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DE1254801B - Verfahren und Anlage zum Verbrennen fester, fluessiger oder teigiger Stoffe - Google Patents

Verfahren und Anlage zum Verbrennen fester, fluessiger oder teigiger Stoffe

Info

Publication number
DE1254801B
DE1254801B DEB71909A DEB0071909A DE1254801B DE 1254801 B DE1254801 B DE 1254801B DE B71909 A DEB71909 A DE B71909A DE B0071909 A DEB0071909 A DE B0071909A DE 1254801 B DE1254801 B DE 1254801B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
burn
combustion
space
gases
air
Prior art date
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Pending
Application number
DEB71909A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Heinz Leib
Heinz Womann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB71909A priority Critical patent/DE1254801B/de
Priority to CH616264A priority patent/CH428062A/de
Priority to BE647921D priority patent/BE647921A/xx
Priority to NL6405372A priority patent/NL6405372A/xx
Priority to AT429664A priority patent/AT250546B/de
Publication of DE1254801B publication Critical patent/DE1254801B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/006General arrangement of incineration plant, e.g. flow sheets
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/008Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor adapted for burning two or more kinds, e.g. liquid and solid, of waste being fed through separate inlets
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/08Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor having supplementary heating
    • F23G5/14Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor having supplementary heating including secondary combustion
    • F23G5/16Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor having supplementary heating including secondary combustion in a separate combustion chamber
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/20Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor having rotating or oscillating drums

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)
  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)

Description

  • Verfahren und Anlage zum Verbrennen fester, flüssiger oder teigiger Stoffe Bei den bisher bekannten, kontinuierlich arbeitenden Müllverbrennungsanlagen werden die Abfälle im allgemeinen auf einem Rost verbrannt. Während solche Anlagen bei der Vernichtung von Haus- oder Stadtmüll störungsfrei arbeiten, treten erhebliche Schwierigkeiten auf, wenn Stoffe vernichtet werden sollen, die vor der Zündung flüssig werden. Dies trifft besonders auf Abfälle aus der chemischen Industrie zu. Es tropfen dann die in heißem Zustand flüssigen Stoffe durch die Zwischenräume der Roste, erstarren dort teilweise wieder infolge der Abkühlung durch die einströmende Verbrennungsluft und verstopfen so die Lufteintrittsöffnungen. Dadurch verbrennen die Abfälle nur unvollkommen, außerdem kann es bei längerem Betrieb zu Bränden unter dem Rost und zu Zerstörungen der Rostkonstruktion führen.
  • Es ist bekannt, Drehöfen zur Verbrennung von schmelzenden Abfällen zu benutzen. Dabei werden die genannten Schwierigkeiten zwar vermieden, dafür bereiten aber die Regelung der Luft und der gleichmäßige Luftzutritt über die Länge des Drehofens, und zwar besonders bei kohlenwasserstoffreichen Ab- fällen, Schwierigkeiten. In vielen Fällen werden die Abfälle der Verbrennungsanlage in Fässern zugeführt. Bei zähflüssigen Stoffen ist es aber nicht möglich, die Fässer völlig zu entleeren, so daß die Abfälle mit dem Behälter unmittelbar dem Ofen zugeführt werden müssen. Dadurch werden stoßweise große Wärmemengen frei, die bei der ungeregelten Luftzuführung zu unvollkommener Verbrennung und zum Qualmen des Ofens führen. Leitet man diese mit unverbranntem Kohlenstoff beladenen Gase durch eine Zone oder einen Raum mit hoher Temperatur, so kann man, wie bereits bekann4 die Gase bei ausreichender Luftzufuhr restlos ausbrennen.
  • Chemische Rückstände mit hohen Wassergehalten können in keinem der bisher bekannten Müllverbrennungsöfen ohne vorherige Trocknung oder Abscheidung des Wassers verbrannt werden. Häufig müssen mit chemischen Stoffen verunreinigte Abwässer unschädlich gemacht werden, die zu ihrer Reinigung einen sehr hohen technischen und oft wirtschaftlich nicht tragbaren Aufwand erfordern.
  • Bekannt ist ein Verbrennungsofen, bei welchem die zu verbrennenden Stoffe durch einen Teil der heißen Verbrennungsgase vorgetrocknet und einem Drehofen zur endgültigen Verbrennung zugeführt werden (französische Patentschrift 1310 361). Eine Verbrennung flüssiger wasserhaltiger oder wasserfreier Abfallstoffe ist in diesem Ofen nicht möglich, da diese Stoffe beim Vortrocknen die Roste verkleben und danach zusammen mit den übrigen festen Ab- fällen den Drehrohrofen verstopfen würden. Daher ist der bekannte Drehrohrofen für sich auch nicht zur Verbrennung von flüssigen Abfallstoffen geeignet. Ausbrennräume sind an sich bekannt (französische Patentschrift 1310 361, USA.-Patentschriften 1835 147, 2 171535, 2 960 943).
  • Die Anwendung des bekannten Verfahrens zur Vernichtung von Abwässern mit brennbaren Stoffen setzt voraus, daß diese Abwässer dauernd versprühbar sind (östereichische Patentschrift 185 924). Die Düsen dürfen sich weder durch zähplastische Komponenten noch durch örtliche Eintrocknung zusetzen. Daher sind solche Düsen für industrielle flüssige Ab- fallstoffe wechselnder Zusammensetzung nicht geeignet.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbrennen fester, flüssiger oder teigiger Stoffe, bei dem die zu verbrennenden Stoffe zusammen mit der vorgewärmten Verbrennungsluft einem bewegten Verbrennungsraum zugeführt und gezündet, die erzeugten Verbrennungsgase am Ende des Verbrennungsraumes dem ersten Teil eines feststehenden, mehrteiligen Ausbrennraumes zugeführt und bei hoher Temperatur und langer Verweilzeit verbrannt und die Rauchgase nach oben ausgetragen werden, dabei zusätzlich Luft zur Nachverbrennung zugegeben wird, die Rauchgase unter Umlenkung einem nachfolgenden zweiten Teil des Ausbrennraumes zugeführt und hier mit brennbaren Heizgasen vermischt werden und die gesamten Rauchgase in einem nachfolgenden dritten Teil des Ausbrennraumes unter teilweiser Abgabe ihrer Wärine zur Erwärmung von Flüssigkeiten oder Dampf, z. B. Wasser, und in einem nachfolgenden vierten Teil des Ausbrennraumes unter gleichzeitiger Vorwärmung der Verbrennungsluft abgekühlt und in abgekühltem Zustand schließlich aus dem Ausbrennraum ausgeführt werden, wobei die anfallenden unbrennbaren Bestandteile an den Böden der einzelnen Teile des Ausbrennraumes zum Austrag gelangen.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die wasserhaltigen flüssigen Stoffe in den ersten Teil des Ausbrennraumes eingebracht und durch die Rauchgase verdampft und verbrannt werden in den zweiten Teil des Ausbrennraumes Wasser zusammen mit brennbaren Abfallstoffen eingesprüht und verdampft wird, die wasserfreien Ab- fallstoffe verbrannt werden und Luft zur Abkühlung zugeführt wird.
  • Dadurch wird die folgende, dem Gegenstand der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst: Es soll ein Verfahren zum gleichzeitigen Verbrennen fester, flüssiger und teigiger Stoffe entwickelt werden, bei welchem die Stoffe mit Luft verbrannt und die entstandenen Verbrennungsgase in einem mehrteiligen Ausbrennraum unter Zugabe von Zusatzluft und brennbaren Heizgasen ausgebrannt werden. Bei dem Verfahren der genannten Art treten dann Schwierigkeiten auf, wenn die flüssigen Stoffe sehr zäh sind, weil sie dann schlecht verdüst werden können. Enthalten die Stoffe andererseits einen großen Anteil an Wasser, so wird die Verbrennung gleichfalls gestört. Man hat bisher diese flüssigen Abfallstoffe in Fässern zugegeben. Hierbei war es schwierig, die stoßweise frei werdenden großen Wärmemengen abzuführen und eine ausreichende Verbrennung zu erreichen, so daß sich oft eine unvollkommene Verbrennung mit starker Oualmbildung ergab. Mit Hilfe des neuen Verfahrens sollte es möglich sein, ohne Abtrennung des Wassers auch chemische Rückstände mit hohen Wassergehalten einwandfrei zu verbrennen.
  • Durch die Aufheizung der Verbrennungsluft mit Hilfe der heißen Abgase werden hohe Verbrennungstemperaturen erzielt.
  • Zur Erwärmung der Heizgase werden im ersten Teil des Ausbrennraumes zusätzlich brennbare Gase zugeführt und verbrannt.
  • Um ein vollständiges Ausbrennen zu erreichen, wird vorgewärmte Verbrennungsluft dem ersten und zweiten Teil des Ausbrennraumes zugeführL Die Anlage zum Verbrennen fester, flüssiger oder teigiger Stoffe besteht aus einem rotierenden Drehofen mit Einrichtungen zum Zuführen der zu verbrennenden Stoffe und der vorgewärmten Verbrennungsluft am Eingang, einem feststehenden, aus mehreren durch senkrechte Wände abgetrennten Teilen bestehenden Ausbrennraum am Ausgang des Drehofens, einer Einrichtung zum Zuführen von Luft oder Brenngasen in den Wänden des ersten und zweiten Teiles des Ausbrennraumes, Einrichtungen zum Zuführen von Luft in die folgenden Teile des Ausbrennraumes, einem Wärmetauscher zum teilweisen Ab- kühlen der Verbrennungsgase im dritten Teil, einem Wärmetauscher zum weiteren Abkühlen der Verbrennungsgase und gleichzeitigen Aufwärmen der Verbrennungsluft im vierten Teil, einem Abzugskanal am Ende des vierten Teiles zum Abziehen der Rauchgase sowie Einrichtungen zum Austragen der unbrennbaren Bestandteile im Boden des Ausbrennraumes und ist dadurch gekennzeichnet, daß oben offene transportable Behälter am Boden des ersten Teiles des Ausbrennraumes zum Verdampfen brennbarer Flüssigkeiten, eine oben offene Umlenkwand zur Verwirbelung der Brenngase zwischen dem ersten und zweiten Teil des Ausbrennraumes und Einrichtungen zum Verdüsen von Wasser mit brennbaren Stoffen im zweiten Teil des Ausbrennraumes angeordnet sind.
  • Die Wärmetauscher sind zur schnellen Herausnahme im dritten und vierten Teil des Ausbrennraumes beweglich angeordnet; über ihnen sind in der Decke verschließbare Deckel vorgesehen.
  • Zur schnellen Auswechselung der Behälter ist am Boden des ersten Teiles des Ausbrennraumes der Boden nach unten absenkbar ausgeführt, und neben den Behältern sind in der Wand Türen angeordnet.
  • Mit dem Verfahren gemäß der Erfindung wird es erstmals möglich, Abfälle mit hohem Wassergehalt sowie solche, die vor der Verbrennung schmelzen, sicher zu verbrennen. Eine vorherige Trocknung oder eine Abscheidung vorhandenen Wassers ist bei der Durchführung des Verfahrens nicht notwendig, da die bei der Verbrennung erzeugte Wärme, gegebenenfalls unter Zugabe von Brenngas, ausreicht, um das Wasser zu verdampfen. Das gleiche gilt für Abwässer mit schädlichen oder giftigen Abfallstoffen, welche dem zweiten Teil des Verbrennungsraumes zugeführt und hier verdüst werden. Dabei verdampft das Wasser, und die brennbaren Stoffe können als Pulver verbrannt werden.
  • Die Zeichnung stellt eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung beispielsweise dar, und zwar zeigt F i g. 1 einen Längsschnitt durch die Verbrennungsanlage, F i g. 2 einen Querschnitt gemäß der Linie A-A in Fig. 1 und F i g. 3 die Schaltung eines Speisewasservorwärmers mit einem Abhitzekessel in einer Müllverbrennungsanlage.
  • Die Anlage (F i g. 1) besteht aus einem mit geringer Neigung auf Rollen 2 und 3 gelagerten Drehofen 1 mit einer gekühlten schrägen Einlaufschurre 4 an der Eingangsöffnung 5. Diese Eingangsöffnung 5 des Drehofens 1 ist durch einen Kasten 6 nach außen abgedichtet. Vor dem Kasten 6 befindet sich die Aufgabevorrichtung. Diese besitzt einen Boden 7, welcher drehbar ist, so daß die in einem Faß aufgegebenen Abfälle nach öffnen eines Schiebers 8 durch die Einlaufschurre 4 in den Drehofen 1 einfallen. Der Schieber 8 ist durch ein Seil 9 über Rollen 10 mit einem an der Außenseite befindlichen Schieber 11 so verbunden, daß jeweils immer nur einer der beiden Schieber 8 oder 11 geöffnet werden kann. Dadurch wird die Bedienungsmannschaft gegen aus dem Ofen herausschlagende Flammen geschützt.
  • Die pumpbaren Abfallstoffe werden dem Drehofen 1 aus einem Behälter 12 durch eine Dickstoffpumpe 13 über eine Leitung 14 zugeführt. Im Drehofen 1 werden die Abfallstoffe entweder durch im Kasten 6 angeordnete Brenner, in F i g. 1 nicht ange-# geben, oder durch die Speicherwärme der Ausmauerung des Drehofens entzündet, in brennendem Zustand durch die Drehung umgewälzt und ent' sprechend der Neigung des Drehofens 1 zur Austrittsöffnung 15 bewegt. Die Austrittsöffnung 15 mündet in den ersten Teil 16 des feststehenden, gemauerten Ausbrennraumes. Hier wird die Geschwindigkeit der Rauchgase stark herabgesetzt, so daß diese infolge der dort herrschenden hohen Temperatur und bei entsprechender Luftzugabe durch mindestens eine öffnung 17 restlos ausbrennen.
  • Zur Regelung der Temperatur in dem ersten Teil 16 des Ausbrennraumes kann in der öffnung 17 ein Brenner angeordnet werden, in dem zusätzlich Gas oder flüssige Brennstoffe verbrannt werden. Auf der dem Drehofen 1 gegenüberliegenden Seite des ersten Teiles 16 des Ausbrennraumes werden im Mauerwerk Nischen 18 gebildet, die zur Aufnahme von transportablen Behältern 19 dienen. Flüssige Brennstoffe, die viel Wasser enthalten, können bekanntlich nicht durch Verdüsen in Brennern verbrannt werden, wenn das verdampfende Wasser der Flamme so viel Wärme entzieht, daß sie erlöscht. Es ist deshalb notwendig, in den offenen Behälter 19 eine oberflächige Verbrennung des brennbaren Anteils und eine Verdampfung des Wasseranteils herbeizuführen.
  • Hierbei hat es sich gezeigt, daß es kein feuerfestes Material gibt, das bei höherem Wasseranteil noch wirtschaftliche Standzeiten besitzt. Aus diesem Grund sind die Behälter 19 transportabel und so angeordnet, daß sie während des Betriebes aus dem Ausbrennraum entfernt und gegen Reservebehälter ausgetauscht werden können. Dies kann durch Absenkung des Bodens 47 unter den Behälter 19 oder durch öffnen der seitlich angeordneten Türen 20 geschehen. Für die Auskleidung der Behälter 19 wählt man zweckmäßigerweise eine billige Stampfmasse, da für einen Werkstoff höherer Oualität die nur unwesentlich längere Standzeit in keinem Verhältnis zu dem Mehraufwand steht. Die Behälter 19 können von außen 'kontinuierlich durch Öffnungen 46 in den Türen 20 beschickt werden. Zur Beobachtung des Flüssigkeitsstandes in den Behältern 19 sind in den Türen 20 außerdem Beobachtungsfenster 21 angeordnet (F i g. 2).
  • Die Rauchgase verlassen den ersten Teil 16 des Ausbrennraumes, wobei durch eine senkrechte Umlenkwand 22 eine starke Verwirbelung erzielt wird, und gelangen in den zweiten Teil 23 des Ausbrennraumes. In den Außenwänden dieses Teiles 23 sind ähnliche öffnungen 24 wie im ersten Teil angeordnet, die es ermöglichen, die Rauchgase mittels öl- oder Gasbrennern aufzuheizen. In Strömungsrichtung hinter diesen öffnungen 24 ist eine Einrichtung zum Verdüsen 25 angeordnet, durch die verunreinigte flüssige Abfallstoffe eingesprüht werden, wonach sie verdampfen. Die Verunreinigungen verbrennen bei der hohen Temperatur. Eine Düsenreihe 26 zum Einblasen von Verbrennungsluft dient zur Regelung der Temperatur und zum restlichen Ausbrennen der Brenngase. Diese gelangen über eine weitere Umlenkungsöffnung 27, in der die Gase verwirbelt werden, in den dritten Teil 28 des Ausbrennraumes, in welchem den Abgasen die restliche Wärme weitgehend entzogen wird.
  • Besonders bei der Verbrennung chemischer Rückstände können die Abgase Bestandteile enthalten, die sowohl im Hoch- wie im Tieftemperaturgebiet Korrosion hervorrufen. Sollen legierte, d. h. teuere Werkstoffe für den Wärmetauscher vermieden werden, so dürfen die Wandtemperaturen des Wärmeaustauschers 29 nicht so hoch sein, daß starke Korrosion erfolgt. Außerdem können bei hohen Wandtemperaturen aus der Asche der Abfälle störende Anbackungen entstehen. Es hat sich nämlich gezeigt, daß sich, und zwar insbesondere bei chemischen Abfällen, dann Aschen mit niedrigem Erweichungspunkt bilden können. Als zweckmäßig hat sich erwiesen, wenn die Rohrwandtemperatur des Wärmetauschers 29 zwischen 120 und 250' C liegt.
  • Dies wurde beispielsweise durch eine Kopplung des beschriebenen Verfahrens mit einem Abhitzekessel erreicht, indem das Speisewasser für den Abhitzekessel, welches vorher mit Fremddampf von 100 auf 200' C aufgewärmt wurde, jetzt in der beschriebenen Anlage mit den Abgasen aufgeheizt wird.
  • F i g. 3 zeigt die Schaltung eines Speisewasservorwärmers 31 mit einem Abhitzekessel einer Müllverbrennungsanlage. Kaltes Speisewasser wird durch die Leitung 30 dem Vorwärmer 31 zugeführt, in welchem die Aufwärmung durch Fremddampf über die Leitung 32 auf 1001 C erfolgt. Das so erwärmte Speisewasser wird durch eine Speisepumpe 33 über die Leitung 34 dem Wärmetauscher 29 zugeführt, dort auf 200' C erwärmt und über die Leitung 35 in den Abhitzekessel 36 gedrückt.
  • Die Abgase gelangen dann nach einer weiteren Umlenkung 37 in den vierten Teil 38 des Ausbrennraumes, wo die restliche Abkühlung der Abgase erfolgt (F i g. 1). Diese dürfen jedoch, um den Taupunkt mit Sicherheit zu vermeiden, nur bis zu einer Temperatur von etwa 3001 C abgekühlt werden. Man verwendet zweckmäßig hierzu einen Luftvorwärmer 39, in welchem die Verbrennungsluft vorgewärmt wird. Die erwärmte Luft wird durch die Leitung 41 den einzelnen ölbrennem und Luftöffnungen 17,24 und 42 sowie der Eingangsöffnung 5 des Drehofens zugeleitet. Durch die Einführung vorgewärmter Luft in den Drehofen zünden die Abfälle früher, und der Temperaturverlauf im Drehofen wird verbessert. Die Wärmetauscher sind zur besseren Reinigung so angeordnet, daß sie ohne Demontage der Außenwände des Ausbrennraumes nach Lösen der Leitungsanschlüsse durch bewegliche Deckel 40 in der Decke des Ausbrennraumes nach oben herausgezogen werden können. Die unbrennbaren Bestandteile werden an den Abzugstrichtem 43, 44 und 45 durch Naßentschlacker abgezogen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Verbrennen fester, flüssiger oder teigiger Stoffe, bei dem die zu verbrennenden Stoffe zusammen mit der vorgewärmten Verbrennungsluft einem bewegten Verbrennungsraum zugeführt und gezündet, die erzeugten Verbrennungsgase am Ende des Verbrennungsraumes dem ersten Teil eines feststehenden, mehrteiligen Ausbrennraumes zugeführt und bei hoher Temperatur und langer Verweilzeit verbrannt und die Rauchgase nach oben ausgetragen werden, dabei zusätzlich Luft zur Nachverbrennung zugegeben wird, die Rauchgase unter Umlenkung einem nachfolgenden zweiten Teil des Ausbrennraumes zugeführt und hier mit brennbaren Heizgasen vermischt werden und die gesamten Rauchgase in einem nachfolgenden dritten Teil des Ausbrennraumes unter teilweiser Abgabe ihrer Wärme zur Erwärmung von Flüssigkeiten oder Dampf, z. B. Wasser, und in einem nachfolgenden vierten Teil des Ausbrennraumes unter gleichzeitiger Vorwärmung der Verbrennungsluft abgekühlt und in abgekühltem Zustand schließlich aus dem Ausbrennraum ausgeführt werden, wobei die anfallenden unbrennbaren Bestandteile an den Böden der einzelnen Teile des Ausbrennraumes zum Austrag gelangen, dadurch gekennz e i c h n e t, daß die wasserhaltigen flüssigen Abfallstoffe in den ersten Teil des Ausbrennraumes eingebracht und durch die Rauchgase verdampft und verbrannt werden, in den zweiten Teil des Ausbrennraumes Wasser zusammen mit brennbaren Abfallstoffen eingesprüht und verdampft wird, die wasserfreien Abfallstoffe verbrannt werden und Luft zur Abkühlung zugeführt wird.
  2. 2. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem rotierenden Drehofen mit Einrichtungen zum Zuführen der zu verbrennenden Stoffe und der vorgewärmten Verbrennungsluft am Eingang, einem feststehenden, aus mehreren durch senkrechte Wände abgetrennten Teilen bestehenden Ausbrennraum am Ausgang des Drehofens, einer Einrichtung zum Zuführen von Luft oder Brenngasen in den Wänden des ersten und zweiten Teiles des Ausbrennraumes, Einrichtungen zum Zuführen von Luft in die folgenden Teile des Ausbrennraumes, einem Wärinetauscher zum teilweisen Abkühlen der Verbrennungsgase im dritten Teil, einem Wärmetauscher zum weiteren Abkühlen der Verbrennungsgase und gleichzeitigen Aufwärmen der Verbrennungsluft im vierten Teil, einem Abzugkanal am Ende des vierten Teiles zum Abziehen der Rauchgase sowie Einrichtungen zum Austragen der unbrennbaren Bestandteile im Boden des Ausbrennraumes, dadurch gekennzeichnet, daß oben offene transportable Behälter (19) am Boden des ersten Teiles des Ausbrennraumes zum Verdampfen brennbarer flüssiger Abfallstoffe, eine oben offene Umlenkwand (22) zur Verwirbelung der Brenngase zwischen dem ersten und zweiten Teil des Ausbrennraumes und Einrichtungen (25) zum Verdüsen von Wasser mit brennbaren Abfallstoffen im zweiten Teil des Ausbrennraumes angeordnet sind. 3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmetauscher zur schnellen Herausnahme im dritten und vierten Teil des Ausb - rennraumes beweglich angeordnet und über ihnen in der Decke verschließbare Deckel vorgesehen sind. 4. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur schnellen Auswechselung der Behälter am Boden des ersten Teiles des Ausbrennraumes der Boden nach unten absenkbar ausgeführt ist. 5. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten Teil des Ausbrennraumes neben den Behältern in der Wand Türen angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 933 632; österreichische Patentschrift Nr. 185 924; französische Patentschrift Nr. 1310 361; britische Patentschrift Nr. 579 468; USA.-Patentschriften Nr. 2 171535, 1835 147; Zeitschrift »Chemie-Ingenieur-Technik«, 1962# Nr. 12, S. 801 bis 807; Zeitschrift »Power«, 1951, Heft 2, S. 100 bis 102; Werbeschrift Nr. 716-6/58, Wärmetauscher der Firma Babcock & Wilcox-Dampfkessel-Werke A. G., Oberhausen.
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