[go: up one dir, main page]

DE2900197C2 - Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse - Google Patents

Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse

Info

Publication number
DE2900197C2
DE2900197C2 DE2900197A DE2900197A DE2900197C2 DE 2900197 C2 DE2900197 C2 DE 2900197C2 DE 2900197 A DE2900197 A DE 2900197A DE 2900197 A DE2900197 A DE 2900197A DE 2900197 C2 DE2900197 C2 DE 2900197C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rocker
drive system
electromagnets
shutter
pair
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2900197A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2900197A1 (de
Inventor
Martin 6333 Braunfels Grünbacher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HELMUT HUND KG 6330 WETZLAR DE
Original Assignee
Ernst Krull & Co 6331 Nauborn De GmbH
Ernst Krull & Co 6331 Nauborn GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ernst Krull & Co 6331 Nauborn De GmbH, Ernst Krull & Co 6331 Nauborn GmbH filed Critical Ernst Krull & Co 6331 Nauborn De GmbH
Priority to DE2900197A priority Critical patent/DE2900197C2/de
Priority to US06/109,345 priority patent/US4279485A/en
Publication of DE2900197A1 publication Critical patent/DE2900197A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2900197C2 publication Critical patent/DE2900197C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters
    • G03B9/10Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane
    • G03B9/14Two separate members moving in opposite directions

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

a) es ist ein Permanentmagnet (3) vorhanden,
b) gegenüber der einen Polseite des Permanentmagneten (3) ist eine Wippe (7) drehbar gelagert, die mit dem Permanentmagneten (3) in magnetischem Schluß steht, und von der mindestens ein Ende unmittelbar oder mittelbar mit den Lamellen (10; 21; 22; 29; 30) bzw. Schiebern des fotografischen Verschlusses in getrieblicher Verbindung steht,
c) beidseitig des Permanentmagneten (3) sind Elektrornagnete (5; 6) angeordnet, deren Polung durch entgegengesetzten Wickelsinn der Spulen einander entgegengesetzt ist,
d) in stromlosem Zustand der Elektromagnete (5; 6) liegt die Wippe (7) stets mit einem ihrer Arme an einem der Kerne der Elektromagnete (5; 6) an,
e) der Permanentmagnet (J) und die beiden Elektromagnete (5; 6) sind auf einer gemeinsamen, magnetisch leitenden Grundplatte (2) montiert, so daß über den am Kern eines der beiden Elektromagnete (5; 6) anliegenden Wippenai m der Kreis der magnetischen Feldlinien des Permanevitmagi:_-ten (3) geschlossen ist,
f) die Elektromagnete (5; i) sind mit einer elektrischen Schaltung verbunden, durch welche die Spulen der Elektromagnete (5; 6) an Spannung legbar sind.
2. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Steuerschaltungen für die Elektromagnete (5; 6) monostabile Kippstufen (35; 36) enthalten, deren Zeitkonstanten die Dauer der Stromimpulse bestimmen.
3. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Einlamellen-Verschluß, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende der Wippe (7) mit einer einzelnen Lamelle (10) getrieblich verbunden ist.
4. Elektromagnetisches Antriebssystem nach den Ansprüchen 1,2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß mechanische Mittel (13 — 20) vorgesehen sind, welche die Wippe (7) bei Betätigung des Verschlußauslösers in die Kipplage überführen, die der Cffen-Stellung des Verschlusses entspricht.
5. Elektromagnetisches Antriebssystem nach den Ansprüchen 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wippe (7) eine fest verbundene federnde Klinke (13) mit abgewinkelter Schrägfläche (13a,)besitzt und ein federbelasteter Auslöseschieber (15) vorgesehen ist, der eine eigene Schrägfläche (15a; besitzt, die bei Freigabe des Auslöseschiebers (15) auf die Schrägfläche (13a; der federnden Klinke (13) trifft und dadurch die Wippe (7) in ihre andere Endlage kippt.
6. Elektromagnetisches Antriebssystem nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Spannvorgang der Auslöseschieber (15) mit
seiner Schrägfläche (15a; unter Anhebung der mit der Wippe (7) verbundenen federnden Klinke (13) unter der Schrägfläche (13a; dieser Klinke (13) hindurchgleitet.
7. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Zweilamellen-Verschluß, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende der Wippe (7) mit zwei Lamellen (21; 22) getrieblich verbunden ist.
8. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Zweilamellen-Verschluß, dadurch gekennzeichnet, daß mit jedem Ende der Wippe je eine Lamelle getrieblich verbunden ist.
9. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Mehrlamellenverschluß, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende der Wippe mit dem beweglichen Lamellenring des Verschlusses getrieblich verbunden ist.
10. Elektromagnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Mehrlamellen-Verschluß, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
a) es sind zwei elektromagnetische Antriebssysteme (1) vorhanden,
b) bei jedem dir beiden Antriebssysteme (1) ist jedes Ende der Wippe (7) mit je einer Lamelle (29 bzw. 30) getrieblich verbunden, die jeweils ein Lamellenpaar bilden und die beide gemeinsam die Lichtdurchtrittsöffnung (27) des Verschlusses wechselweise entweder abdecken oder freigeben,
c) mit den Spulen der Elektromagnete (5; 6) ist eine einen /?C-Kreis enthaltende elektronische Schaltung verbunden, die neben direkten Ausgängen (35; 40) einen von dem RC-Kre'is gesteuerten Ausgang (36) besitzt, und die bei Auslösebetätigung sofort die Spulen desjenigen Antriebssystems bestromt, üessen Lamellenpaar die Lichtdurchtrittsöffnung (27) abdeckt, und die nach Ablauf der vom /?C-Kreis bestimmten Belichtungszeit die Spulen desjenigen Antriebssystems bestromt, dessen Larnellenpaar bisher die Lichtdurchtrittsöffnung (27) freigab,
d) zwischen den Elektromagneten (5; 6) der Antriebssysteme (1) und der elektronischen Schaltung iit ein Umschalter (41) eingebaut, der mit dem Filmtransportmechanismus getrieblich verbunden ist, und bei jedem Filmtransport von seiner einen Endlage in seine andere Endlage geschaltet wird und dabei die zwei Elekiromagnete (5; 6) der beiden Antriebssysteme (1) abwechselnd mit dem Ausgang der Steuerschaltung (35) und mit dem WC-Kreis-gesteuerten Ausgang der Steuerschaltung (36) verbindet.
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches System für den Antrieb der Lamellen, Schieber und dgl. in den Verschlüssen fotografischer Aufnahmegeräte, vorzugsweise in fotografischen Kameras.
Es ist bei fotografischen Kameras bereits seit langem bekannt, die Verschlußlamellen bzw. die Verschlußschieber durch einen Elektromagneten zu betätigen. So
29 OO 197
ist ζ, B, aus der DE-OS 25 32 563 ein Antriebssystem für Verschlüsse bekannt geworden, bei dem auf Lamellen Permanentmagnete angeordnet sind, die sich zwischen den Kernen eines oder zweier Elektromagnete hin- und herbewegen und in Ruhestellung an den Kernen anliegen. Die DE-AS 12 33 714 zeigt einen Verschluß, bei dem dieser Permanentmagnet auf dem Lamellenring eines Zentralverschlusses angeordnet ist. Es ist aber in der genannten DE-OS auch eine Ausführung gezeigt, bei der ein bewegliches Teil aus Weicheisen zwischen zwei Endlagen hin- und herbewegbar mit Anlagemöglichkeit an einen Kern eines Elektromagneten angeordnet ist und dessen Magnetisierung über einen Luftspalt zum Weicheisenteil erfolgt.
Dieser Vorrichtung liegt jedoch die Aufgabe zugrunde, eine bessere Steuerbarkeit der Bewegungen zur Vermeidung von Prellerscheinungen bei schweren Teilen des Verschlusses durch Abbremsen mit geeignet gesteuerten elektromagnetischen Feldern unter Inkaufnahme einer Verlängerung der Bewegungsdauer zu erreichen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Massen der bewegten Teile möglichst gering zu halten, um kurze Verschlußzeiten zu ermöglichen.
Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe durch ein elektromagnetisches Antriebssystem gelöst, das durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:
a) Es ist ein Permanentmagnet vorhanden.
b) Gegenüber der einen Polseite des Permanentmagneten ist eine Wippe drehbar gelagert, die mit dem Permanentmagneten in magnetischem Schluß steht, und von der mindestens ein Ende unmittelbar oder mittelbar mit den Lamellen bzw. Schiebern des fotografischen Verschlusses in getrieblicher Verbindung steht
c) Beidseitig des Permanentmagneten sind Elektromagnete angeordnet, deren Polung durch entgegengesetzten Wickelsinn der Spulen einander entgegengesetzt ist.
d) Im stromlosen Zustand der Elektromagnete liegt die Wippe stets mit einem ihrer Arme an einem der Kerne der Elektromagnete an.
e) Der Permanentmagnet und die beiden Elektromagnete sind auf einer gemeinsamen, magnetisch leitenden Grundplatte montiert, so daß über den am Kern einer der beiden Elektromagnete anliegenden Wippenarm der Kreis der magnetischen Feldlinien des Permanentmagneten geschlossen ist.
f) Die Elektromagnete sind mit einer elektrischen Schaltung verbunden, durch welche die Spulen der Elektromagnete an Spannung legbar sind.
Mit einem derartigen elektromagnetischen Antriebssystem lassen sich in einfacher Weise sehr viel kürzere Belichtungszeiten erzielen, bis hinunter zu '/2000 s und noch sehr viel kürzer, als dies mit den Aniriebssystemen nach dem Stand der Technik möglich ist.
Der Grund hierfür liegt darin, daß bei der gewählten Wippenkonstruktion, bei der die Wippe selbst den einen Pol eines Permanentmagneten darstellt, bei Impulsgabe auf die Elektromagnete auf der einen Seite Abstoßungskräfte und auf der anderen Seite gleichzeitig Anziehungskräfte auf die Wippe einwirken. Diese Kräfte ergänzen sich in idea'rr Weise zu einer konstant wirkenden Drehkraft, denn in dem Maße, in dem auf der einen Seite die Abstoßungskräfte geringer werden, weil durch das Kippen der Wippe der Luftspalt zwischen dem Kern des einen Elektromagneten und dem Wippen-Ende größer wird, wird auf der anderen Seite die Anziehungskraft größer, weil dort bei der Kippbewegung der Luftspalt ständig kleiner wird bis er Null ist, d. h. bis dieses Wippen-Ende auf dem Kern des anderen Elektromagneten aufliegt
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Antriebssystems liegt darin, daß auch dann, wenn kein Strom durch die Spulen der Elektromagnete fließt, die Wippe sicher in ihrer einen Endlage gehalten wird, weil der Fluß der magnetischen Feldlinien des Permanentmagneten über den Kern des Elektromagneten, an dem die Wippe gerade anliegt geschlossen ist. Strom wird daher durch die Elektromagneie nur in dem kurzen Moment verbraucht, in dem die Wippe ihre Kippbewegung ausführt. Es handelt sich somit um ein besonders stromsparendes Antriebssystem.
Es wäre jedoch denkbar, in einer verschlechterten Ausführungsform auf den Pern .iientmagnete.n zu verzichten und mit dem in der Wippe verbleibenden Restmagnetismus zu arbeiten.
Dieses erfindungsgemäße Antriebssystem läßt sich nun in verschiedenen Verwendungsformen zur Betätigung (!-2r Lamellen eines fotografischen Verschlusses verwenden. Zum Beispiel kann man mit einem Ende der Wippe getrieblich eine einzelne Lamelle verbinden, die die Lichtdurchtrittsöffnung des Objektives entweder verdeckt oder freigibt. Dabei kann sowohl die Kippung der Wippe in die Offen-Stellung des Verschlusses als auch in dessen Geschlossen-Stellung durch elektromagnetischen Antrieb bewirkt werden. Es kann aber auch — zur weiteren Stromersparnis — die Kippbewegung der Wippe in die Offen-Stellung rein mechanisch bewirkt werden und lediglich die Kippung in die Geschlossen-Stellung elektromagnetisch herbeigeführt werden.
In einer anderen Verwendungsform kann n«an mit dem einen Ende der Wippe auch zwei Lamellen verbinden, die die Lichtdurchtrittsöffnung des Objektivs gemeinsam entweder abdecken oder freigeben.. Mit einem solchen Verschluß lassen sich im pulsierenden Betrieb Frequenzen bis zu 400 Hz erreichen. Dieser Verschluß wäre daher auch bei J ,aufbildkameras anwendbar und könnte dazu dienen, den Lichistrom durch Einstellung einer kürzeren Belichtungszeit zu beschneiden, statt durch eine extra Blende.
In einer weiteren Verwendungsform kann man mit dem einen Ende der Wippe auch den beweglichen Lamellenring eine: Mehrlamellenverschlusses verbinden und somit die mehreren Lamellen des Zentralverschlusses mit diesem Antriebssystem bewegen.
Bei ail diesen Verwendungsformen läßt sich gegebenenfalls, wie vorstehend schon beschrieben, die Kippung in die Offen-Stellung auch jeweils durch rein mechanische Mittel bewirken.
Insbesondere wird jedoch eine Verwendungsform vorgeschlagen, bei welcher sowohl zwei der erfindungsgemäßen Antriebssysteme als auch zwei Lamellenpaare, vorzugsweise bestehend aus je zwei einzelnen Lamellen, vorgesehen sind. Dazu tritt noch ein Umschalter zum Umpolen der Elektromagnete.
Bei dieser Verwendungsform führt jedes Lamellen-
hj paar bei einer Belichtung s^ine Bewegung jeweils nur in einer Richtung aus. Das heißt, das eine Lamellenpaar gibt zu Beginn der Belichtung die Lichtdurchtrittsöffnung frei, und das andere Lamellenpaar schließt diese
29 OO
öffnung wieder nach Ablauf der Belichtungszeit. Bei der nächsten Belichtung gibt dasjenige Lamellenpaar die öffnung frei, das sie vorher verschlossen hatte usw. Dabei ist es wesentlich, daß bei der Belichtung weder eine Umkehr der Bewegungsrichtung der Lamellen ■, stattfindet noch eine Aufz.ugsphase erforderlich ist. Dieser f'unktionsablauf der Lamellen trägt erheblich dazu bei. die kurzen, mit dem erfindungsgemäßen Antriebssystem erreichbaren Belichtungszeiten im Verschluß auch tatsächlich zu realisieren. Verschlüsse mit einem derartigen Funktionsablauf der Lamellen sind allerdings an sich bekannt, z. B. aus der DE-AS 23 58 929.
In den Zeichnungen ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen und Verwendungsformen darge- \<, stellt. Es zeigt
F i g. I das erfindungsgemäße Antriebssystem in Verbindung mit einem elektromagnetisch auslösbaren Einlamellenverschluß in Geschlossen-Stellung.
F i g. 2 den Verschluß der F i g. I in Ofren-Stellung,
Fig. 3 schematisch die gegensinnig gewickelten Spulen der Elektromagnete,
Fig. 4 das erfindungsgemäße Antriebssystem in Verbindung mit einem mechanisch auslösbaren Einlamellen-Verschluß vor Verschlußablauf in Geschlossen- -,=, Stellung.
F i g. 5 den Verschluß der F i g. 4 in Offen-Stellung.
Fig. 6 den Verschluß der Fig. 4 nach Verschlußablauf in Geschlossen-Stellung,
Fig. 7 schematisch die Rückführung des Auslöse- (f) Schiebers in seine Spannstellung.
Fig. 8 das erfindungsgemäße Antriebssystem in Verbindung mit einem elektromagnetisch auslösbaren Zweilamellen-Verschluß in Geschlossen-Stellung,
F i g. 9 den Verschluß der F i g. 8 in Offen-Stellung, ^
Fig. IO das erfindungsgemäße Antriebssystem in Verbindung mit einem Mehrlamellenverschluß in dessen Geschlossen-Stellung,
F i g. 11 den Verschluß der Fig. 10 in Offen-Stellung.
Fig. 12 schematisch zwei erfindungsgemäße Anmebssys'.eme in Verbindung mit je einem Lamellenpaar, die beide gegenläufig arbeiten, mit den Wippen in einer ersten Endlage,
Fig. 13 schematisch den Verschluß der Fig. 12 mit den Wippen in der anderen Endlage. 4-,
Fig. 14 einen Schnitt durch den Verschluß der Fi g. 12 entlang der Linie A-B.
F i g. 1 5 einen Schnitt durch F i g. 13 entlang der Linie IK.
Fig. 16 einen Schnitt entlang der Linie E-F der -,. Fig. 14 mit den Lamellen in geöffneter Stellung.
Fig. 17 einen Schnitt entlang der Linie E-F der Fig. i4 mit den Lamellen in geschlossener Stellung.
Fig. 18 einen Schnitt entlang der Linie G-H der Fig. I4 mit den Lamellen in geöffneter Stellung.
Fig. 19 einen Schnitt entlang der Linie C-H der F i g. 14 mit den Lamellen in geschlossener Stellung.
F ι g. 20 schematisch das Schaltbild eines elektronischen Steuerkreises zum Ansteuern der 'ier Eiektromagnete eines Verschlusses gemäß den Fig. 12 — 19.
in Fig. 1 ist das gesamte Antriebssystem, das sich innerhalb des gestachelt gezeichneten Vierecks befindet, mit 1 bezeichnet Dieses Antriebssystem besieht aus einer Grundplatte Z auf der in der Mitte ein Permanentmagnet 3 aufgesetzt ist. Letzterer wird auf der Grundplatte mitteis eines Bügels 4 gehalten. Die Grundplatte 2 besteh· aus einem magnetisierbaren Werkstoff, der Bügel 4 dagegen aus einem mchtmagnetisierbaren Werkstoff.
Zu beiden Seiten des Permanentmagneten 3 ist auf der Grundplatte 2 je ein Elektromagne! 5 und 6 aufgesetzt, deren beiden Spulen in entgegengesetztem Sinne gewickelt sind. Die Wicklung der Spulen und deren Schallung ist in F i g. 3 gezeigt. Hieraus ist erkennbar, daß die Spulen einander parallel geschaltet sind. Es ist jedoch auch durchaus möglich, die Spulen hintereinander zu schalten, allerdings erhält dann jede Spule nur die Hälfte der Versorgungsspannting.
Auf der oberen Seite ist eine Wippe 7 angeordnet, die sich über beide Eleklromagnete 5 und 6 und den Permanentmagneten 3 erstreckt, und die gegenüber dem Permanentmagneten drehbar gelagert ist. Zu diesem Zweck sind am Bügel 4 Lappen 4a nach oben abgewinkelt, und die Wippe 7 ist mit einem von ihr ebenfalls abgewinkelten Lappen Ta um einen in den Lappen 4a gelagerten Stift 8 kippbar.
In ihrem mittleren Lagerteil ist die Wippe 7 u-förmig durchgekröpft und steht mit diesem durchgekröpften U-Bogen in einem derart geringen Abstand von dem oberen Pol des Permanentmagneten, daß zwischen diesem und der Wippe ein magnetischer Schluß besteht und der Luftspalt nur eben so breit ist, daß ein Kippen der Wippe in ihre beiden Endlagen möglich ist.
In jeder dieser beiden Endlagen liegt die Wippe 7 mit einem ihrer Arme am Kern entweder des einen oder des anderen Elektromagneten 5 oder 6 an. F i g. I zeigt die Ruhestellung des Antriebssystems, und in dieser liegt die Wippe 7 am Kern des Elektromagneten 5 an. Da die Elektromagnete aber mit ihrem Kern auf der magnetisch leitenden Grundplatte 2 fest montiert sind, die ihrerseits fest mit dem anderen Pol des Permanentmagneten 3 verbunden ist, besteht in der Ruhestellung ein geschlossenes magnetisches Kraftlinienfeld über den Elektromagneten 5. das die Wippe 7 auch dann in Anlage am Kern dieses Elektromagneten hält, wenn in den Spulen gar kein Strom fließt.
Wenn nun an die Elektromagnete Spannung gelegt wird und durch die Spulen ein Strom fließt, der ein Magnetfeld aufbaut, dessen Polung im Elektromagnet 5 umgekehrt zu derjenigen des Permanentmagneten und im Elektromagnet 6 gleich derjenigen des Permanentmagneten ist. so wird, ausgehend von der Fig. 1. die Wippe im Uhrzeigersinn gekippt. Dies geschieht, weil durch den Elektromagneten 5 Abstoßungskräfte und durch den Elektromagneten 6 Anziehungskräfte auf die Wippe 7 einwirken. Diese Kräfte sind in ihrer Stärke abhängig von der Größe des Luftspaltes zwischen dem jeweiligen Kern und der Wippe. Beim Elektromagneten 5 ist der Luftspalt zunächst gleich Null, daher sind die Abstoßungskräfte anfangs stark und werden mit Verbreiterung des Luftspaltes geringer. Umgekehrt ist beim Elektromagneten 6 der Luftspalt zunächst groß, so daß die Anziehungskräfte zunächst gering sind. Der Luftspalt wird jedoch in dem Maße kieiner. in dem die Wippe im Uhrzeigersinn kippt. Folglich werden die Anziehungskräfie größer, bis sie dann ein Maximurr erreichen, wenn die Wippe am Kern des Elektromagneten 6 anliegt und dort der Luftspalt gleich Null ist. Die Abstoßungs- und Anziehungskräfte ergänzen sich daher komplementär zu einem etwa konstanten Drehmoment, das auf die Wippe einwirkt.
In den F i g. 1 und 2 ist der Nordpol des Permanentmagneten 3 als oben liegend eingezeichnet. Dies ist jedoch keineswegs zwingend, sondern ist nur beispielsweise zu verstehen.
Ebenso gut könnte der Südpol oben liegen. Es müßte
29 OO 197
dann nur clic Poking der Spulen der Elektromagnetc entsprechend geändert werden.
Ausgehend von der Darstellung in I' i g. I ist es somit möglich, durch eine Inipulsgabe auf die Spulen der Kicktromagnctc in dem in Fig. 1 gezeigten Sinne die Wippe im Uhrzeigersinn zu kippen und sie in die in Fig. 2 gezeigte Stellung zu bringen. In dieser Fndlage bleibt /S Wippe auch dann, wenn die Spannung von den Elektromagneten wieder abgeschaltet wird. Und zwar geschieht dies, weil auch in dieser Fndlage ein geschlossenes Feld magnetischer Kraftlinien besteht, das vom Permanentmagneten nunmehr über den Kern des Elektromagneten 6 und die Wippe verläuft. Um die Wippe wieder in die andere Endlage zu kippen bedarf es eines erneuten Impulses, allerdings mit umgekehrter Polung, als sie in F i g. 3 dargestellt ist.
Ein derartiges Antriebssystem läßt sich nun in den verschiedensten Ausführungsformen zum Antrieb eines Vpr«rhlii«p<; in fotografischen Geräten, vorzugsweise in fotografischen Aufnahmekameras, verwenden.
In den Fig. I und 2 ist bereits im getrieblichen Zusammenhang mit dem Antriebssystem 1 schematisch ein Einlamellen-Verschluß gezeigt. Der eine Arm 7bder Wippe ist verlängert und abgewinkelt und greift mit einem Stift 9 in ein Langloch lO.i einer Lamelle 10. die um einen ortsfesten Stift 11 schwenkbar ist und die Lichtdurchtrittsöffnung 12 eines nicht weiter dargestellten Objektivs abdeckt oder freigibt.
In F i g. 1 ist der Verschluß in seiner Geschlossen-Stelking gezeigt. Nach Impulsgabe kippt die Wippe 7 in ihre ander Endlage, wodurch über den verlängerten Arm Tb und den Stift 9 die Lamelle 10 in ihre die Lichtdurchtrittsöffnung freigebende Stellung geschwenkt wird. Dies ist in F i g. 2 gezeigt. Nach erneuter Impulsgabe mit umgekehrter Polung wird die Lamelle 10 wieder in ihre andere Endlage zurückgeschwenkt, so daß der Verschluß wieder geschlossen ist.
Bei den meisten Verwendungsformen des erfundenen Antriebssystems kann man übrigens die erste Impulsgabe einsparen und die Wippe rein mechanisch aus der Gesclilossen-Stellung des Verschlusses in dessen Offen-Stellung kippen. Es wird dann lediglich eine einzige Impulsgabe zur Schließung des Verschlusses benötigt. Dieser Impuls kann in an sich bekannter Weise z. B. von einer elektrischen Schaltung mit /?C-Kreis geliefert werden, der synchron mit der öffnung des Verschlusses in Tätigkeit gesetzt wird.
Eine solche Verwendungsform ist in den F i g. 4 — 7 im Zusammenhang mit dem vorstehend beschriebenen Einlamellen-Verschluß gezeigt.
Zu diesem Zweck ist auf dem verlängerten Arm Tb der Wippe 7 eine federnde Klinke 13 mit abgewinkelter Schrägfläche 13a einseitig befestigt, z. B. bei 14 aufgenietet. Mit ihr wirkt ein Ausiöseschieber 15 zusammen, der auf Stiften 16 und Langlöchern 17 gleitend geführt wird und der Zugkraft einer Feder 18 unterliegt.
In seiner Spannstellung wird der Auslöseschieber 15 durch eine Halteklinke 19 gehalten (Fig.4). die bei Verschlußauslösung durch einen nicht weiter dargestellten Auslöser gegen die Kraft einer Feder 20 in Pfeilrichtung A aus dem Eingriff mit dem Auslöseschieber gezogen wird.
Der Auslöseschieber 15 besitzt seibst eine abgewinkelte schräge Fläche 15a. die bei Freigabe des Ausiöseschiebers durch die Haiteklinke 19 und Bewegung des Auslöseschiebers in Pfeilrichtung B gegen die Schrägfläche 13a trifft und die Wippe 7 rein mechanisch
in ihre in F i g. 5 gezeigte Endlage drückt, in welcher die Lamelle 10 die Lichtdurchtrittsöffnung 12 freigibt (Offen-Stcllung).
Nach erfolgter Impulsgabe kippt die Wippe 7 dann zurück in ihre Ausgangsstellung, wie in F i g. 6 gezeigt, in der der Verschluß wieder geschlossen ist.
Beim nachfolgenden .Spannvorgang des Auslöseschiebers 15, der zweckmäßigerweise mit dem Filmtransport gekuppelt ist, wird der Schieber 15 in Pfeilrichtung Cverschoben (F i g. 7) und greift dabei mit seiner eigenen Schrägflache 15a unter die Schrägflächc 13.? der Klinke 13 und hebt letztere so weit an. daß der Auslöseschieber 15 bis in seine Spannstellung zurückgeschoben werden kann, in der er erneut von der Halteklinke 19 gehalten wird. Die Schrägfläche 15.7 gleitet somit unter der Schrägfläche 13a hindurch.
In den Fig.8 und 9 ist das Antriebssystem in Verbindung mit einem Zweilamellen-Verschluß gezeigt. Wie aus diesen Figuren ersichtlich, greift hier der Stift 9 durch die Langlöcher zweier Lamellen 21, 22, die bei 23 bzw. 24 ortsfest aber drehbar gelagert sind. Beim Kippen der Wippe 7 aus der in F i g. 8 gezeigten Endlage in die in Fig. 9 gezeigte Endlage wird der Verschluß geöffnet und beim Zurückkippen wieder geschlossen.
Dieser Verschluß kann auch im pulsierenden Betrieb betrieben werden, und es lassen sich damit Frequenzen bis zu 400 Hz erreichen. Ein solcher Verschluß ist daher zur Verwendung in Lauibildkameras geeignet. Durch Veränderung der Frequenz kann in einfacher Weise die Belichtungszeit verändert werden, so daß eine extra Blende entbehrlich wird, zumindest soweit diese zur Begrenzung des Lichtstromes verwandt wird.
In den Fig. 10 und 11 ist die Verwendung des erfundenen Antriebssystems zur Betätigung eines Zentralverschlusses gezeigt. Die Wippe 7 greift hier mit ihrem verlängerten Arm Tb an einem Stift des drehbaren Lamellenringes 25 eines Zentralverschlusses an und dreht diesen Ring bei ihrer Kippbewegung. In bekannter Weise werden dadurch die Lamellen 26 des Verschlusses geöffnet und geschlossen.
In den Fig. 12 — 20 ist ein Verschluß besonderer Art dargestellt, der für sich allein als erfinderisch angesehen wird. Dieser Verschluß ist dadurch gekennzeichnet, daß bei ihm zwei Antriebssysteme 1 Verwendung finden. Jedes Antriebssystem betätigt ein Lamellenpaar, das jeweils aus zwei Lamellen besteht. In der einen Endlage der Wippe ihres Antriebssystems decken diese Lamellenpaare die Lichtdurchtrittsöffnung 27 ab und in der anderen Endlage geben sie dieselbe frei. Die Funktion ist dabei eine solche, daß zunächst das eine Lamellenpaar die öffnung abdeckt, während das andere Li.meilenpaar in seiner Offen-Stellung steht. Bei Belichtungsbeginn wird zunächst das eine Lamellenpaar geöffnet, und am Ende der Belichtung wird das andere Lamellenpaar, das bisher offen war, in seine Geschlossen-Stellung gekippt. Bei der nächstfolgenden Belichtung läuft der Vorgang in gleicher Weise ab. Ein Lamellenpaaar bewirkt somit bei jeder Belichtung jeweils nur entweder die Öffnung oder die Schließung des Verschlusses, worin sich die beiden Lamellenpaare allerdings abwechseln.
Während bei den vorbeschriebenen Verschlüssen die Lamellen bei einer Belichtung jeweils eine Hin- und Her-Bewegung ausführten, führen die Lamellen dieses Verschlusses bei einer Belichtung immer nur eine Bewegung in einer Richtung durch. Dies ist wesentlich für die Erzielung einer extrem kurzen Belichtungszeit Je nach Größe des Lamellenweges, d. h. je nach Größe der
29 OO 197
Lichtdurchtrittsöffming lassen sich Belichtungszeiten bis hinab zu 0,25 ins erreichen. Selbst bei größeren Lichtdurchtrittsöffnungen ist eine Belichtungszeit von 0,5 ms ='/2ODO s, wie sie heute von den Verschlüssen fotografischer Kameras gefordert wird, leicht erreichbar.
Im einzelnen besteht der Verschluß aus zwei Antriebssystem^ 1 (Fig. 12), deren Wippen jeweils an beiden Enden angewinkelt sind. In diesen abgewinkelten Lappen 7c stecken Stifte 28. von denen jeder in eine der Lamellen 29 bzw. 30 greift. Von den Lamellen 29 bzw. 30 sind jeweils zwei Stück vorhanden, die zusammen ein Paar bilden und paarweise je einem Antriebssystem zugeordnet sind.
Die Lage dieser Lamellenpaare ist insbesondere aus F i g. 14 erkennbar. Die Permanentmagnete 3 der beiden Antriebssysteme werden von einer Platine 31 getragen, desgleichen die Wippen 7. Die Platine besitzt Löcher 32 ιq\
Stift**
mit Langlöchern 29,? bzw. 30a in den Lamellen in Eingriff stehen. Die beiden Lamellenpaare sind durch eine Zwischenlage 33 getrennt.
Die Fig. 16 und 17 zeigen einen Blick auf die Zwischenlage 33 mit dem davorliegenden Lamellenpaar 29, und zwar einmal in ihrer Offen-Stellung (Fig. 16) und einmal in ihrer Geschlossen-Stellung (Fig. 17). Dieses Lamellenpaar 29 wird von dem unteren Antriebssystem der F i g. 12 betätigt.
In gleicher Weise ist das Lamellenpaar 30 angeordnet, das in den Fig. 18 und 19 gezeigt ist. Jedoch zeigen diese beiden Figuren einen Blick auf die Platine 31, bei entferntem Lamellenpaar 29 und entfernter Zwischenlage 33. Auch in den Fig. 18 und 19 ist das gleiche Lamellenpaar 30 einmal in seiner Offen-Stellung (Fig. 18) und einmal in seiner Geschlossen-Stellung (Fi g. 19) gezeigt. Dieses Lamellenpaar 30 wird von dem oberen Antriebssystem der Fig. 12 betätigt.
Die gezeigten Offen- und Geschlossen-Stellungen werden hervorgerufen durch das Kippen der Wippen 7, wie eingangs bereits beschrieben. Die Fig. 12 und 13 zeigen die Wippen 7 beider Antriebssysteme einmal in ihrer einen Endlage ( = Kippstellung) und zum anderen in ihrer anderen Endlage.
Fig. 15 zeigt einen Schnitt durch den Verschluß der etwa senkrecht zu der Darstellung der Fig. 14 verläuft, dabei allerdings abgewinkelt ist. Die F i g. 15 zeigt daher nur das untere Antriebssystem 1 mit dem zugehörigen Lamellenpaar 29.
Aus den Fig. 12—19 ist somit eindeutig erkennbar, wie die beiden Antriebssysteme und die zugehörigen Lamellenpaare konstruktiv angeordnet sind, und es ist leicht verständlich, daß diese Lamellenpaare abwechselnd die Lichtdurchtrittsöffnung 27 abdecken und freigeben und dabei bei einem Belichtungsvorgang je Paar nur einmal, und zwar ohne Bewegungsumkehr, nur in einer Richtung bewegt werden.
Die elektronische Schaltung, die diesen Bewegungsablauf bewirkt, ist in F i g. 20 gezeigt. In dieser Schaltung erkennt man die Elektromagnete 5 und 6, die hier paarweise in Reihe miteinander geschaltet sind.
Die Schaltung besitzt ferner eine Stromquelle 34, sowie einen Hauptschalter S\ und zwei Ausgänge in Gestalt zweier Monoflops 35 und 36 und zusätzlich noch einen direkten Ausgang 40.
Dem Monoflop 36 ist allerdings ein weiterer Komparator 39 vorgeschaltet, der von einem PC-Kreis R und Cgetriggert wird und dessen Schaltschwelle von einem Spannungsteiler 42 ( = DiN- oder Blendeneinstel-
lung) eingestellt werden kann.
Zwischen die lilektromagnctpaare 5 und 6 und die Ausgange der Schaltung ist noch ein Umschalter 41 geschaltet, der zur Umpolung des Stromflusses durch die Elcktroniagnctpaarc 5 und 6 dient.
Diese Schaltung funktioniert wie folgt: Der Hauptschalter 5| ist mit dem Auslöser des Verschlusses verbunden und wird bei dessen Betätigung umgeschaltet. Dadurch wird gleichzeitig über den Monoflop 35 das Elektromagnetpaar 5 und 6/41;/ für eine kurze Zeit bestromt. Dadurch wird der Verschluß geöffnet. Weiterhin wird der in Ruhestellung kurzgeschlossene Kondensator C über den lichtempfindlichen Fotwiderstand R an die Betriebsspannung gelegt und lädt sich je nach Beleuchtungsstärke schneller oder langsamer auf. Erreicht diese Kondensatorspannung UC den mittels des Potentiometers 42 am Eingang vom Komparator 39 eingestellten Wert, so gibt der Komparator 39 am Ausgang pinpn .Snanniinpssprung ab. der iihrr C. ?R und RD differenziert, den Monoflop 36 triggert. Dabei entsteht am Ausgang von 36 für eine definierte Zeit, z. B. für ca. 50 ms, eine Spannung, die die Magnete 5 und 6/4Ii) bestromt, welche die Verschlußlamellen schließen. Die Belichtungszeit wird also bestimmt durch die Zeitkonstante von R und C, sowie durch die mittels des Potentiometers 42 einstellbare Schwellenspannung. Die beiden Monoflops 35 und 36 dienen lediglich dazu, einen dauernden Strom durch die Schließ- bzw. Öffnungsmagnete zu vermeiden und diese mit Stromimpulsen ausreichender Dauer zu versorgen, um die Batterie zu schonen.
Damit bei der nächsten Belichtung die jetzt in der Geschlossen-Stellung stehenden Lamellen wieder geöffnet werden und die jetzt in ihrer Offen-Stellung stehenden Lamellen nachlaufen und den Verschluß wieder schließen können, müssen die beiden Antriebssysteme umgeschaltet werden. Das heißt, es müssen immer diejenigen Elektromagnetpaare 5 und 6 mit dem flC-Kreis-gesteuerten Monoflop 36 verbunden werden, deren zugeordnetes Lamellenpaar die Schließfunktion übernimmt.
Dies geschieht mittels des Umschalters 41. Der Umschalter verfügt über vier bewegliche Kontaktzungen, die zu zwei Paaren 41a und 416 zusammengefaßt sind. Dabei ist das Paar 41a dem oberen Elektromagnetpaar 5, 6 zugeordnet, während das Paar 41 b dem unteren Elektromagnetpaar 5,6 zugeordnet ist.
Den vier Kontaktzungen stehen je zwei Umschaltkontakte gegenüber. In der aus Fig.20 ersichtlichen Weise sind je zwei dieser Umschaltkontakte dem Monoflop 35 und 36 zugeordnet, während die restlichen vier dem direkten Ausgang der Schaltung zugeordnet sind.
Bei Betätigung des Umschalters 41 werden die beiden Elektromagnetpaare 5, 6 wechselweise einmal mit dem Monoflop 35 und danach mit dem Monoflop 36 verbunden.
Dabei ist es wesentlich, daß, wie bereits oben ausgeführt, in Ruhestellung immer dasjenige Elektromagnetpaar mit dem Monoflop 36 verbunden ist dessen zugeordnete Lamellen sich in ihrer Offenstellung befinden.
Die Betätigung des Umschalters 41 kann manuell erfolgen, z. B. dadurch, daß nach jedem Verschlußablauf iine mit ihm gekuppelte Handhabe betätigt wird. Dies wäre jedoch nicht sehr günstig, weil voraussehbar ist, daß dann das Umschalten oft vergessen wird. Es wird deshalb vorgeschlagen, die Betätigung des Umschalters
29 OO
11
/u automatisieren. Insbesondere wird vorgeschlagen den Umsehalter getrieblich mit den Filmtransportelementen /\s "erbinden. und zwar derart, daß in an sich bekannter Weise bei jedem Filmtransport automatisch auch der Umschalter geschaltet wird.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Elektromagnetisches Antriebssystem für den Antrieb der Lamellen, Schieber und dgl. in den Verschlüssen fotografischer Aufnahmegeräte, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
DE2900197A 1979-01-04 1979-01-04 Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse Expired DE2900197C2 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2900197A DE2900197C2 (de) 1979-01-04 1979-01-04 Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse
US06/109,345 US4279485A (en) 1979-01-04 1980-01-03 Electromagnetic drive system for photographic shutters

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2900197A DE2900197C2 (de) 1979-01-04 1979-01-04 Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2900197A1 DE2900197A1 (de) 1980-07-10
DE2900197C2 true DE2900197C2 (de) 1981-12-24

Family

ID=6060042

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2900197A Expired DE2900197C2 (de) 1979-01-04 1979-01-04 Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse

Country Status (2)

Country Link
US (1) US4279485A (de)
DE (1) DE2900197C2 (de)

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
SE9700434L (sv) * 1997-02-06 1998-08-07 Hasselblad Ab Victor Elektromagnetiskt förskjutningsorgan
US6724428B1 (en) * 1999-08-31 2004-04-20 Nucam Corporation Shutter and lens apparatus of a digital camera with a stepless focusing function
EP2737512A1 (de) * 2011-07-29 2014-06-04 ABB Technology AG Magnetischer aktuator mit einer drehbaren armatur
DE102013207461A1 (de) * 2013-04-24 2014-10-30 Bela Mohacsi Elektromagnetischer Antrieb

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB514964A (en) * 1937-05-24 1939-11-22 Electrical Res Prod Inc Improvements in or relating to trigger devices
US3048678A (en) * 1960-06-10 1962-08-07 Space Components Inc Magnetic relays
DE1233714B (de) * 1964-11-30 1967-02-02 Prontor Werk Gauthier Gmbh Photographischer Kameraverschluss mit elektro-magnetisch betaetigtem Verschlussblattsystem
CH558542A (de) * 1973-07-19 1975-01-31 Sinar Ag Schaffhausen Verschlusseinrichtung fuer photographische kamera.
DE2532563C2 (de) * 1975-07-21 1983-04-28 Agfa-Gevaert Ag, 5090 Leverkusen Vorrichtung zur Bewegung einer Verschlußlamelle oder eines Filters
JPS5293322A (en) * 1976-02-02 1977-08-05 Fuji Photo Film Co Ltd Electromagnetic shutter

Also Published As

Publication number Publication date
DE2900197A1 (de) 1980-07-10
US4279485A (en) 1981-07-21

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2455927C3 (de) Elektromagnetischer Fokalschlitzverschluß
DE2945336A1 (de) Elektromagnetisch angetriebene betaetigungsvorrichtung
DE1233714B (de) Photographischer Kameraverschluss mit elektro-magnetisch betaetigtem Verschlussblattsystem
DE2900197C2 (de) Elektromagnetisches Antriebssystem für fotografische Verschlüsse
DE2010370B2 (de) Vorrichtung zum Spannen und Auslösen eines elektrischen Verschlusses
DE2152779A1 (de) Filmkamera mit elektromagnetischer Verschlußauslösung
DE2032039C2 (de) Belichtungsregeleinrichtung für fotografische Apparate
DE1239564B (de) Blendenverschluss fuer photographische Kameras
DE1131553B (de) Vorrichtung zum Bewegen, insbesondere OEffnen und/oder Schliessen, von waagerecht schiebbaren Verschliess- einrichtungen, vorzugsweise von Tuerfluegeln
AT254688B (de) Verschluß für photographische Kameras mit beim Belichtungsvorgang hin- und hergehendem Verschlußblattsystem
DE2622648A1 (de) Kinogeraet
DE2005635B2 (de) Elektronischer verschluss fuer eine photographische kamera
DE1222793B (de) Photographische Kamera mit Durchschwingsektoren-Verschluss
DE2526421C2 (de) Mehrfachschieber-Verschluß für fotografische Kameras
DE2832753A1 (de) Einrichtung zur anhaltung, fixierung o.dgl. bewegter bauteile
AT156133B (de) Wähler für elektrische Schaltanlagen.
DE2504912C3 (de) Elektrisch gesteuerte Verschlußeinrichtung für eine photographische Kamera
DE2310161C3 (de) Elektronische VerschluBsteuervorrichtung für Kleinstbildkamera
AT352535B (de) Einrichtung zur anhaltung, fixierung od.dgl. bewegter bauteile
DE1945709C3 (de) Vorrichtung zur Steuerung der Verschlußzeit einer fotografischen Kamera
DE183350C (de)
DE251551C (de)
DE2427255C3 (de) Steuervorrichtung für einen elektrischen Schlitzverschluß
AT252727B (de) Photographische Kamera mit einem Blendenverschluß
AT65755B (de) Vorrichtung zur Fernbetätigung von Signal- und anderen Apparaten.

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
D2 Grant after examination
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: HELMUT HUND KG, 6330 WETZLAR, DE

8339 Ceased/non-payment of the annual fee