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Kreiselbrecher mit Einstell- und Halteanordnung für den in einem Brechringlager
xiachstellbaren Brechring Die Erfindung betrifft eine Einstell- und Halteanordnung
für den in einem Brechringlager nachstellbaren Brechring von Kreiselbrechern, oder
durch Federn nachgiebig gegen den Außengehäuserahmen gehalten wird und gegen unerwünschte
Verstellung gesichert ist.
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Bei derartigen Brechern ist ein federndes Ausweichen des Brechringes
sowie ein Neigen desselben möglich. Die @dabei auftretenden Federkräfte, die notwendig
sind, um einen festen Sitz des Brechringlagers auf dem Außengehäuserahmen zu erzielen,
sind .erheblich und können bei einem Kreiselbrecher von 2,10m Brechkegeldurchmesser
erheblich über 500 t betragen. Der Anpreßdruck muß diese Größe haben, um jede Relativbewegung
von Brechringlager und Außengehäuserahmen bei normalem Betrieb zu vermeiden, da
;dadurch außerordentlicher Verschleiß eintreten würde.
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Da.der Zerkleinerungsgrad abhängig ist von der Einstellung des Brechringes,
ist der Nachstellung besonderes Augenmerk zu schenken. Da :die .Brecher in der Regel
als Teil einer Produktionskette eingesetzt sind, fällt nämlich während der Stillstandszeiten
in der Regel die . ganze Produktion aus.
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Es ist bereits eine Einstellanordnung bekanntgeworden, bei der ein
Bredhringlager, das den Brechring trägt, auf dem Gehäuserahmen verschraubt werden
kann. Gehalten wird das Brechringlager in seiner gewünschten Stellung :durch eine
Reihe von Hydraulikzylindern, die einen Anpreßdruck ausüben, also beim Betrieb :dauernd
unter Druck stehen müssen. Unvermeidliche Leckage und möglicher Bruch ,der Leitungen
führen sofort zum Lösen und damit Verstellen des Brechringlagers über den Brechring
durch Mitnahme desselben vom Brechkegel.
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Es ist :auch bereits vorgeschlagen worden, die Schraubverbindung zwischen
Brechringlager und Brechring durch Schraubenbolzen zu arretieren, die eine Relativdrehung
zwischen beiden Teilen verhindern. Hierbei ist das Nachstellen kompliziert und langwierig,
und es kann nicht stufenlos nachgestellt werden. Die außerordentliche Verschmutzung
im Arbeitsraum macht zudem besondere Sicherungen der SchraubenboIzen notwendig.
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Ein weiterer bekannter Vorschlag verwendet eine Sperrmutter, die hydraulisch
gelöst oder ,angezogen wird, auf dem gleichen Gewinde wie das Brechringlager arbeitet
und dieses durch Klemmen arretiert. Dabei ist es notwendig, noch eine gesonderte
Halteanordnung vorzusehen, die das Brechringlager .gegen Drehung hält, während die
Sperrmutter angezogen oder gelöst wird. Die Verstellung .des Brechringlagers ;selbst
erfolgt von Hand. Die Einstellung ist relativ aufwendig und zeitraubend, @da eine
große Anzahl aufeinanderfolgender Tätigkeiten ausgeübt werden muß.
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Schließlich ,ist auch bereits vorgeschlagen worden, den Brechring
heb- und senkbar, aber drehfest, mit dem Außengehäuserahmen zu verbinden und ihn
durch doppeltwirkende hydraulische Zylinder in der jeweils gewünschten Stellung
zu halten.
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Leckage und Bruch des hydraulischen Systems führen auch hier alsbald
zu Ungenauigkeiten, ja zum Schlagen und zur Zerstörung der Anlage.
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Bei einer Konstruktion, beider sowohl .der Brech ; kegel als auch
der Brechring umlaufen, ist es auch bereits bekannbgewörden, ein idem Brechringlager
in gewissem Umfange vergleichbares Teil durch eine Schnecke zu verstellen und auch
zu halten. Es werden hier aber nur sehr geringe Haltekräfte nötig sein.
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Aufgabe der Erfindung .ist .es, die geschilderten Nachteile zu überwinden
und eine Einstell- und Halteanordnung der eingangs geschilderten Art zu schaffen,
die einfach ausgebildet ist und sicher arbeitet und gegen Verstellung hält, dabei
schnell zu lösen und zu sperren ist und auch bei Ausweichen des Brechringes .infolge
ungewöhnlicher Drücke die gewünschte Einstelluna nicht verändert, sondern zu
ihr
zurückkehrt. Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Verstellsicherung
durch zusätzliche Federn bewirkt wird, die eine aufwärtsgerichtete .Kraft auf den
Brechring ausüben :derart, daß die zusammenwirkenden Flächen (z. B. Gewinde) des
Brechrmglagers und des Brechringes sowohl bei normalem Betrieb als, auch.- bei Ausweichen
:des Brechringes infolge außerordentlicher Brechdrücke federnd nachgiebig gegeneinander
gepreßt -sind. Die aufwärtsgerichtete Kraft wirkt in der gleichen Richtung wie die
auf den Brechring-über das zu brechende Material vom Brechkegel ausgeübten Kräfte.
Die Halteverbindung wird also durch diese Kräfte, wenn sie wachsen, noch vergrößert.
Durch das gemeinsame Ausweichen wird die Einstellung unverändert bleiben.
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Nach einem weiteren Vorschlag ,der Erfindung sind hydraulische Hebeeinrichtungen
zum Lösen der Verstellsicherung zwecks Verstellen des Brechringes als auch zum Abheben@desselben
von dem Gehäuserahmen entgegen der Wirkung sämtlicher Federn, vorgesehen. Es sind
:also Heber vorgesehen, die die aufwärtsgerichtete Kraft der die Verstellsicherung
bewirkenden Federn -durch Spannen derselben aufheben, und es sind hydraulische Hebeeinrichtungen
zum Abheben der gesamten Anordnung vorgesehen.-Die hydraulischen Hebeeinrichtungen
können wahlweise mit zwei ,unterschiedlichen Drücken beaufschlagbar sein, wobei
der kleinere Druck die Vorspannung der die-Einstellsperre bewirkenden Federn übersteigt.
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Bei einer Anordnung für Kreiselbrecher, bei denen die Nachstellung
des Brechringes mittels eines am Brechringlager vorgesehenen Gewindes erfolgt, das
in ein Gewinde des Brechringes eingreift, schlägt die Erfindung vor, daß die Verstellsicherung
aus einer in das Gewinde des Brechringes .eingreifenden Sperrmutter besteht, auf
deren unteren äußeren Rand Hebel wirken, an denen-die Federn angreifen. Diese Hebel
üben auf die Sperrmutter den Aufwärtsdruck aus.
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Mit Vorteil ist die Bewegung der hydraulischen Heber auf die Verstellsicherung
und das Brechringlager durch -Federbolzen übertragbar. Weiterhin schlägt die Erfindung
vor, daß die hydraulischen Heber bei normalem Betrieb entspannt sind und ihre Stößel
zugverbindungsfrei einen geringen axialen Abstand zu den Federbolzen oder :deren
Stellmuttern bzw. dem unteren Federgegenlager aufweisen. Hierdurch wird erreicht,
daß das hydraulische System nur zum Nachstellen und/oder Abheben zwecks Entfernung
unbrechbarer Stücke unter Druck zu stehen braucht, was die Sicherheit außerordentlich
erhöht und daß Stöße, auch große Stöße, nicht auf das hydraulische System übertragen
werden können. Die hydraulischen Heber brauchen überdies nur einseitig wirksam ausgebildet
zu sein, :da sie durch die Federn praktisch vollständig.- zurückgestellt werden.
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Mit Vorteil ,sind die Federn gruppenweise um den Hauptrahmen .des
Brechers .angeordnet und für jede Federgruppe .ist mindestens ein Federbolzen vorgesehen.
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Es können sich :die unteren Enden der Federn für die nachgiebige Brechringlagerung
und für die Verstellsicherung gegen -bewegliche Gegenlager und die oberen Endender
Federn gegen die unteren Flächen von Flanschen des Außengehäuserahmens abstützen,
und die Federbolzen. dieser beiden Federgruppen können durch öffnurigen in den beiden
Gegenlagern und in dem Flansch des Brechringlagers hindurchragen, wobei die den
Federn für die nachgiebige Brechringlagerung zugeordneten Federbolzen das Brechringlager
mit -dem Gehäuserahmen unter Verspannungdieser Federn verbinden.
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Die Gegenlager für die Federn der Verstelllsicherung können .aus an
ihren Federbolzen befestigten Federtellern bestehen, die gegenüber denWiderlagern
für die Federn der nachgiebigen Breehringlagerung frei beweglich .sind. In diesem
Falle ist die Funktion der Federn getrennt. Es kann jedoch auch so vorgegangen werden,
daß sich die Federn der Verstellsicherung mit ihrem einen Ende gegen die Unterseite
des Gegenlagers der Federn der nachgiebigen Brechringlagerungund mit ihrem anderen
Ende auf einen an ihrem Federbolzen vorgesehenen Federteller abstützen, der bei
Normalbetrieb einen geringen Abstand von an der Unterseite des Gegenlagers angeordneten
Anschlägen aufweist. Hier kann mit kleinen Verstellsicherungsfedem gearbeitet werden,
wobei auf dem Bolzen -außerdem eine normale Feder für die nachgiebige Brechringiagerung
angeordnet werden kann.
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Schließlich .schlägt :die Erfindung noch vor, :daß an den Federbolzen
.der Fadem für die Verstellsicherung Anschläge vorgesehen sind, die bei Normalbetrieb
einen geringen Abstand von der Unterseite des Flansches des Brechringlagers aufweisen.
Hierdurch wird erreicht, daß das -Lösen während eines kurzen Weges stattfindet,
bei einem weiteren Weg der Federbolzen diese :dazu :dienen, :das Brechringlager
abzuheben.
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Im. folgenden wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen
mit Hilfe von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt F i g. 2 die Seitenansicht eines
Kegelbrechers, F i g. Z einen radialen Vertikalschnitt entlang der Linie II-II der
F i g. 1,-F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie 111-11I der F i g. 1,
F.i g. 4 die schematische Darstellung einer abgewandelten Konstruktion.
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In den Zeichnungen ist mit I allgemein die Badenplatte des Außengehäuserahmans
2 bezeichnet. Der Außengehäuserahmen 2 endet nach oben in einem Flansch 3, der nach
außen verlaufende Ansätze 4 besitzt. Der Flansch 3 besitzt eine innere konisch nach
oben verlaufende Oberfläche 3 a und eine äußere konisch nach unten verlaufende Oberfläche
3 b. Ent sprechend :der Formgebung des Flansches 3 und normalerweise fest auf :diesem
aufsitzend :ist das Brechringlager 5 vorgesehen. Das Brechringlager besteht aus
einem inneren Teil 5 a, der mit einem Innengewinde 5 b versehen ist. Das
Brechringlager 5 erstreckt sich außer diesem senkrechten Teil auch nach außen und
nimmt eine V-förmige Ringnut 5 c auf, deren Flächen den konischen Flächen 3 a und
3 b des Flansches 3 entsprechen. Das Brechringlager besitzt außerdem noch eine oder
mehrere nach außen verlaufende radiale Erstreckungen 5 d.
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In der dargestellten Form wird das Brechringlager 5 im normalen Betrieb
:durch .eine Vielzahl von in Gruppen angeordneten Federn gegen den Flansch 3 gedrückt.
Die oberen Enden der Federn jeder Gruppe sind in einem Ansatz 4 des Flansches 3
gelagert und stützen sich gegen :dessen flache untere Fläche 4 a ab. Ein unteres
Gegenlager für die Federgruppen ist beweglich ausgebildet und mit 6 bezeichnet.
Zwischen
dem Gegenlager 6 und der unteren Fläche 4 a der Ansätze 4 sind mehrere Federn 7
zusammengedrückt. Eine dieser Federn, die mit 7 a bezeichnet ist, arbeitet etwas
verschieden von den übrigen Federn 7 der Gruppe, wie im folgenden ausführlich erläutert
wird. Durch einige oder alle der Federn 7 verlaufen Federbolzen 8, die ,an ihrer
Oberseite Köpfe 8 a aufweisen und an ihrer Unterseite mit Hilfe von Muttern oder
anderen verstellbaren Anschlägen 8 b gegen die Federn gehalten werden. Durch Verstellen
der Muttern 8 b kann die Spannung der Federn? eingestellt werden. Da :die Federbolzen
durch öfnungen indem Flansch 3 des Außengehäuserahmens verlaufen und gleichfalls
durch öffnungen im Brechringlager 5, wobei ihre Köpfe 8 a sich gegen das Brechringlager
5 abstützen, drücken die Federn 7 normalerweise durch die Gegenlager 6 und die Federbolzen
8 das Brechringlager 5 fest nach unten gegen den Flansch 3, und zwar in eine Stellung,
wie in F i g. 2 gezeigt. Gleichfalls werden nie Bolzen 8 eine Relativdrehung zwischen
Flansch 3 und Brechringlager 5 verhindern.
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Der Brechring selbst ist mit 10 bezeichnet. Er weist einen äußeren,
.an der Außenseite mit einem Schraubgewinde 10 a versehenen Teil auf, der mit dem
Gewindeteil 5 b des Brechringlagers 5 verschraubt ist. Der Brechring ist so dargestellt,
daß er außer dem nach oben verlaufenden zylindrischen Teil, der das Gewinde 10 a
trägt, einen inneren konischen Teil 10 b besitzt, der eine Brechringpanzerung
10 d -aufnehmen kann und weiterhin einen nach oben und außen konisch .ausgebildeten
Teil 10 c, der als Eintrag dient und auf -den sich ein Vorratsbehälter oder
ein Aufgabetrichter 11 :abstützt. Um das Brechringlager 5 und den Brechring 10 gegen
unbeabsichtigte Relativdrehung zu sichern, ist eine mit Gewinde versehene Sperrmutter
12 vorgesehen, die in der dargestellten Ausführungsform einen nach unten verlaufenden
Mantel 12 a besitzt. Um eine Relativbewegung der Sperrmutter 12 gegen das Brechringlager
5 zu verhindern, können sie miteinander verbolzt sein, wie unter 12 b dargestellt.
Die Gewindeverbindung kann geschützt sein, beispielsweise @durch eine Kappe 11 a,
die nach außen und unten verläuft .und mit einer öldichtung 11 b auf der Sperrmutter
12 und einer Dichtung 11 c zwischen der Sperrmutter 12 und dem Brechringlager 5
zusammenarbeitet.
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Um die Sperrmutter festzuhalten und eine unerwünschte Relativdrehung
des Brechringlagers 5 gegen den Brechring 10 zu verhindern, sind einzelne Federn
7 a vorgesehen. Es kann auf diese Ärt beispielsweise je Gruppe eine Feder benutzt
werden, oder-es können Federn einzelner Gruppen verwendet werden, während aus, anderen
Gruppen keine Federn dazu herangezogen werden, und zwar je nachdem, wie groß der
benötigte Schließdruck ist.
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Ein Schnitt durch eine typische Federgruppe ist in F i g. 2 dargestellt.
In der Darstellung ist die Feder 7 a mit einer eigenen Unterlegplatte 14 an ihrem
unteren Ende versehen ,und besitzt eine eigene Stellmutter 14 a. Das untere bewegliche
Gegenlager 6 ist durchbohrt oder ausgeschnitten, um diese Anordnung zu ermöglichen.
Der Federbolzen 15 der Feder 7 a trägt :die Unterlegplatte 14 einstellbar mit Hilfe
der Stellmutter 14 a befestigt. Der Federbolzen 15 besitzt im dargestellten Ausführungsbeispiel
einen Bund 15 a, der in einer entsprechenden Ausnehmunc auf der Unterseite
des Teiles 5 d .des Brechringlagers 5 angeordnet ,ist. Die Einzelteile sind
so bemessen, daß eine geringe Aufwärtsbewegung des Federbolzens 15 möglich ist,
:bevor der Bund 15 a das obere Ende -der Ausnebmung im Teil 5 d berührt.
Auf diese Art und Weise ist eine leichte Aufwärtsbewegung des Federbolzens 15 möglich,
ohne @daß sich das Brechringlager 5 bewegt. Diese leichte Aufwärtsbewegung wird
benutzt, um eine Freigabe der Sperrmutter 12 zu gestatten bzw. zu bewirken. Die
Sperrmutter 12 wird normalerweise durch Verschlußhebe116 nach oben gedrückt. Einderartiger
Hebel 16 typischer Ausführung ist in F i g. 2 dargestellt. Die Verschlußhebel16
können sich .auf Köpfen 16 a an oder in Nähe ihrer ,inneren Enderi abstützen,
die eine Ausnehmung 16 b aufweisen und die Köpfe 8 a der Federbolzen 8 umgreifen.
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Das kurze Ende der Verschlußhebe116 stößt gegen den Boden des Mantels
12 a der Sperrmutter 12. Der äußere Teil der Hebel 16 ist im dargestellten
Ausführungsbeispiel mit einer Öffnung versehen, um den Durchtritt einer nach oben
verlaufenden Verlängerung 15 b des Federbolzens 15 zu gestatten. Wenn die Federn
7 a und der Federbolzen 15 in der Stellung sind, wie in F i g. 2 gezeigt, dient
die Mutter 15 c dazu, einen Druck nach unten .auf das äußere Ende des Verschlußhebels
16 auszuüben. Durch diesen Druck wird ein entsprechender Aufwärtsdruck gegen den
Mantel 12 a der mit Schraubgewiriide versehenen Sperrmutter 12 ausgeübt. Um die
Länge der Hebel 16 zu vergrößern, können sie gegen die radiale Richtung geneigt
sein. Es ist klar, daßeine ausreichende Anzahl Federbolzen 15 mit Iden Federn 7
a aus den normalen Federgruppen ausgesondert sind, um einen ausreichenden Schließdruck
auf die Sperrmutter 12 auszuüben. Wenn es erwünscht ist, die Brechereinstellung
dadurch zu justieren, daß eine Relativdrehung des Brechringes 10 gegen das Brechringlager
5 durchgeführt wird, werden Mittel vorgesehen, um @die Federbolzen 15 um einen ausreichenden
Betrag zu Theben; um den Schließdruck der Sperrmutter 12. aufzuheben. Hier genügt
ein kurzer Weg, und dieser Weg kann beispielsweise :durch hydraulische Heber
20 bewirkt werden. Vorzugsweise wird für jeden Federbolzen 15 ein einzelner
Heber vorgesehen sein, so idaßdadurch eine Freigabe jedes einzelnen Verschlußhebels
16 möglich ist. Die Heber können durch beliebige Leitungen 21, 22 verbunden sein.
Mit Vorzug werden an sich bekannte hydraulische Heber verwendet, die durch Federn
in .ihre Ausgangsstellung gedrückt werden, so :daß, wenn Druck aufgegeben wird,
der Kolben 20 a steigt und die Feder gespannt wird, die den Kolben
20 a zurückstellt, wenn der hydraulische Druck aufhört.
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Eine Darstellung des hydraulischen Systems in Einzelheiten ist der
Klarheit :halber nicht vorgenommen worden. Es ist jedoch schematisch ein Schalthebe125
angedeutet, der, wenn er in ,eine Richtung 25 a bewegt wird, genügend Druck
in das System schickt, :daß die Heber die Federbolzen 15 um einen Weg anheben, der
dazu ausreicht, die Hebel 16 freizugeben, jedoch noch nicht das Brechringlager5
abzuheben. Wenn der Hebel 25 in Richtung 25 b bewegt wird, soll das Ventil
derart wirksam werden, daß 'es den Aufbau eines genügenden Druckes in den Hebern
gestattet, um das Brechringlager 5 so hoch zu heben, wie es die Federn 7 und 7 a
bei äußerster
Kompression zulassen. Bei einem der bekannten Brechertypen
der Erfinderin mit einem Brechkegel von 2,14m, .gemessen an seiner unteren Kante,
ist der mögliche Hubweg des Brechringlagers etwa 11,5 bis 13 cm. Die Abmessung :des
Brechers und die Größe des möglichen Ausschlages sind jedoch nicht kritisch für
.die Erfindung. Was erzielt werden soll und wird, ist ein Satz von Hebern auch abwechselnd
dazu benutzen zu können, daß oder Schließdruck auf die Sperrmutter 12 .aufgehoben
wird oder daß das Brechringlager 5 angehoben wird. Ein Anlaß zum Anheben des Ringes
5 wird im wesentlichen dann gegeben sein, wenn das Innere des Brechers von nicht
zerkleinerbarem Material befreit sein muß, das den Brecher blockiert trat.
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Der Brechkegel 30 läuft exzentrisch zum Brechring 10 um, .wodurch
die Zerkleinerung erreicht wird. Gerät unzerkleinerbares Material, beispielsweise
eine Masse .dicht gepackter Blöcke, ein Baggerzahn oder ein ähnlicher Fremdkörper,
in den Brechraum, so wird der Brecher blockiert werden. Jetzt können die Heber 20
benutzt werden, um die Federn 7 und 7 a zusamenzudrücken, das Brechringlager 5 und
damit den Brechring 10 anzuheben, so daß -das störende Material nach unten
durchfallen oder nach oben entfernt werden kann.
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Wird außerordentlich hartes Material gebrochen, wird der Verschleiß
der Brechpanzerungen .sehr groß und häufiges Nachstellen notwendig sein. Ein solches
Nachstellen ist möglich, wenn die Sperrmutter 12 durch Aufwärtsbewegung der hydraulischen
Heber 20 :in die Freigabestellung bewegt wurde.
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In F i g. 4 ist ein anderes Ausführungsbeispiel zur Entlastung schematisch
dargestellt. Der Rahmen und der Flansch sind weggelassen. Es ist jedoch ein Bolzen
60 dargestellt, der nach oben durch den Boden des unteren Federgruppengegenlagers
6 verläuft, durch das Brechringlager 5 tritt und oben mit einem Hebelsystem verbunden
ist, wie in F ä g. 2 @dargestellt. Der Bolzen 60 entspricht dem Federbolzen
15 in F i g. 2 insofern, als er ebenfalls einen Bund 61 besitzt, der in eine entsprechend
geformte Ausnehmung im Boden des Brechringlagers 5 paßt und insofern als eine obere
Verlängerung 62 vorhanden ist, die mit : einem beliebigen Hebelsystem verbunden
ist, um eine Kraft auf die Sperrmutter 12 :auszuüben, ähnlich wie in F .i g. 2 gezeigt.
Der Bolzen 60 besitzt eine Bodenplatte oder ein Gegenlager 63, die wesentlich unter
der Platte 6 liegt. Der Bolzen 60 läuft durch eine ; Bohrung 64, die in der Platte
6 zentral oder so angeordnet ist, daß sie auf der Hauptachse des kombinierten Federdruckes
der gesamten Federgruppe liegt. Eine weitere Feder 65 liegt unter dem Federgruppengegenlager
6 und stützt sich .gegen ,dieses ; Lager und die Bodenplatte 63 des Bolzens 60 ab.
Durch .die Feder 65 wird normalerweise der Bolzen 60 derart nach unten gedrückt,
daß durch ein Hel5elsystem, beispielsweise das in F i g. 2 gezeigte, ein Hinreichender
Schließdruck gegen :die Sperrmutter 12 f der F i g. 2 ausgeübt wird. Wenn jedoch
Nachstallung oder Freigabe :erwünscht ist, wird dem Heber 66 hydraulischer Druck
zugeführt und drückt den Arbeitskolben 67 nach oben gegen die Bodenplatte 63 des
Bolzens 60. Der Kolben 67 drückt .den Bolzen 60 und Platte 63 nach oben, und die
erste Berührung findet mit einem nach unten verlaufenden Anschlag oder Anschlägen
68 unter der Platte 6 statt. Dieser Hub reicht .aus, um ,den Bolzen 60 weit genug
anzuheben, um die Sperrmutter 12 oder deren Äquivalent freizugeben. Der Brechring
10 kann sodann nachgestellt werden. Wenn jedoch das hydraulische System so betätigt
wird, daß die Heber 67 den großen Aufwärtsweg bewirken, findet der zweite Kontakt
zwischen -dem Bund 61 und dem Breohringl.ager 5 statt, und die Federn 7 werden vollständig
oder im wesentlichen vollständig zusammengedrückt. In F i g. 4 sind die Federn 7
nicht eingezeichnet, um die Darstellung klarer zu machen. Sie ,sind jedoch vorhanden,
und zwar .genau wie in F i g. 2 stützen sie sich einerseits gegen das Gegenlager
6, andererseits gegen die Ansätze 4 des Flansches 3 ab.
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Die Ausführungsform nach F i g. 4 hat bestimmte Vorteile Beispielsweise
ist der Druck jedes Hebers gegen den Druck der gesamten Federgruppe .ausgeglichen,
mit der er zusammenarbeitet. Es kann eine Anzahl von Hebern um den Hauptrahmen verteilt
angeordnet sein, wobei für jede der Federgruppen oder jede der ausgewählten Federgruppen
ein Heber vorhanden sein kann. In .einigen Fällen, beispielsweise bei Brechern für
schwerste Belastung, kann es vorteilhaft sein, für jede Federgruppe einen Heber
und einen Bolzen 60 -anzuordnen. In ,den meisten Fällen jedoch wird dies nicht notwendig
sein.
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Die Erfindung kann mit gleichen Vorteilen bei Brechern verwendet werden,
bei denen die Federn gleichmäßig in einer Reihe um das Äußere des Hauptrahmens verteilt
sind. Während die Hebzr20 so dargestellt sind, daß ,sie unterhalb des Hauptflansches
3 sitzen und infolgedessen auch unterhalb des Brechringlagers 5, können sie auch
an anderer erwünschter oder zweckmäßiger Stelle angeordnet sein. Weiterhin wird
es zwar im Sinne der Erfindung als vorteilhaft angesehen, die Hubkräfte auf das
Brechringlager 5 durch den Bund 15 a der Federbolzen 15 auszuüben. Es soll jedoch
die Anordnung nicht auf dieses spezielle Merkmal beschränkt sein.
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Weiterhin ist es vorteilhaft, daß die Federbolzen 15 bzw. 60 zunächst
so arbeiten, daß sie den Brechring zur Nachstellung freigeben und bei einem weiteren
Hubweg dazu dienen, den Brechring anzuheben. Es kann jedoch auch das System getrennt
werden, und einzelne .d-er Elemente können die Freigabe zum Nachstellen bewifken,
während -andere Elemente die Freigabe -des Brechringes selbst veranlassen.
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Der erfindungsgemäße Brecher arbeitet wie folgt; Normalerweise dienen
die Federn dazu, das Brechringlager 5 nach unten gegen den Flansch 3 des Außengehäuserahmens
zu pressen und gestatten das notwendige Nachgeben der Anordnung, um Brüche zu vermeiden
und zu ermöglichen, daß gelegentliche übermäßige Beschickungen durchlaufen. Wenn
jedoch eine Nachstellung erwünscht ist, wird durch Bewegung des Hebels 25 in Richtung
25 a
sofort die Sperrmutter 12 freigegeben. Hierdurch wird eine Relativbewegung
:des Brechringes 10 gegen das Brechringlager 5 ermöglicht. Wenn der Brechkegel in
der richtigen Richtung umläuft, wird das sofortige Resultat einer derartigen Freigabe
der Sperrmutter 12 sein, daß sich .der Brechring auf Grund :der Bewegung des Brechkegels
und .des zwischen Kegel und Ring zusammengedrückten Materials in Richtung,des Drehsinnes
des Brechkegels bewegt. Ist dies nicht der Fall, kann auf sonstige Weise verstellt
werden.
Sobald die gewünschte Nachstellung erreicht ist, werden die hydraulischen Heber
20 durch Zurückstellen des Hebels 25 in die neutrale Stellung außer Betrieb ,gesetzt,
und die Federn 7 a üben ihren normalen Schließdruck auf den Hebel 16 gegen
die Sperrmutter 12 aus. Wenn gewünscht, können noch zusätzliche Verschlußmittel
Verwendung finden, wie Verbindungsglieder oder Verbindungen zwischen dem Brechring
10 und dem Brechringlagei 5. Derartige Mittel sind jedoch nicht dargestellt.