DE1254053B - Elektrische Signaleinrichtung - Google Patents
Elektrische SignaleinrichtungInfo
- Publication number
- DE1254053B DE1254053B DEN27279A DEN0027279A DE1254053B DE 1254053 B DE1254053 B DE 1254053B DE N27279 A DEN27279 A DE N27279A DE N0027279 A DEN0027279 A DE N0027279A DE 1254053 B DE1254053 B DE 1254053B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- signal
- coils
- ring
- receiver
- signaling device
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 230000011664 signaling Effects 0.000 title claims description 13
- 230000005291 magnetic effect Effects 0.000 claims description 27
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 5
- 230000005294 ferromagnetic effect Effects 0.000 claims description 4
- 239000000696 magnetic material Substances 0.000 claims description 4
- 239000003302 ferromagnetic material Substances 0.000 claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 claims 1
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 10
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 7
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 description 5
- BGPVFRJUHWVFKM-UHFFFAOYSA-N N1=C2C=CC=CC2=[N+]([O-])C1(CC1)CCC21N=C1C=CC=CC1=[N+]2[O-] Chemical compound N1=C2C=CC=CC2=[N+]([O-])C1(CC1)CCC21N=C1C=CC=CC1=[N+]2[O-] BGPVFRJUHWVFKM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 230000005415 magnetization Effects 0.000 description 3
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 3
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 2
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 244000089486 Phragmites australis subsp australis Species 0.000 description 1
- 235000014676 Phragmites communis Nutrition 0.000 description 1
- 241000220317 Rosa Species 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08C—TRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
- G08C19/00—Electric signal transmission systems
- G08C19/38—Electric signal transmission systems using dynamo-electric devices
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Mechanical Means For Catching Fish (AREA)
- Near-Field Transmission Systems (AREA)
- Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)
- Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Int. Cl.:
GOIc
G 08 c
Deutsche Kl.: 74 b-7/01
Deutsche Kl.: 74 b-7/01
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Ausgabetag:
1254053 ,
N27279IXd/74b
1. September 1965
9. November 1967
16. Mai 1968
N27279IXd/74b
1. September 1965
9. November 1967
16. Mai 1968
Patentschrift stimmt mit der Auslegeschrift überein
Die Erfindung betrifft eine elektrische Signaleinrichtung, insbesondere zum Anzeigen der Winkel- ,
lage bei magnetischen Kompassen, mit einem Signalgeber, der mit einem drehbar angeordneten Dauermagneten
zusammenwirkt, und mit einem von diesem entfernt angeordneten, Informationen liefernden, mit
dem Signalgeber gekoppelten Signalempfänger, wobei Signalgeber und Signalempfänger aus je einem
Ring aus ferromagnetischem, jedoch nicht dauernd magnetischem Material bestehen, auf den Ring
des Gebers mehr als zwei in Reihe geschaltete, untereinander gleiche, von einer Wechselspannungsquelle
gespeiste Spulen gewickelt sind und auf den Ring des Empfängers die gleiche Anzahl von in
Reihe geschalteten, untereinander gleichen, ebenfalls von der Wechselspannungsquelle gespeisten Spulen
gewickelt ist, ferner die Verbindungspunkte zwischen den jeweils benachbarten Spulen des Signalgebers mit
den entsprechenden Verbindungspunkten zwischen den jeweils benachbarten Spulen des Signalempfängers
elektrisch verbunden sind und in dem Ring des Empfängers ein Kern aus ferromagnetischem Material
drehbar angeordnet ist, der den eigentlichen Informationsgeber darstellt.
Bei einer bekannten elektrischen Signaleinrichtung dieser Art wird die Winkellage des drehbar angeordneten
Signalgeberteiles durch zwei Schleifkontakte auf einen elektrisch ringförmig geschlossenen Widerstand
übertragen, wobei die Ströme durch die Abzweigungen dieses Widerstandes nach Größe und
Richtung von der jeweiligen Winkellage des drehbar angeordneten Geberteiles bestimmt werden. In dem
mit Abstand vom Geber angeordneten Signalempfänger bilden die Gleichströme ein magnetisches Kraftfeld,
in dem ein Dauermagnet drehbar angeordnet ist, der sich so einstellt, daß seine Kraftlinien mit den
Kraftlinien des Magnetfeldes in gleicher Richtung verlaufen.
Diese bekannte Einrichtung hat den Nachteil, daß an den Schleifkontakten ein gewisser Reibungswiderstand
unvermeidlich ist. Durch diesen Reibungswiderstand kann aber die richtige Einstellung
des drehbaren Geberteiles verhindert werden, wenn die Richtkraft des Gebers nur gering ist. Dies gilt
beispielsweise für die Richtkraft, mit der sich der Magnet eines großen Navigationskompasses auf das
erdmagnetische Feld einstellt.
Ein weiterer Nachteil der bekannten elektrischen Signaleinrichtung besteht darin, daß die Achse des
drehbaren Geberteiles gegenüber dem ringförmigen Widerstandskörper sehr genau zentriert werden muß,
weil sonst systembedingte Fehler auftreten.
Elektrische Signaleinrichtung
Patentiert für:
N.V. Nieuwe Rotterdamsche Instrumentenfabriek
„Observator",
Rotterdam (Niederlande)
Vertreter:
Dr. O. Loesenbeck und.Dipl.-Ing. A-. Stracke,
Patentanwälte, Bielefeld, Herforder Str. 17
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 19. November 1964 (6 413 448)
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorerwähnten Nachteile zu beheben und eine elektrische
Signaleinrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, deren Empfänger geeignet ist, ein Abgabesignal
als Information von ausreichender Stärke zu liefern, um beispielsweise dem elektronischen Verstärker einer automatischen Steuereinrichtung zugeleitet
werden zu können.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß der Signalgeber oder der Signalempfänger
eine gerade Anzahl von Spulen, die größer als zwei ist, aufweist, der nicht frei drehbare
Kern des Signalempfängers nur eine mit einem Verstärker verbundene Wicklung trägt und diesem Kern
Stellglieder zugeordnet sind, durch die er in bezug auf den Ring des Empfängers in Umfangsrichtung
einstellbar ist.
Die erfindungsgemäße Anordnung einer geraden Anzahl von Spulen (die größer als zwei ist) in dem
Signalgeber und dem Signalempfänger bewirkt, daß die magnetischen Induktionen im Signalempfänger
während beider Haltperioden des speisenden Wechselstromes dieselbe Richtung haben, so daß eine neutrale
Lage für die drehbar gelagerte Spule des Signal-
empfängers möglich ist, d. h. eine Lage, in der das auf die Spule einwirkende magnetische Feld bezüglich
der Spulenwindungen derart gerichtet ist, daß keine Spannung induziert wird.
Es ist zwar auch schon eine elektrische Signaleinrichtung mit vier Spulen bekannt, bei welcher der Kern des Signalempfängers nicht frei drehbar ist, jedoch ist diese bekannte Einrichtung weder in ihrem
Es ist zwar auch schon eine elektrische Signaleinrichtung mit vier Spulen bekannt, bei welcher der Kern des Signalempfängers nicht frei drehbar ist, jedoch ist diese bekannte Einrichtung weder in ihrem
&09 554/278
i 254
Aufbau, noch hinsichtlich ihrer Zweckbestimmung mit der erfindungsgemäßen Signaleinrichtung vergleichbar.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Spulen des Signalempfängerringes
auf sprossenförmigen, nach innen gerichteten Vorsprüngen des Ringes angeordnet. Hierdurch sind die
Magnetfelder auf das Zentrum des drehbaren Kernes gerichtet, wodurch die Empfindlichkeit der Anordnung
gesteigert ist und ein stärkeres Abgabesignal erreicht wird.
Die erfindungsgemäße Signaleinrichtung ist hervorragend dazu geeignet, über einen Verstärker, beispielsweise
den Servomotor einer Steuermaschine eines Wasserfahrzeuges oder eines Flugzeuges, zu betätigen,
um das automatische Korrigieren von auftretenden Abweichungen von einem vorgegebenen
Kurs zu bewirken, der durch Einstellen des drehbaren, einstellbaren Kernes des Signalempfängers in
eine vorbestimmte Lage vorher festgesetzt worden ist. so
Die Signalanlage gemäß der Erfindung kann ferner
in vorteilhafter Weise dazu benutzt werden, über einen Verstärker eine Warneinrichtung zu betätigen,
die beispielsweise ein oder mehrere Hörner beinhaltet, die ein Warnsignal abgeben, wenn das Schilf
oder das .Flugzeug über ein bestimmtes Maß, beispielsweise 10°, vom eingestellten Kurs abweicht.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung hat den großen Vorteil, daß sie schnell und einfach mit einem
vorhandenen Magnetkompaß verbunden werden kann, wodurch die Verwendungsmöglichkeiten des
letzteren beträchtlich gesteigert sind.
Um zu verhindern, daß der Signalgeber gemäß der Erfindung einen unerwünschten Einfluß auf die Stellung
des Dauermagneten, beispielsweise einer Kornpaßnadel, mit der er zusammenwirkt, ausübt, ist es
empfehlenswert, den Signalgeber derart anzuordnen, daß zwischen der horizontalen Symmetrieebene des
Dauermagneten und der horizontalen Symmetrieebene des Signalgebers ein Abstand vorhanden ist,
der mindestens der zweifachen Länge des Dauermagneten entspricht.
Es sei hervorgehoben, daß die Anlage gemäß der Erfindung unter Umständen auch ohne Dauermagnet
benutzt werden kann, da der Signalgeber auf Änderiingen
seiner Lage bezüglich des magnetischen Erdfeldes anspricht und die Anlage hierdurch ein Abgabesignal von brauchbarer Intensität liefert.
Die obenerwähnten Anwendungsmöglichkeiten sind nur als Beispiele zu verstehen. Es ist naturgemäß
möglich, die Anlage gemäß der Erfindung überall da zu benutzen, wo im Wege der Fernübertragung eine
Positionsabweichung übertragen werden soll.
Weitere Merkmale und Besonderheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung. Ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt; darin zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Anlage gemäß der Erfindung, zugeordnet der Steuermaschine
eines Schiffes,
F i g. 2 den Signalgeber der Anlage in Seitenansicht, wobei auch der Verlauf der magnetischen
Kraftlinien schematisch dargestellt ist,
Fig. 3 einen Stromlaufplan für die Spulen des Signalgebers und des Signalempfängers.
Gemäß Fig. 1 treibt eine Wechselspannungsquelle 1 Wechselstrom über die Verbindungen α und g
durch eine Spulengruppe, die allgemein mit der Bezugsziffer 2 gekennzeichnet ist und die um einen
Ring 3 aus magnetisierbarem Material gewickelt ist. Der Ring 3, vorzugsweise aus Weicheisen oder einem
anderen geeigneten ferromagnetischen Material gefertigt, ist konzentrisch unter oder über dem Magneten
4 eines Magnetkompasses, dessen Konstruktion als bekannt vorausgesetzt wird, angeordnet. Die
Spulengruppe 2 besteht aus sechs untereinander gleichen Spulen, und sie ist an fünf Stellen, gekennzeichnet
durch die Buchstaben b bis /, verzweigt. Der Ring 3 mit der Spulengruppe 2 bildet den Signalgeber.
Ein Kabel 5 verbindet diesen Geber mit einem Signalempfänger, der an anderer Stelle angeordnet
ist und der aus einem Ring 6 aus ferromagnetischem, nicht dauernd magnetischem Material besteht, der
sechs nach innen gerichtete Vorsprünge 7 (Pole) aufweist, auf denen jeweils eine Spule 8 angeordnet ist.
Die sechs Spulen 8 sind in Reihe geschaltet, und sie sind mit der Wechselspannungsquelle 1 über die
Verbindungspunkte a' und g' verbunden, so daß der durch die Spulen 8 fließende Wechselstrom in jedem
der Pole 7 ein Magnetfeld induziert, das während der einen Halbperiode des Wechselstromes nach innen,
während der zweiten Halbperiode des Wechselstromes nach außen gerichtet ist. Die durch die
Speisequelle in den sechs Polen 7 des Empfängers hervorgerufenen magnetischen Effekte kompensieren
sich und ergeben so kein wahrnehmbares Wechselfeld im Zentrum des Ringes 6.
Konzentrisch in dem Ring 6 ist eine Scheibe 9 aus ferrromagnetischem, nicht dauernd magnetischem
Material drehbar angeordnet, die mit einer Wicklung 10 versehen ist, deren Glieder in untereinander parallelen
Ebenen liegen und die über die Leitungen 11 und 12 mit einer automatischen Steuervorrichtung 13
eines Schiffes verbunden ist.
Die Scheibe 9 ist über 360° einstellbar, und mittels eines Stellknopfes mit einem Zeiger 14 sowie mittels
einer Gradeinteilung 15 kann die Stellung der Scheibe 9 bezüglich des Ringkörpers 6, der fest auf
dem Schiff angeordnet ist, eingestellt werden.
Die vom Signalgeber in der Spule 10 induzierte
Wechselspannung wird zu dem Verstärker 16 geleitet, der dieses Signal verstärkt und die Erregung
der Steuermaschine 17 bewirkt. Dies führt letzlich zum Ausschlagen des Ruders 18 des Schiffes.
Ein mechanisch mit der Ruderpinne verbundener Kontaktarm 19 reduziert den Ausschlag des Ruders
18 in eine proportionale Spannungsänderung mit Hilfe einer bekannten Wheatstoneschen Brückenschaltung,
die aus einer Wechselspannungsquelle 20 und den nicht variablen Widerstandselementen 21
und 22 besteht. Die durch die Einstellung des Ruders 18 zwischen den Verbindungen 23 und 24 hervorgerufene
Spannung ist dem Ausschlag des Ruders 18 proportional und die Wheatstonesche Brücke ist vorzugsweise
so eingestellt, daß die Spannung den Wert Null hat, wenn das Ruder 18 mitschiffs steht. Demzufolge
werden bei Ausschlägen des Ruders 18 in verschiedene Richtungen auch Wechselspannungen
erzeugt, die eine Phasendifferenz von 180° haben.
Die dem Ausschlag des Ruders 18 proportionale Wechselspannung zwischen den Verbindungen 23
und 24 am Eingang des Verstärkers 16 wird von der Wechselspannung, die der Signalgeber in der Spule
10. induziert, subtrahiert, und wenn man darauf geachtet hat, daß das Phasenverhältnis und die Frequenz
untereinander exakt gleich sind, werden sich
I 254 053
die beiden Spannungen bei einem bestimmten Ausschlag des Ruders 18 kompensieren, so daß dann der
Verstärker 16 kein Eingangssignal mehr empfängt und die Steuermaschine 17 und das Ruder 18 stillgesetzt
werden.
In dem Kabel 5 (s. Fig. 1 und 3) sind getrennte Leitungen angeordnet, die die Verzweigungen b bis /
des Signalgebers mit den Verzweigungen b' bis /'des Empfängers verbinden, wodurch die Spulen zwischen
den Punkten ab, bc, cd usw. des Signalgebers mit den entsprechenden Spulen zwischen den Punkten ab'.
Vc', cd' usw. des Empfängers verbunden sind.
Die Funktionsweise der Anlage sei im folgenden im Zusammenhang dargestellt:
Unter Einfluß des Kraftlinienfeldes des Magneten 4 in einer Stellung, wie in Fig. 1 dargestellt, wird der
Weicheisenring 3 magnetisiert, so daß sich in den verschiedenen Ringabschnitten Pole ausbilden, wie
in Fig. 1 angezeigt. Fließt der Strom in der Richtung I (Fig. 1 und 3), wird die vom Strom hervorgerufene
Magnetisierung in den Ringteilstücken fg und ab von der durch die magnetische Kompaßnadel
hervorgerufene Magnetisierung subtrahiert, während sich in den Abschnitten cd und de die beiden magnetisierenden
Einflüsse addieren, so daß dort bei einer entsprechend genauen Dimensionierung in dem
Weicheisen eine Sättigung hervorgerufen wird.
Die Frequenz der Spannungsquelle 1 wird dabei derart gewählt, daß die Selbstinduktion für jede
Spule entscheidend maßgebend ist für ihre Impedanz, so daß bei der Sättigung des Eisenkernes der Spule
ihre Impedanz beträchtlich reduziert ist.
In F i g. 3 ist die Auswirkung dieser Impedanzreduktion dargestellt. Der aus der Quelle 1 kommende
Strom in Richtung I wird durch die Empfängerverbindungen a' und g' und durch die Geberverbindungen
a, g zweigeteilt. Wäre durch die Vormagnetisierung infolge des Kompaßmagneten keine
Sättigung vorhanden, wären die gleichen Teilspannungen in den Spulen zwischen den Punkten a'b',
b'c' usw. des Empfängers und ab, bc, cd des Gebers
vorhanden, vorausgesetzt, daß die Spulen untereinander gleich dimnesioniert sind, und demzufolge
wären die Verbindungsleitungen bb', cc' usw. stromlos.
Die Spulen zwischen den Punkten cd und de des Gebers sind jedoch während der Halbperiode, während
der der Strom in Richtung I fließt, gesättigt, so daß die Impedanz dieser Spulen herabgesetzt ist und
sie einen Teil des Stromes aufnehmen, der sonst durch die Spulen zwischen den Punkten c'd' und d'e'.
des Empfängers fließen würde.
Wenn der Strom in der Richtung Γ fließt, sind die
Abschnitte fg und ab des Gebers durch die in diesen Abschnitten zusammenwirkenden magnetischen Einflüsse
gesättigt, so daß der Strom durch die Spulen zwischen den Punkten gf und ba verzweigt wird und
demzufolge der Strom in den Spulen zwischen den Punkten g'f und b'a' reduziert ist.
In dem Empfänger hat dies zum Ergebnis, daß in den Spulen zwischen den Punkten c'd' und d'e' die
Stromstärke in Richtung Γ überwiegt, so daß in den Polen, auf die diese Spulen gewickelt sind, während
der Halbperiode, in der der Strom in Richtung I' fließt, gleichzeitige Impulse magnetischer Induktion,
die auf die Mitte der empfangenden Spule 10 gerichtet sind, auftreten, die in diesem Augenblick
nicht völlig von den magnetischen Induktionsimpulsen in den gegenüberliegenden Spulen zwischen
den Punkten g'f und b'a', die ebenfalls auf die Mitte der Spule 10 gerichtet sind, kompensiert werden.
Während der genannten Halbperiode kompensieren sich demzufolge nicht alle der auf allen Seiten
auftretenden magnetischen Induktionen, und es wird in der Spule 10 ein resultierendes Feld erzeugt, das
die in Fig. 1 durch den mit voller Linie ausgezogenen Pfeil gekennzeichnete Richtung hat.
ίο In der nachfolgenden Halbperiode der Wechselspannung,
wenn der Strom in Richtung I fließt, führen die Spulen zwischen den Punkten a' b' und /' g'
des Empfängers Strom, und sie erzeugen eine magnetische Induktion in den zugehörigen Polen des
»5 Eisenringes 6, die nach außen gerichtet ist und die nicht vollständig von den magnetischen Induktionen
in den Polen der Spulen zwischen den Punkten c'd' und d'e', die ebenfalls nach außen gerichtet sind,
kompensiert wird. Diese nach außen gerichtete Induktion, die gleichzeitig in beiden Polen (s. Pfeile in
F i g. 1 in gestrichelter Linie) auftritt, kann wiederum zu einem resultierenden magnetischen FeJd in der
Spule 10 zusammengesetzt werden, wie in Fig. 1 durch den gestrichelten Pfeil dargestellt ist.
Demzufolge erzeugt die Induktion während beider Halbperioden des Stromdurchganges in dem System
halbsinusförmige Induktionsimpulse, die die gleiche Richtung haben.
Es ist somit möglich, die Spule 10, beispielsweise
durch deren Drehung von Hand, derart einzustellen, daß die Richtung der magnetischen Induktion im
Rahmen der Spule 10 mit der Windungsebene der Spule 10 zusammenfällt, so daß keine EMK erzeugt
wird (neutrale Stellung). Wird die Spule 10 aus dieser Stellung von Hand herausgedreht, erzeugen
die halbsinusförmigen magnetischen Impulse an den Anschlußklemmen 11 und 12 der Spule 10 eine
EMK, die bezüglich ihrer Amplitude dem Sinus des Drehwinkels zwischen der neuen Stellung und der
neutralen Stellung proportional ist und die eine Frequenz hat, die die Frequenz der Speisequelle um
das Zweifache übersteigt, und die in den Stellungen zu beiden Seiten der neutralen Stellung jeweils um
180r phasenverschoben ist.
Da für kleine Winkel der Sinus des Winkels der Groß»' des Winkels fast proportional ist, wird demzufolge
an den Anschlußklemmen 11 und 12 eine Spannung erzeugt, die im wesentlichen der Winkeldifferenz
proportional ist, die zwischen der Stellung der Kompaßrose mit dem Magneten 4 bezüglich des
fest angeordneten Ringes 3 (der Kurs des Schiffes) und der Stellung des Spulenträgers (9) samt Zeiger
14 bezüglich des fest angeordneten Ringes 6 und der Gradeinteilung 15 ( der Kurs, der gesteuert werden
soll) besteht.
Naturgemäß muß der Wechselstromerzeuger 20
eine Frequenz haben, die dem Zweifachen der Frequenz des Erzeugers 1 entspricht, damit die durch
den Ausschlag des Ruders erzeugte Gegenspannung von der Spannung an den Anschlußklemmenil
und 12 subtrahiert werden kann.
In der in F i g. 1 dargestellten Stellung sind die Spulen zwischen den Verbindungsstellen bc und fe
in dem Geber in beiden Magnetisierungsrichtungen
f>5 über gleiche Längen magnetisiert, so daß die
Sättigungseffekte in beiden Stromrichtungen I und I' auch gleich sind. Demzufolge haben sie keinen Einfluß
auf die Bildung des Signals.
Dies ändert sich jedoch, wenn der Magnet 4 in eine andere Stellung kommt und dann nicht mehr
symmetrisch bezüglich der beiden genannten Spulen steht. Demzufolge werden darin auch diese Spulen
zur Bildung des Magnetfeldes im Empfänger 6 beitragen, wodurch dieses Feld in seiner Richtung geändert
wird, und die Spule 10 muß dann in eine andere Stellung gebracht werden, um die neutrale
Stellung aufzufinden.
10
Claims (4)
1. Elektrische Signaleinrichtung, insbesondere zum Anzeigen der Winkellage bei magnetischen
Kompassen, mit einem Signalgeber, der mit einem drehbar angeordneten Dauermagneten
zusammenwirkt, und mit einem von diesem entfernt angeordneten, Informationen liefernden, mit
dem Signalgeber gekoppelten Signalempfänger, wobei Signalgeber und Signalempfänger aus je
einem Ring aus ferromagnetischem, jedoch nicht dauernd magnetischem Material bestehen, auf
den Ring des Gebers mehr als zwei in, Reihe geschaltete, untereinander gleiche, von einer
Wechselspannungsquelle gespeiste Spulen gewickelt sind und auf. den Ring des Empfängers
die gleiche Anzahl von in Reihe geschalteten, untereinander gleichen, ebenfalls von der
Wechselspannungsquelle gespeisten Spulen gewickelt ist, ferner die Verbindungspunkte zwisehen
den jeweils benachbarten Spulen des Signalgebers mit den entsprechenden Verbindungspunkten
zwischen den jeweils benachbarten Spulen des Signalempfängers elektrisch verbunden sind und in dem Ring des Empfängers
ein Kern aus ferromagnetischem Material drehbar angeordnet ist, der den eigentlichen
Informationsgeber darstellt, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber (2, 3) oder der Signalempfänger (6, 7, 8) eine gerade
Anzahl von Spulen (2 bzw. 8), die größer als zwei ist, aufweist, der nicht frei drehbare Kern
(9) des Signalempfängers nur eine mit einem Verstärker verbundene Wicklung (10) trägt und
diesem Kern (9) Stellglieder (14,15) zugeordnet sind, durch die er in bezug auf den Ring (6) des
Empfängers in Umfangsrichtung einstellbar ist.
2. Elektrische Signaleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spulen (8) des Signalempfängers auf sprossenförmigen, nach innen gerichteten Vorsprüngen
(7) (Polen) des Ringes (6) angeordnet sind.
3. Elektrische Signaleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand
zwischen der horizontalen Symmetrieebene des Signalgebers (2, 3) und der horizontalen Symmetrieebene des Dauermagneten
(4), mit dem der Signalgeber (2,3) zusammenarbeitet, mindestens gleich der zweifachen Länge
des Dauermagneten ist.
4. Elektrische Signaleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß kein
drehbar angeordneter Dauermagnet vorgesehen ist und der Signalgeber somit lediglich auf ein
gerade vorhandenes Magnetfeld, beispielsweise das magnetische Erdfeld, anspricht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1056 009;
Borden und Thynell, »Principles and Methods of Telemetering«, Reinhold Publishiny Corporation, 1948, S. 69.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1056 009;
Borden und Thynell, »Principles and Methods of Telemetering«, Reinhold Publishiny Corporation, 1948, S. 69.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 687/250 10. 67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL6413448A NL6413448A (de) | 1964-11-19 | 1964-11-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1254053B true DE1254053B (de) | 1967-11-09 |
Family
ID=19791471
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN27279A Pending DE1254053B (de) | 1964-11-19 | 1965-09-01 | Elektrische Signaleinrichtung |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3493829A (de) |
| DE (1) | DE1254053B (de) |
| DK (1) | DK116849B (de) |
| FR (1) | FR1446151A (de) |
| GB (1) | GB1114747A (de) |
| NL (1) | NL6413448A (de) |
| NO (1) | NO115698B (de) |
| SE (1) | SE330496B (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3641965A (en) * | 1970-10-05 | 1972-02-15 | Brunswick Corp | Trim indicator system |
| US3888201A (en) * | 1973-10-29 | 1975-06-10 | Scient Drilling Controls | Auto-pilot |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1056009B (de) * | 1952-05-26 | 1959-04-23 | Erich Zachariae | Gleichstrombetriebene Winkelstellungs-uebertragungseinrichtung |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2621314A (en) * | 1950-11-07 | 1952-12-09 | Gen Electric | Transmission system |
| US2704353A (en) * | 1951-04-30 | 1955-03-15 | Fr D Equipments Pour La Naviga | Variable inductor |
| US2810102A (en) * | 1955-04-01 | 1957-10-15 | Sperry Rand Corp | Device for compensating a data transmission system for two cycle errors |
| US3113301A (en) * | 1959-11-18 | 1963-12-03 | Admiral Corp | Signal translating apparatus |
-
1964
- 1964-11-19 NL NL6413448A patent/NL6413448A/xx unknown
-
1965
- 1965-08-12 NO NO159319A patent/NO115698B/no unknown
- 1965-08-12 US US479098A patent/US3493829A/en not_active Expired - Lifetime
- 1965-08-17 GB GB35135/65A patent/GB1114747A/en not_active Expired
- 1965-08-26 FR FR46332A patent/FR1446151A/fr not_active Expired
- 1965-08-26 SE SE11162/65A patent/SE330496B/xx unknown
- 1965-08-26 DK DK436565AA patent/DK116849B/da unknown
- 1965-09-01 DE DEN27279A patent/DE1254053B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1056009B (de) * | 1952-05-26 | 1959-04-23 | Erich Zachariae | Gleichstrombetriebene Winkelstellungs-uebertragungseinrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1446151A (fr) | 1966-07-15 |
| NO115698B (de) | 1968-11-11 |
| DK116849B (da) | 1970-02-16 |
| NL6413448A (de) | 1966-05-20 |
| SE330496B (de) | 1970-11-16 |
| GB1114747A (en) | 1968-05-22 |
| US3493829A (en) | 1970-02-03 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1019383B (de) | Polarisiertes Relais | |
| DE2937866B2 (de) | Kollektorloser Gleichstrommotor | |
| DE3013249C2 (de) | ||
| DE2229332A1 (de) | Wandler | |
| DE2817010C2 (de) | Einrichtung zur Abgabe von Impulsen bei der Vorbeibewegung von zwei relativ zueinander bewegbaren Teilen | |
| DE1537592C3 (de) | Elektromagnetisch betätigtes Anzeigegerät für zwei unterschiedliche Betriebszustände eines angeschlossenen Verbrauchers | |
| DE1254053B (de) | Elektrische Signaleinrichtung | |
| DE3225499A1 (de) | Magnetischer naeherungssensor | |
| DE3045673A1 (de) | Elektronisch kommutierender motor | |
| DE1135578B (de) | Polarisiertes Schutzrohrkontakt-Relais | |
| DE1174837B (de) | Schalteinheit fuer eine Schaltungsanordnung zur Rcalisierung logischer Funktionen mit einem magnetoresistivem, ferromagnetischem Duennschichtbauelement | |
| DE1194056B (de) | Hochempfindliches elektromagnetisches Relais | |
| DE2942873A1 (de) | Drehimpulsgeber | |
| DE3008583C2 (de) | Impulstransformator zum Zünden von Thyristoren und Triacs | |
| DE3217827A1 (de) | Encoder | |
| DE2006487C3 (de) | Tachometrische Gegenkopplungsanordnung für einen kollektorlosen Gleichstrommotor | |
| DE3822842C2 (de) | ||
| DE1808900C (de) | Elektromagnetische Vorrichtung mit einer wenigstens naherungsweise linearen Strom Kraft Beziehung | |
| DE1766430C3 (de) | Antennensystem, bestehend aus wenigstens zwei vertikal gegeneinander versetzten Antennen, von denen wenigstens eine untere ein gekreuztes Peilantennensystem ist | |
| DE1813202A1 (de) | Elektromagnetisches Drehmagnet-Messwerk | |
| DE1148283B (de) | Mittels Vormagnetisierung steuerbarer Modulator | |
| DE1215258B (de) | Elektromagnetisch gesteuerte Schaltvorrichtung | |
| AT220717B (de) | Vorrichtung zum elektrischen Messen der Geschwindigkeit eines mechanischen Organs | |
| DE2057483C (de) | Kontaktloses Schaltgerät | |
| DE1168965B (de) | Magnetkernzaehlschaltung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |