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Schwingförderer Die Erfindung betrifft einen Schwingförderer mit einem
nachgiebig gelagerten Hauptrahmengestell, einem nachgiebig mit diesem verbundenen
Träger und einem elektromotorischen Schwingantrieb mit Unwuchterregern, der an dem
Hauptrahmengestell angreift und den Schwingförderer durch gegenläufige Unwuchten
in Schwingung versetzt und bei dem die Verbindung zwischen dem Hauptrahmengestell
und dem Träger aus Kautschukblöcken besteht, die so angeordnet sind, daß sie auf
Abscheren beansprucht werden.
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Aus der deutschen Auslegeschrift 1005 899 ist eine Schwingfördervorrichtung
bekannt, bei der Förderrinnen am Tragrahmen mittels entgegengesetzt schräggestellter
Federelemente angebracht sind, so daß mit ein und demselben am Tragrahmen angreifenden
Antrieb das Fördergut in unterschiedlichen Richtungen durch die Rinnen, an denen
dafür Rückläufe zur Überführung von Fördergut von einer Rinne in eine andere Rinne
vorgesehen sind, gefördert wird.
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Es ist ferner bekannt, den Träger oberhalb des Rahmengestells anzuordnen
und die nachgiebigen Kautschukblöcke am Kopfende des Rahmens unter einem bestimmten
Winkel anzuordnen, um die gewünschte Förderrichtung des Trägers zu erzielen.
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Bei allen diesen bekannten Schwingförderern bereitet es Schwierigkeiten,
die Förderrichtung des Trägers im Bedarfsfall zu ändern, weil man entweder mehrere
Rinnen benötigt oder gezwungen ist, die Winkel der Schrägstellung der Kautschukblöcke
zu ändern.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schwingförderer so
aufzubauen, daß die Förderbewegung und Förderrichtung, d. h. also im wesentlichen
die Schwingrichtung, ohne komplizierte Einrichtungen geändert werden kann.
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Ausgehend von einem Schwingförderer der oben gekennzeichneten Art
wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Blöcke aus Kautschuk
oder einem anderen elastischen Material zwischen vertikalen Flächen angebracht sind,
die parallel zur Längsachse des Schwingförderers verlaufen und Teile des Hauptrahmengestells
bzw. des Trägers bilden, während die in an sich bekannter Weise an jeder Seite des
Hauptrahmengestells angebrachten Antriebsmotoren zusammen mit den Unwuchtmassen
so angeordnet sind, daß sie mit ihren Achsen in einer vertikalen Ebene liegen, die
ebenfalls parallel zur Längsachse des Schwingförderers verläuft, derart, daß die
Schwingrichtung des Trägers durch einfaches Ändern des Neigungswinkels der Motoren
relativ zu dem Hauptrahmengestell einstellbar ist.
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Zum besseren Verständnis der Erfindung sollen nachstehend drei Ausführungsformen
eines Vibrationsförderers nach der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung
beispielsweise näher beschrieben werden. In der Zeichnung ist F i g. 1 eine schaubildliche
Darstellung eines Vibrationsförderers nach der Erfindung, F i g. 2 eine Ansicht
in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1, F i g. 3 eine Seitenansicht eines Flugaschenförderers,
der nach den Lehren der Erfindung aufgebaut ist, F i g. 4 die Ansicht eines Schnittes
nach Linie IV-IV der Fig. 3, F i g. 5 die Ansicht eines Teilschnittes durch eine
Vibrationsmühle mit einem Vibrationsförderer nach der Erfindung und F i g. 6 die
Ansicht eines Sclmittes nach LinieVI-VI derFig. 5.
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Wie man aus den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ersieht, besteht der Vibrationsförderer
aus einem Haupttragrahmen oder Untergestell 1 und einer Bahndecke
in
Form eines Troges 2, der von dem Untergestell getragen wird.
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Dieses Untergestell besteht aus einem Paar länglicher Seitenträger
3 mit U-förmigem Querschnitt, die durch obere und untere Querträger 4 bzw. 5 parallel
voneinander in Abstand gehalten werden, wobei die Flansche 6 dieser paarweise angeordneten
Träger nach außen gerichtet sind.
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Das Untergestell ruht auf Stützen 7, die jeweils am unteren Ende
einen Fuß 8 haben, der eine nachgiebige Befestigung für das Untergestell 1 bildet.
Die Stützen 7 sind mit Hilfe von Streben 9 an den seitlichen Trägern 3 befestigt.
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Der Trog 2 besitzt einen Boden oder eine Förderbundfläche 10 und
zwei aufstehende längliche Seitenteile 11 und ist zwischen den Seitenträgern 3 und
unter Zwischenschaltung einer Anzahl von Gummiblöcken 12, die in der Längsrichtung
des Förderers zwischen die Seitenteile 11 des Troges 2 und die Seitenträger 3 des
Untergestells 1 geschoben sind, nachgiebig an diesen angeordnet.
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Jeder der oberen Querträger 4 trägt einen nach unten ragenden Flansch
13 mit einem Bolzen 14, der gegen einen Seitenträger 3 drückt und auf diese Weise
die Einstellung des Druckes erlaubt, der auf den Gummiblock 12 ausgeübt wird. In
ähnlicher Weise ist jeder der unteren Querträger 5 mit einem nach oben ragenden
Flansch 15 an jedem seiner Enden versehen, und in jeden Flansch 15 ist ein Schraubenbolzen
16 eingesetzt, der in den Flansch hineingeschraubt ist und gegen einen Seitenträger
3 drückt.
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Der Vibrationsantrieb für die Fördereinrichtung besteht aus zwei
Elektromotoren 17 mit exzentrischer Masse, die auf jeder Seite eines Seitenträgers
3 angeordnet sind. Die Achse eines jeden Motors liegt in einer parallel zu der Längsrichtung
der Fördereinrichtung verlaufenden Ebene und schräg zu der Ebene des Troges 2. Der
Neigungswinkel muß gegebenenfalls einstellbar sein, so daß die Motoren 17 in diesem
Fall drehbar an den Seitenträgern 3 befestigt sein müßten. Die Motoren 17, die einander
gegenüberliegen, sind durch ein nicht dargestelltes biegsames Kupplungselement miteinander
gekuppelt, welches durch ein querliegendes röhrenförmiges Gehäuse 18 hindurchgeht.
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Jeder Motor 17 übt eine Vibrationskraft aus, deren Komponenten quer
zu der Längsrichtung der Fördereinrichtung und schräg dazu verlaufen, aber in einer
Ebene liegen, die parallel zu der Längsrichtung des Förderers verlaufen, und ihre
Anordnung ist so getroffen, daß sich beim Anlauf die quer verlaufenden Komponenten
gegenseitig aufheben. Beim Betrieb des Vibrationsförderers nach der Erfindung werden
auf das Untergestell 1 Schwingungen übertragen, die vertikale und in der Längsrichtung
verlaufende Komponenten aufweisen. Diese Schwingungskomponenten werden auf den Trog
2 übertragen, der eine beträchtlich höhere natürliche Frequenz hat als die Schwingungsfrequenz
der Motoren 17; die Übertragung der Schwingungen erfolgt über die Gummiblöcke 12,
die auf Abscheren beansprucht sind. Der Trog2 ist merklich leichter als das Untergestell
1, so daß die Amplitude der auf den Trog übertragenen Schwingungen verstärkt wird.
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Bei einer abgeänderten Ausführungsform des oben beschriebenen Ausführungsbeispiels
kann das Untergestell anstatt auf dem Boden aufgestellt zu sein, von
Stangen 19,
deren untere Enden an den Flanschen 15 des unteren Querträgers 5 befestigt sind,
aufgehängt sein.
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Der Vibrationsförderer kann dadurch umgekehrt werden, daß man die
Motoren 17 um eine horizontale Achse um 900 verschwenkt, die durch den Sdrwer punkt
des Förderers hindurchgeht. Wahlweise kann der Vibrationsförderer dadurch umkehrbar
gemacht werden, daß man ein zweites Paar von Motoren anbaut, die rechtwinklig zu
den Motoren 17 angebracht sind, wobei dann je nach der gewünschten Förderrichtung
entweder das eine oder das andere Motorenpaar in Betrieb genommen wird.
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Wie die Fig. 3 und 4 der Zeichnung erkennen lassen, besteht der Flugaschenförderer
aus einem Haupttraggestell 31, einer Haube 32, die sich über die gesamte Länge des
Haupttraggestells 31 erstreckt, und einer Decke in Form eines Troges 33, der von
der Haube 32 getragen wird.
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Das Haupttraggestell 31 besteht aus einem Paar seitlicher Längsträger34
mit U-förmigem Querschnitt, die an ihren unteren Enden von einer Anzahl von Querträgern
35 gehalten werden, die ihrerseits im Abstand voneinander angeordnet sind und ebenfalls
U-förmigen Querschnitt aufweisen und Füße 36 haben, um im Bedarfsfall eine nachgiebige
Aufstellung für das Haupttraggestell 31 zu ermöglichen.
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Der Trog 33 besitzt eine Förderfläche 37 und zwei nach unten herabhängende
Seitenflansche 38; er ist in der Querrichtung nachgiebig an den unteren Enden der
Haube 32 mit Hilfe von Gummistreifen 39 befestigt, die eine nachgiebige Befestigung
für den Trog 33 darstellt, wodurch letzterer in die Lage versetzt wird, gegenüber
dem Haupttraggestell 31 Schwingungen auszuführen. Die Streifen 39 sind zwischen
die Seitenflansche 38 und die unteren Enden der Haube 32 geschoben und werden rechtwinklig
zu der Bewegungsrichtung des Troges 33 zusammengepreßt.
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Jeder der Brückenteile 35 trägt an dem einen Ende einen nach oben
ragenden Flansch 40, der seinerseits einen Schraubenbolzen mit Schraubenmutter 41
aufnimmt, so daß eine Anordnung zur Verfügung steht, die gegen einen Seitenteil
34 des Haupttraggestells 31 drücken kann und damit die Einstellung des Druckes ermöglicht,
der auf die Gummistreifen39 ausgeübt wird.
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Das Hauptrahmengestell 31 besteht aus einer Anzahl von Teilen, die
mit ihren Enden nachgiebig miteinander verbunden sind, wie dies bei 42 (s. Fig.
3) dargestellt ist; es erfolgt dies durch geeignete Gummiteile, um jede unzulässige
Beanspruchung innerhalb des Hauptrahmengestells zu vermeiden.
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Zur Erleichterung der Überprüfung der Anlage können Platten 43 vorgesehen
sein, die in regelmäßigen Abständen längs der Haube angebracht sind.
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Der Vibrationsantrieb für die Fördereinrichtung besteht aus einem
oder mehreren Paaren von Elelb motoren 44 mit exzentrischer Masse, die auf jeder
Seite des Hauptrahmens 31 von Seitenplatten 45 gF tragen werden, und die Achse eines
jeden Motors liegt in einer Ebene, die parallel zu der LängsausdeS nung der Fördereinrichtung
verläuft und schräg zu der Ebene des Troges 33 verläuft. Die Seitenplatten 45 können
drehbar an dem Hauptrahmengestell31 befestigt sein, um den Neigungswinkel des Troges
43 einstellen zu können. Die Motoren 44, die einander gegenüberliegen, sind durch
eine biegsame Kupplung
(nicht dargestellt) miteinander gekuppelt,
die durch ein querliegendes rohrförmiges Gehäuse 46 hindurchgeht. Die Antriebsanordnung
ist im übrigen praktisch die gleiche wie diejenige bei der Ausführungsform nach
den F i g. 1 und 2.
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Die Fördereinrichtung kann dadurch umgedreht werden, daß man die
Motoren 44 um annähernd 900 um eine horizontale Achse verschwenkt, die durch den
Schwerpunkt des Förderers hindurchgeht. Wahlweise kann der Vibrationsförderer auch
dadurch umdrehbar gemacht werden, daß man ein zweites Motorenpaar rechtwinklig zu
den Motoren 44 anordnet und je nach der gewünschten Förderrichtung das eine oder
das andere Motorenpaar einschaltet.
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Bei einer besonderen Ausführungsform des Flugaschenförderers, der
oben beschrieben worden ist und zum Transport von Material über weite Entfernungen
dient, ist nur ein Paar exzentrischer Motoren 44 an dem Beladungsende der Fördereinrichtung
angebracht, und die Motoren 44 werden auf jeder Seite des Haupttraggestells 31 durch
Seitenplatten 45 gehalten, die aus dem Beladungsende herausragen, und die Achse
eines jeden Motors steht vertikal. Die Motoren rufen einen horizontalen Druck auf
den Förderer hervor, und die Bewegungsrichtung über die Länge des Förderers wird
durch eine Anzahl von Blattfedern geregelt, die längs des Förderers angeordnet und
zwischen dem Haupttraggestell 31 und dem Trog 33 untergebracht sind; die Blattfedern
sind gegen die Ebene des Troges 33 in seiner Längsrichtung geneigt.
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Die F i g. 5 und 6 der Zeichnung zeigen eine Vibrationsmühle, deren
Trommel 101 in einem zylindrischen Gehäuse 102 untergebracht ist, das seinerseits
auf einem Hauptträgergestell 103 nachgiebig befestigt ist. Das Gestell besteht im
wesentlichen aus zwei U-Schienen 104 und zwei mit Rippen versehenen Streben 105,
die abwechselnd rings um die Achse der Trommel 101 angeordnet und um 900 gegeneinander
versetzt sind. Eine nicht dargestellte Konstruktion dient dazu, die U-Schienen 104
und die Streben 105 in ihrer richtigen Lage zueinander zu halten. Das Gestell 103
ist nachgiebig auf einer Anzahl von Füßen 106 befestigt.
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Zwei rechteckige Platten 107 liegen jeweils in der Nähe eines jeden
Endes des Gehäuses 102 in Ebenen, die senkrecht zu der Achse des Gehäuses verlaufen.
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Jede Platte 107 ist auf jeder ihrer vier Seiten mit dem Rahmengestell
103 nachgiebig verbunden, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß jede Seite einer
jeden Platte zwischen ein Paar nachgiebiger Kissen 108 aus Gummi od. dgl. geschoben
ist, die ihrerseits zwischen einem Paar parallel im Abstand voneinander angeordneter
rechteckiger, massiver Platten 109 zusammengedrückt werden, die von dem Rahmengestell
103 gehalten werden und in Ebenen liegen, die senkrecht zu der Achse des Gehäuses
102 stehen. Jede massive Platte 109 hat eine kreisförmige mittlere Öffnung 110,
durch die das Gehäuse 102 hindurchgeht, wobei ein Zwischenraum 111 zwischen den
massiven Platten und dem Gehäuse 102 frei bleibt. Die Trommel 101 wird mit Hilfe
von Druckbolzen 112, die durch das Gehäuse hindurchragen und auf die Trommel 101
gerichtet sind, in ihrer Stellung innerhalb des Gehäuses 102 festgehalten, und jeder
Schraubenbolzen ist mit einer Sperrmutter 113 versehen.
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Die Trommel 101 ist mit einer Einlaß- bzw. einer Auslaßöffnung 114
bzw. 115 für den Durchfluß des
Rohmaterials versehen, welches geschliffen werden
soll, und enthält eine größere Anzahl kleiner Stahlkugeln, um die Schleifwirkung
zu erzielen.
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Der Antrieb für die Trommel besteht aus zwei Motoren 116 mit exzentrischer
Masse, die jeweils an einem Tragteil 105 auf jeder Seite des Rahmengestells 103
befestigt sind. Die Achse eines jeden Motors verläuft parallel zu der Achse der
Trommel 101, und die Achsen der Motoren 116 und der Trommel 101 liegen in der gleichen
Horizontalebene.
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Die Motoren 116 haben den gleichen Drehsinn und erteilen während
des Betriebes dem Hauptrahmengestell 103 eine Schwingungsbewegung, die über nachgiebige
Kissen 108 auf die Trommel 101 übertragen werden, wobei die Kissen auf Abscheren
beansprucht werden und die Achse der Trommel 101 veranlaßt wird, eine praktisch
kreisförmige Bahn um eine horizontale feste Achse zu beschreiben, um das Rohmaterial
in der Trommel umzuwälzen und zu schleifen. Die Trommel 101 hat eine beträchtlich
höhere natürliche Frequenz als die Vibrationsfrequenz der Motoren 116, und da die
Trommel 101 merklich leichter ist als das Rahmengestell 103, wird die Amplitude
der auf die Trommel übertragenen Schwingungen verstärkt. Auf diese Weise wird die
Abnutzung in den Lagern der Motoren 16 auf einem Mindestmaß gehalten, weil schon
eine ganz kleine Schwingungsamplitude der Motoren ausreicht, um Schwingungen verhältnismäßig
großer Amplitude auf die Trommel 101 zu übertragen.
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Bei einer besonderen Ausführungsform des soeben beschriebenen Beispiels
für den Erfindungsgegenstand sind die Motoren 116 in einer Stellung an dem Rahmengestell
103 angebracht, die in Fig. 6 in strichpunktiertem Linienzug angedeutet ist; die
Ebene, die durch die Achsen der Motoren 116 und der Trommel 101 hindurchgeht, ist
gegen die Horizontale um nicht mehr als 450 geneigt. Die Motoren 116 haben entgegengesetzten
Drehsinn, um der Trommel 101 eine lineare Vibration zu erteilen. In diesem Fall
ergibt sich die Umwälzung des Rohmaterials dadurch, daß dieses gegen die Decke der
Trommel 101 in Richtung der linearen Vibration geschleudert wird und dann auf den
Boden der Trommel herunterfällt, so daß auf diese Weise eine langsame Umwälzbewegung
des Rohmaterials herbeigeführt wird.