DE2900197C2 - Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse - Google Patents
Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische VerschlüsseInfo
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Description
a) es ist ein Permanentmagnet (3) vorhanden,
b) gegenüber der einen Polseite des Permanentmagneten (3) ist eine Wippe (7) drehbar
gelagert, die mit dem Permanentmagneten (3) in magnetischem Schluß steht, und von der
mindestens ein Ende unmittelbar oder mittelbar mit den Lamellen (10; 21; 22; 29; 30) bzw.
Schiebern des fotografischen Verschlusses in getrieblicher Verbindung steht,
c) beidseitig des Permanentmagneten (3) sind Elektrornagnete (5; 6) angeordnet, deren
Polung durch entgegengesetzten Wickelsinn der Spulen einander entgegengesetzt ist,
d) in stromlosem Zustand der Elektromagnete (5; 6) liegt die Wippe (7) stets mit einem ihrer Arme
an einem der Kerne der Elektromagnete (5; 6) an,
e) der Permanentmagnet (J) und die beiden Elektromagnete (5; 6) sind auf einer gemeinsamen,
magnetisch leitenden Grundplatte (2) montiert, so daß über den am Kern eines der
beiden Elektromagnete (5; 6) anliegenden Wippenai m der Kreis der magnetischen Feldlinien
des Permanevitmagi:_-ten (3) geschlossen
ist,
f) die Elektromagnete (5; i) sind mit einer
elektrischen Schaltung verbunden, durch welche die Spulen der Elektromagnete (5; 6) an
Spannung legbar sind.
2. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen
Steuerschaltungen für die Elektromagnete (5; 6) monostabile Kippstufen (35; 36) enthalten, deren
Zeitkonstanten die Dauer der Stromimpulse bestimmen.
3. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Einlamellen-Verschluß,
dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende der Wippe (7) mit einer einzelnen Lamelle (10)
getrieblich verbunden ist.
4. Elektromagnetisches Antriebssystem nach den Ansprüchen 1,2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
mechanische Mittel (13 — 20) vorgesehen sind, welche die Wippe (7) bei Betätigung des Verschlußauslösers
in die Kipplage überführen, die der Cffen-Stellung des Verschlusses entspricht.
5. Elektromagnetisches Antriebssystem nach den Ansprüchen 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wippe (7) eine fest verbundene federnde Klinke (13) mit abgewinkelter Schrägfläche (13a,)besitzt und ein
federbelasteter Auslöseschieber (15) vorgesehen ist, der eine eigene Schrägfläche (15a; besitzt, die bei
Freigabe des Auslöseschiebers (15) auf die Schrägfläche (13a; der federnden Klinke (13) trifft und
dadurch die Wippe (7) in ihre andere Endlage kippt.
6. Elektromagnetisches Antriebssystem nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
beim Spannvorgang der Auslöseschieber (15) mit
seiner Schrägfläche (15a; unter Anhebung der mit
der Wippe (7) verbundenen federnden Klinke (13) unter der Schrägfläche (13a; dieser Klinke (13)
hindurchgleitet.
7. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Zweilamellen-Verschluß,
dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende der Wippe (7) mit zwei Lamellen (21; 22)
getrieblich verbunden ist.
8. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Zweilamellen-Verschluß,
dadurch gekennzeichnet, daß mit jedem Ende der Wippe je eine Lamelle getrieblich
verbunden ist.
9. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Mehrlamellenverschluß,
dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende der Wippe mit dem beweglichen Lamellenring des
Verschlusses getrieblich verbunden ist.
10. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Mehrlamellen-Verschluß,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
a) es sind zwei elektromagnetische Antriebssysteme (1) vorhanden,
b) bei jedem dir beiden Antriebssysteme (1) ist
jedes Ende der Wippe (7) mit je einer Lamelle (29 bzw. 30) getrieblich verbunden, die jeweils
ein Lamellenpaar bilden und die beide gemeinsam die Lichtdurchtrittsöffnung (27) des Verschlusses
wechselweise entweder abdecken oder freigeben,
c) mit den Spulen der Elektromagnete (5; 6) ist eine einen /?C-Kreis enthaltende elektronische
Schaltung verbunden, die neben direkten Ausgängen (35; 40) einen von dem RC-Kre'is
gesteuerten Ausgang (36) besitzt, und die bei Auslösebetätigung sofort die Spulen desjenigen
Antriebssystems bestromt, üessen Lamellenpaar die Lichtdurchtrittsöffnung (27) abdeckt,
und die nach Ablauf der vom /?C-Kreis bestimmten Belichtungszeit die Spulen desjenigen
Antriebssystems bestromt, dessen Larnellenpaar bisher die Lichtdurchtrittsöffnung (27)
freigab,
d) zwischen den Elektromagneten (5; 6) der Antriebssysteme (1) und der elektronischen
Schaltung iit ein Umschalter (41) eingebaut, der mit dem Filmtransportmechanismus getrieblich
verbunden ist, und bei jedem Filmtransport von seiner einen Endlage in seine andere Endlage
geschaltet wird und dabei die zwei Elekiromagnete (5; 6) der beiden Antriebssysteme (1)
abwechselnd mit dem Ausgang der Steuerschaltung (35) und mit dem WC-Kreis-gesteuerten
Ausgang der Steuerschaltung (36) verbindet.
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches System für den Antrieb der Lamellen, Schieber und dgl.
in den Verschlüssen fotografischer Aufnahmegeräte, vorzugsweise in fotografischen Kameras.
Es ist bei fotografischen Kameras bereits seit langem bekannt, die Verschlußlamellen bzw. die Verschlußschieber
durch einen Elektromagneten zu betätigen. So
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ist ζ, B, aus der DE-OS 25 32 563 ein Antriebssystem für
Verschlüsse bekannt geworden, bei dem auf Lamellen Permanentmagnete angeordnet sind, die sich zwischen
den Kernen eines oder zweier Elektromagnete hin- und herbewegen und in Ruhestellung an den Kernen
anliegen. Die DE-AS 12 33 714 zeigt einen Verschluß, bei dem dieser Permanentmagnet auf dem Lamellenring
eines Zentralverschlusses angeordnet ist. Es ist aber in der genannten DE-OS auch eine Ausführung gezeigt,
bei der ein bewegliches Teil aus Weicheisen zwischen zwei Endlagen hin- und herbewegbar mit Anlagemöglichkeit
an einen Kern eines Elektromagneten angeordnet ist und dessen Magnetisierung über einen Luftspalt
zum Weicheisenteil erfolgt.
Dieser Vorrichtung liegt jedoch die Aufgabe zugrunde, eine bessere Steuerbarkeit der Bewegungen zur
Vermeidung von Prellerscheinungen bei schweren Teilen des Verschlusses durch Abbremsen mit geeignet
gesteuerten elektromagnetischen Feldern unter Inkaufnahme einer Verlängerung der Bewegungsdauer zu
erreichen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Massen der bewegten Teile möglichst
gering zu halten, um kurze Verschlußzeiten zu ermöglichen.
Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe durch ein elektromagnetisches Antriebssystem gelöst, das durch
folgende Merkmale gekennzeichnet ist:
a) Es ist ein Permanentmagnet vorhanden.
b) Gegenüber der einen Polseite des Permanentmagneten ist eine Wippe drehbar gelagert, die mit
dem Permanentmagneten in magnetischem Schluß steht, und von der mindestens ein Ende unmittelbar
oder mittelbar mit den Lamellen bzw. Schiebern des fotografischen Verschlusses in getrieblicher
Verbindung steht
c) Beidseitig des Permanentmagneten sind Elektromagnete angeordnet, deren Polung durch entgegengesetzten
Wickelsinn der Spulen einander entgegengesetzt ist.
d) Im stromlosen Zustand der Elektromagnete liegt die Wippe stets mit einem ihrer Arme an einem der
Kerne der Elektromagnete an.
e) Der Permanentmagnet und die beiden Elektromagnete sind auf einer gemeinsamen, magnetisch
leitenden Grundplatte montiert, so daß über den am Kern einer der beiden Elektromagnete
anliegenden Wippenarm der Kreis der magnetischen Feldlinien des Permanentmagneten geschlossen
ist.
f) Die Elektromagnete sind mit einer elektrischen Schaltung verbunden, durch welche die Spulen der
Elektromagnete an Spannung legbar sind.
Mit einem derartigen elektromagnetischen Antriebssystem lassen sich in einfacher Weise sehr viel kürzere
Belichtungszeiten erzielen, bis hinunter zu '/2000 s und noch sehr viel kürzer, als dies mit den Aniriebssystemen
nach dem Stand der Technik möglich ist.
Der Grund hierfür liegt darin, daß bei der gewählten Wippenkonstruktion, bei der die Wippe selbst den einen
Pol eines Permanentmagneten darstellt, bei Impulsgabe auf die Elektromagnete auf der einen Seite Abstoßungskräfte
und auf der anderen Seite gleichzeitig Anziehungskräfte auf die Wippe einwirken. Diese Kräfte
ergänzen sich in idea'rr Weise zu einer konstant wirkenden Drehkraft, denn in dem Maße, in dem auf der
einen Seite die Abstoßungskräfte geringer werden, weil durch das Kippen der Wippe der Luftspalt zwischen
dem Kern des einen Elektromagneten und dem Wippen-Ende größer wird, wird auf der anderen Seite
die Anziehungskraft größer, weil dort bei der Kippbewegung der Luftspalt ständig kleiner wird bis er Null ist,
d. h. bis dieses Wippen-Ende auf dem Kern des anderen Elektromagneten aufliegt
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Antriebssystems liegt darin, daß auch dann, wenn kein Strom durch die Spulen der Elektromagnete fließt, die Wippe sicher in ihrer einen Endlage gehalten wird, weil der Fluß der magnetischen Feldlinien des Permanentmagneten über den Kern des Elektromagneten, an dem die Wippe gerade anliegt geschlossen ist. Strom wird daher durch die Elektromagneie nur in dem kurzen Moment verbraucht, in dem die Wippe ihre Kippbewegung ausführt. Es handelt sich somit um ein besonders stromsparendes Antriebssystem.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Antriebssystems liegt darin, daß auch dann, wenn kein Strom durch die Spulen der Elektromagnete fließt, die Wippe sicher in ihrer einen Endlage gehalten wird, weil der Fluß der magnetischen Feldlinien des Permanentmagneten über den Kern des Elektromagneten, an dem die Wippe gerade anliegt geschlossen ist. Strom wird daher durch die Elektromagneie nur in dem kurzen Moment verbraucht, in dem die Wippe ihre Kippbewegung ausführt. Es handelt sich somit um ein besonders stromsparendes Antriebssystem.
Es wäre jedoch denkbar, in einer verschlechterten Ausführungsform auf den Pern .iientmagnete.n zu
verzichten und mit dem in der Wippe verbleibenden Restmagnetismus zu arbeiten.
Dieses erfindungsgemäße Antriebssystem läßt sich nun in verschiedenen Verwendungsformen zur Betätigung
(!-2r Lamellen eines fotografischen Verschlusses
verwenden. Zum Beispiel kann man mit einem Ende der Wippe getrieblich eine einzelne Lamelle verbinden, die
die Lichtdurchtrittsöffnung des Objektives entweder verdeckt oder freigibt. Dabei kann sowohl die Kippung
der Wippe in die Offen-Stellung des Verschlusses als auch in dessen Geschlossen-Stellung durch elektromagnetischen
Antrieb bewirkt werden. Es kann aber auch — zur weiteren Stromersparnis — die Kippbewegung
der Wippe in die Offen-Stellung rein mechanisch bewirkt werden und lediglich die Kippung in die
Geschlossen-Stellung elektromagnetisch herbeigeführt werden.
In einer anderen Verwendungsform kann n«an mit
dem einen Ende der Wippe auch zwei Lamellen verbinden, die die Lichtdurchtrittsöffnung des Objektivs
gemeinsam entweder abdecken oder freigeben.. Mit einem solchen Verschluß lassen sich im pulsierenden
Betrieb Frequenzen bis zu 400 Hz erreichen. Dieser Verschluß wäre daher auch bei J ,aufbildkameras
anwendbar und könnte dazu dienen, den Lichistrom durch Einstellung einer kürzeren Belichtungszeit zu
beschneiden, statt durch eine extra Blende.
In einer weiteren Verwendungsform kann man mit dem einen Ende der Wippe auch den beweglichen
Lamellenring eine: Mehrlamellenverschlusses verbinden und somit die mehreren Lamellen des Zentralverschlusses
mit diesem Antriebssystem bewegen.
Bei ail diesen Verwendungsformen läßt sich gegebenenfalls,
wie vorstehend schon beschrieben, die Kippung in die Offen-Stellung auch jeweils durch rein mechanische
Mittel bewirken.
Insbesondere wird jedoch eine Verwendungsform vorgeschlagen, bei welcher sowohl zwei der erfindungsgemäßen
Antriebssysteme als auch zwei Lamellenpaare, vorzugsweise bestehend aus je zwei einzelnen Lamellen,
vorgesehen sind. Dazu tritt noch ein Umschalter zum Umpolen der Elektromagnete.
Bei dieser Verwendungsform führt jedes Lamellen-
hj paar bei einer Belichtung s^ine Bewegung jeweils nur in
einer Richtung aus. Das heißt, das eine Lamellenpaar gibt zu Beginn der Belichtung die Lichtdurchtrittsöffnung
frei, und das andere Lamellenpaar schließt diese
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öffnung wieder nach Ablauf der Belichtungszeit. Bei der
nächsten Belichtung gibt dasjenige Lamellenpaar die öffnung frei, das sie vorher verschlossen hatte usw.
Dabei ist es wesentlich, daß bei der Belichtung weder
eine Umkehr der Bewegungsrichtung der Lamellen ■,
stattfindet noch eine Aufz.ugsphase erforderlich ist. Dieser f'unktionsablauf der Lamellen trägt erheblich
dazu bei. die kurzen, mit dem erfindungsgemäßen Antriebssystem erreichbaren Belichtungszeiten im Verschluß
auch tatsächlich zu realisieren. Verschlüsse mit einem derartigen Funktionsablauf der Lamellen sind
allerdings an sich bekannt, z. B. aus der DE-AS 23 58 929.
In den Zeichnungen ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen und Verwendungsformen darge- \<,
stellt. Es zeigt
F i g. I das erfindungsgemäße Antriebssystem in Verbindung mit einem elektromagnetisch auslösbaren
Einlamellenverschluß in Geschlossen-Stellung.
F i g. 2 den Verschluß der F i g. I in Ofren-Stellung,
Fig. 3 schematisch die gegensinnig gewickelten Spulen der Elektromagnete,
Fig. 4 das erfindungsgemäße Antriebssystem in Verbindung mit einem mechanisch auslösbaren Einlamellen-Verschluß
vor Verschlußablauf in Geschlossen- -,=,
Stellung.
F i g. 5 den Verschluß der F i g. 4 in Offen-Stellung.
Fig. 6 den Verschluß der Fig. 4 nach Verschlußablauf
in Geschlossen-Stellung,
Fig. 7 schematisch die Rückführung des Auslöse- (f)
Schiebers in seine Spannstellung.
Fig. 8 das erfindungsgemäße Antriebssystem in Verbindung mit einem elektromagnetisch auslösbaren
Zweilamellen-Verschluß in Geschlossen-Stellung,
F i g. 9 den Verschluß der F i g. 8 in Offen-Stellung, ^
Fig. IO das erfindungsgemäße Antriebssystem in Verbindung mit einem Mehrlamellenverschluß in dessen
Geschlossen-Stellung,
F i g. 11 den Verschluß der Fig. 10 in Offen-Stellung.
Fig. 12 schematisch zwei erfindungsgemäße Anmebssys'.eme
in Verbindung mit je einem Lamellenpaar, die beide gegenläufig arbeiten, mit den Wippen in
einer ersten Endlage,
Fig. 13 schematisch den Verschluß der Fig. 12 mit
den Wippen in der anderen Endlage. 4-,
Fig. 14 einen Schnitt durch den Verschluß der Fi g. 12 entlang der Linie A-B.
F i g. 1 5 einen Schnitt durch F i g. 13 entlang der Linie
IK.
Fig. 16 einen Schnitt entlang der Linie E-F der -,.
Fig. 14 mit den Lamellen in geöffneter Stellung.
Fig. 17 einen Schnitt entlang der Linie E-F der
Fig. i4 mit den Lamellen in geschlossener Stellung.
Fig. 18 einen Schnitt entlang der Linie G-H der Fig. I4 mit den Lamellen in geöffneter Stellung.
Fig. 19 einen Schnitt entlang der Linie C-H der
F i g. 14 mit den Lamellen in geschlossener Stellung.
F ι g. 20 schematisch das Schaltbild eines elektronischen Steuerkreises zum Ansteuern der 'ier Eiektromagnete
eines Verschlusses gemäß den Fig. 12 — 19.
in Fig. 1 ist das gesamte Antriebssystem, das sich
innerhalb des gestachelt gezeichneten Vierecks befindet, mit 1 bezeichnet Dieses Antriebssystem besieht aus
einer Grundplatte Z auf der in der Mitte ein Permanentmagnet 3 aufgesetzt ist. Letzterer wird auf
der Grundplatte mitteis eines Bügels 4 gehalten. Die Grundplatte 2 besteh· aus einem magnetisierbaren
Werkstoff, der Bügel 4 dagegen aus einem mchtmagnetisierbaren
Werkstoff.
Zu beiden Seiten des Permanentmagneten 3 ist auf der Grundplatte 2 je ein Elektromagne! 5 und 6
aufgesetzt, deren beiden Spulen in entgegengesetztem Sinne gewickelt sind. Die Wicklung der Spulen und
deren Schallung ist in F i g. 3 gezeigt. Hieraus ist erkennbar, daß die Spulen einander parallel geschaltet
sind. Es ist jedoch auch durchaus möglich, die Spulen hintereinander zu schalten, allerdings erhält dann jede
Spule nur die Hälfte der Versorgungsspannting.
Auf der oberen Seite ist eine Wippe 7 angeordnet, die
sich über beide Eleklromagnete 5 und 6 und den Permanentmagneten 3 erstreckt, und die gegenüber
dem Permanentmagneten drehbar gelagert ist. Zu diesem Zweck sind am Bügel 4 Lappen 4a nach oben
abgewinkelt, und die Wippe 7 ist mit einem von ihr ebenfalls abgewinkelten Lappen Ta um einen in den
Lappen 4a gelagerten Stift 8 kippbar.
In ihrem mittleren Lagerteil ist die Wippe 7 u-förmig
durchgekröpft und steht mit diesem durchgekröpften U-Bogen in einem derart geringen Abstand von dem
oberen Pol des Permanentmagneten, daß zwischen diesem und der Wippe ein magnetischer Schluß besteht
und der Luftspalt nur eben so breit ist, daß ein Kippen der Wippe in ihre beiden Endlagen möglich ist.
In jeder dieser beiden Endlagen liegt die Wippe 7 mit
einem ihrer Arme am Kern entweder des einen oder des anderen Elektromagneten 5 oder 6 an. F i g. I zeigt die
Ruhestellung des Antriebssystems, und in dieser liegt die Wippe 7 am Kern des Elektromagneten 5 an. Da die
Elektromagnete aber mit ihrem Kern auf der magnetisch leitenden Grundplatte 2 fest montiert sind, die
ihrerseits fest mit dem anderen Pol des Permanentmagneten 3 verbunden ist, besteht in der Ruhestellung ein
geschlossenes magnetisches Kraftlinienfeld über den Elektromagneten 5. das die Wippe 7 auch dann in
Anlage am Kern dieses Elektromagneten hält, wenn in den Spulen gar kein Strom fließt.
Wenn nun an die Elektromagnete Spannung gelegt wird und durch die Spulen ein Strom fließt, der ein
Magnetfeld aufbaut, dessen Polung im Elektromagnet 5 umgekehrt zu derjenigen des Permanentmagneten und
im Elektromagnet 6 gleich derjenigen des Permanentmagneten ist. so wird, ausgehend von der Fig. 1. die
Wippe im Uhrzeigersinn gekippt. Dies geschieht, weil durch den Elektromagneten 5 Abstoßungskräfte und
durch den Elektromagneten 6 Anziehungskräfte auf die Wippe 7 einwirken. Diese Kräfte sind in ihrer Stärke
abhängig von der Größe des Luftspaltes zwischen dem jeweiligen Kern und der Wippe. Beim Elektromagneten
5 ist der Luftspalt zunächst gleich Null, daher sind die Abstoßungskräfte anfangs stark und werden mit
Verbreiterung des Luftspaltes geringer. Umgekehrt ist beim Elektromagneten 6 der Luftspalt zunächst groß, so
daß die Anziehungskräfte zunächst gering sind. Der Luftspalt wird jedoch in dem Maße kieiner. in dem die
Wippe im Uhrzeigersinn kippt. Folglich werden die Anziehungskräfie größer, bis sie dann ein Maximurr
erreichen, wenn die Wippe am Kern des Elektromagneten 6 anliegt und dort der Luftspalt gleich Null ist. Die
Abstoßungs- und Anziehungskräfte ergänzen sich daher komplementär zu einem etwa konstanten Drehmoment,
das auf die Wippe einwirkt.
In den F i g. 1 und 2 ist der Nordpol des Permanentmagneten 3 als oben liegend eingezeichnet. Dies ist
jedoch keineswegs zwingend, sondern ist nur beispielsweise zu verstehen.
Ebenso gut könnte der Südpol oben liegen. Es müßte
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dann nur clic Poking der Spulen der Elektromagnetc
entsprechend geändert werden.
Ausgehend von der Darstellung in I' i g. I ist es somit möglich, durch eine Inipulsgabe auf die Spulen der
Kicktromagnctc in dem in Fig. 1 gezeigten Sinne die
Wippe im Uhrzeigersinn zu kippen und sie in die in Fig. 2 gezeigte Stellung zu bringen. In dieser Fndlage
bleibt /S Wippe auch dann, wenn die Spannung von den
Elektromagneten wieder abgeschaltet wird. Und zwar geschieht dies, weil auch in dieser Fndlage ein
geschlossenes Feld magnetischer Kraftlinien besteht, das vom Permanentmagneten nunmehr über den Kern
des Elektromagneten 6 und die Wippe verläuft. Um die Wippe wieder in die andere Endlage zu kippen bedarf es
eines erneuten Impulses, allerdings mit umgekehrter Polung, als sie in F i g. 3 dargestellt ist.
Ein derartiges Antriebssystem läßt sich nun in den verschiedensten Ausführungsformen zum Antrieb eines
Vpr«rhlii«p<; in fotografischen Geräten, vorzugsweise in
fotografischen Aufnahmekameras, verwenden.
In den Fig. I und 2 ist bereits im getrieblichen Zusammenhang mit dem Antriebssystem 1 schematisch
ein Einlamellen-Verschluß gezeigt. Der eine Arm 7bder Wippe ist verlängert und abgewinkelt und greift mit
einem Stift 9 in ein Langloch lO.i einer Lamelle 10. die
um einen ortsfesten Stift 11 schwenkbar ist und die Lichtdurchtrittsöffnung 12 eines nicht weiter dargestellten
Objektivs abdeckt oder freigibt.
In F i g. 1 ist der Verschluß in seiner Geschlossen-Stelking
gezeigt. Nach Impulsgabe kippt die Wippe 7 in ihre ander Endlage, wodurch über den verlängerten Arm Tb
und den Stift 9 die Lamelle 10 in ihre die Lichtdurchtrittsöffnung freigebende Stellung geschwenkt
wird. Dies ist in F i g. 2 gezeigt. Nach erneuter Impulsgabe mit umgekehrter Polung wird die Lamelle
10 wieder in ihre andere Endlage zurückgeschwenkt, so daß der Verschluß wieder geschlossen ist.
Bei den meisten Verwendungsformen des erfundenen Antriebssystems kann man übrigens die erste Impulsgabe
einsparen und die Wippe rein mechanisch aus der Gesclilossen-Stellung des Verschlusses in dessen Offen-Stellung
kippen. Es wird dann lediglich eine einzige Impulsgabe zur Schließung des Verschlusses benötigt.
Dieser Impuls kann in an sich bekannter Weise z. B. von einer elektrischen Schaltung mit /?C-Kreis geliefert
werden, der synchron mit der öffnung des Verschlusses
in Tätigkeit gesetzt wird.
Eine solche Verwendungsform ist in den F i g. 4 — 7 im Zusammenhang mit dem vorstehend beschriebenen
Einlamellen-Verschluß gezeigt.
Zu diesem Zweck ist auf dem verlängerten Arm Tb
der Wippe 7 eine federnde Klinke 13 mit abgewinkelter Schrägfläche 13a einseitig befestigt, z. B. bei 14
aufgenietet. Mit ihr wirkt ein Ausiöseschieber 15 zusammen, der auf Stiften 16 und Langlöchern 17
gleitend geführt wird und der Zugkraft einer Feder 18 unterliegt.
In seiner Spannstellung wird der Auslöseschieber 15
durch eine Halteklinke 19 gehalten (Fig.4). die bei Verschlußauslösung durch einen nicht weiter dargestellten
Auslöser gegen die Kraft einer Feder 20 in Pfeilrichtung A aus dem Eingriff mit dem Auslöseschieber
gezogen wird.
Der Auslöseschieber 15 besitzt seibst eine abgewinkelte
schräge Fläche 15a. die bei Freigabe des Ausiöseschiebers durch die Haiteklinke 19 und Bewegung
des Auslöseschiebers in Pfeilrichtung B gegen die Schrägfläche 13a trifft und die Wippe 7 rein mechanisch
in ihre in F i g. 5 gezeigte Endlage drückt, in welcher die
Lamelle 10 die Lichtdurchtrittsöffnung 12 freigibt (Offen-Stcllung).
Nach erfolgter Impulsgabe kippt die Wippe 7 dann zurück in ihre Ausgangsstellung, wie in F i g. 6 gezeigt, in
der der Verschluß wieder geschlossen ist.
Beim nachfolgenden .Spannvorgang des Auslöseschiebers
15, der zweckmäßigerweise mit dem Filmtransport gekuppelt ist, wird der Schieber 15 in
Pfeilrichtung Cverschoben (F i g. 7) und greift dabei mit seiner eigenen Schrägflache 15a unter die Schrägflächc
13.? der Klinke 13 und hebt letztere so weit an. daß der Auslöseschieber 15 bis in seine Spannstellung zurückgeschoben
werden kann, in der er erneut von der Halteklinke 19 gehalten wird. Die Schrägfläche 15.7
gleitet somit unter der Schrägfläche 13a hindurch.
In den Fig.8 und 9 ist das Antriebssystem in
Verbindung mit einem Zweilamellen-Verschluß gezeigt. Wie aus diesen Figuren ersichtlich, greift hier der Stift 9
durch die Langlöcher zweier Lamellen 21, 22, die bei 23 bzw. 24 ortsfest aber drehbar gelagert sind. Beim
Kippen der Wippe 7 aus der in F i g. 8 gezeigten Endlage in die in Fig. 9 gezeigte Endlage wird der Verschluß
geöffnet und beim Zurückkippen wieder geschlossen.
Dieser Verschluß kann auch im pulsierenden Betrieb betrieben werden, und es lassen sich damit Frequenzen
bis zu 400 Hz erreichen. Ein solcher Verschluß ist daher zur Verwendung in Lauibildkameras geeignet. Durch
Veränderung der Frequenz kann in einfacher Weise die Belichtungszeit verändert werden, so daß eine extra
Blende entbehrlich wird, zumindest soweit diese zur Begrenzung des Lichtstromes verwandt wird.
In den Fig. 10 und 11 ist die Verwendung des
erfundenen Antriebssystems zur Betätigung eines Zentralverschlusses gezeigt. Die Wippe 7 greift hier mit
ihrem verlängerten Arm Tb an einem Stift des drehbaren Lamellenringes 25 eines Zentralverschlusses
an und dreht diesen Ring bei ihrer Kippbewegung. In bekannter Weise werden dadurch die Lamellen 26 des
Verschlusses geöffnet und geschlossen.
In den Fig. 12 — 20 ist ein Verschluß besonderer Art
dargestellt, der für sich allein als erfinderisch angesehen wird. Dieser Verschluß ist dadurch gekennzeichnet, daß
bei ihm zwei Antriebssysteme 1 Verwendung finden. Jedes Antriebssystem betätigt ein Lamellenpaar, das
jeweils aus zwei Lamellen besteht. In der einen Endlage der Wippe ihres Antriebssystems decken diese Lamellenpaare
die Lichtdurchtrittsöffnung 27 ab und in der anderen Endlage geben sie dieselbe frei. Die Funktion
ist dabei eine solche, daß zunächst das eine Lamellenpaar die öffnung abdeckt, während das andere
Li.meilenpaar in seiner Offen-Stellung steht. Bei Belichtungsbeginn wird zunächst das eine Lamellenpaar
geöffnet, und am Ende der Belichtung wird das andere
Lamellenpaar, das bisher offen war, in seine Geschlossen-Stellung
gekippt. Bei der nächstfolgenden Belichtung läuft der Vorgang in gleicher Weise ab. Ein
Lamellenpaaar bewirkt somit bei jeder Belichtung jeweils nur entweder die Öffnung oder die Schließung
des Verschlusses, worin sich die beiden Lamellenpaare allerdings abwechseln.
Während bei den vorbeschriebenen Verschlüssen die Lamellen bei einer Belichtung jeweils eine Hin- und
Her-Bewegung ausführten, führen die Lamellen dieses Verschlusses bei einer Belichtung immer nur eine
Bewegung in einer Richtung durch. Dies ist wesentlich
für die Erzielung einer extrem kurzen Belichtungszeit Je nach Größe des Lamellenweges, d. h. je nach Größe der
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Lichtdurchtrittsöffming lassen sich Belichtungszeiten
bis hinab zu 0,25 ins erreichen. Selbst bei größeren Lichtdurchtrittsöffnungen ist eine Belichtungszeit von
0,5 ms ='/2ODO s, wie sie heute von den Verschlüssen
fotografischer Kameras gefordert wird, leicht erreichbar.
Im einzelnen besteht der Verschluß aus zwei Antriebssystem^ 1 (Fig. 12), deren Wippen jeweils an
beiden Enden angewinkelt sind. In diesen abgewinkelten Lappen 7c stecken Stifte 28. von denen jeder in eine der
Lamellen 29 bzw. 30 greift. Von den Lamellen 29 bzw. 30 sind jeweils zwei Stück vorhanden, die zusammen ein
Paar bilden und paarweise je einem Antriebssystem zugeordnet sind.
Die Lage dieser Lamellenpaare ist insbesondere aus F i g. 14 erkennbar. Die Permanentmagnete 3 der beiden
Antriebssysteme werden von einer Platine 31 getragen, desgleichen die Wippen 7. Die Platine besitzt Löcher 32
ιq\
Stift**
mit Langlöchern 29,? bzw. 30a in den Lamellen in
Eingriff stehen. Die beiden Lamellenpaare sind durch eine Zwischenlage 33 getrennt.
Die Fig. 16 und 17 zeigen einen Blick auf die Zwischenlage 33 mit dem davorliegenden Lamellenpaar
29, und zwar einmal in ihrer Offen-Stellung (Fig. 16)
und einmal in ihrer Geschlossen-Stellung (Fig. 17). Dieses Lamellenpaar 29 wird von dem unteren
Antriebssystem der F i g. 12 betätigt.
In gleicher Weise ist das Lamellenpaar 30 angeordnet,
das in den Fig. 18 und 19 gezeigt ist. Jedoch zeigen diese beiden Figuren einen Blick auf die Platine 31, bei
entferntem Lamellenpaar 29 und entfernter Zwischenlage 33. Auch in den Fig. 18 und 19 ist das gleiche
Lamellenpaar 30 einmal in seiner Offen-Stellung (Fig. 18) und einmal in seiner Geschlossen-Stellung
(Fi g. 19) gezeigt. Dieses Lamellenpaar 30 wird von dem oberen Antriebssystem der Fig. 12 betätigt.
Die gezeigten Offen- und Geschlossen-Stellungen werden hervorgerufen durch das Kippen der Wippen 7,
wie eingangs bereits beschrieben. Die Fig. 12 und 13 zeigen die Wippen 7 beider Antriebssysteme einmal in
ihrer einen Endlage ( = Kippstellung) und zum anderen in ihrer anderen Endlage.
Fig. 15 zeigt einen Schnitt durch den Verschluß der
etwa senkrecht zu der Darstellung der Fig. 14 verläuft,
dabei allerdings abgewinkelt ist. Die F i g. 15 zeigt daher nur das untere Antriebssystem 1 mit dem zugehörigen
Lamellenpaar 29.
Aus den Fig. 12—19 ist somit eindeutig erkennbar,
wie die beiden Antriebssysteme und die zugehörigen Lamellenpaare konstruktiv angeordnet sind, und es ist
leicht verständlich, daß diese Lamellenpaare abwechselnd die Lichtdurchtrittsöffnung 27 abdecken und
freigeben und dabei bei einem Belichtungsvorgang je Paar nur einmal, und zwar ohne Bewegungsumkehr, nur
in einer Richtung bewegt werden.
Die elektronische Schaltung, die diesen Bewegungsablauf bewirkt, ist in F i g. 20 gezeigt. In dieser Schaltung
erkennt man die Elektromagnete 5 und 6, die hier paarweise in Reihe miteinander geschaltet sind.
Die Schaltung besitzt ferner eine Stromquelle 34, sowie einen Hauptschalter S\ und zwei Ausgänge in
Gestalt zweier Monoflops 35 und 36 und zusätzlich noch einen direkten Ausgang 40.
Dem Monoflop 36 ist allerdings ein weiterer Komparator 39 vorgeschaltet, der von einem PC-Kreis
R und Cgetriggert wird und dessen Schaltschwelle von
einem Spannungsteiler 42 ( = DiN- oder Blendeneinstel-
lung) eingestellt werden kann.
Zwischen die lilektromagnctpaare 5 und 6 und die Ausgange der Schaltung ist noch ein Umschalter 41
geschaltet, der zur Umpolung des Stromflusses durch
die Elcktroniagnctpaarc 5 und 6 dient.
Diese Schaltung funktioniert wie folgt: Der Hauptschalter 5| ist mit dem Auslöser des Verschlusses
verbunden und wird bei dessen Betätigung umgeschaltet. Dadurch wird gleichzeitig über den Monoflop 35 das
Elektromagnetpaar 5 und 6/41;/ für eine kurze Zeit bestromt. Dadurch wird der Verschluß geöffnet.
Weiterhin wird der in Ruhestellung kurzgeschlossene Kondensator C über den lichtempfindlichen Fotwiderstand
R an die Betriebsspannung gelegt und lädt sich je nach Beleuchtungsstärke schneller oder langsamer auf.
Erreicht diese Kondensatorspannung UC den mittels des Potentiometers 42 am Eingang vom Komparator 39
eingestellten Wert, so gibt der Komparator 39 am Ausgang pinpn .Snanniinpssprung ab. der iihrr C. ?R und
RD differenziert, den Monoflop 36 triggert. Dabei entsteht am Ausgang von 36 für eine definierte Zeit, z. B.
für ca. 50 ms, eine Spannung, die die Magnete 5 und 6/4Ii) bestromt, welche die Verschlußlamellen schließen.
Die Belichtungszeit wird also bestimmt durch die Zeitkonstante von R und C, sowie durch die mittels des
Potentiometers 42 einstellbare Schwellenspannung. Die beiden Monoflops 35 und 36 dienen lediglich dazu, einen
dauernden Strom durch die Schließ- bzw. Öffnungsmagnete zu vermeiden und diese mit Stromimpulsen
ausreichender Dauer zu versorgen, um die Batterie zu schonen.
Damit bei der nächsten Belichtung die jetzt in der Geschlossen-Stellung stehenden Lamellen wieder geöffnet werden und die jetzt in ihrer Offen-Stellung
stehenden Lamellen nachlaufen und den Verschluß wieder schließen können, müssen die beiden Antriebssysteme umgeschaltet werden. Das heißt, es müssen
immer diejenigen Elektromagnetpaare 5 und 6 mit dem flC-Kreis-gesteuerten Monoflop 36 verbunden werden,
deren zugeordnetes Lamellenpaar die Schließfunktion übernimmt.
Dies geschieht mittels des Umschalters 41. Der Umschalter verfügt über vier bewegliche Kontaktzungen, die zu zwei Paaren 41a und 416 zusammengefaßt
sind. Dabei ist das Paar 41a dem oberen Elektromagnetpaar 5, 6 zugeordnet, während das Paar 41 b dem
unteren Elektromagnetpaar 5,6 zugeordnet ist.
Den vier Kontaktzungen stehen je zwei Umschaltkontakte gegenüber. In der aus Fig.20 ersichtlichen
Weise sind je zwei dieser Umschaltkontakte dem Monoflop 35 und 36 zugeordnet, während die restlichen
vier dem direkten Ausgang der Schaltung zugeordnet sind.
Bei Betätigung des Umschalters 41 werden die beiden Elektromagnetpaare 5, 6 wechselweise einmal mit dem
Monoflop 35 und danach mit dem Monoflop 36 verbunden.
Dabei ist es wesentlich, daß, wie bereits oben ausgeführt, in Ruhestellung immer dasjenige Elektromagnetpaar mit dem Monoflop 36 verbunden ist dessen
zugeordnete Lamellen sich in ihrer Offenstellung befinden.
Die Betätigung des Umschalters 41 kann manuell erfolgen, z. B. dadurch, daß nach jedem Verschlußablauf
iine mit ihm gekuppelte Handhabe betätigt wird. Dies
wäre jedoch nicht sehr günstig, weil voraussehbar ist, daß dann das Umschalten oft vergessen wird. Es wird
deshalb vorgeschlagen, die Betätigung des Umschalters
29 OO
11
/u automatisieren. Insbesondere wird vorgeschlagen
den Umsehalter getrieblich mit den Filmtransportelementen /\s "erbinden. und zwar derart, daß in an sich
bekannter Weise bei jedem Filmtransport automatisch auch der Umschalter geschaltet wird.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Elektromagnetisches Antriebssystem für den Antrieb der Lamellen, Schieber und dgl. in den
Verschlüssen fotografischer Aufnahmegeräte, gekennzeichnet durch die Kombination folgender
Merkmale:
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2900197A DE2900197C2 (de) | 1979-01-04 | 1979-01-04 | Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse |
| US06/109,345 US4279485A (en) | 1979-01-04 | 1980-01-03 | Electromagnetic drive system for photographic shutters |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2900197A DE2900197C2 (de) | 1979-01-04 | 1979-01-04 | Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2900197A1 DE2900197A1 (de) | 1980-07-10 |
| DE2900197C2 true DE2900197C2 (de) | 1981-12-24 |
Family
ID=6060042
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2900197A Expired DE2900197C2 (de) | 1979-01-04 | 1979-01-04 | Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4279485A (de) |
| DE (1) | DE2900197C2 (de) |
Families Citing this family (4)
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|---|---|---|---|---|
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| US6724428B1 (en) * | 1999-08-31 | 2004-04-20 | Nucam Corporation | Shutter and lens apparatus of a digital camera with a stepless focusing function |
| EP2737512A1 (de) * | 2011-07-29 | 2014-06-04 | ABB Technology AG | Magnetischer aktuator mit einer drehbaren armatur |
| DE102013207461A1 (de) * | 2013-04-24 | 2014-10-30 | Bela Mohacsi | Elektromagnetischer Antrieb |
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-
1979
- 1979-01-04 DE DE2900197A patent/DE2900197C2/de not_active Expired
-
1980
- 1980-01-03 US US06/109,345 patent/US4279485A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2900197A1 (de) | 1980-07-10 |
| US4279485A (en) | 1981-07-21 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: HELMUT HUND KG, 6330 WETZLAR, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |