DE1253861B - Vorrichtung zum Einfuehren einer Federhuelse in einen kernlosen Fadenwickel - Google Patents
Vorrichtung zum Einfuehren einer Federhuelse in einen kernlosen FadenwickelInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
DOId
Deutsche Kl.: 29 a-6/08
Nummer: 1253 861
Aktenzeichen: G 33276 VII a/29 a
Anmeldetag: 5. Oktober 1961
Auslegetag: 9. November 1967
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einführen einer unter der Bezeichnung Federhülse
bekannten Spannvorrichtung in kernlose Fadenwickel, insbesondere Spinnkuchen, die nach dem
Zentrifugenverfahren gesponnen wurden.
Bei der Überführung nach dem Zentrifugenverfahren gesponnener Spinnkuchen in Präzisionswickel, die daraus auf Spul- und Zwirnmaschinen
hergestellt werden, müssen diese kernlosen und darum wenig haltbaren und leicht zu beschädigenden
Fadenwickel gestützt werden. Es geschieht in der Weise, daß in die Höhlung des Spinnkuchens eine
Spannvorrichtung eingeführt wird, die ihm Halt gibt und in allen Phasen des Spulprozesses einen einwandfreien
Fadenablauf gewährleistet. Beim Einstecken des Spannkörpers in die Höhlung des Spinnkuchens
dürfen die Fadenlagen nicht beschädigt oder deformiert werden. Überhaupt ist jedes unnötige Berühren
und Hantieren der empfindlichen Wickelkörper zu vermeiden. ao
Von den in Gebrauch befindlichen, verschieden ausgebildeten Spannvorrichtungen für kernlose
Fadenwickel hat sich die unter der Bezeichnung Federhülse bekannte Spannvorrichtung besonders
bewährt. Sie besteht aus einem auf einem Zylindermantel in Form einer steilen Sinuskurve angeordneten,
in sich geschlossenen starken Draht aus korrosionsbeständigem Federstahl und läßt sich
radial gleichmäßig zu einem Bündel parallelliegender Stäbe elastisch zusammendrücken. Gegenüber
anderen, dem gleichen Zweck dienenden Spannvorrichtungen, wie z. B. spiralig zusammengerollten
flächenförmigen Gebilden, besitzt die Federhülse den Vorzug gleichmäßig hoher Spannkraft bei wechselndem
Innendurchmesser des Spinnkuchens sowie die Fähigkeit, unter Wahrung ihrer Zylinderform sich
nach allen Richtungen hin völlig gleichmäßig zu entspannen und dabei ohne Einbuße an Elastizität
wieder ihren ursprünglichen Umfang anzunehmen. Dies ist bei keiner anderen der bekannten Spann-Vorrichtungen
für kernlose Fadenwicke] in gleichem Maß der Fall.
Das Zusammendrücken und Einführen einer Federhülse in einen Spinnkuchen von Hand ist an
sich möglich; jedoch erfordert es einigen Kraftaufwand und Geschick, um nicht die inneren Fadenlagen
des Wickels zu verwirren und zu beschädigen. Man bedient sich daher besonderer, z. B. elektromagnetisch
oder pneumatisch arbeitender Vorrichtungen, um die Federhülse zusammenzudrücken und
in diesem Zustand zentrisch in den Wickel einzuführen. An einem besonderen Arbeitsplatz werden
Vorrichtung zum Einführen einer Federhülse
in einen kernlosen Fadenwickel
in einen kernlosen Fadenwickel
Anmelder:
Glanzstoff Köln
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Wuppertal
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Hartmut Wischer,
Herbert Brauner,
Matthias Geimer, Köln-Weidenpesch
auf diese Weise mit entsprechenden technischen Einrichtungen die Spinnkuchen mit Federhülsen
ausgerüstet, ehe sie auf eine Spul- oder Zwirnmaschine gelangen und dort abgewickelt werden.
Diese Art der Vorbereitung der Spinnkuchen für das Abspulen verursacht zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwand
und vermehrt durch häufiges Hantieren der empfindlichen Wickelkörper die Möglichkeit, sie zu
beschädigen.
Mit Hilfe der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist es möglich, die als Federhülse bekannte Spannvorrichtung
in überraschend einfacher Weise, ohne Maschinenkraft, rasch und sicher in kernlose Fadenwickel,
insbesondere in nach dem Zentrifugenverfahren gesponnene Spinnkuchen, einzuführen,
und zwar unmittelbar an der Ablaufstelle auf der Spul- oder Zwirnmaschine, wo sie nach dem Einführen
der Federhülse in den Wickel zugleich als Haltevorrichtung für diesen dient.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht aus einer am Boden durch einen Flansch verschlossenen
zylindrischen Grundform zur Aufnahme der zusammengedrückten Federhülse und einem Teller, auf
dem der Fadenwickel ruht. Der Durchmesser des Tellers ist größer als der des Flansches. Grundform
und Teller durchdringen einander zentrisch in der Weise, daß der Teller auf dem Flansch aufliegen
kann, auf der Zylinderoberfläche der Grundform achsenparallel verschiebbar ist und im Inneren des
Hohlzylinders eine Auflagefläche für die Federhülse bildet. Zu diesem Zweck sind in der Zylindermantelfläche
Aussparungen vorgesehen und diesen gegenüber in der Tellerfläche Stege zwischen den Aussparungen
zur Durchführung der tragenden Teile des Zylindermantels.
7C9 687/336
Claims (1)
- An Hand der Zeichnung wird die erfindungsgemäße Vorrichtung im einzelnen erläutert.Der die Grundform bildende Hohlzylinder 1 besitzt achsenparallele Aussparungen 2 und wird am Boden durch einen Flansch 3 abgeschlossen. Der über den Flansch 3 herausragende Teller 4 weist Aussparungen 5 auf, die von den tragenden Teilen des Zylindermantels 1 durchsetzt werden. Die durch die Aussparungen 2 des Zylindermantels 1 gehenden Stege des Tellers 4 bilden im Inneren des Zylinders 1 eine Auflagefläche 6 für die Federhülse 7.Die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist denkbar einfach und erfordert keine besondere Geschicklichkeit und Kraftanstrengung. Die Federhülse wird von Hand in den Hohlzylinder der Grundform eingeschoben. Sie wird dabei zweckmäßig an einem Ende zusammengedrückt, in dieser Trichterform auf den Rand des Hohlzylinders aufgesetzt und durch Drücken in letzteren eingeführt. Dann wird der Spinnkuchen über die Grundform gestülpt und auf den Teller aufgesetzt. Spinnkuchen und Federhülse befinden sich nun beide auf dem Teller und bewegen sich beim Anheben desselben gleichzeitig nach oben. Dabei wird die Federhülse aus der zylindnschen Grundform heraus und in die Höhlung des Spinnkuchens hineingeschoben. Da Spinnkuchen und Federhülse sich gleichzeitig nach oben bewegen, findet kein Vorbeigleiten der Federhülse am Innenteil des Kuchens statt und damit keine Verschiebung der inneren Fadenlagen. Nach Verlassen der Führung legt sich die Federhülse unter teilweiser Entspannung fest an die Innenseite des Spinnkuchens an. Ihr Durchmesser hat sich dabei so weit vergrößert, daß sie beim Absenken des Tellers auf den Flansch zusammen mit dem von ihr gespannten Spinnkuchen an der Außenseite der zylindnschen Grundform entlanggleitet und geführt wird. Nach Aufsetzen auf den Flansch steht der Spinnkuchen nunmehr für den Spulvorgang bereit.Patentanspruch:Vorrichtung zum Einführen einer Federhülse in einen kernlosen Fadenwickel, insbesondere in nach dem Zentrifugenverfahren gesponnene Spinnkuchen, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit achsenparallelen Aussparungen (2) versehener, am Boden durch einen Flansch (3) verschlossener Hohlzylinder (1) und ein über den Flansch hinausragender konzentrischer Teller (4) einander in der Weise durchdringen, daß sich der Teller auf den Flansch auflegen kann und auf der Zylinderfläche achsenparallel verschiebbar ist, wobei die tragenden Teile zwischen den Aussparungen des Zylindermantels in Aussparungen^) der Tellerfläche gleitend geführt werden, und die durch die Aussparungen (2) des Zylindermantels gehenden Stege des Tellers (4) im Inneren des Hohlzylinders (1) eine Auflagefläche (6) für die Federhülse (7) bilden.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 958 818, 928 938,
919, 473 749, 350 327;
schweizerische Patentschrift Nr. 148 437.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen709 687/336 10.67 Q Bundesdrcckerei Berlin
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Applications Claiming Priority (1)
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Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE350327C (de) * | 1922-03-17 | Rudolf Bader | Vorrichtung zur Stuetzung der in Kunstseiden-Spinntoepfen angesammelten Faeden | |
| DE473749C (de) * | 1927-09-15 | 1929-03-20 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Vorrichtung zum Abhaspeln von in Spinntoepfe gesponnener Kunstfaser |
| CH148437A (de) * | 1929-06-19 | 1931-07-31 | Schoenfeld Morris | Vorrichtung für die Vorbereitung von Spinnkuchen aus Kunstfäden, insbesondere aus Kunstseide, für ihre weitere Behandlung nach dem Spinnen. |
| DE638919C (de) * | 1934-11-17 | 1936-11-25 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Haltevorrichtung fuer ueber Kopf abzuziehende lockere Fadenwickel, z. B. Kunstseidespinnkuchen |
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- 1961-10-05 DE DEG33276A patent/DE1253861B/de active Pending
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1962
- 1962-09-28 GB GB36916/62A patent/GB950045A/en not_active Expired
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Also Published As
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| GB950045A (en) | 1964-02-19 |
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