DE2438143A1 - Verfahren und anlage zum stabilisieren und vorschrumpfen einer wirkware in gestalt eines endlosen schlauches, welche durch waerme stabilisierbare synthetische fasern enthaelt - Google Patents
Verfahren und anlage zum stabilisieren und vorschrumpfen einer wirkware in gestalt eines endlosen schlauches, welche durch waerme stabilisierbare synthetische fasern enthaeltInfo
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Description
■)r.-lna. Holzhäuser j
r/i^s!---S1"-- S'-'.'.Mof'-'fiecxer ■
'""'''" -3 at'- π \ ? η «vrJte Dr.H./Fr.
005 0:".:i..-J2/\CHAK'.MA!N
Harrnsii-aßa 37 · Ts'.eron 83 83 S4
Harrnsii-aßa 37 · Ts'.eron 83 83 S4
Cluett, Peabody & Go. Inc.
45> River Street
Troy, New York, V.St.A.
Verfahren und Anlage zum Stabilisieren und Vorschrumpfen
einer Wirkware in Gestalt eines endlosen
Schlauches, welche durch Wärme stabilisierbare synthetische Fasern enthält.
Die Erfindung betrifft das Stabilisieren und Vorschrumpfen von Wirkwaren, welche aus Garnen hergestellt sind, die Zellulosefasern
in Mischung mit künstlichen thermoplastischen Fasern enthalten oder vollständig aus thermoplastischen Fasern
bestehen.
Insbesondere betrifft die Erfindung die Herstellung vorgeschrumpfter
Wirkware in Gestalt eines endlosen Schlauches mit stabilisierten Abmessungen.
Zum Unterschied von Webware besteht Wirkware sowohl in ihrer ßippanrichtung als auch in ihrer Windrichtung aus ineinander
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verschlungenen Maschen eines endlosen Garnes oder einer Anzahl endloser Garne-r Infolgedessen besteht bei Wirkwaren eine
Abhängigkeit ihrer Abmessungen in der fiippen- und Wirkrichtung und die Wirkware ist leicht verzerrbar. Diese Eigenschaft
von Wirkware ist für viele Kleidungsstücke erwünscht, weil aus solcher Wirkware hergestellte Kleidungsstücke sich
dem Körper anpassen und ihre Formen bei Bewegungen leicht ändern. Obwohl diese Eigenschaft von Wirkwaren für aus ihnen
hergestellte Kleidungsstücke erwünscht ist, ergeben sich schwierige Probleme bei der Herstellung solcher Artikel.
Ss ist es beispielweise notwendig, dass Wirkwaren ihre Form in Kleidungsstücken auch nach langem Tragen und häufigem
Waschen unverändert behalten. Diese Probleme werden noch vergrössert, wenn die Wirkwaren aus Garnen mit thermoplastischen
Fasern, z.B. Polyestern in Mischung mit Zellulosefasern,
z.B. Baumwolle oder Kunstseide bestehen. Es ist schwierig, in leichter Weise Ware zu wirken, zu stabilisieren und vorzuschrumpfen,
wenn diese ganz oder teilweise aus künstlichen thermoplastischen Fasern besteht, und insbesondere einen
befriedigenden Griff zu erreichen und die Genauigkeit und Gleichförmigkeit der Abmessungen in aus solchen Wirkwaren
hergestellten Kleidungsstücken zu gewährleisten.
Normalerweise durchlaufen Wirkwaren in Gestalt eines endlosen Schlauches, aus welchen waschbare Kleidungsstücke,
wie z.B. Unterhemden, Unterhosen, Schlüpfer oder dergleichen
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hergestellt werden, eine Finishbehandlung, nachdem sie gereinigt und/oder gebleicht worden sind, um die Falten aus
den Fasern zu entfernen, die Wirkkanten zu strecken und der Ware ein glattes geschmeidiges Aussehen zu geben, ehe die
Ware zur Herstellung von Kleidungsstücken zerscMtten wird.
Bisher wurde eine vollständige Schrumpfung von Wirkwaren in
Rippen- und Wirkrichtung dadurch erreicht, dass die Wirkware unter Wärme und Feuchtigkeit in vollständig entspanntem Zustand
gehalten wurde. Hierdurch wurden die die Webwaren bildenden
Garne von allen Spannungen befreit, die sie durch ihre Vorbehandlung, wie Krämpeln, Spinnen, Zwirnen usw. der Garne
und anschliessendes Wirken und Ausrichten der Waren aufgenommen
hatten, sodass die Fasern in ihre ursprüngliche natürliche Lage zurückkehren.
Die Erfindung bezweckt die Verbesserung und Vereinfachung der
bisher üblichen Behandlung. Demgemäss werden Wirkwaren mit thermoplastischen und Zellulosefasern stabilisiert und vorgeschrumpft,
ohne ihren Griff beim Dämpfen der Ware in entspanntem Zustand zu beeinträchtigen, sodass die Zellulosefasern
Feuchtigkeit aufnehmen können. Unmittelbar darauf werden, während daas Gewebe sich noch in entspanntem Zustand
befindet, die thermoplastischen Fasern mittels eines beheizten Bandes stabilisiert. Da die Wirkware stabilisiert wird,
so lange sie sich noch in entspanntem Zustand befindet,
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schrumpfen aus ilir hergestellte Kleidungsstücke später nicht,
unabhängig davon, wie oft sie getragen oder anschliessend gewaschen werden.
Ein Zweck der Erfindung besteht in der Verringerung der Schrumpfung von Wirkware in Gestalt eines endlosen Schlauches,
wie er beispielsweise zur Herstellung von Unterhemden, Unterhosen, Schlüpfern usw. gebraucht wird, praktisch auf Null.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht in der Schaffung eines Vafahrens und einer Anlage zur Burchführung dieses
Verfahrens zur Behandlung von Wirkware in Gestalt eines endlosen Schlauches, um vorbestimte Endabmessungen sicher
zu erzielen.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens und einer Anlage zur Durchführung des
Verfahrens, durch welche alle Fasern der Ware in entspanntem Zustand gehalten werden, während die Ware getrocknet wird,
bis sie auf Tische oder Karren abgelegt wird.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, die Behandlung der Wirkware bei möglichst hoher Geschwindigkeit durchzuführen
wegen der Tatsache, dass die Ware in entspanntem Zustand gedämpft wird und anschliessend über beheizte Bandtrommeln
geführt wird, und zwar jeweils in möglichst kurzer
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Zeit, wodurch eine gleichmässige und gleichförmige Behandlung
gewährleistet wird.
gewährleistet wird.
Ein weiterer Zweck der Erfindung "besteht in der Herstellung
einer Wirkware in Gestalt eines endlosen Schlauches zur Herstellung von Kleidungsstücken, wodurch die Gestalt der Kleidungsstücke durch Elastizität gegenüber verformenden Kräften
einer Wirkware in Gestalt eines endlosen Schlauches zur Herstellung von Kleidungsstücken, wodurch die Gestalt der Kleidungsstücke durch Elastizität gegenüber verformenden Kräften
erhalten bleibt. ι
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht in der Schaffung
von Wirkware in Geaalt eines endlosen Schlauches mit verbessertem Griff und verbesserter Ausrüstung.
von Wirkware in Geaalt eines endlosen Schlauches mit verbessertem Griff und verbesserter Ausrüstung.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht in der Schaffung
einer Anlage zur Durchführung der Stabilisierung und Schrumpfung!
j nach dem Verfahren gemäss der Erfindung, wobei diese Anlage j
in weiten Grenzen unterschiedlicher Ware angepasst werden .
kann und eine schnelle Ingangsetzung und Abstellung der ;
ι Anlage sowie eine Anpassung ihrer Stationen an ihre jeweili- ,
gen Punktionen gestattet. '
ι "■-■*."
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht in der Herstellung ;
von Wirkware in Gestalt eines endlosen Schlauches in wirt- · ■ schaftlicher Weise sowie zu möglichst geringen Betriebskosten.
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In den Zeichnungen ist eine Ausfuhrungsform einer Anlage
! gemäss der Erfindung beispielsweise und rein schematisch dargestellt,und zwar zeigen:
B1Ig. 1 eine schematische Darstellung einer Anlage gemäss
der Erfindung
Fig. 2 eine Teildraufsicht längs der Linie 2-2 von Fig.
Fig. 2 eine Teildraufsicht längs der Linie 2-2 von Fig.
in Richtung der Pfeile.
Fig. 1 zeigt die Anlage gemäss der Erfindung zum Stabilisieren und Vorschrumpfen von schlauchformiger Wirkware.
Aus einem in der Faser stabilisierten Garn 11 aus künstlichen thermoplastischen Fasern oder Mischungen von künstlichen
mit Zellulosefasern wird eine schlauchförmige Wirkware 12
gewirkt. Die schlauchförmige Wirkware 12 wird in bekannter
Weise durch Waschen, Bleichen, Spülen, Weichmachen und / oder andere Schritte vorbehandelt. Die Vorbehandlung kann in weiten
Grenzen unterschiedlich sein je nach der Zusammensetzung
der Ware 12, den Fasern, aus welchen die Ware 12 hergestellt wird, der angewendeten Wirkart, der vorhandenen Ausstattung
des Betriebes sowie des Endzweckes, für welchen die Ware 12 bestimmt ist.
Nada entsprechender Vorbehandlung wird der gewirkte Schlauch
12 durch ein Paar Vorschubwalzen 13 kontinuierlich der dar-^
gestellten Anlage zugeführt..Es ist erwünscht, die Ware 12
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~ 7 - j
in entspanntem Zustand zu dampfen. Zu diesem Zweck steht j
ein Geschwindigkeitsregler 14- in Antriebsverbindung mit den ]
Vorschubwalzen 13· Ferner steht ein Antrieb 15 in Arbeits- ;
verbindnng mit einem Bandtrockner 16 und ein zweiter Geschwindigkeitsregler
in Antriebsverbindung mit einem Antriebsmechanismus 2o einer Spreizvorrichtung 18, sodass die Ware
12 zwischen den Führungswalζen 13 und dem Antriebsmechanismus
2o sich in einem relativ entspannten Zustand befindet. Der Vorschub der Ware 12 von der Spreizvorrichtung 18 zu dem
Bandtrockner 16 kann mit derselben Geschwindigkeit erfolgen, mit v/elcher die Ware 12 die Spreizvorrichtung 18 verlässt oder
mit einer etwas geringeren Geschwindigkeit als der Trockengeschwindigkeit.
Der FiIzbajidtrockner 16 enthält ein Filzband 21, welches
mittels einiger Walzen 22 zwischen einer beheizten Trommel 23 und einer beheizten Trommel 24 umläuft. Die Ware 12
wird dem Filzband 21 zugeführt und läuft mit ihm in enger Berührung um die Trommel 23 und von dort über Abnahmerollen
25 zu Kompensatorrollen 26 und einem Faltenableger 27 in
geeignete Karren 28.
Das Dämpfen der Ware mittels der Befeuchtungsvorrichtung
erfolgt vorzugsweise- bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 10
bis 15 Gewichtsprozent je nach der Art der Ware.
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Die Arbeitstemperatur des Bandtrockners 16 zur Wärmebehandlung
der thermoplastischen Garne liegt vorzugsweise etwa
zwischen 160 bis 190°C. Während der Hitzebehandlung wird der Feuchtigkeitsgehalt auf etwa 0-5 Gewichtsprozent
verringert.
Für jeden Fachmann ist bei der Behandlung von Ware selbstverständlich,
dass von den vorstehenden Werten stark abgewichen werden kann, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu
berühren.
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Claims (1)
- Ansprüche :M Verfahren zur Stabilisierung und Voraäirumpfung einer Wirkware in Gestalt eines endlosen Schlauches, wobei die Ware durch Wärme stabilisierbare Fasern enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch auf die gewünschte Gestalt geöffnet und unmittelbar darauf die Ware auf einem beheizten, nib einem Band abgedeckten Zylinder stabilisiert wird.2. Verfahren nagh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Band ein Filzband ist.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungstemperatur etwa im Bereich von 16o bis 1900C liegt.4. Verfahren zur Stabilisierung und Vorschrumpfung einer aus einem endlosen Schlauch bestehenden Wirkware, wobei die Ware eine Mischung von durch Wärme stabilisierbaren Garnen und Zellulosegarnen enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Ware in entspanntem Zustand gedämpft wird, damit die Zellulosegarne Feuchtigkeit aufnehmen^ und unmittelbar darauf die noch entspannte Ware auf einem beheizten, durch ein Band abgedeckten Zylinder stabili-509810/07082438U3! siert wird.5. Verfahren nach. Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfung durch Besprühen der Ware mit Wasser erfolgt.■6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfung der Ware durch Dampf erfolgt.7· Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfung der Ware durch Besprühen mit Wasser und Dampf erfolgt.8. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfen der Ware bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt im Bereich von etwa 5 bis 25 Gewichtsprozent erfolgt.9- Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass während der Stabilisierung durch Hitze der Feuchtigkeitsgehalt der Ware auf weniger als 5 Gewichtsprozent verringert wird.10. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ware der Dampfzone mit "Overfeed" zugeführt wird, damit die Wai?e sich in entspanntem Zustand befindet.509810/070811. Verfahren zur Stabilisierung und Vorschrumpfung einer aus einem endlosen Schlauch bestehenden Wirkware, wobei die Ware eine Mischung aus durch Wärme stabilisierbaren Garnen und Zellulosegarnen enthält, dadurch gekennzeichnet , dass die Ware in entspanntem Zustand gedämpft wird, damit die Zellulosegarne Feuchtigkeit aufnehmen, die entspannte Ware auf eine vorbestimmte Breite gespreizt wird und unmittelbar darauf die Ware auf einem beheizten, mit einem Band abgedeckten Zylinder stabilisiert wird.12. Anlage zur Stabilisierung und Vorschrumpfung einer aus einem endlosen Schlauch bestehenden Wirkware, welche eine Mischung von thermoplastischen Fasern und Zellulosefasern enthält, gekennzeichnet durch eine Dämpfvorrichtung, welche so angeordnet ist, dass sie die zu dämpfende Ware so aufnimmt, dass die Zellulosefasem Feuchtigkeit absorbieren, einer ersten Antriebsvorrichtung zur .Regelung des Vorschubs der Ware zu der Dämpfvorrichtung, einer Spreizvorrichtung, welche die Ware auf eine vorbestimfce Breite bringt, einer zweiten Antriebsvorrichtung zur Regelung des Vorschubs der Ware durch die Spreizvorrichtung, einem Bandtrockner zur Aufnahme der Ware von der Spreizvorrichtung, wobei die Ware noch entspannt ist, um die Ware zu trocknen und ihre thermoplastischen Fasern durch Wärme zu stabili-509810/0708sieren, einer dritten Antriebsvorrichtung, umdie Trommelgeschwindigkeit des Bandtrockners zu steuern, wobei die erste Antriebsvorrichtung so geführt wird, dass die Ware bei ihremDurchlauf durch die Dämpfvorrichtung entspannt ist und hierdurch in.ihr vorhandene Spannungen abgebaut werden und die zweite Antriebsvorrichtung so eingestellt ist, dass die Ware dem Bandtrockner so zugeführt wird, dass die gewünschte Gestalt der Ware während des Trocknens und der Wärmestabilisierung beibehalten wird.13. Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfvorrichtung mindestens eine Dämpfkammer enthält.14. Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfvorrichtung mindestens eine Wassersprühkammer enthält.15· Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage eine kombinierte Wassersprüh- und Dämpfvorrichtung enthält.1^· Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Band des Trockners ein Filzband ist.5098107070817· Anlage nach. Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die WärmeStabilisierungstemperatur im Bereich zwischen etwa 160 und 1900C liegt.18. Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpf vor ichtung das Gewe"be auf einen Feuchtigkeitsgehalt im Bereich zwischen 5 und 25 Gewichtsprozent bringt.19· Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmestabilisierungsvorrichtung das Gewebe auf einen Feuchtigkeitsgehalt im Bereich zwischen 0 und 5 Gewichtsprozent trocknet.509810/0708Lee rs e i te
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