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DE1255775B - Digitale Lageregelung, insbesondere bei numerisch gesteuerten Arbeitsmaschinen - Google Patents

Digitale Lageregelung, insbesondere bei numerisch gesteuerten Arbeitsmaschinen

Info

Publication number
DE1255775B
DE1255775B DE1964L0049614 DEL0049614A DE1255775B DE 1255775 B DE1255775 B DE 1255775B DE 1964L0049614 DE1964L0049614 DE 1964L0049614 DE L0049614 A DEL0049614 A DE L0049614A DE 1255775 B DE1255775 B DE 1255775B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
position control
control loops
speed
reached
digital
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964L0049614
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Heinz Guenter Lott
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DE1964L0049614 priority Critical patent/DE1255775B/de
Publication of DE1255775B publication Critical patent/DE1255775B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Programme-control systems
    • G05B19/02Programme-control systems electric
    • G05B19/18Numerical control [NC], i.e. automatically operating machines, in particular machine tools, e.g. in a manufacturing environment, so as to execute positioning, movement or co-ordinated operations by means of programme data in numerical form
    • G05B19/416Numerical control [NC], i.e. automatically operating machines, in particular machine tools, e.g. in a manufacturing environment, so as to execute positioning, movement or co-ordinated operations by means of programme data in numerical form characterised by control of velocity, acceleration or deceleration

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Human Computer Interaction (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Numerical Control (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
G05f
Deutsche KL: 21c-46/54
Nummer: 1 255 775
Aktenzeichen: L 49614 VIII b/21 c
Anmeldetag: 28. Dezember 1964
Auslegetag: 7. Dezember 1967
Soll eine numerisch gesteuerte Werkzeugmaschine während der Bearbeitung in mindestens zwei Koordinaten verfahren werden, so ist im allgemeinen eine Bahnsteuerung mit Interpolator zur Bildung von zwischen zwei programmierten Lagesollwerten liegenden Zwischenwerten erforderlich. Eine reine Drehzahlregelung der Antriebe, d. h. Geschwindigkeitsregelung ' des bewegten Maschinenteils in den einzelnen Koordinatenrichtungen, arbeitet bei den wechselnden technologischen Bedingungen zu ungenau, um damit einen Lagesollwert exakt ansteuern zu können. Steuerungen der genannten Art, bei denen neben der Lageregelung, die im wesentlichen die Abschaltung der Antriebe zu übernehmen hat, eine gleichzeitig arbeitende Geschwindigkeitsregelung erforderlich ist, sind trotz erheblichen Aufwandes ungenau, weil der Lagefehler das Zeitintegral des Geschwindigkeitsfehlers ist μηα sehr groß werden kann, wenn nur die Integrationszeit hinreichend groß ist.
Die Erfindung betrifft eine digitale Lageregelung, insbesondere für numerisch gesteuerte Arbeitsmaschinen, ζ. B. Werkzeugmaschinen, bei der die Geschwindigkeiten, mit denen der in mindestens zwei Koordinatenrichtungen gleichzeitig bewegte Maschinenteil in seine Sollage gebracht wird, in Abhängigkeit von vorgegebenen Sollwerten ebenfalls geregelt werden. Es ist die Aufgabe gestellt, sicherzustellen, daß, auch ohne Bildung von Zwischenwerten durch einen Interpolator, der Lagesollwert mit genügender Genauigkeit angefahren wird.
Gemäß der Erfindung erreicht man dies dadurch, daß vor Erreichen eines bestimmten Bereiches um den Lagesollwert allein die Geschwindigkeitsregelkreise, danach die Lageregelkreise wirksam sind.
Die Sollwerte der Geschwindigkeitsregelkreise werden im allgemeinen für jede Koordinate auf dem Programmträger, z. B. einem Lochstreifen, gespeichert. Eine einfache Überwachung des Bereiches, in dem die Umschaltung der Regelkreise erfolgt, ist nach einer besonderen Ausbildungsform der Erfindung dann möglich, wenn der Umschaltbereich eine Rechteckoder Quadratfläche bildet, in deren Mittelpunkt der anzufahrende Lagesollwert liegt.
Nach erfolgter Umschaltung auf die Lageregelkreise können die dann an sich nicht mehr nötigen Geschwindigkeitsregelkreise den Lageregelkreisen in an sich bekannter Weise unterlagert werden, d. h., die Lageregelabweichungen bilden die Sollwerte der Geschwindigkeitsregelkreise. Dies hat zur Folge, daß die Geschwindigkeit beim Einfahren in den Lagesollwert exakt der Lageregelabweichung angepaßt werden kann Digitale Lageregelung, insbesondere bei
numerisch gesteuerten Arbeitsmaschinen
Anmelder:
Licentia Patent-Verwaltungs-G. m. b. H.,
Frankfurt/M., Theodor-Stern-Kai 1
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Heinz Günter Lott, Neu-Isenburg
und die Geschwindigkeit beeinflussende Störgrößen ebenfalls ausgeregelt werden.
Der besondere Vorteil der Erfindung besteht in einer Annäherung an die Güte einer echten Bahnsteuerung mit linearer Interpolation, ohne daß ein Interpolator erforderlich ist.
Die Erfindung wird an Hand der ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Geschwindigkeits-Weg-Diagramm,
F i g. 2 schematisch den erfindungsgemäßen Regelkreis,
F i g. 3 eine grafische Darstellung des Fehlers bei Abweichungen von der Sollbahn.
In F i g. 1 soll ein nicht dargestelltes Werkzeug während der Bearbeitung von Punkt P1 mit den Koordinaten X1^1 entlang der Geraden G1 zu Punkt P2 mit den Koordinaten xzy2 verfahren werden. Von dem Programmträger sind außer den Koordinaten des neuen Lagesollwertes auch Geschwindigkeitssollwerte v*2> vy2 vorgegeben. Da die richtigen Geschwindigkeitssollwerte bei hohen Genauigkeitsanforderungen nicht exakt vorgebbar sind und auch die Genauigkeit der Geschwindigkeitsregelung begrenzt ist, wird der resultierende Vektor vr im allgemeinen nicht mit dem gewünschten Vektor vt zusammenfallen, sondern etwas von ihm abweichen, so daß der Lagesollwert P2 nicht erreicht würde. Daher findet, sobald die Quadratfläche B2 an der Stelle P2' berührt wird, eine Umschaltung auf die Lageregelkreise statt, die das Werkzeug exakt auf den Punkt P2 führen. Ist dieser erreicht,
709 707/445
so werden die neuen Lage- und Geschwindigkeitssollwerte X3, y3 bzw, VX3, vy3 vorgegeben; das Werkzeug wird wieder allein von den Geschwindigkeitsregelkreisen gesteuert, bis es den PunktP3' des Bereiches Bä erreicht, wonach es von den Lageregelkreisen in den Sollwert P3 eingefahren wird.
Selbstverständlich ist dieses Verfahren nicht auf eine Bewegung in zwei Koordinaten beschränkt. Die Geschwindigkeitsregelkreise können nach Umschaltung auf die Lageregelkreise diesen unterlagert werden, so daß die Einfahrgeschwindigkeit in den Sollwert jeweils in ein exaktes Verhältnis zu der Lageregelabweichung gebracht werden kann.
In F i g. 2 ist die Regelanordnung schematisch dargestellt. Von dem Leser LS werden die auf dem nicht dargestellten digitalen Programmträger, z. B. einem Lochstreifen L, aufgebrachten Lage- und Geschwindigkeitsinformationen abgelesen und in die entsprechenden, den einzelnen Koordinatenrichtungen zugeordneten Zwischenspeicher ZLx, ZLy bzw. ZVx, ZVy eingespeichert. Außerdem wird ein Wert in den Speicher ÜB gebracht, der den Abmessungen des Umschaltbereiches entspricht. An der Werkzeugmaschine W sind in an sich bekannter Weise geeignete digitale Meßwertgeber für die Lageistwerte MLx, MLy sowie die Geschwindigkeitswerte MVx, MVy angebracht. Die Antriebe für die einzelnen Richtungen sind mit Ax und Ay bezeichnet.
Zu Beginn eines Bearbeitungssatzes werden die Antriebe der Maschine W zunächst von den Geschwindigkeitsregelkreisen gesteuert. Die Geschwindigkeitsregelabweichungen für die einzelnen Koordinatenrichtungen werden in den Subtraktionsgliedern VVx, VVy nach Betrag und Vorzeichen ermittelt und steuern über Regelverstärker Vx und Vy die Antriebe Ax und Ay.
Die Lageregelabweichungen werden für die einzelnen Koordinateneinrichtungen in den Subtraktionsgliedern VLx, VLy gleichzeitig ermittelt und beaufschlagen die Recheneinrichtung R, die die Abweichungen in χ und y bildet. Bei Gleichzeit dieses Wertes mit dem in ÜB gespeicherten Wert, d. h. bei Erreichen des Umschaltbereiches um den Lagesollwert, erhält die Umschalteinrichtung S einen Befehl, so daß die Lageregelabweichungen die Sollwerte der Geschwindigkeitsregelkreise bilden. Die Antriebe werden nunmehr in Abhängigkeit von den Lageregelkreisen über die nunmehr unterlagerten Geschwindigkeitsregelkreise gesteuert, bis der Sollwert erreicht ist. Nach Übernahme der neuen Sollwerte von dem Lochstreifen schaltet S wieder um, da der Ausgangswert von R wieder von dem in ÜB gespeicherten Wert verschieden ist.
In F i g. 3 ist dargestellt, wie sich ein Verfahren der Maschine auf dem Weg P1, P2, P3 auf den Konturfehler / auswirkt. Grundsätzlich gilt für
/:/= Ra (1 — cos<p),
wenn Ra der Radius des Bearbeitungswerkzeuges darstellt.
Ferner gilt angenähert
As_.
2 Ra
daraus folgt
Ra(I^1
As*
Der Fehler kann also für kleine Winkel φ näherungsweise angegeben werden zu
As*
* ~ ZRa'
Bei einer Schrittweite von s — 1 mm und einem Fräserradius von 12,5 mm wird der Fehler / z. B. 1/100 mm, d. h., die erfindungsgemäße Steuerung ao arbeitet sehr genau.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Digitale Lageregelung, insbesondere bei numerisch gesteuerten Arbeitsmaschinen, bei der die Geschwindigkeiten, mit denen der in mindestens zwei Koordinatenrichtungen gleichzeitig bewegte Maschinenteil in seine Sollage gebracht wird, in Abhängigkeit von vorgegebenen Sollwerten ebenfalls geregelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß vor Erreichen eines bestimmten Bereiches um den Lagesollwert allein die Geschwindigkeitsregelkreise, danach die Lageregelkreise wirksam sind.
2. Digitale Lageregelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sollwerte der Geschwindigkeitsregelkreise auf einem Programmträger gespeichert sind.
3. Digitale Lageregelung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich um den Lagesollwert, bei dessen Erreichung die Umschaltung von den Geschwindigkeitsregelkreisen auf die Lageregelkreise erfolgt, durch Gerade, vorzugsweise Parallele zu den Koordinatenrichtungen, begrenzt wird.
4. Digitale Lageregelung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß nach Erreichen des Umschaltbereiches die Lageregelabweichungen die Sollwerte der Geschwindigkeitsregelkreise bilden.
5. Digitale Lageregelung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Wirksamwerden der Lageregelkreise bei Unterschreitung bestimmter Lageregelabweichungen eine Umschaltung auf eine herabgesetzte Geschwindigkeit erfolgt'
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 079 170, 1 037 367, 007;
österreichische Patentschrift Nr. 230 479;
Zeitschrift »Bulletin SEV«, 1956, S. 85.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 707/445 11.67 © Bundesdruckerei Berlin
DE1964L0049614 1964-12-28 1964-12-28 Digitale Lageregelung, insbesondere bei numerisch gesteuerten Arbeitsmaschinen Pending DE1255775B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3418365A1 (de) * 1984-05-17 1985-11-21 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Regeleinrichtung fuer einen gleichstrom-hauptspindelantrieb

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DE1037367B (de) * 1955-08-04 1958-08-21 Klaus Jovy Dr Ing Selbsttaetige Steuerung fuer Foerdermittel
DE1079170B (de) * 1957-08-24 1960-04-07 Siemens Ag Anordnung zur Steuerung eines strom- oder drehzahlgeregelten Elektromotors
AT230479B (de) * 1959-12-28 1963-12-10 Elin Union Ag Stellungsprogrammschalter
DE1169007B (de) * 1962-03-13 1964-04-30 Licentia Gmbh Numerische Programmsteuerung mit einem Regelkreis und einem Interpolator

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