DE1254192B - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Driftkompensation einer aus mehreren Gleichstromverstaerkern bestehenden Schaltungsanordnung, vorzugsweise zur Verwendung in der Analogrechentechnik und in Geraeten zur analogen Messwert-Erfassung und -Verarbeitung - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zur Driftkompensation einer aus mehreren Gleichstromverstaerkern bestehenden Schaltungsanordnung, vorzugsweise zur Verwendung in der Analogrechentechnik und in Geraeten zur analogen Messwert-Erfassung und -VerarbeitungInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H03f
Deutsche KI.: 21 a2-18/02
Nummer: 1 254 192
Aktenzeichen: J 26742 VIII a/21 a2
Anmeldetag: 22. Oktober 1964
Auslegetag: 16. November 1967
Die Erfindung betrifft eine aus mehreren Verstärkern bestehende Schaltanordnung, die vorzugsweise
in der Analogrechentechnik und in Geräten zur analogen Meßwerterfassung und -Verarbeitung
Anwendung finden kann.
LJm eine genügende Nullpunktkonstanz bei Gleichspannungsverstärkern
zu erreichen, ist ein allgemein höherer Aufwand in den Gleichspannungsverstärkern
sowie bei deren Speisespannungsquellen erforderlich, als dies bei Wechselspannungsverstärkern der Fall ist.
Die Ursachen für die Nullpunktdrift können bei Gleichspannungsverstärkern hauptsächlich zwei Gruppen
umfassen. Einmal sind es Ursachen, die in den Gleichspannungsverstärkern selbst liegen. Hierzu gehören
langsame zeitliche Änderungen der elektrischen Kennwerte ihrer Bauelemente, die innerhalb der vom
Hersteller angegebenen Toleranzen liegen. Zum anderen sind es Ursachen, die außerhalb der Verstärker
liegen, wie zeitliche Änderungen der Speisespannungen und der Umgebungstemperatur dieser Gleichspannungsverstärker.
Wirken demnach auf einen Gleichspannungsverstärker mehrere Drift- oder Störungsursachen ein, so
entsteht daraus eine auf den Eingang bezogene Driftoder Störspannung des Verstärkers. Die Driftursachen
sind bei Röhrenverstärkern in erster Linie die Änderungen der vorhandenen Speisespannungen einschließlich
der Heizspannungen. Bei Halbleiterverstärkern tritt als wesentliche Driftursache noch die Änderung
der Umgebungstemperatur hinzu.
Nachfolgend sollen die Ursachen für die außerhalb der Gleichspannungsverstärker liegende Nullpunktdrift
und die bekannten Verfahren zur Beseitigung derselben näher betrachtet werden.
Hinsichtlich der Umgebungstemperatur sind Transistor-Gleichspannungsverstärker
besonders empfindlich, da sich der Arbeitspunkt einer Transistorverstärkerstufe
bei der Temperaturänderung verschiebt, wenn nicht besondere Maßnahmen zur Arbeitspunktstabilisierung
getroffen werden.
Bekanntlich werden die einzelnen Verstärkerstufen eines Transistor-Gleichspannungsverstärkers als Differentialstufen,
bestehend aus je zwei Transistoren mit gemeinsamem Emitterwiderstand, aufgebaut. Beide
Transistoren werden nach gleichem Temperaturverhalten vorher ausgesucht, so daß am Ausgang einer
solchen Transistorstufe nur noch die Differenz des Temperaturverhaltens beider Transistoren als Arbeitspunktverschiebung
auftritt. Gleichermaßen empfindlich sind Transistor- und Röhren-Gleichspannungsverstärker
gegen Schwankungen der Betriebsspannungen. Daher erfordern bekanntlich Gleichspannungs-Verfahren
und Schaltungsanordnung
zur Driftkompensation einer aus mehreren
Gleichstromverstärkern bestehenden
Schaltungsanordnung, vorzugsweise zur
Verwendung in der Analogrechentechnik und
in Geräten zur analogen Meßwert-Erfassung
und -Verarbeitung
zur Driftkompensation einer aus mehreren
Gleichstromverstärkern bestehenden
Schaltungsanordnung, vorzugsweise zur
Verwendung in der Analogrechentechnik und
in Geräten zur analogen Meßwert-Erfassung
und -Verarbeitung
Anmelder:
Institut für Regelungstechnik,
Berlin 35, Neue Bahnhofstr. 9-17
Berlin 35, Neue Bahnhofstr. 9-17
Als Erfinder benannt:
Horst Prochnow, Berlin-Lichtenberg
verstärker elektronisch geregelte Betriebsspannungsquellen, die im allgemeinen eine Konstanz der geregelten
Betriebsspannung von 0,1 °/0 haben sollen. Röhren-Gleichspannungsverstärker sind bezüglich
ihrer Nullpunktdrift auch noch gegen Heizspannungsänderungen empfindlich. In diesem Fall ist eine Stabilisierung
der Heizspannung möglich, oder es wird häufig eine Röhrenverstärkerstufe als Differentialverstärker
mit zwei Röhren mit gemeinsamem Kathodenwiderstand ausgebildet, wobei nur noch die Differenz der
durch die Heizspannung bedingten Arbeitspunktänderungen beider Röhren am Ausgang der jeweiligen
Röhren-Differentialstufe wirksam wird.
Weiterhin sind Verfahren bekannt, bei denen ein zusätzliches Verstärkerelement pro Gleichspannungsverstärkerstufe
vorgesehen ist, das in gleicher Weise wie das eigentliche Verstärkerelement driftbehaftet ist
und eine Driftkompensationsspannung erzeugt, die die Driftspannung der jeweiligen Verstärkerstufe weitgehendst
kompensiert. Diese Schaltungsanordnungen dienen besonders bei Röhrenverstärkern zur Vermeidung
der durch Heizspannungsänderungen verursachten Drift. Hierbei besteht die driftkompensierte Gleichspannungsverstärkerstufe
aus einer Röhrenpentode und die zusätzliche Verstärkerstufe aus einer Röhrentriode,
wobei die Driftkompensationsspannung von der Anode der Triode auf das Schirmgitter der Pentode
eingekoppelt wird.
Weiterhin ist bereits bekannt, daß bei der Anwendung nicht stabiler Betriebsspannungen an geeigneter
Stelle einem Gleichspannungsverstärker eine mit den
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Speisespannungen proportional sich verändernde werden. Würde man verschiedene gleiche Stufen aus
Gleichspannung zugeführt wird, die eine Verminderung verschiedenen gleichen Verstärkern gemeinsam an
der durch Speisespannungsschwankungen hervor- eine einzige Korrekturstufe anschließen, so würde
gerufenen Nullpunktdrift bewirkt. Um die Nullpunkt- wegen des relativ hohen Innenwiderstandes des Ausdrift
von äußeren Einflüssen, wie Betriebsspannungs- 5 ganges der Korrekturstufe, der an der Anode eines
Schwankungen und Temperaturänderungen, unab- normalen Triodenverstärkers die Größenordnung
hängig zu machen, ist also nach dem gegenwärtigen von einigen Kiloohm hat, die gesamte Schaltanordnung
Stand der Technik ein entsprechender Aufwand bei infolge unerwünschter Stromverkopplung an dem zu
der Stromversorgung und im Gleichspannungsver- hohen Innenwiderstand der gemeinsamen Korrekturstärker selbst erforderlich. Da Gleichspannungs- io Spannungsquelle in unkontrollierte Schwingungen
verstärker mindestens zwei bis drei verschiedene geraten.
Speisespannungen benötigen und diese elektronisch Die Erfindung bezweckt die Verwirklichung der
stabilisiert werden müssen, liegt oft der technische Forderung nach Gleichspannungsverstärkern mit einer
Hauptaufwand bei Geräten mit einer geringen Anzahl genügend geringen Nullpunktdrift, die keine besonvon
Gleichspannungsverstärkern in der Stromver- 15 deren Anforderungen an die Konstanz der Speisesorgung.
Obwohl bei modernen Prozeßsteuerungen spannungen und der Umgebungstemperatur stellen,
und Regelungen in vielen Fällen Analogrechenein- ohne daß ein besonderer technischer Aufwand in den
heiten zur Meßwertverarbeitung mit einer kleinen Verstärker und Speisespannungsquellen notwendig ist.
Anzahl von Operationsverstärkern erforderlich sind, Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
finden rein elektronische Analogrechner zur Zeit 20 eine Schaltungsanordnung zu erstellen, bei der mehrere
noch wenig Anwendung. Denn kleinere Rechen- Gleichspannungsverstärker aus gemeinsamen Speiseeinheiten
sind infolge des ungünstigen Verhältnisses Spannungsquellen betrieben werden können, wobei
der Rechenverstärker zur erforderlichen Stromver- Änderungen der Umgebungstemperatur und der
sorgung zu teuer und auch zu unzuverlässig. Das Speisespannungen, die innerhalb der zulässigen Bebekannte
Verfahren, den Nullpunkt eines Verstärkers 25 triebswerte liegen, keinen störenden Einfluß auf die
durch eine Spannung zu korrigieren, die proportional Nullpunktkonstanz der Gleichspannungsverstärker
einer sich ändernden Betriebsspannung ist, hat nur haben sollen.
eine begrenzte Wirksamkeit. Die Korrekturspannung Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß
kann durch einen Spannungsteiler nur aus einer auf der Grundlage folgender Überlegungen:
Speisespannungsquelle abgeleitet werden, wobei die 30 Wirken auf einen Gleichspannungsverstärker meh-
Spannungsschwankungen der anderen Speisespan- rere Drift- oder Störungsursachen ein, so entsteht
nungsquellen, z. B. hervorgerufen durch Belastungs- daraus eine auf den Eingang bezogene Drift- oder
änderungen, nicht berücksichtigt werden können. In Störspannung des Verstärkers. Die Driftursachen sind
den meisten Fällen ändert sich die Nullpunktdrift bei Röhrenverstärkern in erster Linie die Änderungen
eines Gleichspannungsverstärkers nicht proportional 35 der vorhandenen Speisespannungen einschließlich der
mit einer Speisespannungsänderung, so daß die Heizspannungen. Bei Halbleiterverstärkern tritt als
speisespannungsproportionale Nullpunktkorrektur nur wesentliche Driftursache noch die Änderung der
für einen relativ kleinen Bereich der Speisespannungs- Umgebungstemperatur hinzu. Es sei vorausgesetzt,
änderungen wirksam ist. daß in einem Gerät, das mehrere Gleichspannungs-
Das am weitesten verbreitete und auch wirk- 40 verstärker enthält, alle Verstärker den gleichen
samste Verfahren stellt die Differentialverstärker- Schaltungsaufbau haben und an die gleichen Speisetechnik
sowohl bei Röhren als auch bei Halbleiter- Spannungsquellen angeschlossen sind. Weiterhin sollen
bauelementen dar. Bei Gleichheit der aktiven und die Verstärker räumlich dicht nebeneinander angepassiven
Bauelemente der beiden Teile einer Differen- ordnet sein, so daß die Umgebungstemperatur für
tialverstärkerstufe ist eine absolute Symmetrie der 45 alle Verstärker immer als gleich anzusehen ist.
gesamten Verstärkeranordnung vorhanden, die auch Diese oben gemachten Voraussetzungen sind bei die in einem großen Änderungsbereich auftretenden einem Gerät, das mehrere Gleichspannungsverstärker Speisespannungs- und Temperaturschwankungen ohne enthält, in der Praxis durch einen entsprechenden besondere Abgleichmittel wirksam kompensiert. Der konstruktiven und schaltungstechnischen Aufbau erNachteil dieses bewährten Verfahrens liegt daher 50 reichbar.
gesamten Verstärkeranordnung vorhanden, die auch Diese oben gemachten Voraussetzungen sind bei die in einem großen Änderungsbereich auftretenden einem Gerät, das mehrere Gleichspannungsverstärker Speisespannungs- und Temperaturschwankungen ohne enthält, in der Praxis durch einen entsprechenden besondere Abgleichmittel wirksam kompensiert. Der konstruktiven und schaltungstechnischen Aufbau erNachteil dieses bewährten Verfahrens liegt daher 50 reichbar.
mehr auf ökonomischem Gebiet, da jede vollständige Dabei wird von der Erkenntnis ausgegangen, daß
Differentialstufe aus zwei gleichen, vollständigen Ver- gleichartige Gleichspannungsverstärker mit gleichen
stärkerstufen aufgebaut sein muß, d. h., der technische Driftursachen der gleichen auf den Eingang bezogenen
Aufwand pro Verstärkerstufe verdoppelt sich. Driftspannung unterliegen.
Die Verfahren, bei denen ein zusätzliches Ver- 55 Wenn in einem Gerät eine bestimmte Anzahl
Stärkerelement pro Gleichspannungsverstärkerstufe Gleichspannungsverstärker benötigt werden, so wird
vorgesehen ist, das in gleicher Weise wie das eigent- erfindungsgemäß ein zusätzlicher Gleichspannungsliche
Verstärkerelement driftbehaftet ist und daher verstärker zur Korrektur der Drift- oder Störspanmmzur
Driftkompensation der eigentlichen Gleichspan- gen der übrigen Verstärker verwendet. Dieser zunungsverstärkerstufe
eingesetzt wird, hat sich in der 60 sätzliche Verstärker ist durch ein Gegenkopplungs-Praxis
kaum durchgesetzt. Denn die Verstärkerstufe netzwerk derart gegengekoppelt, daß an einem ge-
und die Korrekturstufe haben nicht den gleichen eigneten Punkt des Gegenkopplungswerkes die Driftsymmetrischen Aufbau, so daß die Korrekturstufe spannung entnommen werden kann. Diese erhaltene
besonders abgeglichen werden muß, und dieser Korrekturspannung wird zugleich allen übrigen Ver-Abgleich
ist auch nur für einen kleineren Bereich der 65 stärkern zugeführt und bewirkt die Korrektur der
Speisespannungsschwankungen wirksam. Dieses Ver- auf den Eingang bezogenen Driftspannung, indem
fahren kann wie der Differentialverstärker nur für die Korrekturspannung bei den übrigen Verstärkern
jede einzelne Verstärkerstufe besonders angewendet eine auf den Eingang bezogene Spannung hervorruft,
die der ursprünglichen Driftspannung mit entgegen- elektrode E' über zi die notwendige Betriebsspannung
gesetzten Vorzeichen gleich ist. Ug zugeführt wird.
Somit ist bei allen übrigen Verstärkern die Summe Am Summierpunkt S' steht die Summe der Span-
der auf den Eingang bezogenen Drift- und Stör- nungen Ud und Ue, und am Ausgang A steht die
spannungen gleich Null. 5 s = «* zur Verfügung. Die auf den
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von drei k
zeichnerischen Prinzipdarstellungen und zwei schal- Summierpunkts' bezogene Driftspannungud nach
tungstechnischen Ausführungsbeispielen näher erläu- Fig. 2 ist einer Spannung uD am Summierpunkt S
tert. Es zeigt nach Fig. 1 äquivalent. Zwischen den auf die
F i g. 1 eine Prinzipdarstellung eines vom Ausgang io jeweiligen Summierpunkte S bzw. S' bezogenen Driftauf
den Eingang spannungsgegengekoppelten Zusatz- spannungen ud bzw. ud besteht die einfache lineare
VerFStfgke2rSeL?PrinZipdarstellung eines vom Ausgang Beziehui* ~~D = * wobei * eine Maßzahl ^ die
auf eine zweite Eingangsklemme E' spannungsgegen- Spannungsverstärkung zwischen den Eingängen E
gekoppelten Verstärkers Fn+1, i5 und E' der Eingangsstufe darstellt. An Hand von
Fig. 3 eine prinzipielle Gesamtdarstellung der Fig. 3 wird die Funktion einer erfindungsgemäßen
erfindungsgemäßen Schaltanordnung, die aus men- Schaltanordnung, bestehend aus mehreren Verstärkern
reren Verstärkern V1 bis Vn mit einem Zusatzverstär- mit gemeinsamer Speisespannungsquelle, beschrieben,
ker Vn+1 und einer Speisespannungsquelle SQ be- In dieser Schaltanordnung werden zum Zweck der
steht, ao Gleichspannungsverstärkung die durch die Rechen-
F ig. 4 ein schaltungstechnisches Ausführungs- impedanzen z0 und z{ gegengekoppelten Verstärker V1
beispiel mit Röhrenverstärkern, bis Vn benötigt. Außerdem ist ein zusätzlicher Ver-
Fig. 5 ein schaltungstechnisches Ausführungsbei- stärker Vn+1 vorgesehen. Der Verstärker Vn+1 ist
spiel mit Halbleiterverstärkern. über die Gegenkopplungsimpedanzen Z0 und z* vom
Der zusätzliche Verstärker Ven+1 ist nach Fig. 1 25 Ausgang A auf eine Steuerelektrode E' der Verstärker-
durch die Gegenkopplungsimpedanzen Z0 und zt· vom eingangsstufe spannungsgegengekoppelt, wobei seine
Ausgang auf den Eingang spannungsgegengekoppelt. Eingangsklemme E an Erde gelegt ist.
Auf seine einzelne Verstärkerstufen wirken die Drift- Die Gegenkopplungsimpedanz z« liegt an einer
Ursachen DtZ1 bis D Un ein. Spannungsquelle U0, wodurch der Steuerelektrode E'
Der Verstärker hat einen durch die Gegenkopp- 30 die benötigte Hilfsspannung Us' zugeführt wird,
lungsimpedanzen zj und Z0 bestimmten Gegenkopp- Sämtlichen Verstärkern V1 bis Kn+1 werden aus einer
, . , , Z1 , . . ,, ... . ,, gemeinsamen Speisespannungsquelle SQ die Betriebs-
lungsfaktor k = --—, wobei seme Verstärkung V fpanaungen ^8 ü% zugeführt Die von der Speiseals
das Verhältnis der Ausgangsspannung uA zu einer Spannungsquelle SQ abgegebenen Spannungen sind
von außen an die Eingangsklemme E angelegten 35 einfachen, unstabilisierten Netzteilen entnommen.
Spannung m bei nicht gegengekoppeltem Verstärker die voll den netzseitigen auftretenden Spannungsmit
einer auf den Eingang bezogenen Driftspannung Schwankungen Un unterliegen.
Ud = O definiert ist. Unter der Bedingung, daß die Weiterhin unterliegen sämtliche Verstärker den
Schleifenverstärkung kV des gegengekoppelten Ver- gleichen Änderungen der Umgebungstemperatur AT.
stärkers wesentlich größer als 1 ist, erhält man für ua 40 Die auf alle Verstärker V1 bis Vn+1 einwirkenden
die einfache Beziehung gleichen Driftursachen bewirken bei den Verstärkern
V1 bis Vn die gleiche, auf den Eingang £ bezogene
Ua _ J^?„<
Driftspannung ud. Entsprechend entsteht am Sum-
k ' mierpunkt 5' des zusätzlichen Verstärkers Vn-T1 die
45 auf diesen Punkt bezogene Driftspannung ud = μ ur>.
Der Zusatzverstärker Ven+1 mit den Gegenkopp- Da die Eingangsklemmen E' sämtlicher Verstärker
lungsimpedanzen z\ und z0 ist demnach eine einfache miteinander verbunden sind, liegt die am Punkt S'
analoge Recheneinrichtung, mit der man am Gegen- stehende Spannung uD' + Ue gleichzeitig an allen
kopplungssummierpunkt S die Spannung ud bzw. am Eingängen E'. Einmal erhalten die Eingänge E' die
. ,. ~ uD , , , ,50 benötigte Betriebsspannung Ue, und zum anderen
Ausgang die Spannung -^ durch Anwendung der bewkkt die zugeführte Spannung uD' die Kompensa-
Spannungsgegenkopplung errechnen kann. Die am tion der auf den Eingang bezogenen Driftspannung ue,
Punkt S erhaltene Spannung repräsentiert daher die d. h., die auf den Eingang aller Verstärker bezogenen
Summe aller in den verschiedenen Stufen auftretenden gleichen Driftspannungen uD werden zu Null. In den
Driftursachen DU1 bis DUn- 55 Ersatzschaltbildern für die Verstärker V1 bis Vn wird
Eine andere Ausführungsmöglichkeit der Span- die Kompensation der Driftspannung uD so darge-
nungsgegenkopplung des Zusatzverstärkers ist in stellt, daß die dem Eingang E' zugeführte Spannung uD'
Fig. 2 dargestellt. Hierbei ist der Gegenkopplungs- . . , _. , _. .., "'
summierpunktS' nicht mit der EingangsklemmeE eme auf den Eingang bezogene Dnftspannung— =«z,
des Verstärkers identisch. Der Summierpunkt S' wird 60 erzeugt, die das umgekehrte Vorzeichen der urvielmehr
an eine Steuerelektrode E' der Verstärker- sprünglichen Driftspannung uD hat, so daß die resuleingangsstufe
gelegt, die die gleiche Phasenlage tierende, auf den Eingang bezogene Driftspannung
bezüglich der Ausgangsspannung wie die Eingangs- zu Null wird. Die erfindungsgemäße Schaltungsklemme E besitzt. Solch eine zweite Steuerelektrode anordnung hat gegenüber den bekannten schaltungsder
Verstärkereingangsstufe ist z. B. das Schirmgitter 65 technischen Lösungen folgende vorteilhafte Merkeiner
Röhrenpentode. Die Eingangsklemme E ist an male:
Erde gelegt, und die Gegenkopplungsimpedanz zi an Bezüglich der äußeren Driftursachen, der Speiseeine
Speisespannungsquelle U0, wodurch der Steuer- Spannungszuführung der Spannungen U1 bis Un sowie
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der Spannung ud -4- Ue besteht zwischen den Ver- über jeweils einen Widerstand beaufschlagende Kor-
stärkern V1 bis Vn und dem Verstärker Vn+1 ein streng rekturspannung aufweist und der Widerstandswert in
symmetrischer Schaltungsaufbau. Spannungsschwan- Abhängigkeit der Gegenkopplungswiderstände des
kungen und Temperaturänderungen werden daher in jeweiligen Verstärkers so gewählt ist, daß die auf den
einem relativ großen Änderungsbereich in ihrer Aus- 5 Verstärkereingang bezogene Drift- oder Störspannung
wirkung auf die Driftspannung optimal wie beim den Wert Null hat.
Differentialverstärker unterdrückt, ohne daß beson- Nach je einem weiteren erfindungsgemäßen Merkdere
Abgleichmaßnahmen in der Schaltung bei In- mal sind die Eingangstransistoren sämtlicher Verstärbetriebnahme
notwendig sind. Der zusätzliche Auf- ker gemeinsam an einem Metallblock angeordnet und
wand für die Driftkompensation beträgt bei der io als Speisespannungsquellen Gleichrichterschaltungen
erfindungsgemäßen Schaltanordnung bei η Verstär- mit einem Ladekondensator vorgesehen. Nach einem
kern mit H1 einfachen Verstärkerstufen bei einem zu- weiteren erfindungsgemäßen Merkmal werden als
sätzlich benötigten Verstärker einmal H1 Verstärker- Speisespannungsquellen für die benötigten Betriebsstufen, während er sich z. B. bei der vergleichbaren spannungen einfache, nichtelektrisch stabilisierte
Differentialverstärkerstufe auf η · /Z1 zusätzliche Ver- 15 Stromversorgungsnetzteile verwendet, die voll den im
stärkerstufen beläuft (bei η Verstärkern mit nx Stufen allgemeinen Wechselstromnetz auftretenden Spanwird
pro Verstärkerstufe eine zusätzliche Verstärker- nungsschwankungen unterliegen, da durch den funkstufe
in Differentialschaltung benötigt). Demnach tionsmäßig symmetrischen Schaltungsaufbau der erbeträgt
der zusätzliche Aufwand der erfmdungs- findungsgemäßen Schaltanordnung Speisespannungs-
.. ο T.. , 1 ^ _ ., .., j 20 Schwankungen keine Driftspannungen in den verwen-
gemäßen Losung nur den - -ten Teil gegenüber der deten Verst|rkern verursach P en.
herkömmlichen Differentialverstärkertechnik, wenn η Der erfindungsgemäße Schaltungsaufbau eignet sich
die Anzahl der verwendeten Verstärker angibt. nicht nur zur Verminderung des Drifteinliusses von
Ein weiteres erfindungsgemäßes Merkmal ist, daß langsamen Schwankungen der Speisespannungen auf
die Gegenkopplung des zusätzlichen Verstärkers Kn+1 25 die Gleichspannungsverstärker, sondern auch für
als Spannungsgegenkopplung ausgeführt ist. Infolge schnelle periodische Änderungen der Speisespannun-
der angewendeten Spannungsgegenkopplung wird gen, wie sie bei aus dem Wechselstromnetz gespeisten
erreicht, daß der Innenwiderstand des Gegenkopplungs- Speisespannungsquellen mit ungenügender Siebung
, „ c r , j τ, , . l auftreten. Dieser Schaltungsaufbau gestattet daher
sumrmerpunktesS gegenErde um den Faktor w ver- 3o nicht nur den FortM bes(fnderer stabilisierungsein-
mindert wird. Hierdurch wird sichergestellt, daß der richtungen in den Speisespannungsquellen, sondern
Speisespannungspunkt 5" für die Spannung ud + Ue bei den Gleichspannungsquellen in den meisten Fällen
gegen Erde so niederohmig wird, daß beliebig auch den Fortfall einer elektrischen Siebkette, so daß
viele Verstärker zur Driftkorrektur mit ihm verbunden die betreffenden Speisespannungen direkt aus dem
werden können, ohne daß die Gefahr einer unkontrol- 35 Ladekondensator einer Gleichrichterschaltung entlierten
Stromverkopplung der einzelnen Verstärker nommen werden können. Es ist bekannt, wenn mehrere
über einen zu hohen Innenwiderstand des gemein- Verstärker mit hoher Verstärkung aus gemeinsamen
samen Speisespannungspunktes S' besteht. Speisespannungsquellen gespeist werden, daß sich
Ein weiteres erfindungsgemäßes Merkmal ist, daß diese Verstärker in bestimmten Frequenzbereichen
die Schleifenverstärkung k V des spannungsgekoppelten 40 gegenseitig zu unerwünschten Schwingungen anregen
Zusatzverstärkers Vn+1 wesentlich größer als 1 ist. können, sofern der Innenwiderstand der Speisespan-Durch
diese Bedingung kann sichergestellt werden, nungsquellen in bestimmten Frequenzbereichen einen
daß die Korrekturspannung ud am Gegenkopplungs- zu hohen Wert besitzt. In vielen Anwendungsfällen
Summierpunkt möglichst genau ihren korrekten Wert benötigen daher Geräteanordnungen mit mehreren
erreicht. 45 Verstärkerstufen bzw. Verstärkern stabilisierte Speise-
Nach einem anderen erfindungsgemäßen Merkmal Spannungsquellen, damit der erforderliche geringe
wird bei Röhrenverstärkern als Eingangsröhre eine Innenwiderstand erreicht werden kann.
Pentode verwendet, wobei die Spannungsgegenkopp- Bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Schallung
des Zusatzverstärkers Vn^1 zwischen dem Ver- tungsaufbaues müssen die verwendeten Speisespanstärkerausgang
und dem Schirmgitter der Eingangs- 50 nungsquellen keinen besonders kleinen Innenwiderpentode
erfolgt. Hierbei wird der Eingang des Zusatz- stand aufweisen, da die durch die Ausgangsströme der
Verstärkers an Erde gelegt. einzelnen Verstärkerstufen bzw. Verstärker an den
Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Merkmal Innenwiderständen der gemeinsamen Speisespannungswird
bei Röhrenverstärkern als Gegenkopplungs- quellen hervorgerufenen Spannungsänderungen keinen
impedanz zwischen Verstärkerausgang und Schirm- 55 Einfluß auf die Ausgangsspannungen der einzelnen
gitter eine Zenerdiode verwendet, wobei die Zener- Verstärkerstufen bzw. Verstärker haben und dadurch
diodenspannung der Betriebsspannung des Schirm- unerwünschte gegenseitige Beeinflussungen über den
gitters entspricht. Das Schirmgitter ist gleichzeitig über Innenwiderstand der Speisespannungsquellen unmögeinen
Widerstand an eine positive Spannungsquelle zur Hch sind.
Versorgung mit der notwendigen Betriebsspannung Ub 6o Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, daß als Speiseangeschlossen.
Spannungsquellen in transportablen netzunabhängigen Nach einem anderen Erfindungsmerkmal wird bei Geräten für Transistorverstärker beliebige chemische
Transistorverstärkern mit Hilfe eines am Emitter des Primär- und Sekundärbatterien mit relativ hohem
Eingangstransistors liegenden variablen Spannungs- Innenwiderstand direkt Verwendung finden können,
teilers der Verstärkernullpunkt eingestellt, wobei der 65 Gemäß F i g. 4 wird eine Schaltung mit « + 1
vom Ausgang auf den Eingang durch zwei Wider- Gleichspannungsverstärkern gezeigt. Die Nullpunktstände
gegengekoppelte zusätzliche Verstärker am abweichung der Verstärker V1 bis Vn wird durch eine
Ausgang eine die Eingänge der übrigen Verstärker am Schirmgitter g2 einer Pentode 1 eines Verstär-
Claims (3)
1. Verfahren zur Driftkompensation einer aus mehreren Gleichstromverstärkern bestehenden
Schaltungsanordnung, vorzugsweise zur Verwendung in der Analogrechentechnik und in Geräten
zur analogen Meßwerterfassung und -verarbeitung, dadurch gekennzeichnet, daß sämtlichen
Verstärkern (F1... Fn+1; Fe1... Fen+1) gleichen
Schaltungsaufbaues gemeinsame Speisespannungsquellen zugeordnet sind und ein vom Ausgang
auf die Eingangsstufe gegengekoppelter Verstärker (Fn+1; Fen+1) eine Korrekturspannung erzeugt,
die proportional ist der auf den Eingang der übrigen Verstärker bezogenen Drift- oder Störspannung
(ud) und mit einer solchen Polarität auf die Eingangsstufe dieser Verstärker geschaltet ist,
daß deren auf den Eingang bezogene Drift- oder Störspannung kompensiert wird.
2. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gegenkopplung der Verstärker (Fn+1; Fen+1) als Spannungsgegenkopplung ausgeführt
ist, indem ein Teil der am Ausgang (Λ) liegenden
Spannung (ua) durch einen aus zwei Impedanzen bestehenden Spannungsteiler auf den
Gegenkopplungssummierpunkt (S', S) zurückgeführt ist.
3. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Eingang (E) des gegengekoppelten Verstärkers (Fn+1) geerdet und sein Ausgang
(A) über eine Zenerdiode (7) mit einer Eingangsklemme (£") verbunden ist, die mit dem
Schirmgitter (g2) einer als Eingangsstufe vorgesehenen
Pentode (1) identisch ist, und daß von dem über einen Widerstand (6) an einer positiven
Speisespannung (U0) liegenden Schirmgitter der Pentode die Korrektur- und Betriebsspannung
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964J0026742 DE1254192B (de) | 1964-10-22 | 1964-10-22 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Driftkompensation einer aus mehreren Gleichstromverstaerkern bestehenden Schaltungsanordnung, vorzugsweise zur Verwendung in der Analogrechentechnik und in Geraeten zur analogen Messwert-Erfassung und -Verarbeitung |
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|---|---|---|---|
| DE1964J0026742 DE1254192B (de) | 1964-10-22 | 1964-10-22 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Driftkompensation einer aus mehreren Gleichstromverstaerkern bestehenden Schaltungsanordnung, vorzugsweise zur Verwendung in der Analogrechentechnik und in Geraeten zur analogen Messwert-Erfassung und -Verarbeitung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1254192B true DE1254192B (de) | 1967-11-16 |
| DE1254192C2 DE1254192C2 (de) | 1968-05-22 |
Family
ID=7202736
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1964J0026742 Granted DE1254192B (de) | 1964-10-22 | 1964-10-22 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Driftkompensation einer aus mehreren Gleichstromverstaerkern bestehenden Schaltungsanordnung, vorzugsweise zur Verwendung in der Analogrechentechnik und in Geraeten zur analogen Messwert-Erfassung und -Verarbeitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1254192B (de) |
Citations (3)
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- 1964-10-22 DE DE1964J0026742 patent/DE1254192B/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1254192C2 (de) | 1968-05-22 |
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