DE1019383B - Polarisiertes Relais - Google Patents
Polarisiertes RelaisInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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Description
Bei vielen, elektrischen Schaltauf gaben* z. B. bei Verwendung von lichtelektrischer!, Gebern, steht vielfach
nur eine kleine Steuerenergie zur Verfügung, die nicht ohne weiteres für die Betätigung normaler Relais
ausreicht. In manchen Fällen könnte zwar die erforderliche Steuerenergie aufgebracht werden, aber
der Leistungsentzug an der Steuerstromquelle kann Fehler mit sich bringen, die unter gegebenen Verhältnissen
nicht zulässig sind. Auch aus anderen Gründen dürfen oft nur kleine Steuerströme verwendet werden,
so beispielsweise bei den vielfach angewendeten feinsten
Kontaktfühlern und bei eigensicheren Schalteinrichtungen. Zwar lassen sich noch geringste Ströme mit
Röhren beliebig hoch verstärken, doch wird man in den meisten Fällen aus wirtschaftlichen Gründen
die Verwendung von Verstärkern vermeiden: wollen. Die Empfindlichkeit eines Relais wird grundsätzlich
durch die erforderliche Ansprechleistung bestimmt. Der geringste Energieaufwand zur Betätigung
eines Relais ist immer dann vorhanden, wenn neben geringsten mechanischen Verlusten der Widerstand
für den magnetischen Flußverlauf möglichst gering ist. Zur Empfindlichkeitssteigerung1 wird oft eine Vormagnetisierung
des Relaisankers angewendet. Die durch einen Dauermagneten erzeugte Vormagnetisierung
führt dabei zu einem Dauerfluß, der sich normalerweise derartig verzweigt, daß sich in dem einen
zwischen Anker und Flußführungsteilen entstehenden Luftspalt Erregerfluß und Dauerfluß entgegenwirken,
in dem anderen Luftspalt jedoch addieren. Das durch den Steuerstrom erzeugte Magnetfeld beeinflußt im
Zusammenwirken mit dem Feld des Dauermagneten den Relaisanker in der Weise, daß der magnetische
Kraftfluß bei dem einen Magnetpol eine Schwächung hervorruft, während gleichzeitig der andere Magnetpol
eine Verstärkung erfährt und damit eine stärkere Anziehung ausübt und der Relaisanker zu diesem Pol
hingezogen wird. Durch die Tatsache, daß dem kräftigen Feld eines Dauermagneten der Erregerfluß überlagert
wird, besitzen polarisierte Relais eine besonders große Ansprechempfindlichkeit. Neben dem geringen
Leistungsbedarf werden an derartige Relais aber auch noch hohe Anforderungen bezüglich Schalthäufigkeit
und Erschütterungs-Unempfindlichkeit gestellt.
Das empfindlichste Relais stellt das Galvanometeroder
Drehspulrelais dar, dessen Aufbau jedoch wegen seines Meßinstrumentencharakters relativ erschütterungsempfindlich
ist und im übrigen nur eine geringe Schalthäufigkeit zuläßt. In vielen Fällen werden daher
sogenannte gepolte Telegrafenrelais benutzt, welche für Aufgaben der Telegrafietechnik in großem
Umfang \rerwendung gefunden haben. Derartige Relais
besitzen zwar eine für die meisten Betriebsfälle Polarisiertes Relais
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Beanspruchte Priorität:
Schaustellung vom 29. April 1956 auf der am 29. April 1956
eröffneten Deutschen Industrie-Messe Hannover 1956
(Technische Messe-Mustermesse) in Hannover
Josef Fischer, Martin Aidn, Christian Lind,
Herbert Krautwald, Alois Ruhland, München,
und Dr. rer. nat. Hans Helmrich,
Geisenbrunn bei München,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
ausreichende Empfindlichkeit, zu ihrer Herstellung ist jedoch ein großer Aufwand an feinmechanischer
Präzision erforderlich, und daher sind diese Relais relativ teuer. Außerdem ist das Gewicht und Volumen
derartiger polarisierter Relais für viele Anwendungsgebiete zu groß.
Vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein polarisiertes Relais mit verhältnismäßig
hoher Empfindlichkeit zu schaffen, dessen Aufbau aber hinsichtlich Gewicht und Volumen weit unter dem der
bisher bekannten polarisierten Relais liegt. Ferner soll durch entsprechende Verkleinerung der bewegliehen
Massen eine möglichst hohe Schalthäufigkeit und Schüttelfestigkeit erreicht werden. Durch die Erfindung
wird nun ein polarisiertes Relais geschaffen, das diese Forderungen in weitgehendem Maße erfüllt
und sich neben hoher Empfindlichkeit insbesondere durch einfachen Aufbau und geringen Platzbedarf
von bekannten Ausführungen unterscheidet. Es wird zwar von einem bekannten Relaisprinzip Gebrauch
gemacht, bei welchem der Dauerfiuß sich nach zwei verschiedenen Richtungen aufteilend über die PoI-schuhe
des Steuerflußkreises und von diesen über die Arbeitsluftspalte in den Anker derart geführt ist, daß
er in dem einen Arbeitsluftspalt in gleicher Richtung zum Steuerfluß, im anderen Arbeitsluftspalt jedoch
gegensinnig überlagert wird. Das besondere Merkmal
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der Ausführung liegt jedoch darin, daß erfindungsgemäß die Kopplung der Flußkreise an den Polenden
des Steuerflußkreises in der Nähe der Arbeitsluftspalte erfolgt und ein zweiflügelig ausgebildeter Anker
vorgesehen ist, der vorzugsweise in seiner Mitte vor dem feststehenden Dauermagneten oder einem Zwischenstück
aus magnetischem oder unmagnetischem Material gelagert ist. Zweckmäßigerweise wird der
Anker direkt auf dem feststehenden Dauermagneten
Fig. 5 bis 10 verschiedene Ausführungen der Ankerlagerung.
In Fig. 1 ist der Verlauf des Dauerflusses ΦΒ mit
gestrichelten Linien, der Verlauf des Steuerflusses Φ$ 5 mit strichpunktierten Linien dargestellt. Der Dauerfluß
Φο wird durch den Dauermagneten 6, der Steuerfluß
fps durch die Erregerspule 1 erzeugt. Beide Flüsse
sind durch die Luftspalte 24 nahezu getrennt und überlagern sich vorzugsweise in den Polflächen
oder auf einem daran angebrachten Zwischenstück als io 23 und im Anker 12. Der Ausgleichsfluß des Dauer-Wälzanker
gelagert. Bekanntlich ist die Lagerung magneten über den Kernquerschnitt ist bei Mitteleines
Relaisankers von entscheidendem Einfluß auf lage des Ankers 12 gleich Null, bei gekippter
die Empfindlichkeit eines Relais. Diese Ankerlage- Ankerlage relativ klein. Aus diesem Grunde kann
rungen verbrauchen wegen der verhältnismäßig großen der Kernquerschnitt der Steuerspule 1 zugunsten des
Reibungsverluste einen nicht unerheblichen Teil der 15 Spulenvolumens klein gehalten werden. Es läßt sich erzur
Verfügung stehenden Steuerenergie, die sonst für reichen, daß der Eisenquerschnitt des Flußbügels 5
den eigentlichen Schaltvorgang verlorengeht. Dem- durch den Dauerfluß Φο nahezu in Sättigung gebracht
gegenüber arbeitet der Wälzanker praktisch reibfrei. wird, so daß über ihn nur ein kleiner Teil des Steuer-Diese
Art der Lagerung des Ankers hat aber noch flusses fließen kann. In den Teilen des magnetischen
einen weiteren Vorteil hinsichtlich eines günstigen ao Kreises, in denen eine Überlagerung von Dauer- und
Flußverlaufs. Über die Lagerstelle wird bei einer Steuerfluß stattfindet, und zwar in den Polflächen 23
Reihe bekannter Relaisanordnungen der Steuerfluß ge- und im Anker 12, werden je nach Richtung des Steuerführt,
was normalerweise durch den unvermeidlichen flusses entweder beide Flüsse addiert oder vonein-Luftspalt
Verluste bringt und das Relais dadurch un- ander subtrahiert. Der daraus resultierende Fluß beempfindlicher
macht. Dies gilt beispielsweise auch für 25 stimmt die mechanische Bewegung des Ankers 12, der
die bekannte Schneidankerlagerung. Durch die Ver- mit dem Trennblech 12 α versehen ist. Der Vorteil
wendung eines Wälzankers wird dagegen erreicht, dieses Magnetkreises liegt insbesondere darin, daß er
daß der Dauerfluß nur einen geringen Übergangs- konstruktiv einfach und gedrängt aufgebaut werden
widerstand vorfindet, zumal sich verhältnismäßig kann. Der Anker 12 ist quer zu seiner Längsrichtung
große flußführende Querschnitte gegenüberstehen. 30 etwas gewölbt, so daß er als Wälzanker wirksam ist,
Durch die günstige Flußführung können im Vergleich wobei seine Lagerung im Schwerpunkt zusätzlich eine
zu anderen Lagerungen kleinere Dauermagneten ver- Lageunempfindlichkeit bewirkt. Eine Halterung des
wendet werden, was in Richtung der gestellten Förde- Ankers 12 ist nicht unbedingt erforderlich, denn die
rung nach Kleinheit und geringem Gewicht liegt. Um Haltekraft des Dauermagneten 6 ist auch bei verhältdie
Bewegungsfreiheit des Wälzankers, der vom 35 nismäßig großen Erschütterungen ausreichend, jedoch
Dauermagneten auch ohne mechanische Hilfsmittel ist eine Lagenfixierung, welche ein Abwandern des
gehalten werden kann, in der Arbeitsrichtung sicher- Ankers verhindert, notwendig.
zustellen, ist der Anker mit einer quer zur Anker- In Fig. 2 ist eine Ausführungsform gezeigt, bei
längsrichtung verlaufenden Wölbung versehen, wobei welcher gegenüber der Prinzipdarstellung der Wälzdann
der Dauermagnet an dem in Frage kommenden 40 anker mit dem Dauerflußkreis um 90° verdreht ist,
Polende plan ausgeführt ist. ohne allerdings das Magnetkreisprinzip und die tech-
Um dem Anker eine definierte Ruhelage zu' geben nischen Daten zu verändern. Mit 1 ist wiederum die
und eine einfache Symmetrieeinstellung zu ermög- Steuerspule dargestellt, die mit den Kernenden 2 in
liehen, kann eine einstellbare Feder, z. B. in Form passende Schlitze der beiden Jochwinkel 3 eingeschoeines
Torsionsdrahtes, der in der Mitte des Ankers 45 ben ist und durch Andrücken der Lappen 4 festgebefestigt
ist, vorgesehen werden. Zweckmäßigerweise halten wird. Die Verbindung vom Kern 2 und Jochwinkel
3 könnte auch durch Schweißen oder Kerbnieten erfolgen. Unter der Steuerspule 1 ist zwischen
den Jochwinkeln 3 der Flußbügel 5 befestigt, der den 50 Dauermagneten 6 trägt. Aus diesem Bügel 5 sind
Warzen herausgedrückt, die zur Lagenfixierung des Dauermagneten 6 dienen. Der Dauermagnet 6 ist
durch die am Bügel 5 mittels Kerbnietung angebrachte Ankerfeder 8 befestigt. Zwischen die Jochwinkel 3 und
Weise möglich, durch verschiedene Magnetisierung 55 dem Bügel 5 sind zur Trennung des Dauermagnetder
Teilmagneten einen Ausgleich der Unsymmetrien kreises vom Steuerkreis auf jeder Seite je ein Träger 9
zu erreichen. Außerdem wird damit das einfache Ein- aus nichtmagnetischem Material eingeschichtet. Der
stellen der Kennwerte des Relais erleichtert. Jochwinkel 3, Bügel 5 und die Träger 9 sind durch
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus Schrauben 10 miteinander verbunden, könnten aber
der Beschreibung mehrerer in der Zeichnung darge- 6o auch verschweißt sein. Die Träger 9 dienen gleichstellter
Ausführungsbeispiele. Es zeigt zeitig zur Befestigung des gesamten Relaissystems
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung des polarisierten auf dem Sockelboden des Relaissockels 11. Der Anker
Magnetsystems mit eingezeichneter Flußführung, 12, der, wie in Fig. 1 gezeigt, als Wälzanker ausge-
Fig. 2 und 3 die schaubildliche Darstellung von bildet ist, kann sich auf dem Dauermagneten 6 abzwei
Ausführungsformen des polarisierten Relais, 65 wälzend bewegen. Zur Einstellung der Ankerruhewobei
wesentliche Unterschiede nur in der Anordnung lage ist am Anker 12 ein Torsionsdraht 13 angebracht,
der flußführenden Teile und der Kontakte vorhanden der durch ein Loch 14 im Boden des Sockels 11 aus
sind. dem Relais herausgeführt wird. Relais dieser Klein-
Fig. 4 eine Variante der Prinzipdarstellung gemäß heit mit einer dadurch bedingten, verhältnismäßig
Fig. 1, 70 empfindlichen Kontaktanordnung werden, um äußere
wird dieser durch den Sockelboden geführt und dort
nach Einstellung des Ankers in seiner Ruhelage arretiert. Um die Einstellung zu erleichtern, ist es vorteilhaft, den Torsionsdraht kurbeiförmig auszuführen.
nach Einstellung des Ankers in seiner Ruhelage arretiert. Um die Einstellung zu erleichtern, ist es vorteilhaft, den Torsionsdraht kurbeiförmig auszuführen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung
sieht eine Aufteilung des vor dem Anker befindlichen
Dauermagneten in zwei getrennte, gleichpolig wirkende Teilmagneten vor. Damit ist es auf einfache
sieht eine Aufteilung des vor dem Anker befindlichen
Dauermagneten in zwei getrennte, gleichpolig wirkende Teilmagneten vor. Damit ist es auf einfache
Einflüsse fernzuhalten, normalerweise dicht verschlos sen, ζ. B. verlötet. Mittels des durch den Sockelboden
geführten Torsionsdrahtes 13 ist es möglich, auch nach dem Verschließen noch auftretende Veränderungen
der Relaiseinstellung zu korrigieren oder auch eine gewünschte Ruhelage des Relais einzustellen.
Dies erfolgt durch Drehen des Torsionsdrahtes 13 um seine Längsachse, die etwa mit der Ankerwälzlinie
zusammenfällt. Nach Einstellung der Ankerruhelage bzw. der Symmetrie wird der Torsionsdraht 13 am
Sockelboden befestigt und dabei das Durchführungsloch 14 dicht verschlossen.
Im Boden des Sockels 11 sind die Kontaktstifte 15 mittels Glasperlen 16 druckdicht eingeschmolzen. Die
Kontaktstifte 15 sind dabei so angeordnet, daß ein falsches Einstecken in die Fassung nicht möglich ist.
Der Relaissockel ist für zwei Umschaltkontakte und vier Spulenanschlüsse vorgesehen. Die Mittelfedern 17
sind Drähte, die aus federhartem Kontaktmaterial oder aus anderem Federmaterial bestehen, welches an
den Kontaktstellen mit Kontaktmaterial umgeben ist. Die Federn sind an den Kontaktstiften 15 angeschlossen,
z. B. angelötet. Die Außenkontakte des Umschaltkontaktes sind starr angeordnet und bestehen aus
Kontaktröllchen 18 oder Fahnen 19., die auf den Kontaktstiften
15 durch Schweißen oder Löten befestigt sind. Die Mittelfedern 17 besitzen gegen den Anker
12 eine Vorspannung und drücken in Mittelstellung des Ankers mit etwa gleicher Kraft gegen diesen. Das
gesamte Magnetsystem befindet sich unter einer Schutzkappe 22, die zur magnetischen Abschirmung
vorzugsweise aus Eisen besteht und durch Schweißen oder Löten mit dem Sockelboden verbunden ist und
damit das gesamte Magnetsystem abschließt.
Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform des polarisierten Relais gemäß der Erfindung entspricht der Anordnung
der Bauteile, λνίε in Fig. 1 gezeigt. Gegenüber
der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist zum Erreichen eines guten Flußübergangs die Verbindung
vom Spulenkern 2 zu den Jochen 3 mit großen Überlappungsflächen und Schweißung ausgeführt. Die
Träger 9 sind mit den Flußführungsteilen verschweißt und an ihren unteren Enden so ausgebildet, daß nach
Anpassung des Magnetsystems an den Kontaktsatz, was durch Verschieben in Höhenrichtung erfolgt, das
Magnetsystem mittels Kerbnietung am Sockel 11 befestigt ist, wobei eine Verzahnung 9 ο des Trägers 9
einen sicheren Festsitz gewährleistet. Beim Auflöten der Kappe 22 können außerdem noch sämtliche Hohlräume
der Kerbnietung mit Lot ausgefüllt werden. Zur nachträglichen Einstellung der Symmetrie bzw.
der Ankerruhelage ist an Stelle eines Torsionsdrahtes, wie in Fig. 2 dargestellt, ein Biegedraht 13 vorgesehen
und durch den Sockel 11 geführt. Der zur Führung des Ankers 12 dienende Drahtbügel ist durch Kerbnietung
befestigt.
In Fig. 4 ist eine Variante der Prinzipdarstellung von Fig. 1 gezeigt, wobei lediglich der Dauerflußkreis
eine Abänderung erfahren hat. Der Steuerfluß wird auch hier durch die Steuerspule 1 erzeugt. Statt eines
Dauermagneten sind zwei Teilmagneten 6 α und 6 b vorgesehen. Dadurch erhält jeder der beiden Arbeitsluftspalte
die Induktion vorwiegend aus den ihm benachbarten Magneten. Da diese Induktion beliebig,
auch nach Fertigstellung des Relais, festgelegt werden kann, erübrigt sich eine zur Einstellung der Symmetrie
oder der Ansprechwerte notwendige Torsionsoder Biegefeder, welche sonst die Aufgabe hat, ein
zusätzlich einstellbares Drehmoment auf den Anker auszuüben.
Für die Ausbildung der Ankerlagerung bestehen verschiedene Möglichkeiten, von denen einige an Hand
der Fig. 5 bis 10 dargestellt sind.
Fig. 5 zeigt eine Ankerlagerung durch Blattfedern mit Torsionsstegen aus magnetischem oder unmagnetischem
Material,
Fig. 6 eine ähnliche Ankerlagerung mit Torsionsstegen und abgewinkelten Zugbändern;
Fig. 7 und 8 zeigen Ankerlagerungen, welche unter Verwendung von Runddraht ausgeführt sind.
Hier wird der Drahtbügel mittels einer auf den Dauermagneten 6 geschweißten Polplatte 23 aus
Weicheisen geführt. Die Polplatte 23 bewirkt eine Sammlung und gleichmäßigere Aufteilung der Dauerflußzweige
in Ankermittelstellung.
Fig. 9 stellt ein Ausführungsbeispiel für die Ankerlagerung dar, bei der eine Ankerführung in kurvenförmig
ausgebildeten Blechen erfolgt; in
Fig. 10 ist die Lagerung des Ankers durch zwei Warzen, welche in entsprechende Durchbrüche der
Polplatte 23 greifen, ausgeführt.
Die Ausführungsformen gemäß Fig. 5, 6, 8 und 10 stellen Ankerlagerungen dar, bei denen der Anker
indirekt auf dem Dauermagneten eine Abwälzbewegung durchführt, wogegen bei den Ausführungsformen
gemäß Fig. 7 und 9 der Anker unmittelbar auf dem Dauermagneten aufliegt. Die Federn der Ankerlagerung
übernehmen vielfach einen Teil der Kompensation. Bei Ausführung der Ankerlagerung mit Torsionsblattfedern
aus nichtmagnetischem Material kann diese Blattfeder gleichzeitig als Trennblech dienen,
anderenfalls wird, wie Fig. 1 zeigt, ein besonderes Trennblech 12 α vorgesehen oder die Jochwinkel bzw.
der Anker an den Polflächen verkupfert.
Claims (12)
1. Polarisiertes Relais, bei welchem der Dauerfluß sich nach zwei verschiedenen Richtungen aufteilend
über die Polschuhe des Steuerflußkreises und von diesem über die Arbeitsluftspalte in den
Anker derart geführt ist, daß er in dem einen Arbeitsluftspalt in gleicher Richtung mit dem
Steuerfluß, im anderen Arbeitsluftspalt jedoch gegensinnig überlagert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kopplung der Flußkreise an den Polenden des Steuerflußkreises in der Nähe der
Arbeitsluftspalte erfolgt und der zweiflügelig ausgebildete Anker vorzugsweise in seiner Mitte vor
dem feststehenden Dauermagneten oder einem Zwischenstück aus magnetischem oder unmagnetischem
Material gelagert ist.
2. Polarisiertes Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vor dem feststehenden
Dauermagneten angeordnete Anker auf diesem oder auf dem Zwischenstück als Wälzanker
gelagert ist.
3. Polarisiertes Relais nach Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem feststehenden
Dauermagneten bzw. seinem Zwischenstück und dem zweiflügeligen Anker ein Luftspalt
vorgesehen ist und die Lagerung des Ankers durch Achslager oder Torsionsfeder erfolgt.
4. Polarisiertes Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am Dauermagneten
angebrachten, symmetrisch zu diesem verlaufenden Flußführungsteile derart ausgebildet und bemessen
sind, daß sich diese durch den Dauerfluß nahezu im Sättigungsbereich befinden und die Nebenschlußwirkung
dieser Teile zum Steuerkreis weitgehend unterdrückt wird.
5. Polarisiertes Relais nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufteilung
des feststehenden Dauermagneten in zwei getrennte, gleichpolig über das gemeinsame magnetische
Zwischenstück wirkende Teilmagneten vorgesehen ist.
6. Polarisiertes Relais nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich von
Unsymmetrien und zur einfachen Einstellung der Betriebswerte des Relais Teilmagneten mit ent- ίο
sprechend abgestimmter Induktion gewählt sind.
7. Polarisiertes Relais nach Anspruch 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsfreiheit
des Ankers auf den planen Polflächen des Dauermagneten bzw. den Zwischenstücken
durch eine quer zur Ankerlängsrichtung verlaufende Wölbung erreicht ist.
8. Polarisiertes Relais nach Anspruch 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß eine durch
den Sockelboden geführte und an der Mitte des Ankers befestigte Feder zur Einstellung der
Ankerruhelage und der Symmetrie dient und die Durchführung durch den Sockelboden derart ausgebildet
ist, daß nach Einstellung der Ankerruhelage oder der Symmetrie eine Arretierung der
Feder, z. B. durch Löten oder Schweißen, möglich ist.
9. Polarisiertes Relais nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur besseren Einstellung
der Ankerruhelage als Feder ein kurbeiförmig ausgebildeter Draht dient.
10. Polarisiertes Relais nach Anspruch 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Blattfeder
zur Halterung des Wälzankers dient.
11. Polarisiertes Relais nach Anspruch 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß ein Drahtbügel
zur Halterung des Wälzankers dient.
12. Polarisiertes Relais nach Anspruch 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwenkbereich des Ankers bei gegebener Ausführungsform durch auf seiner Innenseite angebrachte
Klebebleche veränderbar ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 709 760/242 11.57
Priority Applications (5)
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Family Applications (1)
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