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DE125096C - - Google Patents

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Publication number
DE125096C
DE125096C DENDAT125096D DE125096DA DE125096C DE 125096 C DE125096 C DE 125096C DE NDAT125096 D DENDAT125096 D DE NDAT125096D DE 125096D A DE125096D A DE 125096DA DE 125096 C DE125096 C DE 125096C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
picric
aniline
phenol
nitric acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT125096D
Other languages
English (en)
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE125096C publication Critical patent/DE125096C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C201/00Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
    • C07C201/06Preparation of nitro compounds
    • C07C201/12Preparation of nitro compounds by reactions not involving the formation of nitro groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES PATENTAMT.
Die aufserordentlichen Schwankungen, denen die Preisnotirungen für Phenol fortwährend unterliegen und der zeitweilig sehr hohe Preisstand des letzteren — bedingt durch die Knappheit an disponiblen Vorräthen— rechtfertigen die Bemühungen, welche darauf hinausgehen, für die Fabrikation der stetig zunehmenden Verbrauch findenden Pikrinsäure an Stelle des Phenols ein Ausgangsmaterial zu verwenden, das jenen Schwankungen nicht unterliegt, immer in genügenden Mengen am Markte ist und die Darstellung der Pikrinsäure ■ zu lohnenden Preisen gestattet. Diesen Forderungen entspricht das nachstehend beschriebene technische Verfahren der Gewinnung von Pikrinsäure, welches von dem Anilin ausgeht. Letzteres wird zunächst in bekannter Weise unter Erzielung einer fast quantitativen Ausbeute in Sulfanilsäure und diese weiter mittelst salpetriger Säure in Diazobenzolsulfosäure umgewandelt, deren Ueberführung in Pikrinsäure bereits beim Behandeln mit der theoretischen Menge Salpetersäure bei gelindem Erwärmen ganz glatt erfolgt. Dies war um so weniger vorauszusehen, als das Diazobenzol selbst durch die stärkste Salpetersäure bei mäfsigem Erwärmen nicht verändert wird und erst beim Kochen mit Salpetersäure nitrirte Phenole liefert, wobei nur mit rauchender Salpetersäure beim Kochen Trinitrophenol entsteht (Ann. 137, S. 69). Dafs aus Phenolsulfosäuren Salpetersäure die Sulfogruppe abspaltet, ist an sich, bekannt, indefs ist diese Reaction für die Darstellung von Pikrinsäure aus der Sulfanilsäure bezw. der aus der letzteren erhältlichen Diazobenzolsulfosäure noch nicht verwerthet worden.
Man rührt zweckmäfsig iookg rohe Sulfanilsäure mit Wasser zu einem dünnen Brei an und versetzt mit einer hinreichend verdünnten Lösung von 40 kg Natriumnitrit, so dafs sich . alles löst, mit Ausschlufs der. etwa in der Sulfanilsäure vorhanden gewesenen Verunreinigungen, von denen abfiltrirt wird.- Das Filtrat versetzt man mit 28 kg Schwefelsäure, worauf die gebildete Diazobenzolsulfosäure quantitativ ausfällt. Nachdem filtrirt worden ist, wird die/ noch ca. 20 pCt. Wasser enthaltende gelbliche poröse Masse in Salpetersäure von solcher Concentration eingetragen, dafs nach Beendigung des Eintragens die Stärke der Säure ca. 40 ° B. beträgt. Man wärmt langsam an, bis die Sfickstoffentwickelung beginnt, stellt, wenn letztere nachlasst, das Erwärmen ein und läfst die Lösung ca. 36 Stunden ruhig stehen, worauf die Pikrinsäure sich völlig ausgeschieden hat. Dieselbe wird von der darüberstehenden Flüssigkeit getrennt, gewaschen, geschleudert und getrocknet. Das Auswaschen gestaltet sich einfacher als bei der auf Phenol in üblicher Weise erhaltenen Pikrinsäure, weil bei dem Nitrirungsprocefs keine Schwefelsäure zugegen ist.
. Man kann auch in der Weise verfahren, dafs * man 100 kg Sulfanilsäure langsam unter Rühren in eine Lösung von 40 kg Natriümnitrit in 40 kg Wasser giebt und dann den erhaltenen dicken gelben Brei in Salpetersäure von solcher Concentration und Menge einträgt, dafs man

Claims (1)

  1. nach dem'Eintragen 320 kg Säure von 400B5 hat. Die weiteren Operationen erfolgen, wie angegeben.
    Das beschriebene Verfahren hat die wesentlichen Vorzüge, dafs es an Stelle des vielfachen Preisschwankungen unterworfenen Phenols Anilin als Ausgangsmaterial benutzt, ein sehr glattes und einfaches Arbeiten, gestattet und sehr hohe Ausbeuten liefert. Aus 50 kg Anilin ■;.wurden '" ιΐον kg .· Pikrinsäure erhalten, das. sind- 90' pCt. der theoretisch möglichen Ausbeute. ;;■■... ':
    Patenx-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Pikrinsäure, dadurch gekennzeichnet,- dafs man die aus Sulfanilsäure durch DJazotiren erhältliche Diazobenzolsulfosäure mit Salpetersäure behandelt.
DENDAT125096D Expired DE125096C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE125096C true DE125096C (de) 1900-01-01

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DENDAT125096D Expired DE125096C (de)

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