DE1243172B - Stabilisierung von Vinylidenchlorid - Google Patents
Stabilisierung von VinylidenchloridInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C17/00—Preparation of halogenated hydrocarbons
- C07C17/38—Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
- C07C17/42—Use of additives, e.g. for stabilisation
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο-19/02
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1243 172
J25410IVb/12o
9. März 1964
37-. Juni 1967
J25410IVb/12o
9. März 1964
37-. Juni 1967
Vinylidenchlorid ist bekanntlich in Gegenwart von Luft, Sauerstoff und Licht instabil und scheidet deshalb
allmählich feste Produkte aus, wie polymeres Material, harzartige Produkte und Produkte mit
saurem Charakter.
p-Methoxyphenol, wenn es allein verwendet wird, hat die günstige Eigenschaft, daß es vor der vollständigen
Umwandlung in das Polymere nicht aus dem Monomeren entfernt werden muß. Deshalb werden
dabei aufwendige Wasch- und Destillationsverfahren zur Entfernung des Stabilisators vermieden. Die eigentliche
Stabilisierungswirkung von p-Methoxyphenol ist jedoch äußerst beschränkt. So schützt eine Zugabe von
0,015 bis 0,02 Gewichtsprozent p-Methoxyphenol bei Raumtemperatur das Vinylidenchlorid in Gegenwart
von Luft nur für einen Zeitraum in der Größenordnung
von einer Woche. Aus diesem Grunde ist es allgemeine Praxis, das Monomere unter Stickstoff aufzubewahren.
Sogar unter handelsüblichem Stickstoff, welcher kleine Sauerstoffmengen von beispielsweise 0,2 Gewichtsprozent
enthält, findet in Gegenwart von p-Methoxyphenol nach ungefähr 5 bis 6 Wochen eine Vorpolymerisation
statt. Wenn diese Vorpolymerisation einmal eingesetzt hat, ganz gleichgültig, ob das Vinylidenchlorid
unter Stickstoff oder Luft aufbewahrt wurde, so ist es nicht möglich, durch Entfernung der festen
Produkte und anschließende Zugabe von weiterem p-Methoxyphenol eine neue Stabilisierung zu erreichen.
Ammoniak, wenn es allein angewendet wird, ist ein viel weniger brauchbarer Stabilisator als p-Methoxyphenol,
welches ohnehin schon von beschränkter Brauchbarkeit ist. So beginnt Vinylidenchlorid, zu dem
0,001 % Ammoniak zugegeben wurde, in Gegenwart von Luft nach 3 bis 4 Tagen zu polymerisieren.
Es wurde nun gefunden, daß Vinylidenchlorid für sehr lange Zeiträume gegen Vorpolymerisation geschützt
werden kann, wenn dem Vinylidenchlorid eine synergistische Kombination aus einem p-Alkoxyphenol
und Ammoniak zugesetzt wird.
Gemäß der Erfindung erfolgt die Stabilisierung von Vinylidenchlorid dadurch, daß man ihm 0,004 bis
0,025 Gewichtsprozent p-Alkoxyphenol, das bis zu 4 Kohlenstoffatome in der Alkoxygruppe enthält, und
0,0001 bis 0,01 Gewichtsprozent Ammoniak (berechnet als NaOH) zusetzt.
Zweckmäßig werden 0,005 bis 0,025 Gewichtsprozent p-Alkoxyphenol mit 0,0002 bis 0,01 Gewichtsprozent
Ammoniak (berechnet als NaOH) zugesetzt.
Gute Ergebnisse werden z. B. mit p-Methoxyphenol und p-Äthoxyphenol erhalten. p-Methoxyphenol wird
bevorzugt.
Stabilisierung von Vinylidenchlorid
Anmelder:
Imperial Chemical Industries Limited, London
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Fincke, Dipl.-Ing. H. Bohr
und Dipl.-Ing. S. Staeger, Patentanwälte,
München 5, Müllerstr. 31
und Dipl.-Ing. S. Staeger, Patentanwälte,
München 5, Müllerstr. 31
Als Erfinder benannt:
John Edwin Moakes, Fairlight (Australien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 8. März 1963 (9323),
vom 31. Januar 1964
Großbritannien vom 8. März 1963 (9323),
vom 31. Januar 1964
Vinylidenchlorid, das sowohl mit p-Methoxyphenol als auch mit Ammoniak stabilisiert ist, kann ohne Vorpolymerisation
über einen Zeitraum gelagert werden, der beträchtlich größer ist als die Summe der Zeiträume,
die ohne Vorpolymerisation erzielt werden, wenn ähnliche Mengen Ammoniak allein und ähnliche
Mengen p-Methoxyphenol allein unter ähnlichen Lagerungsbedingungen verwendet werden.
Im allgemeinen werden mindestens 0,004 Gewichtsprozent p-Alkoxyphenol, beispielsweise p-Methoxyphenol,
verwendet. Gute Ergebnisse können erhalten werden, wenn 0,005 bis 0,025 Gewichtsprozent, beispielsweise
0,015 bis 0,02 Gewichtsprozent, dieser Verbindung verwendet werden. Es wird vorgezogen, wenigstens
eine solche Menge Ammoniak zu verwenden, die eine Alkalinität von 0,0001 Gewichtsprozent, bezogen
auf das Monomere (ausgedrückt als NaOH), ergibt. Es können sehr gute Ergebnisse erhalten werden, wenn
eine solche Ammoniakmenge verwendet wird, der eine Alkalinität von 0,0002 bis 0,001 Gewichtsprozent (ausgedrückt
als NaOH) oder sogar noch höher entspricht.
Die vorliegende Erfindung hat den Vorteil, daß, wenn bei Zugabe einer gewissen Menge p-Methoxyphenol
und Ammoniak zu Vinylidenchlorid die Alkalinität der stabilisierten monomeren Verbindung beim
Lagern auf einen zu niedrigen Wert fällt, z. B. bei längerem Lagern an Luft und bei erhöhten Temperaturen
zur erneuten Stabilisierung nur eine geringe Menge Ammoniak eingeleitet werden muß. Wenn
weiterhin Vinylidenchloridmonomer mit 1-Methoxyphenol allein stabilisiert wurde, so können beim Ein-
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setzen der Polymerisation die abgelagerten festen Produkte abfiltriert werden, und Ammoniak kann in das
noch p-Methoxyphenol enthaltende flüssige Vinylidenchlorid eingeleitet werden, wobei ein Vinylidenchlorid
von guter Stabilität erhalten wird. Die vorliegende Erfindung erlaubt es, das Lagern unter Stickstoff zu
vermeiden. Außerdem muß p-Methoxyphenol in der synergistischen Kombination mit Ammoniak nicht vor
der Polymerisation abgetrennt werden.
181,4 kg Vinylidenchlorid wurden verwendet, welche, wie durch Analyse festgestellt wurde, annähernd
IO 99,3 °/0 Vinylidenchlorid, 0,35 °/0 Dichloräthylene und
0,25 % 1,1-Dichloräthan sowie O5I % Trichlorethylen
enthielten, bestimmte Mengen p-Methoxyphenol und Ammoniak (ausgedrückt als NaOH) wurden zugesetzt
und das erhaltene Material wurde dann auf seine Stabilität gegen Vorpolymerisation untersucht. Dieses
Vinylidenchlorid wurde in einer 225-1-Tonne gelagert, wobei der Luftraum 10 Volumprozent betrug. Eine
andere Probe von in dieser Weise stabilisiertem Vinylidenchlorid wurde in einer Tonne unter Stickstoff
gelagert. Es wurden zwei verschiedene Lagerungstemperaturen angewendet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1
angegeben:
Stabilisator
Lagerfähigkeit an Luft bei Lagerfähigkeit unter Ns bei
p-Methoxyphenol 0,015 Gewichtsprozent Ammoniak (ausgedrückt
als 0,001% NaOH)
als 0,001% NaOH)
p-Methoxyphenol 0,019 Gewichtsprozent Ammoniak (ausgedrückt
als 0,001% NaOH)
als 0,001% NaOH)
(150Q
4 Monate
(0 bis 10° C)
keine Anzeichen von Vorpolymerisation nach 4 Monaten
(0 bis 1O0C)
Alkalinität noch hoch (0,0008% NaOH). Keine Anzeichen von Vorpolymerisation nach 4 Monaten.
Anscheinend unbeschränkte Lebensdauer
Vergleichsversuch
Zum Vergleich wurden ähnliche Vinylidenchloridproben unter ähnlichen Bedingungen auf Stabilität
gegen Vorpolymerisation untersucht, in die nur Ammoniak und nur Peramethoxyphenol beigemischt
waren. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.
| Tabelle 2 | Lagerfähigkeit unter Na bei | |
| Stabilisator | (15° C) 42 Tage 42 Tage |
|
| p-Methoxyphenol 0,015 Gewichtsprozent Ammoniak (ausgedrückt als 0,0013 % NaOH) |
||
| Lagerfähigkeit an Luft bei | ||
| (15° C) 10 Tage 10 Tage (15° C) 4 Tage |
||
Claims (2)
1. Stabilisierung von Vinylidenchlorid, dadurch gekennzeichnet, daß man 0,004
bis 0,025 Gewichtsprozent p-Alkoxyphenol, das bis zu 4 Kohlenstoffatome in der Alkoxygruppe
enthält, und 0,0001 bis 0,01 Gewichtsprozent Ammoniak (berechnet als NaOH) zusetzt.
2. Stabilisierung von Vinylidenchlorid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 0,005
bis 0,025 Gewichtsprozent p-Alkoxyphenol mit 0,0002 bis 0,01 Gewichtsprozent Ammoniak (berechnet
als NaOH) zusetzt.
709 608/446 6.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB9323/63A GB1015546A (en) | 1963-03-08 | 1963-03-08 | Stabilisation of vinylidene chloride |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1243172B true DE1243172B (de) | 1967-06-29 |
Family
ID=9869746
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEJ25410A Pending DE1243172B (de) | 1963-03-08 | 1964-03-09 | Stabilisierung von Vinylidenchlorid |
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| GB (1) | GB1015546A (de) |
| NL (1) | NL140833B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6500995B1 (en) | 2001-06-14 | 2002-12-31 | Vulcan Chemicals | Water-enhanced production of 1,1,1,3,3,-pentachloropropane |
| US6534688B2 (en) | 2001-06-11 | 2003-03-18 | Vulcan Chemicals | Dehydrochlorination stabilization of polychlorinated alkanes |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| US3676306A (en) * | 1970-07-08 | 1972-07-11 | James I Jordan Jr | Separation of purified vinylidene chloride |
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|---|---|---|---|---|
| US3062900A (en) * | 1960-08-11 | 1962-11-06 | Eastman Kodak Co | Stabilization of polymerizable halogencontaining monomers with p-methoxy phenol |
-
1963
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-
1964
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|---|---|---|---|---|
| US6534688B2 (en) | 2001-06-11 | 2003-03-18 | Vulcan Chemicals | Dehydrochlorination stabilization of polychlorinated alkanes |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1385908A (fr) | 1965-01-15 |
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