DE1248148B - Steuereinrichtung fuer einen motorisch angetriebenen Stufenschalter eines Stellgliedes zur Spannungsregelung - Google Patents
Steuereinrichtung fuer einen motorisch angetriebenen Stufenschalter eines Stellgliedes zur SpannungsregelungInfo
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Description
AUSLEGESCHRIFT
Nummer: 1 248 148
Aktenzeichen: W 23444 VIII b/21 c
1 248 148 Anmeldetag: 6. Juni 1958
Auslegetag: 24. August 1967
Zur Steuerung eines Stufenschaltermotors ist eine Anordnung bekannt, die je ein Steuerorgan (Relais)
für die Betätigung des Stufenschaltermotors in Richtung »Spannung höher« bzw. in Richtung »Spannung
tiefer« enthält. Diese Steuerorgane werden abhängig von einem Spannungsmeßglied und von Zeitverzögerungsgliedern
eingeschaltet, wenn die zu regelnde Spannung ihren Nennwert um einen bestimmten Betrag
unter- bzw. überschreitet. Außerdem ist jedes dieser Steuerorgane noch abhängig von einem
nockengesteuerten Schalter, der nach dem Anlaufen des Stufenschaltermotors in der einen oder anderen
Richtung gewährleistet, daß der Stufenschaltermotor erst dann wieder abgeschaltet werden kann, wenn
der Stufenschalter seine nächste Schaltstellung erreicht hat. Von den beiden Steuerorganen ist also
entweder das eine oder andere oder auch gar keins angeregt. Wenn bei dieser Schaltung in einer Zwischenstellung
des Stufenschalters die Hilfsspannungsversorgung vorübergehend unterbrochen wird und
wenn nach Wiederkehr der Hilfsspannung die zu regelnde Spannung nicht wesentlich von ihrem Nennwert
abweicht, so kann es vorkommen, daß der Stufenschalter längere Zeit in einer Zwischenstellung
verbleibt.
Dieser Nachteil ist bei der neuen Steuereinrichtung vermieden. Sie betrifft eine Steuereinrichtung für
einen motorisch angetriebenen Stufenschalter eines Stellgliedes zur Spannungsregelung, wobei der
Stufenschaltermotor in jeder von beiden Drehrichtungen durch ein gemeinsames Spannungsmeßglied
über je ein dem Spannungsmeßglied nachgeschaltetes Zeitverzögerungsglied, je ein dem Zeitverzögerungsglied
nachgeschaltetes logisches »Oder«-Element, das mindestens zwei Eingänge besitzt, und je einen dem
»Oder«-Element nachgeschalteten Verstärker einschaltbar ist und durch ein vom Stufenschalter betätigbares
gemeinsames Schaltelement, das einen zweiten Eingang jedes »Oder«-Elementes beeinflußt,
nach dem Verschwinden des Ausgangssignals des Spannungsmeßgliedes so lange weiter eingeschaltet
gehalten wird, bis die nächste Stufe erreicht ist. Die Erfindung besteht darin, daß für beide Drehrichtungen
gemeinsam eine bistabile Kippstufe vorgesehen ist, deren beide Ausgänge an den zweiten Eingang
jedes »Oder«-Elementes geführt sind und durch das vom Stufenschalter betätigbare Schaltelement beim
Erreichen einer Stufe beide gleichzeitig abgeschaltet werden, während die Eingänge der bistabilen Kippstufe
an je einen Ausgang innerhalb der den beiden Zeitverzögerungsgliedern nachgeschalteten Steuerketten
angeschlossen sind, derart, daß der Stufen-Steuereinrichtung für einen motorisch
angetriebenen Stufenschalter eines Stellgliedes zur Spannungsregelung
angetriebenen Stufenschalter eines Stellgliedes zur Spannungsregelung
Anmelder:
Westinghouse Electric Corporation,
East Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
East Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. jur. G. Hoepffner, Rechtsanwalt,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Als Erfinder benannt:
Wendell L. Erickson,
Portage Lake, Pinckney, Mich. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 14. Juni 1957 (665 768) - -
schalter im Falle einer Zwischenstellung nach Netzausfall stets sofort in die nächsthöhere oder nächstniedrigere
Stufe einläuft.
Im Gegensatz zu den Steuerorganen der eingangs beschriebenen bekannten Anordnung, die in ihrer
Zusammenschaltung drei stabile Schaltstellungen einnehmen können, besitzt eine bistabile Kippstufe nur
zwei stabile Schaltstellungen. Da beim Anmeldungsgegenstand das zum Stillsetzen des Stufenschalter-
motors nach Erreichen einer Schaltstufe vorgesehene vom Stufenschalter betätigbare Schaltelement in den
Ausgangskreis dieser bistabilen Kippstufe eingeschaltet ist, so wird die bistabile Kippstufe bei geschlossenem
Schaltelement immer eines der beiden mögliehen Ausgangssignale abgegeben. Dies hat zur
Folge, daß nach einem Netzausfall sofort ein Weiterschalten des Stufenschalters bei Spannungswiederkehr
einsetzt, selbst wenn die zu regelnde Spannung mit der Sollspannung übereinstimmt. Bei Verwendung
einer normalen bistabilen Kippstufe ohne Vorzugslage kann nach einer Spannungswiederkehr die
Weiterschaltung des Stufenschalters in Richtung einer Spannungserhöhung oder in Richtung einer Spannungserniedrigung
erfolgen, wobei die Richtung durch die zufällig eingenommene Lage der bistabilen
Kippstufe nach Spannungswiederkehr bestimmt wird. Es wird aber bei einem vorübergehenden Auschalten
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der Steuerspannung auf jeden Fall sichergestellt, daß der Stufenschalter so schnell wie möglich eine eventuell
eingenommene Zwischenstellung verläßt.
Es ist weiterhin eine Steuerungseinrichtung für den Stellmotor eines Stufenschalters bekanntgeworden,
bei der neben der automatischen Steuerung des Stufenschalters abhängig von einer zu überwachenden
Spannung auch eine Betätigung des Stufenschalters von Hand möglich ist. Über von Hand zu betätigende
Knöpfe ist es bei dieser Anordnung möglich, den Steuerorganen die gleichen Signale zuzuführen,
wie sie bei der automatischen Regelung von dem Regelwerk abgegeben werden. Das entspricht
bei der vorliegenden neuen Anordnung einer Schaltung, bei der für jedes »Oder«-Element drei Eingänge
vorgesehen sind, wobei auf den dritten Eingang jedes »Oder«-Elementes über Handschalter wahlweise ein
Signal gegeben werden kann oder nicht. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es
dabei möglich, die Eingänge der bistabilen Kippstufe mit den Ausgängen der »Oder«-Elemente zu
verbinden. Dadurch wird erreicht, daß die Sicherung gegen ein Stehenbleiben des Stufenschalters in einer
Zwischenstellung auch bei Handbetätigung voll wirksam ist.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Die Steuereinrichtung
nach dem Ausführungsbeispiel ist allein aus ruhenden Bauelementen aufgebaut.
In der Zeichnung ist mit der Ziffer 10 ein Überwachungsorgan bezeichnet, das an eine Spannungsquelle angeschlossen ist, die geregelt oder eingestellt
werden soll. Die Verwendung eines Stufenschalters zum Einstellen oder zum Regeln der Spannung eines
Transformators, eines Übertragungsnetzes oder einer ähnlichen Einrichtung ist grundsätzlich bekannt. In
dem dargestellten Überwachungsorgan ist ein Hilfstransformator an die Wicklung eines Speisetransformators
angeschlossen, um die zu regelnde Spannung oder eine Funktion der zu regelnden Spannung zu
übertragen. Es ist gebräuchlicher, eine Funktion der Spannung, die gesteuert werden soll, zu übertragen.
In der Schaltung ist die Sekundärseite des Transformators 11 mit den Widerständen 12 und 13 verbunden.
An den Widerständen 12 und 13 liegt ein Gleichrichter 14. Mit 15 ist ein Filtersatz bezeichnet,
der eine Drossel 16 und zwei Kondensatoren 17 und 18 enthält. Der Filtersatz 15 liegt hinter dem Gleichrichter
14, um die an das Steuersystem des Stufenschalters abgegebene Spannung zu glätten. Überwachungsorgane
der beschriebenen Art sind bekannt und es ist daher nicht notwendig, sie in ihren Einzelheiten
zu beschreiben. Desgleichen sind die erforderlichen Einstellungen für diese Überwachungsorgane
bekannt.
Zur Stromversorgung der Steuereinrichtung dient ein Netzanschlußgerät 19, das im folgenden beschrieben
ist. Das Netzanschlußgerät 19 ist über die Netzklemmen 20 und 21 an Wechselspannung (etwa
120 V) angeschlossen. Ein Gleichrichter 22 ist direkt mit dem Netz verbunden. Hinter dem Gleichrichter
22 ist ein Filtersatz 23 angeordnet, der eine Drossel und einen Kondensator enthält. Zusätzlich sind mehrere
Widerstände 24, 25 und 26 mit dem Gleichrichter verbunden. Sie sind in bestimmter Weise mit dem
Filtersatz 23 zusammengeschaltet. Die zu der Steuereinrichtung führenden Netzzuleitungen 27 und 28
führen, bezogen auf Masse, etwa Spannungen —45 V
und + 3 V. Für das hier beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung wurden die vorher genannten
Spannungen verwendet. Es ist jedoch klar, daß bei anderen Stufenschaltern die Spannungen so festgelegt
werden können, daß die Forderungen des betreffenden Netzes erfüllt werden.
Der Stufenschalter 29 ist für ein dreiphasiges Netz vorgesehen. Die Schaltstücke 30, 31 und 32 können
in beiden Richtungen bewegt werden. Wenn sie sich
ίο in einer Richtung bewegen, wird die Spannung erhöht, bewgen sie sich in der anderen Richtung, so
wird eine Verminderung der Spannung hervorgerufen. Steigt also die Spannung, die durch das Überwachungsorgan
10 überwacht wird, an, so wird die nachfolgend beschriebene Steuereinrichtung so wirken,
daß der Stufenschalter die Spannung herabsetzt. Zeigt das Uberwachungsorgan 10 ein Absinken der
Spannung an, so wird der Stufenschalter so betätigt, daß ein Ansteigen der Spannung erreicht wird, damit
die Spannung der Spannungsquelle innerhalb des vorgeschriebenen Spannungsbereiches bleibt.
Die Kontaktstücke 30, 31 und 32 können durch irgendeine der bekannten Stufenschalterbetätigungsvorrichtungen
bewegt werden, um die Spannung der Spannungsquelle zu erhöhen oder zu vermindern. In
der Zeichnung ist eine Anordnung mit Schraube und Wandermutter bei 33 dargestellt, die als geeignete
Vorrichtung zum Betätigen der Stufenschalterschaltstücke dienen kann.
Die Kombination Schraube und Wandermutter bei 33 wird durch eine Welle 34 betätigt, die ihrerseits
durch den Motor 35 angetrieben wird. Als Motor 35 kann eine beliebige Motortype, die zum Antrieb von
Stufenschaltern verwendet wird, benutzt werden. Der Motor 35 kann dabei von einem beliebigen Wechselstromnetz,
das nicht dargestellt ist, mit einer Spannung von etwa 120 V betrieben werden. In dem schematischen
Schaltbild wirkt eine Feldwicklung 36 in der Richtung, daß der Motor 35 den Stufenschalter
im Sinne einer Spannungserhöhung bewegt. Dagegen ist die Feldwicklung 37 so angeschlossen, daß sie bei
Erregung ein Anlaufen des Motors im umgekehrten Drehsinn bewirkt und den Stufenschalter im Sinne
einer Verminderung der Spannung bewegt. Die Wirkungsweise des Motors 35 beim Kurzschließen der
Wicklungen 36 und 37 durch eine Kombination von Gleichrichtern und Transistoren wird im folgenden
beschrieben. Die Energie für den Antrieb des Motors wird über die Wicklung 9 zugeführt. .
Auf der Welle 34, die mit dem Motor gekuppelt ist, sitzt ein Nocken 38, der einen Schalter 39 betätigt.
Die Wirkungsweise des Schalters 39 wird bei der Beschreibung des Umschaltens der Schaltstücke 30, 31
und 32 von einer Stellung zur anderen Stellung erkennbar. Es wird hierdurch ein Stehenbleiben des
Stufenschalters zwischen den einzelnen Stellungen vermieden. Eine weitere Kombination 40, bestehend
aus Schraube und Mutter, dient zum Abschalten des Stufenschaltermotors 35, wenn der Stufenschalter
seine äußerste Stellung erreicht hat. Der Schalter 41 wird geöffnet, wenn der Stufenschalter den äußersten
Punkt bei einer Spannungserhöhung erreicht hat. Der Schalter 42 wird betätigt, wenn der Stufenschalter
den äußersten Punkt bei einer Spannungsverminderung erreicht hat. An Stelle der Kombination 40 aus
Schraube und Mutter können andere gebräuchliche Anordnungen für die Betätigung der Grenzschalter
verwendet werden. Die Grenzschalter sind in der
Technik gut bekannt, so daß sich eine genauere Beschreibung ihrer Einzelheiten erübrigt.
Zur Betätigung der Stufenschaltereinrichtung werden sowohl Automatik- wie auch Handbetriebschalter
verwendet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel 5 ist der Schalter 43 »Automatik« so in die Steuereinrichtung
eingebaut, daß der Stufenschalter selbsttätig arbeitet, wenn der Schalter 43 geschlossen ist. Der
Schalter 43 ist so mit dem Schalter 44 »Handbetrieb« gekuppelt, daß dann, wenn er geschlossen ist, der
andere geöffnet ist. Der Schalter 44 »Handbetrieb« setzt den Bedienungsmann in die Lage, die Betätigung
des Stufenschalters zu jeder beliebigen Zeit selbst zu übernehmen. Damit der Bedienungsmann
die Steuereinrichtung von Hand betätigen kann, um die Spannung zu erhöhen oder zu erniedrigen, sind
zwei weitere Schalter 45 und 46 vorgesehen, die ihrerseits mechanisch miteinander gekuppelt sind.
Beabsichtigt also der Bedienungsmann, die Spannung zu erhöhen, muß er den Schalter 44 »Handbetrieb«
einschalten und den Handbetätigungsschalter 45 bedienen. Sobald der Schalter 44 »Handbetrieb« geschlossen
ist, ist die Steuereinrichtung so geschaltet, daß sie eine Erhöhung der Spannung an der Spannungsquelle
bewirkt. Soll die Spannung an der Spannungsquelle vermindert werden, so ist der Schalter
46 zu schließen, wobei gleichzeitig der Schalter 45 geöffnet wird. Sobald also der Schalter 46 geschlossen
ist und gleichzeitig der Schalter 44 »Handbetrieb« in der geschlossenen Stellung steht, ist die
Steuereinrichtung so geschaltet, daß ein Herabsetzen der Spannung bewirkt wird. Der Teil der Steuereinrichtung,
der zwischen dem Überwachungsorgan 10 und den; Motor 35 liegt, der den Stufenschalter in
beiden Richtungen betätigt, enthält zwei praktisch gleich aufgebaute Einheiten, die jeweils als Ganzes
mit den Ziffern 47 und 47' bezeichnet sind. Die Steuereinheit 47 bewirkt eine Verminderung der
Spannung, sobald sie von dem Überwachungsorgan ein Signal erhält, das die zu steuernde Spannungsquelle
einen höheren Spannungswert als den Nennwert erreicht hat. Dagegen bewirkt die Steuereinheit
47' eine Erhöhung der Spannung an der Spannungsquelle, sobald das Überwachungsorgan ein Signal abgibt,
das erkennen läßt, daß der Spannungswert der Spannungsquelle unter den Nennwert abgesunken
ist. Da die Steuereinheiten 47 und 47' im grundsätzlichen übereinstimmen, enthalten ihre entsprechenden
Bauteile die gleichen Bezeichnungen. Jedoch sind in der Steuereinheit 47' alle Bezeichnungen mit
einem Indexstrich versehen. Ein Fühl- oder Meßorgan S ist zwischen dem Überwachungsorgan 10 und
den Steuereinheiten 47 und 47' angeordnet. Das Fühl- oder Meßorgan enthält fünf Widerstände 48,
49, 50, 51 und 55 mit festem Ohmwert und einen einstellbaren Widerstand 52. Die Widerstände 48 bis
52 sind in Reihe geschaltet und an den Filtersatz 15 über die Leiter 53 und 54 angeschlossen. Der
ohmsche Widerstand der Widerstandseinheiten 48 bis 52 hängt von den Bedingungen am Aufstellungsort
ab und kann von einer mit dieser Technik vertrauten Person ausgewählt werden, da derartige Meßorgane
auch schon bisher benutzt worden sind. Der Widerstand 55 wird mit einer Zenerdiode 56 in Reihe betrieben.
Die Reihenschaltung des Widerstandes 55 mit der Zenerdiode 56 liegt parallel zu den Widerständen
48 bis 52. Vom gemeinsamen Punkt 117 zwischen dem Widerstand 49 und dem einstellbaren
Widerstand 52 führt ein Leiter 58 weg. Ein weiterer Leiter 57 ist an dem gemeinsamen Punkt 118 zwischen
den Widerständen 50 und 51 angeschlossen. Ein dritter Leiter 59 liegt am gemeinsamen Punkt
121 der Zenerdiode 56 und dem Widerstand 55.
Das Fühl- oder Meßorgan S ist als Brücke mit einem spannungsmäßig nicht festgelegten Punkt zwischen
den Leitungen 57 und 58 ausgeführt. Im Betrieb wird der einstellbare Widerstand 52 so eingestellt,
daß vom Fühl- oder Meßorgan kein Signal abgegeben wird, wenn die zu überwachende Spannungsquelle den Nennwert ihrer Spannung abgibt. Der Abschnitt
der Brücke zwischen den Verbindungen der Leiter 57 und 58 entspricht einem Unempfmdlichkeitsbereich.
Das Meß- oder Fühlorgan S ist über die Leiter 57 bis 59 mit den Steuereinheiten »tiefer« und »höher«
R und R' verbunden. Die Steuereinheiten »tiefer« und »höher« empfangen Signale von dem Meßorgan S
und steuern die Steuereinheiten 47 bzw. 47' aus. Solange die überwachte Spannung ihren Nennwert einnimmt,
werden keine Signale vom Fühl- oder Meßorgan S abgegeben. Die Steuereinheiten »tiefer« und
»höher« R und R' haben daher so lange keine andere Aufgabe, als einen vorher festgelegten stabilen Zustand
in den Steuereinheiten 47 und 47' aufrechtzuerhalten. Sie sind bereit, jedes Signal, das vom Meßorgan
her ankommt, aufzunehmen.
Die Steuereinheiten R und R' und die übrigen Teile der nachfolgend beschriebenen Steuereinheiten
47 und 47' bestehen aus Transistoren, ohmschen Widerständen, Kondensatoren und Zenerdioden. Die
Transistoren bestehen entweder aus der Type PNP oder NPN. Soweit Transistoren der TypeNPN verwendet
werden, dient als Basis das P-Element, während die N-Elemente als Emitter und Kollektor
dienen. Werden Transistoren der PNP-Type benutzt, werden als Basis das N-Element und die P-Elemente
als Emitter und Kollektor verwendet. Es können jedoch PNP- und NPN-Transistoren ausgetauscht werden,
wenn die entsprechenden Änderungen in der Stromversorgung und in den Vorspannungskreisen
vorgenommen werden.
Die Steuereinheit R »tiefer« umfaßt zwei Transistoren 60 und 61 und die Widerstände 62 und 63,
die in der dargestellten Weise in Reihenschaltung miteinander verbunden sind. Der Transistor 60 ist
eine NPN-Type, der Transistor 61 dagegen eine PNP-Type. Der Widerstand 62 liegt zwischen dem
Kollektor des Transistors 61 und der Netzzuleitung 27 des Netzgerätes 19. Wie schon oben gesagt, hat
diese Netzzuleitung 27 ein negatives Potential, das im Fall der Ausführung nach dem Beispiel bei
—45 V liegt. Ein weiterer Widerstand 63 ist an den gemeinsamen Punkt zwischen dem Transistor 61 und
dem Widerstand 62 angeschlossen. Eine Leitung 64 führt zum anderen Ende des Widerstandes 63. Die
Leitung 64 ist an die nächste Einheit der Steuerung angeschlossen, die im folgenden beschrieben wird.
Die Leitung 65 ist mit dem Kollektor des Transistors 60 verbunden.
Zur Abgabe eines Signals vom Fühl- oder Meßorgan S an die Steuereinheit »tiefer« R sind die Leiter
57 und 59 an die Basisanschlüsse der Transistoren 60 und 61 angeschlossen. Einschließlich der Verbindungsleitung
6 zwischen den beiden Transistoren 60 und 61 sind also an jeden Transistor drei Leitungen
herangeführt. Die nächste Gruppe der Steuereinheit
47 dient zur Erzeugung einer Zeitverzögerung in der Steuereinheit. Das Verzögerungsglied, das mit dem
zusammenfassenden BuchstabenT bezeichnet ist, enthält logische Nichtelemente am Eingang und Ausgang mit Transistoren, Widerständen, einer Zenerdiode sowie einem Kondensator. Das Verzögerungsglied enthält vier PNP-Transistoren 67, 68, 69 und
70. Ein Widerstand 71 ist über die Leitung 64 an den Widerstand 63 der »Tiefer«-Steuereinheit R angeschlossen. Das andere Ende des Widerstandes 71 ist
an die Netzzuleitung 28 des Netzgerätes 19 angeschlossen. Die Basis des Transistors 67 ist über den
Leiter 77 mit dem gemeinsamen Punkt der Widerstände 63 und 71 verbunden. Drei Widerstände 72,
73 und 74 und der Kondensator 75 sind in Reihe geschaltet, und zwar liegen sie zwischen der Netzzuleitung 27 und der Leitung 65, die mit dem Kollektor
des Transistors 60 verbunden ist. Die Leitung 65 verbindet mehrere Bauteile des Verzögerungsgliedes T. Der Kollektor des Transistors 67 ist über den
Leiter 76 mit dem gemeinsamen Punkt zwischen den Widerständen 72 und 73 verbunden. Der Emitter des
Transistors 67 ist über die Leitung 78 mit der Leitung 65 verbunden.
Die Zenerdiode 79 liegt am gemeinsamen Punkt zwischen dem Widerstand 74 und dem Kondensator
75. Die andere Klemme der Zenerdiode 79 ist an die Basis des Transistors 68 und den zur Leitung 28
führenden Widerstand 80 angeschlossen. Der Emitter des Transistors 68 liegt an der Basis des Transistors
69. Der Widerstand 82 liegt zwischen der Basis des Transistors 69 und der Netzzuleitung 28. Der Transistor 68 liefert daher Strom an den Transistor 69.
Der Widerstand 81 ist zwischen den Kollektor des Transistors 68 und die Netzzuleitung 27 geschaltet,
während der Widerstand 82 zwischen dem Emitter des Transistors 68 und der Leitung 65 liegt. Die
Widerstände 81 und 82 arbeiten in Vorspannungsstromkreisen zusammen. Der Widerstand 83 liegt in
Reihe mit dem Transistor 69 zwischen der Netzzuleitung 27 und der Leitung 65. Der Emitter des Transistors 68 ist an die Basis des Transistors 69 angeschlossen. Die Basis des Transistors 70 ist über den
Widerstand 84 an den gemeinsamen Punkt zwischen dem Transistor 69 und dem Widerstand 83 angeschlossen. Der gemeinsame Punkt zwischen dem
Widerstand 84 und der Basis des Transistors 70 ist über den Widerstand 85 an die Netzzuleitung 28 angeschlossen. Ein Widerstand 86 ist mit dem Kollektor des Transistors 70 und einer Klemme des Schalters 43 »Automatik« verbunden. Die Wirkungsweise
des Verzögerungsgliedes wird im einzelnen bei der Beschreibung der Wirkungsweise der Steuereinrichtung 47 erläutert. Eine Leitung 87 führt an den gemeinsamen Punkt des Widerstandes 86 und des Transistors 70.
Der nächste Teil der Steuereinrichtung ist der »Spannung-tiefer «-Teil des logischen Gedächtniselementes M. Er umfaßt einen PNP-Transistor 88,
der über mehrere Widerstände an andere Bauteile der Steuereinrichtung angeschlossen ist und so eine
»Gedächtnis«-Wirkung ausübt. Ein anderer Teil des logischen Gedächtniselementes liegt in der Steuereinrichtung »Spannung höher« 47'.
Im Ausführungsbeispiel nach der Erfindung arbeitet das logische Gedächtniselement M in Verbindung
mit dem Nockenschalter 39. Die Schaltung wird daher so gewählt, daß sie wirksam ist, solange der
Schalter 39 geschlossen ist, und unwirksam ist, solange der Schalter 39 geöffnet ist.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, liegen die drei Widerstände 89, 90 und 91 in Reihe. Die eine
Klemme des Widerstandes 91 ist über den Leiter 93 an einen Anschlußpunkt unmittelbar hinter dem
Schalter 39 geführt. Die untere Klemme des Widerstandes 89 ist an die Hauptklemme des »Oder«-Elementes, das nachstehend beschrieben ist, herange-
führt. Der gemeinsame Punkt zwischen den Widerständen 89 und 90 ist an die obere Klemme des
Widerstandes 92 angeschlossen, während die untere Klemme des Widerstandes 92 mit der Netzzuleitung
28 verbunden ist. Auf diese Weise können durch
Schließen des Schalters 39 die drei in Reihe liegenden Widerstände 92, 90 und 91 zwischen die Leitungen 27 und 28 des Netzanschlußgerätes angeschlossen werden, oder es können die Widerstände 89, 90
und 91 in Reihenschaltung zwischen die Netzzulei-
ao tung27 und die Ausgangsklemme des »Oder«-Elementes O gelegt werden. Die gemeinsame Klemme
zwischen den Widerständen 89 und 90 ist, wie dargestellt, an die Basis des Transistors 88 angeschlossen.
Der Kollektor des Transistors 88 ist mit dem Wider
stand 97' des »Oder«-Elementes O' verbunden, wäh
rend der Emitter mit der Leitung 65 verbunden ist.
Der »Tiefer«-Teil der »Gedächtnis«-Einheit M besitzt eine zusätzliche Einheit, die zusammen mit ihm
betrieben wird. Sie umfaßt einen Widerstand 94 und
einen Kondensator 95, die in Reihe geschaltet sind
und zwischen einer Klemme des Schalters 39 und der Basis des Transistors 88 liegen. Diese Kombination
aus dem Widerstand 94 und dem Kondensator 95 ist an den Leiter 93 und die obere Klemme des Wider-
Standes 92 angeschlossen. Die Wirkungsweise des
Widerstandes 94 und des Kondensators 95 wird später im Zusammenhang mit der Betriebsweise der gesamten Steuereinrichtung beschrieben.
ist ein logisches »Oder«-Element O vorgesehen und zwischen dem Verzögerungsglied und dem »Gedächtnis«-Element der Steuereinrichtung angeschlossen.
Das »Oder«-Element O umfaßt drei Widerstände 96, 97 und 98 und ferner drei Dioden 99, 100 und 101.
Die drei Widerstände und die drei Dioden sind jeweils in Reihe geschaltet. Die drei Reihenschaltungen
von Widerständen und Dioden führen zu einer gemeinsamen Klemme 102. An die gemeinsame Klemme
102 ist eine Leitung 112 angeschlossen. Der Wider
stand 96, die Diode 99 und der Schalter 46, die in
Reihe geschaltet sind, sind über den Leiter 104 mit einer Klemme zwischen den handbetätigten Schaltern 44 und 45 verbunden. Der Widerstand 97 und
die Diode 100, die in Reihe geschaltet sind, sind über
den Leiter 105 mit dem Kollektor des Transistors 88'
und ebenso mit der Verbindungsklemme zwischen den Widerständen 91 und 90 verbunden. Der Widerstand 98 und die Diode 101, die in Reihe geschaltet
sind, sind mit der Leitung 87 verbunden, die vom
Kollektor des Transistors 70 kommt. Auf diese Weise
ist das logische »Oder«-Element O so geschaltet, daß es ein Signal von dem Verzögerungsglied T, dem
»Gedächtnis«-Kreis M oder von den handbetätigten Schaltern 45 oder 46 erhält, wenn die Schalter 43
oder 44 in der geeigneten Reihenfolge geschlossen worden sind.
Zusätzlich hierzu enthält die Steuereinrichtung finden Stufenschalter einen Verstärkerstromkreis A.
Der Verstärker A enthält drei Transistoren 106, 107 und 108. Diese sind in einer Kaskadenschaltung geschaltet,
um die verlangte Stromverstärkung zu erreichen. Der Transistor 106 ist zwischen die Widerstände
109 und 110 geschaltet. Die obere Klemme des Widerstandes 110 ist mit dem Emitter des Transistors
106 verbunden. Die untere Klemme des Widerstandes 109 ist mit dem Kollektor verbunden. So sind
der Widerstand 109, der Transistor 106 und der Widerstand 110 in Reihe zwischen die Zuleitungen
27 und 28 des Netzgerätes angeschlossen.
Ein Widerstandlll ist über den Leiter 112 mit der Hauptklemme 102 des »Oder«-Elementes O und
mit der Netzzuleitung 28 verbunden. Die Transistor
107 liegt mit den Widerständen 122 und 116 in Reihe, so daß diese Gruppe von Bauteilen zwischen
den Netzleitungen 27 und 28 des Netzgerätes für die Steuerung liegt. Weiterhin ist die Basis des Transistors
107 an den Emitter des Transistors 106 angeschlossen. Der Emitter des Transistors 107 ist mit
der Basis des Transistors 108 verbunden.
Ein Vollweggleichrichter 113 ist zwischen dem Transistor 108 und der Wicklung 37 des Motors 35
angeordnet. Als Gleichrichter 113 kann irgendeine beliebige Type verwendet werden, so daß eine Beschreibung
für dieses Gerät nicht erforderlich ist. Es genügt, darauf hinzuweisen, daß eine Gleichstromklemme
des Vollweggleichrichters über den Leiter
114 mit dem Kollektor des Transistors 108 verbunden ist, während die entgegengesetzte (positive) Klemme
über den Leiter 115 mit dem Emitter des Transistors
108 verbunden ist. Die Verbindung über den Leiter
115 führt gleichzeitig zum Leiter 65.
Es wird vorausgesetzt, daß alle Widerstandsgeräte, Transistoren, Kondensatoren und Dioden, die beschrieben
sind, nach bekannten technischen Grundsätzen ausgewählt werden, so daß sie die richtige
Belastbarkeit zur Erfüllung der hier verlangten Funktionen haben.
Für die Beschreibung der Wirkungsweise dieser Steuerung wird zunächst angenommen, daß die Spannung
des Netzes, das überwacht werden soll, ihren Nennwert hat. Unter diesen Verhältnissen ist im
Meßorgan S die Spannung am Meßpunkt zwischen den Klemmen 117 und 118 etwa die gleiche, wie die
Spannung am Bezugspunkt 121. Deshalb liegt an der Basis der Transistoren 60 und 61 des Steuerkreises
»Tiefer« R eine solche Spannung an, daß die Transistoren 60 und 61 praktisch gesperrt sind oder einen
sehr hohen Widerstand haben.
Solange die Transistoren 60 und 61 gesperrt sind, wird der Basis des Transistors 67 des Verzögerungsgliedes T eine negative Spannung aufgedrückt. Diese
negative Spannung genügt, um den Transistor 67 gut leitend zu machen. Wird der Transistor 67 leitend,
wird die Klemme 119 zwischen den Widerständen 72 und 73 praktisch geerdet und der Kondensator 75
über die Widerstände 73 und 74 kurzgeschlossen.
Wenn der Kondensator kurzgeschlossen ist, kann er sich nicht aufladen, und er wird völlig entladen,
falls er vorher aufgeladen war. Der Transistor 67 und die zugehörigen Bauelemente stellen ein
logisches »Nicht«-Element dar. Sobald es hier ein Eingangssignal gibt, tritt kein Ausgangssignal auf.
Sobald kein Eingangssignal vorhanden ist, wird ein Ausgangssignal abgegeben. Die Wirkungsweise dieser
Art von Bauelementen ist in der Technik gut bekannt.
Da die Zenerdiode 79 keine Durchbruchsspannung erhält, kann kein Signal zum Transistor 68 übertragen
werden, so daß dieser gesperrt ist und dem Stromfluß einen hohen Widerstand entgegensetzt. Da der Transistor68
einen hohen Widerstandswert hat, tritt im Transistor 69 kein Basisstrom auf; da er einer positiven
Vorspannung von der Netzzuleitung 28 über den Widerstand 82 unterliegt. Der Transistor 69, eine
PNP-Type, ist gesperrt. DerKollektor desTransistors
ίο 69 ist über den Widerstand 83 an die Netzzuleitung 27 angeschlossen; seine Spannung kann deshalb auf
einen negativen Wert wachsen, der durch die Widerstände 83 und 84 des Steuerstromkreises bestimmt ist.
Ein Basisstrom wird durch den Transistor 70 des Verzögerungsgliedes T fließen. Der Transistor 70
wird daher leitend.
Wenn der Transistor 70 leitend ist, verbindet er seinen Kollektor mit Erde. Bei diesem Zustand kann
kein Signal vom Transistor 70 abgegeben werden. Da die Verbindungsklemme zwischen Widerstand 86 und
dem Transistor 70 durch den Transistor geerdet ist, kann kein Signal zu dem »Oder«-Element O über
den Leiter 87 übermittelt werden. Der Transistor 70 mit seinen zugehörigen Bauteilen stellt so ein
logisches »Nicht«-Element dar. Wenn ein »Nicht«- Element ein Signal erhält, so geht kein Ausgangssignal heraus. In diesem Fall erhält der Transistor
70 ein Signal, und es geht kein Signal heraus. Wenn er kein Signal erhält, gehen Signale heraus.
Da der Nockenschalter 39 geöffnet ist, solange der Stufenschalter in einer »Ein«-Stellung steht, wird
kein Signal an das »Oder«-Element O über den Leiter 93 und den Widerstand 97 weitergegeben. Wenn
weiter der Stufenschalter auf »Automatik« steht und wenn der Schalter 43 geschlossen ist, ist der Schalter
44 geöffnet, so daß kein Signal an das »Oder«- Element über den Widerstand 96 und die Diode 99
übermittelt wird.
Wenn an das »Oder«-Element über keine seiner Eingangsverbindungen ein Signal übermittelt wird,
kann kein Ausgangssignal herausgehen. Deshalb erhält der Transistor 106 über den Widerstand 111 und
den Leiter 112 eine positive Vorspannung von der Netzzuleitung 28.
Da es sich bei dem Transistor 106 um eine PNP-Type handelt, bleibt er gesperrt. Weiter bleibt der
Transistor 107 gesperrt, da er kein Signal vom Transistor 106 erhält, jedoch eine positive Vorspannung
von der Netzzuleitung 28 kommt. Außerdem wird auch der Transistor 108 gesperrt bleiben, da er eine
positive Vorspannung über den Widerstand 122 von der Netzzuleitung 28 erhält.
Unter diesen Bedingungen kann kein Strom durch den Vollweggleichrichter 113 und die Motorwicklung
37 fließen. Deshalb wird der Stufenschalter nicht betätigt.
Nehmen wir jetzt an, daß die Netzspannung steigt und merklich größer als der Nennwert wird. In dem
Fall wird die SpannungE2 zwischen der unteren Klemme des Widerstandes 51 und dem gemeinsamen
Punkt am oberen Ende des Widerstandes 51 und dem unteren Ende des Widerstandes 50 (beziffert mit 118)
größer als die SpannungE1 zwischen der unteren Klemme am Widerstand 51 und der unteren Klemme
am Widerstand 55 (beziffert mit 121). Dadurch wird eine negative Spannung auf die Basis des PNP-Transistors
61 gelegt und eine positive Spannung auf die Basis des NPN-Transistors 60 gegeben. Auf diese
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1
Weise werden beide Transistoren 60 und 61 durchlässig.
Wenn die Transistoren 60 und 61 durchlässig werden, wird der Kollektor des Transistors 61 praktisch mit der Erde verbunden, so daß kein Eingangs-
signal für den Transistor 67 herauskommt. Wenn der Transistor 67 des Verzögerungsgliedes T kein Eingangssignal erhält, wird er gesperrt, und die Klemme
119 hat ein stärker negatives Potential als die untere Klemtne des Widerstandes 74, so daß die Ladung des xo
Kondensators 75 beginnt. Der Ladeprozeß erfolgt über die Widerstände 74, 73 und 72. Die Ladung
wird so lange fortgesetzt, bis die Zenerdiode 79 Durchbruchspannung erhält. Der Durchbruch an der
Zenerdiode tritt bei einer im voraus festgelegten Spannung an ihr auf.
Der Durchbruch an der Zenerdiode 79 erlaubt einen Stromfluß durch die Basis des Transistors 68.
Der Basisstrom durch den Transistor 68 bewirkt eine Stromverstärkung mit dem Erfolg, daß der Emitter- so
strom höher als der Basisstrom wird. Dieser Emitterstrom wird durch die Basis des Transistors 69 geführt. Der Transistor 69 vergrößert die Stromverstärkung. Die Transistoren 68 und 69 werden durchlässig,
und der Kollektor des Transistors 69 wird praktisch as geerdet. Deshalb kommt kein Signal zum Transistor
70 durch, so daß er gesperrt bleibt. Wenn der Transistor 70 einen hohen ohmschen Widerstand aufweist,
wird über den Leiter 120 und den Widerstand 86 von der negativen Netzzuleitung 27' dem Kollektor
des Transistors 70 eine negative Spannung aufgedrückt. Deshalb wird ein Basisstrom vom Verzögerungsglied T über den Widerstand 98, die Diode 101
des logischen »Oder«-Elementes O an die Basis des Transistors 106 geliefert. Die Länge der Zeitdauer
der Verzögerung kann innerhalb bestimmter Grenzen geändert werden.
An der Basis des Transistors 106 liegt jetzt, bezogen auf den Emitter, eine negative Vorspannung;
da es sich um einen PNP-Transistor handelt, wird er durchlässig. Wenn der Transistor 106 durchlässig
wird, erhält die Basis des PNP-Transistors 107 eine negative Spannung, wodurch dieser durchlässig wird.
Der nächste Schritt ist, daß eine negative Vorspannung an den PNP-Transistor 108 gelegt wird und
dieser durchlässig wird. Jeder der Transistoren 106, 107 und 108 trägt in dem Maß zur Stromverstärkung
bei, wie er durchlässig wird. Schließlich wird der Transistor 108 ausreichend durchlässig, so daß genügend Strom durch die Gleichrichterbrücken-
schaltung 113 und die Wicklung 37 des Stufenschaltermotors 35 fließt.
Der Stufenschaltermotor 35 wird nun in dem Sinne angetrieben, daß der Stufenschalter die Spannung
der Spannungsquelle, die überwacht werden soll, herabsetzt. Der Stufenschalter wird über die Welle
34 betrieben.
Wenn der StufenschaItermotor läuft, betätigt er den Nocken 38 und den Nockenschalter 39, der hierbei geschlossen wird. Der Schalter 39 bleibt so lange
geschlossen, bis der Stufenschalter seine nächste Stellung erreicht und den Nocken 38 den Schalter 39
öffnet. Das Schließen des Schalters 39 legt eine negative Spannung an die Kollektoren der PNP-Transistoren88 und 88' des logischen »Gedächtnis«-
Elementes M über die Widerstände 91 bzw. 91'. Da die Basis des Transistors 88 über den Widerstand 89
und die Zuleitung 112 von der Klemme 102 des Aus-
ganges des »Oder«-Elementes O negatives Potential erhält, wird der Transistor 88 durchlässig und legt
praktisch die untere Klemme des Widerstandes 91' an Erde. Deshalb ist der Transistor 88' gesperrt.
Jetzt gelangt negatives Potential über die Widerstände 91 und 97 an die Diode 100 des »Oder«-Elementes O.
Es wird nun angenommen, daß der Lastschalter 29 beim Vorrücken zwischen zwei Stellungen steht und
daß die Spannung der Energiequelle ihren Nennwert erreicht. In diesem Falle würde das Meßorgan auf
den ausgeglichenen Zustand ansprechen; es würde keine positive Spannung an den Transistor 60 und
keine negative Spannung an den Transistor 61 abgeben, so daß beide gesperrt werden. Das Signal, das
von diesen Transistoren ausgeht, würde fortfallen und es würden keine Eingangssignale an das logische
»Oder«-Element über den Widerstand 98 und die Diode 101 abgegeben werden. Wenn kein »Gedächtnis «-Element vorhanden wäre, könnte der Stufenschalter in einer Zwischenschaltung stehenbleiben.
Das »Gedächtnis«-Element M erhält nun über den Nockenschalter 39 Spannung; und sowohl kein Signal
über den Leiter 87 an das logische »Oder«-Element O gelangt, wird ein Signal an den Widerstand 97 und
die DiodelOO des »Oder«-Elementes abgegeben. Sobald ein Eingangssignal am »Oder«-Element O
vorhanden ist, kommt auch ein Ausgangssignal und die Transistoren 106, 107 und 108 werden durchlässig, so daß ein Strom in der Wicklung 37 des
Stufenschaltermotors 35 fließt, so wie dies vorher beschrieben wurde. Der Stufenschalter wird so lange
in Richtung der Vorwärtsbewegung bewegt, bis er die nächste Stellung erreicht hat und der Nockenschalter 39 geöffnet wird.
Wir nehmen jetzt an, daß die Netzspannung für den Steuerkreis ausfällt, während der Stufenschalter
sich zum Erhöhen der Spannung an der überwachten Energiequelle gerade zwischen zwei Schaltstellungen
befindet. Hierdurch wird das vorher beschriebene »Gedächtnis«-Element M unwirksam. Im Ausführungsbeispiel sind jedoch Mittel vorgesehen, die
sicherstellen, daß der Stufenschalter, wenn die Energie wiederkehrt, stets zunächst in der Richtung
»Tiefer« arbeitet und in dieser Richtung weiterläuft, bis die nächste Schaltstellung in der Richtung »Tiefer«
erreicht ist.
Es ist zu beachten, daß der Widerstand 94 und der Kondensator 95 mittels des Schalters 39 zwischen die
Netzzuleitung 27 und die Basis des Transistors 88 gelegt werden. Solange der Schalter 39 des Stufenschalters geschlossen war, wurde der Kondensator 95
aufgeladen. Jetzt, beim Ausfall der Energieversorgung und nach dem Verschwinden des Steuerungssystems, das durch die Signale aus dem einwandfreien Funktionieren des Meßkreises S aufgebaut
worden war, sind keine Mittel mehr da, die den Motor 35 veranlassen, in der bevorzugten Drehrichtung »Tiefer« zu laufen und den Stufenschalter in
die nächste Schaltstellung zu bewegen. Bei Wiederkehr der Energieversorgung verusacht der Kondensator 95 einen Stromstoß und liefert so ein Signal an
die Basis des Transistors 88, derart, daß das »Gedächtnis«-Element M einen Zustand annimmt, bei
dem der Transistor 88 durchlässig und 88' gesperrt ist und das verlangte Signal an das »Oder«-Element O
über den Widerstand 97 und die Diode 100 gegeben wird. Die Transistoren 106, 107 und 108 werden in
Claims (1)
1. Steuereinrichtung für einen motorisch angetriebenen Stufenschalter eines Stellgliedes zur
Spannungsregelung, wobei der Stufenschaltermotor in jeder von beiden Drehrichtungen durch
ein gemeinsames Spannungsmeßglied über je ein dem Spannungsmeßglied nachgeschaltetes Zeitverzögerungsglied,
je ein dem Zeitverzögerungsglied nachgeschaltetes logisches »Oder«-Element, das mindestens zwei Eingänge besitzt, und je
einen dem »Oder«-Element nachgeschalteten Verstärker einschaltbar ist und durch ein vom
Stufenschalter betätigbares gemeinsames Schaltelement, das einen zweiten Eingang jedes »Oder«-
Elementes beeinflußt, nach dem Verschwinden des Ausgangssignals des Spannungsmeßgliedes so
lange weiter eingeschaltet gehalten wird, bis die nächste Stufe erreicht ist, dadurch gekennzeichnet,
daß für beide Drehrichtungen gemeinsam eine bistabile Kippstufe vorgesehen ist, deren beide Ausgänge an den zweiten Eingang
jedes »Oder«-Elementes geführt sind und durch das vom Stufenschalter betätigbare Schaltelement
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|---|---|---|---|
| US665768A US2913657A (en) | 1957-06-14 | 1957-06-14 | Transistor control for load tap changers |
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|---|---|
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Family Applications (1)
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