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Vorrichtung für das Anschlußfeld eines in einem. Gehäuse, insbesondere
einem Schrankgestell angeordneten Nachrichtengeräts Die Erfindung bezieht sich auf
eine Vorrichtung für das Anschlußfeld eines in einem Gehäuse, insbesondere einem
Schrankgestell angeordneten Nachrichtengeräts, bei dem eine große Anzahl von Leitungsverbindungen
in dem Anschlußfeld angeordnet ist, das Profilschienen enthält, die Aussparungen
zur Aufnahme der einzelnen Leitungsverbindungen haben.
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Vor allem bei größeren Nachrichtengeräten, wie Richtfunk-Sende- und
Empfangsgeräten, sowie bei Geräten der Trägerfrequenztechnik werden die hochfrequenzseitigen
Anschlüsse in einem sogenannten Anschh @ßfeld zusammengefaßt. Dieses besteht bei
den bisher bekannten Ausführungsformen aus einer vorzugsweise auf der Oberseite
des Gestellschrankes angeordneten Platte, die eine den Anschlüssen ent= sprechende
Anzahl von Durchbrechungen aufweist, in die die Anschlüsse in Form von Steckverbindungen
oder Schraubverbindungen eingeschraubt werden. An diese Leitungsverbindungen können
dann die äußeren Leitungen angeschaltet werden. Wenn bei dieser Bauweise viele dieser
Leitungsverbindungen vorgesehen sind, muß ein relativ großer Abstand zwischen den
einzelnen Verbindungen freigelassen werden, damit gegebenenfalls die eine oder die
andere Verbindung nachträglich noch zugänglich ist. Es wird demzufolge vor allem
bei halbtiefen Schrankgestellen oft schwierig, die benötigte Anzahl von Leitungsverbindungen
auf einer Schrankseite unterzubringen. Eine ähnliche Problematik tritt auch- bei
in einem Gehäuse .angeordneten elektrischen Nachrichtengeräten auf, wenn viele Anschlüsse
in einem Anschlußfeld zusammengefaßt werden sollen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Anschlußfeld hinsichtlich
der für eine vorgegebene Anzahl von Leitungsverbindungen benötigten Fläche günstiger
zu gestalten, oder mit anderen Worten, einen Weg aufzuzeigen, der es ermöglicht,
auf einer vorgegebenen Fläche mehr Leitungsanschlüsse unterzubringen als bisher.
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Ausgehend von einem in einem Gehäuse, insbesondere einem Schrankgestell,
angeordneten Nachrichtengerät, bei dem eine große Anzahl von Leitungsverbindungen
in einem Anschlußfeld angeordnet ist, das Profilschienen enthält, die Aussparungen
zur Aufnahme der einzelnen- Leitungsverbindungen haben, wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
in der Weise gelöst, daß vorzugsweise auf der Oberseite des Gehäuses bzw. Gestells
wenigstens ein Träger mit U-Profil vorgesehen ist, der im Mittelstück des U-Profils
mit einer länglichen Aussparung '"ersehen ist, und daß die Leitungsverbindungen
in dieser länglichen Aussparung verschiebbar eingesetzt sind.
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Durch die deutsche Auslegeschrift 1065 502 ist eine innerhalb gewisser
Grenzen beliebigen Forderungen anpaßbare Steckverbindung in einem Anschlußfeld bekannt.
Wesentlich für die dort gezeigte Konstruktion ist jedoch, daß beispielsweise bei
Auswechslung der Steckereinheit das gesamte Steckerfeld gelöst und dann das Steckerpaar
entsprechend behandelt werden muß. Es werden also viele Leitungen notwendig unterbrochen,
nur um ein Leitungspaar für Manipulationen zu erreichen. Beim. Erfindungsgegenstand
ist die Problemstellung: wesentlich verschieden; denn es soll ein Anschlußfeld eine
große Anzahl von Einzelleitungen umfassen, und es soll eine beliebige dieser Einzelleitungen
ohne Ruftrennung anderer Leitungen manipulierbar sein: Ein U-Profil mit einer länglichen
Aussparung zu verseben und Klemmen in diese Aussparung einzusetzen, ist an sich
bekannt, und zwar durch die deutsche Patentschrift 910181 und die deutsche Auslegeschrift
1030 419. Dabei handelt es sich aber nicht um Aussparungen. im Sinne des Erfindungsgegenstandes;
denn von den Aussparungen dient jeweils eine nur für eine Leitungsverbindung. Damit
ist die Verschiebbarkeit, auf die es beim Erfindungsgegenstand ankommt, nicht gegeben.
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Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
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Die F i g. 1 zeigt in Vorderansicht ein Schrankgestell der Nachrichtentechnik,
an dessen Oberseite eine Vielzahl von zu einem Bündel vereinigten Leitungen 1 zu
dem Anschlußfeld 2 geführt sind.
Das Schrankgestell ist üblicher
Bauart und beispielsweise durch Türen 3, 4 verschlössen.
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In der F i g. 2 ist das Anschlußfeld von oben gezeichnet, wobei fünf
Träger aus U-Profil nebeneinander in der aus der F i g. 3 ersichtlichen Weise angeordnet
sind. Die F i g. 3 stellt dabei einen Schnitt durch das Anschlußfeld längs der Linie
A-B in der F i g. 2 dar. In der länglichen Ausspartmg jeder U-Schiene sind eng nebeneinander
die einzelnen Leitungsverbindungen gleitend gelagert, und jede Verbindung kann z.
B. in der in der F i g. 3 gezeigten eise mit einer entsprechenden Verbindung des
äußeren Anschlußleitungsbündels 1 verbunden sein. Die länglichen Aussparungen in
den U-Schienen 5; 6, 7, 8, 9 sind mit 10,11,12,13 und 14 bezeichnet. Sie sind so
weit mit Leitungsverbindungen gefüllt, daß beim Zusammenschieben aller Verbindungen
innerhalb einer Aussparung, z. B. in der Aussparung 12, eine Leitungsverbindung
so weit abgesondert werden kann, daß sie bequem zugänglich ist. Die einzelnen Leitungsverbindungen
schwimmen also sozusagen in der jeweils zugehörigen länglichen Öffnung. Die U-Schienen
haben im einzelnen die in der F i g. 4 gezeigte Form, d. h. am Ende besitzen sie
je einen Quersteg, der eine Schrauböffnung zur Befestigung auf der Oberseite des
Schrankgestells mittels Schrauben hat. Die zugehörige Verbindung ist mit den üblichen
Montageteilen (z. B. einem Gewindering oder einer Nutenmutter 17 in der F i g. 5)
drehsicher im Formloch des aus zwei- gleichen Teilen 15, 15' bestehenden, wegen
eventueller Hochfrequenzstörungen vorzugsweise aus Isolierstoff gefertigten Führungsteil
befestigt, das durch zwei seitliche Nuten gleichfalls drehsicher in der länglichen
Aussparurig 18 des U-Profilträgers gelagert ist. Diese Nuten sind in axialer Erstreckung
etwas länger als die Stärke des U-Profils an der entsprechenden Stelle. Weiterhin
ist der Abstand der Führungsnuten etwas geringer als die Breite der länglichen Öffnung
in der Profilschiene 7, so daß die Leitungsverbindung, die an einem Ende in die
flexible Anschlußleitung 16 in das Gestell ausläuft, im geforderten Maße in der
Längsnut hin und her geschoben werden kann. Die drehsichere Ausbildung beim Ausführungsbeispiel
hat den Vorteil, daß ein Verdrehen der Leitung beim Anschließen einer Schraubverbindung
verhindert ist, so daß ein gesondertes Festhalten. entfällt. Es empfiehlt sich vor
allem, das Führungsteil 15 als Träger einer Markierung der Leitung vorzusehen. Das
kann beispielsweise durch Beschriftung mit der zugehörigen Leitungsnummer erfolgen.
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Die erfindungsgemäße Ausbildung des Anschlußfeldes gestattet, die
einzelnen Profilschienen fast vollständig mit eng aneinanderliegenden Leitungsverbindungen
auszurüsten. Es muß nur so viel Platz gelassen werden, daß durch Verschieben der
einzelnen Verbindungen für eine derselben genügend Raum in der Umgebung frei gemacht
werden kann, z. B. die im Schnitt in der F i g. 2 dargestellte Verbindung, damit
die erforderlichen Handgriffe an dieser vorgenommen werden können. Diese Handgriffe
können beispielsweise zum Anschließen der äußeren Anschlußleitung 1 mit ihrer zugehörigen
Steckverbindung 17 erforderlich sein oder auch für das Austauschen der Leitungsverbindung
18 mit ihrem Anschlußkabel16 gegen eine andere derartige Einheit.
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An Stelle des U-Profilträgers kann auch eine hinreichend steif ausgebildete
andere Trägerform mit einer oder mehreren länglichen Aussparungen vorgesehen werden,
z. B. eitle hinreichend starke Metallplatte. Auch kann das U-Profil z. B. aus zwei
Winkelprofilen bestehen, die entsprechend zueinander angeordnet sind.