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DE1242435B - Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von aus Blech bestehenden Feilen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von aus Blech bestehenden Feilen

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Publication number
DE1242435B
DE1242435B DEA30497A DEA0030497A DE1242435B DE 1242435 B DE1242435 B DE 1242435B DE A30497 A DEA30497 A DE A30497A DE A0030497 A DEA0030497 A DE A0030497A DE 1242435 B DE1242435 B DE 1242435B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blank
cutting
tool
movement
tools
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA30497A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Edward Stutzke
Alvin Blaydes Cox
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch Tool Corp
Original Assignee
Vermont American Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vermont American Corp filed Critical Vermont American Corp
Publication of DE1242435B publication Critical patent/DE1242435B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D73/00Making files or rasps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von aus Blech bestehenden Feilen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen von aus Blech bestehenden Feilen.
  • Für die Fabrikation von zur Bearbeitung von Holz und Metall bestimmten Feilen, Raspen, Hobeln und ähnlichen Werkzeugen sind bereits viele Vorschläge gemacht worden, solche Werkzeuge aus Blechrohlingen herzustellen. Beispielsweise hat man vorgeschlagen, Leisten aus dem Blechrohling jalousieartig herauszubiegen, so daß ein Werkzeug mit vielen Schneidkanten und- dazwischenliegenden, zur Spanabführung dienenden Schlitzen entsteht. Bei einem dieser Vorschläge werden zum Bilden solcher Schneidzähne die Leisten mit verhältnismäßig geringen Neigungswinkeln aus dem Blechrohling herausgebogen, worauf die Vorderkante jeder Leiste abgeschliffen wird, um einen geeigneten Schnittwinkel zu erhalten. Gemäß einem weiteren Vorschlag erhalten die Leisten einen verhältnismäßig großen Neigungswinkel, bei dem die Stirnkanten der Leisten einen geeigneten Schnittwinkel haben, worauf die äußere Kante der Leisten angeschliffen wird. Bei dem letzterwähnten Vorschlag hat man auch angeregt, die Leisten anfäng lich so zu biegen, daß sie unter einem Winkel geneigt sind, der gleich dem endgültigen Schnittwinkel weniger dem Freiwinkel ist, worauf die Außenkanten der Leisten alle gleichzeitig in einer zur Ebene des Rohlings parallelen Ebene plangeschliffen und anschließend die Leisten wieder um einen dem Freiwinkel entsprechenden Winkel abgebogen werden.
  • Alle diese Vorschläge streben das Bilden von Schneidzähnen im eigentlichen Sinne des Wortes an, so daß es erforderlich ist, den Rohling von einer Schneid- und Biegevorrichtung nach einer Schleifvorrichtung und gegebenenfalls von dieser wieder zur Schneid- und Biegevorrichtung zurückzutransportieren, was zeitraubend und unwirtschaftlich ist. Ferner haben die Schneidzähne dieser durch Schleifen hergestellten bekannten Feilen eine geringere Lebensdauer als aus vollwandigen Rohlingen gehauene Feilen. Da diese letzterwähnten Feilen billig hergestellt werden können und eine lange Lebensdauer besitzen, haben sich diese Blechfeilen, obwohl sie keiner Verstopfung durch die abgehobenen Späne ausgesetzt sind, nicht in großem Umfang einführen können.
  • Es ist daher ein weiterer Vorschlag gemacht worden, gemäß dem eine Blechfeile lediglich in einer Vorrichtung, die sowohl zum Schneiden als auch zum Biegen der Leisten dient, hergestellt wird. Dabei wird der Blechrohling unter einem Winkel zu seiner Oberfläche durchschnitten, der gleich dem Komplement der Summe des endgültigen Keilwinkels und des endgültigen Rückenwinkels des fertigen Zahns ist, wodurch der Zahn oder die Leiste in einem einzigen Schneid- und Biegevorgang aus der Fläche des Rohlings so herausgebogen wird, daß sie den gewünschten Keilwinkel hat. Bei der Ausführung dieses Verfahrens wird empfohlen, den Rohling unter einem Winkel von 60° zur Rohlingebene ztt durchschneiden und jede Leiste so zu biegen, daß ein unter einem Winkel von 25° zur Rohlingoberfläche geneigter Zahn mit einem positiven Brustwinkel von 85° entsteht, wobei die Stirnseite des Zahns an der Stirnseite der Leiste liegt. Hierbei wird jedoch keine scharfe Schneidkante erzielt, da das Schneidwerkzeug beim Eintreten in den Rohling das Material des Rohlings an beiden Seiten seiner Schneidkante mit sich zieht, so daß die Stirnkante des Zahns, die als Schneidkante wirken soll, abgerundet wird.
  • Es ist ferner bekannt, die Schneidkante einer Feile dadurch herzustellen, daß die Arbeitskante eines Werkzeugs in das Material des Rohlings eingeführt wird, so daß aus der Oberfläche des Rohlings ein Grat herausgehoben wird, der die Schneidkante der Feile bildet. Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gesetzt, eine billig herzustellende, gut schneidende Feile lediglich auf einer Biege- und Trennvorrichtung herzustellen. Dies geschieht erfindungsgemäß durch die Kombination folgender bei der Herstellung von Feilen bekannter Verfahrensschritte: Die Schneidkante je eines leistenförmigen Messers wird in den festgehaltenen Rohling gedrückt, derart, daß aus seiner Oberfläche entgegen der Druckrichtung ein Grat herausgehoben wird.
  • Ein streifenförmiger Teil wird aus dem Rohling durch an beiden Seiten der Blechoberfläche erfolgende Krafteinwirkung unter Bildung von Schlitzen in eine zur Oberfläche des Rohlings unter einem Winkel von 20 bis 40° geneigte Lage herausgebogen, derart, daß der anfangs herausgehobene Grat die Verlängerung einer Kante des streifenförmigen Teils und damit die Schneidkante der Feile bildet.
  • In der Praxis hat sich erwiesen, daß diese in der Regel etwa rechtwinklig zur Schnittfläche stehenden Grate sehr lange scharf bleiben, besonders wenn das Werkzeug in der üblichen Weise gehärtet wird. Die Herstellungskosten der neuen Feilen sind sehr gering.
  • Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden Teil der Beschreibung an Hand von Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen ist F i g. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Herstellung der Feilen, F i g. 2 eine Draufsicht gemäß der Linie 2-2 der F i g. 1, F i g. 3 und 3 A in Draufsicht und Schnitt gezeigte Teilansichten einer Ausführungsform einer gemäß der Erfindung hergestellten Feile, F i g. 4 und 4A in Draufsicht und Schnitt gezeigte Teilansichten einer weiteren Ausführungsform einer gemäß der Erfindung hergestellten Feile, F i g. 5 eine perspektivische Teilansicht der zur Herstellung der in F i g. 4 gezeigten Feile verwendeten Formwerkzeuge, F i g. 6 eine perspektivische Teilansicht der zur Herstellung der in F i g. 3 gezeigten Feile verwendeten Formwerkzeuge, F i g. 7 ein in vergrößertem Maßstab gezeigter senkrechter Teilschnitt der zur Herstellung von Feilen nach F i g. 4 verwendeten Formwerkzeuge, F i g. 8 ein in vergrößertem Maßstab gezeigter senkrechter Teilschnitt der zur Herstellung von Feilen nach F i g. 3 verwendeten Formwerkzeuge, F i g. 9 eine vergrößerte Ansicht einer bei einem Herstellungsverfahren gemäß den F i g. 7 und 8 erhaltenen Schneidkante und F i g. 10 ein senkrechter Teilschnitt ähnlich der F i g. 8, der die Herstellung einer nur einseitig arbeitenden Feile zeigt.
  • Es sei zuerst auf die in den F i g. 4 und 4 A gezeigten Feilen und auf die Werkzeuge nach den F i g. 7 und 8 eingegangen. Die Aufgabe dieser Werkzeuge ist die Herstellung von Blechfeilen mit einem im wesentlichen ebenen Teil 10, auf dem eine Anzahl von parallelverlaufenden jalousieartigen Leisten 12 herausgebogen sind, so daß zwischen den beiden Leisten Schlitze 14 gebildet werden. An der äußeren Kante jeder Leiste befindet sich ein scharfer, hochstehender Grat 16, der die Schneidkante der Feile bildet. Zur Versteifung ist jede Leiste 12 durch wenigstens einen Steg 18 unterbrochen. Die besondere Anordnung der Leisten ist nicht von ausschlaggebender Wichtigkeit, da es sich bei ihr nicht um die Bildung von Schneidzähnen im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern um das Bilden von vorstehenden Graten und von zwischen diesen liegenden Schlitzen 14 handelt. Zur Erleichterung der Schneidwirkung werden die Leisten vorzugsweise so angeordnet, daß sie unter einem Winkel von 20 bis 251 zur Längsachse des Rohlings B verlaufen.
  • Wie am besten aus F i g. 9 ersichtlich ist, in der die Bewegungsrichtung der Feile gegenüber der zu bearbeitenden Werkstückfläche (Schnittfläche) durch einen Pfeil dargestellt ist, werden die Leisten so gebogen, daß sie je nach der Form und dem Winkel des Grats unter einem Winkel von 20 bis 40° zur Ebene des Rohlings B geneigt sind. Der hochstehende Grat soll in der Regel rechtwinklig zur Feile stehen und bildet die Fortsetzung der Stirnseite 20 der Leiste. Die Stirnseite 20 bildet die Brustfläche. Der Winkel zwischen der Brustfläche und der Senkrechten zur Schnittfläche, ist der Brustwinkel. Bei den jalousieartigen Leisten ergibt jedoch die Summe aus Rücken- und Keilwinkel abweichend von üblichen Schneidstählen keinen spitzen, sondern einen stumpfen Winkel, der erheblich größer als 90° ist und vorzugsweise je nach Art der Gratbildung bei 105 bis 125° liegt. An Stelle des bei Schneidstählen üblichen positiven Brustwinkels ist hier der Brustwinkel, der etwa eine Größe von 15 bis 35° hat, wegen seiner abweichenden Schneidenform negativ.
  • Von bisher bekannten Feilen unterscheiden sich die Feilen, die gemäß der Erfindung hergestellt sind, ferner dadurch, daß die Stirnfläche jeder Leiste einschließlich ihres bereits beschriebenen äußeren Teils unregelmäßig und stufenweise ausgebildet ist.
  • Um eine Leiste der im vorstehenden beschriebenen Art und insbesondere den Grat zu bilden, hat sich gezeigt, daß dies am besten dadurch geschieht, daß man nur Einschnitte in den Rohling macht und diesen also nicht ganz durchschneidet. Dabei werden auf dem Rohling kombinierte Halte-, Schneid- und eine keilförmig wirkende Verdrängungskraft zur Einwirkung gebracht.
  • Wie F i g. 7 zeigt, weist die verwendete Vorrichtung sich gegenüberstehende Gruppen 22 und 24 von Formwerkzeugen auf, von denen jede Gruppe ein Schneidwerkzeug 26 bzw. 28 und ein Biegewerkzeug 30 bzw. 32 hat, wobei in der unteren Gruppe 24 auch ein zwischen dem Schneid- und dem Biegewerkzeug angeordnetes Brecherwerkzeug 34 vorgesehen ist.
  • Die beiden Werkzeuggruppen können sich relativ zueinander bewegen und bilden zwischen sich eine zur Waagerechten geneigte Bewegungsbahn für den Rohling. Der Winkel dieser Bewegungsbahn ist für die Erfindung nicht von ausschlaggebender Wichtigkeit, beträgt aber vorzugsweise etwa 20 bis 25°.
  • Um den Rohling B schrittweise auf dieser Bewegungsbahn vorzuschieben, auf der er zuerst mit den beiden Schneidwerkzeugen 26 und 28 und beim nächsten Arbeitsgang mit den Biegewerkzeugen 30 und 32 in Eingriff kommt, ist die in F i g. 1 und 2 gezeigte Vorrichtung A vorgesehen, die nicht zum Gegenstand der Erfindung gehört und daher nicht näher beschrieben ist.
  • Die Schneidwerkzeuge 26 und 28 haben bezüglich der Ebene des Rohlings etwas gegeneinander versetzte Schneidkanten. Jede Schneidkante stellt die Schnittlinie eines Paars von Flächen 36 und 38 dar, welche nach der Schneidkante des Werkzeugs von gegenüberliegenden Seiten einer senkrecht durch diese Kante gelegten Ebene aus konvergieren. Die benachbarten Flächen 36-36 der beiden Schneidwerkzeuge sind gegenüber der Rohlingebene verhältnismäßig schwach geneigt, während die entsprechende Neigung der Flächen 38-38 größer ist. Vorzugsweise hat die Fläche 36 gegenüber der Senkrechten einen Neigungswinkel von etwa 30° und die Fläche 38 einen Neigungswinkel von etwa 15°. Insbesondere soll die Fläche 38 bezüglich der Rohlingebene unter einem Winkel von über 90° angeordnet sein. Infolge der Neigung des Rohlings werden beim Eintreten der Schneidkanten in den Rohling vor den sich in den Rohling eindrückenden Flächen 38 aus dessen Oberfläche die in F i g. 7 mit 16 bezeichneten Grate hochgedrückt. Dieses Hochdrücken wird durch die Tatsache unterstützt, daß jedes der Schneidwerkzeuge dazu dient, den Rohling gegenüber dem anderen Schneidwerkzeug fest verankert zu halten, um eine unerwünschte relative Bewegung zwischen Rohling und Formwerkzeugen zu verhindern. Um diese Verankerungs- oder Festhaltewirkung zu gewährleisten, werden die Formwerkzeuggruppen stillgesetzt, bevor die Schneidwerkzeuge den Rohling ganz durchschnitten haben.
  • Die oben beschriebenen Vorgänge des Verankerns und des Hochdrückens werden von den Flächen 36-36 beider Schneidwerkzeuge unterstützt. Wenn sich die Werkzeuggruppen mit dem Rohling im Eingriff befinden, übt jede der Flächen 36 auf die mit ihr in Eingriff gelangende Rohlingfläche eine Keilwirkung aus, welche der das Hochdrücken des Grats hervorrufenden Kraft entgegenwirkt und anscheinend eine lokale Scherwirkung im Rohling hervorruft, so daß der neben der Fläche 38 liegende Teil des Rohlings gegen diese Fläche gezogen wird, was zur Bildung des Grats führt.
  • Wenn die Werkzeuggruppen zum Stillstand gebracht werden, sind also durch die Schneidwerkzeuge 26 und 28 an den Außenkanten hochstehende Grate und an der vorderen Stirnseite einer Leiste und an der hinteren Stirnseite der vorhergehenden Leisten die äußeren und inneren Teile dieser Stirnflächen gebildet worden. Bei Stillsetzung der Biegewerkzeuge haben die Schneidwerkzeuge den Rohling nicht durchschnitten (s. F i g. 7), und die Stirnseiten der benachbarten Leisten sind noch durch einen dünnen Streifen miteinander verbunden.
  • Um diesen Streifen zu trennen und die Leiste in der beabsichtigten Weise relativ zur Rohlingoberfläche zu biegen, werden die Werkzeuggruppen zurückgezogen, der Rohling eine Leistenteilung vorgerückt und die Werkzeuggruppen wieder in Richtung auf den Rohling bewegt. Wenn die Werkzeuggruppen sich wieder zu schließen beginnen, liegt der beim vorhergehenden Arbeitsgang von den Schneidwerkzeugen bearbeitete Teil des Rohlings auf dem Brecherwerkzeug 34 auf, wobei der an der Unterseite des Rohlings befindliche Grat 16 vor der Vorderseite, der obere Grat 16 hinter der Rückseite des Werkzeugs angeordnet ist. Wie dargestellt, ist das Werkzeug 26 oberhalb des Werkzeugs 34 hinterschnitten, so daß es nicht mit dem oberen Grat 16 in Berührung kommen kann. Wenn sich die Werkzeuge schließen, so kommt das Biegewerkzeug 30 zuerst an der Oberseite des vor dem zuletzt gebildeten Grat 16 liegenden Teils des Rohlings zur Anlage und drückt diesen Teil gegenüber dem durch das Brecherwerkzeug 34 abgestützten Teil nach unten, wodurch ein Abscheren des zwisehen diesen Teilen noch vorhandenen Streifens eintritt und auf der Stirnfläche die vorerwähnte Oberflächenunregelmäßigkeit oder Stufe gebildet wird. Dieser Schervorgang geht in einiger Entfernung von den Graten vor sich, so daß beim Biegevorgang keine Gefahr einer Abplattung oder Abrundung der Grate besteht. Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt, an dem die hintere Stirnseite einer Leiste von der vorderen Stirnseite der folgenden Leiste getrennt wird, wird das vordere Ende der Unterseite der jetzt bearbeiteten Leiste von dem Biegewerkzeug 32 erfaßt, worauf die beiden Biegewerkzeuge 30 und 32 anschließend diese Leiste in die gewünschte relativ zur Rohlingoberfläche geneigte Lage bringen. Beim Scher- und Biegevorgang werden also die Schlitze 14 zwischen den Leisten gebildet.
  • Bezüglich des die Gratbildung bewirkenden kombinierten Festhalte-, Materialverdrängungs- und Schneidvorganges ist zu bemerken, daß das Biegewerkzeug 30 mit dem Rohling in Berührung und Eingriff gelangt, bevor das Schneidwerkzeug 26 den Rohling berührt. Auf Grund dieser Anordnung und der geneigten komplementären Flächen des Biegewerkzeugs 30 und der zu bildenden Leiste (die entgegengesetzt zur Grat formenden Fläche des Werkzeugs 26 gerichtet sind), unterstützt das Biegewerkzeug 30 die Schneidwerkzeuge 26 und 28 und deren Flächen 36 dadurch, daß es den Rohling an einer Rückwärtsbewegung (nach links in der Zeichnung) hindert, so daß die Flächen 38-38 der Schneidwerkzeuge 26 und 28 Grate aus den Flächen des stillstehenden Rohlings hochdrücken können.
  • In der bevorzugten Ausführungsform der Formwerkzeuge haben die benachbarten Flächen 40-40 der Biegewerkzeuge 30 und 32 einen Winkel von etwa 60° zur Waagerechten. Um ein Beschädigen der scharfen Grate 16 beim Biegevorgang zu vermeiden, können die Biegewerkzeuge in bekannter Weise an den in der Nähe der Grate liegenden Stellen hinterschnitten sein. Es ist jedoch vorzuziehen, den Biegevorgang zu beenden, bevor die Biegewerkzeuge 30 und 32 an den Seiten der Leiste voll anliegen.
  • Der Biegevorgang beendet die Bildung der Leisten, die nach dem Zurückziehen der Formwerkzeuge und dem Vorrücken des Rohlings die in F i g. 9 gezeigte Form haben.
  • Die Bewegung der Formwerkzeuge ist mit der Vorschubbewegung des Rohlings abgestimmt, wodurch im wesentlichen über die ganze Länge des Rohlings jalousieartige Leisten gebildet werden und nur an beiden Enden unbearbeitete Flächen verbleiben, die das Aufspannen der Feile auf einer Trägervorrichtung erleichtern. Nach diesem Herstellungsvorgang wird die Feile in einer gewünschten Weise gehärtet.
  • In dem im vorstehenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sind alle Leisten genau gleich, wobei jede Leiste mit einem Steg versehen ist und die Stege in Längsrichtung der Feile ausgerichtet sind. Die Stege werden durch ausgerichtete Ausnehmungen 42 im Mittelteil der Schneidkanten der Schneidwerkzeuge 26 und 28 (s. F i g. 5) ermöglicht, wobei auch in den Biegewerkzeugen ähnliche Ausnehmungen vorgesehen sind. Da alle Leistengleich sind, wird nur ein Paar von Schneidwerkzeugen und ein Paar von Biegewerkzeugen benötigt.
  • Die in den F i g. 3 und 3 A gezeigte Feile unterscheidet sich von dem im vorstehenden beschriebenen Ausführungsbeispiel dadurch, daß sie im Querschnitt eine etwa U-förmige Form hat und mit versetzt angeordneten Verstärkungsstegen zwischen den Leisten versehen ist. Die Querschnittsform der einzelnen Leisten einschließlich ihrer Grate 16 ist jedoch die gleiche wie in F i g. 9.
  • Wie in F i g. 3 gezeigt, besteht die Feile aus einem ebenen Teil 10 a und Seitenteilen 11 a. Die Leisten 12a und 12b erstrecken sich von Seitenteil zu Seitenteil, wobei die Leiste 12 a je drei Stege 18 a hat, die in Längsrichtung der Feile ausgerichtet sind, während die Leiste 12b ebenfalls je drei Stege 18b hat, die zu den Stegen 18a versetzt angeordnet sind.
  • Zum Herstellen dieser verschiedenartig ausgebildeten Leisten ist es lediglich notwendig, die Anzahl der in F i g. 5 bzw. 7 gezeigten Werkzeuge sowie die Größe des Vorschubs des Rohlings zu verdoppeln. Wie in F i g. 8 gezeigt, haben die Formwerkzeuggruppen 22a und 24a zwei Paare von zusammenarbeitenden Schneidwerkzeugen 26 a bis 28 a und 26 b bis 28 b und Biegewerkzeuge 30 a bis 32 a und 30 b bis 32 b. Das Werkzeug 32a wirkt gleichzeitig als Brecherwerkzeug, während die untere Werkzeuggruppe ein Brecherwerkzeug 34 a aufweist. Wie in F i g. 6 gezeigt, sind die Schneidwerkzeuge 26b bis 28b mit zueinander ausgerichteten Ausnehmungen 42b zur Aufnahme der Stege 18b und die Schneidwerkzeuge 26a bis 28 a mit gegenüber den Ausnehmungen 42 b versetzten Ausnehmungen 42a zur Aufnahme der Stege 18 a versehen. Vermöge dieser Anordnung bilden die vier Schneidwerkzeuge an beiden Arten von Leisten Grate 16. wenn sie in den Rohling einschneiden, während die vier Biegewerkzeuge die Leisten biegen. Dies geschieht in der gleichen Weise, wie dies bezüglich der F i g. 7 bereits beschrieben worden ist. Der Rohling wird lediglich um einen der Breite zweier Leisten entsprechenden Abstand vorgeschoben, und zwei Leisten werden bei jedem Arbeitsspiel bearbeitet. Selbstverständlich könnten auch bei der Herstellung von Feilen gemäß F i g. 4 jeweils zwei Leisten auf diese Weise gleichzeitig bearbeitet werden.
  • Die in den F i g. 5 bis 8 gezeigten Formwerkzeuge eignen sich besonders für Feilen, die im Querschnitt die in F i g. 4A gezeigte Form haben, bei der die Leisten an beiden Seiten der Feile freistehen, so daß jede Feilenseite als Arbeitsseite benutzt werden kann. Bei einer Feile von .dem in F i g. 3 A gezeigten Querschnitt oder einer Feile von halbrunder Form können die zwischen den Seitenteilen liegenden Kanten der Leisten im allgemeinen nicht zur Arbeitsleistung herangezogen werden, so daß an sich kein Grund besteht, an der Unterseite dieser Feilen Schneidkanten vorzusehen. Für die Herstellung von Feilen dieser Querschnittsform und auch für die Herstellung von Feilen anderer Querschnittsformen, die nur eine Schneidseite haben, werden daher vorzugsweise Formwerkzeuge der in F i g. 10 gezeigten Art verwendet, bei denen Grate 16 nur an dieser einen Schneidseite ausgehoben werden.
  • In F i g. 10 sind Formwerkzeuge zur gleichzeitigen Herstellung von zwei Leisten gezeigt. Ähnliche Formwerkzeuge könnten aber zur jeweiligen Herstellung von nur einer Leiste bzw. zur gleichzeitigen Herstellung von mehr als zwei Leisten verwendet werden. Die obere Formwerkzeuggruppe 22x, welche der in F i g. 8 verwendeten Werkzeuggruppe sehr ähnlich ist, besitzt zwei Schneidwerkzeuge 26x und 26y und ein Paar von Trenn- und Biegewerkzeugen 30x und 30y. Die untere Gruppe 24x weist ebenso wie die Anordnung nach F i g. 8 mit den Biegewerkzeugei 30x und 30y zusammenarbeitende Biegewerkzeug( 32x und 32y auf, wobei das Werkzeug 32x auch a1: Brecherwerkzeug dient. Die unteren Schneidwerk zeuge bestehen jedoch aus einem amboßartigen Tei 45, der den Schneidwerkzeugen 26x und 26y gegen überliegt und eine Oberfläche 47 besitzt, die ent. sprechend der Bewegungsbahn des Rohlings B ge. neigt ist. Der Rohling ist während des Einschneid vorganges auf dieser Fläche abgestützt. Die oberE Kante des Werkzeugs 45 wirkt als Brecher für der Werkzeugsatz 30x und 32x. Die Trenn- und Biege werkzeuge 30x und 30y laufen im Gegensatz zu der in F i g. 8 gezeigten Werkzeugen 30 a und 30 b spitz zu.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen von Feilen au; Blechrohlingen, gekennzeichnet durcl die Kombination von folgenden bei der Herstel. lung von Feilen bekannten Verfahrensschritten Die Schneidkante je eines leistenförmiger Messers (26; 26a, 26b; 26x, 26y; 28; 28a 28 b) wird in den festgehaltenen Rohling (B gedrückt, derart, daß aus seiner Oberfläche entgegen der Druckrichtung ein Grat (16 16x) herausgehoben wird; ein streifenförmiger Teil (12, 12x) wird au; dem Rohling (B) durch an beiden Seiten de: Blechoberfläche erfolgende Krafteinwirkuni unter Bildung von Schlitzen (14) in eine zu: Oberfläche des Rohlings (B) unter einen Winkel von 20 bis 40° geneigte Lage heraus gebogen, derart, daß der anfangs herausge hobene Grat (16, 16x) die Verlängerunf einer Kante des streifenförmigen Teils (12 12x) und damit die Schneidkante der Feile bildet.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahren<. nach Anspruch 1 mit einem Paar von in Richtuni aufeinander und voneinander weg beweglichen sich gegenüberliegenden Formwerkzeugen unc einer Einrichtung zum Vorschieben des Rohling, zwischen diesen Formwerkzeugen auf einer bestimmten Bewegungsbahn und einem einen Tee: eines der Formwerkzeuge bildenden Schneid werkzeug mit einer Schneidkante, dadurch ge. kennzeichnet, daß das Schneidwerkzeug (26; 26a 26b; 26x, 26y) an einer Seite der Schneidkant( eine sich im wesentlichen rechtwinklig zur Bewegungsbahn des Rohlings erstreckende Fläch( (38) und an der anderen Seite der Schneidkant( eine gegenüber der Bewegungsbahn des Rohling geneigte, als Keil wirkende zweite Fläche (36) ha-und daß wenigstens eines der Formwerkzeuge eir Biegewerkzeug (30; 30a, 30b; 30x, 30y) auf weist, das, in Bewegungsrichtung der Werkstück( gesehen, vor dem Schneidwerkzeug (26; 26a 26b; 26x, 26y) liegt, so daß es mit dem Rohlinl vor dem Schneidwerkzeug in Berührung komme und ihn gegen Längsbewegung festhält, wobe ferner das Biegewerkzeug mit einer zur Bewe. gungsbahn des Rohlings geneigten, zum Abbieger der Leisten dienenden Fläche versehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge. kennzeichnet, daß das Schneidwerkzeug (26; 26a 26b; 26x, 26y) in Bewegungsrichtung des Rohlings vor dem Biegewerkzeug (30; 30 a, 30 b; 30 x, 30y) liegt, wobei seine erste Fläche (38) bezüglich der Bewegungsrichtung des Rohlings nach hinten gerichtet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Schneidwerkzeug (26: 26a, 26b) gegenüberliegende Formwerkzeug eine entsprechende, aber entgegengesetzt gerichtete Schneidkante (28, 28a, 28b) aufweist, die gegenüber der Schneidkante (26, 26a, 26b) des ersten Formwerkzeugs versetzt angeordnet ist und die geneigten, als Keil wirkenden zweiten Flächen (36) der beiden Schneidwerkzeuge einander benachbart sind, so daß beim Einschneiden der beiden Schneidwerkzeuge an beiden sich gegenüberliegenden Oberflächen des Rohlings Grate ausgehoben werden.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß gegenüber dem Schneidwerkzeug (26x, 26y) ein den Rohling auf einer ebenen, sich parallel der Bewegungsbahn des Rohlings erstreckenden Fläche (47) abstützendes Werkzeug (45, F i g. 10) angeordnet ist, das an seiner in Rohlingsbewegungsrichtung liegenden Stirnfläche eine scharfe Kante hat. In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 522458; USA.-Patentschrift Nr. 2 255 268; Otto Dick: »Die Feile«, Springer-Verlag, Berlin, 1923, S. 197, 198.
DEA30497A 1958-06-20 1958-10-09 Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von aus Blech bestehenden Feilen Pending DE1242435B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE522458A (de) *
US2255268A (en) * 1939-02-27 1941-09-09 Emmett B Perrine Die apparatus for making files

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