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Regelvorrichtung für volumetrische Dosiervorrichtungen Die Erfindung
betrifft eine Regelvorrichtung für eine volumetrisch dosierte und mittels einer
nachgeordneten Wägevorrichtung überprüfte Gutsmenge an volumetrischen Dosiervorrichtungen
zum Konstanthalten des Gewichtes der in Behälter abgefüllten Mengen, wobei die von
der Wägevorrichtung festgestellten tZber- bzw. Untergewichte der gefüllten Behälter
durch ein in zwei Richtungen beeinflußbares, aus zwei elektromagnetisch betätigbaren
Klinkenschrittschaltwerken bestehendes Zählwerk getrennt sunnnierbar sind und nach
Erreichen einer vorwählbaren Grenzsumme selbsttätig eine korrigierende Verstellung
des Dosiervolumens der Dosiervorrichtung durch einen hiervon über Kontakte betätigten
Stellmotor vornehmen.
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Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art wirken die von der Waage
entsprechend einem Ober- bzw.
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Untergewicht abgegebenen positiven bzw. negativen Impulse über Klinken
auf ein einziges Zählwerk ein, welches bei jedem positiven oder negativen Zählschritt
infolge - der kraftschlüssigen Verbindung mit der Dosiervorrichtung eine Verstellung
der Dosiert vorrichtung auslöst. Damit läßt sich eine Sunamlerung der von der Wägevorrichtung
abgegebenen Plus-oder Minusimpulse unter Beachtung des Vorzeichens getrennt und
eine Verstellung der Dosiervorrichtung erst dann, wenn diese Summe eine vorbestimmte,
vorwählbare Größe zum Positiven oder Negativen erreicht hat, nicht durchführen.
Auch ist es nicht möglich, die immer wieder erforderliche Rückstellung der betreffenden
Schaltwelle mittels eines einzigen Impulses durchzuführen, unabhängig davon, wie
groß die jeweilige Abweichung von der Nullstellung ist.
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Bei einer anderen Vorrichtung der oben aufgeführten Gattung werden
die von der Waage abgegebenen positiven oder negativen Impulse entsprechend einem
Über- bzw. Untergewicht in zwei Zählwerken entsprechend ihrem Vorzeichen gespeichert.
Beim Erreichen einer voreinstellbaren Summe entweder von der positiven oder negativen
Seite her, wobei diese aus der vorzeichengerechten Zusammenfassung der beiden in
den Zählwerken anstehenden Snrnrnen gebildet wird, erfolgt dann eine entsprechende
Vergrößerung oder Verkleinerung des Dosiervolumens.
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Die Nachteile dieser bekannten Vorrichtungen sind im wesentlichen
darin zu sehen, daß im ersten Fall bereits jeder »Ausreißer« eine Korrektur veranlaßt,
während im zweiten Fall zwar zunächst eine Summierung erfolgt, welche diese unnötigen
Korrekturen vermeidet, jedoch erfolgt auch hierbei die Summierung durch eine die
beiden Zählwerk verbindende
Welle, wodurch bei einem positiven Fehlimpuls von der
Waage das die negativen Impulse summierende Zählwerk ebenfalls in einem positiven
Sinne verstellt wird. Damit läßt sich eine getrennte Summierung der von der Wägevorrichtung
abgegebenen Plus- oder Minusimpulse unter Beachtung ihrer Vorzeichen auch nicht
durchführen, ganz ungeachtet dessen, daß eine beginnende Abweichung vom Sollgewicht
schon von der Korrektur her nicht erkennbar ist und mit der Nullstellung die vorher
in den Zählwerken summierten Impulse gelöscht werden, wodurch eine Tendenz zum Über-
bzw. Untergewicht erst relativ spät erkennbar ist und nicht gleich zu einer vollständigen
Korrektur führt.
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Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die obengenannten
Nachteile zu vermeiden und die betreffende Regelvorrichtung so auszubilden, daß
bei einem einfachen Aufbau eine wesentliche Steigerung der Leistung der Dosiervorrichtung
erfolgt.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Regelvorrichtung der oben gekennzeichneten
Art so ausgebildet, daß erfindungsgemäß von den Klinkenschrittschaltwerken über
ein Differentialgetriebe mit einer hiermit verbundenen Ausgangstriebwelle ein Kontaktfinger
verstellbar ist, welcher über innerhalb des Schwenkbereiches des Kontaktflngers
voreinstellbare Kontakte den Verstellmotor einschaltet. In Weiterbildung der Erfindung
ist diese Regelvorrichtung dann noch dahingehend ausgebildet, daß der Kontakttlnger
in seine Nullage mittels eines von einem Elektromagneten betätigbaren Kipphebels,
welcher auf eine auf der Ausgangstriebwelle befestigte Herzkurve einwirkt, durch
einen einzigen Impuls rückstellbar ist.
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Auf diese Weise ist es möglich, bei einfachem und gegen Störungen
betriebssidherem Aufbau eine erhebliche Leistungssteigerung zu erreichen, da lediglich
ein
einziger Impuls nötig ist, um die genannten Rückstellungen der Schaltwelle durchzuführen,
unabhängig von der Größe der jeweiligen Abweichung von der Nullstellung.
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Der Schutz der Erfindung soll sich lediglich auf die in den Ansprüchen
gekennzeichneten, vorstehend nochmals besonders hervorgehobenen Merkmale beziehen.
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Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen an zwei Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Regelvorrichtung in Verbindung mit einer elektrischen
Waage und einer Schneckendosiermaschine und F i g. 2 eine Regelvorrichtung in Verbindung
mit einer Bandwaage und einer Tellerdosiermaschine.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 werden die Füllgutmengen
mittels einer an sich bekannten, regelbaren Schneckendosiermaschine 1 abgemessen
und in die mittels des Förderrades 2 einer Verpakkungsmaschine zugeführten Packungen
3 eingefüllt.
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Die gefüllten Packungen 3 gelangen beim anschließenden Schaltschritt
des Förderrades 2 auf die Waagschale4 einer elektromechanischen Kontrollwaage 5
an sich bekannter Art, die auf ein Sollgewicht voreinstellbar ist und die bei Packungen
mit Über- oder Untergewicht jeweils einen positiven bzw. negativen elektrischen
Impuls abgibt.
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Die in einem Verstärker 6 verstärkten Impulse werden je nach ihrer
Polarität einer Spule 7 für Untergewicht oder einer Spule8 für Ubergewicht zugeleitet.
-Beim Erregen einer der beiden Spulen 7 bzw. 8 schaltet diese mit ihrem Anker 9
bzw. 10 und einer Klinke 11 bzw. 12 ein Klinkenradl3 bzw. 14 um einen Zahn weiter.
Die beiden Klinkenräder 13 und 14 stehen mit einem Differentialgetriebe 15 in Verbindung,
womit dessen mit einem Kontaktfinger 16 versehene Ausgangstri'ebwelle 17 beim Ansprechen
der Spule 7 entgegen dem Uhrzeigersinn und beim Ansprechen der Spule 8 im Uhrzeigersinn
um einen vorbestimmten Drehwinkel gedreht wird. In einem vorwählbaren, einem oder
mehreren Schaltschritten entsprechenden Abstand von der Nullstellung des Kontaktfingers
16 sind nach beiden Seiten hin Kontaktel8, 19 angeordnet, die einmal in den Stromkreisen
eines -handelsüblichen Wendeschützen 20 für einen Verstellmotor21 liegen und zum
anderen im Stromkreis eines Zeitrelais 22.
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Das Zeitrelais 22 ist so ausgelegt, daß es bei Kontaktschluß eines
der beiden Kontakte 18 oder 19 zwei Kontakte 23, 24 über eine vorbestimmte, einstellbare
Zeitspanne schließt. Einer dieser Kontakte, d. h. der mit 23 bezeichnete, liegt
in den Stromkreisen der beiden Relaisspulen 28, 29 des Wendeschützen 20 und bewirkt,
daß bei Kontaktschluß einer der beiden Kontakte 18 oder 19 durch den Kontaktfinger
16 jeweils der Stromkreis der zugeordneten Relaisspulen 28, 29 über die eingestellte
Zeitspanne geschlossen bleibt und den Verstellmotor 21 während dieser Zeit einschaltet.
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Der zweite Relaiskontakt 24 liegt im Stromkreis eines Elektromagneten25,
welcher bei seiner Erregung die Rückstellung des Kontaktfingers 16 betätigt.
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Zu diesem Zweck sitzt auf der den Finger 16 tragenden Ausgangstriebwelle
17 eine Herzkurve 27, auf der ein mit dem Anker des Elektromagneten 25 verbundener
Kipphebel 26 aufliegt.
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Diese Steuerung bewirkt, daß bei jedem durch den Kontakttinger 16
gegebenen Impuls die Verstellung
der DQsiervorrichtung um einen stets gleichen Betrag
erfolgt, der von der Größe der vom Zeitrelais 22 eingestellten Zeitspanne abhängig
ist. Sind größere Verstellungen der Dosiermaschine erforderlich, beispielsweise
bei plötzlichen stärkeren Abweichungen im spezifischen Gewicht des Füllguts, was
unter anderem eintreten kann, wenn auf einen anderen Vorratssilo umgeschaltet wird,
so erfolgt die Korrektur in mehreren Stufen, d. h., der Kontaktfinger 16 wird immer
wieder nach der voreingestellten Anzahl von Fehlgewichtswiegungen einen Steuerimpuls
abgeben, so lange, bis das Sollgewicht erreicht ist. Im allgemeinen wird jedoch
schon eine Korrekturschaltung ausreichen, um wieder das Sollgewicht herzustellen.
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Für die Summierung der von unter- oder übergewichtigen Packungen
herrührenden negativen oder positiven Impulse können gegebenenfalls auch handelsübliche
Schrittschaltwerke anderer Art als das beschriebene Verwendung finden.
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Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 veranschaulicht die beschriebene
Regelvorrichtung in Verbindung mit einer kontinuierlich umlaufenden, an sich bekannten
Tellerdosiermaschine 40. Eine gewichtsmäßige Überprüfung der gefüllten Packungen
3 geschieht hier während deren Förderung über eine kontinuierlich umlaufende Bandwaage
41 bekannter Art. Die durch über- oder untergewichtige Packungen 3 erzeugten positiven
oder negativen Impulse werden in der bereits beschriebenen Weise über einen Verstärker,
ein Schrittschaltwerk, ein Zeitrelais und ein Wendeschütz geleitet. Diese Teile
sind durch ein Rechteck 42 in Fig. 2 dargestellt. Die Verstellung der Dosierkammern43
wird über den Verstellmotor 21 und das Schneckengetriebe 30 vorgenommen.
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In Verbindung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann außerdem
an- Verpackungsmaschinen eine von der Waage gesteuerte Vorrichtung zum Auswerfen
von sogenannten »Ausreißern« vorgesehen werden, deren Gewicht vom Sollgewicht über
das zulässige Maß hinaus abweicht.
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Anstatt der im vorliegenden Beispiel verwendeten Gleichgewichts-
oder Federwaage kann selbstverständlich auch jede andere geeignete Meßeinrichtung
verwendet werden, mittels der eine Gewichtsbestimmung möglich ist. Es seien hier
beispielsweise Dichtemeßeinrichtungen mit Isotopen, Druckmeßeinrichtungen od. dgl.
erwähnt.