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DE1244701B - Verfahren zur Ausruestung eines textilen Verbundstoffes - Google Patents

Verfahren zur Ausruestung eines textilen Verbundstoffes

Info

Publication number
DE1244701B
DE1244701B DEF44056A DEF0044056A DE1244701B DE 1244701 B DE1244701 B DE 1244701B DE F44056 A DEF44056 A DE F44056A DE F0044056 A DEF0044056 A DE F0044056A DE 1244701 B DE1244701 B DE 1244701B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
composite
finishing
fiber layer
threads
textile
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF44056A
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Ploch
Heini Gerischer
Dipl Rer Oec Dirk Haase
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Forschungsinstitut fuer Textil Technologie
Original Assignee
Forschungsinstitut fuer Textil Technologie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Forschungsinstitut fuer Textil Technologie filed Critical Forschungsinstitut fuer Textil Technologie
Priority to DEF44056A priority Critical patent/DE1244701B/de
Publication of DE1244701B publication Critical patent/DE1244701B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C29/00Finishing or dressing, of textile fabrics, not provided for in the preceding groups

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)
  • Knitting Of Fabric (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ausrüstung eines textilen Verbundstoffes Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausrüstung eines textilen Verbundstoffes durch übernähen einer Faserschicht mit Fäden.
  • Textile Verbundstoffe, bei denen eine Faserschicht mit in Trikotlegung abbindenden Fäden übernäht ist, sind bekannt. Ihre Herstellung erfolgt auf Vielnadelnähmaschinen, die ein gegenseitiges Verriegeln der aus den Nähfäden gebildeten Kettenstichnähte in Trikotlegung ermöglichen, wie das z. B. auf Nähwirkmaschinen der Fall ist.
  • Es sind auch schon solche textile Verbundstoffe bekanntgeworden, bei denen die Faserschicht aus im wesentlichen in Querrichtung angeordneten Fasern besteht.
  • Infolge ihrer Eigenschaften haben die textilen Verbundstoffe bisher allgemein nur einen begrenzten Einsatz gefunden. Da es ihnen vor allem auch an einer Dehnungselastizität in Querrichtung mangelt, konnten sie bisher nicht für Oberbekleidungszwecke eingesetzt werden.
  • Die Erfindung hat daher die Aufgabe, die dehnungselastischen Eigenschaften dieser Verbundstoffe in Querrichtung so zu verbessern, daß sie annähernd die von Gewirken und Gestricken erreichen, und diese Verbundstoffe für Oberbekleidungszwecke, z. B. an Stelle von Jerseystoffen, einsetzbar werden.
  • Um eine solche Elastizitätsverbesserung zu erreichen, wird erfindungsgemäß ein textiler Verbundstoff, der aus einer im wesentlichen in Querrichtung orientierten Faserschicht besteht, die mittels thermoplastischer, in -Trikotlegung abbindender Fäden übernäht ist, einer Längsreckung, die einen Breiteneinsprung zur Folge hat, unterworfen, und in dieser gereckten Lage werden die thermoplastischen Fäden durch Wärmeeinwirkung fixiert.
  • Durch die Verwendung von thermoplastischen Fäden als Nähmaterial und deren Fixierung in dem einer Längsspannurna unterworfenen Verbundstoff wird erreicht, daß die aus den in Trikotlegung abbindenden Nähfäden gebildeten Kettenstichnähte bzw. Maschenstäbchen infolge der Längsspannung in Längsrichtung gereckt und in dieser gereckten Lage fixiert werden. Die Maschenstäbchen verlaufen gerade.
  • Die Fixierung kann mittels trockener Hitze, wie Heißluft, Kontakthitze oder Strahlungshitze, z. B. Infrarotstrahlung, mittels Heißdampf oder Heißwasser vorgenommen werden. Vorzugsweise erfolgt die Fixierung gleichzeitig mit dem Färben oder Waschen des Verbundstoffes. Es wird bereits ein ausreichender Fixiereffekt erreicht, wenn die beim Färben bzw. Waschen üblichen Kochtemperaturen zur Anwendung. kommen.
  • Wird der so behandelte Verbundstoff in Querrichtung beansprucht, so daß die Maschenstäbchen verzogen werden, haben die Maschenstäbchen nunmehr das Bestreben, in ihre fixierte Lage zurÜckzukehren. Auf diese Weise werden dem Verbundstoff dehnungselastische Eigenschaften in Querrichtung verliehen, wie sie die bisher bekannten Verbundstoffe nicht besitzen. Der Verbundstoff hat durch das erfindungsgemäße Verfahren das Bestreben, bei Zugbeanspruchung in seine Ausgangslage zurückzuspringen.
  • In Längsrichtung besitzt der Verbundstoff diese Eigenschaft der elastischen Dehnung nicht. Da er in Längsrichtung dehnungsarm bleibt, unterscheidet er sich in vorteilhafter Weise von Gewirken und Gestricken, die meistenteils eine hohe Längsdehnung aufweisen. Auch bei Geweben kann die durch das erfindungsgemäße Verfahren bei dem Verbundstoff erreichte Wirkung, nämlich gute Dehnungselastizität in Querrichtung und wesentlich geringere Dehnung in Längsrichtung nur mittels elastischer Texturfäden als Schuß erreicht werden.
  • Bedarf es bei Gewirken, Gestricken oder Geweben stets der Verwendung von Gespinsten oder Seiden bzw. sogar besonderer Fadenkonstruktionen, wie elastische Texturfäden, so ist es nach dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich, einem im wesentlichen aus einer Faserschicht bestehenden Verbundstoff derartige Eigenschaften zu verleihen, daß er für Oberbekleidung der verschiedensten Art, aber auch für andere neuartige Verwendungsgebiete eingesetzt werden kann, selbst wenn die Faserschicht überwiegend aus Viskosefasern besteht. Die Verwendung der feinen thermoplastischen Nähfäden hat außerdem zur Folge, daß die Faserschicht beidseitig eingeschnürt wird, so daß sich ihre Dicke verringert. Der aus der Faserschicht gebildete Verbundstoff erhält durch diese Einschnürungen nicht nur ein jerseyartiges Warenbild, sondern hat auch mit Jerseystoffen vergleichbare dehnungselastische Eigenschaften und einen jerseyartigen Griff.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet somit die Herstellung eines aus überwiegend einer Faserschicht bestehenden Textilstoffes mit infolge seiner besonderen Eigenschaften neuen Einsatzmöglichkeiten. Seine Herstellung erfordert einen außerordentlich geringen technologischen Aufwand, da vor allem die für Gewebe, Gewirke und Gestricke aufwendigen Prozesse des Spinnens, Zwirnens, Wirkens, Strickens bzw. Webens wegfallen.
  • Beispiel 1 Ein aus Viskosefasern bestehendes quer orientiertes Vlies einer Masse von etwa 100 g/m2 wird mit gefärbter Polyamidseide Nm 50 (20 tex) als Nähmaterial bei einer Stichlänge von etwa 1 mm übernäht. Der Abstand der Kettenstichnähte voneinander beträgt etwa 1,8 mm.
  • Der Verbundstoff wird einem Färbeprozeß auf Jigger bei Temperaturen von etwa 100° C unterworfen. Es wird mit einem Längszug von 5 bis 10% gearbeitet. Der Breiteneinsprung beträgt etwa 30 bis 35%.
  • Beispiel 2 Ein aus flockegefärbten Polyacrylnitrilfasern bestehendes quer orientiertes Vlies einer Masse von etwa 80 g/m2 wird mit bunter Polyamidseide Nm 50 (20 tex) als Nähmaterial bei einer Stichlänge von etwa 1,3 mm übernäht. Der Abstand der Kettenstichnähte voneinander beträgt 1,4 mm. Da das Vlies aus flockegefärbten Fasern besteht und ein Färbeprozeß demzufolge entfällt, wird die Fixierung beim Waschen des Verbundstoffes auf dem Egger bei Temperaturen von etwa 100° C vorgenommen. Es wird mit einer Längung von 5 bis 10°/o gearbeitet. Der Breiteneinsprung beträgt etwa 30 bis 35%.
  • Beispiel 3 Ein aus flockegefärbten Polyacrylnitrilfasern bestehendes quer orientiertes Vlies einer Masse von etwa 100 g/m2 wird mit gefärbter Polyamidseide Nm 50 (20 tex) als Nähmaterial bei einer Stichlänge von 1,5 mm übernäht. Der Abstand der Kettenstichnähte voneinander beträgt etwa 1,8 mm.
  • Im Gegensatz zu den Beispielen 1 und 2 wird der Verbundstoff mit trockener Hitze behandelt. Die Fixierung erfolgt auf einem Spannrahmen entweder mit Heißdampf oder Heißluft von 120 bis 150° C. Es wird mit einer Längung von 5 bis 10% gearbeitet. Der Breiteneinsprung beträgt etwa 30 bis 35%.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Ausrüstung eines textilen Verbundstoffes, der aus einer im wesentlichen in Querrichtung orientierten Faserschicht besteht, die mittels thermoplastischer, in Trikotlegung abbindender Fäden übernäht ist, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß der Verbundstoff einer Längsreckung, die einen Breiteneinsprung zur Folge hat, unterworfen wird und daß die thermoplastischen Fäden in dieser gereckten Lage fixiert werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Textilverbundstoffe, Leipzig, 1963, S. 69, 70 und 142,143.
DEF44056A 1964-09-25 1964-09-25 Verfahren zur Ausruestung eines textilen Verbundstoffes Pending DE1244701B (de)

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DEF44056A DE1244701B (de) 1964-09-25 1964-09-25 Verfahren zur Ausruestung eines textilen Verbundstoffes

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DE1244701B true DE1244701B (de) 1967-07-20

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DEF44056A Pending DE1244701B (de) 1964-09-25 1964-09-25 Verfahren zur Ausruestung eines textilen Verbundstoffes

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0070176A3 (de) * 1981-07-14 1984-07-11 Scott & Fyfe Limited Gedehntes Gewebematerial

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0070176A3 (de) * 1981-07-14 1984-07-11 Scott & Fyfe Limited Gedehntes Gewebematerial

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