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DE1285670B - Zahnaerztliches Handstueck mit stroemungsmittelgetriebenem Triebwerk - Google Patents

Zahnaerztliches Handstueck mit stroemungsmittelgetriebenem Triebwerk

Info

Publication number
DE1285670B
DE1285670B DED32182A DED0032182A DE1285670B DE 1285670 B DE1285670 B DE 1285670B DE D32182 A DED32182 A DE D32182A DE D0032182 A DED0032182 A DE D0032182A DE 1285670 B DE1285670 B DE 1285670B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotor
fluid
handpiece according
turbine
roller bearings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED32182A
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Carroll Sidney
Borden John Victor
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dentists Supply Company of New York
Original Assignee
Dentists Supply Company of New York
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dentists Supply Company of New York filed Critical Dentists Supply Company of New York
Publication of DE1285670B publication Critical patent/DE1285670B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C1/00Dental machines for boring or cutting ; General features of dental machines or apparatus, e.g. hand-piece design
    • A61C1/02Dental machines for boring or cutting ; General features of dental machines or apparatus, e.g. hand-piece design characterised by the drive of the dental tools
    • A61C1/05Dental machines for boring or cutting ; General features of dental machines or apparatus, e.g. hand-piece design characterised by the drive of the dental tools with turbine drive

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein zahnärztliches Handstück mit strömungsmittelgetriebenem Triebwerk, bei dem die Rotorachse der Turbine über Wälzlager im Gehäuse gelagert ist.
  • Es ist eine Reihe von zahnärztlichen Handstücken mit Gasturbinentriebwerk bekanntgeworden, die mit Drehzahlen bis zu 100000 U/min arbeiten. Es hat sich jedoch bei diesen bekannten Triebwerken insbesondere für zahnärztliche Handstücke gezeigt, daß die Lagerung bei diesen hohen Drehzahlen eine so große Reibung hat und einem so großen Verschleiß unterworfen ist, daß eine Steigerung der Drehzahlen mit bekannten technischen Mitteln nicht mehr möglich erscheint. Da jedoch insbesondere Diamantschleifkörper eine Schnittgeschwindigkeit von über 30 m/sec erfordern. sind bei kleinen Werkzeugdurchmessern, wie sie z. B. bei Zahnärzten oder Graveuren üblich sind, Drehzahlen von über 300 000 U/min notwendig. Bei dem Versuch, derartig hohe Drehzahlen mit nach den bekannten Grundsätzen gebauten Triebwerken zu erreichen, zeigte es sich, daß die Lebensdauer der Lager sehr schnell auf Werte absinkt, die eine Verwendung derartiger Triebwerke im praktischen Bereich illusorisch machen. Die Lager laufen selbst bei relativ geringen axialen Schubkräften, wie sie z. B. durch den Arbeitsdruck des Werkzeuges entstehen, schnell heiß. Außerdem übertragen sich Schwingungen auf den Patienten, dessen Zähne mit einem Bohrer bearbeitet werden, der von einem derartigen zahnärztlichen Handstück gehalten und angetrieben wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile auf einfache Weise zu beseitigen. Es soll ein zahnärztliches Handstück mit Turbinenantrieb geschaffen werden, das keine traumatische Wirkung auf den Patienten ausübt und andererseits derart ausgebildet ist, daß sich das Werkzeug im Betrieb axial nicht verschiebt, so daß das Werkzeug beim Angriff an dem zu bearbeitenden Gegenstand sofort anspricht.
  • Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß Spielräume in den Wälzlagern eine axiale Bewegbarkeit des Rotors gestatten und daß das Strömungsmittel im Betrieb gasförmige Kissen bildet, in welchen der Rotor axial schwimmend gelagert ist.
  • Obwohl der Rotor im Gegensatz zu der Forderung, das Werkzeug im Betrieb axial nicht verschieben zu dürfen, so gelagert ist, daß er axial bewegbar ist, wird durch Hindurchleiten mindestens eines Teils des Strömungsmittels durch die Lager dafiir gesorgt, daß sich gasförmige Kissen ausbilden, so daß der Rotor im Betrieb - wenn diese Druckgaskissen vorhanden sind - sich axial nicht mehr auszulenken vermag. Dadurch wird erreicht, daß auf den Patienten beim Bearbeiten des Zahnes nicht mehr die lästigen Schwingungen übertragen werden und daß dennoch ein Heißlaufen und eine starke Abnutzung der Lager vermieden wird. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, Strömungswege für das Strömungsmittel anzulegen, die von den Stirnseiten des Rotors, d. h. von denjenigen Seiten desselben, die dem entsprechenden Wälzlager benachbart sind, hinweg und durch die Wälzlager hindurchführen. Dabei ist es besonders zweckmäßig, mindestens einen Teil des Strömungsmittels in axialer Richtung, d. h. parallel zur Rotorachse von den Stirnenden des Rotors abzuleiten, so daß es die Wälzkörper unmittelbar be- aufschlagt und besonders günstig sowohl zur Kühlung als auch zur »Polsterung« dienen kann.
  • In weiterer Ausbildung der Erfindung wird dafür gesorgt, daß die Strömungswege des aus dem Rotor nach beiden Seiten abgeführten Strömungsmittels so ausgebildet sind, daß durch beide Lager in der Zeiteinheit etwa gleiche Strömungsmittelmengen strömen, d. h. daß das durch die Lager strömende Strömungsmittel im wesentlichen gleichmäßig verteilt ist.
  • Dadurch ist es möglich, bei etwa gleicher Abmessung der Lager etwa gleich stark wirksame Druckgaskissen aufzubauen.
  • Um das Werkzeug, beispielsweise einen Bohrer oder Fräser, ohne zusätzliche Hilfsmittel zu kühlen und zu reinigen, befindet sich in einer weiteren Ausbildung der Erfindung an derjenigen Stirnseite des Gehäuses, durch die das das Werkzeug tragende Ende der Rotorachse hindurchführt, eine verengte Ausströmöffnung für das Strömungsmittel, so daß dieses aus dieser wie eine Düse wirkenden Ausströmöffnung oder aus mehreren solcher Ausströmöffnungen in Richtung zum Werkzeug ausgeblasen wird.
  • Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung wird das Strömungsmittel nach seinem Durchströmen der Lager an Drosselstellen gedrosselt, die als verengte Austrittsöffnungen ausgebildet sind. Diese Drosselstellen sorgen dafür, daß sich ein gewisser Druckstau ergibt, der die Wirkung der Kissen verbessert. Dabei ist es zweckmäßig, diese verengten Ausströmöffnungen an gegenüberliegenden Stirnseiten des Turbinengehäuses anzuordnen.
  • Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung befindet sich der vom Strömungsmittel tangential beaufschlagte Rotor in einer ringförmigen Kammer mit verengten Austrittsöffnungen für das aus dieser Kammer zu den Lagern strömende Strömungsmittel. Diese verengten Austrittsöffnungen sind an den Stirnseiten dieser Kammer angeordnet und haben den Vorteil, daß die Lager, vermutlich durch Verminderung der Turbulenz der Strömungsmittelströmung, noch besser gekühlt werden können.
  • Besonders günstige Verhältnisse für die Bildung der Kissen werden dann erreicht, wenn der Radius der Mittelpunkte der Wälzkörper etwa dem Innenradius der Turbinenschaufeln entspricht, d. h. deI Schaufelgrund befindet sich im wesentlichen radial gleich weit von der Rotorachse entfernt wie die Wälzkörper.
  • In weiterer Ausbildung der Erfindung befindet sich in der Rückseite des Gehäuses eine Ausströmöffnung für das Strömungsmittel axial fluchtend mit einer durchgehenden axialen Bohrung der Rotorwelle, so daß durch diese Ausströmöffnung sowohl ein Stift zum Austreiben des Werkzeugschaftes aus der Rotorwelle als auch ein Auslaß zum Ausströmen des Strömungsmittels zur Verfügung steht.
  • Selbstverständlich ist es möglich, mit dem Strömungsmittel einen Ölnebel auf dem Strömungsweg entlangzuführen, der zur weiteren Verlängerung der Lebensdauer der Wälzlager und damit des gesamten Triebwerkes beiträgt.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen sind Fig. 1 eine Seitenansicht eines zahnärztlichen Handstücks gemäß der Erfindung, F i g. 2 ein senkrechter Längsschnitt durch das in F i g. 1 gezeigte Hand stück, F i g. 3 in vergrößertem Maßstab eine Teilansicht in senkrechtem Schnitt des Kopfes des in F i g. 1 gezeigten Handstücks, F i g. 4 ein waagerechter Schnitt durch den Kopf des Handstücks nach der Linie 3-3 von F i g. 3, aus welchem insbesondere das Verhältnis der Wurzelteile der Abstände zwischen den Turbinenschaufeln zu den Wälzlagerkörpern der Lager sowie die ringförmige Kammer ersichtlich sind, in welchen der Rotor arbeitet, und F i g. 5 ein Schnitt durch eine andere Ausbildung eines Kopfes eines erfindungsgemäßen zahnärztlichen Handstücks, in dem der besseren Darstellung halber der Spielraum zwischen den Wälzkörpern und dem Innen- bzw. Außenring der Wälzlager vergrößert dargestellt ist.
  • Das zahnärztliche Handstück 22 besteht aus einem Handgriff 24, der bei 26 zur leichteren Handhabung gerändelt ist und an dessen Ende ein Kopf oder Turbinengehäuse 28 befestigt ist. Das Ende des Handgriffs ist wie üblich bei 30 abgewinkelt.
  • Das Turbinengehäuse 28 weist eine im wesentlichen zylindrische Ausnehmung 32 oder Bohrung auf, die an ihrem unteren Ende in eine Öffnung 34 übergeht. durch die sich das normalerweise untere Ende der Rotorwelle 36 erstreckt. Der Durchmesserunterschied zwischen der Rotorwelle 36 und der Öffnung 34 beträgt etwa 0,08 mm. Dieses Ende der Rotorwelle 36 ist durch ein unteres Wälzlager 38 drehbar gelagert, das einen Innenlaufring 40, einen Außenlaufring 42 und Wälzkörper 44, beim dargestellten Beispiel Kugeln, aufweist. Das untere Ende der Rotorwelle 36 ist unter Reibung im Innenlaufring 40 gleitbar. Der Außenlaufring 42 sitzt auf einer Schulter 46 im Turbinengehäuse 28 und wird dort durch einen Klemmring 48 gehalten, der bei 50 in die Ausnehmung 32 eingeschraubt ist. Am unteren Ende des Turbinengehäuses 28 ist unterhalb des Innenlaufringes 40 ein geringes Spiel im Stauraum 51 vorgesehen.
  • Am oberen Ende der Rotorwelle 36 hat der Innenlaufring 54 des normalerweise oberen Wälzlagers 52 Preßsitz auf dem oberen Ende der Rotorwelle 36.
  • Das obere Wälzlager 52 besitzt als Wälzkörper 56 einen Satz Lagerkugeln und einen Außenlaufring 58, der Preßsitz in einem Abstandsring60 oder Bund hat, dessen Höhe geringfügig größer ist als die der Lagerlaufringe. Das obere Ende des Abstandsringes 60 erstreckt sich über die Lagerlaufringe hinaus, so daß ein Spiel im Stauraum 61 für den Innenlaufring 54 vorhanden ist. Die Wälzlager 38 und 52 sind einander im wesentlichen gleich.
  • Eine mit Außengewinde64 versehene Kappe 62 ist in die Ausnehmung 32 eingeschraubt und hält den Abstandsring 60 in Anlage an eine ringförmige Schulter 66. Sie dient daher dazu, das Wälzlager 52 zusammenzuhalten und die Rotorwelle 36 in ihrer Lage zu halten. Außerdem schließt sie das obere Ende der Ausnehmung 32 ab.
  • Mit der Rotorwelle 36 ist der Rotor fest verbunden. Er weist in axialer und in radialer Richtung erstreckende Turbinenschaufeln 68 auf. Wie sich am besten aus F i g. 4 ergibt, sind die Turbinenschaufeln 68 an ihrer Vorderseite 70 gekrümmt; sie haben eine ebene Rückseite 72. Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bestehen die Rotorwelle 36 und der Rotor aus einem Stück aus insbesondere korrosionsbeständigem Metall.
  • Der Durchmesser des Rotors von der Schaufelspitze zur gegenüberliegenden Schaufelspitze beträgt bei erfolgreich erprobten Handstücken 7,1 mm, während der Krümmungsradius der Vorderseite70 der Turbinenschaufeln 4,37 mm beträgt. Die ebene Fläche 72 ist mit etwa 12'/2 Grad zum Durchmesser geneigt.
  • Der Turbinenschaufelgrund und die Scheitel der Zwischenräume zwischen den Turbinenschaufeln 68 befinden sich im wesentlichen in axialer Ausfluchtung mit den Wälzkörpern 44, 56. Es wird angenommen, daß bei dieser Anordnung Gassäulen unter Druck in axialer Richtung von den Enden der Scheitel der Zwischenräume zwischen den Turbinenschaufeln 68 austreten und die Wälzkörper 44, 56 unmittelbar beaufschlagen, so daß sie sowohl zur Kühlung als auch zur »Polsterung« der Lagerbestandteile beitragen.
  • Mit der Rotorwelle 36 fest verbunden ragen über die entgegengesetzten Stirnenden der Turbinenschaufeln 68 ein oberer Bund 74 und ein unterer Bund 76 hinaus. Diese Bunde dienen dazu, die Wälzlager 52, 38 in einem genauen Abstand vom oberen und vom unteren Ende der Turbinenschaufeln 68 zu halten.
  • Da der Klemmring 48 genau gearbeitet ist, befindet er sich ebenfalls vorzugsweise in einem genauen Abstand vom unteren Ende der Turbinenschaufeln 68. Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung befindet sich ein in Fig. 3 gezeigtes ringförmiges Schild 77, das mit dem unteren Ende des Abstandsringes 60 insbesondere aus einem Stück besteht, in einem genauen Abstand von den oberen Enden der Turbinenschaufeln 68. Der Umfang der Ausströmöffnungen im Schild 77 und im Klemmring 48 befindet sich aus folgenden Gründen vorzugsweise im wesentlichen in axialer Ausfluchtung mit der Mitte der Wälzkörper 44, 56.
  • Die Abstände unmittelbar oberhalb und unterhalb der Turbinenschaufeln 68 zum Schild77 und zum Klemmring 48 liegen bei einem Rotor der oben beschriebenen Größe innerhalb eines Bereichs von 0,127 bis 0,635 mm. Wenn diese Abstände zu klein sind, wird eine Zustand erzeugt, der die richtige Strömung des Strömungsmittels durch die Wälzlager 38, 52 stört, zu einer mangelhaften Kühlung führt und ein sirenenartiges Geräusch hervorruft. Wenn dagegen der Raum zu groß ist, reicht das Drehmoment oftmals nicht aus und wird die Gesamtlänge des Aggregats vergrößert. Das Turbinengehäuse ist daher für den intraoralen zahnärztlichen Gebrauch zu groß.
  • Die ringförmige Tasche 79 zwischen der inneren zylindrischen Fläche der Ausnehmung 32, der Oberseite des Klemmrings 48 und der Unterseite des Schildes 77 dient zur Begrenzung der die Turbinenschaufeln 68 beaufschlagenden und sich gegen diese ausdehnenden Strömungsmittel, so daß der größte Teil der durch das gasförmige Strömungsmittel während der Ausdehnung entwickelten Kraft auf die Turbinenschaufeln 68 wirksam wird und das Drehmoment erzeugt. Durch das äußere Ende des Kanals 86, das als Düse dient, strömt das Strömungsmittel während des Betriebs kontinuierlich und tangential gegen die Außenseite der Turbinenschaufeln 68.
  • Das Strömungsmittel steht unter einem Druck von 1,4 bis 2,1 kg/cm2. Dabei wird der Gasstrahl zur Beaufschlagung der Flächen 72 der Turbinenschaufeln 68 im wesentlichen mit dem in F i g. 4 gezeigten Tangentialwinkel relativ zur Achse des Rotors und etwa in die Mitte zwischen den Enden der Turbinenschaufeln 68 gerichtet, so daß das Gas im wesentlichen gleichmäßig aus den entgegengesetzten Stirnenden der Räume zwischen den Turbinenschaufeln 68 durch die Wälzlager 38, 52 strömt. Die Mitte des Strömungsmittelstromes liegt von der durch die Spitzen der Turbinenschaufeln 68 beschriebenen kreisförmigen Bahn nach innen, wobei sich der Strom in allen Richtungen gegen die Flächen 72 bei der Berührung mit denselben ausdehnt, so daß der Turbinenläufer ein maximales Drehmoment abgeben kann. Im Halsblock 84, der in ein Metallrohr 82 eingesetzt ist, befindet sich auf der dem Kanal 86 diametral gegenüberliegenden Seite ein Schlitz 88, um Strömungsmittel aus dem Turbinengehäuse 28 radial in den Handgriff abzuleiten. Der Schlitz 88 hat einen wesentlich größeren Querschnitt als der Kanal 86, eine Bohrung, so daß sich der Druck des in die Ausnehmung 32 austretenden Strömungsmittels leicht in dieser entspannen kann und aus der Ausnehmung 32 in der Hauptsache durch den Schlitz 88 austritt. Ein Teil tritt dagegen durch die Ausströmöffnungen 78 und 80 aus. Dabei tritt das Strömungsmittel z. B. aus der ringförmigen Kammer 79 an dessen entgegengesetzten Enden durch verengte ringförmige Ausströmöffnungen zwischen dem Umfang der Mittelöffnungen im Schild 77 und im Klemmring 48 sowie in den Bunden 74 und 76 in axialer Richtung aus und von dort in die Wälzlager 38, 52 ein. Die Kappe 62 ist mit einer oder mehreren Ausströmöffnungen 78 von etwa 0,79 mm Durchmesser versehen. Diese ermöglichen, daß das Strömungsmittel aus dem oberen Ende der ringförmigen Kammer 79 austritt und zwischen dem Außenlaufring 58 und dem Innenlaufring 54 des oberen Wälzlagers 52 laufend hindurchströmt. Dadurch wird das Kühlen und das schwimmende Lagern erleichtert. Es hat den Anschein, daß diese Strömungswege die Verwirbelung des Strömungsmittels innerhalb des Gehäuses verringert. Ferner ergibt sich ein zusätzlicher Vorteil beim Ansaugen.
  • Auch im unteren Gehäuseteil ist eine Anzahl von Ausströmöffnungen 80 von je etwa 0,53 mm Durchmesser, insbesondere drei, vorhanden. Diese sind in Umfangsrichtung in gleichmäßigen Abständen voneinander verteilt um das untere Ende der Rotorwelle 36 angeordnet. Dadurch strömt das Strömungsmittel zwischen den Laufringen des unteren Wälzlagers 38 an den Wälzkörpern 44 hindurch. Es werden Druckgas-Kissen gebildet, die die axiale Bewegbarkeit des Rotors im Betrieb begrenzen bzw. vollständig aufheben. Die Stauräume 51 und 61 begünstigen diese Kissenbildung. Die Ausströmöffnungen 80 sind geringfügig zur Achse der Rotorwelle 36 geneigt, um die Abluft gegen die Spitze des Werkzeuges 116, z. B. eines Fräsers, zu richten, der normalerweise im unteren Futterende des hohlen Schaftes 114 eingeklemmt ist, der in das Gewinde 110 der Rotorwelle 36 eingeschraubt ist.
  • Die Bohrung 90 erstreckt sich nicht völlig durch den Halsblock 84 zur ringförmigen Kammer 79, sondern steht an ihrem vorderen Ende mit einer geneigten Bohrung92 in der Hülse 94 in Verbindung, um Wasser auf den Fräser zu leiten.
  • Ein wesentlicher Teil der der Kammer der Turbine zugeführten Luft tritt aufeinanderfolgend durch den Schlitz 88 aus.
  • Bei einer Drehzahl von mehr als 200 000 U/min kann ein ausreichendes Drehmoment erzeugt werden, so daß ein Arbeitsdruck von etwa 0,45 kg durch einen Fräser auf beispielsweise eine Zahnfläche ausgeübt werden kann, bevor der Fräser zum Stillstand kommt.
  • Obwohl bei ungewöhnlich hohen Drehzahlen gearbeitet wird, arbeiten die Lager, welche die einzigen Teile des Handstückes, die einem Verschluß ausgesetzt sind, kühl, so daß die Lebensdauer solcher Lager viele Monate beträgt. Schwingungen werden praktisch nicht mehr auf den Patienten übertragen.
  • Für den vorgesehenen Betrieb des zahnärztlichen Handstückes kann dem gasförmigen Strömungsmittel noch ein flüssiges Schmiermittel zugesetzt werden, so daß die Wälzkörper 44, 56 zusätzlich geschmiert werden. Dazu ist z. B. Maisöl geeignet.
  • Gemäß Fig. 5, bei der die Spielräume zwischen den Wälzkörpern 462 und den jeweiligen Innenlaufringen 458 und Außenlaufringen 512 vergrößert dargestellt sind, strömt ein Teil des Strömungsmittels parallel zur Achse der Rotorwelle 442 von den Stirnseiten des Rotors nach oben bzw. unten zwischen die Laufringe und von dort in den oberen Stauraum 450 und in den unteren Stauraum 550 ein, um jeweils von dort über die Ausströmöffnungen ins Freie zu gelangen. Die obere Ausströmöffnung492 fluchtet mit der Achse der Drehwelle 442 und die am unteren Turbinengehäuseteil verteilten Ausströmöffnungen 524 verlaufen parallel zu dieser Achse.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Zahnärztliches Handstück mit strömungsmittelgetriebenem Triebwerk, bei dem die Rotorachse der Turbine über Wälzlager im Gehäuse gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß Spielräume in den Wälzlagern (38, 52) eine axiale Bewegbarkeit des Rotors gestatten und daß das Strömungsmittel im Betrieb gasförmige Kissen bildet, in welchen der Rotor axial schwimmend gelagert ist.
  2. 2. Handstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil des Strömungsmittels in axialer Richtung, d. h. parallel zur Rotorachse, von den Turbinenschaufeln (68) abgeleitet ist.
  3. 3. Handstück nach Anspruch 1 oder 2 mit gleichen Wälzlagern (38, 52) auf jeder Stirnseite des Rotors, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungswege des vom Rotor nach beiden Sirnseiten abgeführten Strömungsmittels so ausgebildet sind, daß durch beide Wälzlager in der Zeiteinheit etwa gleiche Mengen des Strömungsmittels strömen.
  4. 4. Handstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäusestirnseite, durch die das das Werkzeug (116) tragende Wellenende ragt, mindestens eine verengte Ausströmöffnung (80, 524) aufweist, durch die das Strömungsmittel in Richtung auf das Werkzeug ausströmt.
  5. 5. Handstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil des Strömungsmediums vom Rotor durch die Wälzlager (38, 52) und dann durch verengte Austrittsöffnungen (78, 80; 492, 524) strömt.
  6. 6. Handstück nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verengten Ausströmöffnungen (78, 80; 492 524) an gegenüberliegenden Stirnseiten des Turbinengehäuses (28) angeordnet sind.
  7. 7. Handstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der vom Strömungsmittel tangential beaufschlagte Rotor in einer ringförmigen Kammer mit verengten Austrittsöffnungen für das Strömungsmittel in den gegenüberliegenden Stirnseiten befindet, durch die sich die Enden der Rotorwelle (36; 442) erstrecken.
  8. 8. Zahnärztliches Handstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius der Mittelpunkte der Wälzkörper (44, 56; 462) etwa dem Innenradius der Turbinenschaufeln (68) entspricht.
  9. 9. Zahnärztliches Handstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausströmöffnung (78; 492) in der Rückseite des Turbinengehäuses (28) achsengleich mit einer durchgehenden Axialbohrung der Rotorwelle (36; 442) liegt.
DED32182A 1957-01-18 1957-08-28 Zahnaerztliches Handstueck mit stroemungsmittelgetriebenem Triebwerk Pending DE1285670B (de)

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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