ausgabevorrichtung gegen die Klebfläche des Klebstreifens T bewegt wird.
Bei dieser Bewegung des Zapfens 36 legt sich eine Ecke des Zapfens 36 an die Klebfläche
des Klebstreifens T (Fig. 11).
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Durch die weiter fortgesetzte Bewegung der Gehäuseteile 20 und 21
zur Offenstellung der Ausgabevorrich-
tung bewegt der Zapfen 36 das freie Ende des
Klebstreifens T in die in F i g. 12 dargestellte Stellung, in der sich der Zapfen
36 an das Auflager 37 anlegt.
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Durch das Anlegen des Zapfens 36 an das Auflager 37 wird auch die
Drehung der Gehäuseteile 20 und 21 begrenzt. Die Ausgabevorrichtung ist dann vollständig
geöffnet. Die zusätzliche Klebstreifenlänge, die durch das Auflager 37 in die Ausgabevorrichtung
bei ihrem Schließen zurückgezogen worden ist, ehe der Klebstreifen durchgeschnitten
wurde, wird nunmehr zur Klebstreifenlänge zugefügt, die sich über das Auflager hinaus
erstreckt, so daß nunmehr das freie Ende des Klebstreifens aus der Öffnung der Ausgabevorrichtung
ragt und in der Mitte zwischen den Messern liegt, so daß der Benutzer daher nicht
mehr in die Ausgabevorrichtung greifen muß, um das freie Ende des Klebstreifens
zu erfassen. Die Ausgabevorrichtung befindet sich dann wieder in der in den Fig.
1 und 2 dargestellten Stellung, so daß eine neue Klebstreifenlänge von der Rolle
62 abgezogen und beim Schließen der Ausgabevorrichtung zerschnitten oder abgetrennt
wird.
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Die zwischen den Flanschen der Gehäuseteile befindliche Öffnung ist
für gewöhnlich nur dann offen, wenn der Benutzer eine IGebstreifenlänge von der
Rolle abziehen will. Zu anderen Zeiten ist die Ausgabevorrichtung für gewöhnlich
geschlossen, um den Klebstreifen gegen Staub und Schmutz zu schützen.
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Dies ist allgemein erwünscht für Klebstreifen, die zu beliebigen Zwecken
verwendet werden, ist aber besonders erwünscht für Klebstreifen, die für Verbandzwecke
dienen. Die Ausgabevorrichtung ist zwar verwendbar bei druckempfindlichen Klebstreifen
aller Arten, ist aber besonders vorteilhaft bei streckbaren Kunststoffstreifen,
da diese Streifen beim Abziehen von der Rolle statische Elektrizität erzeugen und
der abgewickelte Streifen gehalten werden muß, damit dieser Streifen die richtige
Stellung einnimmt. Nach dem Abziehen des streckbaren Streifens von der Rolle muß
sich der Streifen vor dem zum Zerschneiden des Streifens erfolgenden Schließen der
Öffnung zusammenziehen können. Der Abstreifer 52 und das Auffangblech 53 geben dann
beim Schließen der Ausgabevorrichtung dem von der Rolle kommenden geschnittenen
Ende die richtige Stellung.
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Es ist nicht unbedingt notwendig, daß die Messerkanten der Messer
so geformt sind, daß sie sich unter einem Winkel und immer nur auf einer verhältnismäßig
ldeinen Fläche berühren, da die Messerkanten zum Schneiden des Streifens auch angeschärft
und rechtwinklig angeordnet sein können. Es ist auch nicht notwendig, daß beide
Gehäuseteile bewegbar sind, da die Ausgabevorrichtung in der gleichen Weise arbeitet,
wenn der eine Gehäuseteil stillgehalten wird oder an irgendeiner beliebigen anderen
Streifenausgab evorrichtung befestigt wird. Die dargestellte und beschriebene Streifenausgabevorrichtung
hat jedoch den Vorteil, daß sie klein ist und daß sie leicht in der Tasche des Benutzers
getragen werden kann.