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DE1247516B - UEberzugs- und Impraegniermittel - Google Patents

UEberzugs- und Impraegniermittel

Info

Publication number
DE1247516B
DE1247516B DEP20242A DEP0020242A DE1247516B DE 1247516 B DE1247516 B DE 1247516B DE P20242 A DEP20242 A DE P20242A DE P0020242 A DEP0020242 A DE P0020242A DE 1247516 B DE1247516 B DE 1247516B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
epoxy
phosphoric acid
parts
water
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP20242A
Other languages
English (en)
Inventor
Martin E Cupery
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Priority to DEP20242A priority Critical patent/DE1247516B/de
Publication of DE1247516B publication Critical patent/DE1247516B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/40Introducing phosphorus atoms or phosphorus-containing groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G59/00Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
    • C08G59/18Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
    • C08G59/40Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the curing agents used
    • C08G59/4007Curing agents not provided for by the groups C08G59/42 - C08G59/66
    • C08G59/4071Curing agents not provided for by the groups C08G59/42 - C08G59/66 phosphorus containing compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Überzugs- und Imprägniermittel Die Erfindung betrifft neue Überzugs- und Imprägniermittel, die als Bindemittel oder Filmbildner eine Klasse von Mischpolymerisaten enthalten, welche einen Gehalt an Phosphorsäureestergruppen aufweisen und in organischen Lösungsmitteln löslich sind.
  • Es sind bereits polymere organische Phosphate bekannt, die durch Umsetzung von Mischpolymerisaten von Styrol und Vinyltoluol und polymerisierbaren äthylenisch ungesättigten Eppxyverbindungen mit Phosphorsäure oder teilweise veresterter Phosphorsäure in einer Menge von mindestens 0,5 Mol Phosphorsäure je Mol Epoxysauerstoff im Mischpolymerisat bei einer Temperatur unter 1000 C in einem inerten Lösungsmittel hergestellt werden und als Filme und überzüge eine gute Haftfestigkeit und Zähigkeit aufweisen.
  • Die tJberzugs- und Imprägniermittel gemäß der Erwindung enthalten neben Lösungsmitteln bzw. Wasser und üblichen Hilfsstoffen alsFilmbildner ein oder mehrere Produkte der bei einer Temperatur unter 1000 C in einem inerten Lösungsmittel durchgeführten Umsetzung einer Phosphorsäure oder einer teilweise veresterten Phosphorsäure mit einem Mischpolymerisat aus 3 biS 60 Gewichtsprozent einer äthylenisch ungesättigten Epoxyverbindung und 97 bis 40 Gewichtsprozent einer äthylenisch ungesättigten epoxydgruppenfreien Verbindung und sind dadurch gekennzeichnet, daß Sie als Filinbildner das Veresterungsprodukt aus äthylenisch ungesättigten epoxydgruppenfreien acyclischen Verbindungen und mindestens 0,5 Mol Phosphorsäure oder teilweise veresterter Phosphorsäure auf 1 Mol Epoxysauerstoff oder deren Salze enthalten.
  • Ein wesentlicher Unterschied in der Zusammensetzung zwischen den bekannte und den erfindungsgemäß verwendeten polymeren organischen Phosphaten besteht darin, daß der äthylenisch ungesättigte epoxydgruppenfreie Bestandteil bei den bekannten Verbindungen aromatischer Natur, bei den erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen jedoch acyclischer Natur ist. Hieraus ergeben sich Unter schiede in der Alkalilöslichkeit, die bei den bekannten Polyphosphaten in erster Linie von ihrem Gehalt an der einpolymerisierten aromatischen Verbindung, bei den erfindungsgemäß zu verwendenden Polyphosphaten jedoch in erster Linie von der Menge der gebundenen Phosphorsäure abhängt.
  • Unter Polyphosphaten bzw. copolymeren organischen Phosphaten sind hier die Phosphorsäureester eines Mischpolymerisats aus einer äthylenisch ungesättigten Epoxyverbindung und einer äthylenisch ungesättigten epoxydgruppenfreien Verbindung zu verstehen.
  • Der Unterschied in der Züsammensetzung bedingt aber auch wichtige Unterschiede irn Verhalten der mit den betreffenden Polyphosphaten hergestellten Überzugsmittel. Versuche haben gezeigt, daß Decklacke, die mit den bekannten, einen cyclischen Bestandteil enthaltenden Polyphosphaten - hergestellt sind, äußerst hart und sogar etwas spröde sind, weswegen sie mitunter als »organisches Porzellan« bezeichnet werden. Da sie, wie qben erwähnt, gute Haftfestigkeit an verschiedenen Unterlagen aufweisen, wurden sie als Zwischenbeläge yerwendet und auf ihr Verhalten untersucht. Hierbei hat sich herausgestellt, daß diese ueberzüge leicht Sprünge bekommen, während die mit Hilfe der erfindungsgemäß zu verwendenden Polyphosphate hergestellten Lackierungen diesen Nachteil nicht aufweisen. Die letzteren. eignen sich daher wesentlich besser für Kraftfahrzeugkarosserielackierungen.
  • Das für die FIerstellung'des Bindenuttels oder des Filmbildners der erfindungsgemäßen Überzugs- und Imprägniermittel verwendete Mischpolymerisat soll einen Epoxysauerstoffgehalt on 0,3 bis 8,0 und vorzugsweise von 0,6 bis 8,0 Gewichtsprozent aufweisen.
  • Vorzugsweise enthält das Bindemittel nicht umgesetzte Epoxydgruppen.
  • Die bevorzugt verwendeten Mischpolymerisate werden auf bekannte Weise aus Monomeren hergestellt, die nur eine Äthylenbindung enthalten, um die Gefahr einer Vernetzung zu unlöslichen Stoffen auf ein Minimum herabzusetzen. Zur Erzielung bester Ergebnisse und einer möglichst starken Unterdrückung von Nebenreaktionen während der anschließenden Veresterung sollen die MischpoIymensate von anderen als Epoxydgruppen, die leicht mit Phosphor- säure reagieren, wie Amino-, Hydroxyl-, Mercaptogruppen u. dgl. frei sein.
  • Die Herstellung der polymeren Phosphate' für die hier Patentschutz nicht beansprucht wird, erfolgt, indem man eine Lösung eines polymeren Epoxyds in einem inerten Lösungsmittel, die etwa 20°/o Feststoffe enthält, bei einer Temperatur unterhalb 1000 C, z. B. t/2 bis 3 Stunden bei einer Temperatur im Bereich von 50 bis 1000 C, oder längere Zeit, etwa 15 bis 25 Stunden, bei Raumtemperatur von 20 bis 250 C, mit Phosphorsäure umsetzt.
  • Man arbeitet mit mindestens etwa 0,5 Mol Phosphorsäure je Mol Epoxydsauerstoff. Unter diesen Bedingungen erfolgt keine oder nur eine geringe Vernetzung zwischen den polymeren Molekülen. Einige der Produkte sind in wäßrigem Alkali und in einigen Fällen sogar in Wasser unlöslich. Durch teilweise oder vollständige Neutralisation dieser Gattung polymerer Phosphate mit Alkalyhydroxyden, Ammoniak oder einem Amin, z. B. einem C1- bis C4-Alkylamin, erhält man wasserlösliche Salze. In anderen Fällen wieder sind die polymeren Phosphate in verdünntem wäßrigem Alkali (5 0/oiger wäßriger Natronlauge) unlöslich. In allen Fällen jedoch sind die polymeren Phosphate in organischen Lösungsmitteln, z. B. Aceton, löslich.
  • Das Reaktionsprodukt wird vorzugsweise isoliert, indem man dem Reaktionsgemisch genügend Wasser zusetzt, um das Polymerisat auszufällen. Ist dieses wasserlöslich, so kann man eine wäßrige Lösung eines Salzes, wie Natriumchlorid, Kaliumsnlfat, Natriumphosphat usw., zusetzen. Das Polymerisat wird dann mit Wasser bzw. einer Salzlösung gewaschen, um die überschüssige Phosphorsäure zu entfernen.
  • Bei Verwendung der teilweise phosphatisierten Stoffe ist eine solche Trennung nicht erforderlich. Eine Überzugsmasse kann direkt aus der entstehenden Lösung hergestellt werden.
  • Diese polymeren Ester der Phosphorsäure sind harzartige Stoffe, deren Konsistenz von zähflüssigen, halbfesten Stoffen bis zu zähen, mäßig brüchigen, harten Feststoffen reicht. -Ihr Molekulargewicht schwankt zwischen etwa 1500 und 50 000 oder mehr, liegt aber im allgemeinen im Bereich von etwa 2000 bis- 10 000.
  • Die Produkte sind in organischen Lösungsmitteln löslich, und zwar im allgemeinen in den gleichen Lösungsmitteln, in denen die polymeren Epoxyde löslich sind.
  • Die alkalilöslichen Polyphosphate-werden im alls gemeinden hergestellt, indem man von einem Mischpolymerisat ausgeht das mehr als etwa 3,9 Gewichts prozent Epoxydsauerstoff enthält, und dies mit zumindest 1 Mol Phosphorsäure je Epoxydgruppe in Reaktion bringt. Dieser Epoxydsauerstoffgehalt entspricht rechnerisch einem Phosphatgehalt des entstehenden copolymeren Phosphats, berechnet als -H,PO,, von etwa 190/o.
  • Die alkaliunlöslichen Polyphosphate werden im allgemeinen hergestellt, indem man die Epoxymischpolymerisate mit geringeren Mengen Phosphorsäure umsetzt, als für einen Gehalt von etwa 190/( -H,PO, in dem entstehenden Polyphosphat erforderlich ist. Dies kann entweder erfolgen, indem man von Mischpolymerisaten ausgeht, die weniger als etwa 3,9°Jo Epoxydsauerstoff enthalten und dieselben mit zumindest etwa 0,5 Mol Phosphorsäure je Mol Epoxydsauerstoff in Reaktion bringt; oder aber man geht von einem Mischpolymerisat von höherem Epoxydsauerstofigehalt als etwa 3,9eo aus und bringt einen solchen Anteil an Epoxydgruppen des Mischpolymerisats mit Phosphorsäure in Reaktion, daß der berechnete -H2PO,-Gehalt des entstehenden Polyphosphats weniger als etwa 19 Gewichtsprozent beträgt.
  • Es ist wichtig, bei der Herstellung der polymeren Phosphate mindestens 0,5 Mol Phosphorsäure je Epoxydsauerstoff zu verwenden, da bei Verwendung kleinerer Mengen eine Neigung zur Vernetzung und Gelierung des polymeren Epoxyds auftritt. Die obere Grenze ist nicht kritisch, da die nichtumgesetzte Säure leicht mit Wasser ausgewaschen werden kann und man somit z. B. 25 Mol oder noch mehr Phosphorsäure je Epoxydsauerstoff verwenden kann. Wenn jedoch alkaliunlösliche Polyphosphate aus Mischpolymerisaten hergestellt werden sollen, die mehr als etwa 3,9 0/o Epoxydsauerstoff enthalten, ist es erwünscht, weniger als 1 Mol Phosphorsäure je Mol Epoxydsauerstoff zu verwenden. - Zur Herstellung alkalilöslicher Polyphosphate beträgt ein zufriedenstellender Bereich 1 bis 10 Mol Phosphorsäure je Mol Epoxydsauerstoff.
  • Es wurde gefunden, daß Mischpolymerisate, die polymerisierte Vinylester, wie Vinylacetate, enthalten, d. h. Polymerisate, die veresterte Carboxylgruppen enthalten, Polyphosphate bilden, die von den oben beschriebenen allgemeinen Grenzen hinsichtlich des Phosphatgehaltes abweichen, der zur Erreichung der Alkalilöslichkeit notwendig ist. Solche Polyphosphate sind selbst bei einem berechneten Phosphatgehalt unter 190/0 in Alkali löslich. Dies gilt auch für die-Polyphosphate von Epoxydmischpolymerisaten, in welchen der epoxyfreie Bestandteil ein polymerisierter Methacrylsäureester eines Alkohols ist, der eine wasserlöslichmachende- Gruppe, wie eine Äthergruppe, enthält, z. B. ß-Methoxyäthylmethacrylat.
  • Die Löslichkeit oder Unlöslichkeit der polymeren Phosphate in wäßrigem-Alkali beruht in erster Linie auf der Menge des Phosphations, d. h. der Menge an -H2PO4-Gruppen in den polymeren Phosphaten, und der Natur und Zusammensetzung der Ausgangsmischpolymerisate.
  • Die hochphosphatisierten Produkte sind in Wasser löslich, das genügend Alkali enthält, um die Phosphorsäuregruppen teilweise oder vollständig zu neutralisieren. Als dieses Alkali kann man ein Alkali' hydroxyd, z. B. Kalium- oder Natriumhydroxyd, Ammoniak oder Alkylamine, vorzugsweise mit 1 bis 6 C-Atomen, verwenden, wie Methylamin, n-Butylamin, Diäthyamin, Triäthylamin, Äthanolamin, Diäthanolamin oder Cyclohexylamin.
  • Diese polymeren Phosphate bilden auch Salze mit anderen Metallen, wie Cu, Ag, Zn, Al, Fe, Ni, Co, Cr oder Mn. Einige dieser Salze, wie die Zinkpolyphosphate, sind in Wasser als neutrale Salze unlöslich, aber als teilweise neutralisierte saure Salze in Wasser und in bestimmten organischen Lösungsmitteln löslich. Andere Salze, wie die Ni- und'Cu-Salze, sind bei Anwesenheit von überschüssigem Ammoniak in Wasser löslich. Die wertvollsten Salze sind die wasserlöslichen Alkali-, Ammonium- oder organisch substituierten Ammoniumsalze.
  • Die wichtigsten Produkte sind jedoch diejenigen polymeren Phosphate, die in verdünntem wäßrigem Alkali unlöslich sind. Diese Produkte haben im allgemeinen einen berechneten Phosphatgehalt (als -H2PO4) von weniger als etwa 19 °/o. Ein Phosphat gehalt von zumindest 1,75 0h,, vorzugsweise zumindest 3 3%, ist erwünscht, um den polymeren Phosphaten bessere und wesentlich andere Eigenschaften zu verleihen, als sie die Mischpolymerisate besitzen, aus denen sie hergestellt sind; die besten Eigenschaf ten werden erzielt, wenn der H2PO4Gehalt im Bereich von 7 bis 15 O/o liegt. Diese alkaliunlöslichen Polyphosphate liefern Überzüge, die härter, glänzen" der, weniger empfindlich gegenüber Wasser und Che" mikalien und beständiger gegen Verfärbung sind als Überzüge aus alkalilöslichen Polyphosphaten.
  • Die bevorzugten Ausgangsstoffe zur Herstellung der Polyphosphate sind die Mischpolymerisate ungesättigter Epoxyverbindungen mit polymerisierbaren acyclischen Vinylidenverbindungen. Hierzu gehören die Mischpolymerisate ungesättigter Epoxyverbindungen, wie Butadienmonoepoxyd, Glycidylacrylat, Vinyiglycidylphthalat, Allylglycidylmaleat oder Allyl glycidylphthalat, mit verschiedenen acyclischen einfach oder doppelt ungesättigten polymerisierbaren Monomeren, wie Vinylacetat, Methylacrylat, Äthylacrylat, Methylmethacrylat, Acrylamid, Methacrylamid, Acrylnitril, Methacrylnitril, Butadien 1,3, Isopren, 2-Chlorbutadien-1,3, Vinylchlorid, Vinyffluorid, Isopropenyl-acetat, Vinylidenchlorid, Methylvinyläther, Acrolein und Methylvinylketon, einfach ungesättigte Kohlenwasserstoffe mit einer endständigen Äthylenbindung, z.B. Isobutylen. Die bevorzugten Epoxymonomeren sind Glycidylmethacrylat und Allylglycidyl äther Die geeigneten Ausgangsstoffe sind die Mischpolymerisate von Glycidylmethacrylat mit Methacrylaten von C1- bis C4-Aikanolen, z. B. Methyl-f Äthyl-, n-Propyl- und n-Butyl-methacryiat, die 5 bis 35 Ge wichtsprozent polymerisiertes Glycidylmethacrylat enthalten, da sie zu alkaliunlöslichen polymerer Phosphaten führen, welche insbesondere bei Verwendung als Überzugsmassen die beste Kombination an Eigenschaften besitzen. Außergewöhnliche Ergebnisse werden mit alkaliunlöslichen polymeren Phosphaten erzielt, die aus Mischpolymerisaten aus 15 bis 25 Gewichtsprozent Glycidylmethacrylat und 85 bis 75 Gewichtsprozent eines Methacrylats eines Gg bis C4-Alkanols, insbesondere Methylmethacrylat, erhalt ten werden. Werden diese Mischpolymerisate praktisch vollständig phosphatisiert, indem man sie mit 1 Mol oder mehr Phosphorsäure je Mol Epoxyd sauerstoff umsetzt, so liegt der berechnete Phosphatgehalt ( PO) der entstehenden Phosphate zwischen 9,3 und 14;6 O/ff, Produkte, die sich als Überzugsmassen noch besser eignen, werden durch teilweise Phosphatisierung dieser Mischpolymerisate7 z. B. mit 0,6 bis 0,9 Mol Phosphorsäure je Mol Epoxydsauerstoffy erhalten. Derartige Polyphosphàte liefern Überzugsmassen, die sich bei niedrigeren Temperaturen härten lassen als die praktisch vollständig phosphatisierten Produkte.
  • Will man alkalilösliche polymere Phosphate herstellen, so verwendet man als Ausgangsmaterial vorzugsweise die Mischpolymerisate vdn AIIylglycidyläther und Vinylacetat, insbesondere jene, die 3 bis 50 Gewichtsprozent polymerisierten Allylglycidyläther enthalten. Eine andere Klasse von Polymensaten, die zu wertvollen alkalilöslichen polymeren Phosphaten führt, stellen die Mischpolymerisate von Glycidylmethacrylat und Methylmethacrylat dar5 die 35 bis 50 Gewichtsprozent Glycidylmethacrylat enthalten.
  • Erfindungsgemäß besitzen diese Polyphosphate einen besonderen Wert als Bindemittel - in Überzngsmassen, welche geeignete organische Losungsmittel, wie Aceton, Methylisobutylketon, n-Butylalkohol usw. enthalten können. Den Überzugsmassen kann ferner eine Vielzahl der üblicherweise in Organischen Überzugsmitteln verwendeten Pigmente einverleibt werden, beispielsweise Titandioxyd, Gasruß, Berliner Blau, Phthalocyaninblau und -grün, Metalloxyde und Chromate und verschiedene inerte Streckmittel, wie Talkum, Baryt und Kaolin. Die Massen können auch andere Bindemittel oder Filmbildner, wie lTarnstoff-Folmaldehyd - Harze, Melamin-Formaldehyd-Harze, Alkydharze und andere natürliche und synthetische Polymere enthalten.
  • Es können auch klebend wirkende Mittel für Papier, Textilien, Holz, Metall, Kunststoffe und andere Substrate erhalten werden. Die wasser- oder alkalilöslichen polymeren. Phosphate gemäß der Erfindung sind in einem beträchtlichen Grade mit kolloidalen Siliciumdioxydsolen verträglich; die damit erhaltenen Massen eignen sich als Oberflächenlacke und Klebmittel.
  • Wäßrige Lösungen von Ammonfum-, Amin- oder Alkalipolyphosphaten eignen sich als Klarlacke für Holz, Glas, Keramik, Textilien, Papier; Metalle und andere Substrate und können für Grundierungen (zur nachfolgenden Auftragung anderer Überzüge) wie auch als eigentlicher Schutz- oder Zierüberzug auf solchen Substraten verwendet werden. Salze, wie Kupfer(II)-ammoniumpolyphosphate eignen sich besonders gut als Porenschließer für Holz-, Textilien-und Papierflächen, weil das Salz beim Trocknen wasserunempfindlich wird und weiter eine Konservierung der Flächen solcher cellulosehaltiger Substrate ergibt.
  • Wäßrige Lösungen löslicher Polyphosphate niedrigen Molekurlargewichts besitzen die Eigenschaft oberflächenaktiver Stoffe ünd eignen sich als Dispetgier- und Bindemittel für die Pigmente bei der Herstellung von Wasserfarben und Pigmentdruckmassen.
  • Die mit den phosphatierten Misenpolynierisaten erhaltenen Produkte sind auch zur Ausrüstung von Polyesterfasern, z.- B solchen aus Folyä't.hylentere" phthalat, sowie zur Lederbehandlung geeignet Sie bieten auch noch andere Anwendungsmöglichkeiten.
  • Zum Beispiel kann man die genannten Metalisalze (z. B. EQupfer- oder Nickelsalze), denen mittels Am moniak Wasserlöslichkeit verliehen werden: kann, aus wäßrigen Lösungen auf Substrate aufbringen Bei Trocknung an Luft entwickeln die entstehenden Filme Ammoniak und werden allmählich wasserunlöslich und wasserunempfindlich. Durch Härtung bei erhöhten Temperaturen, z. B. 80 bis 1500 C, wird das Unlöslichwerden beschleunigt. Filme oder Überzlige aus wasserlöslichen Polyphosphafsalzen, z. B. des Alumininms oder Chroms können in-situ hergestellt werden, indem man die Substrate, wie Papier, Textilien, Holz, Leder oder Keramik, mit einem wasserlöslichen Salz dieser Metalle imprägniert und das imprägnierte Subs-trat mit einen löslichen Amin onium-oder Alkalipolyphosphat nachbehandeft Man kann auch das Substrat zuerst mit dem löslichen Polyz phosphat imprägnieren und dann mit einem geeigneten anorganischen Salz behandeln.- Bei dieser Be handlung bildet sich das unlösliche Metalipolypliosphat in den Poren oder zwischen den Fasern der Unterlage. Auf diese Weise können Überzüge oder Filme mit bestimmten besonderen Eigenschaften, wie verbessertem Körper oder verbesserter Steifheit, er höhter Stabilität und Dauerhaftigkeit, erhöhter Nichtentflammbarkeit usw. erhalten werden.
  • Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen näher erläutert, in welchen Teile Gewichtsangaben darstellen. Die in den Beispielen beschriebene Herstellung der polymeren Phosphate bildet nicht den Gegenstand der Erfindung.
  • Die Beispiele 1 und 2 dienen der Erläuterung der Herstellung alkalilöslicher Polyphosphate aus Epoxymischpolymerisaten, in denen das polymerisierte epoxyfreie Monomere keine Acyloxygruppen enthält.
  • Beispiel 1 Zunächst wird auf bekannte Weise ein Mischpolymerisat von Allylglycidyläther und Butylmethacrylat hergestellt, indem man innerhalb 2 Stunden mit gleichmäßiger Geschwindigkeit eine Lösung von 852 Teilen Butylmethacrylat, 342 Teilen Allylglycidyläther und 36 Teilen Di-tert.-butylperoxyd zu 1149 Teilen Allylglycidyläther zusetzt, der unter Stickstoff auf 130 1 20 C erhitzt wird. Nach beendetem Zusatz wird das Polymerisationsgemisch eine weitere Stunde auf 130 bis 1320 C erhitzt. Die unveränderten Monomeren werden bei 0,1 bis 1 mm Hg abdestilliert, wobei man auf 1000 C erhitzt. Es hinterbleiben 1258 Teile eines Polymerisats, das weich und bei 1000 C zähflüssig ist. Dieses Polymerisat enthält etwa 4e/o Epoxydsauerstoff (280/0 polymerisierten Allylglycidyläther), was einem Epoxydäquivalentgewicht von etwa 400 entspricht, und hat ein Molekulargewicht von etwa 1900.
  • Zu einer Lösung von 73 Teilen dieses polymeren Epoxyds in 200 Teilen Aceton werden 24 Teile 85 0/oiger Phosphorsäure (etwa 1,14 Mol Phosphorsäure je Mol Epoxydsauerstoff) zugesetzt. Die Temperatur steigt durch den exothermen Reaktionsverlauf spontan auf etwa 500 C. Die Reaktion wird zu Ende geführt, indem man das Gemisch 1 Stunde auf Rückflußtemperatur (580 C) erhitzt. Das polymere Phosphat fällt bei Wasserzusatz aus der Lösung aus, kann aber schnell wieder in verdünntem Ammoniak oder NaOH gelöst und aus seinen alkalischen Lösung gen durch Ansäuern wieder ausgefällt werden.
  • Auf einer Lösung von 17°/o dieses polymeren Phosphats in verdünntem Ammoniak sind durch Trocknung klare, transparente, harte, zähe Filme erhältlich, die nach Härtung durch 20minutiges Erhitzen auf 1200 C in Wasser unlöslich sind und durch die meisten organischen Lösungsmittel nicht beeinflußt werden.
  • Beispiel 2 Zunächst wird auf bekannte Weise ein Mischpolymerisat von Glycidylmethacrylat, und Butylmethacrylat hergestellt, indem man eine Lösung von 18 Teilen Glycidylmethacrylat, 28,4 Teilen Butylmethacrylat und 0,9 Teilen Benzoylperoxyd in 110 Teilen Dioxan 2 Stunden auf 800 C erhitzt.
  • Die Umwandlung des Monomeren in das Polymere beträgt über 90 O/o der Theorie. Das Mischpolymerisat enthält 4,33 Gewichtsprozent Epoxydsauerstoff, was 38,40/0 polymerisiertem Glycidylmethacrylat engt; spricht, und hat ein Molekulargewicht von etwa 4000; Dann werden zu einer Lösung von 2 Teilen 850/oiger Phosphorsäure in 8 Teilen Methyläthylketon unter Rühren 5 Teile einer 306/obigen Lösung des obigen Mischpolymerisats in Dioxan (etwa 4,3 Mol Phosphorsäure je Mol Epoxydsauerstoff) zugesetzt. Die Lösung wird 1/2 Stunde auf 750 C erhitzt und dann in 100 Teile Wasser gegossen, um das polymere Phosphat auszufällen. Nach Waschen der Ausfällung mit Wasser, um die überschüssige Phosphorsäure zu entfernen, wird das Polymerisat unter Erwärmen auf 500 C in 15 Teilen Wasser gelöst, das 1 Teil konzentriertes Ammoniumhydroxyd enthält.
  • Das sich bildende Ammoniumpolyphosphat fällt aus verdünnten Lösungen (5 0/oil oder schwächer) bei Zusatz von Essigsäure bis zu einem pH-Wert von 4,5 nicht aus. Durch Zusatz wäßriger Lösungen anorganischer Aluminium- und Calciumsalze zu der Ammoniumpolyphosphatlösung können Niederschläge des Aluminium- und Calciumpolyphosphats erhalten werden.
  • Durch Trocknung dieser wäßrigen Lösungen des Ammoniumsalzes sind klare, farblose, harte, zähe Überzüge zu erhalten.
  • Die Beispiele 3 und 4 erläutern die Herstellung alkaliunlöslicher Polyphosphate.
  • Beispiel 3 Auf bekannte Weise wird zunächst ein Mischpolymerisat aus Glycidylmethacrylat und Methylmethacrylat hergestellt, indem man 15,0 Teile monomeres Glycidylmethacrylat, 35,0 Teile monomeres Methylmethacrylat und 1 Teil ol,or'-Aiodiisobutyronitril in 100 Teilen Aceton in einem geschlossenen Gefäß unter mäßiger Bewegung 16 Stunden auf etwa 750 C erhitzt.
  • Die Umwandlung des Monomeren in Polymeres verläuft vollständig. Das Mischpolymerisat enthält 3,38 Gewichtsprozent Epoxydsauerstoff, was 3O0/o polymerisiertem Glycidylmethacrylat und 70 °/o polymerisiertem Methylmethacrylat entspricht.
  • Zu 150 Teilen dieser Lösung (die 50 Teile Epoxydmischpolymerisat enthält) werden 12,12 Teile wäßrige Orthophosphorsäure (85,4°/o H3PO4) zugesetzt.
  • Das Gemisch wird in einem geschlossenen Gefäß 11/2 Stunden unter mäßiger Bewegung auf etwa 600 C erhitzt. Die verwendeten Anteile entsprechen 1 Mol H3PO4 je Mol Epoxydsauerstoff. Man erhält eine klare Lösung des Phosphats des Epoxydmischpolymerisats. Das polymere Phosphat, das etwa 17°/o Phosphat, berechnet als -H2PO4 enthält, wird durch Zusatz der Lösung zu 500 cm3 Wasser ausgefällt. Der Niederschlag wird abfiltriert, zweimal mit je 50 cm3 Wasser gewaschen, wieder in Aceton gelöst, mit Wasser erneut ausgefällt und filtriert. Etwa 1 Teil des so erhaltenen feuchten Niederschlags wird zu 100 Teilen einer 56/obigen Lösung von Ammoniak in Wasser zugesetzt. Der Niederschlag löst sich selbst dann nicht, wenn man 5 Minuten unter Rühren auf 800 C erhitzt, und ist auch in 5 0/obiger NaOH unlöslich.
  • Dieses Phosphat eignet sich zur Herstellung von Rostschutzfilmen auf Metallen sowie von pigmentierten Lackfarben.
  • Beispiel 4 Man arbeitet nach Beispiel 3 mit dem Unterschied, daß die Anteile an monomerem Glycidylmethacrylat und monomerem Methylmethacrylat, die Zusammensetzung des auf bekannte Weise hergestellten Mischpolymerisats und die Anteile der Orthophosphorsäure bei der erfindungsgemäßen Umsetzung die folgenden Werte haben:
    Versuch
    4-A 4-B 4-C
    Monomere Teile
    Glycidylmethacrylat . . . . 7,5 10 12,5
    Methylmethacrylat . . . . . . 42,5 40 37,5
    Mischpolymerisations-
    zusammensetzung, %
    Glycidylmethacrylat . . 15 20 25
    Methylmethacrylat . . . 85 80 75
    Epoxydsauerstoff. . . 1,69 2,25 2,82
    85,40/oige HSPO4, Teile. 6,06 8,09 10,11
    Mol HsPOg je Mol Epoxyd-
    sauerstoff . 1 1 1
    °/o Phosphat (als -H2PO4) in
    dem polymeren Phosphat 9,2 12 14,5
    Die nach den Versuchen 4-A, 4-B' und 4-C hergestellten polymeren Phosphate sind in 5eloigem Ammoniak und 5/ciger Natronlauge in gleicher Weise unlöslich wie das Produkt des Beispiels 3 und eignen sich für die gleichen Verwendungszwecke.
  • Die BeispieleS und 6 erläutern die Herstellung alkalilöslicher Polyphosphate aus E&oxymischpolymerisaten, bei denen das einpolymerisierte epoxyfreie Monomere veresterte Carboxylgruppen enthält. Nach diesen Beispielen erhält man selbst dann alkalilösliche Polyphosphate, wenn der Epoxydsauerstoffgehalt des Mischpolymerisats sehr gering ist.
  • Beispiel 5 Ein Mischpolymerisat aus Allylglycidyläther und Vinylacetat wird auf bekannte Weise hergestellt, indem man eine Lösung von 18 Teilen Benzoylperoxyd in einem Gemisch aus 114 Teilen Allylglycidyläther und 430 Teilen Vinylacetat auf Rückflußtemperatur erhitzt. Sobald der Rückfluß einsetzt, unterbricht man das Erhitzen und hält die Lösung durch die Wärme der exotherm verlaufenden Polymerisation unter Rückfluß. Zur Regelung des Rückflusses kühlt man, falls erforderlich. Wenn der Rückfluß schließlich nach etwa ½ Stunde nachläßt, erhitzt man wieder langsam, um die Lösung 1 Stunde auf einer Temperatur von 80 bis 850 C zu halten. Die unveränderten Monomeren werden bei 0,1 bis 1 mmHg abdestilliert, wobei man das Polymerisat auf 80 bis 1Ö00 C hält Man erhält 437 Teile eines polymeren Epoxyds, das einen Epoxydsauerstoffgehalt von 2,77 0/o hat, was einem Epoxydäquivalentgewicht von etwa 577 und 20 °/o polymerisiertem Allylglycidyläther entspricht.
  • Dann versetzt man eine Lösung von 10,4 Teilen dieses polymeren Epoxyds in 30 Teilen Dioxan mit 3 Teilen 85%iger Phosphorsäure (1,45 Mol Phosphorsäure je Mol Epoxydsauerstoff) und erhitzt das Gemisch 20 Minuten auf 80 bis 85° C. Das so erhaltene polymere Phosphat fällt beim Zusatz von Wasser aus, löst sich aber schnell in verdünntem Ammoniak.
  • Die Lösung hat bei einem .Feststoffgehalt von 256/o eine Viskosität von 0,5 P.
  • Durch Trocknung dünner Schichten dieser Lösung sind glatte, farblose, glänzende, transparente, harte Filme mit außergewöhnlich guter Festigkeit, Adhäsion und Zähigkeit gewinnbar, die durch Erhitzen auf 110 bis 1500 C zur Unlöslichkeit gehärtet werden können.
  • Das nach diesem Beispiel gewonnene polymere Phosphat erweist sich als ausgezeichnete Appretur für Garne aus Polyäthylenterephthalat und ist den üblichen Appreturen, wie Gelatine, Stärke und verschiedenen synthetischen Appreturen des Handels deutlich iiberlegen.
  • Beispiel 6 Zunächst wird auf bekannte Weise das Ausgangspolymerisat hergestellt, indem man eine Lösung von 6,8 Teilen Benzoylperoxyd in einem Gemisch aus 250 Teilen Vinylacetat, 22,8 Teilen Allylglycidyläther und 11,3 Teilen Isopropanol auf 750 C erhitzt.
  • Bei dieser Temperatur unterbricht man das Erwärmen und beläßt die Lösung unter der Wirkung der Wärme der exotherm verlaufenden Polymerisation unter leichtem Rückfluß. Hierbei steigt die Temperatur im Verlauf einer Stunde langsam auf 87 bis 890 C, wobei man von Zeit zu Zeit kühlt, um einen zu starken Rückfluß und ein zu schnelles Ansteigen der Temperatur zu vermeiden. Nach 1½ Stunden erhitzt man mäßig auf 85 bis 870 C, fügt 11,3 Teile-Isopropanol hinzu und hält die Lösung noch 1 Stunde auf 85 bis 870 C. Dann setzt man weitere 22,-6 Teile Isopropanal zu, erhitzt stärker und läßt dabei die niedrigsiedenden Fraktionen durch eine Destillierkolonne übergehen. Die Destillation wird 2 Stunden fortgesetzt, wobei sich 48,1 Teile Destillat ansammeln. Der zähtlüssige Rückstand enthält 86,4% nichtflüchtige Feststoffe. Eine Probe dieses Mischpolymerisats ergibt analytisch einen Epoxydsauerstoffgehalt von 1,31 0/o, was 9,3 O/o, polymerisiertem Allylglycidyläther entspricht, rund hat ein Molekulargewicht von 3800.
  • Zu 260 Teilen der 86,46/0igen Lösung dieses polymeren Epoxyds setzt man bei 400 C eine Lösung von 200 Teilen 85 85%iger Phosphorsäure in 200 Teilen Isopropanol zu (9,3 Mol Phosphorsäure je Mol Epoxydsauerstoff). Das Reaktionsgemisch wird -unter Kühlung gut vermischt. Man läßt das Gemisch 15 Stunden bei 35 bis 400 C stehen und. gießt es in die sechsfache Raummenge Wasser. Das ausfallende polymere Phosphat wird von dem Wasser durch Dekantieren abgetrennt und zweimal mit Wasser gewaschen.
  • Eine Probe, die durch Lösen in Aceton und erneute Ausfällung in Wasser gereinigt ist, wird unter Erwärmung auf 400 C bei 0,1 mm Hg getrocknet.
  • Eine potentiometrische Titrationskurve zeigt ziemlich scharfe Wendepunkte bei pH 4,4 und 10,2.
  • Das ausgefallene saure Polyphosphat wird gelöst, indem man 560 Teile Wasser zusetzt, das 10 Teile konzentriertes Ammoniak enthält. Man erhält eine Lösung des Ammoniumsalzes dieses polymeren Phosphats, die 19'/6 Feststoffe enthält und einen pH-Wert von 5,85 hat.
  • Durch Verdampfung des Lösungsmittels sind aus der Lösung klare, farblose, harte und mäßig zähe Filme herstellbar, die in ausgezeichneter Weise an Substraten aus Holz, Papier, Metall und Kunststoff haften. Das polymere Phosphat eignet sich hervorragend zur Behandlung von Leder. Das so behandelte Leder hat eine ausgezeichnete Kernigkeit und Griffigkeit und kann leicht zu einer ausgezeichneten Plüschoberfläche poliert Werden.
  • Beispiel 7 Eine klare tZberzugsmasse wird erhalten, indem man eine 300/obige Lösung des nach Beispiel 3 hergestellten copolymeren Phosphats in Aceton herstellt.
  • Auf eine saubere Stahlplatte wird eine dünne Schicht dieser Lösung gegossen und anschließend 45 Minuten bei 1380 C eingebrannt. Es entsteht ein klarer, harter, das Metall gegen Rost schützender Film.
  • Beispiel 8 Ein pigmentierter Lack wird hergestellt, indem man in einer Kugelmühle»"125 Teile des nach Beispiel 3 hergestellten copolymeren Phosphats, 251 Teile Methylisobutylketon, 35 Teile Butylalkohol, 100 Teile Äthylenglykolmonoäthylätheracetat und 100 Teile Titandioxydpigment zu einer glatten Dispersion vermahlt. Der entstehende Lack wird auf eine saubere Metallplatte aufgespritzt und 30 Minuten bei 1490 C eingebrannt. Es entsteht ein dauerhafter, weißer, glänzender Überzug, der das Metall gegen Rost schützt. Ein Lack mit diesen Eigenschaften eignet sich zum ttberziehen'elektrischer Geräte, von dem Wetter ausgesetzten'Einrichtungen, z. B. Möbeln, und einer Vielzahl metalli8cher und keramischer Körper.
  • Das Einbrennen odef Härten bei hohen Temperaturen verleiht diesen Überzügen zwar die wertvollsten Eigenschaften, ist aber nicht wesentlich. Die Üb erzüge können luftgetro'cknet und daher auf Unterlagen angewendet werden, die, wie Holz, organische Gewebe und Leder, keiner starken Hitze ausgesetzt werden dürfen.
  • Beispiel 9 Ein Mischpolymevisat aus Methylmethacrylat und Glycidylmethacrylat ' wird hergestellt, indem man 500 g Isopropylbenzol und 1000 g Methylisobutylketon in einem mit Rührer und Rückflußkühler versehenen 5-l-Kolben unter Stickstoff auf die Rückflußtemperatur von 120? C erhitzt und dann im Verlauf von 2 Stunden bei 115 bis 1180 C tropfenweise mit dem folgenden Gemisch versetzt: Methylmethacrylat .. .. 1000 g Glycidylmethacrylat. .. . 142 g Cumolhydroperoxyd .. . 32,6 g Methylisobutylketon .. .... 500 g 1674,6 g Das Erhitzen unter Rückfluß wird bei 115 bis 1180 C 4 Stunden und 20 Minuten fortgesetzt und die Charge dann auf' Raumtemperatur erkalten gelassen. Man erhält eine Lösung eines Mischpolymerisats, welches 87,5 0/o polymerisiertes Methylmethacrylat und 12,50/0 polymerisiertes Glycidylmethacrylat enthält.
  • 635 g dieser Lösung werden mit 23 g wäßriger 85,4 0/oiger Phosphorsäure (1 Mol H3PO4 je Mol Epoxyd- oder Oxirartsauerstoff) und 137 g Methylisobutylketon gemischt. Das Gemisch wird 1 Stunde bei Raumtemperaturrgerührt, 1 Stunde auf einem Dampfbad auf 60 bis 700 C erhitzt und schließlich auf Raumtemperatur gekühlt. Man setzt 20 g destilliertes Wasser zu und destilliert bei 80 mm Hg und 50 bis 600 C, wobei 270 g Destillat übergehen. Endlich werden 270 g Toluol zum gekühlten Ansatz hinzugegeben. Die so erhaltene Lösung enthält 33,2°/o Feststoffe.
  • Ein Lack wird hergestellt, indem man 376 g der obigen Lösung des - phosphatierten Glycidylmethacrylat - Methylmethacrylat - Mischpolymerisats, 100 g Titandioxydpigment, 35 g Butylalkohol und 97,6 g Äthylenglykolmonoäthylätheracetat in einer Farbmahivorrichtung zu einer glatten'Dispersion vermahlt.
  • Nach dem Filtrieren besitzt der entstandene weiße Lack ohne Verdünnung eine zufriedenstellende Spritzviskosität (22 Sekunden in einem Becher nach Zahn bei 250 C). Dieser Lack wird auf eine Stahlplatte aufgespritzt, deren obere Hälfte mit einer üblichen Grundierung für Automobilkarosserien vorbehandelt und deren untere Hälfte frei und unbehandelt ist; eine zweite Platte wird in der gleichen Weise überzogen. Die Platten werden 30 Minuten bei 2800 C gebrannt.
  • Die fertigen Platten wurden in Hialeah, Florida, V. St. A. im Freien aufgestellt. Nach 6 Monaten war der Überzug der einen Platte noch unbeschädigt und die Platte nur leicht angerostet. Die zweite, in gleicher Weise hergestellte Platte wurde am selben Ort insgesamt 12 Monate im Freien belassen. Die Rostbildung war dabei stärker, aber der Überzug war auch nach dieser Prüfzeit noch unbeschädigt.
  • Beispiel 10 Die Verwendbarkeit polymerer Phosphate zur Lederbehandlung zeigen die folgenden Versuche: Chromgegerbtes und mit Wasser chromsalzfrei gewaschenes Ziegenleder wird t/2 Stunde -mit 3 Gewichtsprozent einer Klauenfettölemulsion bei 5b bis 550 C getrommelt. Dann gibt man in die Trommel die oben beschriebene 19 0/obige Ammoniumphosphat-Lösung in einer solchen Menge ein, daß das Polymerphosphatsalz 450/0 vom Trockengewicht des Leders ausmacht, und setzt das Trommeln 1 Stunde bei 52 bis 550 C fort. Die behandelten Häute werden bei 1000/o relativer Feuchtigkeit-20 Stunden entwässert, abtropfen gelassen, zur Entfernung überschüssiger Feuchtigkeit durch Gummiquetschwalzen geführt und 2 Stunden bei 550 C getrocknet. Das behandelte Leder weist einen Phosphorgehalt (berechnet auf P205) von 1,2 °/o im Vergleich zu 0,5 °/o für ein Kontrolleder auf, welches in gleicher Weise behandelt, jedoch nicht der Polymerphosphatbehandlung unterworfen wurde. Das mit dem polymeren Phosphat behandelte Leder besitzt augezeichnete Kernigkeit und guten Griff und konnte leicht zu einer hervorragenden Wildlederoberfläche geschwabbelt werden. Geringere Polyphosphatkonzentrationen, z. B. 5 und 10°/o vom Trockengewicht des Ziegenleders, ergeben eine entsprechend gute Schwellungswirkung und Kernigkeit.
  • In einem anderen Versuch wird gegerbte Kuhhaut in verdünnter wäßriger Boraxlösung gequollen, mit Alaun behandelt, anschließend mit Wasser gespült und wie oben mit der gleichen 19 0/eigen Ammoniumpolyphosphatlösung behandelt, die in einer solchen Menge zugesetzt wird, daß 150/0 Polymerisatfeststoffe, bezogen auf das Trockengewicht des Leders, einwirken können. Nach der Trocknung hat das behandelte Leder gegenüber einer unbehandelten Kontrollprobe eine sehr verbesserte Kernigkeit und Griff.
  • Beispiel 11 Eine 10 e/oige wäßrige Lösung des Ammoniumsalzes des obigen Polymerphosphats wird erhalten, indem man 5 Teile konzentriertes Ammoniumhydroxyd unter Rühren anteilweise zu 1000 Teilen einer wäßrigen Aufschlämmung zusetzt, die 9,86/o Polyphosphatfeststoffe enthält. Das Polyphosphat löst sich zu einer klaren, farblosen Lösung mit einem pH-Wert von 2,9, welche 101)/o polymeres Ammoniumphosphatsalz enthält. Mit dieser Lösung wird ein 34fädiges Garn aus Polyäthylenterephthalat mit einem Titer von 70 den und einer Drehung von 28/m behandelt. Anschließend wird das behandelte Garn auf einem dampfbeheizten Zylinder getrocknet. Mit diesem Garn wird dann auf einem Standardwebstuhl ein Taftgewebe mit etwa 53 Fäden/cm in der Kette und etwa 33 Fäden/cm im Schuß hergestellt. Bei ununterbrochenem 2stündigem Betrieb des Webstuhls treten keine Brüche oder Unregelmäßigkeiten in der Kette auf. Bei Versuchen in größerem Maßstab zeigen diese und andere polymere Phosphate gemäß der Erfindung einen hervorragenden Garnschutz und eine ausgezeichnete Haftfähigkeit bei der Gewebeherstellung und sind den üblichen Ausrüstungen, wie Gelatine, Stärke und verschiedenen handelsüblichen synthetischen Mitteln überlegen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. tJberzugs- und Imprägnierinittel, die neben Lösungsmittel bzw. Wasser und üblichen Hilfsstoffen als Filmbildner ein oder mehrere Produkte der bei einer Temperatur unter 1000 C in einem inerten Lösungsmittel durchgeführten Umsetzung einer Phosphorsäure oder einer teilweise veresterten Phosphorsäure mit einem Mischpolymerisat aus 3 bis 60 Gewichtsprozent einer äthylenisch ungesättigten Epoxyverbindung und 97 bis 40 Gewichtsprozent einer äthylenisch ungesättigten epoxydgruppenfreien Verbindung enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Filmbildner das Veresterungsprodukt aus äthylenisch ungesättigten epoxydgruppenfreien acyclischen Verbindungen und mindestens 0,5 Mol Phosphorsäure oder teilweise veresterte Phosphorsäure auf 1 Mol Epoxydsauerstoff oder deren Salze enthalten.
  2. 2. tJberzugs- und Zmprägniermittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Bindemittel oder Filmbildner Veresterungsprodukte mit nicht umgesetzten Epoxydgruppen enthalten.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2692876.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0104838A3 (de) * 1982-09-27 1987-10-28 INTEREZ, Inc.(a Delaware corporation) Phosphorsäureester von acrylierten Epoxiden
EP0184445A3 (de) * 1984-12-05 1988-04-13 INTEREZ, Inc. (a Georgia corporation) Phosphatester von acrylierten Glycidylestercopolymeren

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2692876A (en) * 1953-06-09 1954-10-26 Du Pont Phosphates of styrene-epoxy compound copolymers

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