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Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von aus Blech bestehenden
Feilen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen von
aus Blech bestehenden Feilen.
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Für die Fabrikation von zur Bearbeitung von Holz und Metall bestimmten
Feilen, Raspen, Hobeln und ähnlichen Werkzeugen sind bereits viele Vorschläge gemacht
worden, solche Werkzeuge aus Blechrohlingen herzustellen. Beispielsweise hat man
vorgeschlagen, Leisten aus dem Blechrohling jalousieartig herauszubiegen, so daß
ein Werkzeug mit vielen Schneidkanten und- dazwischenliegenden, zur Spanabführung
dienenden Schlitzen entsteht. Bei einem dieser Vorschläge werden zum Bilden solcher
Schneidzähne die Leisten mit verhältnismäßig geringen Neigungswinkeln aus dem Blechrohling
herausgebogen, worauf die Vorderkante jeder Leiste abgeschliffen wird, um einen
geeigneten Schnittwinkel zu erhalten. Gemäß einem weiteren Vorschlag erhalten die
Leisten einen verhältnismäßig großen Neigungswinkel, bei dem die Stirnkanten der
Leisten einen geeigneten Schnittwinkel haben, worauf die äußere Kante der Leisten
angeschliffen wird. Bei dem letzterwähnten Vorschlag hat man auch angeregt, die
Leisten anfäng lich so zu biegen, daß sie unter einem Winkel geneigt sind, der gleich
dem endgültigen Schnittwinkel weniger dem Freiwinkel ist, worauf die Außenkanten
der Leisten alle gleichzeitig in einer zur Ebene des Rohlings parallelen Ebene plangeschliffen
und anschließend die Leisten wieder um einen dem Freiwinkel entsprechenden Winkel
abgebogen werden.
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Alle diese Vorschläge streben das Bilden von Schneidzähnen im eigentlichen
Sinne des Wortes an, so daß es erforderlich ist, den Rohling von einer Schneid-
und Biegevorrichtung nach einer Schleifvorrichtung und gegebenenfalls von dieser
wieder zur Schneid- und Biegevorrichtung zurückzutransportieren, was zeitraubend
und unwirtschaftlich ist. Ferner haben die Schneidzähne dieser durch Schleifen hergestellten
bekannten Feilen eine geringere Lebensdauer als aus vollwandigen Rohlingen gehauene
Feilen. Da diese letzterwähnten Feilen billig hergestellt werden können und eine
lange Lebensdauer besitzen, haben sich diese Blechfeilen, obwohl sie keiner Verstopfung
durch die abgehobenen Späne ausgesetzt sind, nicht in großem Umfang einführen können.
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Es ist daher ein weiterer Vorschlag gemacht worden, gemäß dem eine
Blechfeile lediglich in einer Vorrichtung, die sowohl zum Schneiden als auch zum
Biegen der Leisten dient, hergestellt wird. Dabei wird der Blechrohling unter einem
Winkel zu seiner Oberfläche durchschnitten, der gleich dem Komplement der Summe
des endgültigen Keilwinkels und des endgültigen Rückenwinkels des fertigen Zahns
ist, wodurch der Zahn oder die Leiste in einem einzigen Schneid- und Biegevorgang
aus der Fläche des Rohlings so herausgebogen wird, daß sie den gewünschten Keilwinkel
hat. Bei der Ausführung dieses Verfahrens wird empfohlen, den Rohling unter einem
Winkel von 60° zur Rohlingebene ztt durchschneiden und jede Leiste so zu biegen,
daß ein unter einem Winkel von 25° zur Rohlingoberfläche geneigter Zahn mit einem
positiven Brustwinkel von 85° entsteht, wobei die Stirnseite des Zahns an der Stirnseite
der Leiste liegt. Hierbei wird jedoch keine scharfe Schneidkante erzielt, da das
Schneidwerkzeug beim Eintreten in den Rohling das Material des Rohlings an beiden
Seiten seiner Schneidkante mit sich zieht, so daß die Stirnkante des Zahns, die
als Schneidkante wirken soll, abgerundet wird.
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Es ist ferner bekannt, die Schneidkante einer Feile dadurch herzustellen,
daß die Arbeitskante eines Werkzeugs in das Material des Rohlings eingeführt wird,
so daß aus der Oberfläche des Rohlings ein Grat herausgehoben wird, der die Schneidkante
der Feile bildet.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gesetzt, eine
billig herzustellende, gut schneidende Feile lediglich auf einer Biege- und Trennvorrichtung
herzustellen. Dies geschieht erfindungsgemäß durch die Kombination folgender bei
der Herstellung von Feilen bekannter Verfahrensschritte: Die Schneidkante je eines
leistenförmigen Messers wird in den festgehaltenen Rohling gedrückt, derart, daß
aus seiner Oberfläche entgegen der Druckrichtung ein Grat herausgehoben wird.
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Ein streifenförmiger Teil wird aus dem Rohling durch an beiden Seiten
der Blechoberfläche erfolgende Krafteinwirkung unter Bildung von Schlitzen in eine
zur Oberfläche des Rohlings unter einem Winkel von 20 bis 40° geneigte Lage herausgebogen,
derart, daß der anfangs herausgehobene Grat die Verlängerung einer Kante des streifenförmigen
Teils und damit die Schneidkante der Feile bildet.
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In der Praxis hat sich erwiesen, daß diese in der Regel etwa rechtwinklig
zur Schnittfläche stehenden Grate sehr lange scharf bleiben, besonders wenn das
Werkzeug in der üblichen Weise gehärtet wird. Die Herstellungskosten der neuen Feilen
sind sehr gering.
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Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden Teil der
Beschreibung an Hand von Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen ist F i g.
1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Herstellung der Feilen, F i g. 2 eine
Draufsicht gemäß der Linie 2-2 der F i g. 1, F i g. 3 und 3 A in Draufsicht und
Schnitt gezeigte Teilansichten einer Ausführungsform einer gemäß der Erfindung hergestellten
Feile, F i g. 4 und 4A in Draufsicht und Schnitt gezeigte Teilansichten einer weiteren
Ausführungsform einer gemäß der Erfindung hergestellten Feile, F i g. 5 eine perspektivische
Teilansicht der zur Herstellung der in F i g. 4 gezeigten Feile verwendeten Formwerkzeuge,
F i g. 6 eine perspektivische Teilansicht der zur Herstellung der in F i g. 3 gezeigten
Feile verwendeten Formwerkzeuge, F i g. 7 ein in vergrößertem Maßstab gezeigter
senkrechter Teilschnitt der zur Herstellung von Feilen nach F i g. 4 verwendeten
Formwerkzeuge, F i g. 8 ein in vergrößertem Maßstab gezeigter senkrechter Teilschnitt
der zur Herstellung von Feilen nach F i g. 3 verwendeten Formwerkzeuge, F i g. 9
eine vergrößerte Ansicht einer bei einem Herstellungsverfahren gemäß den F i g.
7 und 8 erhaltenen Schneidkante und F i g. 10 ein senkrechter Teilschnitt ähnlich
der F i g. 8, der die Herstellung einer nur einseitig arbeitenden Feile zeigt.
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Es sei zuerst auf die in den F i g. 4 und 4 A gezeigten Feilen und
auf die Werkzeuge nach den F i g. 7 und 8 eingegangen. Die Aufgabe dieser Werkzeuge
ist die Herstellung von Blechfeilen mit einem im wesentlichen ebenen Teil
10, auf dem eine Anzahl von parallelverlaufenden jalousieartigen Leisten
12 herausgebogen sind, so daß zwischen den beiden Leisten Schlitze 14 gebildet werden.
An der äußeren Kante jeder Leiste befindet sich ein scharfer, hochstehender Grat
16, der die Schneidkante der Feile bildet. Zur Versteifung ist jede Leiste 12 durch
wenigstens einen Steg 18 unterbrochen. Die besondere Anordnung der Leisten ist nicht
von ausschlaggebender Wichtigkeit, da es sich bei ihr nicht um die Bildung von Schneidzähnen
im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern um das Bilden von vorstehenden Graten
und von zwischen diesen liegenden Schlitzen 14 handelt. Zur Erleichterung der Schneidwirkung
werden die Leisten vorzugsweise so angeordnet, daß sie unter einem Winkel von 20
bis 251 zur Längsachse des Rohlings B verlaufen.
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Wie am besten aus F i g. 9 ersichtlich ist, in der die Bewegungsrichtung
der Feile gegenüber der zu bearbeitenden Werkstückfläche (Schnittfläche) durch einen
Pfeil dargestellt ist, werden die Leisten so gebogen, daß sie je nach der Form und
dem Winkel des Grats unter einem Winkel von 20 bis 40° zur Ebene des Rohlings B
geneigt sind. Der hochstehende Grat soll in der Regel rechtwinklig zur Feile stehen
und bildet die Fortsetzung der Stirnseite 20 der Leiste. Die Stirnseite 20
bildet die Brustfläche. Der Winkel zwischen der Brustfläche und der Senkrechten
zur Schnittfläche, ist der Brustwinkel. Bei den jalousieartigen Leisten ergibt jedoch
die Summe aus Rücken- und Keilwinkel abweichend von üblichen Schneidstählen keinen
spitzen, sondern einen stumpfen Winkel, der erheblich größer als 90° ist und vorzugsweise
je nach Art der Gratbildung bei 105 bis 125° liegt. An Stelle des bei Schneidstählen
üblichen positiven Brustwinkels ist hier der Brustwinkel, der etwa eine Größe von
15 bis 35° hat, wegen seiner abweichenden Schneidenform negativ.
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Von bisher bekannten Feilen unterscheiden sich die Feilen, die gemäß
der Erfindung hergestellt sind, ferner dadurch, daß die Stirnfläche jeder Leiste
einschließlich ihres bereits beschriebenen äußeren Teils unregelmäßig und stufenweise
ausgebildet ist.
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Um eine Leiste der im vorstehenden beschriebenen Art und insbesondere
den Grat zu bilden, hat sich gezeigt, daß dies am besten dadurch geschieht, daß
man nur Einschnitte in den Rohling macht und diesen also nicht ganz durchschneidet.
Dabei werden auf dem Rohling kombinierte Halte-, Schneid- und eine keilförmig wirkende
Verdrängungskraft zur Einwirkung gebracht.
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Wie F i g. 7 zeigt, weist die verwendete Vorrichtung sich gegenüberstehende
Gruppen 22 und 24 von Formwerkzeugen auf, von denen jede Gruppe ein
Schneidwerkzeug 26 bzw. 28 und ein Biegewerkzeug 30 bzw. 32 hat, wobei
in der unteren Gruppe 24 auch ein zwischen dem Schneid- und dem Biegewerkzeug
angeordnetes Brecherwerkzeug 34 vorgesehen ist.
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Die beiden Werkzeuggruppen können sich relativ zueinander bewegen
und bilden zwischen sich eine zur Waagerechten geneigte Bewegungsbahn für den Rohling.
Der Winkel dieser Bewegungsbahn ist für die Erfindung nicht von ausschlaggebender
Wichtigkeit, beträgt aber vorzugsweise etwa 20 bis 25°.
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Um den Rohling B schrittweise auf dieser Bewegungsbahn vorzuschieben,
auf der er zuerst mit den beiden Schneidwerkzeugen 26 und 28 und beim nächsten Arbeitsgang
mit den Biegewerkzeugen 30 und 32 in Eingriff kommt, ist die in F i g. 1 und 2 gezeigte
Vorrichtung A vorgesehen, die nicht zum Gegenstand der Erfindung gehört und daher
nicht näher beschrieben ist.
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Die Schneidwerkzeuge 26 und 28 haben bezüglich der Ebene des Rohlings
etwas gegeneinander versetzte Schneidkanten. Jede Schneidkante stellt die Schnittlinie
eines Paars von Flächen 36 und 38 dar, welche nach der Schneidkante des Werkzeugs
von gegenüberliegenden Seiten einer senkrecht durch
diese Kante
gelegten Ebene aus konvergieren. Die benachbarten Flächen 36-36 der beiden Schneidwerkzeuge
sind gegenüber der Rohlingebene verhältnismäßig schwach geneigt, während die entsprechende
Neigung der Flächen 38-38 größer ist. Vorzugsweise hat die Fläche 36 gegenüber der
Senkrechten einen Neigungswinkel von etwa 30° und die Fläche 38 einen Neigungswinkel
von etwa 15°. Insbesondere soll die Fläche 38 bezüglich der Rohlingebene unter einem
Winkel von über 90° angeordnet sein. Infolge der Neigung des Rohlings werden beim
Eintreten der Schneidkanten in den Rohling vor den sich in den Rohling eindrückenden
Flächen 38 aus dessen Oberfläche die in F i g. 7 mit 16 bezeichneten Grate hochgedrückt.
Dieses Hochdrücken wird durch die Tatsache unterstützt, daß jedes der Schneidwerkzeuge
dazu dient, den Rohling gegenüber dem anderen Schneidwerkzeug fest verankert zu
halten, um eine unerwünschte relative Bewegung zwischen Rohling und Formwerkzeugen
zu verhindern. Um diese Verankerungs- oder Festhaltewirkung zu gewährleisten, werden
die Formwerkzeuggruppen stillgesetzt, bevor die Schneidwerkzeuge den Rohling ganz
durchschnitten haben.
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Die oben beschriebenen Vorgänge des Verankerns und des Hochdrückens
werden von den Flächen 36-36 beider Schneidwerkzeuge unterstützt. Wenn sich die
Werkzeuggruppen mit dem Rohling im Eingriff befinden, übt jede der Flächen 36 auf
die mit ihr in Eingriff gelangende Rohlingfläche eine Keilwirkung aus, welche der
das Hochdrücken des Grats hervorrufenden Kraft entgegenwirkt und anscheinend eine
lokale Scherwirkung im Rohling hervorruft, so daß der neben der Fläche 38 liegende
Teil des Rohlings gegen diese Fläche gezogen wird, was zur Bildung des Grats führt.
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Wenn die Werkzeuggruppen zum Stillstand gebracht werden, sind also
durch die Schneidwerkzeuge 26 und 28 an den Außenkanten hochstehende Grate und an
der vorderen Stirnseite einer Leiste und an der hinteren Stirnseite der vorhergehenden
Leisten die äußeren und inneren Teile dieser Stirnflächen gebildet worden. Bei Stillsetzung
der Biegewerkzeuge haben die Schneidwerkzeuge den Rohling nicht durchschnitten (s.
F i g. 7), und die Stirnseiten der benachbarten Leisten sind noch durch einen dünnen
Streifen miteinander verbunden.
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Um diesen Streifen zu trennen und die Leiste in der beabsichtigten
Weise relativ zur Rohlingoberfläche zu biegen, werden die Werkzeuggruppen zurückgezogen,
der Rohling eine Leistenteilung vorgerückt und die Werkzeuggruppen wieder in Richtung
auf den Rohling bewegt. Wenn die Werkzeuggruppen sich wieder zu schließen beginnen,
liegt der beim vorhergehenden Arbeitsgang von den Schneidwerkzeugen bearbeitete
Teil des Rohlings auf dem Brecherwerkzeug 34 auf, wobei der an der Unterseite des
Rohlings befindliche Grat 16 vor der Vorderseite, der obere Grat 16 hinter der Rückseite
des Werkzeugs angeordnet ist. Wie dargestellt, ist das Werkzeug 26 oberhalb des
Werkzeugs 34 hinterschnitten, so daß es nicht mit dem oberen Grat 16 in Berührung
kommen kann. Wenn sich die Werkzeuge schließen, so kommt das Biegewerkzeug 30 zuerst
an der Oberseite des vor dem zuletzt gebildeten Grat 16 liegenden Teils des Rohlings
zur Anlage und drückt diesen Teil gegenüber dem durch das Brecherwerkzeug 34 abgestützten
Teil nach unten, wodurch ein Abscheren des zwisehen diesen Teilen noch vorhandenen
Streifens eintritt und auf der Stirnfläche die vorerwähnte Oberflächenunregelmäßigkeit
oder Stufe gebildet wird. Dieser Schervorgang geht in einiger Entfernung von den
Graten vor sich, so daß beim Biegevorgang keine Gefahr einer Abplattung oder Abrundung
der Grate besteht. Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt, an dem die hintere Stirnseite
einer Leiste von der vorderen Stirnseite der folgenden Leiste getrennt wird, wird
das vordere Ende der Unterseite der jetzt bearbeiteten Leiste von dem Biegewerkzeug
32 erfaßt, worauf die beiden Biegewerkzeuge 30 und 32 anschließend diese Leiste
in die gewünschte relativ zur Rohlingoberfläche geneigte Lage bringen. Beim Scher-
und Biegevorgang werden also die Schlitze 14 zwischen den Leisten gebildet.
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Bezüglich des die Gratbildung bewirkenden kombinierten Festhalte-,
Materialverdrängungs- und Schneidvorganges ist zu bemerken, daß das Biegewerkzeug
30 mit dem Rohling in Berührung und Eingriff gelangt, bevor das Schneidwerkzeug
26 den Rohling berührt. Auf Grund dieser Anordnung und der geneigten komplementären
Flächen des Biegewerkzeugs 30 und der zu bildenden Leiste (die entgegengesetzt zur
Grat formenden Fläche des Werkzeugs 26 gerichtet sind), unterstützt das Biegewerkzeug
30 die Schneidwerkzeuge 26 und 28 und deren Flächen 36 dadurch, daß es den Rohling
an einer Rückwärtsbewegung (nach links in der Zeichnung) hindert, so daß die Flächen
38-38 der Schneidwerkzeuge 26 und 28 Grate aus den Flächen des stillstehenden Rohlings
hochdrücken können.
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In der bevorzugten Ausführungsform der Formwerkzeuge haben die benachbarten
Flächen 40-40 der Biegewerkzeuge 30 und 32 einen Winkel von etwa 60°
zur Waagerechten. Um ein Beschädigen der scharfen Grate 16 beim Biegevorgang zu
vermeiden, können die Biegewerkzeuge in bekannter Weise an den in der Nähe der Grate
liegenden Stellen hinterschnitten sein. Es ist jedoch vorzuziehen, den Biegevorgang
zu beenden, bevor die Biegewerkzeuge 30 und 32 an den Seiten der Leiste voll anliegen.
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Der Biegevorgang beendet die Bildung der Leisten, die nach dem Zurückziehen
der Formwerkzeuge und dem Vorrücken des Rohlings die in F i g. 9 gezeigte Form haben.
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Die Bewegung der Formwerkzeuge ist mit der Vorschubbewegung des Rohlings
abgestimmt, wodurch im wesentlichen über die ganze Länge des Rohlings jalousieartige
Leisten gebildet werden und nur an beiden Enden unbearbeitete Flächen verbleiben,
die das Aufspannen der Feile auf einer Trägervorrichtung erleichtern. Nach diesem
Herstellungsvorgang wird die Feile in einer gewünschten Weise gehärtet.
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In dem im vorstehenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sind alle
Leisten genau gleich, wobei jede Leiste mit einem Steg versehen ist und die Stege
in Längsrichtung der Feile ausgerichtet sind. Die Stege werden durch ausgerichtete
Ausnehmungen 42 im Mittelteil der Schneidkanten der Schneidwerkzeuge 26 und 28 (s.
F i g. 5) ermöglicht, wobei auch in den Biegewerkzeugen ähnliche Ausnehmungen vorgesehen
sind. Da alle Leistengleich sind, wird nur ein Paar von Schneidwerkzeugen und ein
Paar von Biegewerkzeugen benötigt.
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Die in den F i g. 3 und 3 A gezeigte Feile unterscheidet sich von
dem im vorstehenden beschriebenen Ausführungsbeispiel dadurch, daß sie im Querschnitt
eine
etwa U-förmige Form hat und mit versetzt angeordneten Verstärkungsstegen zwischen
den Leisten versehen ist. Die Querschnittsform der einzelnen Leisten einschließlich
ihrer Grate 16 ist jedoch die gleiche wie in F i g. 9.
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Wie in F i g. 3 gezeigt, besteht die Feile aus einem ebenen Teil 10
a und Seitenteilen 11 a. Die Leisten 12a und 12b erstrecken sich von Seitenteil
zu Seitenteil, wobei die Leiste 12 a je drei Stege 18 a hat, die in Längsrichtung
der Feile ausgerichtet sind, während die Leiste 12b ebenfalls je drei Stege 18b
hat, die zu den Stegen 18a versetzt angeordnet sind.
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Zum Herstellen dieser verschiedenartig ausgebildeten Leisten ist es
lediglich notwendig, die Anzahl der in F i g. 5 bzw. 7 gezeigten Werkzeuge sowie
die Größe des Vorschubs des Rohlings zu verdoppeln. Wie in F i g. 8 gezeigt, haben
die Formwerkzeuggruppen 22a und 24a zwei Paare von zusammenarbeitenden Schneidwerkzeugen
26 a bis 28 a und 26 b bis 28 b und Biegewerkzeuge 30 a bis 32 a und 30
b bis 32 b. Das Werkzeug 32a wirkt gleichzeitig als Brecherwerkzeug, während
die untere Werkzeuggruppe ein Brecherwerkzeug 34 a aufweist. Wie in F i g. 6 gezeigt,
sind die Schneidwerkzeuge 26b bis 28b mit zueinander ausgerichteten Ausnehmungen
42b zur Aufnahme der Stege 18b und die Schneidwerkzeuge 26a bis 28 a mit gegenüber
den Ausnehmungen 42 b versetzten Ausnehmungen 42a zur Aufnahme der Stege
18 a versehen. Vermöge dieser Anordnung bilden die vier Schneidwerkzeuge an beiden
Arten von Leisten Grate 16. wenn sie in den Rohling einschneiden, während die vier
Biegewerkzeuge die Leisten biegen. Dies geschieht in der gleichen Weise, wie dies
bezüglich der F i g. 7 bereits beschrieben worden ist. Der Rohling wird lediglich
um einen der Breite zweier Leisten entsprechenden Abstand vorgeschoben, und zwei
Leisten werden bei jedem Arbeitsspiel bearbeitet. Selbstverständlich könnten auch
bei der Herstellung von Feilen gemäß F i g. 4 jeweils zwei Leisten auf diese Weise
gleichzeitig bearbeitet werden.
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Die in den F i g. 5 bis 8 gezeigten Formwerkzeuge eignen sich besonders
für Feilen, die im Querschnitt die in F i g. 4A gezeigte Form haben, bei der die
Leisten an beiden Seiten der Feile freistehen, so daß jede Feilenseite als Arbeitsseite
benutzt werden kann. Bei einer Feile von .dem in F i g. 3 A gezeigten Querschnitt
oder einer Feile von halbrunder Form können die zwischen den Seitenteilen liegenden
Kanten der Leisten im allgemeinen nicht zur Arbeitsleistung herangezogen werden,
so daß an sich kein Grund besteht, an der Unterseite dieser Feilen Schneidkanten
vorzusehen. Für die Herstellung von Feilen dieser Querschnittsform und auch für
die Herstellung von Feilen anderer Querschnittsformen, die nur eine Schneidseite
haben, werden daher vorzugsweise Formwerkzeuge der in F i g. 10 gezeigten Art verwendet,
bei denen Grate 16 nur an dieser einen Schneidseite ausgehoben werden.
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In F i g. 10 sind Formwerkzeuge zur gleichzeitigen Herstellung von
zwei Leisten gezeigt. Ähnliche Formwerkzeuge könnten aber zur jeweiligen Herstellung
von nur einer Leiste bzw. zur gleichzeitigen Herstellung von mehr als zwei Leisten
verwendet werden. Die obere Formwerkzeuggruppe 22x, welche der in F i g. 8 verwendeten
Werkzeuggruppe sehr ähnlich ist, besitzt zwei Schneidwerkzeuge 26x und 26y und ein
Paar von Trenn- und Biegewerkzeugen 30x und 30y. Die untere Gruppe 24x weist ebenso
wie die Anordnung nach F i g. 8 mit den Biegewerkzeugei 30x und 30y zusammenarbeitende
Biegewerkzeug( 32x und 32y auf, wobei das Werkzeug 32x auch a1: Brecherwerkzeug
dient. Die unteren Schneidwerk zeuge bestehen jedoch aus einem amboßartigen Tei
45, der den Schneidwerkzeugen 26x und 26y gegen überliegt und eine Oberfläche
47 besitzt, die ent. sprechend der Bewegungsbahn des Rohlings B ge. neigt
ist. Der Rohling ist während des Einschneid vorganges auf dieser Fläche abgestützt.
Die oberE Kante des Werkzeugs 45 wirkt als Brecher für der Werkzeugsatz 30x und
32x. Die Trenn- und Biege werkzeuge 30x und 30y laufen im Gegensatz zu der in F
i g. 8 gezeigten Werkzeugen 30 a und 30 b spitz zu.