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Bedienungsvorrichtung für ein Aufzeichnungs-und/oder Wiedergabegerät
für bandförmige Aufzeichnungsträger mit mehreren Betriebsarten Die Erfindung bezieht
sich auf eine Bedienungsvorrichtung für ein Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegerät
für bandförmige Aufzeichnungsträger mit mehreren Betriebsarten, wie z. B. Lauf des
Aufzeichnungsträgers mit verschiedener Abtastgeschwindigkeit unter wahlweiser Schaltung
der Verstärkeranordnung auf Aufnahme oder Wiedergabe, schneller Lauf des Aufzeichnungsträgers
in beiden Richtungen zum Zweck des Umspulens u. dgl. m. Um die jeweilige Betriebsart
herbeizuführen, ist immer eine Verstellung beweglicher Geräteteile notwendig, es
müssen beispielsweise Andruckrollen, Zwischenräder, Kupplungen, Bremsen usw. zur
Wirkung gebracht werden oder es sind vielpolige Schalter umzuschalten. Für die Schaltung
der verschiedenen Betriebsarten ordnet man oft für jede Betriebsart ein eigenes
Bedienungsorgan an, einen Hebel, eine Taste, einen Schalter od. dgl., durch dessen
Betätigung die Übertragung der Verstellkräfte auf die zu verstellenden Geräteteile
direkt oder über Übertragungsglieder erfolgt. Die für die Verstellung benötigten
Verstellkräfte sind häufig sehr groß, auch kann der Verstellweg nicht beliebig klein
gemacht werden. Als Folge davon wird zur Schaltung der Betriebsarten meist sehr
viel Energie benötigt.
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Bei den bisher bekanntgewordenen Geräten wird dieser Energiebedarf
auf zweierlei Art geliefert. Entweder muß die Energie bei Betätigung des Schaltorgans
von der bedienendexr Hand an demselben aufgebracht werden oder man verstellt die
beweglichen Geräteteile mit Hilfe von Elektromagneten, die Energie wird dann vom
Magnetfeld bzw. der den Elektromagneten speisenden Stromquelle geliefert. Da man
den Verstellweg der Bedienungsorgane nicht beliebig groß machen kann, erfordert
ihre Betätigung von Hand aus die Anwendung größer Kräfte, was nicht nur für den
Bedienenden unangenehm ist, sondern auch eine robuste und daher aufwendige Ausbildung
der Bedienungsorgane erforderlich macht. Bei elektromagnetischer Verstellung ist
das Schaltorgan zwar ein mit wenig Kraftaufwand zu bedienender Schalter, die Elektromagneten
müssen jedoch sehr kräftig sein, sie sind daher entsprechend teuer und der Aufwand
bei der elektromagnetischen Schaltung mehrerer Betriebsarten ist, da man für jede
Betriebsart einen eigenen Elektromagneten benötigt, sehr groß.
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Die gegenständliche Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Gerät
mit mehreren Betriebsarten zu schaffen, bei dem zur Ein- und Ausschaltung jeder
Betriebsart ein eigenes Bedienungsorgan vorgesehen ist, durch dessen Betätigung
direkt oder über übertragungsglieder eine zur Herbeiführung der jeweiligen Betriebsart
erforderliche Verstellung beweglicher Geräteteile erfolgt, bei welchem jedoch die
den einzelnen Betriebsarten zugeordneten Bedienungsorgane mit geringem Kraftaufwand
geschaltet werden können und der Aufwand im Gerät dabei dennoch auf einem Minimum
gehalten ist.
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Bei Schreibmaschinen ist es bereits bekannt, die Letternhebel beim
Anschlagen der zugehörigen Taste mittels des Ankers eines allen Letternhebeln zugeordneten
Elektromagneten in Bewegung zu setzen: Dazu wirkt jede Taste mit je einem nach zwei
Richtungen beweglich gelagerten Hebel zusammen, der durch eine Feder m einer Ruhelage
gehalten ist. Bei Betätigung der Taste wird der Hebel aus der Ruhelage herausgeschwenkt,
wodurch er beim Anziehen des Ankers von demselben erfaßt werden kann und, so verschoben
wird, daß er den Letternhebel in Bewegung
setzt. Damit der Elektromagnet
beim Anschlagen der Tasten erregt wird; sind im Stromkreis desselben Arbeitskontakte
vorgesehen, die von den Tasten beim Anschlagen geschlossen werden.
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Erfindungsgemäß ist den zu verstellenden Geräteteilen mindestens zweier
Brtriebsarten - ein gemeinsamer Schalthebel, zugeordnet, welcher in an sich bekannter
Weise nach zwei Richtungen beweglich gelagert und in der einen Richtung aus einer
durch eine Feder bestimmten Ruhelage heraus zur Auswahl einer Betriebsart mittels
des Bedienungsorgans für diese Betriebsart, in der anderen Richtung zur Verstellung
der Geräteteile mittels des Ankers eines als Kraftquelle vorgesehenen, durch Betätigen
eines jeden der Bedienungsorgane einschaltbaren Elektromagneten bewegbar ist, und
ist dieser gemeinsame Schalthebel zum Schalten-. einer der Betriebsarten durch bloßes
Bewegen mittels des Ankers des Elektromagneten aus der Ruhelage heraus mit den für
diese Betriebsart zu verstellenden-Geräteteilen kuppelbar und steht zur Auswahl
einer anderen als der erstgenannten Betriebsart über eine durch Anziehen des Ankers
lösbare Klinke mit dem Bedienungsorgan in Verbindung.
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Die Vorteile, die sich mit einer derartigen Ausbildung eines Gerätes
ergeben, nämlich bequemste Bedienung bei der Schaltung der Betriebsarten und geringster
Aufwand- beim Aufbau des Gerätes, sind augenscheinlich. Es zeigte sich jedoch, daß
die Vorteile der Erfindung noch viel weiter reichen. Man ist nämlich bei der konstruktiven
Ausbildung des Erfindungsgedankens durchaus nicht an bestimmte Details gebunden,
sondern hat in diesen Details weitgehend freie Hand. Das macht sich besonders vorteilhaft
bemerkbar; wenn @es sich darum handelt, fernbediente Geräte oder vollautomatische
Geräte aufzubauen, Geräte, bei denen die Schaltung verschiedener Betriebsarten in
festgelegter Reihenfolge automatisch abläuft, wenn einmal die erste Betriebsart
eingeschaltet ist, z. B. automatisches Umschalten von Vorlauf auf Rücklauf.
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In der Zeichnung ist in der F i g. 1 in teilweise schematisierter
Darstellung in Draufsicht ein Magnettongerät dargestellt, bei welchem zur Schaltung
zweier Betriebsarten, nämlich Vorlauf mit normaler Geschwindigkeit und Rücklauf
des Bandes, wobei eine automatische Umschaltung von Bandvorlauf auf Bandrücklauf
mögli'ch-ist,_ein verschiebbar und verschwenkbar gelagerter Schalthebel vorgesehen
ist. Eine Schaltanordnung für automatisches Umschalten ist aus F i g. 2 zu ersehen.
Die F i g. 3 zeigt in vergrößertem Maßstab einen Schalthebel mit etwas veränderter
Ausbildung,- der in einer Anordnung nach F i g. 1 für die Schaltung von drei Betriebsarten
verwendet werden kann.
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Beim Gerät gemäß F i g. 1 treibt ein Motor über ein Ritzel 1 und Peesen
2 und 3 die Schwungmasse 4 mit der Antriebswelle 5 für den Aufzeichnungsträger und
ein Zwischenrad 6 zum Antrieb des Rades 7 für den Teller der Vorratsspule dauernd
an. Das Antriebsrad 8 für den Teller der Aufwickelspule wird über ein. Zwischenrad
9 von einem durch eine Stufe der Schwungmasse 4 gebildeten Antriebsrad 10 angetrieben.
Das Zwischenrad 9 wird von zwei Scheiben gebildet, die unter Zwischenlage eines
Reibbelages federnd aneinander gepreßt sind. Die eine Scheibe wirkt am Antriebsrad
8, die andere am Antriebsrad 10. Der Antrieb des Rades 8 erfolgt also über eine
Rutschkupplung. Eine Andruckrolle, welche den Aufzeichnungsträger beim Vorlauf mit
normaler Geschwindigkeit mit der Antriebswelle 5 in Kontakt hält, ist mit 11 bezeichnet.
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Als Bedienungsorgane für die Schaltung der Betriebsarten sind Tasten
vorgesehen. Die Taste 12 dient für die Schaltung des Vorlaufes mit normaler Geschwindigkeit
und Wiedergabe, die Taste 13 zur Schaltung des Rücklaufes, und die Taste 47 zur
Umschaltung des Verstärkers auf Aufnahme. Mit 48 ist eine Schnellstopptaste
bezeichnet. Die Tasten, mit Ausnahme der Taste 48, rasten in einer durch die strichlierte
Linie 15 angedeuteten gemeinsamen Halteschiene ein. In bekannter Weise löst eine
Taste beim Betätigen bereits eingerastete Tasten wieder aus; die Stopptaste 14 wirkt
über die Halteschiene 15, ohne einzurasten,- nur auslösend auf die Tasten.
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Die Verstellung der Geräteteile, die zur Herbeiführung der beiden
Betriebsarten »Vorlauf des Bandes mit normaler Geschwindigkeit« und »Rücklauf des
Bandes« erforderlich * ist, erfolgt mittels des Schalthebels 16. Er wird durch eine
Platte gebildet, die am Anker 17 eines Elektromagneten 18 aasgelenkt und somit verschiebbar
und verschwenkbar gelagert ist.
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Für die Schaltung des Bandvorlaufes mit normaler Geschwindigkeit sind
die Andruckrolle 11 und das Zwischenrad 9 zu verstellen, für die Schaltung des Bandrücklaufes
das Zwischenrad 6. In beiden Fällen sind auch an den Antriebsrädern 7 und 8 vorgesehene
Bremsen zu lüften. Die zum Lüften der Bremsen vorgesehenen Stangen 30 und 31, die
an einem um den Zapfen 32 schwenkbaren Winkelhebel 33 gelenkig befestigt sind, sind
nur angedeutet.
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Die Verstellung der Andruckrolle 11 und des Zwischenrades 9 durch
den Schalthebel 16 nimmt ihren Ausgang von einem Stift 34, die Verstellung des Zwischenrades
6 von einem Stift 35, die beide in eine Öffnung 39 der Platte 16 hineinragen. Zur
übertragung einer Bewegung der Stifte 34 und 35 auf die zu verstellenden Geräteteile
sind sie an dem einen Schenkel je eines Winkelhebels 36 bzw. 37 befestigt, die um
den Zapfen 38 schwenkbar sind. Das andere Ende ist beim Hebel 36 über eine Stange
40 mit dem Hebel 41 mit der Andruckrolle 11 und dem Hebel 42 verbunden, der den
Schieber 43 mit dem Zwischenrad 9 betätigt. Beim Hebel 37 ist das andere Ende mit
einem Hebel 44 in Verbindung, welcher das Zwischenrad 6 trägt. Über diese Übertragungsglieder
bringt eine Verschiebung des Stiftes 34 nach links die Andruckrolle 11 und das Antriebsrad
8 in Funktion, eine Linksverschiebung des Stiftes 34 bewirkt den Antrieb des Rades
7. Die öffnung 39 ist nun so gestaltet; daß je nachdem, welche Schwenklage der Schalthebel
16 hat, bei dessen Verschieben nach links durch Anziehen des Ankers 17 des Magneten
18 entweder nur der Stift 34 oder nur der Stift 35 mitgenommen wird, also entweder
der Vorlauf oder der Rücklauf des Aufzeichnungsträgers eingeschaltet wird. Da die
Bremsen 30, 31 bei beiden Betriebsarten gelüftet werden müssen, ist der Hebel
33 mit dem Schalthebel 16 direkt in Verbindung gebracht und zwar an
der Lagerstelle für das Verschwenken.
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Als Energiequelle, welche die beim Verstellen der Geräteteile zu leistende
Arbeit deckt, dient der Elektromagnet 18. Sobald der Arbeitskontakt 45, der in Serie
mit der Stromquelle 46 im Stromkreis des Magneten 18 liegt, geschlossen wird, folgt
der Schalt-
Nebel 16 unter Längsverschiebung der Bewegung des Ankers
17 und überträgt dabei die Verstellkräfte auf die zu verstellenden Geräteteile.
Der Kontakt 45 ist so angeordnet, daß er sowohl beim Betätigen der Taste 12 als
auch der Taste 13 geschlossen wird. Selbstverständlich können an seine Stelle zwei
parallele Kontakte treten, von denen je einer einer Taste zugeordnet ist.
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Um die gerade eingeschaltete Betriebsart zu beenden, ist lediglich
die in der Halteschiene 15 eingerastete Taste durch Betätigen der _Stopptaste 14
auszulösen.
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Mit der Taste 12 zur Einschaltung des Vorlaufes mit normaler Geschwindigeit
steht der Schalthebel 16 über eine Klinkenanordnung in Verbindung, die beim Anziehen
des Ankers 17 ausgelöst wird. Im Schalthebel 16 ist eine etwa quadratische Öffnung
51 vorgesehen, in die ein Stift 52 eingreift, der auf einem mit einer Feder 53 versehenen
Hebel 54, der seinerseits an einem Hebel 55 angelenkt ist, angebracht ist. Der Schalthebel
16 ist durch eine Feder 56 in die Ruhelage gezogen, - welche dem Bandrücklauf entspricht.
Dabei liegt der Stift 52 an der unteren und rechten Kante der Öffnung 51 an. Er
kann also, wenn am Hebel 54 gezogen wird, den Schalthebel 16 unter Verschwenkung
desselben mitnehmen und wird seinerseits vom Schalthebel 16 mitgenommen,
wenn der Anker 17 vom Magnet 18 angezogen wird. Der Hebel 57, der beim Betätigen
der Taste 12 über die Stange 26 in Richtung des Pfeiles 28 geschwenkt wird, trägt
einen Haken 58, mit dem ein am Hebel 54 angebrachter weiterer Stift 59 erfaßt wird.
Somit wird beim Betätigen der Taste 12 der Schalthebel 16 verschwenkt und nachfolgend
in seiner Längsrichtung verschoben. Dabei wird aber der Stift 59 aus dem Haken 58
ausgeklinkt. Das hat den Effekt, daß der Schalthebel 16 nunmehr unabhängig von der
momentanen gedrückten Stellung der Taste 12 frei beweglich ist. Mittels einer am
Haken 58 angebrachten Schrägfläche klinkt sich derselbe beim Auslösen der Taste
12 wieder in den Stift 59 ein, so daß die Taste wieder für ein neuerliches Einschalten
bereit ist.
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Dabei ist dafür gesorgt, daß sich der Stift 34 und der Schalthebel
16 nach Aufhören der Verschiebebewegung ebenfalls in einer Art Klinke halten,
indem in der Öffnung 39 an der Stelle, wo sie mit ihrer Kante beim Linksverschieben
des Schalthebels 16 den Stift 34 erfaßt, eine entsprechende Ausbuchtung vorgesehen
ist. Natürlich muß nun auch eine Auslösemöglichkeit vorgesehen werden. Beim dargestellten
Beispiel erfolgt das Lösen dieser Verbindung immer dann, wenn der Magnet 18 stromlos
wird, also z. B. beim Auslösen der. in der Halteschiene 15 eingerasteten Taste 12
durch Betätigung der Stopptaste 14.
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Vom Hebel 55 ist über einen an demselben angebrachten Ansatz
60 eine lösbare Verbindung zum Hebel 33 geschaffen, durch dessen Verschwenken die
Bremsen 30, 31 gelüftet werden.
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Es ist ein besonderer Vorteil der dargestellten Anordnung, daß zum
Einschalten des Rücklaufes keinerlei mechanische Verbindung zwischen dem Bedienungsorgan
für den Rücklauf, der Taste 13 und dem Schalthebel 16 notwendig ist. Zur
Einschaltung des Rücklaufes genügt es, daß der Kontakt 45 durch Betätigen der Taste
13 geschlossen wird.
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Da die durch die Feder 56 bestimmte Ruhelage des Schalthebels 16 einer
der beiden im Betrieb einzunehmenden Schwenklagen entspricht, nämlich der Schwenklage
für Bandrücklauf, kann man das Gerät auch in der Richtung weiterbilden, daß eine
eigene Taste für die Einschaltung des Rücklaufes überhaupt unnötig ist, daß also
nur eine Taste zum Einschalten des Gerätes vorhanden ist, nach deren Betätigung
der Tonträger bis zu einer mit einer Markierung versehenen Stelle vorläuft, worauf
automatisch der Rücklauf eingeschaltet wird, der dann durch Auslösen der einen Taste
mit Hilfe der Stopptaste beendet wird. Dazu dient die im Stromkreisschema der F
i g. 1 mit 50 bezeichnete Einrichtung, welche mittels einer am Aufzeichnungsträger
angebrachten Markierung betätigt wird und den Stromkreis für kurze Zeit unterbricht.
In ihrer einfachsten Form besteht sie -aus zwei parallelgeschalteten, in Richtung
des Tonträgerlaufes jedoch hintereinander angeordneten, Folgekontakten, von denen
der erste, ein Ruhekontakt, zuerst durch eine -am Tonträger angebrachte Markierung;
z. B. eine Verdickung, geöffnet und anschließend der zweite, ein Arbeitskontakt,
geschlossen wird. Da bei einer Stromunterbrechung der Schalthebel 16 unter
der Wirkung der Feder 56 in die für den Rücklauf benötigte Schwenklage zurückgeht,
setzt beim Wiedereinschalten des Stromes nach der kurzzeitigen Unterbrechung sofort
der Rücklauf ein. Die Kontakte, die beim Darübergleiten der Markierung ihre Schaltlage
gewechselt haben, werden nun von der Markierung in umgekehrter Richtung überfahren.
Daß dabei der Strom abermals unterbrochen wird, stört an sich nicht, weil dabei
eine Änderung der Schwenklage des Schalthebels 16 nicht erfolgt. Es bereitet unter
Umständen Schwierigkeiten, die ganze Anordnung so abzustimmen, daß die Markierung
die Kontakte beim Rücklauf vollkommen überfährt, da sonst der Rück= lauf stecken
bleibt. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, diesbezüglich Abhilfe zu schaffen.
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Das Schema für eine Anordnung, bei welcher als -Markierung der Übergang
eines lichtundurchlässigen Magnettonbandes in ein lichtdurchlässiges -Nachspannband
verwendet wird, ist in der F i g. 2 dargestellt. Der Elektromagnet 18 liegt im Arbeitsstromkreis
eines bistabilen Multivibrators, der mit Hilfe von zwei Transistoren 61 und 62 aufgebaut
ist. Selbstverständlich können auch andere Verstärkerelemente Verwendung finden.
Ist der Transistor 61 leitend, so ist der Transistor 62 nichtleitend und umgekehrt.
Die Basisspannung des ersten Transistors 61 wird über einen Spannungsteiler eingestellt,
der aus dem lichtempfindlichen Widerstand 63, aus einem RC-Glied, bestehend aus
der Parallelschaltung eines Kondensators 64 mit einem hochohmigen Widerstand 65,
und aus einem konstanten Widerstand 66 gebildet ist. Mit 67 ist das lichtundurchlässige
Magnetband, mit 68 ein lichtdurchlässiges Nachspannband bezeichnet. Eine dauernd
eingeschaltete Lichtquelle 69 ist so angeordnet, daß das Magnetband 67 bzw. das
Nachspannband 68 zwischen ihr und dem Widerstand 63 vorbeilaufen. Die Werte der
Widerstände im Spannungsteiler sind so gewählt, daß der erste Transistor 61 nichtleitend
ist, solange der Widerstand 63 hochohmig ist, solange also die Lichtquelle durch
das Magnetband abgedeckt ist. Das ist sowohl beim Vorlauf als auch beim Rücklauf
des Tonträgers der Fall. Der Transistor 62 ist während dieser Zeit leitend, der
Magnet 18 vom Strom durchflossen, falls der Kontakt 45 geschlossen ist, der von
der Taste 12 geschaltet wird. Kommt am Ende des Vorlaufes; dessen Richtung durch
den Pfeil 70 angedeutet ist,
das durchsichtige Nachspannband
68 vor den Widerstand 63 zu liegen, so wird dieser niederohmig. Durch den Stromstoß
über den Kondensator 64 wird das Potential an der Basis des Transistors 61 momentan
derartig verändert, daß der Multivibrator umkippt und der Transistor 62 nichtleitend
und der Magnet 18 stromlos wird. Der Schalthebel 16 geht unter der Wirkung der Feder
56 in die Schwenklage für Rücklauf. Diese Potentialverteilung bleibt aber nicht
lange aufrecht, da die Ladung des Kondensators 64 über den Widerstand 65 abgebaut
wird. Dann ist im wesentlichen nur mehr der Widerstandswert des Widerstandes 65
für die Potentialverteilung maßgebend und trotz der Belichtung des Widerstandes
63 wird der Transistor 61 wieder nichtleitend und der Multivibrator kippt in die
Ausgangslage zurück. Der Magnet 18 erhält wieder Strom und der Rücklauf beginnt.
Kommt dann wieder das undurchsichtige Magnetband 67 vor die Lichtquelle 69 zu liegen
und wird der Widerstand 63 hochohmig, so ändert dies nichts am Schaltzustand. `
In der F i g. 3 ist ein Schalthebel 16 dargestellt, bei welchem drei Übertragungsglieder
71, 72 und 73 für die Verstellung beweglicher Teile, z. B. für die Schaltung des
Vorlaufes mit normaler Geschwindigkeit, eines Schnellvorlaufes und eines Rücklaufes,
mit ihren Stiften 74, 75 und 76 in die Öffnung 39 ragen. Die . Verschwenkung für
den Vorlauf mit normaler Geschwindigkeit und den schnellen Vorlauf erfolgt mit Hilfe
von Tasten über Zugstangen 77 und 78, die an am Schalthebel 16 angebrachten
Haken 79 und 80 angreifen. Die Beträge, .um- welche die Haken 79 und 80 dabei nach
vorne gezogen werden, angedeutet durch die strichlierten Lagen 79' und 80', sind
verschieden groß gewählt und zwar entsprechend der Ausbildung der rechten Kante
der Öffnung 39, die beim Verschieben des Schalthebels 16 nach links durch
Anziehen des Ankers 17 an den Stiften 74, 75 und 76 zur Wirkung kommt. Diese Kante
ist so geformt, daß sie je nach der Schwenklage des Schalthebels 16 nur auf einen
der Stifte wirken kann. In der gezeichneten, durch die Feder 56 bestimmten Lage
wirkt sie mit Hilfe der Ausbuchtung 81 a, die nur eine geringe Tiefe aufweist, auf
den Stift 76 (Rücklauf). Die Stifte 74: und 75 haben dabei in zweien von den tieferen
Ausbuchtungen 82 freien Bewegungsraum. Ist der Schalthebel 16 durch Betätigung der
Stange 77 maximal verschwenkt, so kommt der Stift 74 vor die weniger tiefe- Ausbuchtung
81 b zu liegen, die Stifte 75 und 76 haben wieder in tieferen Ausbuchtungen
82 freien Spielraum (Vorlauf mit normaler Geschwindigkeit). Wird der Schalthebel
16 mittels der Stange 73 in die mittlere Schwenklage gebracht, so kommt der Stift
75 in der Ausbuchtung 81 c zur Wirkung und die Stifte 74 und 76 haben in den tieferen
Ausbuchtungen 82 freie Bewegungsmöglichkeit (schneller Vorlauf).
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Es bedarf wohl keiner besonderen Darstellung, daß die Funktion des
Schalthebels 16, wie sie in den F i g. 1, 2 und 3 erläutert ist, nicht an das Vorhandensein
einer Öffnung 39, in welche an den übertragungsgliedern der beweglichen Geräteteile
angebrachte Stifte eingreifen, gebunden ist. Es lassen sich die Übertragungsglieder
immer so anordnen, daß am Schalthebel 16 angebrachte Mitnehmen beim Verschwenken
diesen Übertragungselementen gegenüber eine derartige Lage einnehmen, daß beim Linksverschieben
des Schalthebels 16 nur gerade das übertragungsglied beeinflußt wird, das zur Schaltung
der gewählten Betriebsart notwendig ist.
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Es ist auch ohne weiteres deutlich, daß man beim Schalthebel
16 das Verschieben und Verschwenken insofern vertauschen kann, daß durch
eine Verschiebebewegung die Auswahl der Betriebsart getroffen wird, und daß bei
der nachfolgenden Verschwenkbewegung . des Schalthebels die Verstellung der Geräteteile
erfolgt.
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Die Schnellstopptastenanordnung, die im Gerät gemäß F i g. 1 vorgesehen
ist, arbeitet folgendermaßen. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, ist die Schnellstopptaste
48 über eine Schaltstange 83, die am Ende mit einem Längsschlitz 84 versehen ist,
mit einem Stift 85 des Schalthebels 16 in Verbindung. Beim Betätigen -der Taste
48 verschiebt sich diese Schalt-Stange 83 in Richtung des Pfeiles 86. Dabei wird
der Ruhekontakt 49 geöffnet. War der Vorlauf mit normaler Geschwindigkeit eingeschaltet,
dann war der Schalthebel 16 verschwenkt. Der Stift 34, welcher der Schaltung der
Andruckrolle 11 dient, liegt infolge der Verschiebung des Schalthebels 16 nach links
in der oberen Ausbuchtung der Öffnung 39. Wird die Schnellstopptaste gedrückt, so
geht der Schalthebel 16 nach rechts zurück, der Stift 34 kann folgen, die Andruckrolle
11 hebt sich von der Antriebswelle 5 ab und das Band steht momentan still, da über
den Hebel 33 auch die Bremsen 30, 31 betätigt werden. Durch die Schaltstange 83
bleibt jedoch der Schalthebel 16 in seiner Schwenkläge gehalten, so daß beim Wiederschließen
des Stromkreises beim Loslassen der Schnellstopptaste 48 durch den Kontakt 49 die
unterbrochene Betriebsart, im gegenständlichen Fall Vorlauf mit normaler Geschwindigkeit,
wieder eingeschaltet wird.