DE1256737B - Funknavigationssystem - Google Patents
FunknavigationssystemInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
GOIs
Deutsche KL: 21 a4 - 48/15
Nummer: 1 256 737
Aktenzeichen: T 21067IX d/21 a4
Anmeldetag: 4. November 1961
Auslegetag: 21. Dezember 1967
Die Erfindung bezieht sich auf ein nach dem Phasendrehfeldprinzip arbeitendes Funknavigationssystem
zur Richtungsbestimmung durch empfangsseitigen Phasenvergleich eines Bezugssignals mit
einem Richtungssignal. Bekanntermaßen ist ein Drehfeld ein elektromagnetisches Feld, in dem die Phase
eines aus diesem Feld abgeleiteten Hochfrequenzsignals richtungsabhängig ist.
Nach diesem Grundprinzip arbeitende Funknavigationssysteme sind seit langer Zeit bekannt (z. B.
»Hochfrequenztechnik und Elektroakustik«, 58 (1941), S. 128 bis 133; Gesammelte Vorträge der
Hauptversammlung 1937 der Lilienthal-Gesellschaft für Luftfahrtforschung).
Bei diesen bekannten Drehfeldfunknavigationssystemen, die die Richtungsinformation in einem
Drehfeld mit einem Hochfrequenzträger ausstrahlen, ist es bekanntlich notwendig, zum empfangsseitigen
Phasenvergleich auch ein Bezugssignal auszusenden, beispielsweise als einen weiteren Hochfrequenzträger
in einem Rundstrahldiagramm. In diesem Fall werden die beiden Träger getrennt empfangen und nach
Transponierung auf die gleiche Frequenz phasenmäßig miteinander verglichen, wobei die Phasendifferenz
ein Maß für Richtung Sender—Empfänger ist.
Bei einem anderen bekannten System dieser Art wird das Richtungssignal als die gleiche Modulation
eines zweiten Hochfrequenzträgers ungerichtet ausgesendet. Empfangsseitig werden die aus den getrennt
empfangenen Hochfrequenzträgern aufbereiteten Modulationsspannungen gleicher Frequenz zur
Richtungsbestimmung phasenmäßig verglichen. Das Drehfeld »rotiert« dabei mit der Modulationsfrequenz
(deutsches Reichspatent 576 862).
Bei Drehfunkfeuern bzw. Peilanlagen, die im Gegensatz zu Drehfeldern mit rotierenden Richtdiagrammen
arbeiten, ist es auch bekannt, durch sende-(britische Patentschrift 467012) bzw. empfangsseitige
(USA.-Patentschrift 2423437) Maßnahmen zu erreichen,
daß zur Richtungsbestimmung die Phasenmessung anstatt mit Hochfrequenz- mit Niederfrequenzsignalen
vorgenommen werden kann.
Im Sinn der Aufwandsverlagerung auf die Bodenstation und zum Zweck der Verwendbarkeit einfacher
Empfangsgeräte ist es nach allgemein verbreiteter Ansicht zweckmäßig, diese Maßnahmen senderseitig
vorzunehmen. Eine hierzu bekannte Methode bei mit Frequenzhubrichtdiagrammen arbeitenden Funkfeuern
besteht darin, zwei um einen gewissen Betrag (etwa 10 kHz) in der Frequenz differierende Hochfrequenzen
auszusenden, so daß empfangsseitig nach Funknavigationssystem
Anmelder:
Telefunken
Telefunken
Patentverwertungsgesellschaft m. b. H.,
Ulm/Donau, Elisabethenstr. 3
Ulm/Donau, Elisabethenstr. 3
Als Erfinder benannt:
Alexander Prichodjko,
Oberelchingen (Kr. Neu-Ulm/Donau);
Dipl.-Ing. Albert Simianer,
Thalfingen (Kr. Neu-Ulm/Donau)
Alexander Prichodjko,
Oberelchingen (Kr. Neu-Ulm/Donau);
Dipl.-Ing. Albert Simianer,
Thalfingen (Kr. Neu-Ulm/Donau)
einer Amplitudendemodulation eine Schwebungsfrequenz gewinnbar ist, die dann die Richtungsinformation
in Gestalt einer Modulation enthält (Artikel von R. B. Flint »The Doppier VOR« in
»Indianapolis Symposium 3-5 Oct. 1958«). Diese Maßnahmen, die also die Möglichkeit bieten, die der
Richtungsbestimmung dienende Phasenmessung ohne Informationsverlust in einfacher Weise im Niederfrequenzgebiet
zu ermöglichen, sind zwar für Drehfunkfeuer, die mit rotierenden Richtdiagrammen
arbeiten, bekannt, jedoch nicht für Funknavigationssysteme mit Phasendrehfeldern.
Antennensysteme zur Ausstrahlung von hochfrequenten Drehfeldern sind ebenfalls bekannt. Man benutzt als solche Systeme unter anderem Kreisgruppensysteme (Taschenbuch der Hochfrequenztechnik, Springer Verlag, 1956, S. 448 bis 450) mit einer Mehrzahl von auf dem Kreisumfang in gleichmäßigen Abständen angeordneten, azimutal ungerichteten Einzelstrahlern, die entsprechend ihrer Lage auf dem Kreis mit phasenverschobenen HF-Strömen im Sinn eines umlaufenden Phasendrehfeldes gespeist werden. Bei einem derart gespeisten Antennensystem, das ein im wesentlichen kreisförmiges Strahlungsdiagramm hat, ist die in einem fernen Aufpunkt gegenüber einem phasenstarren Bezugssignal meßbare Phase des aus dem Drehfeld gewonnenen, also richtungsabhängigen Signals eine im wesentliehen lineare Funktion des Richtungswinkels.
Antennensysteme zur Ausstrahlung von hochfrequenten Drehfeldern sind ebenfalls bekannt. Man benutzt als solche Systeme unter anderem Kreisgruppensysteme (Taschenbuch der Hochfrequenztechnik, Springer Verlag, 1956, S. 448 bis 450) mit einer Mehrzahl von auf dem Kreisumfang in gleichmäßigen Abständen angeordneten, azimutal ungerichteten Einzelstrahlern, die entsprechend ihrer Lage auf dem Kreis mit phasenverschobenen HF-Strömen im Sinn eines umlaufenden Phasendrehfeldes gespeist werden. Bei einem derart gespeisten Antennensystem, das ein im wesentlichen kreisförmiges Strahlungsdiagramm hat, ist die in einem fernen Aufpunkt gegenüber einem phasenstarren Bezugssignal meßbare Phase des aus dem Drehfeld gewonnenen, also richtungsabhängigen Signals eine im wesentliehen lineare Funktion des Richtungswinkels.
Es ist auch bekannt, daß bei einer derartigen Kreisgruppen-Drehfeldantenne ein von der Anzahl
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3 4
der Einzelstrahler abhängiger systematischer Fehler schon von gleicher Frequenz sind, gleichfrequent zu
auftritt. Dieser kann jedoch bei Verwendung von machen.
genügend vielen Einzelstrahlern (z. B. 8 Strahler) Das erfindungsgemäße System unterscheidet sich
vernachlässigbar klein gehalten werden. somit prinzipiell auch vom durch weitere Literatur-
Bei dem System gemäß der Erfindung sind der- 5 stellen bekannten Stand der Technik dadurch, daß
artige Kreisgruppenantennen vorteilhaft verwendbar, beim erfindungsgemäßen System Phasendrehfelder
und zwar eine einzige oder mehrere in Kombination. Verwendung finden, während bei diesem weiteren
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Stand der Technik mehrere Einzelantennen in zykli-Drehfeldnavigationssystem
anzugeben, bei dem es im scher Reihenfolge umgeschaltet werden, um die BeGegensatz
zu allen bekannten, mit Drehfeldern arbei- ίο wegung einer Antenne zu simulieren, wobei jeweils
tenden Navigationssystemen möglich ist, bei Aus- nur eine Einzelantenne strahlt. Nachteilig bei dieser
strahlung von hochfrequenten Trägern mittels Dreh- zyklischen Umschaltung ist besonders das Erforderfeldantennensystemen
niederfrequente Drehfelder zu nis wirtschaftlich recht aufwendiger und den techerzeugen
und empfangsseitig die Richtungsbestim- nischen Wirkungsgrad herabsetzender Hochfrequenzmung
durch Phasenvergleich von niederfrequenten 15 schalter. Bei diesen erwähnten Literaturstellen han-Signalen
vorzunehmen. Das erfindungsgemäße System delt es sich unter anderem um »Proc. IRE«, Mai
soll als Funkkoordinaten radiale, vertikale Ebenen 1959, S. 808 bis 821, wo das bekannte Dopplerliefern,
und sein Richtdiagramm soll zumindest an- VOR-Verfahren nebst geeigneten Anordnungen zu
nähernd kreisförmig sein. seiner Durchführung beschrieben ist, die beispiels-
Die Erfindung geht also aus von einem Funknavi- 20 weise eine Sendeantennenanlage aus fünfzig auf einem
gationssystem, das nach dem Phasendrehfeldprinzip Kreis angeordneten Einzelantennen enthalten, welche
arbeitet und zur empfangsseitigen Richtungsbestim- über einen 50poligen kapazitiven Antennenumschalter
mung durch Phasenvergleich zwischen einem Rieh- in zyklischer Reihenfolge an den Sender anschließbar
tungs- und Bezugssignal geeignet ist. Zur Durchführ- sind; durch die deutsche Patentschrift 918 271 ist bei
barkeit der empfangsseitigen Richtungsmessung wer- 25 einer vergleichbaren Antennenanlage mit zyklisch
den" erfindungsgemäß zwei Drehfelder mit um einen aufeinanderfolgender Antennenumschaltung die Erniederfrequenten
Abstand differierenden Hochfre- zeugung eines Dopplereffektes durch Änderung der
quenzträgera und mit gegenläufigem Drehsinn aus- Weglänge zwischen Sender und Empfänger bekannt;
gestrahlt. Empfangsseitig ist dann mittels eines ein- in »Proc. IRE«, Dezember 1953, S. 1750 bis 1756,
zigen Empfängers ein Summensignal gewinnbar, das 30 ist eine Variante des Doppler-VOR-Verfahrens bemit
einem niederfrequenten Modulationssignal ampli- schrieben, bei der der Unterträger des üblichen VOR-tudenmoduliert
erscheint. Es ergibt sich nämlich da- Verfahrens nicht erforderlich ist; durch die deutsche
bei eine der Amplitudenmodulation ähnliche Er- Auslegeschrift 1121663 ist eine weitere Ausfühscheinung,
bei der jedoch die beiden Seitenbänder rungsform des Doppler-VOR-Verfahrens bekannt,
gegeneinander eine von der Richtung abhängige 35 bei der zur Erzielung eines möglichst großen Fre-Phasenverschiebung
aufweisen. quenzhubes jeweils zwei auf einem Durchmesser
Die Phase dieses Modulationssignals ist richtungs- gegenüberliegende Einzelantennen einer Kreisgrup-
abhängig und im wesentlichen eine lineare Funktion penantenne gleichzeitig angeschaltet werden; schließ-
des Richtungswinkels. Dieses Richtungssignal ist lieh ist durch die deutsche Auslegeschrift 1123 000
empfangsseitig durch Amplitudendemodulation des 40 ein Großbasis-Doppler-Drehfunkfeuer bekannt, bei
Summensignals gewinnbar, wird zweckmäßig durch dem gleichfalls eine zyklisch aufeinanderfolgende
ein Filter ausgesiebt und dann phasenmäßig mit Anschaltung der Einzelantennen eines Kreisgruppen-
einem in an sich bekannter Weise vom Funkfeuer antennensystems an den Sender erfolgt,
übertragenen Bezugssignal verglichen. Diese Phasen- Zur Erzeugung von Spiralfedern und deren An-
differenz ist ein Maß für die gesuchte Richtung. 45 wendung ist in der Funknavigation weiterhin die
Methoden zur Übertragung des zur empfangs- Verwendung zweier Drehfelder mit entgegengesetztem
seitigen Phasenmessung notwendigen Bezugssignals Drehsinn und mit unterschiedlichen Wellenlängen aus
sind insbesondere von Drehfunkfeuern her bekannt, »Funk und Ton«, 1950, S. 40 bis 43, bekannt; dieser
die mit rotierenden Richtdiagrammen arbeiten. Das Vorveröffentlichung dürfte jedoch nichts die Erfin-Bezugssignal
kann als Modulationssignal eines wei- 50 dung Nahelegendes entnehmbar sein, da mit der Erteren
Trägers ausgesendet werden, z. B. als Ampli- findung radiale Standebenen und nicht Spiralfelder
tudenmodulation oder als Frequenzmodulation des als Funkkoordinaten erzeugt werden sollen.
Hochfrequenzträgers direkt oder als Frequenzmodu- In weiterer Ausbildung der Erfindung werden die lation eines Subträgers, mit dem dann der Hoch- beiden Hochfrequenzträger, die zur Erzeugung der frequenzträger amplitudenmoduliert wird. Zur Aus- 55 Drehfelder dem Kreisantennensystem zugeführt werstrahlung des mit dem Bezugssignal modulierten den, als Seitenbänder eines mit einer Niederfrequenz Hochfrequenzträgers wird zweckmäßigerweise ein amplitudenmodulierten Hochfrequenzträgers erzeugt. Einzelstrahler verwendet, der in der Mitte des kreis- Das Modulationssignal und das Bezugssignal können förmigen Drehfeldantennensystems aufgestellt ist. Es dabei von der gleichen Schwingung abgeleitet sein, kann aber jeder geeignete Strahler verwendet wer- 60 Der Hochfrequenzträger selbst wird vorteilhafterden, beispielsweise auch ein weiteres Kreisantennen- weise dazu benutzt, um das Bezugssignal zu Übersystem, tragen, und zwar, wie oben erwähnt, als Amplituden-
Hochfrequenzträgers direkt oder als Frequenzmodu- In weiterer Ausbildung der Erfindung werden die lation eines Subträgers, mit dem dann der Hoch- beiden Hochfrequenzträger, die zur Erzeugung der frequenzträger amplitudenmoduliert wird. Zur Aus- 55 Drehfelder dem Kreisantennensystem zugeführt werstrahlung des mit dem Bezugssignal modulierten den, als Seitenbänder eines mit einer Niederfrequenz Hochfrequenzträgers wird zweckmäßigerweise ein amplitudenmodulierten Hochfrequenzträgers erzeugt. Einzelstrahler verwendet, der in der Mitte des kreis- Das Modulationssignal und das Bezugssignal können förmigen Drehfeldantennensystems aufgestellt ist. Es dabei von der gleichen Schwingung abgeleitet sein, kann aber jeder geeignete Strahler verwendet wer- 60 Der Hochfrequenzträger selbst wird vorteilhafterden, beispielsweise auch ein weiteres Kreisantennen- weise dazu benutzt, um das Bezugssignal zu Übersystem, tragen, und zwar, wie oben erwähnt, als Amplituden-
Die empfangsseitige Aufbereitung des Bezugs- modulation des Trägers selbst oder als Frequenzsignals
ist an sich bekannt. Es existieren verschiedene modulation eines Subträgers.
Methoden, um das Bezugssignal mit dem Richtungs- 65 Der Hochfrequenzträger und die als Drehfelder signal phasenmäßig zu korrelieren. Die Methoden mit gegenläufigem Drehsinn ausgestrahlten Seitenlaufen alle darauf hinaus, das Bezugssignal und das bänder addieren sich vektoriell in einem fernen Auf-Richtungssignal, wenn sie von vornherein nicht punkt derart, daß im Gegensatz zum ersten Beispiel,
Methoden, um das Bezugssignal mit dem Richtungs- 65 Der Hochfrequenzträger und die als Drehfelder signal phasenmäßig zu korrelieren. Die Methoden mit gegenläufigem Drehsinn ausgestrahlten Seitenlaufen alle darauf hinaus, das Bezugssignal und das bänder addieren sich vektoriell in einem fernen Auf-Richtungssignal, wenn sie von vornherein nicht punkt derart, daß im Gegensatz zum ersten Beispiel,
bei dem empfangsseitig eine Schwebung entsteht, nunmehr ein echtes amplitudenmoduliertes Hochfrequenzsignal
vorliegt, wobei die Phase des Modulationssignals die Richtung des Aufpunktes zum
Funkfeuer darstellt.
Man ersieht, daß das hier beschriebene Funknavigationssystem auch in einfacher Weise mit dem
gebräuchlichen VOR-System kompatibel gemacht werden kann, wenn die beiden Seitenbänder für die
Erzeugung der Drehfelder Modulationsseitenbänder der Frequenz 30 Hz sind, der Subträger 9960 Hz beträgt
und die Bezugsfrequenz, mit der der Subträger frequenzmoduliert ist, bei einem Frequenzhub von
480Hz ebenfalls 30Hz beträgt. Wenn das Sendesystem in dieser Weise ausgebildet ist, können die
jetzt in der Flugfunknavigation eingeführten VOR-Empfänger auch zum Empfang des Drehfeldnavigationssystems
gemäß der Erfindung benutzt werden.
Bei dem hier beschriebenen System besteht noch eine andere Möglichkeit zur Übertragung des Bezugssignals. Die beiden Hochfrequenzträger, mit denen
die gegenläufigen Drehfelder erzeugt werden, werden wie in dem zuvor beschriebenen Beispiel als Modulationsseitenbänder
einer Niederfrequenz erzeugt.
Die beiden Hochfrequenzträger werden mit einem Niederfrequenzsignal in gleichem Sinn, d. h. gleichphasig,
frequenzmoduliert, so daß sich bei gleichem Frequenzhub beider frequenzmodulierten Hochfrequenzträger
in jedem Zeitmoment ein konstanter Frequenzabstand dieser beiden Signale ergibt, der
gleich der Modulationsfrequenz ist. In der Praxis wird man, um für beide Signale den gleichen Frequenzhub
und die Gleichphasigkeit der Frequenzmodulation zu garantieren, so vorgehen, daß zuerst
der Hochfrequenzträger frequenzmoduliert wird und daß anschließend dieser frequenzmodulierte Träger
mit dem gleichen Niederfrequenzsignal in Einseitenbandmodulatoren in der Frequenz umgesetzt wird.
Die beiden so erhaltenen Hochfrequenzsignale werden dann den beiden Drehfeldantennensystemen bzw.
einem Drehfeldantennensystem und einer Mittelantenne zugeführt.
Empfangsseitig wird das Bezugssignal dadurch aufbereitet, daß einer von den beiden empfangenen
Hochfrequenzträgern — welcher ist gleichgültig — einer Frequenzdemodulation unterzogen wird. Eine
Amplitudendemodulation des Summensignals liefert eine Schwebung von der Differenzfrequenz, die das
Richtungssignal ist. Ein Phasenvergleich der beiden Signale ergibt den Richtungswinkel.
Die Erfindung wird an Hand von Figuren näher erläutert.
F i g. 1 stellt schematisch ein Beispiel der Sendeanordnung für das Drehfeldnavigationssystem gemäß
der Erfindung dar;
F i g. 2 stellt den Empfänger dar, mit dem die Sendeanordnung gemäß F i g. 1 empfangen werden
kann;
F i g. 3 ist ein weiteres Beispiel für eine Sendeanordnung, die hinsichtlich des dazugehörigen Empfängers
mit dem Empfänger für die Aufnahme der bekannten VOR-Drehfunkfeuer kompatibel ist;
F i g. 4 zeigt ein weiteres Beispiel einer Sendeanordnung, bei der das Bezugssignal als Frequenzmodulation
übertragen wird.
In den einzelnen Figuren sind zur besseren Übersichtlichkeit für die gleichen Bauteile die gleichen
Bezugsziffern und Bezeichnungen verwendet worden. Nur diejenigen Bauteile mit unterschiedlicher
Funktion sind mit anderen Bezugsnummern versehen und entsprechend ihrer Funktion bezeichnet.
In F i g. 1 erzeugt der Trägerfrequenzgenerator 1 eine Frequenz von beispielsweise 110 MHz. Diese
Trägerfrequenz wird mittels Einseitenbandmodulatoren4
und 5, die Mittel zur Unterdrückung des Trägers einschließen, mit einem Niederfrequenzsignal
von z. B. 30 Hz aus dem Generator 2 amplitudenmoduliert,
wobei der Einseitenbandmodulator 4 das obere Seitenband, also 10,000 030 MHz, der Einseitenbandmodulator
5 dagegen das untere Seitenband, also 109,999 970 MHz liefert. Diese beiden Frequenzen werden von den Drehfeldantennensystemen
7 bzw. 8 ausgestrahlt, und zwar mit entgegengesetztem Drehsinn aber mit gleicher Drehgeschwindigkeit.
Die im Frequenzverdoppler 3 verdoppelte Frequenz des Niederfrequenzgenerators 2 wird zusammen mit der Energie des Trägerfrequenzgenerators
1 einem Amplitudenmodulator 6 zugeführt, in dem die Trägerfrequenz des Generators 1
mit der Ausgangsspannung desFrequenzverdoppIers3
amplitudenmoduliert wird. Die Ausgangsspannung des Amplitudenmodulators 6 wird mittels einer Antenne
9 ausgestrahlt, die in der Mitte der kreisförmigen Drehfeldantennensysteme aufgebaut sein
kann.
Im fernen Aufpunkt wird die Summe dieser Signale mittels einer Empfangsantenne 10 (F i g. 2) empfangen
und einem Empfänger 11 zugeführt, der auch einen Amplitudendemodulator einschließt. Die Ausgangsspannung
des Empfängers 11 enthält zwei Signale der Frequenz 60 Hz bzw. 30 Hz. Diese werden
mittels Filtern 12 bzw. 13 getrennt. Die Ausgangsspannung des Filters 12 wird mittels eines Frequenzteilers
14 halbiert. Die Ausgangsspannung des Filters 13 und die des Frequenzteilers 14 werden in
einem Phasenkomparator 15 verglichen. Die Phasendifferenz dieser beiden Signale entspricht dem Richtungswinkel.
In F i g. 3 ist eine Modifikation der Sendeanordnung gemäß der Erfindung gezeichnet, die hinsichtlich
der verwendeten Empfangsgeräte, die mit einem derartig ausgebildeten Drehfeldfunkfeuer zusammenarbeiten,
mit dem konventionellen VOR-System kompatibel ist. Die Geräteteile mit den Bezugsnummern 1,
2, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 entsprechen in ihrer Funktion genau den in Fig. 1 gezeichneten. Die Energie eines
Subträgergenerators 16, der im Fall der Kompatibilität mit dem VOR-System eine Frequenz von
9960 Hz erzeugt, wird in einem Frequenzmodulator 17 mit der Ausgangsspannung des Niederfrequenzgenerators
2 frequenzmoduliert. Für den Fall der VOR-Kompatibilität beträgt die Frequenz des Niederf
requenzgenerators 2 30 Hz und der Frequenzhub, der im Frequenzmodulator 17 dem Subträger von
9960Hz aufgedrückt wird, beträgt ±480 Hz. Die derart im Frequenzmodulator 17 frequenzmodulierte
Ausgangsspannung des Frequenzmodulators 17 wird dem Amplitudenmodulator 6 eingegeben, dessen Ausgangsenergie
von der Mittelantenne 9 ausgestrahlt wird.
Zum Empfang eines derart aufgebauten Drehfeld-Funknavigationssystems
können die gebräuchlichen VOR-Empfänger ohne Änderung benutzt werden.
In F i g. 4 ist eine andere Ausführungsform des Drehfeld-Navigationssystems gemäß der Erfindung
gezeichnet, bei der die beiden von den Drehfeld-
Claims (5)
1. Nach dem Phasendrehfeldprinzip arbeitendes Funknavigationssystem zur Richtungsbestimmung
durch empfangsseitigen Phasenvergleich eines Bezugssignals mit einem Richtungssignal,
das aus dem Phasendrehf eld des Funknavigationssystems abgeleitet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Phasendrehf eld aus zwei gegensinnig mit gleicher Geschwindigkeit umlaufenden
Phasendrehfeldern mit je einem Hochfrequenzträger zusammengesetzt ist, deren gegenseitiger
Frequenzabstand konstant und niederfrequent ist, und daß empfangsseitig als mit dem
Bezugssignal vergleichbares Richtungssignal eine Schwingung mit einer von diesem Frequenzabstand
abhängigen Frequenz in an sich bekannter Weise aus dem Summensignal der zwei
Trägerschwingungen gewonnen wird (F i g. 1).
2. Funknavigationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hochfrequenzträger
mittels Einseitenbandmodulatoren (4 bzw. 5, F i g. 1) als Seitenbänder eines mit dem
Ausgangssignal eines Niederfrequenzgenerators (2) amplitudenmodulierten Hochfrequenzsignals
eines Trägerfrequenzgenerators (1) erzeugt werden.
3. Funknavigationssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung
des Bezugssignals das Hochfrequenzsignal mit einer Harmonischen (3) des Ausgangssignals des
Niederfrequenzgenerators amplitudenmoduliert wird, daß das derart amplitudenmodulierte Hochfrequenzsignal
über eine weitere Antenne (9), die bei Verwendung von kreisförmigen Drehfeld-Antennensystemen
vorzugsweise in der Mitte des Systems aufgebaut ist, ausgestrahlt wird und daß empfangsseitig das aufbereitete Bezugssignal vor
dem Phasenvergleich in der Frequenz entsprechend geteilt wird.
4. Funknavigationssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung
des Bezugssignals das Ausgangssignal eines Subträgergenerators (16, F i g. 3) in einem Frequenzmodulator
(17) mit dem Ausgangssignal des Niederfrequenzgenerators (2) frequenzmoduliert wird, daß das derart frequenzmodulierte Signal
des Subträgergenerators (16) im Amplitudenmodulator (6) dem Hochfrequenzsignal des Trägerfrequenzgenerators
(1) aufmoduliert wird und daß das derart modulierte Hochfrequenzsignal mittels der weiteren Antenne (9) ausgestrahlt
wird.
5. Funknavigationssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ermöglichen
der empfangsseitigen Verwendung konventioneller Empfänger für die Aufnahme der VOR-Drehfunkfeuer
die Frequenzen der Hochfrequenzträger den internationalen Normen für die VOR-Drehfunkfeuer
entsprechend gewählt sind (100 bis 120MHz), daß die Frequenz des Subträgergenerators
(16) 9960 Hz beträgt, daß die Frequenz des Niederfrequenzgenerators 30 Hz ist und daß
der Frequenzhub ±480 Hz beträgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 918 271;
Zeitschrift »Proceedings IRE«, Mai 1959, S. 808 und Dezember 1953, S. 1750 bis 1756;
Zeitschrift »Funk und Ton«, Nr. 1, 1950, S. 40 bis 43.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 709/156 12. 67 ® Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1961T0021067 DE1256737B (de) | 1961-11-04 | 1961-11-04 | Funknavigationssystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1961T0021067 DE1256737B (de) | 1961-11-04 | 1961-11-04 | Funknavigationssystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1256737B true DE1256737B (de) | 1967-12-21 |
Family
ID=7549954
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1961T0021067 Pending DE1256737B (de) | 1961-11-04 | 1961-11-04 | Funknavigationssystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1256737B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE918271C (de) * | 1944-08-04 | 1954-09-23 | Int Standard Electric Corp | Funknavigationsverfahren zur Standlinienbestimmung und Anlage dazu |
-
1961
- 1961-11-04 DE DE1961T0021067 patent/DE1256737B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE918271C (de) * | 1944-08-04 | 1954-09-23 | Int Standard Electric Corp | Funknavigationsverfahren zur Standlinienbestimmung und Anlage dazu |
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