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DE1242273B - Schaltungsanordnung zur Verhinderung von Doppelbelegungen bei automatischen Vermittlungsanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Verhinderung von Doppelbelegungen bei automatischen Vermittlungsanlagen

Info

Publication number
DE1242273B
DE1242273B DEC31455A DEC0031455A DE1242273B DE 1242273 B DE1242273 B DE 1242273B DE C31455 A DEC31455 A DE C31455A DE C0031455 A DEC0031455 A DE C0031455A DE 1242273 B DE1242273 B DE 1242273B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blocking
time
test
relay
systems
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC31455A
Other languages
English (en)
Inventor
Henri Lefort
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel CIT SA
Nokia Inc
Original Assignee
Compagnie Industrielle de Telecommunication CIT Alcatel SA
Nokia Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie Industrielle de Telecommunication CIT Alcatel SA, Nokia Inc filed Critical Compagnie Industrielle de Telecommunication CIT Alcatel SA
Publication of DE1242273B publication Critical patent/DE1242273B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES WWW PATENTAMT Int. Cl.:
H04m
AUSLEGESCHRIFT
H04g
Deutsche Kl.: 21 a3 - 28/01
Nummer: 1242273
Aktenzeichen: C 31455 VIII a/21 a3
Anmeldetag: 18. November 1963
Auslegetag: 15. Juni 1967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Verhinderung von Doppelbelegungen bei automatischen Vermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit zwei verschieden aufgebauten und unabhängig voneinander arbeitenden Wählsystemen, die auf eines oder mehrere gemeinsame Organe aufprüfen können und derart vorgegebene zeitliche Prüfbedingungen haben, daß zu einem bestimmten Bestätigungszeitpunkt die Aufschaltung des einen Systems auf das geprüfte Organ durch einen Sperrvorgang des anderen Systems nicht mehr verhindert werden kann.
Bei den üblichen Prüfvielfachschaltungen, bei denen die Sperrung beispielsweise durch einen Kontakt bewirkt wird, sind Doppelbelegungen nicht vollkommen ausgeschlossen; man sucht nur ihre Wahrscheinlichkeit möglichst klein zu halten. Innerhalb der Zeit, die bis zum Schließen des Sperrkontakts verstreicht, kann nämlich ein weiteres Prüfrelais ebenfalls anziehen, so daß eine Doppelbelegung zustande kommt.
Es sind zahlreiche Schaltungsanordnungen zur Verhinderung solcher Doppelbelegungen innerhalb des gleichen Wählsystems bekannt. Bei den meisten dieser Schaltungsanordnungen sind Kontrollglieder, beispielsweise Differentialrelais, Brückenschaltungen od. dgl., vorgesehen, die bei einer Doppelbelegung ansprechen und einem der beiden aufprüfenden Organe den Vorrang geben. Die Durchschaltrelais sind so verzögert, daß die Durchschaltung erst nach Beendigung dieses Prüfvorgangs erfolgt. Voraussetzung ist dabei aber, daß die Kontrollglieder von allen aufprüfenden Organen zugänglich sind und von diesen in gleicher Weise beeinflußt werden.
Diese bekannten Schaltungsanordnungen sind jedoch nicht geeignet, wenn das Problem besteht, Doppelbelegungen eines gemeinsamen Organs durch zwei oder mehr unabhängig voneinander arbeitende und gegebenenfalls verschieden aufgebaute Wählsysteme zu verhindern. Dieses Problem entsteht beispielsweise dann, wenn zu einer bereits vorhandenen Nebenstellenanlage eine weitere Nebenstellenanlage anderen Typs hinzugefügt wird und beide Nebenstellenanlagen auf die gleichen Amtsleitungen aufprüfen sollen. In diesem Fall ist es nicht möglich, Querverbindungen zwischen einzelnen Organen der beiden Wählsysteme und gemeinsamen Kontrollgliedern herzustellen, ganz abgesehen davon, daß bei verschiedenartigem Aufbau der beiden Wählsysteme eine gleichartige Beeinflussung eines gemeinsamen Kontrollorgans gar nicht möglich ist. Beispielsweise kann das eine Wählsystem ein Drehwählsystem und Schaltungsanordnung zur Verhinderung
von Doppelbelegungen
bei automatischen Vermittlungsanlagen
Anmelder:
C. I. T. Compagnie Industrielle
des Telecommunications, Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Prinz,
Dr. rer. nat. G. Hauser
und Dipl.-Ing. G. Leiser, Patentanwälte,
München-Pasing, Ernsbergerstr. 19
Als Erfinder benannt:
Henri Lefort,
Verrieres-Le-Buisson, Seine-et-Oise
(Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 19. November 1962 (915 867)
das andere Wählsystem ein Kreuzschienenwählersystem sein.
In solchen Fällen ist eine gegenseitige Beeinflussung der beiden Wählsysteme nur über die zu dem gemeinsamen Organ führenden Prüfadern möglich. Für jedes Wählsystem ist ein Sperrvorgang vorgeschrieben, durch den das Aufschalten dieses Wählsystems verhindert wird. Dabei gelten für jedes Wählsystem die folgenden zeitlichen Prüfbedingungen: Nach dem Beginn des Prüfvorgangs gibt es einen bestimmten Zeitpunkt (nachstehend »Bestätigungszeitpunkt« genannt), für den folgendes gilt: Wenn der entsprechende Sperrvorgang vor diesem Bestätigungszeitpunkt angelegt wird, findet kein Aufschalten statt; wenn jedoch der Sperrvorgang erst nach diesem Bestätigungszeitpunkt angelegt wird, kann das Aufschalten nicht mehr verhindert werden, selbst wenn es im Zeitpunkt des Anlegens des Sperrvorgangs noch nicht beendet war. Der Abstand des Bestätigungszeitpunktes eines Wählsystems von dem Beginn des Prüfvorgangs läßt sich durch Messungen leicht ermitteln.
Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Schaltungsanordnung, die auch unter diesen Bedin-
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gungen mit vollkommener Sicherheit Doppelbelegungen eines gemeinsamen Organs verhindert, selbst wenn die auf dieses System aufprüfenden Wählsysteme völlig verschieden aufgebaut sind.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß für jedes System ein Sperrorgan vorgesehen ist, das nach Beginn des Prüfvorgangs in einem Sperrzeitpunkt den Sperrvorgang an das andere System anlegt, und daß die Sperrorgane der beiden Systeme so ausgeführt sind, daß bei wenigstens einem der beiden Systeme der Sperrzeitpunkt vor dem Bestätigungszeitpunkt liegt und der Abstand der beiden Zeitpunkte gegebenenfalls bei dem System mit dem Bestätigungszeitpunkt vor dem Sperrzeitpunkt kleiner als beim anderen System ist.
Bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung werden Doppelbelegungen durch geeignete Wahl der Zeitpunkte verhindert, in denen das Sperrorgan eines aufprüfenden Systems nach dem Beginn des Prüfvorgangs den Sperrvorgang an das andere System anlegt. Nachdem die Lage des Bestätigungszeitpunktes für jedes System durch Messung ermittelt ist, ist es stets möglich, die Sperrorgane so auszubilden, daß die zuvor angegebenen Bedingungen für die Sperrzeitpunkte erfüllt sind. In manchen Fällen ist es auch möglich, in gewissen Grenzen noch den Bestätigungszeitpunkt zu verschieben, wodurch die Einhaltung der angegebenen Bedingungen noch erleichtert wird.
Jedes Wählsystem arbeitet dabei ausschließlich entsprechend seinem eigenen Aufbau und Arbeitsprinzip ohne Rücksicht auf die Art der übrigen vorhandenen Wählsysteme. Dennoch sind Doppelbelegungen mit Sicherheit auch in solchen Fällen ausgeschlossen, in denen extrem unterschiedliche zeitliche Prüfbedingungen herrschen, beispielsweise bei Vereinigung eines langsamen Drehwählersystems mit einem elektronischen System,
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielshalber erläutert. Darin zeigt
F i g. 1 ein vereinfachtes Blockschaltbild zur Erläuterung des zu lösenden Problems,
F i g. 2 ein Zeitdiagramm eines Prüfkreises,
F i g. 3 ein Zeitdiagramm eines Prüfkreises,
Fig.4 ein Ausführungsbeispiel eines Prüfkreises bei einem bekannten System,
F i g. 5 ein Diagramm der gegenseitigen Sperrung von zwei Prüfkreisen,
Fig. 6, 7, 8, 9 Diagramme zur Darstellung der gegenseitigen Sperrung von zwei Prüfkreisen in verschiedenen relativen Lagen,
F ΐ g. 10 ein Diagramm zur Erläuterung des Problems der Doppelprüfung,
F i g. 11 eine erfindungsgemäße Lösung für das in Fig. 10 dargestellte Beispiel,
F i g. 12 ein zweites Beispiel für das Problem der Doppelprüfung und
F i g. 13 eine erfindungsgemäße Lösung für das in Fig. 12 dargestellte Beispiel.
F i g. 1 zeigt zwei Schaltungskanäle, die zu zwei unterschiedlichen Fernsprechsystemen gehören. Das Organ A schließt den ersten Schaltungskanal ab, das Organ B schließt den zweiten Schaltungskanal ab, und jedes der Organe A und B hat, unabhängig von dem anderen, Zugang zu einem gemeinsamen Organ C. Es handelt sich darum, jede Doppelverbindung (und ganz allgemein jede Mehrfachverbindung) der vor A und B liegenden Organe mit dem gemeinsamen OrganC zu verhindern. Es kann angenommen werden, daß die Organe^!, die zu dem gleichen System gehören, bereits eigene Einrichtungen enthalten, welche unter sich jede derartige Doppelverbindung verhindern; das gleiche gilt für die Organe B. Es besteht das Problem, zu bestimmen, welche gegenseitigen Beziehungen im Organ C zwischen den Organen A und B bestehen müssen, damit jede Doppelverbindung unmöglich gemacht wird. Es ist be- kannt, daß jedes der Organe A und B vor der Herstellung einer Verbindung mit dem Organ C das Organ C prüft, um dessen Freizustand oder Besetztzustand festzustellen. Der Betrieb eines Prüfkreises läuft für ein gegebenes System und für eine gegebene Wählstufe in einer Zeitspanne ab, die stets sehr weitgehend gleichbleibt und die daher als konstant angesehen werden kann.
Fig.2 zeigt ein Diagramm, dessen Achse die Zeit darstellt. Die den Betrieb der erfindungsgemäßea
so Anordnung kennzeichnenden Zeitpunkte werden also durch entsprechende Punkte auf dieser Achse dargestellt. Wenn beispielsweise das das Organe enthaltende System betrachtet wird, kann sein Ursprung A0 in einem beliebigen Zeitpunkt erscheinen, und
as sein Ende A1 erscheint um eine bestimmte Zeit später, wobei aber die Strecke A0 A1, welche die Dauer des normalen Ablaufs ohne äußere Störung darstellt, konstant ist. Für jedes beliebige Fernsprechsystem, zu welchem das Organ A oder das Organ B gehört, besteht aber ein Punkt C^, der zwischen A0 und Af liegt und dessen Abszisse in bezug auf A0 vollkommen festgelegt ist, und zwar so, daß
jede den Betrieb von A sperrende Erscheinung, die zwischen A0 und CA auftritt, den Betrieb von A unterbricht;
jede den Betrieb von A sperrende Erscheinung, die an einem zwischen CA und A1 liegenden Zeitpunkt auftritt, ohne Einwirkung auf den Betrieb von A bleibt.
Der Punkt CA ist also ein kritischer Punkt, welcher der Prüf bestätigung entspricht Die Lage dieses Punktes CA hängt einerseits von dem dem betrachteten System eigentümlichen inneren Prüfvorgang und andererseits von der Art der Einwirkung der sperrenden Erscheinung ab. Die Kenntnis des Punktes CA ist notwendig, und es müssen experimentelle Messungen in jedem Fernsprechsystem, zu welchem die Organe A oder B gehören, durchgeführt werden, damit die Dauer der Zeitspanne A0 CA festgestellt wird. Infolge der Streuung der Betriebseigenschaften kann in Wirklichkeit der Zustand der Prüfschaltung, der grundsätzlich im Zeitpunkt CA auftritt, während einer gewissen Zeitspanne entstehen, die in den Grenzen C/ undC/' (Pig. 3) liegt, so daß die Dauer A0CA zwischen einem Minimum A0C/ und einem Maximum ΑϋCa" enthalten sein kann.
Damit die vorstehenden Definitionen durch eis Beispiel konkretisiert werden, zeigt F i g. 4 eine Teildarstellung des Prüfkreises und der Verbindungsstufe eines Wählers in dem unter der Bezeichnung »R6« bekannten automatischen Fernsprechsystem. Bekanntlich enthält bei einem solchen System der Wähler einen Kontaktarm ST, der ein Relais 11 mit zwei Wicklungen auslöst, sobald er auf einer Kontaktreihe ankommt, welche durch einen nicht dargestellten Richtungsweiser markiert ist (Bei dem System R 6
wird als Richtungsweiser ein mehreren Wählern gemeinsames Organ bezeichnet, welches die Einstellung der Wähler in die gewünschten Richtungen steuert.) Der Erregungsstromkreis des Relais 11 verläuft vom negativen Pol einer (nicht dargestellten) Batterie über einen Widerstand R2, den Kontakt 1 der Wählerkontaktbank, den Kontaktarm ST des Wählers, die beiden in Serie geschalteten Wicklungen des Relais 11, einen Arbeitskontakt 122 eines Differentialrelais 12, das zuvor an seiner unteren Wicklung über einen Widerstand R1 von der gleichen Batterie erregt worden ist, nach Masse. Das Relais 11 unterbricht dann bei 111 den Steuerstromkreis für die Drehung des Wählers. Der Zeitpunkt, in welchem der Kontaktarmer des Wählers die von dem Richtungsweiser markierten Kontakte erreicht, ist im Diagramm von Fig. 3 bei A0 dargestellt. Das Schließen des Kontaktes 112 ruft außerdem die Erregung der oberen Wicklung des Relais 12 hervor. Wenn keine Doppelprüfung stattfindet, kompensieren die von dieser oberen Wicklung erzeugten Amperewindungen die von der unteren Wicklung stammenden Amperewindungen, so daß das Relais 12 abfällt. Der Wähler enthält ferner ein sogenanntes Stufenverbindungsrelais 13, das dann über den folgenden Stromkreis erregt wird: Masse, Ruhekontakt 121, Arbeitskontakt 113, obere Wicklung des Relais 13. Sobald das Relais 13 seinen Kontakt 131 geschlossen hat, hält es sich selbst über folgenden Stromkreis: Batterie, obere Wicklung des Relais 13, Arbeitskontakt 131, Masse, über weitere nicht dargestellte Kontakte. Dieser Zeitpunkt ist im Diagramm von F i g. 3 durch den Punkt Af dargestellt. Der Prüfbestätigungszeitpunkt CA hängt, wie bereits zu ersehen war, von der Art der störenden Erscheinung ab. Es sei angenommen, daß der Wähler mechanisch in der Stellung 1 blockiert wird und daß der Stromkreis des Widerstands R2 an einem Punkt H durch den Arbeitskontakt eines nicht dargestellten Relais geöifnet wird. Mit Hilfe von geeichten Impulsen veränderlicher Dauer wird dieses Relais erregt, das dann seinen Arbeitskontakt für eine bekannte Zeit schließt. Der Augenblick des Schließens dieses Arbeitskontakts entspricht dem Punkt A0 in Fig. 3.
Der Zeitpunkt des Öffnens des Arbeitskontakts dieses Relais am Ende eines Impulses entspricht der Einwirkung einer den Prüfkreis unterbrechenden sperrenden Erscheinung. Nach einer Reihe von Versuchen kann dadurch eine Zeitspanne^ ermittelt werden, welche die größte Zeitspanne ist, in welcher sich das Relais 13 nicht selbst halten kann. Diese Zeitspanne ^1 bestimmt die kleinste Strecke A0 CA. Auf gleiche Weise ermittelt man eine Zeitspanne t2, welche die kleinste Zeitspanne ist, in welcher die Selbsthaltung des Relais 13 möglich ist. Diese Zeitspanne i2 entspricht der größten Strecke A0 CA (Fig. 3). Die StreckeCA'CA" ist die »Prüfbestätigungsstrecke«. Anstatt den Prüfkreis durch einen Unterbrechungskontakt zu öffnen, wäre es natürlich auch möglich, an den Punkt H Masse anzulegen, wodurch das Prüfrelais 11 kurzgeschlossen würde; dann erhielte man eine andere kleinste Strecke A0 CA und auch eine andere größte Strecke A0 CA als zuvor. Die neue Prüfbestätigungsstrecke würde weiter links als die zuvor ermittelte Strecke liegen, was auf Grund der zusätzlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Trägheit verständlich ist. In der Praxis ist im übrigen jede Prüfbestätigungsstrecke sehr klein.
F i g. 5 zeigt ein Diagramm für die gegenseitige Sperrung von zwei Prüfkreisen: Die Prüfbestätigungsstrecke CA, die wie in Fig. 3 von zwei PunktenC/ und CA" begrenzt ist, gehört zum Organ A, und die Prüfbestätigungsstrecke CB, die in entsprechender Weise durch zwei Punkte CB und CB" begrenzt ist, gehört zum Organ B. Im Organ B ist eine Sperreinrichtung vorhanden, welche das Aufprüfen des Organs^ verhindert. Diese Einrichtung tritt in einem
ίο Zeitpunkt/B in Tätigkeit. In gleicher Weise besteht im Organ A eine Sperreinrichtung, die das Aufprüfen des Organs B verhindert und welche in einem Zeitpunkt/^ in Erscheinung tritt. So tritt im Organe die vom Organ B stammende Sperreinrichtung in einem Zeitpunkt IB in Erscheinung, der vor oder hinter dem Prüfbestätigungszeitintervall C4 liegen kann. Wenn der entsprechende Punkt IB links von CA liegt, wird der Betrieb des Prüfkreises des Organs A unterbrochen. Wenn IB rechts von CA liegt, wird der Betrieb des Prüfkreises des Organs A nicht gestört. In gleicher Weise tritt im OrganB die vom Organe kommende Sperreinrichtung in einem Zeitpunkt/^ in Tätigkeit, der vor oder hinter dem Prüfbestätigungszeitintervall CB liegen kann. Wenn der entsprechende Punkt IA links von C8 liegt, wird der Betrieb des Prüfkreises des Organs B unterbrochen. Liegt dagegen IA rechts von CB, wird der Betrieb des Prüfkreises des Organs B nicht gestört. Somit genügen ausschließlich die relativen Lagen der Punkte IB und CA'CA" zur Bestimmung der Einwirkung des Organs B auf das Organ A. In entsprechender Weise genügen allein die relativen Lagen der Punkte IA und Cß'Cß" zur Bestimmung der Einwirkung des Organs A auf das Organ B. Nun ist aber die Lage des Punktes IA in bezug auf CA bekannt, und ebenso ist die Lage des Punktes IB in bezug auf CB bekannt. Praktisch kann lA CA positiv oder negativ sein, und das gleiche gilt für IBCB. Die Untersuchung der Systeme, zu welchen die Organe A und B gehören, sowie ihrer sperrenden Verbindungen läßt sich also auf eine Betrachtung der Dimensionen und der relativen Lagen der Strecken I1 CA und IB CB zurückführen. Acht Fälle erschöpfen sämtliche Betriebshypothesen; aus Symmetriegründen läßt sich das Problem jedoch auf die vier nachstehenden Fälle begrenzen.
Es wird zunächst angenommen:
\iAcA\ > \iBcB\
Unter dieser Voraussetzung kann man folgende Fälle haben:
IBC
BCB IBCB IBCB IBCB
0 0 0 0
1. 1ACA > 0
2. IACA > 0
3. IAÄ < 0
4. IACA < 0
Erster Fall (Fig. 6)
IACA > 0 BB
Unabhängig von den relativen Lagen der Strecken IACA und IBCB im Zeitmaßstab geht der Sperrzeitpunkt des einen Systems stets dem Prüfbestätigungszeitpunkt des anderen Systems voraus. Es gibt also niemals eine Doppelverbindung.
Zweiter Fall (Fig. 7)
IaCa > 0 IBCB < 0
IBCB > 0
Wie im vorhergehenden Fall liegt der Sperrzeitpunkt des einen Systems stets vor dem Prüfbestätigungszeitpunkt des anderen Systems. Es gibt also niemals eine Doppelverbindung.
Dritter Fall (Fig. 8)
IbCb > 0
Es ist zu erkennen, daß kein Sperrzeitpunkt einem Prüfbestätigungszeitpunkt bei den beiden dargestellten Möglichkeiten vorangeht. Es ist also eine Doppelverbindung möglich.
Vierter Fall (Fig. 9)
IaCa < 0
IrC8 < 0
Es ist zu erkennen, daß kein Sperrzeitpunkt einem Prüfbestätigungszeitpunkt bei den beiden dargestellten Möglichkeiten vorangeht. Es besteht also die Möglichkeit einer Doppelverbindung.
Aus der Untersuchung dieser vier Fälle tritt hervor, daß jede Doppelverbindung unmöglich ist, wenn eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist:
Erste Bedingung
In den beiden Systemen liegt der Sperrzeitpunkt vor dem Prüfbestätigungszeitpunkt.
Zweite Bedingung
Wenn in einem der Systeme der Sperrzeitpunkt hinter dem Prüfbestätigungszeitpunkt liegt,
a) muß im anderen System der Sperrzeitpunkt vor dem Prüfbestätigungszeitpunkt liegen;
b) die Zeitspanne, die zwischen dem Prüfbestätigungszeitpunkt und dem Sperrzeitpunkt in dem ersten System liegt, muß kleiner als die Zeitspanne sein, die zwischen dem Sperrzeitpunkt und dem Prüfbestätigungszeitpunkt im anderen System liegt.
Diese Bedingungen lassen sich symbolisch wie folgt schreiben:
Erste Bedingung:
(/C)1 > 0 (/C)2 > 0
Zweite Bedingung:
(CI)1 < (IC)2
oder
(CI)2 < (IC)1
Es werden nun zwei Anwendungsbeispiele für die vorstehenden Bedingungen angegeben, wobei sich das eine Beispiel auf die erste Bedingung und das andere Beispiel auf die zweite Bedingung bezieht. F i g. 10 zeigt schematisch ein besonderes Problem bei der Erweiterung einer Fernsprechvermittlung des Systemtyps R 6. Diese Vermittlung enthält Wählstufen, die in der Zeichnung sehr schematisch durch einen Drehwähler 14 dargestellt sind, und sie ist durch eine Anlage erweitert, die schematisch bei 15 dargestellte Wählstufen des unter der Bezeichnung System CP 400 bekannten Typs enthält. Die Wählstufen der beiden Systeme haben beliebigen Zugang zu einem »abgehenden Verbinder« 16 des Typs R 6. Hinter dem Verbinder 16 liegt ein Leitungsverteiler, der schematisch bei 17 angedeutet ist. Eine der Schwierigkeiten, die bei einer solchen Anlage zu überwinden sind, betrifft die Doppelprüfung; Fig. 11 zeigt eine gemäß der Erfindung ausgeführte Anordnung, bei der die zuvor angeführten Bedingungen erfüllt sind.
Bei der Anordnung von F i g. 11 ist die erfindungsgemäße Einrichtung der Anordnung von Fig. 10 hinzugefügt. Durch strichpunktierte Linien sind drei Zonen abgegrenzt: Eine Zone (I) enthält die Wählstufe 14 des Systems R 6, eine Zone (II) enthält die Wählstufe 15 des Systems CP 400, und eine Zone (III) enthält den gemeinsamen Verbinder 16, der hier im System R 6 ausgeführt ist; es sind jedoch nur die Prüfkreise dargestellt. Der gemeinsame Verbinder 16 enthält zwei getrennte Prüfleitungen, die mit der Wählstufe 14 bzw. der Wählstufe 15 verbunden sind. Der Prüfkreis der Wählstufe 14 enthält Relais 11, 12 und K1, und der Prüfkreis der Wählstufe 15 enthält
zo Relais T0 und K2. Die Relais K1 und K2 sind die Sperrelais: Wenn das Relais K2 erregt wird, unterbricht es mit seinem Kontakt Ir2 den Prüfkreis des
~v und umgekehrt unterbricht das ReIaJsX1 bei seiner Erregung mit seinem Kontakt kx den Prüf-
kreis des Relais K2. Die Prüfung ist ebensogut im »homogenen« Betrieb, bei welchem nur die Organe der Zonen I und III bzw. der Zonen II und III in Tätigkeit treten, wie im »gemischten« Betrieb möglich, in welchem gleichzeitig die Organe der Zonen I, II und III in Tätigkeit treten, weil die Elemente der Prüfkreise der Organe der Zonen I und II unverändert sind. Damit aber im Fall der Doppelprüfung jede Doppelverbindung verhindert wird, muß das einem der Fernsprechsysteme entsprechende Sperrrelais vor dem Auftreten des Prüfbestätigungszeitpunktes ausgelöst werden. Zu diesem Zweck enthält der der Wählstufe 14 zugeordnete Teil des Verbinders 16 Widerstände 18 und 20 a, wobei die aus diesen Widerständen und dem Relais K1 gebildete An-Ordnung so beschaffen sein muß, daß sie beim homogenen Prüfvorgang den Betrieb von einem oder mehreren Organen des Systems der Zone I nicht behindert. Ebenso enthält der der Wählstufe 15 zugeordnete Teil des Verbinders 16 Widerstände 19 und 20 b, wobei die aus diesen Widerständen und dem Relais K2 gebildete Anordnung so beschaffen sein muß, daß sie beim homogenen Prüfvorgang den Betrieb von einem oder von mehreren Organen des Systems der Zone II nicht behindert. Diese Bedingungen werden bei dem dargestellten Anwendungsbeispiel dadurch erfüllt, daß für die Relais^ und K2 sogenannte »empfindliche« Relais verwendet werden. Nachdem die Art der Einwirkung der Sperrung dadurch definiert ist, ist es möglich, in jedem System die Prüfbestätigungszeitpunkte festzustellen, die vollkommen definiert sind: Für das System der Zone I (Typ R 6) ist der Prüfbestätigungszeitpunkt durch das Nichtansprechen des Relais 13 des Wählers definiert und für das System der Zone II (CP 400) durch das Nichtansprechen des Relais TD2.
Unter Bezugnahme auf das Diagramm von F i g. 2 findet man:
Für das System R 6 A0CA = 37 ms
Für das System CP400 ... B0CB = 33 ms
Die Zeitspannen, welche zwischen den Ursprungszeitpunkten A0, B0 einerseits und den entsprechenden Sperrzeitpunkten IA, IB andererseits liegen, sind
9 10
jeweils der Ansprechverzögerung der Relais K1 bzw. bene Problem löst. Der abgehende Verbinder 24 wird
K2 gleich. Man findet: von der Ausgangsstufe der Anlage des Typs CP 400
Für das System R 6 A6IA = 20 ms (amf eine ,nicht dargestellte Schaltungsanordnung)
, „ „„..«„ τ, , *~ nur dann gekennzeichnet, wenn der Richtungsweiser
Für das System CP 400 ... B0IB = 19 ms g und der Wähler der Anlage des Typs R6 frei sind
Unter Bezugnahme auf F i g. 6 erhält man: Die Prüfung wird in zwei getrennte Phasen zerlegt:
V Hn« Svctpm T? fi zunächst wird es durch eine interne Ausschlußprü-
rur aas oysiem ^o ^ng ^ System cp 400 ermöglicht) daß nur ein ein_
IaCa = A0CA A0IA = 37 — 20 = 17 ms ziger Verbinder aus den vom gleichen Richtungs-Für das System CP 400 10 weiser abhängigen Verbindern ausgewählt wird, und r — R r R7—-3Q IQ — i/i dann (und das ist der Gegenstand der Beschreibung) Cβ -B0C3- B0IB - 33 — 19 — 14 ms führt der gekennzeichnete Verbinder eine zweite Prü-Es ist zu erkennen, daß sowohl für das SystemR6 fung durch. In Fig. 13 sind schematisch zwei zum als auch für das System CP 400 gilt: gleichen Richtungsweiser gehörige Prüfkreise darge-
15 stellt, von denen der eine über den Wähler 26 geht
IaCa ·> 0 un(j ^m Wähler 23 gehört, während der andere über und den Wähler 27 geht und zum Verbinder 24 gehört. IßCß -> O JJin Relais 29 übernimmt im Verbinder 24 die Rolle Die beiden Systeme entsprechen somit den zuvor des Prüfrelais. Die homogenen Doppelprüfungen entangegebenen Bedingungen. Da die erste Bedingung 20 weder im System R 6 oder im System CP 400 ergeben erfüllt ist, kann keine Doppelverbindung entstehen. keine besonderen Schwierigkeiten; sie werden nach Für den Sonderfall, daß die Relais X1 und K2 von den üblichen Grundsätzen im System R 6 bzw. mit gleicher Art sind und ihre Ruhekontakte gleichzeitig Hilfe einer Zusatzanordnung, die verhindert, daß öffnen (gleichzeitige Punkte /), kann jedoch ein mehr als ein Verbinder für jeden Richtungsweiser Schwingungszustand entstehen. Da die Schaltungen 25 ausgewählt wird, im System CP 400 durchgeführt, materiell niemals identisch sind, klingt diese Erschei- Der Fall der Doppelaufschaltung zwischen einem nung schnell ab, sie drückt sich aber in einer Ver- Wähler des Typs R 6 und einem Verbinder des Typs zögerung des Auftretens des Punktes / aus, der die CP 400 wird nachstehend behandelt.
Erscheinung überlebt (sogenannter »bevorrechtigter« Das Relais 29 des Verbinders 24 spricht an, wenn Punkt /). Der Punkt C des gesperrten Systems kann 30 die Leitung TB das richtige Potential führt, das den dann vor dem Punkt / erscheinen. Dann wäre eine Freizustand des Wählers 27 und des Richtungswei-Doppelverbindung möglich; um sie zu verhindern, ist sers 28 kennzeichnet; dies erfolgt über den in den es erforderlich, daß die StreckenIACA und IBCB Arbeitszustand gebrachten Kontaktm (das Prüfbeausreichend lang sind, daß sich die Punkte C in die- ginnrelais m ist in der Zeichnung nicht dargestellt), sem Sonderfall niemals vor den Punkten/ befinden 35 Der Umschaltkontakt291 verläßt die Ruhestellung können. und geht kurz danach in die Arbeitsstellung. Sobald Es soll nun ein weiteres Anwendungsbeispiel be- die Ruheseite des Kontakts 291 geöffnet worden ist, schrieben werden, bei welchem die zweite Bedingung hat somit das Relais 29 einen Selbsthaltekreis über erfüllt ist, die zuvor durch die symbolische Schreib- den Widerstand 30, der mit dem negativen Pol der weise 40 Batterie verbunden ist, und durch den an Masse lie-/■^λ ^- qc·^ genden Kontakt 291 wird anschließend ein Besetzt- *■ 'i \ h potential an die Leitung TB gelegt. Es ist zu erkenformuliert worden ist. In diesem Fall ist eines der nen, daß das an der Leitung TB liegende Massepoten-Systeme von der Form CI und das andere von der tial die Wirkung ergibt, daß das Prüfrelais 11 des Form/C. 45 Wählers 23 kurzgeschlossen wird. Nachdem somit Es kann beispielsweise in einer Vermittlung des einerseits der innere Prüfvorgang des Systems R 6 Typs R 6 vorkommen, daß Wähler des Typs R 6 und und andererseits die Art der Einwirkung der Sperr-Verbinder des Typs CP 400 Zugang zu einem ge- erscheinung (Kurzschluß der Spule des Prüfrelais) meinsamen Schaltungskanal haben. Eine solche An- bekannt sind, ist es möglich, experimentell den Prüflage ist schematisch in F i g. 12 dargestellt. Die Ver- 50 bestätigungszeitpunkt CA des Organs vom Typ R 6 mittlungsorgane des Typs R 6 sind in einem strich- zu ermitteln.
punktierten Rahmen 21 dargestellt, und die Vermitt- Umgekehrt erfolgt die Einwirkung des Systems R 6 lungsorgane des Typs CP 400 sind in einem strich- auf das System CP 400 in folgender Weise: Wenn punktierten Rahmen 22 gezeigt. Die Anlage R 6 ent- eines oder mehrere der Prüf relais 11 und 12 des Typs hält Wähler 23, 26, 27, und die Anlage CP 400 ent- 55 R 6 bereits mit dem Punkt β verbunden sind, kann hält Verbinder 24. Die beiden Anlagen müssen Zu- das Relais 29 nicht erregt werden, weil die Leitung gang zu gemeinsamen Ausgängen 25 haben. Die TB nicht das richtige Potential führt. Der Prüfbestäti-Wähler 23 haben Zugang zu bestimmten Wählern 26, gungszeitpunkt CB des Organs vom Typ CP 400 wird und die Verbinder 24 haben Zugang zu weiteren also durch die Verzögerung des Öffnens der Ruhe-Wählern 27, jedoch werden die Wähler 26 und die 60 seite des Kontakts 291 des Relais 29 bestimmt.
Wähler 27 von gemeinsamen Richtungsweisern 28 Man findet1
gesteuert, damit diese nicht gesondert vorgesehen
sein müssen. Damit eine solche Organisation brauch- Für das System R6 A0CA = 33 ms
bar ist, ist es offensichtlich erforderlich, Doppelver- Für das s tem cp 400 BC = 6? ms
bmdungen über den gleichen Richtungsweiser zu ver- 65 J u
bieten. Da andererseits das Relais 29 nicht ansprechen
Fig. 13 zeigt eine gemäß der Erfindung ausge- kann, wenn ein Relais des Typs R6 parallel dazu am
führte Anordnung, welche das in Fig. 12 angege- Widerstand des Richtungsweisers angeschlossen ist,
IaCa —
1A
= 33 - 0 = 33
bedeutet dies, daß der Sperrzeitpunkt des Systems R 6 gleichzeitig mit dem Beginn der Prüfung erscheint, so daß A0IA = 0. Beim System CP 400 wird die Prüfung des Systems R 6 dadurch verhindert, daß Massepotential an den gemeinsamen Punkt Q gelegt wird. Der Sperrzeitpunkt dieses Systems kennzeichnet sich durch die Verzögerung des Schließens der Arbeitsseite des Kontakts 291 des Relais 29.
Man findet:
ßo7s = 73 ms
Man erhält somit die Abschnitte:
10
IBCB = SOCS - B0IB = 67 - 73 = -6
Es ist festzustellen, daß das System R 6 die Form IC > O hat, während das System CP 400 die Form IC < O, also CI > 0 hat. Es gilt also:
Da dieses Ergebnis mit der Formel der zweiten Bedingung übereinstimmt, muß die Anordnung richtig arbeiten.
Es ist zu erkennen, daß bei der erfindungsgemäßen Anordnung der Prüfbestätigungszeitpunkt von der eigentlichen Prüfanordnung des betreffenden Systems und von der gewählten Art der Sperrung abhängt; die erfindungsgemäße Anordnung muß dem jeweils zu lösenden Problem angepaßt werden.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf die zuvor angegebenen beiden Anwendungsbeispiele beschränkt, die jedoch so gewählt worden sind, daß bei ihnen die beiden Arten von Bedingungen hinsichtlich der Strecken 7C erfüllt sind.
Die erfindungsgemäße Anordnung ist natürlich auch dann anwendbar, wenn die beiden voneinander unabhängigen Systeme voneinander entfernt sind, bei automatischen Fernsprechanlagen, beispielsweise dann, wenn sie sich nicht im gleichen Amt befinden, so daß ein gewisser Widerstand zwischen die Sperreinrichtung des entfernten Systems und das im gleichen Amt wie das andere System befindliche gemeinsame Organ eingefügt ist.
Ferner ist die Erfindung auch dann anwendbar, wenn bei einem der Fernsprechsysteme das gleiche Relais zur Prüfung und zur Sperrung dient, während bei dem anderen Fernsprechsystem das Prüfrelais und das Sperrelais getrennt sind.
Bei der vorstehenden Beschreibung wurden einige besondere Arten der Einwirkung des Sperrelais auf das Prüfrelais des anderen Systems angegeben (öffnen des Prüfkreises, Betrieb eines Prüfrelais unter Randbedingungen, Kurzschluß der Spule eines Prüf-
35 relais), jedoch können auch andere Arten einer magnetischen, elektrischen oder mechanischen Sperrung angewendet werden.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung zur Verhinderung von Doppelbelegungen bei automatischen Vermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit zwei verschieden aufgebauten und unabhängig voneinander arbeitenden Wählsystemen, die auf eines oder mehrere gemeinsame Organe aufprüfen können und derart vorgegebene zeitliche Prüfbedingungen haben, daß zu einem bestimmten Bestätigungszeitpunkt die Aufschaltung des einen Systems auf das geprüfte Organ durch einen Sperrvorgang des anderen Systems nicht mehr verhindert werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes System ein Sperrorgan (z.B. K1, K2) vorgesehen ist, das nach Beginn des Prüfvorgangs in einem Sperrzeitpunkt (7) den Sperrvorgang an das andere System anlegt, und daß die Sperrorgane der beiden Systeme so ausgeführt sind, daß bei wenigstens einem der beiden Systeme der Sperrzeitpunkt (/) vor dem Bestätigungszeitpunkt (C) liegt und der Abstand der beiden Zeitpunkte (7, C) gegebenenfalls bei dem System mit dem Bestätigungszeitpunkt (C) vor dem Sperrzeitpunkt (7) kleiner als beim anderen System ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrorgane der beiden Systeme Sperrelais sind, die jedem System hinzugefügt werden.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrorgan des einen Systems ein dem System hinzugefügtes Sperrelais ist und daß das Sperrorgan des anderen Systems das Prüfrelais dieses Systems ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrorgan des einen Systems das Ansprechen des Prüfrelais des anderen Systems durch Kurzschluß des Prüfrelais verhindert.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrorgan des einen Systems das Ansprechen des Prüfrelais des anderen Systems durch Unterbrechen des Prüfrelaisstromkreises verhindert.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1120 512,
702, 1021078, 1030 886, 1036325,
889, 1119 921.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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