-
Auskleidung für eine Trommel- oder Rohrmühle Die Erfindung betrifft
eine Auskleidung für eine Trommel- oder Rohrmühle, bestehend aus Hubelementen mit
dazwischenliegenden Auskleidungsplatten.
-
Derartige Trommelmühlen verlieren während des Betriebes allmählich
ihre Wirksamkeit, da sich die Hubelemente abnützen und sich in ihrer Höhe verringern,
wodurch ein zunehmender Verlust ihrer radialen Erstreckung in den Mahlraum eintritt.
Wenn die Hubelemente zu stark abgenützt sind, hört die Mahlwirkung auf. Es ist dann
erforderlich, die Mühle abzustellen, die abgenützten Hubelemente auszubauen und
sie durch neue zu ersetzen. Die Abnützung der Hubelemente, besonders bei einem autogenen
Mahlverfahren, ist sehr hoch und kann einen Ersatz der Hubelemente alle zwei oder
drei Monate erforderlich machen; je nach den tatsächlichen Betriebszeiten der Mühle
und der Art des gemahlenen Materials. Infolge der allmählichen Abnützung der Hubelemente
und des Mangels an Einrichtungen, die eine derartige Abnutzung ausgleichen, wird
der Wirkungsgrad der Mühle in unnötiger Weise beeinträchtigt. Ferner erfordert der
Ersatz der Hubelemente auf Grund ihrer Befestigung und der zu ihrem Ausbau erforderlichen
Maßnahmen nicht nur einen beträchtlichen Zeitaufwand, sondern verursacht ebenso
einen sehr erheblichen Anfall von Abfallmaterial, der manchmal bis zu 40 70 betragen
kann, da das meiste des in der Trommel verbleibenden Materials zusammen mit den
abgenützten Hubelementen weggeworfen werden muß.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Auskleidung für eine
Trommelmühle zu schaffen, bei welcher die Abnützung der Hubelemente ausgeglichen
werden kann.
-
Um dies zu erreichen, ist die Auskleidung erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, daß am Trommelmantel Einrichtungen zur Verstellung der radialen
Erstreckung der Hubelemente angeordnet sind.
-
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind dabei die zwischen
den Hubelementen angeordneten Auskleidungsplatten oder die Hubelemente selbst in
bezug auf ihren radialen Abstand vom Trommelmantel verstellbar.
-
Die Verstellung erfolgt dabei dadurch, daß zwischen dem Trommelmantel
und den Auskleidungsplatten bzw. den Hubelementen an sich bekannte pneumatische
Stellglieder angeordnet sind.
-
Derartige pneumatische Stellglieder wurden bereits bei Scheibenmühlen
verwendet, um eine Mahlscheibe relativ zur anderen in einer bestimmten Stellung
zu halten. In ähnlicher Weise wurden pneumatische Stellglieder auch bereits zur
Verstellung von Reibleisten in Walzenreibmaschinen angewendet, wie sie zum Verreiben
von Lacken und pastösen Massen Verwendung finden. Bei diesen Anordnungen wird eine
Reibleiste durch eine Schlauchanordnung gegen eine rotierende Walze gedrückt.
-
Die Erfindung wird an Hand von Ausführungsbeispielen beschrieben,
die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt F i g. 1 einen Querschnitt durch
eine Trommel-oder Rohrmühle, in welcher die Hublänge durch ein Absenken oder Anheben
der Auskleidungsplatten mit Hilfe aufblasbarer Luftschläuche ermöglicht wird, F
i g. 2 eine perspektivische Ansicht eines Teilschnitts durch das Innere einer Trommel-
oder Rohrmühle, in welcher die Auskleidungsplatten fest angeordnet und die Hubelemente
in ihrer Höhe durch aufblasbare Luftschläuche einstellbar sind, F i g. 3 eine perspektivische
Ansicht eines Teilschnitts durch einen Abschnitt der Anordnung gemäß Fig.1. F i
g. 4 eine perspektivische Ansicht eines der Luftschläuche und F i g. 5 eine perspektivische
Ansicht eines Teilschnitts, aus welcher die Hubelemente in nicht verstellbarer Lage
und die mit Hilfe von Einstellschraubenverstellbaren Auskleidungsplatten ersichtlich
sind.
-
In der Zeichnung kennzeichnen in sämtlichen Figuren gleiche Bezugsziffern
die gleichen Teile. Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in den F i
g. 1 und 3 dargestellt, aus denen hervorgeht, daß an der Innenseite der Trommel
t einer Trommelmühle länglich ausgebildete Hubelemente 2 angeordnet sind. Diese
Hubelemente liegen parallel
und im Abstand zueinander und sind an
der Trommel in nicht verstellbarer Weise befestigt, und zwar mit Hilfe von Gewindebolzen
3, an deren Enden an der Außenseite der Trommel 1 Muttern 4 angebracht _ind. wot@ei
die Bolzcnköpfe bei 5 in den HZ!belementen versenkt angeordnet sind.
-
Zwischen jedem Paar Hubelemente sind Auskleidungsplatten 6 angeordnet,
die in radialer Richtung durch Luftkissen abgestützt werden. Diese werden durch
aufblasbare, biegsame Schläuche 7 gebildet, die aus Gummi oder einem ähnlichen Material
bestehen und die nach außen abstehende Luftventile 8 aufweisen, welche sich bis
zur Außenfläche der Trommel erstrecken. Um die Auskleidungsplatten 6 an einem Herabfallen
zum Boden der Trommel während das Umlaufens derselben zu hindern, sind sie durch
Bolzen 9 an der Trommel befestigt. Die Bolzen 9 erstrecken sich durch die Trommelwand
und sind an ihren Enden mit Muttern 10 versehen. Wie aus F i g. 3 hervorgeht,
liegen die Bolzen 9 jeweils zwischen den Schlauchpaaren. Es ist jedoch offensichtlich,
daß ein Schlauch allein, oder eine Anzahl von Schläuchen verwendet werden kann,
und daß sich die Bolzen dabei jeweils in einer Lage befinden, die das Aufblasen
der Schläuche nicht behindert.
-
An Stelle der Verwendung von Luftkissen zur Einstellung der Höhe der
Auskleidungsplatten, ist es ebenso möglich, die Auskleidungsplatten mit Hilfe von
Einstellschrauben 11 einzustellen, wie aus F i g. 5 hervorgeht.
-
Eine dritte Ausführungsform der Erfindung ist in F i g. 2 dargestellt.
Gemäß dieser Ausführungsform besteht die Trommel aus in Abstand angeordneten länglichen
Abschnitten 12, die miteinander durch axial verlaufende längliche Rinnen 13 verbunden
sind, wobei ihre Seitenflansche mit den benachbarten Trommelabschnitten 12 verschweißt
oder in anderer Weise daran befestigt sind. In diesen Rinnen befinden sich aufblasbare
Schläuche 7, auf denen sich die Hubelemente 2 abstützen, wobei die Hubelemente mit
Hilfe von bei 5 versenkt angeordneten Bolzen 9 in der vorausgehend beschriebenen
Weise an ihrem Platz gehalten werden. Die Auskleidungsplatten sind fest mit der
Trommel verbunden. Auf diese Weise werden die Hubelemente selbst verstellt, um die
gewünschte radiale Erstreckung der Hubelemente zu erzielen.
-
Wie sich aus der vorausgehenden Beschreibung ergibt, kann die radiale
Erstreckung der Hubelemente auf zweierlei Weise verstellt werden, nämlich durch
Verstellung des radialen Abstandes der Auskleidungsplatten und durch Verstellung
des radialen Abstandes der Hubelemente von dem Trommelmantel, wobei der radiale
Abstand der Auskleidungsplatten entweder pneumatisch oder mechanisch verstellbar
ist.
-
Gemäß F i g. 3 erfolgt die normale Verstellung der Auskleidungsplatten
mit Hilfe von aufblasbaren Schläuchen. Sind die Hubelemente derart abgenützt, daß
eine Einstellung oder ein Ersatz erforderlich ist, so wird teilweise Luft aus den
Schläuchen abgelassen, wodurch die Auskleidungsplatten unter dem Einfluß der Schwerkraft
ihre neue Stellung einnehmen. Darauf werden die Bolzen, welche die Platten an der
Trommel halten, angezogen, um den Abstand der Platten von der Innenfläche der Trommel
zu begrenzen. Dabei können die Schläuche mit Luft aufgeblasen werden, um einen größeren,
nach außen gegen die Platten gerichteten Druck auszuüben und sie fest gegen die
Bolzenköpfe 9 zu drücken. Die veränderte Lage der Platten ist in F i g. 3 mit B
angedeutet. Werden andererseits mechanische Einrichtungen zum Absenken der Platten
verwendet, so ist es lediglich erforderlich, die Bolzen oder Einstellschrauben
11
gemäß F i g. 5 anzuziehen, um auf diese Weise die Platten abzusenken und
die gewünschte Einstellung vorzunehmen.
-
In ähnlicher Weise werden bei der Verwendung von aufblasbaren Schläuchen
zum Anheben der Hubelemente gemäß F i g. 2 die Muttern, welche die Hubelemente an
ihrem Platz halten, etwas gelöst und die Schläuche aufgepumpt. Die Verwendung von
pneumatischen Schläuchen unterhalb der Auskleidungsplatten bringt unerwartete Vorteile.
Diese Schläuche stützen nicht nur die Auskleidungsplatten elastisch ab und verringern
damit deren Abnützung, sondern übernehmen auch die Abdichtung des hinter den Platten
gelegenen Raums und verringern damit erheblich einen Abschleifvorgang durch Materialteilchen
an jenen Teilen der Trommel, die unter den Platten liegt. Noch wichtiger ist jedoch
die Vermeidung von Materialverlusten als Folge des Auswechselns der Hubelemente,
wobei die Einsparungen bei etwa 14 % liegen.